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 CHRONOLOGISCHE STRECKENDOKUMENTATION

 
   
 Vorhang auf zur idyllischen Seen-Umrundung

Auf vielfachen Wunsch von Radtouristen wurde die ursprüngliche Trassenführung der östlichen Uferseite von der uferfernen Nebenstraße auf unasphaltierte Wald- u. Forstwege in unmittelbare Seeufernähe verlegt. Das zeigt einmal mehr, dass die Bedürfnisse radelnder Urlaubsgäste Gehör finden, womit das kommunale Tourismusmanagement der fahrradfreundlichen Region aller Ehre macht. Die geänderte Route erschließt ein attraktives Landschaftsbild, indem die Strecke naturnah und verkehrsgeräuschfrei durch Wald- und Wiesenpassagen in Sichtweite des Tachinger Sees verläuft. Die Streckenverlegung wertet damit die erlebte Naturkulisse erheblich auf.

Geschützte Uferbereiche bieten im dichten Schilf- und Moorgürtel der vielfältigen Pflanzen- und Tierwelt artgerechte Umweltverhältnisse. Da die üppig sprießende Vegetation & und artenreiche Fauna von bedrohlich zivilisatorischen Einflüssen geschützt ist, kann sich die Natur frei entfalten. So erlebt man einmal mehr, wie Mensch und Natur, Tradition und moderne Urlaubswelt verbunden werden zur Freude aller, die aktiv daran teilhaben wollen.

Der See-Radweg ist für die Sinne Wellness pur. Da heißt es Augen auf und Ohren gespitzt, um die Umwelt intensiver wahrzunehmen. Sind Sinnesreize sensibilisiert, sieht, hört und fühlt man einfach mehr und nimmt Erlebnisse wie Eindrücke nachhaltiger wahr. Geheimnisse gibt die Natur dann preis, wenn man innere Ruhe findet – den Alltag ausblendet - und sich aufmerksam auf die z.T. verborgenen Dinge der Flora & Fauna & Umgebung konzentriert. Zeitpunkte, in denen man den unsäglichen Reichtum der Natur schätzen lernt. Ein solches kostenloses Anti-Stress-Programm kommt der Seele zugute und lädt die alltagsstrapazierten Akkus wieder auf.

Wer länger in der Region weilt bietet es sich an, zuallererst den See-Radweg unter die Pneus zu nehmen. Einfach deshalb, weil das leichte Streckenprofil ideale Urlaubseinstimmung verschafft, bevor weitere Touren in Angriff genommen werden.

Bayernbike Tip

Beim Start- und Zielpunkt des See-Radwegs befindet sich neben der Tourismusinformation in Waging ein öffentlicher Parkplatz, der unbeschränktes und kostenloses Parken ermöglicht.


Erfolgt der Tourstart frühmorgens, herrscht Morgenromantik pur. Stimmungsvoll taucht die Sonne die sanften Wellenwogen des Waginger Sees in unzählig melancholisch spiegelnde Prismen. Sonnenaufgänge mögen banal sein, dennoch geht es weit über den verkitschten Mythos hinaus, was den Menschen immer wieder von Neuem zu fesseln vermag. Es ist nicht nur das rein voyeuristische Vergnügen, beim Tagesanbruch als Bestandteil der Natur bzw. Schöpfung live dabei zu sein. Vielmehr blinzeln die ersten Sonnenstrahlen als Metapher für die Vorfreude und Neugierde, was wohl im heutigen Etappen – Logbuch geschrieben stehen mag. Angler suchen am Südwestufer des Waginger Sees umhüllt von mystischen Bodennebelschwaden ihr Petri Heil. In den Morgenstunden ist die Luft noch frisch, die Landschaft liegt einem verschlafen zu Füßen, feiner Morgentau umhüllt behutsam jeden Grashalm, winzige Tröpfchen gleißen im aufgehenden Sonnenlicht und vermitteln den Eindruck, als würden die Kristalle noch ihr Nickerchen halten. Radlerherz was willst du mehr.

