FAHRZEITPROGNOSE:
Sportliche Radler ca. 1 Stunde 15 min.
Familien und Genussradler ca. 2 Stunden
Fortsetzung nach Falkenstein 14 km / 97 hm |

KM 22.5 links
Die ausgeschilderte 6,1 km lange Verbindungsspange ins Regental
zweigt in der Nähe der alten Eisenbahnbrücke,
Wutzeldorfer Straße ab und führt entlang des
Kinderspielsplatzes vorbei durch das Baugebiet „Am
hohen Stein" über die Nahenfürster Straße
nach Nahenfürst. Von einer wenig befahrenen Flurbereinigungsstraße
mündet man in einen unasphaltierten Waldpfad und überquert
den Heinzelbach Richtung Gemeindegrenze Reichenbach. Die
gut ausgeschilderte, landschaftlich sehr reizvolle, überwiegende
Gefällstrecke (251 hm) mit Wald-, und Wiesenpassagen
in reizvoller Hügellandschaft führt nach 3.3 km
im Talkessel beim Heinzelbach zu einem idyllischen Pausen-Pavillon
(Rastplatz– Gütesiegel). Nach einer kurzen Gegensteigung
steht an der Straßeneinmündung nahe Tiefenbach eine Richtungsentscheidung an.
Links: Regental – Radweg via Nittenau
(5.5 km) steigungsfrei nach Regensburg (42 km)
Rundtour
Rechts: Regental – Radweg / Fernradweg
Regensburg – Prag / Jakobs-Radpilgerweg nach Reichenbach,
1.7 km (sehenswerte Benediktinerabtei), Walderbach, 5 km
(sehenswertes Zisterzienserkloster 12. Jahrhundert, Museum),
Roding (19 km), Cham (33.5 km), Landesgrenze Neuaign/ Vseruby
(70.6 km)

KM
23.9 links
Straßenverbindung zum Regental – Radweg / Fernradweg
Regensburg – Prag via Hetzenbach (1 km) Einkehr- und
Übernachtungsmöglichkeit - nach Reichenbach (6
km)
Hinter einer Straßenkreuzung taucht abermals ein
wettergeschützter Rastplatz mit Informationstafeln
auf. Auf der Hetzenbacher Höhe wird
der höchste Streckenpunkt überschritten (606
m.ü.M.) der die Wasserscheide von Donau und
Regen markiert. Allerdings ergießen sich die Fluten
des Regenflusses in Regensburg ebenfalls in die Donau.
Wohltuend für die beanspruchte Beinmuskulatur, dass
seit Startbeginn nun die erste sanfte Gefällpassage
für sinkenden Puls sorgt. Der kurvige Verlauf durch
urwüchsige Wald- Moor- und Teichlandschaft ist ein
wahrer Radlergenuss.
Das bekannte „Steinmeer des Naturparkes Vorderer Bayerischer
Wald zeigt sich in voller Naturpracht. Geheimnisvoll und
wuchtig tritt das Granitgestein am Wegesrand hervor. Inmitten
von Wiesen, Äckern und Wäldern liegen die mystischen
Gesteinsformen wie Kissen, Matratzen oder Säcke ungeordnet
umher. Kein Wunder, dass sich Sagen um die bizarren Gesteinsformen
ranken. Geologisch betrachtet entstanden die Gesteinsformen
durch eine sogenannte Wollsackverwitterung im Laufe vieler
Millionen Jahre, die das harte Granitgestein freistellte
und ehemals scharfe Kanten abrundete. Die Wollsackverwitterung
ist eine besondere Form der Gesteinsverwitterung. Physikalische
und chemische Prozesse lassen in Jahrmillionen kantenrunde
Gesteinsblöcke entstehen, die gestapelten Wollsäcken
gleichsehen. Wegen Vegetationslosigkeit und fehlender Bodenbedeckung
sind die abenteuerlich anmutenden Felsformationen weiteren
Verwitterungsformen ausgesetzt.
KM 27.5
Nun
wechseln sich prächtige Mischwälder, teils von
Granitblöcken übersäten Hängen, Wiesentäler
und Teiche ab.
Die frei gewordene Fläche des ehemaligen Bahnhofs-areals
Schillertswiesen
(Einkehrmöglichkeit) – neben der kleinen Kapelle
St. Wolfgang
(KM 29.1) - wurde ebenfalls zum Bau eines Rastplatzes samt
Wetterschutzpavillon genutzt.
KM 29.6
Weiter
geht es nach Gfäll, (KM 31.9.0; 603
m.ü.NN.) wo die schöne Holzfassade des privatisierten
Bahnhofgebäudes auffällt. Ehemals war diese Station
eine wichtige Verladestelle für Vieh und Waldfrüchte.
Auch dieser Ort verfügt über ein traditionelles
landestypisches Gasthaus.
KM
31.0 rechts
auf Gemeindestraßen via Brennberg (4.5 km) –
Frauenzell nach Wiesent, wo nach 18 km beim Weinort Kruckenberg
Anschluss zum internationalen Donau – Radweg besteht
(rechts Richtung Westen nach Regensburg (20 km) oder links
in östlicher Richtung nach Straubing).

