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Gotik Tour West
 
Ausgangspunkt Eggenfelden
Tourencharakterisierung Auf größtenteils ruhigen Nebenstraßen mit einigen, Steigungen.
Schwierigkeit leicht - mittelschwer
Streckenlänge und Streckenverlauf 1. Etappe ca. 22km
Eggenfelden - Hirschorn - Unterdietfurt - Oberdietfurt - Massing
2. Etappe ca. 39km
Massing - Moosvogl - Heiligenstadt - Unterwiedersbach - Seemannshausen - Bachham - Hölsbrunn - Radlkofen - Obertrennbach
3. Etappe ca. 22km
Obertrennbach - Kollbach - Sallach - Reicheneibach - Falkenberg
4. Etappe ca. 35km
Falkenberg - Wald - Kirchberg - Taufkirchen - Heißprechting -–
Staudach - Handwerk - Huldsessen - Pischelsberg - Eggenfelden
Beschilderung
 
  Beschreibung

1. Etappe

Beginnend am Stadtplatz in Eggenfelden Stadtpfarrkirche St. Nikolaus und St. Stephan: Herausragender Bau des 15. Jh. (Erbauer vermutlich Stephan Krumenauer). Baubeginn 1404, Weihe 1444, Einwölbung im Chor datiert 1467, im Langhaus 1488 und im Turm (Eingang) 1489, vermutlich durch den Pfarrkirchner Baumeister Michael Sallinger. Ursprünglich farbig ausgemalt, heutige helle Farbgebung nach Renovierung 1993-95. Neugotische Ausstattung unter Verwendung spätgotischer Altarflügel und Figuren. Bemerkenswert qualitätvolle, geschnitzte Gruppe an der südlichen Chorwand: Christus und die 12 Apostel, um 1480. Am südlichen Seitenaltar Figurengruppe der Krönung Mariens im seltenen Drei-Personen-Typus (auch der Hl. Geist wird als männliche Figur dargestellt). Taufstein von 1489. Bedeutende Grabdenkmäler an der südlichen Innen- und Außenwand des Langhauses. Monumentales Kruzifix an der Südwand, um 1500. Ehemalige Friedhofskapelle St. Anna: Doppelgeschossiger Bau aus dem 15. Jh. Bedeutende Fresken vom Anfang des 16. und 17. Jh., zum Teil in mehreren Schichten übereinander. Gut erkennbar an der Nordwand Darstellung des Gastmahles vom reichen Prasser). Kirche Hl. Geist (Spitalkirche): Spätgotischer Bau von 1493, Netzrippengewölbe im Chor und Langhaus. Schmiedeeisengitter aus dem 18. Jh. Marmorepitaph. Einrichtung modern. Stadtplatz. Inn-Salzach-Bauweise: Teilweise interessante neugotische Fassadendekoration. Rathaus 17. Jh.. Einzig erhaltenes Stadttor von der ehemaligen Stadtbefestigung (15.Jh.).
EGGENFELDEN-GERN
Hofmark Gern: Die mittelalterliche Struktur der ehem. Hofmark ist an den
Ökonomiegebäuden (gotischer Stadel) und Wohnhäusern der ehem. Hofmarksuntertanen gut ablesbar. Der Hofmarksitz, eine mittelalterliche Burg, wurde bereits im 18. Jh. zerstört. Pfarrkirche St. Georg: Einst sowohl Dorfkirche wie Schlosskapelle und Begräbnisstätte der Hofmarksherrn. Spätgotischer Bau Ende des 15. Jh., im 18. Jh. barockisiert. Deckengemälde
1763 von Anton Scheitler. Qualitätvolle Epitaphien der Grafen von Closen).

führt der Radweg die Öttinger Straße Stadtauswärts, überquert dabei die Rott und an der anschließenden Kreuzung folgt man dem Rad und Fußweg vorbei am Schulzentrum. Am Stadtrand wird die Öttinger Straße unterquert und man radelt im weitern Verlauf auf der alten Bundesstr. nach Hirschhorn. (Vorsicht bei dem kleinen Abstecher zur Kirche muss die
Bundesstr. überquert werden)! (Pfarrkirche St. Rupert: Spätgotische Anlage des 15. Jh., im 19. Jh. stark verändert (Langhaus erhöht und neu gedeckt). Stattlicher Turm aus der Erbauungszeit. Chor und südliches Seitenschiff mit Netzrippengewölbe. Pietà (frühes 16. Jh.). Barocke Figuren der Heiligen Martin, Rupert, Jakobus. Barocker Gnadenstuhl über dem
südl. Portal. Altarblatt des ehem. Hochaltares -Taufe des bayer. Herzog Theodor, um 1700.

