Wegweisung
Der Falkenstein-Radweg besitzt eine durchgängige, einheitliche
Beschilderung in beiden Fahrtrichtungen, wobei der Streckenverlauf
ohnehin ersichtlich ist. Die Bahnkilo-meterbegrenzungssteine
Richtung Falkenstein geben die Entfernung ab Bahnhof Wutzlhofen
(Gonnersdorf) an. Marginale Abweichungen bestehen zu den
Radwegkilometern: bis Wenzenbach + 0.2 km, bis Lamberts-neukirchen
+ 0.6 km, bis Wald + 0.8 km, ab Schillertswiesen + 1 km.
In umgekehrter Richtung wird die Entfernung zum Bahnhof
Wutzlhofen angezeigt.
Radpilgern in Ostbayern
Pilgerreisen sind generationsübergreifend der große
Renner – frei nach Hape Kerkelings Bestseller „Ich
bin dann mal weg““. Seine literarischen Geh-Versuche
lösten einen wahren Pilgerboom auf dem Jakobsweg aus.
Wandeln auf spirituellen Pfaden – unterwegs sein
auf dem Weg zum Sinn des Lebens und dem eigenen ICH. Diese
sinnstiftende Urlaubsform ist auch mit dem Rad möglich.
Der Weg ist das Ziel – die Leitparole des Jakobswegs
gilt unabhängig davon ob man sich zu Fuß oder
mit dem Rad aufmacht.
Von Prag kommend (auf tschechischer Seite noch unmarkiert)
verläuft die Route via Ostbayern und Oberbayern weiter
zum Bodensee. Neben dem Ostbayerischen Jakobsweg für
Fußpilger wurde eine Variante für Radfahrer auf
bereits bestehenden Radwegen durchgängig ausgeschildert.
Die teilweise vom Fußpilgerweg abweichende Streckenführung
ist so gewählt, dass sie Stätten religiöser
Verehrung sowie solche von überregionaler historischer,
kultureller und touristischer Bedeutung tangiert. Zahlreiche
Orte repräsentieren also spirituelle Stationen, die
eine Beziehung zur historischen Pilgerfahrt auf dem Jakobsweg
aufweisen.
Der Ostbayerische Jakobsweg sowie der Jakobsweg von Bayerisch Schwaben wurden
2004 in St. Jakob in Regensburg durch Bischof Gerhard Ludwig
Müller, sowie Bischof Walter Mixa im Dom zu Eichstätt
offiziell eingeweiht.
Seitdem verläuft der ostbayerische Jakobsweg
für Radpilger von der tschechisch-deutschen
Landesgrenze bei Eschlkam auf dem Chambtal-
Regental- und Falkenstein- Radweg nach Regensburg.
Von dort führt der internationale Donau-Radweg via Ingolstadt nach Donauwörth, wo der Lückenschluss
zum Jakobusweg von Bayerisch Schwaben erfolgt.
Die Fortsetzung führt über Augsburg - Lindau (Schwabenweg) in die Schweiz.
Neben der jeweiligen Radwege-Beschilderung ist die Route
zusätzlich mit dem Jakobusweg-Signet durchgängig
gekennzeichnet! Das populäre Logo – gelbe Jakobsmuschel
auf blauem Hintergrund - ziert die Pilger-Radwegeabschnitte.
OSTBAYERISCHE JAKOBSWEG FÜR RADPILGER
<AUF DEN SPUREN DES APOSTELS JAKOBUS>
(Landesgrenze Neuaign/ Vseruby -
Santiago de Compostela 2 825 km)
|
| |
km |
kumuliert |
Höhenmeter |
CHAMBTAL
– RADWEG / FERNRADWEG REGENSBURG-PRAG
Landesgrenze Neuaign/ Vseruby - Cham |
0 |
37.1 km |
101 hm |
REGENTAL – RADWEG / FERNRADWEG
REGENSBURG-PRAG
Cham – Tiefenbach |
33.6 km |
70.7 km |
160 hm
(kum. 261 hm) |
Querverbindung
Tiefenbach – Rossbach/Wald
Bergumfahrungstipp: Weiterfahrt auf dem Regental-Radweg:
Tiefenbach – Nittenau -Regensburg (42 km; Umweg
ca. 10 km)
|
6.1 km |
76.8 km |
253 hm
(kum. 514 hm) |
FALKENSTEIN – RADWEG
Rossbach/Wald - Gonnersorf
|
22.5 km |
99.3 km |
5 hm
(kum. 519 hm) |
Anbindung Donau-Radweg
Gonnersorf - Donau-Arena
|
4.0 km |
103.3 km |
|
DONAU – RADWEG
Regensburg / Prüfening –
Kelheim – Weltenburg - Ingolstadt
Alternative ab Eining: Via Raetica
Hienheim – Denkendorf - Kipfenberg (Altmühltal)
– Eichstätt; Fortsetzung
Drei-Täler-Radweg nach Donauwörth
|
92.7 km |
196.0 km |
190 hm (kum. 709 hm) (bei Schiffsfahrt
Donaudurchbruch - 109 hm |
DONAU – RADWEG
Ingolstadt – Donauwörth
|
64 km |
260 km (ostbayerischer
Abschnitt) |
- |
Kombimöglichkeiten
Der Falkenstein-Radweg i.V. mit dem Regental – Radweg
/ Fernradweg Regensburg - Prag ab Rossbach/Wald kann zu
mehreren Streckenvarianten (abwechslungsreiche Rundtouren)
kombiniert werden. Je nach Fahrtrichtung variiert der Schwierigkeitsgrad
(SG)!
