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Dem Drachen auf der Spur
 
Kurzübersicht & Bigpoints
Basics zum Chambtal-Radweg
1. Streckenabschnitt
 2. Streckenabschnitt
 3. Streckenabschnitt
Bezugsquellen für Infomaterial & Anreise
 
   

CHRONOLOGISCHE STRECKENDOKUMENTATION

 
   
 Nebenroute Eschlkam - Neukirchen beim Hl. Blut  
   

 3. STRECKENABSCHNITT

Anbindung Eschlkam - Neukirchen b. Hl. Blut
8.4 km /174 hm
SG 3.0
 


 Wer sich in Eschlkam die Frage stellt – Hauptroute zur Landesgrenze (6.9 km) oder Nebenroute nach Neukirchen beim Hl. Blut (8.4 km) sind beide Streckenvarianten ratsam (22.2 km)!

 Vor Eschlkam zweigt am Radwegeknotenpunkt Freybachstraße / Eschlkamer Hauptstraße eine Anbindungsvariante (geradeaus) nach Neukirchen beim Hl. Blut ab. Die 8 km lange Route ist nicht nur landschaftlich äußerst attraktiv, sondern bietet am Wegesrand jede Menge Kulturhistorisches und vor allem die Möglichkeit das „Dach“ des Hohenbogenwinkels zu besuchen.
Allerdings gilt zu berücksichtigen, dass ca. 1.4 km nicht asphaltiert sind und dazu mehrere Steigungsabschnitte die Chambtal-Anbindung als mittelschwer klassifiziert ist und von daher gewisse Grundkondition erfordert. Andererseits macht die herrliche Naturlandschaft in Tuchfühlung zum lang gestreckten Kamm des Hohen Bogen schnell schweißtreibende Strapazen vergessen.
Der Chambtal-Radweg misst mit der Anbindungsspange nach Neukirchen beim Hl. Blut 38.6 km – also nur 1.5 km länger als die Chambtal-Originalroute. Die folgenden Kilometerangaben beziehen sich auf den Abzweigungspunkt bei KM 30.2 (Nullpunkt) in Eschlkam.

 ca. 500 m abseits der Verbindungsspange wurde 2001 auf der Leminger Höhe ein Kunstwanderweg eröffnet. Unter dem Motto „Grenzbegegnungen – Wege zwischen Ost und West“ ließen national wie international renommierte Künstler 6 beeindruckende Kunstwerke entstehen, die sich dem Thema Annäherung zwischen Deutschland und Tschechien – Bayern und Böhmen widmen. Der Wegfall des ehemaligen „Eisernen Zaunes“ fördert den europäischen Gedanken und Zusammengehörigkeitsgefühl, was natürlich auch für den Radtourismus im Sinne – grenzenloser Radlspass - nicht ohne positive Folgen bleibt – Beispiel der 2005 eröffnete Fernradweg Regensburg - Prag.

 Wenn nach dem Ort Stachesried, KM 3.1 links auf die Hauptraße abgebogen wird, fällt der gegenüberliegende, pyramidenförmige Kunstpavillon <IN DER NEUEN MITTE EUROPAS – LICHT UND SCHATTEN> sofort auf.  In der Holzpyramide sind überdimensional große Bilder von weltweit anerkannten Künstlern ausgestellt, die ihre Sicht der Osterweiterung der EU mit Licht und Schatten darstellen. Der Kunstpavillon fügt sich harmonisch in das Landschaftsbild und stellt eine gelungene Symbiose zu den Exponaten dar. Der Kunstpavillon ist als Fortführung zum Kunstwanderweg bei Eschlkam zu begreifen und für die Öffentlichkeit frei zugänglich.

 Die Fortsetzung der Route ist durch ein längeres Gefälle aber auch durch  aufeinander folgende – z.T. unasphaltierte Steigungsabschnitte gekennzeichnet, bei denen 85 hm überwunden werden. Ist man auf dem Hochplateau angelangt – wie soll es anders sein – entschädigt ein traumhafter Blick auf das imposant  aufsteigende Hohe Bogen Massiv.
Nun radelt man auf einem flachen, gesandeten Forstweg entlang des Höherückens zu einem wunderschön angelegten Rastplatz, wo sich mehrere Bänke und Tische vor traditionellen Totenbrettern aufreihen. Nach den kräftezehrenden Höhenmetern liegt dieser Rastplatz ideal, hat man sich doch wahrlich eine Verschnaufpause verdient. Losgelöst von jeglicher Alltagshektik verfehlt die außergewöhnliche Lage im Angesicht des  „Hohen Bogen Gebirgszugs“ ihre Wirkung nicht, in diesem Naturidyll länger inne zu halten.
Mit einer Länge von 8 km liegt der Hohen Bogen Kamm direkt im Blickfeld des Betrachters. Der Höhenzug besteht aus mehreren Gipfeln, 4 davon über 1 000 m hoch. Von links nach rechts: Ahornriegel 1 050 m (Bergstation), Schwarzriegel 1 079 m (ehemaliger Fernmeldeturm der Luftwaffe), Eckstein, 1 073 m (2 weit sichtbare – inzwischen stillgelegte Natotürme), Bärenriegel 1 017 m und Burgstall 976 m.

