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Gotik Tour Nord
 
Ausgangspunkt Arnstorf
Tourencharakterisierung Auf größtenteils ruhigen Nebenstraßen mit einigen, jedoch meist leichteren Steigungen
Schwierigkeit leicht - mittelschwer
Streckenlänge und Streckenverlauf 1. Etappe ca. 31 km
Arnstorf - Mariakirchen - Thanndorf - Kemathen - Johanniskirchen
2. Etappe ca. 38 km
Johanniskirchen - Guteneck - Weinberg - Waldhof - Wald - Neuhofen - Schönau
3. Etappe ca. 40 km
Schönau - Heiligenberg - Kleinmünchen - Zell - Malgersdorf - Neukirchen - Hainberg - Arnstorf
Beschilderung
 
  Beschreibung

1. Etappe

Der Markt Arnstorf mit seinem Barockschloss im Ortskern, nur von außen zu besichtigen, und seiner schönen Pfarrkirche sind es Wert sich Zeit zu nehmen für einen Besuch, aber auch die Wallfahrtskirche Maria Schnee sollte nicht unerwähnt bleiben.
Pfarrkirche St. Georg: Spätgotische Anlage aus dem 15. Jh., dreischiffiges Langhaus, Datierung über dem Chorbogen 1477. Seitenschiffe nachträgliche Erweiterung des bereits begonnenen Hauptschiffes. Netzrippengewölbe im Chor und Langhaus mit Rankenmalerei.
Figuren aus verschiedenen Epochen, z.B. Madonna mit Kind, hl. Sebastian. Bedeutende Grabdenkmäler der Familie von Closen, insbes. das Epitaph des Hans von Closen gest. 1527.
Neuer Volks- und Hochaltar von Joseph M. Neustifter aus Eggenfelden in Anlehnung an die typische Form eines gotischen Flügelaltares mit Bildmotiven aus dem alten und neuen Testament.

Vom Marktplatz Arnstorf aus führt die Route auf dem Radweg entlang der Kollbachtalauen nach Mariakirchen, dass durch die sehenswerte Pfarrkirche und dem prächtigen vierflügeligen Wasserschloss bekannt ist.
Wasserschloss: Rechteckiger, vierflügeliger Bau aus dem 16. Jh. Mittelalterliches Erscheinungsbild mit Türmen, Zinnen und Wassergräben, architektonische Struktur von der Renaissance beeinflusst.
Im Schatten des Schlossparks, lädt der angrenzende Biergarten zur ersten Rast ein. Anschließend führt uns der Weg vorbei an der Pfarrkirche dann über den Kollbach, ehe der Weg in nördlicher Richtung den Wäldern der Kammerau zustrebt. Gleich am Waldrand nach Sattlern geht´s rechts die Anhöhe hinauf und vorbei an dem Einödhof in Schmidhub. Kurz darauf am Waldrand genießen wir den herrlichen Ausblick der sich auf das vor uns liegende Kollbachtal ergibt. Über Dellendorf und Münchsdorf erreichen wir unser nächstes Ziel Thanndorf mit der Pfarrkiche St. Martin.
Pfarrkirche St. Martin: Chor aus dem 14. Jh., Langhaus 15. Jh. Im 18. und 19. Jh. mehrmals restauriert und verändert. Einrichtung neugotisch mit alten Figuren, z.B. hl. Florian, Madonna mit Kind, hl. Sebastian (um 1480).
Entlang des Radelbaches geht’s entspannt weiter nach Kudlhub, wo wir nach links in die Staatsstrasse einbiegen, jedoch nach Überquerung des Radelsbaches, diese bereits wieder verlassen. Wer sich jedoch Zeit nimmt für einen Besuch der ehemaligen Wallfahrtskirche St. Quirin in Kemathen, muss der Staatstraße ein Stück weiterfolgen und bei Einpoint rechts
nach Kemathen abbiegen.
Kirche St. Quirin: Spätgotische Anlage (Mitte des 15. Jh.), ehemalige Wallfahrtskirche. Netzrippengewölbe im Chor, Langhaus barock verändert und flach gedeckt. An der Sakristeitüre spätgotische Beschläge aus dem 15. Jh., Barockaltar um 1680. Friedhofsmauer, an der Nordseite Rundbogenportal (17. Jh.).
Unser Weg führt uns nun die Anhöhen hinauf an den Weilern Unter und Oberreuth vorbei, bevor der Weg bei Lengham nach links abzweigt und uns über Lapperding dann allmählich wieder hinunter in das Sulzbachtal nach Johanniskirchen bringt.
Pfarrkirche St. Johannes der Täufer: Eine der bedeutendsten Anlagen der Spätgotik (1477) im Landkreis. Die unteren vier Geschosse des Turmes stammen aus der romanischgotischen Übergangszeit um 1300. Typisch für die Zeit die Rundbogenfriese. Netzrippengewölbe im Chor (Rankenmalerei) und Langhaus. Moderne Einrichtung unter Verwendung alter Figuren, z.B. Strahlenkranzmadonna, hl. Christophorus, hl. Florian, hl. Sebastian).

