Gipfelparade
Die sichtbare Alpenperlenkette gehört zur Gebirgsgruppe der Nördlichen Kalkalpen (Ostalpen). Während im Osten die Salzkammergut-Berge mit den Salzburger Hausbergen – Gaisberg (1.288 m) und Schafberg (1.782 m) ihre Gipfelherrschaft beanspruchen, sticht daneben der Hochkönig (2.941m) der Berchtesgadener Alpen heraus. Im Südosten schließen sich der Hochstaufen (1771 m), Rauschberg (1645 m) und das Sonntagshorn (1 960 m) - Gipfelkönig der Chiemgauer Alpen - an. Bei Nussdorf sind im Süden der Hochgern (1748 m) und Hochfelln (1674 m) zum greifen nah, während am südwestlichen Horizont der Geigelstein (1813 m) die Kampenwand (1664 m) sowie am äußersten westlichen Rand am Firmament der Wendelstein (1 838 m) hervorlugt.
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Praktisch: die Tourismusinfo Waging bietet passend dazu im Ansichtskartenformat eine 1.60 m breite, ausfaltbare Panoramakarte, auf der alle wichtigen Berggipfel namentlich aufgeführt sind (200 Grad Rundblick). |
Der Wasserspiegel des Waginger Sees liegt auf 442 m während der des Chiemsees auf 518 m Höhe liegt. Dieser Niveauunterschied sowie mehrere Hügelabschnitte und der um 6 km längere Weg sind der Grund dafür, dass die Strecke von Waging nach Chieming (27.5 km) gut doppelt soviel Höhenmeter aufweist als der Rückweg nach Waging (21.5 km). Die Topographie des Alpenvorlandes ergibt naturgemäß ein „gezähmtes“ Auf und Ab. Nur nahe Waging blitzt ausnahmsweise ein kurzer "giftiger" Anstieg auf. Ansonsten liegt konditionell alles im grünen „Touristikbereich“.
Fernradwege, die auf Teilabschnitten des Chiemsee-Wagingersee-Radwegs verlaufen bzw. diesen tangieren:
Der Via-Julia-Radweg führt von Günzburg via Augsburg, Rosenheim, Traunstein durch die Regionen Rosenheimer Land, Chiemsee, Chiemgau und Rupertiwinkel nach Salzburg. Streckenlänge ca. 280 km. Tangierte Orte: Rosenheim - Chieming - Traunstein - Freilassing – Salzburg. http://www.via-julia.de
Der Traun-Alz-Radweg verbindet Chiemgauer Alpen mit dem Voralpenland im Mündungsgebiet der Gebirgsflüsse Inn und Salzach. Streckenlänge ca. 58 km / 732 hm; Höhenlage: 655 m - 360 m ü.N.N. Tangierte Orte: Inzell/ruhpolding - Siegsdorf - Traunstein - Tacherting Burgkirchen - Marktl.
Chiemsee-Uferweg:
Länge 62 km / 348 hm
Traunreut-Chiemsee-Radweg Dieser Radweg ist die kürzeste Verbindung von der Stadt Traunreut zum „Bayerischen Meer”. Er enthält aber darüber hinaus aber auch Verknüpfungen mit regionalen und überregionalen Radwegen und damit die Möglichkeiten zu vielfältigen Kombinationen.
Benedikt - Radweg Auf den Spuren von Papst Benedikt XVI. durchläuft die Strecke die biographischen Stationen der Kindheit und Jugend des Hl. Vaters, der zwischen Inn, Salzach und Alpen die prägenden frühen Jahre seines Lebens verbrachte. Streckenlänge ca. 248 km. Tangierte Orte: Altötting - Marktl am Inn - Burghausen - Tittmoning - Waging am See - Traunstein - Chieming - Gstadt - Wasserburg - Mühldorf – Altötting. http://www.benediktweg.de
Der Mozart-Radweg führt von der Mozartstadt Salzburg ausgehend in das Salzkammergut, via Salzburger Seenland nach Laufen an der Salzach (Bayern). Via Waginger See und Chiemsee verläuft die Route nach Wasserburg am Inn und folgt dann dem Innradweg bis nach Kufstein in Tirol. Über Kössen führt die Route zurück ins Salzburger Land und weiter nach Bad Reichenhall - Berchtesgadener Land zum Ausgangspunkt Salzburg. Streckenlänge ca. 450 km.
Anmerkung: der Chiemsee-Wagingersee-Radweg blickt auf 22 jähriges Bestehen zurück, lange bevor die meisten Fernradwege in Deutschland bzw. Bayern ins Leben gerufen wurden.
