Streckencharakteristik, Natur und Landschaft
Der Regental-Radweg führt den Tourenradler von der
historischen Reichsstadt Regensburg auf ausgedehnten Flussauen
ins beschauliche Regental, durch grandiose Mittelgebirgslandschaft
des „Grünen Dach Europas“ bis in die
Grenzlandregion nach Bayerisch – Eisenstein.
Begleitet von wildromantischer Flusslandschaft, bewaldeten
Berghängen, geheimnisumwitterten Burgruinen und sagenumwobenen
Schlössern begibt man sich auf eine abwechslungsreiche
„Entdeckungstour. Beste Möglichkeiten, Land
und Leute, Kultur, Brauchtum und landestypisch kulinarische
Spezialitäten kennen zu lernen.
Die Route tangiert 4 ostbayerische Landkreise und verläuft
durch die - an landschaftlichen Naturschönheiten
- reich gesegnete Ferienregion <Bayerischer Wald>.
Rastplätze mit Bayernbike – Gütesiegel
- KM 37.0
- KM 46.3
- KM 55.6
- KM 57.5
- KM 74.4
- KM 95.3
- KM 104.7
- KM 118.7
- KM 122.6
- KM 136.1
- KM 160.4
Empfohlene Mindestfahrzeit: 3 Tagesetappen +
X
Sicherheitstipps:
Im Falle von Hochwasser empfiehlt sich eine vorherige
Info bei örtlichen Behörden. Der Hochwasser-Nachrichtendienst
Bayern bietet für 40 bayerische Flüsse (5000
Flusskilometer) tagesaktuelle Pegelstände, sowie
bereits erreichte Meldestufen unter www.hnd.bayern.de.
Insbesondere unasphaltierte Abschnitte bleiben nach längeren
Regenperioden, Stürmen etc. von witterungsbedingten
„Streckenmängeln“ manchmal nicht verschont.
Das bayerische Landesamt für Wasserwirtschaft informiert
über mögliche, bayerische Überschwemmungsgebiete
– wodurch insbesondere "Flüsseradler"
mit tagesaktuellen Daten eine wichtige Planungshilfe erhalten.
Mehr Infos unter www.bayern.de/lfw/iug
Wer die Radtour für die Frühjahrsmonate plant,
sollte sich bei den örtlichen Tourismusbehörden
vorher über die aktuelle Schneelage und Radwege-Befahrbarkeit
informieren. Insbesondere auf höher gelegenen Abschnitten
bzw. innerhalb schattiger Waldpassagen muss im März/April
ggf. mit unbefahrbarer, schneebedeckter / vereister Fahrbahnoberfläche
in den Mittelgebirgsregionen gerechnet werden.
Schwierigkeitsgrad-Differenzierung
| Tagesetappen |
Strecken
länge |
Kumul.
Strecke |
HM |
Schwierigk. |
Etappe
1
|
|
|
|
|
| Regensburg-Nittenau |
37 km |
37 km |
70 |
ISG* 1.5 |
| Nittenau-Cham |
37km |
74 km |
200 |
ISG** 1.5 |
| |
|
|
ges. 270 |
BSG*** 4.5
KM 55,6,
114 hm;
1,5 km Länge,
Anstieg bis 15% (davon
500 m steil) |
| |
| Etappe
2 |
|
|
|
|
| Cham-Viechtach |
37 km |
111 km
|
200 |
ISG* 2.0 |
| Viechtach-Regen |
30 km |
141 km |
680 |
ISG*** 3.5 |
| |
|
|
ges. 880 |
|
|
|
Etappe
3
Regen-Bayerisch-Eisenstein |
|
|
|
|
| westliche Route |
29 km |
170 km |
360 |
ISG*** 2.5 |
| östliche Route |
31 km |
172 km |
480 |
ISG*** 3.0 |
|
Gesamthöhenmeter Westroute:
1.510 hm
|
|
Gesamthöhenmeter Ostroute:
1.630 hm
|
| |
Zeitmanagement
Die Gesamtstreckendistanz von 171 km ergibt im „Genussradlertempo“
eine 3 Tagestour (Stundenmittel zwischen 14 – 20
km/h), will man ausreichende Stand- und Pausenzeiten sowie
evtl. Zeit für die Quartiersuche mit einkalkulieren.