Brennberg
(1 840 Einwohner, 4.5 km vom Falkenstein-Radweg entfernt)
mit seiner sehenswerten Burgruine, die auf dem 653 m hohen
Brennberggipfel trohnt, sowie die Rokoko-Klosterkirche Frauenzell
ist einen Abstecher wert. Das Höhenlevel beschert imposante
Panoramablicke über die bewaldete Mittelgebirgslandschaft.
Faszinierend die Aussicht vom Burgholzturm: bei klarem Wetter
sieht man im Süden – hinweg über das Donautal
bis zum Alpennordkamm, während östlich am Horizont
majestätisch der Große Arber emporsteigt. Im
Sommer finden auf dem Burgareal Burgfestspiele statt.
Im Ort gibt es 2 Gasthäuser
und ein sehr beliebtes Ausflugscafe. Nicht nur Radfahren
und Mountainbiking stehen in
der Naturlandschaft hoch im Kurs. In der „steinreichen“
Gegend zwischen Felsen, Granitblöcken und Findlingen
lässt es sich vorzüglich wandern. Das besondere
Schutzbedürfnis dieser sensiblen Landschaft und deren
Artenvielfalt wurden im Naturschutzprojekt Regensburger
Vorwaldwiesen eingebunden, das u.a. auf naturverträgliche
Erholungsnutzung achtet, was letztlich den erholungssuchenden
Menschen zugute kommt. Nur so bleiben die wertvollen Lebensräume
mit Magerrasen, Granitbuckelfluren, Feuchtwiesen und Hecken
auch der Nachwelt erhalten. Wer hat’s gewusst, dass
auf den Magerwiesen Gewürzkräuter wie z.B. Salbei
und Thymian wachsen? Auf Schusters Rappen entweder auf dem
Panorama-Rundweg (6.5 km, ca. 2.5 Std.),
dem Höllbachtal-Wanderweg „Von
der Höll ins Paradies“ durch das Felsenlabyrinth
(Gfäll – Brennberg – Wörth, 15 km,
ca.4 Std.), oder auf dem zertifizierten Goldsteig-Wanderweg
(Teilstrecke Falkenstein – Brennberg –
Wiesenfelden) www.goldsteig-wandern.de
Ein „NOCH“ - Geheimtipp:
das 2007 liebevoll und behutsam restaurierte Armenspital
(1567), das als Sinnbild für das soziale Engagement
der Gemeinde vergangener Jahrhunderte steht, liegt am Ortsausgang
der Gemeindeverbindungsstraße Brennberg – Wiesent.
Hier werden Samstag von 15 Uhr bis 22 Uhr und Sonntag von
13 Uhr bis 20 Uhr regionale Spezialitäten kredenzt
und zeitweise Kunstausstellungen abgehalten. Das Spital
wird von der Spital eG betrieben. Im Erdgeschoss stehen
zwei Gasträume – bezeichnenderweise als "Probierstuben"
zur Verfügung, während sich im 1. Stock der Verkaufsladen
befindet (Öffnungszeit Samstag 15.00 – 20.00
Uhr), in dem Kunsthandwerk, Direktvermarkter-Erzeugnisse,
regionale Produkte bis hin zu Informationsbroschüren
offeriert werden. Gäste genießen eine urgemütliche,
heimelige Atmosphäre in diesen historischen Gemäuern.

