1. Tagesetappe
Regensburg, 335 m.ü.NN. nach Cham, 375 m.ü.NN.,
75 km / 270 hm

Hinweis zu Regensburg: Details zu den zahlreichen
städtischen Sehenswürdigkeiten wie Museen, Schlösser,
historischen Prachtbauten und Baudenkmälern, Kirchen,
der ehemaligen historischen Reichsstadt Regensburg unter
www.regensburg.de
Wer aus ferneren Gefilden zur Regentaltour anreist, sollte
für die 2000 jährige Regensburger Altstadt (zweitälteste
Stadt Deutschlands, und bayerische Hauptstadt des frühen
Mittelalters) mit ihren malerischen engen Gassen, schönen
Bürgerhäusern, Straßencafes, Brunnen und
Plätzen einen „Besichtigungstag“ einplanen.
Hier kann man das bunte Treiben auf den historischen Plätzen
und Brücken genüsslich beobachten und ein wenig
i talienisches
Flair bei Cafe Macciato aufkommen lassen. Die urbane „Hektik“
der Großstadt steht sicher gegensätzlich zu
dem, was einem auf der 171 km langen Regental-Tour durch
ursprüngliche Landschaften, dünn besiedelte
Regionen mit all den Naturschönheiten und Kulturdenkmälern
erwartet. Beste Möglichkeit also, sich am Startort
schon mal entspannt einzustimmen, um mit Vorfreude sich
auf den historischen Handelsweg per Pedes aufzumachen.
Die Radtour beginnt im Stadtteil Reinhausen an der Regenbrücke,
wo der Regen wenige hundert Meter später in die Donau
mündet. Entgegen der Fließrichtung kurbelt
man in nördlicher Richtung auf einem breiten, asphaltierten
und verkehrsfreiem Radweg dem Markt Regenstauf entgegen.
Die ersten 56 km verläuft der Regental – Radweg
nahezu ohne nennenswerte Höhenmeter meist in Flussnähe.
Hinweis: Von Frühjahr bis Herbst ist der
Streckenabschnitt bis Diesenbach auf 11 km Länge
von Radlern, Inlinern, Läufern und Fußgängern
stark frequentiert.
KM 2.7: Lappersdorf, Kinderspielplatz, Scateranlage,
Liegewiese, (gute Parkmöglichkeit für Radler,
die in dieser Vorort-Marktgemeinde starten möchten).
KM
4.0: Das Flussbad Pielmühle liegt direkt am Regental-Radweg
und bietet mit seinem Badewehr und gepflegt angelegten
Liegewiesen erfrischende Bademöglichkeit im Fluss
– der Regen erreicht in den Sommermonaten angenehme
Badetemperaturen! Sanitäranlagen: Toilette! 2 Beachvolleyballfelder,
Grillen möglich! Eine empfehlenswerte Pizzeria liegt
nur wenige hundert Meter entfernt.
KM
8.0 Abstecher rechts, 200 m Regendorfer Wehr
Zur „Stippvisite bzw. Rast bietet sich nach 13
km der 15.000 Einwohner zählende Markt Regenstauf
an. Der Marktplatz hat schöne Straßencafes,
Eisdielen oder man wählt Einkehrmöglichkeiten
mit zünftigen Biergärten aus, die z.T. direkt
am Regen liegen. Sehenswert: Schloss Karlstein mit Schlosskapelle
(steiler Berganstieg) Schlossberg mit Aussichtsturm
in Regenstauf mit herrlichem Blick auf das Regental und
Regensburg (steiler Berganstieg)
am Ortsende von Regenstauf, KM 15 bietet das Flussbad
Regenstauf (Valentinsbad) eine weitere Bademöglichkeit
mit schön angelegten Liegewiesen. Einkehr-, und Übernachtungsmöglichkeit!
Sanitäranlagen: 11 Toilettenanlagen, Duschen, Umkleidekabinen.
Aktivitäten:
Beachvolleyball, Fußball, Angeln, Kinderspielplatz.
(Grillen nicht erlaubt).
Entlang den weitläufigen Flussauen bewegt man sich
in das enger und waldreicher werdende Regental vor.
18 km nach Startbeginn erreicht
man das idyllisch am Regen liegende „Kleinod“
Ramspau. Man zweigt l inks
in eine kaum befahrene Verbindungsstraße und radelt
1 km schnurstracks auf das malerische Ortsbild mit dem
imposanten Schloss Ramspau aus dem 14. Jhrd. sowie der
St.-Laurentius-Kirche (1903) zu. Ramspau bekam schon mehrere
Auszeichnungen beim Wettbewerb „Unser Dorf soll
schöner werden - unser Dorf hat Zukunft“ im
Bundeswettbewerb eine Bronzemedaille und in Bayern eine
Goldmedaille verliehen. Für Radtouristen um so mehr
ein lohnenswerter Abstecher, wurde hier am Regenufer das
Flussbad
Ramspau ein öffentlicher Badeplatz mit Liegewiesen
und Bootseinstieg/Ausstiegstelle mit Rastplatz errichtet.
Sanitäranlagen: Toilettenanlage, Duschen, Umkleidekabinen.
Grillen möglich! Die abgelegen in einer Baumallee
befindlichen Rastbänkchen mit wunderschönem
Ortsblick laden zum Innehalten bzw. „Selbstversorger“
zum „Vespern und Kräftesammeln“ ein.
Wer sich dagegen mit bayerischer Hausmannskost im beliebten
Biergarten verwöhnen lassen möchte, kann seine
„Kohlehydratspeicher“ im Biergarten/Gaststätte
auffüllen. Und wem dieses idyllische Kleinod so gut
gefällt, dass er hier
einen „Ruhetag“ einlegt, dem werden Übernachtungsmöglichkeiten
geboten. Naherholer, Wochendausflügler und Ortskundige
nutzen die Rückfahrt nach Regensburg oftmals auf
der schwach befahrenen Nebenstraße diesseits des
Flussufers, bevor die Route in Regenstauf wieder in den
Regental-Radweg mündet.
Zunehmend erheben sich auf beiden Uferseiten die ersten
Bergausläufer und rücken dem Flussufer näher,
nichts desto trotz bleibt das Streckenprofil weiterhin
flach. Bei KM 26 heißt es aufgepasst,
da der Radweg in die Hauptverbindungsstraße Regenstauf
– Nittenau einmündet. Die folgenden 3.8 km
muss man mit Straßenverkehr Vorlieb nehmen, wobei
die Fortsetzung der getrennten Radwegetrasse schon länger
in Planung ist.
In der Ortschaft Marienthal befindet sich ein bekanntes
Ausflugslokal mit großem Biergarten und Wildgehege.
für
MTB: eine kleine Holzfähre bringt einem
ans gegenüberliegende Ufer, wo unasphaltierte Single-Trails
auf ihre „Entdecker“ warten. Burgruine Stockenfels
oberhalb des Bergrückens.
zu den Burgen Hof am Regen (Naturparkinfostelle auf der
Burg), Stefling und Stockenfels finden schaurige „Geisterwanderungen
statt.
Ein
Schild zeigt an, dass man die Landkreisgrenze Regensburg/Schwandorf
überschreitet. Vor der Ortschaft Stefling verlässt
man die Straße, die Regental-Radwegetrasse setzt
sich nun wieder fort. Bei KM 33 kündigt sich ein
leichtes welliges Streckenprofil an, bleibt aber für
Genuss-, u. Familienradler im „grünen Bereich“.