Dabei steht für Familien, Genuss-, und Freizeitradler
insbesondere der anspruchsvolle Streckenabschnitt zwischen
Viechtach und Regen auf dem „Prüfstand“,
diesen ggf. mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurückzulegen.
In einer der unberührtesten Landschaften Deutschlands
sollten die Tagesetappen eher verkürzt werden, um
die landschaftlichen Schönheiten und Sehenswürdigkeiten
am Wegesrand aufzunehmen. Nach dem Selbstverständnis
von Genussradlern ist zwar „der Weg das Ziel“,
allerdings erfüllt der Fahrspaß nur einen „monokausalen“
Zweck. Erst eine ausgewogene Mischung von Radlspaß,
Naturgenuss, Bildungs-, Erlebnis-, u. Relaxfaktor bereichert
gut geplante Fernradtouren. Das Wechselspiel von Beanspruchung
und Entspannung macht letztlich eine erlebnisreiche Radltour
perfekt und unvergesslich. Daher „belasten“
zwar Ortsbesichtigungen, Badepausen und Erholungszeiten
und sonstige Abstecher das Zeitkonto, bereichern dafür
aber die Radtour ungemein.
Jeder Tourenradler setzt sich individuelle Ziele, inwieweit
am Flussufer geträumt oder gebadet werden kann, und
/ oder für Kirchen-, Klöster-, Burgen-, und
Schlösserbesichtigungen sowie für Museumsbesuche,
kulinarische Spezialitäten und abweichende Routen
Zeit verbleibt.
Empfehlenswerte Etappenabschnitte:
- 1. Tagesetappe 75 km überwiegendes flaches Streckenprofil
zum "Einrollen"
- 2. Tagesetappe 67 km, davon 37 km leichtes und im
Schlussabschnitt 30 km anspruchsvolles Streckenprofil
- 3. Schlussetappe ca. 30 km zum genüsslichen "Ausrollen"
im "Grünen Dach Europas"
Bekanntheitsgrad contra Beliebtheitsgrad
Trotz der unvergleichlich schönen Landschaftsabschnitte
gepaart mit familiengeeigneter Streckenführung liegt
der Regental-Radweg im Vergleich zu den großen Radklassikern
auf der Bekanntheitsscala deutscher Flussradwanderwege
abgeschlagen – nicht aber in der Beliebtheitsscala.
Was die Kriterien Landschafts- u. Erlebnisfaktor, Streckenwartung,
einheitliche Radwegebeschilderung bis hin zur radtouristischen
Infrastruktur anbelangt so „verdient“ der
Regental-Radweg eine Spitzenposition.
Auch deshalb, da Start- u. Zielort über hervorragende
Fernradwegenetz-Anbindungen verfügen. Last but not
least eröffnen die zahlreichen Verknüpfungsvarianten
etlicher Fernradwege-Knotenpunkte ein enormes Potential
mannigfacher Variationsmöglichkeiten.
Die mangelnde Popularität bringt es mit sich, dass
der „Transit“ durch das größte
zusammenhängende Waldgebirge Mitteleuropas bei seinen
Anhängern immer noch einen gewissen Geheimstatus
genießt – was diese Tour um so liebenswerter
macht.
Eine Aufwertung erfolgte durch die offizielle Einweihung
2005 des Fernradwegs Regensburg – Prag, der 80 km
die identische Trasse nutzt.
Radverliebte „Bayernfans“ die Flussradrouten
bevorzugen, sollten diese herrliche Flussradwandertour
unbedingt in ihr Repertoire aufnehmen.
Übernachtungs-, Einkehrmöglichkeiten
Übernachtungs-, u. Verpflegungsmöglichkeiten
bietet der Regental-Radweg in angemessener Dichte. Kaum
vergehen mehr als 10 - 15 km Wegstrecke, ohne Einkehr-,
und Übernachtungsmöglichkeiten. Je größer
jedoch eine Radgruppe ist, desto empfehlenswerter ist
in den Sommermonaten eine Vorausbuchung, will man unangenehme
Überraschungen vermeiden.