 START Waging am See

gut gestärkt, mit aufgefüllten Glucosespeichern - Glucose dient als wichtigstes Kohlenhydrat im menschlichen Stoffwechsel als Superbrennstoff der Energiegewinnung – kann es losgehen. Sind Kleidung, Trinkflaschen, Proviant, Kartenmaterial, Roadbook etc. verstaut bzw. GPS-Track aktiviert, steht der Reise um den Waginger- u. Tachinger See nichts mehr im Wege. Nicht vergessen: Badehose, Handtuch und Kamera! Wer Berggipfel namentlich lokalisieren möchte, packt zudem seinen Feldstecher ein.

Von Waging führt ortsauswärts der Radweg parallel zur Salzburger Straße zu einer Straßenunterführung. Dann geht es vorbei an einer schön angelegten Kneippanlage zur Strandbadallee. Vor Fisching wird auf einen unasphaltierten Wald- und Wiesenweg abgebogen, wo kurz darauf der Höllenbach – wasserreichster Zufluss des Waginger Sees - überquert wird.

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Rennradler fahren der Fernradwege-Beschilderung geradeaus (Umgehung unasphaltierter Streckenabschnitte); nach 1km vor dem Strandbad „Zum Seeteufel“ Einmündung in den See-Radweg. Mozart-Radweg Richtung Seebruck (Chiemsee) – Wasserburg a.Inn
Benedikt-Radweg Richtung Traunstein –Chiemsee
Internationale Salz & Seen – Tour (Richtung Oberndorf bzw Traunstein – Chiemsee)


Vorbei am Strandbad „Zum Seeteufel“ (3 km) wird die Hauptverbindungsstraße Tengling – Waging – Petting unterquert. Verkehrsfrei geht es auf leicht welligem Profil nordwärts. Die Radwegetrasse verläuft von hier ab 5.5 km bis Tengling parallel zur Staatstraße 2105 – garniert immer wieder von schönen Aussichtspunkten. Ruhig öfter mal stehen bleiben und umdrehen: denn das Alpenpanorama liegt rückwärtig zur Fahrtrichtung!

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Strandbad / Biergarten „Zum Seeteufel“, KM 3.0


Ab und an tauchen Rastbänke auf, auf dessen Anhöhen am südlichen Horizont majestätisch die Gebirgsgruppe der Nördlichen Kalkalpen empor ragt. Bald darauf wird rechterhand die Landzunge (der ,,Auer Zipf“) sichtbar, welche die beiden Seen seit der Absenkung des Wasserspiegels um ,,7 bayerische Schuh" voneinander trennt. Auch auf diesem Abzweig genießen Radfahrer parallel der Verbindungsstraße nach Tettenhausen nahtlosen Übergang auf einen verkehrsfreien Radweg, der bis zur Einmündung in den See-Radweg auf der gegenüberliegenden Seeseite führt! Besonders eindrucksvoll: man radelt auf der schmalen Landzunge zwischen beiden Seen (linksseitig Tachinger See, rechtsseitig Waginger See).

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KM 3.9 Knotenpunkt Krautenbach
Alternative rechts über Landzunge ,,Auer Zipf“: Will man sich die Umrundung des Tachinger Sees ersparen, kann von hier aus über die Wespentaille zwischen den beiden Seen fahren und trifft nach 1.6 km wieder auf die Originalroute. Mozartradweg + See-Radweg (kleine Schleife „untere Acht), Verbindungsspange 1.6 km nach Tettenhausen + 15 km via Petting nach Waging)


Vorerst endet das Déjà-vu-Erlebnis Waginger See, denn nach der Landzunge „Auer Zipf“ dehnt sich der Tachinger See in nördlicher Richtung aus.

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KM 4.1 Bänkchen mit Aussicht über den Tachinger See


Nach 4.5 km wird der Gemeindeort Taching – Namensgeber des Tachinger Sees - durchquert. Sehenswert ist die Kirche St. Petrus, die auf einer kleinen Anhöhe schon von weitem sichtbar ist. Auf einem aussichtsreichen Hügel baut sich das Dorf auf. Herrlich ist der Blick vom Kirchplatz auf den See bzw. das aufsteigende Gebirgsmassiv.