2. Etappe

Vom Kirchplatz aus geht´s weiter in Richtung Dummeldorf doch bereits nach einigen hundert Metern verlassen wir die Hauptstraße. Für den Abstecher zu der kleinen Kirche bei Guteneck, die auf dem Bergrücken in entgegengesetzter Richtung steht, radelt man jedoch noch einige hundert Meter ehe die Beschilderung nach Guteneck hinauf weist.
Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt: Spätgotische Anlage, Ende 15. Jh. Chor mit Netzrippengewölbe, Langhaus später flach gedeckt. 1666 Neubau des Turmes. Veränderung im 19. Jh. Hochaltar ursprünglich spätgotisch (um 1500), im 19. Jh. restauriert und ergänzt. Die Predellagruppe aus Kunststein stellt die mystische Vermählung der hl.
Katharina mit dem Christuskind dar (Fassung 19. Jh.). Seitenaltar spätgotischer Schreinaltar, Anfang 16. Jh., im 19. Jh. restauriert.

Dort an der Kirche bietet sich eine herrliche Aussicht auf´s Sulzbachtal und bis in den Bayerischen Wald. Auf unserer Hauptroute wenden wir uns wieder der sanften Hügellandschaft bei Schornbach und Stockham zu. Dort biegen wir anschließend nach rechts ab, folgen dieser Straße einige
hundert Meter, ehe uns die Beschilderung nach links in eine ruhige Nebenstraße weist. Diese führt am Weiler Schneeharding vorbei nach Hohenöd. Dort an der Kreuzung bietet sich ein weiterer Abstecher zur interessanten Dietersburger Pfarrkirche an.
Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt: Stattlicher Gewölbebau Ende 15. Jh., untere Hälfte der Langhausmauern und Unterbau des Turmes aus der romanisch-gotischen Übergangszeit (wohl zweite Hälfte des 13. Jh.). Der achtseitige Turmoberbau mit zweimal abgesetzten Eckstreben stammt aus der Spätgotik und ist charakteristisch für das Gebiet.
Netzrippengewölbe im Chor und Langhaus mit Rankenmalerei. Einrichtung um 1730-1740, mit Elementen der Spätrokokozeit um 1770. Wandmalereien um 1500. Beachtenswerte Figuren aus dem 15. Jh., z.B. Maria Immaculata, hl. Barbara und hl. Katharina. Kanzel um 1730, um 1770 ergänzt mit den Darstellungen der vier Erdteile als Putto-Figuren.

Unsere Route führt aber weiter in entgegengesetzter Richtung durch die Waldreiche Gegend nach Weinberg, zu der kleinen Kirche St. Nikolaus.
Kirche St. Nikolaus: Kleiner Blankziegelbau, Chor spätgotisch mit Netzrippengewölbe aus der zweiten Hälfte des 15. Jh., Langhaus vermutlich älter. Neugotisches Altärchen Ende 19. Jh. mit filigran gearbeitetem Gesprenge. Provinzialrömisches Steinrelief, vielleicht einen
Mysterienkult darstellend.