Zahlreich hat sich die Gastronomie mit vielen traditionellen
Biergärten niedergelassen, wo man noch bayerisch-kulinarische
„Schmankerl und süffiges Bier zu moderaten
Preisen genießt.
Trotzdem kann von einer extremen Kommerzialisierung wie
das häufig bei Radwege-Klassikern der Fall ist, keine
Rede sein.
Besonders an heißen Tagen erfrischen sich die Radler
mit einem „kultigen Radler“ in traditionsreichen
Biergärten und zelebrieren bayerischen Frohsinn.
Hier zu rasten, verweilen, beobachten und landestypische
Kost kennen lernen hat schon „Kultcharakter“.
Leberkas, Schweinsbraten, Bier und zünftige Blasmusik
lassen sich kaum besser genießen als in Biergärten.
Es gibt nur wenige Orte, an denen bayerische Lebensfreude
und Traditionsbewusstsein einerseits, sowie moderne Biergartenkultur
mit touristischem Flair andererseits in solch harmonischem
Einklang vorzufinden sind.
Wegweisung
Der Regental-Radweg besitzt eine durchgängige, einheitliche
Beschilderung in beiden Fahrtrichtungen (solange keine
Radwegeschilder-Trophäenjäger unterwegs waren).
Tipp: Gutes Kartenmaterial zur Navigationshilfe und fundierte
Streckenbeschreibung vermeidet unangenehme Überraschungen.
Mehrere Verlagsanstalten bieten präzises Kartenmaterial
mit verlässlicher Routenbeschreibung zum Regental-Radweg,
die i.d.R. auch umfangreiche Stadt- und Ortspläne,
kulturelle und touristisch interessante Infos mit Übernachtungsverzeichnissen,
Campingplätzen u.v.m. enthalten. Zudem gibt es downloadbare
Roadbooks in pdf-format, welche präzises Navigieren
erlauben.
Bezugsquellen für Informationsmaterial wie Literatur,
Broschüren u. Radwanderkarten erhält man bei
den Tourismusverbänden sowie örtlichen Touristik-Informationsbüros
Lage, Natur und Landschaft
Der Streckenverlauf Regental-Radweg tangiert die 4 Landkreise
Regensburg, Schwandorf, Cham und Regen und quert 7 Städte
(Regensburg, Nittenau, Roding, Cham, Viechtach, Regen,
Zwiesel), wo man übrigens am ehesten „radtechnische“
Hilfe erwarten darf.
Ferienregion
"Naturpark Oberer Bayerischer Wald", Landkreis
/ Stadt Cham
Fernradwegenetzanbindung - Startort Regensburg
- Donau-Radweg,
flussabwärts Richtung Passau – Wien, flussaufwärts
Richtung Ingolstadt – Ulm - Donaueschingen (LINK)
- Naabtal-Radweg
Richtung Schwandorf – Luhe-Wildenau
- Laabertal-Radweg
Richtung Beratzhausen – Parsberg – Laaber
b. Pilsach
- Falkenstein-Radweg
nach Falkenstein
- Fünf-Flüsse-Radweg
(Rundtour) Kelheim – Neumarkt – Nürnberg
– Amberg-Sulzbach-Rosenberg - Regensburg
- Tour
de Baroque flussabwärts Richtung Passau
z.T. identisch mit dem Donau-Radweg, flussaufwärts
Richtung Kelheim (bis hier deckungsgleich mit dem Donau-Radweg)
Beilngries (deckungsgleich mit Altmühltal-Radweg
+ Fünf-Flüsse-Radweg) – Neumarkt (deckungsgleich
mit Fünf-Flüsse-Radweg)
- Via
Danubia flussabwärts Richtung Passau
z.T. identisch mit dem Donau-Radweg, flussaufwärts
Richtung Kelheim, Bad-Gögging (z.T. deckungsgleich
