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Kurzübersicht & Bigpoints
Basics zum Regental-Radweg
Chronolog. Streckendokumentation, 1. Tagesetappe
Chronolog. Streckendokumentation, 2. Tagesetappe
Chronolog. Streckendokumentation, 3. Tagesetappe
Kombinationsmöglichkeiten
Bezugsquellen für Infomaterial & Anreise
 
   
   

CHRONOLOGISCHE STRECKENDOKUMENTATION

 
   

3. Tagesetappe
Regen, 536 m.ü.NN. – Bayerisch – Eisenstein, 730 m.ü.NN.
Westroute 29 km / 360 hm (via Regenhütte)
Ostroute 31 km / 480 hm (via Ferdinandsthal):

Im Folgeverlauf durchquert der Regentalradweg gepflegte Parkanlagen, überquert eine gut in das Landschaftsbild passende Holzbrücke, und radelt am Promenadestrand entlang des Regens und alten Häuserfassaden zu einem idyllisch gelegenen Stausee. Etliche Bänkchen laden in dieser landschaftlich reizvollen Umgebung mit traumhaften Baumalleen zum „Innehalten“ ein. Nach der Stauseeüberquerung steht ein etwa 100 Höhenmeter-Anstieg im „Drehbuch“ des Regental-Radweges nach Schweinhütt (Fernsicht)an, worauf es dann in einem welligen Streckenprofil der 750 Jahre alten Stadt Zwiesel (10 350 Einwohner, 585 m.ü.NN.) entgegen geht.

ein paar Stunden von der Radtour ausspannen, das „Strampeln“ gegen eine lockere „Stadtbesichtigung“ eintauschen, und sich nebenbei über die Stadtgeschichte informieren – erholsam, abwechslungsreich und leerreich.

150 erlebnisreiche Kilometer liegen seit dem Startort Regensburg hinter einem, wenn die Stadt Zwiesel im Talkessel auftaucht.
Eingebettet in intakter Natur und von guter, sauberer Luft umgeben wurde Zwiesel 1972 vom Freistaat Bayern mit dem Prädikat "LUFTKURORT" zertifiziert. Zahlreiche Hotel-, und Gastronomiebetriebe verdeutlichen, dass der Fremdenverkehr sich zu einem bedeutenden wirtschaftlichen Faktor entwickelt hat.

Zwiesel bietet jede Menge an touristischen Attraktionen. Erlebnisbad, Spielzeugmuseum Zwiesel, Waldmuseum Zwiesel, Pfarrkirche St. Nikolaus („Dom des bayerischen Waldes“), Waldmuseum, Spielzeugmuseum, Erlebnisbrauerei, Glasbetriebe, Schauglashütten, Glasmuseum Theresienthal u.v.m. www.waldmuseum-zwiesel.de
Speziell im Familiensektor hat sich die Stadt einen Namen gemacht, wurde sie doch als besonders familienfreundlich mit vier Bayerwald-Bärchen prämiert.
Das neue Erlebnisbad ZEB mit Hallen- und Freibad sowie Kinderbecken und eigenem Volleyball-Strand lockt Kinder genauso wie der Abenteuer-Spielplatz im Stadtpark direkt am Flussufer des Regenflusses.
Nicht umsonst nennt sich Zwiesel "Die Glasstadt", besteht doch schon seit 1421 die Glasmacher-Tradition. Kaum irgendwo in Deutschland finden sich so zahlreich Glasherstellungs- und Glasveredelungsbetriebe in einer Stadt versammelt.
1997 hatte Bundeskanzler Helmut Kohl die Glasstraße eröffnet, die sich von Weiden in der Oberpfalz durch das Kerngebiet des Bayerischen Waldes, quer durch den Zwieseler Winkel nach Passau erstreckt. In vielen Betrieben kann man den Glasmachern und Veredlern noch heute bei der Arbeit zusehen. www.glasstrasse.de

Sehenswürdigkeiten / Kulturtipps:
Das Naturpark - Informationshaus in Zwiesel
Das Naturparkhaus (Nullenergiehaus) bietet neben einer Energietechnik-Ausstellung auch eine naturkundliche Dauerausstellung, welche die Beziehung Mensch - Natur im Wandel der Zeit vorstellt. Im Obergeschoss finden ständig wechselnde Ausstellungen zu diversen Natur- und Umweltthemen statt: www.naturpark-bayer-wald.de

