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Warm up - Radfrühling 2009

Ob Tourenradeln, Genussradeln, Cityradeln, Mountainbiken oder Rennradeln – gemein ist den Facetten des Radelns, dass der Mensch aktiv, selbstbestimmt, zufrieden – und obendrein umweltschonend - unterwegs ist. Zahlreiche wissenschaftliche Studien belegen eindeutig, dass körperliche Aktivität i.V. mit den empfundenen Erlebnissen unmittelbar auf das physische wie psychische Wohlbefinden einwirken. Insbesondere regelmäßiges Radeln ist gesundheitsfördernd, denn Fitness hat positive physiologische und psychologische Veränderungen zur Folge. So ist wissenschaftlich nachgewiesen, dass sich Radfahren vorbeugend auf Herz-, Kreislauferkrankungen und Übergewicht auswirkt, sowie stimmungsfördernde Endorphindosen frei setzt. Immerhin verbraucht man bereits beim kräfteschonenden Genussradeln 4 – 5 Kalorien je Minute.

Radeln / biken erfrischt Geist und Körper – also „Rauf auf’s Rad“ oder Mountainbike. Wer - wie die überwiegende Mehrheit - seit Herbst nicht mehr im Sattel saß, sollte es allerdings behutsam angehen lassen.
Nach einem obligatorischen „Material-Technikcheck“ kann man feststellen, ob sich das Gefährt noch in einwandfreiem Zustand befindet. So wie das Material auf „Vordermann“ gebracht wird, sollte auch mit seinem eigenen „Motor“ verfahren, der erst mal aus dem „Winterschlaf“ sanft geweckt werden will. Jedenfalls keinen gesundheitsschädlichen Kaltstart mit Vollgas hinlegen, sondern erst mal mit „gezogenem Choke“ eine leichte, flache „Warm up Tour“ absolvieren, um Fahrspaß auf lockere und gesunde Art zu erleben. Speziell an die Adresse ungeduldiger, leistungsmotivierter Mountainbiker, die sich beim ersten „Frühjahrsritt“ mit einer höhenmeterfressenden Tour in anspruchsvollem Gelände nur selbst überfordern und mit solch praktizierter Selbstüberschätzung obendrein das Sturzrisiko strapazieren, lautet der Appell „firstly easy and piano“!
Selektive Streckencharakteristik mit höhenmeterintensiven, technisch kniffeligen Geländepassagen (Singletrail, Wurzeltrail) erfordern exzellente körperliche Voraussetzungen sowie professionelles Fahrkönnen u. Bike-Beherrschung in Extremsituationen – die man nach 5 monatiger „Winterabstinenz“ so nicht verfügt. Nur mit schnellem Reaktionsvermögen, sensibler Motorik und professioneller Fahrtechnik sind unwegsames Gelände mit Stufen, Wurzeln, Geröll, Steine etc. sowie steile Berganstiege und knackige Downhills sicher „im grünen Bereich“ zu bewältigen. Um sich diesen „Level“ zu holen, bedarf es in Abhängigkeit der persönlichen Konstitution und Kondition eines „Feinschliffs“, bei dem das Leistungsvermögen und Motorik – am besten mit Hilfe eines ausgeklügelten Trainingprogramms – kontinuierlich trainiert wird.

Sicherheitshinweis: auf höher gelegenen Abschnitten bzw. innerhalb schattiger Waldpassagen muss im März/April ggf. mit schneebedeckter / vereister Fahrbahnoberfläche in den Mittelgebirgsregionen gerechnet werden. Besonders fatal: wenn herabfallendes Laub, Tannen-, u. Fichtennadeln vereiste Fahrbahnoberflächen (Schnee und Eis verfärbt sich im Alterungsprozess tendenziell bräunlich-erdfarben) optisch zusätzlich “tarnen” - das Ganze in Konstellation mit Kurven und/oder Gefällstrecken – dann ist reaktionsschnelles, feinfühliges “Reagieren” sowie eine Portion Glück gefragt, um derartige Gefahrenmomente körperlich unbeschadet zu meistern.

In diesem Sinne wünscht das Bayernbike – Team nach dem ausgesprochen langen, harten Winter allen begeisterten Radlern und Mountainbikern eine sonnenreiche, sturzfreie, ereignisreiche, spaß- und genussvolle Radsaison 2009.


© cb, Redaktion Biketouristik


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