KM 5.8

 Die Totenbretter, Feldkreuze und Kapellen zeugen von tiefer Religiosität der Landbevölkerung. Totenbretter erinnern an liebe Verstorbene. Auf ihnen wurde der Verstorbene bis zur Beerdigung zu Hause aufgebahrt – gab es doch damals weder Särge noch Leichenhäuser. Danach wurden die Totenbretter auf jener Seite beschriftet auf der der Tote lag und i.d.R. mit Schutzdächchen versehen, um dann vorzugsweise auf viel begangenen Wegen bzw. wo der Witterungsprozess rasch einsetzte, aufgestellt zu werden. Man glaubte, wenn sich das Brett aufgelöst hatte, dass die Seele des Verstorbenen erlöst sei. Daher durften Totenbretter nach dem Volksglauben nicht entfernt werden – sondern mussten dem Fäulnisprozess überlassen bleiben.

 Der Schlussabschnitt bis Neukirchen b. Hl. Blut ist durch mehrere Rastplätze – allesamt mit Blick auf das Hoher Bogen Massiv – gekennzeichnet.
Bei KM 8 erreicht man in sanfter Gefällpassage Bayerns zweitgrößten Marienwallfahrtsort Neukirchen b. Hl. Blut. Von Cham aus  müsste der Tacho nun knapp 39 km anzeigen.
Der reizende Markplatz wird von der Wallfahrtskirche und zwei mächtigen Linden dominiert, die angeblich schon 400 Jahre alt sein sollen.
Neukirchen wird 1301 erstmals urkundlich erwähnt und erhielt 1377 Marktrecht. Seit Jahrhunderten zählt die Wallfahrt zur Madonna von Neukirchen beim Heiligen Blut zu den bedeutendsten bayerischen Marienwallfahrten. Heute hat Neukirchen b. Hl. Blut knapp 4 000 Einwohner und bietet eingebettet in hügeliger Naturlandschaft zu Fuße des Hohen Bogens moderne Infrastruktur für Sommer- wie Wintertourismus.

Sehenswert:
Wallfahrtskirche Mariä Geburt
St. Anna Kapelle
Franziskanerkloster aus den Jahren 1658/59
Wallfahrtsbrunnen am Marktplatz vorm Rathaus
Wallfahrtsmuseum (über 1 000 Original – Exponate)


Radweg Nr. 1, (Rundtour, 28 km): Neukirchen beim Hl.Blut - Warzenried - Jägershof - Spandlberg - Rittsteig - Atzlern - Neukirchen b.Hl.Blut Infos...

 


Radweg Nr. 2
(Rundtour, 25 km): Eschlkam - Kleinaign - Unterfaustern - Neukirchen b.Hl.Blut - Warzenried - Neuschwarzau - Seugenhof – Eschlkam 
Infos...

 Die Dramaturgie bringt es mit sich, dass das Highlight schlechthin am Schluss der Chambtal-Tour liegt – nämlich entweder eine Bergbahnfahrt auf den Hohen Bogen (1 050 m) oder alternativ den Aufstieg mit dem Mountainbike.
Will man seine Chambtal – Radtour perfekt machen, ist der krönende Abschluss zweifellos die Bergfahrt auf den Hohen Bogen (1 050 m). Dabei gibt es zwei grundverschiedene Möglichkeiten auf den Hohen Bogen (Berghaus) zu gelangen, entweder mit oder ohne „Hilfe“. Die bequemere Art ist sicher die, mit der längsten Sesselbahn des Bayerischen Waldes, den Höhenunterschied von 393 m in 15 min. Fahrzeit zu überwinden. Wählt man die etwas „qualvollere“ Variante, so knöpft man sich den Berg mit dem Mountainbike vor.
 Eine Forststraße führt zum Berghaus Hohen Bogen ( 1050 m), das 1979/80 im Stil eines traditionellen „Waldlerhauses“ auf dem Felsplateau des Ahornriegels erbaut wurde. Und wer vom Bergpanorama bzw. Talblick sich nicht satt sehen kann, übernachtet / feiert  einfach in der Höhenluft in über 1 000 m Höhe – Platz gibt es für bis zu 40 Gäste in Zwei- und Mehrbettzimmern. Vom Aussichtspunkt bietet sich ein herrlicher Blick über das Chambtal, den Bayerischen Wald, Oberpfälzer Wald und Böhmerwald. Bei guter Fernsicht erblickt man die Alpenkette mit Watzmann, Wendelstein, Zugspitze, und Nebelhorn, während bei Dunkelheit der Lichterschein von Pilsen und Prag den Horizont erhellt.

