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FAHRTZEIT NACH FALKENSTEIN:
Sportliche Radler: ca. 2 Stunden
Familien und Genussradler: ca. 3 Stunden |
Das ehemalige Bahnhofsgebäude
Wutzlhofen (gegenüber Hotel- und Gaststättenbetrieb)
markiert 150 m nach dem Bahnübergang (Regensburg –
Hof) am Ortseingangsschild Gonnersdorf den Startpunkt
des Falkenstein-Radwegs (Landkreisgrenze).
Von da ab führt der ausgeschilderte, asphaltierte Radweg
parallel der Böhmerwaldstraße auf die unasphaltierte
Bahntrasse (1 km).
Freie Fahrt - Volldampf voraus - was im
Eisenbahnerjargon Jahrzehnte Gültigkeit hatte, können
sich das Motto heute die Radler verinnerlichen.
6 km bis zum Ortsende von Wenzenbach ist die Route steigungsfrei.
3 km vom ehemaligen Bahnhofsgebäude Wutzlhofen
entfernt wird
die frühere Personenhaltestelle Irlbach
passiert, an die ein nostalgisches Bahnschild erinnert.
Von hier ab ist der Wenzenbach Weg- begleiter des Radlers
bis kurz vor Erlbach. Wiederholt taucht das renaturierte
Bachsystem mit seinen weit verzweigten Wasserläufen
entlang der Route auf.
Der angenehm plätschernde Wenzenbach ist nun Wegbegleiter
des Radlers. Kurz vor der
8 200 Einwohner zählenden Gemeinde Wenzenbach
befinden sich sehenswerte Holzskulpturen am Wegesrand. Vorbei
am ehemaligen Bahnhof Wenzenbach, erblickt man unmittelbar
nach dem „Johanniter"-Gebäude einen alten
Prellbock. Dem Umweltbewusstsein zuliebe, wurde der Wenzenbach
auf 3 km Länge in seinen naturnahen Zustand zurückversetzt.
Schautafeln informieren am Wegesrand detailliert über
Umweltschutzmaßnahmen und die ländliche Entwicklung
dieser Region.
Auffällig ist die eigenwillige moderne Pfarrkirche,
die als gewaltiger Anbau von Norden her in die historisch
gewachsene Ortskirche hineinragt.
Nach dem Ortsende von Wenzenbach beginnt (350 m.ü.NN.)
ein fast durchgängiges, sanftes Steigungsprofil, das
seinen Scheitelpunkt nach 18.7 km in der Hetzenbacher Höhe
(606 m.ü.NN) findet.
Bevor die sauerstoffreiche Waldpassage entlang des Wenzenbachs
den Radler im satten Grün verschluckt bietet sich eine
Verpflegungspause an, um gestärkt die bevorstehende
Steigung in Angriff zu nehmen.
Die Streckencharakteristik, das Landschaftsbild und Geländeform
ändert sich abrupt. Das ausladende Tal des Wenzenbachs
– welches sowohl dem Regen- wie dem Donautal zugerechnet
wird - verjüngt sich in eine dicht bewaldete, eng eingeschnittene
Wald- und Felsenlandschaft. Ansatzlos geht das Flachland
in eine Hügel- und Berglandschaft über. Geographisch
befindet man sich an der Nahtstelle zum Bayerischen Vorwald,
wo das liebliche Wenzenbachtal mit dem Bergwald und schroffen
Felsformationen zum Naturerlebnis verschmilzt.
Gerade
in solch urwüchsiger Naturland- schaft zeigt sich der
vorteilhafte „Bahntrassen-Charakter“, da die
Streckenführung früherer Lokalbahnen meist durch
abgeschiedene Re-gionen führt.
Bis zur Gemeinde Bernhardswald ist die Strecke asphaltiert.
Parallel zum Wenzenbach wird die Schlucht Schönberg
passiert, auf dessen Bergrücken das Schloss Schönberg
aus dem 9. Jhrd. trohnt. In ehemaligem Besitz bayerischer
Herzöge sowie des Fürsten von Thurn und Taxis
ist es heute in Privatbesitz.
Historisches: www.wenzenbach.de
KM 7.1, linke Fahrbahnseite:
beachtenswerte Fels-Gedenktafel, die auf den Betrieb der
Lokalbahn Wutzlhofen – Falkenstein (1915 – 1985)
hinweist.
Die Felsdurchbrüche der ehemaligen Bahnstrecke verdeutlichen,
welche immensen körperlichen Anstrengungen der Bahnstreckenbau
Anfang des 20. Jahrhunderts unseren Vorfahren abverlangte.
Die reizvolle Bach- und Hügellandschaft mit seinen
Granitblöcken und dem Steinmeer des Naturparks des
Vorderen Bayerischen Waldes sind in diesem ansonst schwer
zugänglichen Bereich sehr beeindruckend. Kurz darauf
wird die längste Brücke (ca. 18 m) der ehemaligen
Bahnstrecke überquert.
KM 8.6
Der
wunderschön ins Landschaftsbild integrierte Rastplatz
ist umgeben von Wald, Wiesen und dem Wenzenbach. Dieses
Kleinod motivierte die Künstlerin Renate Christin und
15 Kinder, hier eine einmalig schöne Raststelle zu
schaffen. Ein Erfrischungssteinbecken sorgt an heißen
Sommertagen für wohltuende Kühlung (kein Trinkwasser).
Die Massivholzausführung aller Rastplätze wie
Wetterschutzpavillons fügt sich zudem unaufdringlich
und harmonisch ins Landschaftsbild ein. 
Bald darauf taucht die ehemalige Bahnhalte- stelle Bernhardswald
(395 m.ü.NN.) auf. Das frühere Bahnhofs-gelände
bot genügend Fläche, hier einen großzügig
ausgebau-ten Rastplatz mit Wetterschutz und Informationsschautafeln
zu platzieren. Bei schönem Radlwetter - vorzugsweise
am Wochenende und den Schulferien - ist der Kiosk bewirtschaftet.
Von hier ab geht es bis in die 5 km entfernte Ortschaft
Hauzendorf auf unasphaltierter Fahrbahnoberfläche quer
durch sattgrüne Wald-, Wiesen- und Teichlandschaft.
KM 12.0
Eine
natürliche Sitzgelegenheit inmitten der Naturlandschaft
bieten „Holzstümpfe“ – umgeben von
kreativen Künstlerskulpturen.
Bald ist die nächste, ehemalige Bahnhaltestelle der
160 Einwohner zählenden Weilers Erlbach,
422 m.ü.NN erreicht, an dessen vormaligem Bahnhofsgelände
sich wiederum ein großzügiger Rastplatz
mit überdachtem Pavillon samt künstlerisch gestalteten
Holzskulpturen befindet. Eine Gaststätte bietet nahrhaften
Flüssigkeitsnachschub und deftige Hausmannskost.
Etliche Hinweisschilder weisen auf den „Radlbahnhof“
hin, der bei KM 14 in Hauzendorf (405 Einwohner,
422 m.ü.NN.)
ins Blickfeld des Radlers rückt. Das ursprüngliche
Bahnhofsgebäude samt angrenzendem Gelände wurde
Anfang der Neunziger Jahre innen wie außen komplett
restauriert. Seitdem residiert ein - in Radlerkreisen weit
über die Landkreisgrenzen hinaus - bekannter Gastronomiebetrieb
mit Biergarten. Nicht wenige Naherholer und Schönwetterradler
wählen die Ausflugsstätte als Etappenziel –
schon wegen des moderaten Höhenunterschieds von 95
hm (max. Steigung 1%). |