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Strandbad / Biergarten Taching, KM 4.5


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KM 5.2 Auf der gegenüberliegenden Straßenseite befindet sich ein Parkplatz mit schönem Rastplatz, der ein atemberaubendes Bergpanorama auf die Chiemgauer Alpen bietet.


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KM 8.6 Traun-Tachinger-See-Radweg


Bald taucht am Horizont Tengling auf, wo Richtung Strandbad abgebogen wird. Kurz darauf kann direkt neben dem Radweg die strapazierte Beinmuskulatur im eiskalten Kneippbecken gekühlt werden. Auf dem Kirchenhügel von Burg bei Tengling stand die Burg der Tenglinger, die zu den Begründern einer Linie der Aribonen wurden. Später wurde Tengling zu einer Hofmark des Fürsterzbistums Salzburg mit den Edlen v. Toerring als Lehensträger. Die an Stelle der Burg stehende Kirche St. Mariä Himmelfahrt wurde nach einem Brand 1532 in gotischen Formen wieder aufgebaut.

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KM 10.0 links bergauf 200 m zur Kirche St. Coloman - Aussichtspunkt Tachinger- u. Waginger See, Alpenpanorama! (Fortsetzung Bajuwarentour / Benedikt-Radweg / Salzachtal-Radweg) Tittmoning 11.4 km


Nun befindet man sich an der Nordspitze des Tachinger Sees und schwenkt im Folgeverlauf in südlicher Richtung um.

Oberhalb der stolz auf einer Anhöhe trohnenden Kirche St. Coloman am Nordufer des Tachinger Sees, bietet sich ein beeindruckender Blick über die von den Gletschern der letzten Eiszeit zurückgelassene Hügellandschaft, den eingebetteten Tachinger See und das atemberaubende Bergszenarium der Chiemgauer- und Salzkammergutgipfel. Diese Gegend zählt zu den ältesten bajuwarischen Siedlungsplätzen im Rupertiwinkel (Bayern). Wer in den Abendstunden hier weilt, dem verleiht die stimmungsvolle Aussicht der am Bergfirmament unter gehenden Sonne einen überwältigenden impressionistischen Touch. Eine ideale Position, romantische Sonnenuntergänge zu beobachten und melancholischen Gefühlen freien Lauf zu lassen. Überwältigende Momente, wenn im Süden hinter den Bergen die Welt in rotgoldenes Spektakel taucht, bei denen die Alpen sprichwörtlich zu glühen beginnen. Die Kirche wurde Anfang des 16. Jhrd. erbaut. Der Hochaltar (1515) entstammt der Werkstatt des Gordian Guckh aus Laufen.

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Strandbad / Biergarten Tengling, KM 10.5; deftige Brotzeit sowie ein kühles Radler – warum nicht?


Ohne Zweifel: die gesamte Route des See-Radwegs ist ein Spaßmacher für Freizeit- und Familienradler. Und dennoch toppt in Anbetracht der landschaftlichen Attraktivität der folgende Abschnitt den bisherigen Gesamteindruck nochmals. Unvermittelt geht’s direkt vor dem Strandbad Tengling ab in die „Pampa“ – und zwar im positiven Sinne. Die Streckenoberfläche wechselt vom asphaltierten Radweg zum federnden Wald- u. Wiesenboden in sauerstoffgeschwängerter Luft. Vorfreude ist berechtigt, denn hier beginnt der landschaftlich hochkarätigste Streckenabschnitt. Ein Blick ins Roadbook verrät: 10 km weitgehend unasphaltierte Streckenoberfläche auf landwirtschaftlich genutzten Wegen bis zum Hochplateau bei Lampoding stehen bevor.

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Rennradler oder Radler, die einen Trailer mitziehen, weichen auf die asphaltierte Nebenstraße aus (Einmündung in den See-Radweg 1.2 km vor Lampoding.