Man sollte sich außerdem Zeit nehmen und das mittelalterliche Schloss Baumgarten das ganz in der Nähe auf dem Bergrücken thront (von außen) zu besichtigen. Unser Weg führt jedoch nicht die ganze Anhöhe Richtung Schloss hinauf, sondern zweigt amWeg dahin auf halber Strecke rechts ab und führt über Asperting stetig leicht bergan weiter zu einer Kreuzung in Seiling. Etwa 1km von unserer Route entfernt bietet sich hier die Möglichkeit zu einem Abstecher zur Dorfkirche Mariä Himmelfahrt von Waldhof.
Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt: Spätgotischer Bau Ende 15. Jh.. Turmunterbau aus dem späten 13. Jh. mit dem für die Zeit typischen „Deutschen Band" und Giebelbogenfries. Netzrippengewölbe im Chor und Langhaus. Moderne Altarkomposition: Über der Mensa in flachem, abgehängtem Rahmen Madonna mit Kind (1500), St. Joachim und St. Anna (1730). Portal mit beachtenswertem spätgotischem Schmiedeeisenbeschlag. - Hölzerner Pfarrhof.
Unsere Route führt dort aber weiter in entgegengesetzter Richtung, herrliche Ausblicke bis in die Alpen kann man hier genießen und sind der Lohn der zurückgelegten Wegstrecke. An einem kleinen Wäldchen verlassen wir diese Straße und biegen nach links ein. Über Schlicking, Lukasöd und Einbach geht´s nun bequem talwärts an den abgelegenen
Weilern vorbei, bevor wir bei Einbach die Richtung wechseln und nun nach Westen, auf Benk zusteuern. Dort überquert man die Staatstraße und folgt der Beschilderung über Dulding und Weihersbach zur Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt in Wald.
Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt: Spätgotischer Bau datiert über dem Chorbogen 1483. Untere zwei Drittel der Langhausmauer und vier Geschosse des Turmes noch aus dem 13. Jh., Hochaltar, Seitenaltäre und Kanzel wohl neubarock Ende 19. Jh., Madonna mit Kind im Mittelschrein 1. Hälfte 15. Jh., Ornamentverzierungen am spätgotischen Rippengewölbe. Wandgemälde St. Christophorus um 1500. Sakristeitüre mit spätgotischem Lilienbeschlag um 1500. Kirchhofmauer mit Rundbogendurchgang (17.-18. Jh.), Votivbilder.
Die anschließende Talfahrt endet jedoch schon an der nächsten Abzeigung in die wir nach links einbiegen und demWeg über Polding, Massing und Hof nach Neuhofen folgen.
Pfarrkirche St. Johanni Enthauptung: Spätgotischer Bau um 1500. Langhaus und Turm älter. Langhaus 1906 nach Westen verlängert. Einrichtung hauptsächlich aus dem 18. Jh., Hochaltarkruzifix spätgotisch aus dem frühen 16. Jh. Maria mit Kind auf dem nördlichen Seitenaltar um 1485, Grabsteine. Pfarrhof: Erbaut 1746, zweigeschossige Rechteckanlage mit Walmdach.
Am Ortsausgang bietet sich ein herrlicher Aussichtspunkt der bei entsprechenderWetterlage bis weit in die Alpenkette hinein reicht. Von dort geht´s dem letzten Ziel dieser Etappe Schönau entgegen.
Pfarrkirche St. Stephan: Neugotischer Blankziegelbau (1890-91). Der
gotische Chor der Vorgängerkirche (1500) wurde als Seitenkapelle mit einbezogen, dort Barockaltar (1680) mit hl. Josef und hl. Georg.
Schloss: Eindrucksvolles Wasserschloss, im Kern mittelalterlich, 1900-1903 durch Architekt Gabriel von Seidl historisierend erweitert. Schlosspark ab 1867 vom Münchener Hofgartendirektor Effner angelegt. Typischer englischer Landschaftsgarten. Das Schloss ist bewohnt und innen nicht zu besichtigen, der Garten ist für Besucher geöffnet.