Beispiel: Falkenstein-Radweg 22 km + Querverbindung 6 km
+ Regental-Radweg 42 km = Gesamtdistanz 70 km
(umgekehrte Fahrtrichtung SG anspruchsvoller).
Ab Gfäll bestehen Abzweigemöglichkeiten ins Donautal.
Beispiel: Falkenstein-Radweg 30 km + Querverbindung 20 km
+ Donau-Radweg 20 km = Gesamtdistanz 70 km
(umgekehrte Fahrtrichtung SG anspruchsvoller).
Startort Regensburg
Das 2 000 Jahre alte, ehemalige „Castra Regina“
- zweitälteste Stadt Deutschlands, und bayerische Hauptstadt
des frühen Mittelalters ist heute mit 150 000 Einwohnern
die viertgrößte Stadt Bayerns. Sie ist Sitz des
Regierungsbezirks Oberpfalz und mit seinem sehenswerten
Altstadtensemble seit 2006 UNESCO Weltkulturerbe. Die Stadt
zählt zu den Top 20 der besucherstärksten Städteziele
in Deutschland bzw. Top 3 in Bayern. Das mittelalterliche
Regensburg wie der umliegende Landkreis mausert sich zunehmend
für tausende Radtouristen als beliebte Anlaufstation
für eine ganze Reihe von Radtouren. Regensburg fungiert
im Radtouristiksektor – schon allein durch den hoch
frequenten Donau-Radweg – respektive EuroVelo6 - als
Drehscheibe internationaler und regionaler Fernradwege.
Die Stadtdurchquerung per Velo ist einfach, da die ausgeschilderte
Radweg-Hauptschlagader entlang der Donau direkt ins pulsierende
Altstadtherz mit seinen herausragenden Sehenswürdigkeiten
führt. Zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten
zählen die seinerzeit als 8. Weltwunder gefeierte 900
Jahre alte Steinerne Brücke, der gotische Dom St. Peter,
und die Porta Praetoria, die einzige noch erhaltene römische
Toranlage nördlich der Alpen.
Zum kulinarischen Traditionsgenuss am Fuße der Steinerne
Brücke vis a vis quirliger Donaustrudel, lockt die
historische Wurstkuchl – älteste Bratstube der
Welt. Bratwürste mit Kraut, Kipferl und Hausmachersenf
genießen an dieser geschichtsträchtigen Position
Kultstatus! Neben den hochkarätigen Sehenswürdigkeiten
punktet Regensburg mit malerisch engen Gassen, schönen
Bürgerhäusern, Straßencafes, Brunnen und
Traditionsplätzen die geradezu mediterranes Flair versprühen.
Die ehemalige Reichsstadt Regensburg mit der ältesten
u. funktionstüchtigen „Steinernen Brücke“
(1146) - neben dem Dom - Wahrzeichen von Regensburg, stellt
für Touristen einen Anziehungspunkt ersten Ranges dar.
Hier kann man das bunte Treiben auf den historischen Plätzen
(Haidplatz, Neupfarrplatz, Bismarckplatz) sowie der Donaupromenade
genüsslich beobachten und südländisches Feeling
bei Cafe Macchiato aufkommen lassen.
Der
Landkreis Regensburg besticht mit seiner landschaftlichen
Vielfalt und topographischen Gegensätzen. Ob familiengeeignete
Fluss-Radtouren, Bahntrassen-Radwege, Themen-Radwege, oder
MTB-Routen in den Vorderen Bayerischen Wald – radtouristisch
bietet der Landkreis Regensburg ein breit gefächertes
Repertoire. Erlebnisreiche Tagestouren durch die von landschaftlichen
Reizen und geschichtsträchtigen Zeugnissen gesegnete
Region findet in der Kennerszene immer mehr Liebhaber. Nahezu
steigungsfreie Radwege entlang idyllischer Flusstäler
der Donau, Schwarze Laber, Naab und Regen erlauben gleichgültig
der Konditionierung der Veloaspiranten unbeschwerten Radgenuss.
Die urbane „Hektik“ der Großstadt (150
000 Einwohner) steht im krassen Gegensatz zur nahezu unberührten
Naturlandschaft, die der Falkenstein – Radwegs durchkreuzt.
Daher kann sich der Radtourist in Regensburg kosmopolitisch
einstimmen, um sich im Anschluss dem Natur- und Geschichts-
und Kunsterlebnis in aller Ruhe, Abgeschiedenheit und Entspannung
hinzugeben. Grund für viele Einheimische und Naherholer
besonders am Wochenende den Falkenstein – Radweg als
Ausgangsbasis in den Vorderen Bayerischen Wald zu wählen.
Anbindung
Die 8 km lange Anfahrt vom Stadtzentrum Regensburg zum
Startpunkt des Falkenstein-Radwegs ist beschildert. 500
m vom Regensburger HBF entfernt, erfüllt der internationale
Donau-Radweg auf 4 km Wegstrecke eine Zubringerfunktion.
Am Abzweigepunkt gegenüber der Donau-Arena weist ein
Richtungswegweiser zum Falkenstein-Radweg. Die verbleibenden
4 km nach Gonnersdorf verlaufen auf einer verkehrsberuhigten
Nebenstraße (30 er Zone) bzw. Radwegen. |