Die Route taucht in eine sauerstoffreiche Waldpassage entlang des Tachinger Sees, die wiederholt einen idyllischen Seeblick bzw. Seezugänge erlaubt. Nicht wundern: Weidegatter und Eisenpoller zeigen an, dass sogar Privatgrundstücke durchquert werden – mit freundlicher Genehmigung der Grundstückseigner und hoheitsrechtlicher Segnung der Tourismusbehörde. Die Uferzugänge bieten gerade an heißen Sommertagen willkommene Erfrischungsmöglichkeiten. Rastbänke erleichtern es, Gedankenversunken seinen melancholischen Gefühlen freien Lauf zu lassen, meditative Augenblicke aufzusaugen und dem Vogelgezwitscher zu lauschen. Wieder im Sattel, genießt man das sanfte Säuseln der Blätter das sich mit dem Kettensurren akustisch zur Radlersymphonie entwickelt. Eine kurze Wurzelpassage – Waldlichtungen und Fischweiher lassen Mountainbike-Feeling hochkommen. Und dennoch: es geht bis auf 1 Ausnahme flach dahin.

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KM 13.2 In einer Waldlichtung gelegenes Bänkchen


Absolut der Grundcharakteristika zuwider laufend: bei KM 13.8 taucht ein untypischer Anstieg auf – aber alles kein Problem: einfach absteigen und 30 m die 10 % Steigung 12 hm nach oben schieben – dasselbe gilt für das anschließend steile 10 % Gefälle, worauf ein Schild <Radfahrer absteigen> hinweist. Zwischen Steigungs- u. Gefällstück liegt idyllisch eingebettet ein kleiner Fischweiher. Kurz darauf werden Radfahrer vom dichten Wald in eine ausladende Weidelandschaft „ausgespuckt“. Die Umrundung eines Stoppbalkens kündigt den Ortsbeginn von Tettenhausen an. Auf der Hauptstraße heißt es aufpasst, denn im Gefällstück bei naturgemäß höherer Geschwindigkeit muss man unvermittelt halblinks in die Nebenstraße Richtung „Gut Horn“ abzweigen. Wird die Gabelung verpasst, radelt man „versehentlich“ auf der Verbindungsspange Richtung Knotenpunkt Krautenbach.

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KM 14.9 Alternative: Hauptstraße kurz folgen, dann Straßenseitenwechsel auf den Radweg: kleine Schleife über Landzunge ,,Auer Zipf“ (Verbindungsspange 1.6 km zum Knotenpunkt Krautenbach + 3.9 km bis Waging - identisch mit Mozart-Radweg - (linksseitiger Radweg entlang der Verbindungsstraße)


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Strandbad / Biergarten Campingplatz Tettenhausen, 200 m auf der Hauptstraße bergab, vor der Brücke links!


Ab dem Gut Horn (Campingplatz) geht es in unasphaltierter Manier via Wolkersdorf - Kronwitt hinauf nach Lampoding, dem höchsten Streckenpunkt entgegen.

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KM 15.8 Rastplatz mit schöner Alpenaussicht


Die südliche Fahrtrichtung macht sich dadurch bemerkbar, dass die attraktive Streckenführung über weitflächiges sattgrünes Weideland vermehrt herrliche Ausblicke auf die Gipfel der Nördlichen Kalkalpen erlaubt. Nach dem Weiler Wolkersdorf geht es hinab in eine Talsenke, wo ein Bienenlehrpfad gekreuzt wird. Eine gute Möglichkeit Kinder an die Hand zu nehmen, und einen kurzen lehrreichen Fußmarsch zu machen. Hier befindet sich übrigens ein überdachter Rastplatz.

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1999 wurde ein Bienenlehrpfad durch den Imkerverein eingerichtet. Für die 1 km lange Wegstrecke (hin u. zurück) benötigt man gemütlich zu Fuß ca. 1 Stunde. Anhand von Schautafeln, Bienenschaukasten und Bienenstöcken wird das Leben der Honigbiene erklärt.