3. Etappe

In südwestlicher Richtung verlassen wir Schönau und steuern der bekannten Wallfahrtskirche von Heiligenberg entgegen, dessen grazile Turmspitze schon von weitem sichtbar über die Baumwipfel hinausragt.
Wallfahrtskirche St. Erasmus: Anlage des 15. Jh., wohl vor 1750 barockisiert. Hochaltar mit den Bildnissen der Hl. Erasmus (mitte), Benedikt (rechts) und Bernhard von Clairvaux (links). Kanzel mit vier Putti, die vier Erdteile darstellend. Sakristeitüre mit spätgotischem Schmiedeeisenbeschlag um 1500. Friedhofskapelle: Spätgotische Anlage von 1498, zahlreiche bedeutende Votivbilder, Friedhofsmauer.
Anschließend geht’s talwärts nach Götzing und man folgt dann dem Verlauf eines kleinen Bächleins in östlicher Richtung, ehe man vor Bachham nach links abzweigt und über eine kleine Anhöhe Kleinmünchen erreicht.
Kirche St. Nikolaus: Spätgotische Anlage aus der zweiten Hälfte des 15. Jh., Chor mit Netzrippengewölbe in Sternfiguration. Barockaltar um 1700. Spätgotische Figuren um 1530, z.B. hl. Barbara, hl. Nikolaus, hl. Katharina, hl. Apollonia.
Weiter geht´s an alten Gehöften und Einöden vorbei über Drahtholzen nach Zell Pfarrkirche St. Ulrich: Spätgotische Anlage aus der zweiten Hälfte des 15. Jh., Netzrippengewölbe im Chor und Langhaus. Einrichtung modern mit spätgotischen Figuren, z.B. hl. Erasmus, hl. Wolfgang, hl. Ruprecht und hl. Bonifatius.
Unser nächstes Ziel Malgersdorf erreichen wir über Hochholzen, überqueren dabei die Bundesstr. bevor wir dann im Tal des Rimbaches und später dem Kollbachtal entlang über Bleickersdorf nach Heilmfurth radeln. Dort bietet sich eine Rast im schattigen Biergarten der kleinen Heilmfurter Brauerei an. Nach einer Stärkung geht´s dem Kollbach entlang weiter nach Malgersdorf. Pfarrkirche St. Stephan: Spätgotischer Bau aus der zweiten Hälfte des 15. Jh. Langhaus und Chor mit Netzrippengewölbe. Langhaus 1867/68 um 2 Joche nach Westen verlängert, Backsteinbau. Einrichtung neugotisch, Chorbogenkruzifix um 1600. Neue Orgel (1979) mit 4000 Pfeifen. Grabsteine. Kirche St. Maria Auxiliatrix (Frauenkapelle): Gotische Anlage (14.-15. Jh.), im 18. Jh. barockisiert und flach gedeckt. Rokoko-Altar von 1760 mit Altöttinger Madonna. Gotische Freskenfragmente.
Dort überquert man die Eggenfelderstr.und biegt dann in den Kellerweg ein. Ein Fuß und Radweg der in der Ambergstr. mündet, die uns anschließend auf eine idyllische und abgeschiedene Strecke, durch das Waldgebiet nach Guggenberg und Eckelsberg schickt. Gleich unterhalb des Funkturmes zweigt der Weg scharf nach rechts ab und jetzt kann man
seinen Drahtesel wunderbar laufen lassen, talwärts dem Kollbach zu. Bei Jägerndorf wird die Staatsstraße gequert und entlang des Zeller Baches führt uns derWeg dann nach Daimhäuseln. Hier biegt man nach links ab und man folgt nun der Route an kleinen Weilern vorbei nach Unterwimpersing. Nur ein kleiner Abstecher ist hier nötig um die Kirche
Mariae Namen in Neukirchen zu besichtigen.
Kirche Mariae Namen: Spätgotische Anlage Weihe 1440). Wandmalereien aus der Erbauungszeit. Chor und Langhaus mit Rippengewölbe. Neugotischer Altar.
Anschließend geht´s zuerst einem Kiesweg entlang, der bei Petersdorf in eine Teerstraße mündet, in die wir rechts einbiegen nach Geiselsdorf. Auf dem Weg zu unserem letzten Ziel nach Hainberg genießen wir nochmals die herrliche Aussicht auf das Kollbachtal und seine Umgebung. Kirche St. Jakob d. Ältere. Turmunterbau Rest einer romanischen Anlage des 13. Jh. Im 15. Jh. wurde der Chor mit einem Netzrippengewölbe versehen, das Langhaus später flach gedeckt. Hochaltar, Kanzel und Altar auf der Nordseite um 1700. Spätgotische Figuren, z.B. hl. Anna mit Maria und Jesuskind (Hl. Anna selbdritt) Anfang 16. Jh., Madonna
mit Kind, Anfang 15. Jh., Typus "Schöne Madonna".

Das letzte Stück des Weges geht´s dem Kollbachtal entlang des Radweges zurück nach Arnstorf.
 
 

Zentrale Informationsstelle für diesen Radweg
Tourist-Information Rottal-lnn
Ringstraße 4, 84347 Pfarrkirchen,
Tel. 08561/ 20-268, Fax 0 85 61/ 2077268
E-Mail: ferienregion@rottal-inn.de

 
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Route 4
Tanner Runde

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Route 7
Inntalrunde
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Am Europareservat
Route 9
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Route 10
Rund um Bad Birnbach
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Hofmark-Runde
Route 12
Thermen-Runde
Route 13
Rund um Hirschbach
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Drei-Täler-Radweg