über 20 traumhafte MTB-Routen / Rundtouren z.T. grenzüberschreitend in den Böhmerwald / Zwieseler Winkel auf dem „Grünen Dach Europas; Familientouren sowie Anschluss (Stichverbindung) via Frauenau zum Nationalpark-Radweg Richtung Haidmühle bzw. Trinkwasserspeicher, Zwiesler Waldhaus

Sicherheitstipp: aufgrund der schwachen Besiedlungsdichte im Zwiesler Winkel, sollte die Reststrecke nach Bayerisch – Eisenstein – insbesondere die „Ostroute“ über Tschechien - bei Tageslicht befahren werden – allein schon der sehenswerten Landschaft wegen.
Wer ohne Beleuchtung unterwegs ist, sollte das Befahren der „verwinkelten“ Route wegen häufiger Richtungswechsel in dem dicht bewaldeten Gebiet bei Dunkelheit erst Recht meiden.

STRECKENGABELUNG: Radwegeknotenpunkt „Nationalpark Bayerischer Wald“ (Regental – Radwege – Streckengabelung), KM 160

Zur Vorfreude der Tourenradler bringt es die „ Regental-Radwege-Dramaturgie“ mit sich, dass die Schlussetappe das „krönende Raderlebnis“ darstellt.Wer die Wahl hat – hat die Qual!

2 km nach Ludwigsthal (630 m.ü.NN.) gabelt sich nämlich der Regental-Radweg auf einem unscheinbaren Parkplatz (Holzintarsie „Nationalpark Bayerischer Wald“) in eine Ostroute (rechts) sowie eine Westroute (links). Beide Varianten führen zum Zielort nach Bayerisch – Eisenstein, wobei die Ostroute ca. 5 km über tschechisches Gebiet verläuft. Einer Route aufgrund der Befahrbarkeit, Landschaftsfaktor etc. den Vorzug zu geben, ist kaum möglich – beide verlaufen durch traumhafte Naturlandschaft. Erholsame Wälder, plätschernde Bäche in natürlicher Ursprünglichkeit sind die Merkmale. Obendrein weisen Ost-, wie Westroute zünftige Einkehr-, und Übernachtungsmöglichkeiten auf, die auch einen längeren Bikerurlaub in dieser wunderschönen Naturgegend ermöglichen.

Wer sich glücklich schätzen kann und hier einen Rad/Bikeurlaub eingeplant hat, dem bietet sich die Zusammenlegung der Ost-, und Westroute mit beliebigem Ziel-, und Ausgangspunkt zu einer 21 km langen, traumhaften „Rundschleife“ an. Je nachdem welche Fahrtrichtung und Ausgangsort man wählt beginnt die Tour mit Steigungen bzw. Gefälle. Der tiefste Punkt liegt beim Radwegeknotenpunkt „Nationalpark Bayerischer Wald“ auf 630 m.ü.NN, der Scheitelhochpunkt Nähe Zelezna Ruda (Markt Eisenstein/CZ) auf 820 m.ü.NN. Prädikat: sehr empfehlenswert!

a) KM 160: Westroute, 9.6 km nach Bayerisch-Eisenstein, 140 hm

KM 160.4 Rastplatz

 

 

 


Überquert man die Straße schräg versetzt (Links/Rechts-Knick) gelangt man nach 1 km im Wald an ein Regenbrückchen mit Bänkchen, dessen außergewöhnlich idyllische Lage eine Erwähnung verdient. Als Rast-, u. Ruheplatz zur physischen und psychischen Regeneration „drängt“ sich diese Stelle geradezu auf. Umgeben von Vogelgezwitscher und dem plätschernden Geräusch des Großen Regen, umhüllt vom würzigen Waldduft – hier kann man die „Seele“ wirklich noch baumeln lassen.

Kurz vor Regenhütte (Einkehr-, u. Über-nachtungsmöglichkeiten) befindet sich – vom Radweg nicht einsehbar – ein sehr schöner, kleiner Badesee, der besonders in heißen Sommertagen willkommene Abkühlung bietet.