Mountainbiking: Leistungsorientierte Biker finden im Hohen Bogen Bergmassiv gleich mehrere aneinander gereihte „Tausender“- Gipfel:
Ahornriegel 1 050 m (Bergstation), Schwarzriegel 1 079 m (ehemaliger Fernmeldeturm der Luftwaffe), Eckstein, 1 073 m (stillgelegte Natotürme), Bärenriegel 1 017 m und Burgstall 976 m.
 Streckenbeschreibung zur Bergstation Hohenbogen: man startet entweder in Neukirchen b. Hl. Blut, wo man bis zur Talstation der Hohenbogenbahn auf 4 km Länge ca. 150 hm überwindet. Wer direkt an der Talstation seine Bergfahrt beginnt (Talstation - Bergstation 9 km / 417 hm), radelt die am Parkplatzende beginnende, grob geschotterte Fortstraße hinauf. Nicht die bequemste Art der Gipfelerstürmung – für leistungshungrige Cross-Country-Freaks alles kein Problem – nach einer solchen Herausforderung machen sich mit Sicherheit Glücksgefühle breit. Der Schwierigkeitsgrad (SG 4.0, HQ 46) ist als schwer klassifiziert, auf kurzen Rampen stehen maximal 18 % Steigung an. Als reine Fahrzeit – Topkondition vorausgesetzt - rechnet man ca. 45 – 60 min. Nach knapp 5 km erreicht man die Diensthütte (900 m.ü.NN.),. wo sich in einer Waldlichtung eine Einkehrmöglichkeit mit herrlichem Biergarten befindet. Von hier aus kann man auf einem unwegsamen Waldpfad links abzweigend entweder direkt Richtung Gipfel (1 050 m.ü.NN.) seinen Weg fortsetzen, oder auf der schmalen asphaltierten Straße die restlichen 4 km zum Ziel biken. Am Berggipfel angekommen, lädt das Berghaus Hohenbogen – umgeben von atemberaubendem Bergpanorama – zum Rasten und zur Energieauffrischung ein.

Eine abwechslungsreiche Gelegenheit bietet die Sommer-Rodelbahn. Für gestresste Radlerwadl sicher eine lustige „Beinauschüttelaktion“, wenn man die 16 Steilkurven auf 120 hm Gefälle hinabrauscht.


Das Sport- und Freizeitzentrum am Fuße des Hohen Bogen bietet eine ganze Reihe Freizeitspaß.


An der Talstation bietet der Fun Park jede Menge Activities:
• Doppelsesselbahn
• Sommerrodelbahn
• Kinderspielplatz
• Inlineskater-Paradies
• Skate-Schule Skate-Verleih
• Fitness-Bahn
• Downhill-Skating
• Fun-Park Gras-Kart-Fahren
• Wasserrutsche „Nautic-Jet“
• Mini-Seilbahn „SkyDive“
• Pendelbahn „Butterfly“
• Hockeyplatz

 NEU Atomic Jumper

 eine Skisprungschanze für Jedermann! Die Anfahrt - der Springer hängt mit einem Gurtsystem an einem Sicherheitsdrahtseil - erfolgt auf einer 20 m langen Anlaufspur aus Edelstahl, worauf man beim Absprungpunkt durch den Gurt automatisch nach oben gezogen wird. Die Flugweite beträgt immerhin 140 m. Und die Landung?? Sie erfolgt mit Hilfe eines Bremssystems sanft und gesichert auf einem Holzpodest.

 Einreisebestimmungen für Tschechien (CZ)

Bürger der Bundesrepublik Deutschland und der EU benötigen einen gültigen Personalausweis bzw. Reisepass. Falls Kinder nicht auf dem Ausweis der Eltern vermerkt sind (bis 15 Jahre), benötigen sie einen eigenen Ausweis mit Bild. Bei Fehlen des Bildes und/oder nach Ablauf der Gültigkeit des Ausweises kann an der Grenze auf Antrag ein Ersatzdokument ausgestellt werden. Zollvorschriften sind zu beachten. Achtung: grüne Versicherungskarte bzw. die EU - Krankenversicherungskarte nicht vergessen! Im Laufe des Jahres 2007 entfallen gemäß Schengener Abkommen Grenzkontrollen – Ausweismitführpflicht besteht jedoch weiter!

 Devisen

Die Währung der tschechischen Republik ist die Krone (= 100 Heller). Der Kurs beträgt: 1 Euro = ca. 28 Kronen (Stand 2007).

 Sozialversicherungsabkommen

Die Tschechische Republik und die Bundesrepublik Deutschland setzten 2002 ein Sozialversicherungsabkommen in Kraft, d.h. die ärztliche Versorgung in Tschechien unterliegt denselben Kriterien wie in andern westlichen Ländern. In Praxi müssen allerdings ärztliche Leistungen meist bar bezahlt werden. Eine Auslandskrankenversicherung ist empfehlenswert.

Seit 1.7.2006 muss auf allen Strassen auch während des Tages das Abblendlicht eingeschaltet bleiben.

 





© Redaktion, Curd Biedermann, Biketouristik Regensburg

Dieses Projekt wird von der
Europäischen Union kofinanziert.
 



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