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Liteville & Friends - Camp
Bis zum 19.07.09 fand in Deutschland südlichstem Landkreiszipfel bei Bad Hindelang im Oberallgäu das 4 tägige MTB-Camp der Edel-Rahmenschmiede Liteville statt. Nicht mal Regen konnte die Frohgemüter stoppen - die Stimmung im Teilnehmerfeld hätte nicht besser sein können. Jeder lebte beim Biken sein Hobby emotional aus und trotzte well equiped den Wetterkapriolen. Eine ganze Armada von Testbikes (301 / 901) stand bereit, um Roß und Reiter eine sensomotorische Symbiose bieten zu können. Logisch dass das exzellente Testmaterial dem Stelldichein der eingeschworenen Liteville – Family Fahrspaß & Flow en masse bescherte.
Auf dem Programm standen höhen- und tiefenmeterintensive Allmountain- u. Freeridetouren z.T. mit Shuttle, wodurch eine satte Auswahl an abwechslungsreichen Touren & Singletrails im Ostrach-Kleinwalser- und Illertal geboten war. Dabei drängte sich der 1738 m hohe Grünten – der markanteste Bergrücken des Oberallgäus und gemeinhin als „Wächter des Allgäus“ bekannt - immer wieder ins Blickfeld der Biker. Sympathische Guides entführten die aus allen Teilen Deutschlands und Tschechiens angereisten Liteviller“ – bzw. die es werden möchten – in die Wildnis unberührter Gebirgslandschaften. Dort wo Ende September der alljährliche <Feneberg Mountainbike Marathon> stattfindet, gehören knackige Rampen mit bis zu 30 % sowie flowige oder verblockte Trails mit furchteinflößendem Gefälle zur Tagesordnung – wahrlich nichts für zart besaitete „Warmduscher“.
Überhaupt bietet das Wegenetz in der Allgäuer Voralpenregion ambitionierten Marathon- Freeride- und Cross Country- Enthusiasten gigantische Möglichkeiten. Selbst Downhiller kommen nicht zu kurz wie die gut besuchten Fahrtechnikkurse im Bikepark <http://www.bikepark-hindelang.de> beweisen. Uphill geht es mit der <Hornbahn> in 8er – Gondeln lässig zur Hornalpe (1 314 m). Downhill sind dann geschärfte Sinne und ultraschnelles Reaktionsvermögen gefordert. Die Streckenvarianten yellow – green – black erschließen die Leistungsbandbreite unterschiedlicher Schwierigkeitsgradlevels. Besonders der <black Course> verspricht auf 523 Tiefenmetern so manchen Adrenalinkick – für den einen oder anderen „Flachland-Tiroler“ ist die fahrtechnische Herausforderung manchmal gar einen Ticken zu heftig. Wessen Fähigkeiten nicht den Anforderungen entsprechen, bzw. wer es zu forsch angeht oder sich geringste Konzentrationsschwächen leistet, löst im steilen Kurvenlabyrinth schnell ein „Flugticket“.
Eine Firmenbesichtigung, bei der Chefe und passionierte Downhiller Michael Grätz spannende Einblicke ins innovative Produktionsgeschehen und Firmenphilosophie gewährte, sowie ein zünftiger Berghüttenabend samt Alphornbläsersextett rundete das gelungene Rahmenprogramm ab. Erst 4 Jahre ist das quirlige Unternehmen am Markt und genießt heute in Insiderkreisen schon Kultstatus – dies ist weniger rational als viel mehr durch glühende Leidenschaft treuer Kunden erklärbar.
Die überwältigende Gruppenatmosphäre bewog das Rahmenbau-Establishment, im Herbst 2010 eine Testcamp-Neuauflage folgen zu lassen. Wer nicht so lange warten möchte, kann sich als Ortsunkundiger dem Local, Ex-Downhillprofi und Inhaber von biketours-oberstdorf Thomas Martin anvertrauen. Es gibt in seinen heimatlichen Gefilden wohl keinen Trail, der nicht seinen Stollenabdruck trägt <http://www.freeride-allgaeu.de>.
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