Unser Weg wendet sich nun vom Geratskirchner Tal ab und in westlicher Richtung auf einer beschaulichen und ruhigen Strecke durchqueren wir das Hammersbachertal. Anschließend mündet der Weg in einer Querstraße und ändert dort nochmals seine Richtung, schwenkt nach rechts ein und schickt uns über die bewaldete Anhöhe nach Hofau.
Kirche St. Jakobus der Ältere: Saalanlage aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts. Chor nur durch den Chorbogen und eine Stufe vom Langhaus getrennt, Netzrippengewölbeüberspannt einheitlich den gesamten Raum. Altar neugotisch Ende 19. Jh..
Gleich nach der Kirche biegen wir scharf nach links ein und lassen die alte bäuerliche Kulturlandschaft mit den verstreut liegenden Gehöften die hier das Landschaftsbild prägen, vorbeiziehen. Der Weg führt kaum merklich eine kleine Anhöhe hinauf und mündet in einer Querstraße in die wir nach rechts einbiegen. Mit wunderbarem Blick auf das Rottal und die ansteigenden Hügel auf der anderen Seite des Tales verlassen wir vorerst die Anhöhen und steuern geradewegs auf das fruchtbare und weitläufige Tal hinunter nach Unterdietfurt.
Pfarrkirche Mariae Heimsuchung: Spätgotische, dreischiffige Hallenkirche aus der Mitte des 15. Jh. Im südlichen Seitenschiff spätgotischer Schreinaltar, um 1500. Neuer Hochaltar mit Mariendarstellung von Johann Nepomuk della Croce. Bedeutende Grabdenkmäler. Spätgotischer Schmiedeeisenbeschlag am Südportal. Friedhofskapelle St. Leonhard 18. Jh.).
Bereits am Ortseingang biegen wir nach links ein, durchqueren den Ort und in westlicher Richtung nähern wir uns Oberdietfurt. An der schon von weitem augenfälligen Kirche führt der Weg direkt vorbei. Pfarrkirche St. Johannes der Täufer: Spätgotische Anlage des 15. Jh. Chor und Langhaus mit Netzrippengewölbe. Neugotischer Hochaltar mit spätgotischen
Flügelreliefs um 1500. Figuren aus der Spätgotik, z.B. hl. Anna selbdritt. Neugotischer Flügelaltar im nördl. Seitenschiff mit spätgotischen Schnitzfiguren: Hl. Michael, Ambrosius, Augustinus (um 1500), Gemälde der Heiligen Stephan und Laurentius (links), Wolfgang und Nikolaus (rechts)).

Im weiteren Verlauf wechselt der Weg immer wieder seine Beschaffenheit, wobei der gut ausgebaute Kiesweg am idyllischen Rottufer entlang für Radler ideal geeignet ist. Dieser Weg bringt uns allmählich Massing näher und mündet im weitern Verlauf in die Eggenfeldenerstr. der wir Ortseinwärts folgen bis zur Kreuzung, wo unser Weg nach links abzweigt. Gleich nebenan radeln wir am Geburtshaus von Berta Hummel vorbei, das ein kleines Museum beherbergt, mir einer großen Sammlung Ihrer Hummelfiguren und einen Blick in die Malerei der begnadeten Künstlerin zeigt. Die Rott wird anschließend überquert und rechter Hand sieht man bereits die in den Hang eingebettete Pfarrkirche, unser Ziel für diese Etappe.
Pfarrkirche St. Stephan: Ursprünglich gotische Anlage um 1480, mehrmals verändert, 1870 neugotisch umgebaut. Moderner Hochaltar 1963 vom Regensburger Bildhauer Guido Martini, zeitgenössischer Kreuzweg aus Südtirol.