mit dem Donau-Radweg)
Landschaftlich herausragende Streckenabschnitte
- Heilinghausen KM 21.4 – Stefling KM 30.0 (Regental
umsäumt v. bewaldeten Hügelketten
- Ortsende Nittenau KM 36 – Walderbach KM 46
(Regentalauen entlang Biotop-Fischerlehrpfad)
- Ortsende Kirchenrohrbach KM 49 – Roding KM
60 (waldreich, z.T. parallel zum Regenufer)
- Ortsende Laichstätt KM 69 – Michelsdorf
KM 72 (Naturschutzgebiet)
- Satzdorf KM 81 – Viechtach KM 111 (schlängelnder
Flussverlauf in waldreicher Naturlandschaft, ehemalige
Bahntrasse Highlight)
- Patersdorf KM 124 – Metten KM 136 (bergig,
Bergpanoramen)
- Ortsende Regen / Stausee KM 141 – Schweinhütt
KM 145 (z.T. bergig)
- a) Radwegeknotenpunkt „Bayerischer-Wald“
Westroute: KM 159 – Nähe Bayerisch-Eisenstein
KM 166 (idyllische Waldpassage)
- b) Radwegeknotenpunkt „Bayerischer-Wald“
Ostroute: KM 159 – Scheitelhochpunkt vor Zelezna
– Ruda KM 167 (idyllische Waldpassage)
Bahnanbindungen
Eine Bahnanreise nach Regensburg als Bahnknotenpunkt ist
durch dichte Zeittakte von ICE-, IC-, EC-, und Schnellzugverbindungen
relativ problemlos aus allen deutschen Metropolen möglich.
Auch der Zielort Bayerisch – Eisenstein ist von
der Deutschen Bahn zum Knotenpunkt Plattling an das Bahnnetz
angebunden. bietet auf der gesamten Regental-Radwegtrasse
Fahrradbeförderungsmöglichkeit, so kann man
individuell auch gewisse Strecken mit dem öffentlichen
Verkehrsträger überbrücken. z.T. mit kostenlosem
Fahrradtransport.
Kombiniertes Rad-, u. Bootswandern
Dass das „Urlaubsland am Regen“ nicht nur
ein hervorragend ausgebautes Radwanderwegenetz dem Urlauber
bietet zeigt sich u.a. auch darin, dass die ausgebaute
Bootswanderstrecke auf dem Regen zwischen Blaibacher See
/und Regensburg für kombinierte Rad-, u. Bootswanderungen
nutzbar ist. Für Boots-Wanderfahrten zählt der
Regen zu den schönsten Flüssen Bayerns, und
ist von Frühjahr bis Herbst Kanus, Schlauchboote
und Zweier-Faltboote geeignet.
Etliche Kanuverleiher haben sich auf diese Urlaubsform
spezialisiert und bieten Kanufahrten ab Blaibach über
Cham, Nittenau nach Marienthal und weiter bis nach Regensburg
flussabwärts an.
Die klassische Strecke beginnt vor Pulling bei Blaibach
(großer Parkplatz), an der Mündung des Weißen
Regen in den Schwarzen Regen, und führt in fünf
bequemen Tagesfahrten auf 108 Flusskilometern nach Regensburg.
Die Bootsfahrt ist auch für weniger Geübte problemlos
machbar, da keine nennenswerten Schwierigkeiten bestehen.
Umtragestellen, Rast-, Zeltplätze und Übernachtungsmöglichkeiten
erleichtern die Wanderfahrt mit Camping- Gepäck.
1.
Tagesfahrt: Vom Blaibacher See nach Cham (22 km)
2.
Tagesfahrt: Von Cham nach Roding (22,5 km)
3.
Tagesfahrt: Von Roding nach Nittenau (23,5 km)
4.
Tagesfahrt: Von Nittenau nach Ramspau (19,5 km)
5.
Tagesfahrt: Von Ramspau nach Regensburg (20,5 km)
© Redaktion, Curd Biedermann, Biketouristik Regensburg
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