Die schwache Besiedlungsdichte mit seinem verwinkelten Forstraßennetz erweist sich für den Radtourismus als wahrer Glücksfall. Die etwa 2 m breiten, asphaltierten – nahezu verkehrsfreien - Wegverbindungen sind für die Radler ein wahrer Segen, denn man kommt an derart abgelegene, stille Fleckchen in anmutiger bayerischer Voralpenlandschaft vorbei, die man ansonsten normalerweise nicht zu Gesicht bekommen würde. Gottlob schlummern diese begehrenswerten, tourismusrelevanten Ressourcen einsam vor sich hin. Die Entdeckung solcher versteckter Winkel bleibt nur wenigen Menschen – wie eben den Chiemsee-Wagingersee-Radlern vorbehalten, die umweltschonend im Radsattel mit surrendem Kettengeräusch des Weges ziehen. Und so entwickelt sich die bäuerlich-bodenständige Landschaft fern jeglicher Hauptverkehrsachsen ungestört – so wie es seit Jahrhunderten der Fall ist.
Kombination mit dem Chiemsee-Uferweg
Eine Koppelung der beiden Radwege drängt sich in Anbetracht der Vielzahl radtouristischer Highlights auf. In Sachen Radlerfrequenz und Tourismusdichte entpuppt sich der Chiemsee-Uferweg im Vergleich zum Chiemsee - Waginger See-Radweg jedoch sehr gegensätzlich. Wer zeitlich variabel ist und dem Tourismusrummel entgehen möchte ist gut beraten außerhalb der Ferienzeiten bzw. an Werktagen den Chiemsee zu umrunden. Dann geht es geruhsamer zu. Da neben den Radlern viele Fußgänger / Wanderer / Kinder / Hunde etc. den Uferweg bevölkern, ist Vorsicht und gegenseitige Rücksichtnahme geboten. Bisweilen wird es ab und an schon mal eng. Jeder möchte die Natur und seinen Freiheitsdrang auf seine Art und Weise erleben und genießen. Bewegt man sich umsichtig und rücksichtsvoll, steht der Koexistenz aller Freizeitaktivisten in harmonievoller Eintracht nichts entgegen. Die Route um den Chiemsee ist in beiden Fahrtrichtungen top-ausgeschildert und hat nur wenige sehr kurze und sanfte Steigungen. Selbst Kinder und Radler mit „Bürokondition“ haben mit dem sehr leichten Profil keine Probleme. 7 Ortschaften mit zahlreichen Hotel- und Gastrobetrieben einschließlich beliebter Biergärten, wissen dem Hungerast mit kohlenhydratreichen Speisen und Getränken wirkungsvoll Paroli zu bieten. Die Strecke kann unter Einbeziehung der Schiffsverbindungen gekürzt werden. Zweitagestourtipp: Übernachtungsorte Gstadt / Prien, Gesamtstrecke: 111 km: 1. Tag ca. 60 km 2. Tag ca. 51 km). Ein Besuch der Herren- oder Fraueninsel gehört eigentlich zum „Pflichtprogramm“ des Chiemsee-Radlers.
Info - Kompakt
Im Chiemgau werden besonders im Herbst tief verwurzelte Traditionen wie Leonhardiritte, Viehmärkte, Almfeste und Bauernherbstfeste gepflegt. Dort wo Brauchtumspflege und Traditionsbewusstsein heute noch mit tiefer Religiosität gelebt wird, können Touristen zahlreichen Festivitäten beiwohnen. Bauernherbst: von Ende August bis Ende Oktober während der Erntezeit, wartet die Ferienregion mit einer vielfältigen und farbenprächtigen Kulturlandschaft auf. Nach altem Brauch wird das Einbringen der Ernte gehuldigt und gefeiert. Historisch betrachtet gilt Waging am See gemeinhin als Wiege der Bayern. Diese Gegend zählt zu den ältesten bajuwarischen Siedlungsplätzen im Rupertiwinkel (Bayern). Die ländlich geprägte Ferienregion, mit seinem weitflächigen, dünn besiedelten Hinterland genießt besonders bei Familien- Touren- und Rennradlern hohe Popularität. Das hervorragend ausgebaute Radwegenetz samt dazugehöriger Infrastruktur macht als Urlaubsland alle Ehre. Waging hat heute etwa 6 600 Einwohner. Nach einer frühen Besiedelung in keltischer Zeit verdankt der Ort seine Bedeutung der Erhebung zum "Markt" und seiner Lage an der alten Salzstraße. Sehenswert ist der Marktplatz, der historische Ortskern mit Häusern aus dem 18. und 19. Jahrhundert, der Pfarrhof, die Mariensäule und die Pfarrkirche St. Martin. Die Route streift im Bereich von Waging / Wonneberg den Rupertiwinkel, der seit 1816 - nachdem Salzburg endgültig an Österreich viel - zu Bayern gehört (ab 1871 Deutschland). Der Rupertiwinkel erstreckt sich heute über die 3 Landkreise Berchtesgadener-Land, Traunstein sowie Altötting. |