Das größte Tiermuseum Europas Tiermuseum hat sich hier zwischen Großem Arber und Zwiesel an der B 11 angesiedelt. Auf 1500 Quadratmetern sind Tiere aller Kontinente -
von der Maus bis zum Elefanten zu besichtigen.
Infos: www.tiermuseum.com

Danach kommt eine kurze 7% ige Steigung auf der Verkehrsstraße, bevor es dann rechts in den Waldweg geht.

Radwegeknotenpunkt „Seebach-Schleife“,
708 m.ü.NN., KM 166
: Kurz hinter der Seebach Schleife (Einkehr-, u. Übernachtungsmöglichkeiten) vereint sich der Regental – Radweg mit dem Lamer-Winkel-Arber-Radweg, die gemeinsam die Anbindung zum Zielort Bayerisch – Eisenstein (730 m ü.M.) herstellen.

für MTB Arbertour zum "König des Bayerwaldes".

(Regental-Radweg mit Arbertour)

Abzweig links: Lamer – Winkel – Arber – Radweg: (kommend von Bayerisch – Eisenstein) – Brennes – Lohberg – Lam – Bad Kötzting – Miltach (47 km).

Hält man sich am Gabelungspunkt links, so radelt man auf dem Lamer-Winkel-Arber-Radweg zum Brennessattel / Arber.
Für Mountainbiker zählt der Große Arber mit Fug und Recht zu den herausragenden Höhepunkten des Bayerischen Waldes. Der „König des Bayerischen Waldes“ wie der Berggipfel oft genannt wird, bietet eine einzigartige 360 – Grad - Panoramarundumaussicht auf den Bayerischen-, u. Böhmischen Wald – und bei guter Fernsicht sogar bis zur Alpenkette.

wer mit Kondition nicht so gesegnet ist, bzw. einen Familien-Radausflug plant, der braucht auf dieses Natur – Highlight nicht verzichten. Die Buslinie Bayerisch-Eisenstein – Arber-Talstation - Bodenmais (mit Radtransport) transportiert Gäste samt Räder bergwärts.

Die Arber – Gondelbahn befördert einem in nur wenigen Minuten auf „das Grüne -Gipfeldach“ des Bayerwaldes in 1456m Höhe – wo man einen einstündigen unvergesslichen Fußmarsch um den Arbergipfel sowie zum Gipfelkreuz genießen kann. Der Große Arber erreicht übrigens als einziger Gipfel des Bayerisch-Böhmischen Grenzmassives die klimatische Waldgrenze. Dass Pedaleure herzlich willkommen sind, zeigen Fahrradständer an der Talstation sowie die Möglichkeit von Gepäckdeponierung. Ermässigte Fahrpreise der Arber Bergbahn für Berg-, u. Talfahrten schonen das Budget (Fahrradhelm vorzeigen).

Streckencharakteristik zum Brennessattel / Arber – Talstation (6 km):
Die anspruchsvolle Bergpassage führt auf der Route des Lamer-Winkel-Arber-Radwegs zum Brennessattel (keine Proviantversorgung). Daher Proviant u. Trinkwasserbedarf vorher checken – auch wenn immer wieder plätschernde Bäche, bzw. Wasserrinnsale die Strecke kreuzen – sie könnten nach längeren Trockenperioden versiegt sein.
Der 4.5km lange Berganstieg beginnt am Radwegeknotenpunkt „Seebach-Schleife“, 708 m.ü.NN. des Regental-, und Lamer-Winkel-Arber-Radweges, (2.7 km von Bayerisch-Eisenstein entfernt). Während die ersten 3 km noch unter 10% Steigung aufweisen, „beschert“ einem der „finale Schlussspurt“ zum Brennessattel (1 030 m.ü.NN.) auf den restlichen 1.5 km Rampen jenseits von 16% Steigung. Also Kräfte sorgsam einteilen, um oben auf dem Scheitelpunkt sein ganz persönliches Erfolgserlebnis feiern zu können.
Vom Brennessattel aus führt links eine flache Straße zur 1.5 km entfernten Arber-Talstation, während der Lamer – Winkel – Arber – Radweg rechts Richtung Miltach verläuft.