Beim Ortsanfang von Nittenau, KM
35 zweigt der Oberpfälzer Seenland – Radweg
links ab. Anschluss an den Naab-Regen-Radweg nach Bruck,
Bodenwöhr, Schwarzenfeld).
Man radelt nun durch das beschauliche Städtchen
Nittenau (knapp 9 000 Einwohner, 352 m ü. NN). Die
erste Stadt flussaufwärts seit Regensburg blickt
auf eine stolze 1000 jährige Geschichte zurück.
Sehenswert
ist die Stadtpfarrkirche Nittenau, der Storchenturm mit
dem Treppengiebel (Wahrzeichen) von 1644, das Schloß
Bodenstein und das Stadtmuseum, wo u.a. ein präparierter
Wels (auch Waller genannt) mit einer Länge von 2,20
m und 114 Pfund schwer zu besichtigen ist.
Wer sich seine strapazierten Wadl kühlen bzw. eine
„Auszeit“ gönnen will, dem bietet sich
das Freibad an.
Nachdem
man rechts von der Hauptstraße abgebogen ist wo
sich einige Informationstafeln befinden, beginnt ein kurzer
unasphaltierter Streckenabschnitt. Nun geht’s fortan
auf teilweisen unbefestigten Wegen mit gut aufgekiestem
Streckenbelag, kurvenreich weiter durch die idyllischen
Regentalauen Richtung Walderbach – ein wahrer Radlgenuss!
KM
37.0 Rastplatz
Teilweise
verläuft hier ein Biotop-, u. Fischer-Lehrpfad, was
aufwendige Informationsschautafeln verdeutlichen.
Die Regentalauen sind nicht nur für die Radler ein
Naturerlebnis, sondern ziehen auch Naturfreunde, Angler,
Wanderer, und Bootswanderer in die reizvolle Landschaft
des mittleren Regentales.
bei
KM 39 zweigt der Oberpfälzer Seenland – Radweg
links ab.
Nachdem man in ein wenige befahrene Nebenstraße
einmündet gelangt man kurz nach Tiefenbach an eine
– den meisten noch unbekannte - Radwege-Gabelung.

