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RBO Regionalbus Ostbayern GmbH
Vertreten durch die Geschäftsführer
Josef Hofmann und Peter Heider
Von-Donle-Str. 7
93055 Regensburg
Tel. 09 41 / 60 00-0
Fax 09 41 / 60 00-4 00
info@rbo.de
www.rbo.de
Mit
dem Bus hin und mit dem
Fahrrad zurück -
oder umgekehrt
Auch dieses Jahr gibt es wieder die Möglichkeit auf bestimmten
Buslinien das Fahrrad mitzunehmen. Fahrrad-Touren werden somit
auch in der weiteren Umgebung ohne Auto möglich.

Download der Buspläne unter http://www.rbo.de/Radlbus/radlbus.htm
Umweltverträglichkeit
der Gasbetriebenen Busse (im Nationalpark)
ÖPNV - Projekt Gasbuseinsatz im
Nationalpark Bayerischer Wald
Im ältesten bundesdeutschen Nationalpark wurde ab 15. Mai
1996 erstmals autofreier Urlaub möglich. Die erste deutsche
Erdgasbusflotte im ländlichen Raum (insgesamt 11 Busse;
davon 7 im Nationalparkgebiet, 4 im Umfeld eingesetzt) brachte
die Besucher im Halbstundentakt von Ihrem Urlaubsquartier in
das 130 km² große Schutzgebiet. Anfangs waren in dieses
Erdgasbus-Projekt im Nationalpark fünf Linien integriert,
wovon vier Linien neu eingerichtet werden mussten.
Die
Schaffung der umweltfreundlichen Gasbus-Linien war überfällig,
da bisher über 80% der Urlauber mit dem eigenen Auto anreisten.
Die Folge waren Abgasbelästigung und überlastete Parkplätze
mitten im Nationalpark. Somit brachte die touristische Anziehungskraft
des Nationalparks sowohl das Naturschutzziel als auch den Erholungswert
der Region in Gefahr. Befragungen zeigten, dass die Besucher
bereit waren, auf Busse umzusteigen.
Die Erdgasbusse haben in
einem technischen Pilotversuch (Beginn 16.08.94) ihre Einsatzfähigkeit
und Überlegenheit gegenüber
Dieselbussen bewiesen (50% weniger Kohlenmonoxide, mehr als 71%
weniger Stickoxide, über die Hälfte weniger unverbrannte
Kohlenwasserstoffe, 67% weniger Ruß werden emittiert, Schwefeldioxidausstöße
entfallen vollständig).
Erstmalig sorgten vom 15. Mai bis
31. Oktober 1996 (Saisonverkehr) sieben von der RBO GmbH beschaffte
Erdgasbusse der Fa. Neoplan („Transliner N 316 Ü CNG“ mit
ZF S6-85 Schaltgetrieben) auf zwei „Ring-Linien“ und
einer sogenannten „Basislinie“ für
autofreie Mobilität in der Nationalparkregion. Einzelne
Straßen im Nationalpark wurden dafür gesperrt. Seit
Beginn der „Igelbus-Saison 2002“ werden sieben neue
Erdgas-Busse der Marke MAN eingesetzt. Sie sind in Niederflurbauweise
ausgeführt, was für die Fahrgäste ein bequemes
Einsteigen ohne Überwindung von Stufen bedeutet. Die 310
PS starken Fahrzeuge mit Automatikgetriebe und geregeltem Drei-Wege-Kat
mit äußerst geringem Schadstoffausstoß entsprechen
dem aktuellen Stand der Erdgasantriebstechnik und bringen eine
spürbare Komfortverbesserung für die Fahrgäste.
Aufgrund
der Erfahrungen des ersten Betriebsjahres wurden die kostenintensiven „Ringlinien“ durch „normale
Linien“ mit entsprechenden Umsteigemöglichkeiten ersetzt.
Das Konzept ist so einfach wie überzeugend und hat sich
bis heute bewährt: Die Besucher stellen ihre Autos auf zentralen
P+R-Plätzen ab. Von dort bringen die umweltfreundlichen
Erdgas-Busse sie zum Nationalpark-Informationszentrum und in
das Innere des Nationalparks. Nicht nur Rundwanderungen sondern
auch Zielwanderungen sind dank des neuen Bussystems möglich.
Nach einer je nach Kondition mehr oder weniger ausgedehnten Wanderung
steigt der Nationalpark-Besucher wieder in den Bus, der im Stunden-
bzw. Halbstundentaktzurück zum Parkplatz, aber auch zu Gaststätten
und Cafes der Nationalpark-Gemeinden fährt.
Durch
einheitliche Abfahrtszeiten, auch am Wochenende, während
der Schulzeit oder den Ferien, treffen die Besucher den ganzen
Sommer lang auf ein für den ländlichen Raum Deutschlands
einzigartiges Bussystem. Durch ein besonders Tarifsystem, die
sogenannten „Nationalpark-Tickets“ (Ein- u. Drei-Tages-Tickets,
Wochen- u. Saisontickets für Erwachsene, Kinder und Familien,
aber auch Einzelfahrttickets) wird die Urlaubskasse geschont.
Auch das Bayerwaldticket sowie das BayernTicket/BayernSingleTicket
werden anerkannt bzw. ausgegeben.
Die Fahrgeldeinnahmen aus diesem
Projekt decken leider nur ca. ein Drittel der Betriebsausgaben
ab. Der Rest wird durch Fördermittel
der Bayerischen Staatsministerien für Wirtschaft, Verkehr
und Technologie, für Ernährung, Landwirtschaft und
Forsten sowie durch ÖPNV-Mittel des Landkreises Freyung-Grafenau
getragen. Durch weitere Verbesserungen in der Fahrplan- und Tarifgestaltung
und durch verstärkte Werbung soll das Betriebsdefizit noch
weiter verringert werden. Unabhängig davon wirkt sich natürlich
das Wetter (vor allem zur Hauptwanderzeit im Herbst) auf die
Besucherzahlen aus und beeinflusst somit das Betriebsergebnis.
Die Errichtung der öffentlichen Erdgastankstelle („Fast-Fill-Anlage“ mit
einer Betankungszeit von maximal zehn Minuten je Bus) durch die
Fa. Ferngas Nordbayern in Grafenau sowie der Einbau der Erdgastechnik
in die Busse wurden vom Umweltbundesamt in Berlin gefördert.
Während die Urlauber dieses umweltfreundliche Bussystem
rundweg positiv aufgenommen haben, musste bei den Einheimischen
viel Überzeugungsarbeit zu geleistet werden. Viele Anwohner
sahen in den erforderlichen Straßensperrungen eine Einschränkung
ihrer persönlichen Mobilität. Mittlerweile ist diese
Skepsis einer breiten Zustimmung gewichen. Deutlich wurde dieser
Wandel durch die Unterstützung von der einheimischen Bevölkerung
bei der geplanten Streichung der Zuschüsse, die letztendlich
den Fortbestand der Busse gefährdet hätte.
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