b) KM 160: Ostroute, 11.6 km nach Bayerisch-Eisenstein, 220 hm
Wer beim Radwegeknotenpunkt „Nationalpark Bayerischer Wald“ rechts zur Ostroute abzweigt und unter der Eisenbahnbrücke hindurch fährt, gelangt nach 300 m zum Radwegeknotenpunkt am Parkplatz Deffernik, wo man links diagonal den Parkplatz quert und dann in einen unasphaltierten – top gepflegten Forstweg einmündet. Von hier ist der Nationalpark – Radweg bis zur 6 km entfernten Landesgrenze Wegbegleiter des Regental – Radwegs.

mehrere Infotafeln (Holzintarsien) informieren über das Radwander -, und Wandergebiet mit Höhenangaben.

 

Radwegeknotenpunkt Deffernik, KM 160.3: Gegenüberliegend vom Parkplatz verläuft bergauf auf einem Schotterweg der Nationalpark – Radweg: Zwiesel – Frauenau – Spiegelau – Mauth – (Finsterau/Bucina – Strazny – Stozec auf böhmischer Seite) – Haidmühle (102 km / 1 300 hm)

Im Folgeverlauf klettert man sanft und relativ „gleichmässig“ durchschnittlich 5%, maximal bis 8 % Steigung wo nach gut 3 km der Parkplatz „Brechhäuselau“ (698 m.ü.NN.) und nach weiteren 1.5 km der im Wald liegende Ort Zwiesler Waldhaus erreicht wird (KM 164 / 723 m.ü.NN.).

Ein idealer Ort, um eine erholsame „Auszeit“ von der langen Radtour zu nehmen und aller Ruhe das Erlebte Revue passieren zu lassen – evtl. verbunden mit einer Wanderung zum Großen Falkenstein (1 315 m) – Prädikat: sehr empfehlenswert!

Zwieseler Waldhaus – umgeben von einem riesigen Waldgebiet - bietet sich als Urlaubs-, bzw. Ausgangsort – erster Wahl - für unzählige Rad-, Bike-, und Wandertouren an.

In einem der schönsten Erholungsgebiete Deutschlands und zugleich dem größten zusammenhängenden Waldgebiet Mitteleuropas kann man im ältesten international anerkannten deutschen Nationalpark mit seinen eigenen Gesetzen und Rhythmen noch ungebändigte Natur erleben. Dass der größte Waldnationalpark Deutschlands mit Rachel (1.453 m), Lusen (1.373 m) und Großem Falkenstein (1 315 m) traumhafte Geländevoraussetzungen für MTB-Routen bietet, versteht sich von selbst.
Grenzüberschreitend lässt sich das Areal je nach Wunsch und Abenteuerdurst auch auf den Böhmischen Wald ausdehnen. Das „Grüne Dach Europas“ bietet aber ebenso familiengeeignete Radtouren.
Zu den Highlights zählt sicher eine „Gipfelbezwingung“ auf den Großen Falkenstein (1 315 m.ü.NN.) Ob als MTB-Tour oder Wanderung durch das Höllbachg`spreng bleibt letztlich wohl egal.
Die Natur darf sich die Natur innerhalb der Nationalparkgrenzen noch nach ihren eigenen Gesetzen frei entwickeln. Daher lautet auch das zentrale Motto: "Natur Natur sein lassen"!
Zum 2 km entfernten, unbesetzten Grenzübergang Ferdinandsthal-Debrnik (Start- Zielpunkt des Nationalpark – Radwegs) verläuft die Strecke flach im Wald, worauf dann eine 1.5 km lange Steigung mit 90 Höhenmetern ansteht.
Am Ortsbeginn von Zelezna Ruda (Markt-Eisenstein/CZ) erreicht der Regental – Radweg mit 820 m.ü.NN. seinen Zenit.