2. Etappe

Über einen Kiesweg der an der Kirche vorbeiführt entfernen wir uns allmählich von Massing,
genießen aber noch den herrlichen Ausblick auf den Ort und seine Umgebung während wir
Gottholbing zusteuern. Am Ortsrand folgen wir wieder dem Kiesweg der durch den Ort
durch die Teerstraße unterbrochen war. Dieser führt uns in die flache Auenlandschaft zu der
kleinen Kirche in Moosvogl, dessen etwas schräg geneigte Turmspitze von weitem auffällt.
Vermutlich ältester Ort im Landkreis, urkundlich erstmals erwähnt 763.
Kirche St. Nikolaus: Bedeutender spätgotischer Bau aus der zweiten Hälfte des 15. Jh., geweiht 1476, ein schönes Beispiel für den kleinen spätgotischen Ziegelbau der Gegend. Langhaus und Chor mit unterschiedlich figurierten Rippengewölben. Altar neugotisch mit hl.
Sebastian, hl. Laurentius, hl. Nikolaus, hl. Stephanus und hl. Florian. Votivbilder. Gotische Türbeschläge.

Anschließend überqueren wir die Staatsstraße und in nördlicher Richtung radeln wir nach Hinterwimm (Einkehrmöglichkeit). Dort am Gasthof schwenkt der Weg nach Osten dem Wald zu und über weiche Waldwege geht´s nun wieder Richtung Massing direkt am Bauernhofmuseum
vorbei, wo man sich auf jeden Fall etwas Zeit für eine Pause nehmen sollte. Am Museumsgelände entlang der Spirknerstraße verlassen wir Massing, passieren die auf den Anhöhen liegenden Weiler Linn und Oberried und nähern uns Heiligenstadt mit seiner bedeutenden Wallfahrtskirche.
Wallfahrtskirche St. Salvator: Chor und Turm spätgotisch (zweite Hälfte des 15. Jh.), Langhaus um 1740. Fresken am Chorbogen 15. Jh., links die klugen und törichten Jungfrauen, rechts die Propheten Moses, Jeremias, Ezechiel und Daniel. Flügelaltar von 1480 bedeutendste gotische Schöpfung im Landkreis. Im geöffneten Schreinaltar Christus als Weltenherrscher, umgeben von musizierenden Engeln. Die Flügelreliefs zeigen rechts Maria und Elisabeth, sowie die Anbetung der Heiligen Drei Könige, links die Verkündigung und die Geburt Christi. In der Grabkapelle Kreuzigungsgruppe von Wenzel Jorhan d.Ä., 1. Hälfte 18. Jh. Neun Passionstafeln aus der zweiten Hälfte des 16. Jh. (aus Seemannshausen). In der gezimmerten Vorhalle wurden Wallfahrtsmärkte abgehalten.
Auf diesem Weg genießen wir außerdem den Blick auf das weitläufige Tal der Bina das wir anschließend queren. Nach Besichtigung dieser Kirche geht´s weiter nach Gangkofen, biegen an der nächsten Abzweigung scharf rechts ab, überqueren die Eggenfeldenerstraße, um im Anschluss durch ein Siedlungsgebiet entlang der Sallingerstraße den Ort bereits
wieder zu verlassen. Wer sich allerdings etwas Zeit nimmt kann in Gangkofen aber noch andere Sehenswürdigkeiten wie z.b die Deutsch Ordens Kommende im Ortskern besichtigen, aber auch das Freibad am Ortsrand könnte man in seine Planung mit einbeziehen. Die interessante Kirche St. Nikola liegt etwas Abseits unseres Weges, wir erreichen
sie indem wir an der folgenden Kreuzung in die Reichenbacherstr. nach rechts einbiegen.
St. Nikola. Nebenkirche von Gangkofen: Kleine spätromanische Anlage des 13. Jh., Langhaus im 18. Jh. Barock verändert. Bedeutende gotische Wandmalereien aus der Erbauungszeit, stilistisch frühgotisch mit romanischen Elementen. Durch frühere Restaurierungen stark beeinträchtigt. Rokoko-Altärchen.
Unser Weg führt aber von der Kreuzung in eine schräg gegenüberliegende Kiesstraße, die an der Eremitenklause Heiligenbrunn vorbeiführt. An der nächsten Abzweigung radeln wir nach rechts, einer schmalen verkehrsarmen Straße folgend die uns am aufschlussreichen
und interessanten Baumlehrpfad entlang nach Butzenbach bringt. Dort zweigt der Weg nach links ab, der im weiteren Verlauf in einen Kiesweg übergeht, und an einer Querstraße endet. Dort rechts abbiegend, führt uns ein kleiner Abstecher zur Unterwiedersbacher Kapelle.
Kirche St. Georg: Chor gotisch, wohl 14. Jh., Langhaus im Barock neu gebaut. Hochaltar frühes 18. Jh. An den Chorschultern hl. Wolfgang und hl. Hieronymus. Mondsichelmadonna mit Kind. Kruzifix an der Nordwand 16. Jh.
In entgegengesetzter Richtung radeln wir Seemannshausen zu und kommen dabei direkt an der alten Brauerei (Einkehrmöglichkeit) vorbei, ehe wir die Staatsstraße queren (Vorsicht). Den kleinen Ort verlassen wir wieder über einen Kiesweg, der uns an der Einöde Bergmann
vorbeiführt nach Scheuering. Ein großes schattiges Waldgebiet liegt nun vor uns das wir nun durchqueren auf dem Weg nach Racksdorf und Höllsbrunn. Nachdem das herrliche Forstgebiet hinter uns liegt, radeln wir durch die ruhige und beschauliche Gegend nach Höllsbrunn weiter.
Pfarrkirche St. Maria vom Karmel: Einschiffige Anlage des späten 15. Jh., 1739 barockisiert, 1745 erweitert. Hochaltar um 1740-1750, Seitenaltäre um 1700. Deckengemälde und Stukkaturen in Chor und Langhaus aus der Mitte des 18. Jh..
Hier am Ortseingang bietet sich ein Abstecher zur kleinen Dorfkirche von Bachham.
Kirche St. Stephan: Spätgotischer Bau aus der Mitte des 15. Jh., Altar neugotisch. Kanzel barock um 1700.
Unserer Route folgen wir weiter an der schönen Pfarrkirche vorbei nach Radlkofen, dessen sehenswertes Kirchlein auf einem Hügel über dem Dorf erbaut wurde. Kirche St. Margareta. Spätgotische Anlage um 1500, Netzrippengewölbe im Chor. Einrichtung neugotisch, Freskenfragmente im Langhaus. Begräbnisstätte des Adelsgeschlechtes der Radlkofer in der
Südsakristei.