KM 31.1 rechts, R 1 Rundtour
Rechts abzweigen, Hauptstraße überqueren, und
auf verkehrsarmen Gemeindestraßen (z.T. kurze, steile
Anstiege; 500 m unasphaltierte Waldpassage) via Postfelden,
Hintergrub nach Wiesent (auf 15.6 km bis Wiesent überwindet
man 161 Höhenmeter und 408 hm Gefälle!). In Kruckenberg
erfolgt nach 19.8 km (ab Abzweigung vom Falkenstein-RW)
die Einmündung in den Donauradweg. In westlicher Richtung
(rechts) geht es nach Regensburg (20 km) oder in östlicher
Richtung (links) nach Straubing.
Ist
die Alternativabzweigung passiert, steigt das Profil wieder
sanft an.
Jetzt heißt es nochmals tief Luft holen um die finalen
33 Höhenmeter (1%) bis zur Rundbogenbrücke zu
überwinden (605 m.ü.NN.), bevor sich auf rasanter
Abfahrt der Wald lichtet. Wie ein dramaturgisches Drehbuch,
hebt sich der „Vegetationsvorhang“ erst 1 km
vor dem Ziel und gibt nach der Waldpassage sein gut gehütetes
Geheimnis frei. Allein der Moment, wenn der imposante Blick
auf Falkenstein und dessen majestätisch thronende Burg
sich dem Betrachter öffnet, ist eine Radtour auf dem
Falkenstein-Radweg wert!

KM 35.3
Idealerweise
wurde in dieser außergewöhnlich reizvollen Lage
ein Picknickplatz errichtet. Das eindrucksvolle Panorama
des Schlossbergs mit seiner
historischen Burg sowie des idyllischen Markt-fleckens Falkenstein
ist ein begehrtes Fotomotiv. In der Ferne ist die Wallfahrtskirche
Marienstein erkennbar.
Absatteln – Hinsetzen – Staunen, und die an-mutende
Landschaft genießen. Der Goldsteig-Wanderweg verläuft
kurzzeitig auf der Rad-wegetrasse. Entfernungsangaben ab
Rastpavillon: Marienstein 5.3 km, Zell 11.1 km, Reichenbach
21.9 km; Tannerl 2.4 km, Brennberg 11.5 km, Aumbach 13.9
km
Bevor es weitergeht ist Vorsicht geboten, da kurzzeitig
14% Gefälle ansteht und der Radweg abrupt an einer
Straßeneinmündung endet.
Auf der Regensburger Hauptstraße - Höhe Friedhof
– geht es dann schnurstraks zum historischen Marktplatz.
Dort biegt rechts die Krankenhausstraße ab, wo sich
der Startpunkt des Festspiel-Radwegs nach Cham befindet.

RKM 36.2 rechts,
Tannerlstraße
nach 200 m links „Zum Bahndamm“. Der ehemalige
Lokschuppen ist das letzte sichtbare Bahnrelikt. Zum Glück
wurde der Lokschuppen als Erbe vergangener Eisenbahnkultur
nicht dem Verfall preisgegeben, sondern aufwendig restauriert.
Heute bietet der ehemalige Lokomotiven – Unterstellplatz
für Kunst und Kultur ein würdiges Forum, das der
Öffentlichkeit zugänglich ist.
Am Ende der Straße „Zum Bahndamm“ steht
das restaurierte, ehemalige BAYWA-Lagerhaus, das auch heute
noch als Lagerhaus fungiert.