Radwegeknotenpunkt Zelezna-Ruda, KM 167: Schräg rechts verläuft der Nationalpark - Radrundweg: auf Route 33 durch den Nationalpark Sumava (Tschechien) – Kvilda - Landesgrenze Finsterau/Bucina – Mauth, Spiegelau, Frauenau, Spiegelhütte Ferdinandsthal-Debrnik – Zelezna – Ruda –Bayerisch – Eisenstein, Gesamtlänge ca. 145 km / 1 500 hm.
Majestätisch taucht der Bayerwaldkönig – der Große Arber – ins Blickfeld des Tourenradlers. Die restlichen 4 km nach Bayerisch – Eisenstein legt man auf einer sanften, asphaltierten Gefällstrecke zurück. Die ausgedehnten Bahnhofsanlagen bilden zugleich auch die Landesgrenze.

Zielort: Bayerisch-Eisenstein Bahnhof 730 m.ü.NN., KM 171
(Grenzübergang für Radler u. Fußgänger, Ausweispflicht)

Nun heißt es wehmütig Abschied nehmen von der erlebnisreichen Regentalradtour. Eine unvergessliche Mehrtagestour neigt sich dem Ende zu, und man kann nun sicher auf ein Sammelsurium von Eindrücken zurückblicken. Nach 171 verheißungsvollen Kilometern quer durch den Bayerischen Wald und vielen unvergesslichen Eindrücken heißt es nun Abschied nehmen vom Regental – Radweg. 171 gespickte Kilometer seit der historischen Reichstadt Regensburg – gesegnet mit den reizvollsten ostbayerischen Naturlandschaften sind nun unwiderruflich im Gedächtnis des Radlers „bewahrt“.

BAYERNBIKE – FAZIT: Ein Eldorado für Flüsseradliebhaber sowie Bahntrassenfans. Die einzige Radwegetrasse durch den Bayerischen Wald, die auf 141 km mit dem Schwierigkeitsgrad „leicht“ klassifiziert ist. Die Tour führt vermittelt einen charakteristischen Eindruck über naturbelassene Landschaften des Bayerischen Waldes - in reinster Luft Deutschlands - und vermittelt Eindrücke über das Leben und dessen Traditionen der Einheimischen – sofern man Zeit und Interesse mitbringt. Grenzüberschreitende Tourenradler finden direkten Fernradwegeanschluss in den Böhmischen Wald ganz nach dem Motto "Grenzenlos radeln - auf dem grünen Dach Europas".
die flaches Gelände bevorzugen. Sehr empfehlenswert für kirchengeschichtlich und kulturhistorisch interessierte Radler.

Neues Informationszentrum und Museum im Grenzbahnhof
Im Infozentrum Grenzbahnhof Eisenstein erhält man sehr fundierte Informationen über den Nationalpark S¹umava, den Nationalpark Bayerischer Wald, das Landschaftsschutzgebiet S¹umava und den Naturpark Bayerischer Wald. Anschaulich präsentiert, gewinnt man schnell einen Überblick über die Region zwischen Donau und Moldau, kann man z.B. einen Wassertropfen auf seiner Reise durch diese Region begleiten, eine Modelleisenbahn selbst steuern und dabei spielend noch die Sprache des Nachbarlandes kennen lernen. Darüber hinaus gibt es Wissenswertes über die Entstehungsgeschichte des Bahnhofes und die Bahnlinie zwischen Plattling und Klatovy, sowie über die Arbeit grenzüberschreitender Organisationen, und über die Energieversorgung der Einrichtung mit erneuerbaren Energien.
www.localbahnverein.de den Lokomotivschuppen, in dem das Localbahnmuseum beheimatet ist, errichtete die Königlich Privilegierte Aktiengesellschaft der Bayerischen Ostbahn im Jahre 1877. Mehr als 20 historische Fahrzeugen aus allen Epochen bayerischer Lokalbahnen gibt es zu bestaunen, und was erfreulich ist: die Exponaten - Ausstellung aus der Lokalbahngeschichte wächst ständig weiter.