Über eine Nebenstraße in die wir nach dem Gasthof nach rechts einbiegen verlassen wir Radlkofen und im weiteren Verlauf folgen wir einer Kiesstraße durch schattigen Hochwald nach Hub. An einer kleinen Kreuzung auf der Anhöhe die einen herrlichen Überblick bietet,
biegen wir rechts ein, bevor wir mit einer flotten Talfahrt auf ein kleines Wäldchen zusteuern an dem wir rechts abbiegen und nun auf ebenerer Strecke über Wachlkofen nach Obertrennbach radeln. Pfarrkirche St. Vitus: Spätgotische Anlage Anfang 16. Jh. Chor und Langhaus mit Netzrippengewölbe. Neuromanische Ausstattung, Heiligenfiguren aus
verschiedenen Epochen.

Dort überquert man die Staatsstr., ehe der Weg die Anhöhe hinauf führt und oben angekommen nach links in eine Nebenstraße führt. Wieder kann man eine herrliche Aussicht genießen und diese begleitet uns bis wir allmählich Marastorf erreichen.
Kirche St. Andreas: Spätgotischer Blankziegelbau aus der zweiten Hälfte des 15. Jh. Netzrippengewölbe im Chor, Langhaus flach gedeckt. Frühbarocker Altar um 1650 mit spätgotischen Figuren hl. Andreas und hl. Benedikt (um 1500), Maria mit Kind in der Bekrönung (Mitte 17. Jh.)
Dort schwenkt der Weg in einer Talsenke nach rechts ein und wir radeln nun unserem Etappenziel Kollbach entgegen.
Pfarrkirche St. Laurentius: Bau von 1732-1734, 1856 neuromanisch umgestaltet. Stilistisch interessante Altäre mit spätgotischen Schnitzfiguren der hl. Familie und Christus mit den 12 Aposteln. Weitere Figuren aus verschiedenen Epochen.