Ortsende Tiefenbach, KM 42 rechts
abbiegen (beschildert) zum Radweg Falkenstein –
Regensburg (Steigungspassagen insgesamt 3.7 km, ca. 300
hm, max. bis 14% Steigung nach Wald); nur konditionierten
Bikern empfehlenswert, Schwierigkeitsgrad 4.0, schöne
Landschaftabschnitte, Pavillon, z.T. durch Waldpassagen.
die
Zwischenspange zum Falkenstein-Radweg und zurück
nach Regensburg ergibt eine sehr attraktive Rundtour –
in umgekehrter Fahrtrichtung wesentlich einfacher zu radeln
(GSG 2.0).
Das
Ortsbild von Reichenbach wird von der Benediktinerabtei
Reichenbach aus dem 12. Jahrhundert geprägt.
Eine Besichtigung der Fresken im Gebäudeinnern ein
„Muss“ für Kulturbeflissene.
Der 3.5 km lange Streckenabschnitt zwischen Reichenbach und Walderbach ist
seit kurzem durchgängig asphaltiert.
Rechter Hand wird das Regental eingesäumt von den
Bergrücken des Vorderen Bayerischen Waldes.
KM 46.3 Rastplatz
 Wer
bis jetzt seit Regensburg pausenlos durchradelte, der
sollte eine Stippvisite in dem schönen Ort Walderbach
einplanen, wo sich das sehenswerte Kloster Walderbach
(Zisterzienserkloster 12. Jahrhundert)
mit Pfarrkirche und besuchenswertem Museum in den monumentalen
Klostergebäuden (gegründet 1130 als Augustiner-Chorherrenstift)
befindet. Das Museum des Landkreises Cham informiert mit
Ausstellungen über Geschichte und Lebensverhältnisse
früherer Zeit. Jährlich finden festliche Konzerte
im Barocksaal Walderbach statt.
Jahresprogramm unter:
(Informationen über die Pfarreien Reichenbach und
Walderbach). Die zwei romanischen Klosterkirchen präsentieren
sich innen in reichem Rokokoschmuck.
Der Ort bietet mehrere Einkehr-, und Übernachtungsmöglichkeiten
in idyllischer landschaftlicher Umgebung. Mehrere Radwege
sowie kaum befahrene Neben-, Wald-, und Forststraßen
lassen bei Hobby-, und Genussradlern „Freude“
aufkommen. Bootseinstiegsstellen verdeutlichen, dass die
Sportart zahlreiche Anhänger auf dem Regen findet.
Die einzigartige Wildflusslandschaft steht z.T. in dieser
Region wegen seiner artenreichen Vegetation unter Naturschutz.
Auch Angeln ist hier weit verbreitet.
Nun
radelt man auf etwa 600 m langer, leichter Steigung nach
Kirchenrohrbach, wo eine Filialkirche der Pfarrei Walderbach
steht. Am Ortsende geht es abschüssig direkt ans
Flussufer, wo ein landschaftlich genussreicher, Streckenabschnitt
beginnt. Die Regentalhänge sind hier als Naturschutzgebiet
ausgewiesen. Abwechselnd asphaltiert und unasphaltiert
radelt man in unberührter Natur entlang dem ruhig
dahin fließenden Regen.
KM 55.6 Rastplatz

