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Naturpark Steigerwald - Geographische Lage

Aus den Weizen und Zuckerrübengauen Mainfrankens erhebt sich mit einer gebirgsartigen, 100-200 Meter hohen Steilstufe der laubgekrönte Steigerwald.
Er ist das Herzstück des fränkischen Keuperlandes, das sich von den Haßbergen nördlich des Mains als ein 15-30 km breites Band 130 km lang bis hin zur Frankenhöhe im Süden zieht. Der Steilabfall im Westen, der Main im Norden und die Windsheimer Bucht mit dem oberen Aischtal im Süden begrenzen den Steigerwald auf drei Seiten eindeutig. Unscharf ist die Grenze im Osten, wo die sanft abgedachten Steigerwaldrücken allmählich in die Randhöhen des Regnitzbeckens übergehen. Gegliedert wird diese "müde" Ostabdachung durch die von Westen und Osten fließenden Flusssysteme der Oberen Aurach, der Rauhen, des Maines der Mittleren und der Reichen Ebrach und schließlich der Aisch, der Aurach und der Zenn.

Die auffällige Bergwand im Westen ist durch den für den Keuper typischen Wechsel von leicht verwitternden Tonschichten und widerstandsfähigeren Sandsteinbänken in Terrassen gegliedert. Weit ragen schmalrückige Bergvorsprünge im nördlichen Steigerwald in das flache Vorland hinaus.
Die markantesten Bergkuppen erreichen Höhen zwischen 400 und knapp 500 Metern : Ebersberg, Großer Knetzberg, Zabelstein und Stollberg, Friedrichsberg, Casteller Schloßberg und der berühmte Schwanberg bei Iphofen. Im südlichen Steigerwald hat sich die Steilstufe in eine Reihe von Zeugenbergen und Halbzeugenbergen aufgelöst: Frankenberg - Iffigheimer Bergrücken, Kapellenberg und Bullenheimer Berg, Scheinberg und als bekanntester Aussichtspunkt im Süden der Hohelandsberg. Die Sonnenseiten mancher dieser Berge sind berühmte Lagen des erdigen Frankenweines.
Mit zunehmender Höhe ändert sich das Weinklima sehr rasch, die Temperaturen gehen zurück und die Niederschläge nehmen als Folge der Steigungsregen am Trauf zu. Diese Bedingungen kommen der Buche, dem Charakterbaum des nördlichen Steigerwaldes, zugute, die hier noch nahezu die Hälfte der Waldfläche ausmacht.
In Ihrer ursprünglichen Form weitgehend erhalten sind die eingebetteten, typisch fränkischen Haufendörfer, nur in Ausnahmefällen durch moderne Wohnbauten oder Fabrikanlagen verfremdet. Auch eine Fülle kulturhistorischer Kostbarkeiten ist im Steigerwald zu finden. Neben einer Reihe fränkischer Kleinstädte mit historischen Ortskernen, mit Fachwerkhäusern und Profanbauten aus heimischen Sandstein, ist das Gebiet reich an Burgruinen, Schlössern, Kirchen und sonstigen sakralen Kunstdenkmälern aller Stilrichtungen.
Das Zusammenwirken dieser natürlichen und historischen Gegebenheiten, verbunden mit einer für unsere Verhältnisse noch sehr geringen Bevölkerungsdichte (ca. 70 Einwohner/qkm), bedingt die besondere Eignung des Steigerwaldes als Erholungslandschaft und gab den Anstoß zur Errichtung eines Naturparks.

 
   



 

 

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