3. Etappe

Vom Ortskern an der Pfarrkirche in Kollbach starten wir in südlicher Richtung los. Mehrere kleine Hügel lassen wir hinter uns, bevor wie bei Mühlen an der Kreuzung zuerst nach links einbiegen, an der nächsten Abzweigung diese Straße wieder rechtsabbiegend verlassen und über eine letzte Anhöhe durch ein kleines Wäldchen Sallach erreichen. Kirche St. Ulrich: Ehemalige Schlosskapelle. Chor spätgotisch, um 1600 verändert. Langhaus 1624 verlängert, Hochaltar um 1720, Seitenfiguren hl. Johannes und hl. Apollonia. Spätgotische Steinmensa. Zwei Glasgemälde im Chor um 1520.
Gleich nach diesem Kirchlein einer ehemaligen Schlosskapelle, endet der Weg an einer Kreuzung in die wir rechts nach rechts einbiegen. Über eine kleine Bergkuppe schlängelt sich der Weg durch den kleinen Ort, zieht dann gemächlich eine leichte Talsenke hinunter und schwenkt vor Reicheneibach an der Kreuzung nach links ein. Pfarrkirche St. Simon und
Judas Thaddäus: Spätgotische Anlage (Mitte 15. Jh.). Netzrippengewölbe im Chor, Langhaus später flach gedeckt. Ausstattung neugotisch, in der Südkapelle spätgotischer, später renovierter und überarbeiteter Altarschrein um 1500 mit hl. Leonhard, hl. Christophorus und hl. Sebastian.

In der Ortsmitte in nähe der Kirche biegen wir zuerst links, dann gleich wieder nach rechts und verlassen bergan den im Tal gelegenen Ort und nähern uns Engerstorf. Anschließend ändert der Weg an der nächsten Kreuzung seine Richtung nach Norden und nochmals überqueren wir die Anhöhen, bevor der Weg ins Rimbach Tal hinunter weist. Im Tal angekommen biegen wir nach rechts ab, ein kleines Bächlein begleitet uns nun auf dem Weg nach Dietring.
Kirche Maria Opferung: Spätgotische Anlage aus der Mitte des 15. Jh. Quadratischer Turm an der Nordseite, Chor und Langhaus flach gedeckt. Barocker Hochaltar um 1700, hl. Emmeram und hl. Wolfgang (Kopien gotischer Originale). Von hier wäre es nicht mehr weit für einen Abstecher nach Mitterohrbach zum sog. Lanz Museum, eine Sammlung zahlreicher
Lanz- Bulldogs, Dampfmaschinen und Dreschwagen.
Unser Weg zieht weiter entlang des Rimbaches und schon von weitem sieht man die Kirche von Falkenberg die auf einem Hügel mitten im Ort steht, die Abendsonne im Rücken steuern wir geradewegs darauf zu und beenden dort unsere heutige Etappe.

4. Etappe

Über die Sommerstraße in östlicher Richtung verlassen wir Falkenberg und radeln unserem ersten Ziel dem kleinen Weiler Wald mir seiner sehenswerten Kirche entgegen.
Kirche St. Maria: Spätgotische Anlage 2. Hälfte 15. Jh., unter Verwendung romanischer Mauerreste eines Vorgängerbaues. Nördlicher Anbau eines seitenschiffartigen Raumes erfolgte später. Chor und Langhaus mit Netzrippengewölbe. Madonna mit Kind um 1500, hl. Sebastian um 1750, hl. Leonhard um 1780. Chorbogenkreuz aus dem 17. Jh..
Auf selbiger Straße geht´s anschließend noch ein Stück weiter, bevor wir bei Guglmucken nach rechts abbiegen. Ganz in der Nähe kann man in dem Wäldchen rechter Hand noch Überreste einer ehemaligen Römerschanze finden die dort auch mit einer Übersichtafel beschrieben ist. Unser Weg schlängelt sich nun über Hausleithen nach Oberthal, quert im
Anschluss eine Staatsstraße und führt über ein Wäldchen bei Eschlbach zum nächsten Ziel nach Kirchberg. Kirche St. Michael: Spätgotischer Bau aus der zweiten Hälfte des 15. Jh.. Chor und Langhaus mit Netzrippengewölbe. Sakramentsnische aus der Zeit der Erbauung.
Fresken aus der Barockzeit. Einrichtung modern.