Talsenke bedeutet natürlich, dass es danach wieder bergauf geht. Daher mal kräftig durchatmen – auf den bevorstehenden 2 km wird ein Höhenunterschied von 34 hm (überwiegend 1 – 2% - max. 4 %) überwunden. Der unasphaltierte Forstweg mündet bei KM 18.7 in einen asphaltierten Radweg (ab hier gesellen sich schmal bereifte Rennradler der Spezies „Genussradler“ hinzu). Fortan radelt man 4.1 km parallel zur Gemeindeverbindungsstraße TS 23 bis Petting.

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KM 19.9 Hochplateau, 496 m, Rastplatz mit bester Alpenaussicht Die Chiemgauer Alpen zählen zur Gebirgsgruppe der Nördlichen Kalkalpen (Ostalpen). Die höchsten Erhebungen sind Kampenwand (1664 m), Geigelstein (1813 m), Hochgern (1748 m), Hochfelln (1674 m), Hochstaufen (1771 m) und Rauschberg (1645 m). Gipfelkönig des Chiemgaus ist das Sonntagshorn (1961 m). Südöstlich schließen sich die Berchtesgadener Alpen mit ihrem Hochkönig (2.941m) an, während im Osten die Salzkammergut-Berge, mit den Salzburger Hausbergen – Gaisberg (1.288 m) und Schafberg (1.782 m) ihre Gipfelherrschaft zeigen. Die Position markiert ein Naturidyll, bei dem die wundersame Inszenierung der Natur wahrgenommen und meditative Augenblicke eingefangen wird. Momente, die sich unauslöschlich in die Seele schreiben.


Lampoding - war schon im 8. Jh. Stammsitz eines Edelgeschlechts. Die Herren von Lampoding waren Schiffsherren der Stadt Laufen an der Salzach, beaufsichtigten die Ordnung am Waginger See und kontrollierten als Oberaufseher die "Untere Salzstraße" bis zu deren Übergang über die Alz. Später waren die Grafen von Lodron im Besitz Lampodings, das eine Hofmark Salzburgs gewesen ist. Einige Gebäude im Ort erinnern noch an die feudale Zeit. Mit ländlichem Charme sowie der spätgotischen Kirche St. Ägidius empfängt einem der Ort. Der spätgotische Bau aus dem Anfang des 16. Jhrd. ist dem heiligen Aegidius geweiht. Der Turm wurde zur Barockzeit umgebaut. An der Außenwand des Chores befindet sich ein glasiertes Tonrelief (Christus am Kreuz) des späten 16. Jhrd.

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rechts, Straßenunterführung, Radweg nach Kirchanschöring. Sehenswert: Bauernmuseum (viele landwirtschaftliche Geräte, Maschinen und 50 Oldtimer-Schlepper) - Vorführung des Dampfdreschens!


Bei der anschließend 1.5 km langen, sanften Gefällstrecke ist der Rollwiderstand aufgehoben – nur der Luftwiderstand bremst den „freien“ Lauf der Räder. Nach der kurzzeitigen Regenerationsphase rauscht einem alsbald das Ortsschild Petting entgegen. Die Gemeinde Petting ist mit prächtigen Bauernhöfen und Blumengärten und der Pfarrkirche St. Johannes Baptista - ein einschiffiger Tuffquaderbau aus dem 16. Jhrd. gesegnet. Im Pettinger Gemeindegebiet liegt der Schönramer Filz, eine ökologisch sehr interessante Hochmoor- und Heidelandschaft. Der Schönramer Filz, eines der größten Hochmoore Südostbayerns, entwickelte sich über wasserstauenden Seetonen, die während des Zerfalls des Salzachvorlandgletschers hier abgelagert wurden. Das Moor ist durch extremen Nährstoffmangel gekennzeichnet, da die Anbindung an das Grundwasser fehlt. Das Hochmoor umfasst 150 ha, davon sind 51 ha Naturschutzgebiet.