Bayerisch – Eisenstein - Heute
Das urgemütliche Bayerisch-Eisenstein mit ca. 1 400 Einwohnern profitiert von seiner touristisch außergewöhnlich günstigen Lage, liegt es doch eingebettet im Erlebnisdreieck zwischen dem Großen Arber, dem Nationalpark Bayerischer Wald und dem Böhmerwald.
Als staatlich anerkannter Luftkurort bietet der Grenzort neben einem hoch attraktiven Radwander-, und MTB-Netz eine Fülle weiterer Freizeitmöglichkeiten.
Bayerisch – Eisenstein ist im Sommer wie Winter für Touristen eine beliebte Destination. Der Bayerwaldkönig Großer Arber erhebt sich majestätisch am Ortsrand und bietet über alle Jahreszeiten hinweg „Aktivurlaubern“ ein wahres Aktionsfeld in herrlicher Naturlandschaft. Obwohl in den Wintermonaten im populären Wintersportgebiet am Arber regelmäßig FIS-Weltcup-Rennen stattfinden, ging der ländliche Charme und Charakter bis heute nicht verloren.
Grenzüberschreitend im Böhmerwald findet man speziell im Nationalpark Sumava zivilisationsarme, naturbelassene Landschaftsregionen vor.
Bayerisch Eisenstein zählt zu den traditionsreichsten Fremdenverkehrsorten im Bayerischen Wald.

Bayerisch – Eisenstein – Früher
Dem Abbau von Eisenerzen verdankt der Ort Bayerisch Eisenstein seinen Namen. 1691 wurde eine Glashütte gegründet, dessen spätere Glasindustrie bis Ende des 19. Jahrhunderts in zwanzig Hüttenwerken ihre Blütezeit erlebte.
Die 1764 im bayerisch-böhmischen Vertrag festgelegte Grenze hat bis heute Bestand. Seitdem gibt es ein bayerisches und ein böhmisches Eisenstein.
Die Besitzungen gingen in Böhmisch Eisenstein und in Bayerisch Eisenstein im 19. Jhrd. an das Fürstenhaus Hohenzollern –Sigmaringen über.
Die eigentliche Gründung als Luftkurort erfolgte 1877, als die Eisenbahnlinie von Plattling nach Pilsen fertig gestellt war und Bayerisch Eisenstein (offizielle Namensbezeichnung offiziell seit 1951) bedeutender Grenzbahnhof wurde. Mit der Bahnlinie begann die aufstrebende wirtschaftliche Entwicklung des Ortes. Der spätere Bau der Passstraße über den Brennes stellte die Verbindung zum oberen Bayerischen Wald her.
Ein neuer Glanzpunkt in Eisensteins Geschichte, war die Wiedereröffnung des grenzüberschreitenden Eisenbahnverkehrs, als 1991 Bundeskanzler Helmut Kohl sowie zahlreiche Vertreter des öffentlichen Lebens aus beiden Ländern den Staatsakt gebührlich feierten. Da aus betrieblichen Gründen der Dampfzugbetrieb auf der Regentalbahn eingestellt wurde, werden heute in Zusammenarbeit mit den tschechischen Staatsbahnen dampflokgeführte Züge von Bayerisch Eisenstein zu unterschiedlichen Zielen in Böhmen angeboten.
Der einzige geteilte Bahnhof Europas - die Staatsgrenze verläuft inmitten des Bahnhofsgebäudes ist ein Besuch schon deshalb wert, da anhand anschaulicher Tafeln die Geschichte des Bahnhofs „plastisch“ dargestellt wird.
Eine Infostelle mit Ausstellung des Naturparks Bayerischer Wald sowie das deutsch-tschechische Natur- und Nationalparkinfozentrum bereichert den sehenswerten Bahnhof.

Sehenswürdigkeiten rund um Bayerisch-Eisenstein

  • Grenzbahnhof
  • Lokalbahnmuseum
  • Arber – Wellenbad
  • Nationalpark mit Haus zur Wildnis (Eröffnung Sommer 2006)
  • Minigolf
  • Großer u. kleiner Arbersee
  • Glashütten
  • Tiermuseum
  • Arbergebiet (Gipfel mit moderner Gondel- und 2 neuen 6er-Sesselbahnen)
  • Wintersport (Alpin, Langlauf)
  • Wanderwegenetz mit Wanderpark
  • Pfarrkirche
  • Märchenwald

 

 

© Redaktion, Curd Biedermann, Biketouristik Regensburg

 

 

 
   



 

 

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