Mit einer kleinen Talfahrt setzten wir unsere Reise fort, überqueren anschließend eine Straße, biegen nach wenigen Metern rechts ab und folgen dem weiteren Weg nach Taufkirchen.
Pfarrkirche Maria Himmelfahrt: Chor (Netzrippengewölbe) und Turm aus der zweiten Hälfte des 15. Jh. Langhaus ursprünglich wohl noch 14. Jh., 1913 verlängert mit neugotischer Einwölbung. Einrichtung neugotisch. Strahlenkranzmadonna mit Kind.
Unser Weg zweigt schon am Ortsrand nach links ab und eine langgezogene Steigung steht uns bevor, ehe wir auf der anderen Seite des Hügels den Weiler Heissprechting mit seiner von Gehöften umrahmten Kirche erreichen. Nebenkirche St. Martin: Spätgotische, malerische Bauanlage aus der zweiten Hälfte des 15. Jh. Einfacher Barockaltar, um 1730.
Schöne Bauernhäuser und Gehöfte liegen auf der weiteren Strecke über Ed und Thann nach Staudach, dessen Kirchturm man schon von weitem im Blickfeld hat.
Pfarr- und Wallfahrtskirche St. Corona. Beachtenswerter spät gotischer Blankziegelbau um 1480-1490. Netzrippengewölbe im Chor und Langhaus. Reste spätgotischer Wandmalereien und Rötelinschriften. Spätgotische Figuren, z.B. hl. Corona, hl. Katharina, hl. Barbara, Pietà. Aus der späten Gotik auch der hl. Michael auf dem Schalldeckel der Kanzel und das Chorbogen-Kruzifix. Im Hochaltar bemerkenswerte Figuren
des hl. Sebastian und des hl. Florian, vielleicht Leinbergerschule, um 1530/50. Sakristeitüre mit Schmiedeeisenbeschlag von 1487. Wallfahrtsbilder (erste Hälfte des 17. Jh.).

Vorbei an der Kirche, zweigt der Weg an der nächsten Abzweigung nach links ab und führt nun in südlicher Richtung weiter. Die Hügel und Täler werden nun sanfter und weitläufiger desto mehr wir uns der Rott und seinem Tal nähern. Bei Orthub bietet sich ein herrlicher Ausblick über die weiten Hügel und vor uns liegende Tal. Oberdietfurt im Blickfeld, den
Lenker fest im Griff, lassen wir nun das Rad hinunter laufen. Anschließend biegen wir an der Kreuzung scharf nach links ab, folgen bei Mainbach einer Kiesstraße die den Hügel hinauf führt und in einer Teerstraße mündet in die wir nach rechts einbiegen.
Nun radeln wir in südlicher Richtung an Hintersarling vorbei, biegen vor der Bundesstraße nach links ab und steuern der kleinen herrlich auf dem Hügel gelegenen Kirche in Handwerk entgegen. Kirche St. Alexius: Spätgotische Anlage aus der zweiten Hälfte des 15. Jh.
Netzrippengewölbe, kein Chorbogen. Klassizistischer Altar, Rosenkranzmadonna.

Mit einem letzten Ausblick verabschieden wir uns von den Höhen und lassen das Rad nach Huldsessen hinunter laufen. Kirche St. Martin: Spätgotische Anlage, 2. Hälfte 15. Jh. (war früher mit Ringwall und Graben geschützt). Chor und Langhaus mit Netzrippengewölbe. Einrichtung neugotisch, Figuren aus verschiedenen Epochen, z.B. hl. Georg, Madonna.
Das Schlussstück führt auf dem Radweg Richtung Eggenfelden den wir jedoch um die Pischelsberger Kirche zu besichtigen Kirche St.Andreas: Einziger, weitgehend unverändert gebliebener mittelalterlicher Kirchenbau im Landkreis mit seinem ursprünglichen gotischen Flügelaltar. Spätgotischer Bau um 1472. Netzrippengewölbe im Langhaus und Chor. Spätgotischer Schreinaltar von 1504, Gehäuse und Gesprenge renoviert und überarbeitet. Manieristische Kanzel von 1616. Kreuz von 1661. Kreuzwegbilder von 1828.
bei Kampelsberg verlassen und dort einer Nebenstrasse folgen über die wir dann anschließend Eggenfelden erreichen.
 
 

Zentrale Informationsstelle für diesen Radweg
Tourist-Information Rottal-lnn
Ringstraße 4, 84347 Pfarrkirchen,
Tel. 08561/ 20-268, Fax 0 85 61/ 2077268
E-Mail: ferienregion@rottal-inn.de

 
Rott-Inn--Radweg
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Rottal-Radweg
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Schlösserrunde
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Am Europareservat
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Route 12
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