KM 34.4 rechts,
Krankenhausstraße:
Informationstafeln Radwegenetz Naturpark Vorderer Bayerischer
Wald. Festspiel –
Radweg, der neben dem flachen Regental – Radweg
als bergige Variante zur Kreisstadt und Fernradwege-Drehscheibe
Cham bildet.
Fazit:
Der familienfreundliche, verkehrsfreie Bahntrassen –
Radweg macht Groß und Klein richtig Spaß.
Sanfte Steigungs- und Gefällphasen der nivellierten
Bahntrasse im hügeligen Vorderen Bayerischen Wald
sind für Familien und Freizeitradler optimal geeignet!
Bahnschotter an den Dammseiten, Bahn-Kilometersteine,
der Eisenbahn-Museumspark sowie der Lokschuppen in Falkenstein
erinnern als wertvolle „Zeitzeugnisse“ an
die ereignisreiche, nostalgische Eisenbahnepoche.
Jede Eisenbahnlinie schrieb ihre ureigene Geschichte
für Land & Leute, weshalb sich der Bahntrassencharakter
durch einen Einzigartigkeitsbonus auszeichnet. An ehemaligen
Bahnrelikten wird die Poesie des Verfalls sichtbar,
die heute schon fast ein wenig widerspenstig als „Mahnmal“
in Raum & Zeit stehen, und dem vollständigen
„Vergessen“ der epochalen Verkehrslebensadern
begegnen.
Die zahlreichen Kunstskulpturen am Wegesrand bilden
eine ideale Klammer von Urlaub & Kultur & Geschichte
und verleihen eine gewisse Erlebnistiefe. Folgen sie
also der Kunst wie Geschichte auf dieser ehemaligen
Eisenbahnspur – es lohnt sich! Der öffentliche
Busnahverkehr mit Radtransportmöglichkeit am Wochenende
erhöht die Flexibilität. Weiterführende
Anbindungen sowie Querverbindungsmöglichkeiten
steigern die Kombinationsvielfalt.
Prädikat: Erlebenswert! |

am Ende des Markplatzes führt links die steile
Burgstraße, (0.6 km bis zur Burg), 632 m.ü.M.
(68 hm bis 16 % Steigung) hinauf zur Burganlage.
Sehenswert ist in Falkenstein die Burg (11. Jahrhundert),
das dort untergebrachte Jagdmuseum, der Natur- und Felsenpark
sowie der historische Marktplatz. Auf dem ehemaligen Bahnhofsgelände
blieb nur noch der privat renovierte Lokschuppen erhalten.
Der malerische Luftkurort Falkenstein im Bayerischen Wald
ist bekannt für seine Burghofspiele. Bereits 1921 führte
man im Falkensteiner Burghof ein historisches Ritterspiel
auf. Die „Sommerspielzeit auf der Burg ist jährlich
von Juni bis August.
Vom Falkensteiner Vorwald erfreuen sich sternförmig
ausstrahlende Radrouten großer Beliebtheit. Zudem
stehen Mountainbikern Cross-Country-Trails unterschiedlichster
Fahrtechnikansprüche zur Verfügung.
Wer alternativ zum Radfahren auch gerne mal wandert, kann
den zertifizierten Goldsteig-Wanderweg unter die Sohlen
nehmen (Teilstrecke Reichenbach – Zell - Falkenstein
– Brennberg) www.goldsteig-wandern.de
Historie
Falkenstein war zwar als Schutz- und Trutzburg
erbaut, aber zu keiner Zeit Herrschaftssitz. 1967 schenkte
der damalige Erbprinz Johannes von Thurn- und Taxis die
Burg Falkenstein der Marktgemeinde, die sie vollständig
restaurieren ließ und zu einem "Haus des Gastes"
ausbaute.
Das Schloss liegt auf der Höhe eines Granitkegels,
der aus dem Talkessel 60 m aufsteigt (628 m.ü.NN.).
Nordöstlich von der Hauptkuppel des Schloßberges
ragt durch einen überbrückten Einschnitt getrennt
eine kleinere, etwas niedrigere Felskuppel empor, das "Schanzl",
das einst mit Kanonen bestückt war, die 1809 die Österreicher
mitnahmen. Die Mauern des Bergfrieds sind gut 2,60 m dick.

In der Burggaststätte
innerhalb mittelalterlicher Gemäuer – wo regelmäßig
noch „Ritteressen“ abgehalten werden –
wie auch den Gastronomiebetrieben mit Biergärten auf
dem Marktplatz bieten „Köstliches“ aus
der Region.
Highlight ist der Burgturm, dessen Holztreppen 30 Höhenmeter
abverlangen (666 m.ü.NN.): Lohn des Aufstiegs: Ortsansicht
aus der Vogelperspektive sowie 360 Grad Mittelgebirgspanoramasicht
über die Berggipfel des Bayerischen Waldes wie z.B.
den Hohen Bogen (1079 m.ü.NN.), Schwarzriegel (1071
m.ü.NN.) oder den Großen Arber (1 452 m.ü.NN.).
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