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geradeaus: Anbindung ans Fernradwegenetz Richtung Laufen – Salzburger Seenland
Mozart-Radweg
Bajuwarentour: zur Anhöhe Kirche „Mariä Heimsuchung“ im Ortsteil Mühlberg, seit 1670 Wallfahrtsort – herrliche Aussicht über den Rupertiwinkel, 1.2 km
Reihengräberfeld Sondershausen, 2.6 km
Abtsdorfer See 10.6 km


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Reihengräberfeld und Freilegungen bajuwarischer Siedlungsreste aus dem 6./7. Jahrhundert bei Sondershausen. Der historische Ort aus der Zeit der bajuwarischen Landnahme lag im Mittelalter an der "Unteren Salzstraße", was die Entwicklung des Ortes als salzburgischen Amtssitz förderte. Die Gerichtsschranne von Petting war im nahen Schloss Seehaus am Weidsee untergebracht.


Letztmals steht ein unasphaltierter Streckenabschnitt durch bäuerliche Agrarlandschaft – umsäumt von Maisfeldern – und einer kurzen Waldpassage auf im Programm des See-Radwegs. Bevor man auf den asphaltierten Fernradweg der Bajuwarentour einmündet, gilt es noch eine kurze aber steile 13 % Steigung (11 hm) zu erklimmen. Am einfachsten das Rad die 20 m nach oben schieben.

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Rennradler fahren ab Petting auf der asphaltierten Nebenstraße einfach geradeaus weiter (Einmündung in den See-Radweg ca. 2 km).


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KM 23.2 Bänkchen, Info Archäologischer Rundweg, Seeblick



Von diesem Knotenpunkt aus folgt der Radweg 4.4 km parallel der Staatstraße 2104 schnur stracks nach Waging. Und schon wieder begegnet uns der Themenradweg <Bajuwarentour> – der gemeinsam mit dem See-Radweg den Zielort Waging ansteuert. Das flache Streckenprofil sowie die exzellente Asphaltoberfläche ruft nicht nur schmal bereifte Rennradler auf den Plan, sondern bietet zudem Rollsport- und Inlinern Optimalbedingungen zum Cruisen.

Die Wadeln wird’s freuen, dass das Finalstück bis zum Zielort Waging steigungsfrei entlang des Waginger Sees verläuft. Nun ist gemütliches „Dahinrollen“ in Bummelgeschwindigkeit angesagt. Der Dramaturgie wegen begründet neben das landschaftlich attraktive Ostufer, die Bergpanoramen und kräfteschonende Schlussetappe die empfohlene Fahrtrichtung im Uhrzeigersinn.

Gaden - Die sehenswerte Kirche St. Rupertus (um 1500) ist ein interessanter, kleiner, unregelmäßig achtseitiger Zentralbau mit angebautem viereckigem Altarraum. Am Triumphbogen eine spätgotische Muttergottes (Kopie des Ettaler Gnadenbildes).

Nun heißt es Abschied nehmen von der erlebnisreichen Seentour, es sei denn man befährt in naher Zeit die entgegen gesetzte Fahrtrichtung. Die veränderte Perspektive wird so manchen Pedaleur überraschen und verwundern, was bei der Erstbefahrung womöglich alles „übersehen“ wurde. Wer auf den Geschmack gekommen ist, kann sich aber auch auf „höhere“ Radtourenweihen begeben. Populäre Fernradwege wie die Bajuwaren- oder Salz & Seentour, der Benedikt- und Mozart – Radweg warten nur darauf, den Stollenabdruck neugieriger Radler zu erhalten. Denn eines ist klar: die Schönheiten und Attraktionen des Chiemgaus und der Inn-Salzach-Region sind unerschöpflich.

Doch bevor eine weitere Tour in Angriff genommen wird, erlabt man sich erst mal an den lukullischen Köstlichkeiten, den leckeren Schmankerl und herzhaften Hausmannskost. Essen & Trinken halten Leib und Seele zusammen - dafür zeichnet sich die traditionelle oberbayerische Küche in dieser Region verantwortlich. Nach so einer Tour lechzt der Körper nach Energiezufuhr. Zurückgekehrt im Schoss des Startpunkts Waging ist erst mal Regeneration für die Beinmuskulatur angesagt, wobei der bacherlwarme Waginger See, als wärmster Seen Bayerns wertvolle therapeutische Hilfe leistet.

 
   



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