Hier befindet sich inmitten von saftig grünen Wiesen
am Waldrand ein Rastplatz mit Wetterschutzpavillon und
Infotafeln. Wer Proviant im Rucksack/Packtaschen „on
board“ hat, und sein finanzielles Reisebudget schonen
möchte, findet hier zum Rasten fern jedes Zivilisationslärms
ideale Voraussetzungen. Und eine kleine „Energiezufuhr“
vor dem bevorstehenden Anstieg mit Kohlehydraten und Flüssignahrung
kann niemals schaden.
Für Familien, Gelegenheitsradler, schwer bepackte
Tourenradler heißt es nun: wer sein Gefährt
liebt der schiebt. Bei der bis zu 15 % igen Steigung im
Wald überwindet man auf knapp 1.5 km (davon ca. 500
m steil, ggf. Schiebestrecke) 114 hm, von wo man auf dem
Hochplateau einen wunderschönen Panoramablick ins
Regental, auf die Stadt Roding, sowie die Burg Regenpeilstein
genießt.
KM 57.5 Rastplatz
So steil wie es hinauf ging beginnt die Gefällstrecke
(bis 22%) um dasselbe Ursprungshöhenniveau am Regen
wieder zu erreichen.
 Zuvor
aber passiert man die sehenswerte Wallfahrtskirche Heilbrünnl
mit davor liegenden Kneippbecken und Gaststätte.
Der Name Heilbrünnl weist auf die Entstehung durchs
heilendes Quellewasser hin. Im Rokoko-Kirchenraum von
1732, fließt das heilkräftige Wasser in ein
Marmorbecken. Aus einer früheren Christus- (Kreuz-)
Wallfahrt entstand Heilbrünnl, das heute ein Marienwallfahrtsort
ist. Jährlich finden hier in den Sommermonaten Festivitäten
statt.
Nun
rollt man bergab auf asphaltierter Straße –
vorbei an einem Fischereilehrpfad hinein in die Stadt
Roding 364 m ü. NN, mit 11 500 Einwohnern. Bereits
im Jahre 844 wird Roding urkundlich erwähnt. Eines
der ältesten Bauwerke und Sehenswürdigkeit ist
die im Jahre 1560 errichtete St. Annakapelle mit einzigartiger
Darstellung des Totentanzes und die Josefikapelle mit
spätromanischen und frühgotischen Fresken.
Weitere Sehenswürdigkeiten wie Burgen, Klöster,
Kirchen, Kapellen und historische Bauwerke befinden sich
in der Stadt bzw. in unmittelbarer Nähe.
Sehenswert
sind auch das alte Rathaus mit Pranger, die Stadtpfarrkirche,
das Feuerwehrmuseum, Fischlehrpfad, und die in der Nähe
befindliche Burg Regenpeilstein, die man ja bereits zuvor
auf dem Hochplateau vor Heilbrünnl erblicken konnte.
Das Freibad oder die ausgedehnte Grünanlage Am Esper,
am Regenufer lädt zum Verweilen ein.
Die
nächsten 6 km radelt man entlang der B 85 und gelangt
nach der Ortschaft Laichstätt in ein wunderbares
Natur-Refugium - ein Vogel-Naturschutzgebiet, das die
weitläufigen Regentalauen vor umweltschädigenden
Eingriffen des Menschen schützt. Dem Radler kann’s
nur Recht sein, um den reizvollen Streckenabschnitt in
vollen Zügen genießen zu können. Die Kernzone
dieses bedeutsamen Wiesenbrütergebietes von europäischem
Rang, in der u.a. so seltene Arten wie Großer Brachvogel,
Uferschnepfe oder Bekassine brüten, bildet das als
Naturschutzgebiet ausgewiesene "Rötelseeweihergebiet"
- eines der wertvollsten Vogelschutzgebiete
Deutschlands. Neben verschiedenen Entenarten brüten
hier Rohrdommel, Zwerg- und Haubentaucher, Schwarzhalstaucher
und Schilfrohrsänger. Insgesamt haben sich etwa 240
bedrohte Brut und Gastvogelarten in dieser Gegend angesiedelt,
wovon etliche auf der „roten Liste“ stehen,
dessen Arterhaltung gefährdet ist. Daher locken die
Rötelseeweiher Ornithologen aus ganz Deutschland
von Rang und Namen an.
Am Horizont wird bereits die Silhouette von Cham sichtbar.

Alternativ-Tourtipp: Radwegeknotenpunkt vor der
Ortschaft Michelsdorf KM 72, links: Schwarzach–Regen–Radweg
nach Schönthal, 20 km, 249 hm GSG 2.0, Grünes
Dach Radweg Richtung Schönthal-Schönsee-Böhmen
Nach weiteren 2 km trifft man abermals auf eine Straßenkreuzung
die wiederum überquert wird.

Radwegeknotenpunkt Adolph-Kolping-Str.,
KM 74:
- Rechts: Festspiel-Radweg nach Falkenstein,
27 km, 546 hm,
GSG 3.0
- Links: großer Parkplatz, Infotafeln,
Richtung Innenstadt
KM 74.4 Rastplatz

Eine
Stadtbesuch ist sehr lohnenswert. Man biegt links ab (schöne
Alleeanlage) und gelangt über die Florian-Geyer-Brücke
(Drehort des bekannten Antikriegfilms „Die Brücke“)
zum Wahrzeichen der Stadt – das Chamer Biertor (374
m.ü.NN.).
Sehenswert: Biertor, Straubinger Turm, Kirchen, Marktplatz
mit Brunnen, Rathaus, Museum SPUR, Cordonhaus, Stadtmauer,
Münster u. Kapellen etc.
Ferienregion
"Naturpark Oberer Bayerischer Wald"
Nun radelt man in einer Parkallee entlang des Regens,
unterquert die Janahofstraße, worauf man sich kurz
darauf bei einem weiteren wichtigen Radwegeknotenpunkt
befindet.
Hier befindet sich seit kurzem der neue Radpavillon „Cham
Stadellohe“ – Anlass vom Rad zu steigen, um
inne zu halten. Bei Schlechtwetter wird es die Radler
umso mehr erfreuen, dass ihnen ein Wetterschutz geboten
wird.
© Redaktion, Curd Biedermann, Biketouristik Regensburg
|