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Inhaltsverzeichnis

Informationen und Hintergründe

Nützliche Hinweise und Tipps zum Radweg

Kurzübersicht - Facts

     
  • Gesamte Weglänge: 27 km

  • Gesamthöhenmeter: 916 Hm

  • Tiefster Punkt: 369 m.ü.M.
    Höchster Punkt: 608 m.ü.M.

  • Schwierigkeitsgrad:
    Cham-Falkenstein: 3,0
    Falkenstein-Cham: 2,5

  • Falkenstein – Cham
    • 370 Höhenmeter
    • Schwierigkeitsgrad (SG) 2.5,
    • leicht bis mittelschwer
    • Intervallspezifizierter SG:
      KM 0 – KM 10 SG 3.0; KM 10 – KM 27 SG 1.5

  • Cham – Falkenstein
    • 546 Höhenmeter
    • Schwierigkeitsgrad (SG) 3.0
    • mittelschwer
    • Intervallspezifizierter SG:
      KM 0 – KM 10.5 SG 1.5; KM 10.5 – KM 27.2 SG 3.0
  • Kurzprofil: durch den landschaftlich reizvollen, hügeligen Naturpark Oberer Bayerischer Wald, mit traumhaften Ausblicken tief in den Bayerischen Wald. Auf kaum befahrenen Forststraßen oder Radwegen mit mehrfachen kürzeren Anstiegen. Die Namensgebung des Radweges entstammt den 7 Festspielorten innerhalb des Landkreises.


       
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    Radlbus Linie 6004
     

    Regensburg - Falkenstein und zurück
    www.rbo.de






Bayernbike – Bigpoints

  • Hügelige Wald-, u. Wiesenlandschaft in schwach besiedelter Region
  • Topbeschilderung
  • herrliche Aussichtspunkte auf die endlosen bewaldeten Bergw älder
  • Informationsschautafeln, gute Rastplatzdichte, Pavillons (Wetterschutz)
  • Gute Anbindung an das Fernradwegenetz
  • Radwanderwege – Kombinationen
  • Radlbus Regensburg – Falkenstein am Wochenende
  • Bademöglichkeiten Freibäder Falkenstein, Cham

Separate Radwegestreckenführung, Nebensträßchen, Wald-, Wirtschafts-, Forstwege

Hoher Asphaltanteil, daher für fast alle Radgattungen geeignet (mit Ausnahme eines 500 m langen unasphaltierten Streckenabschnitts auch für schmal bereifte Rennräder)

Die Ferienregion „Naturpark Oberer Bayerischer Wald“ Natur und Landschaft
Der Festspiel – Radweg durchkreuzt einen Teil des 180 000 ha großen Naturparks Oberer Bayerischer Wald, welcher durch den Zusammenschluss der Naturparke von Roding, Cham, Kötzting, und Waldmünchen 1973 gegründet wurde. Vordergründig steht die Erhaltung der Eigenart der Bayerwaldlandschaft auf der Agenda.
Der Naturpark Oberer Bayerischer Wald umfasst das gesamte Gebiet des Landkreises Cham und einen östlichen Teil des Landkreises Schwandorf und zählt zu einem der größten Naturparke in Bayern. Im Nordwesten grenzt er an den Naturpark Oberpfälzer Wald, im Osten an Tschechien, im Süden an den Naturpark Bayerischer Wald.

Bis heute ist der Naturpark Oberer Bayerischer Wald ein weithin unberührtes Fleckchen Erde inmitten ausgedehnter Wälder, Mittelgebirgshöhen sowie etlichen Flusstälern in Ostbayern geblieben. Massentourismus ist ein Fremdwort, die reizvolle Landschaft wird unter den Urlaubern nach wie vor als Geheimtipp gehandelt.
Mächtige, waldreiche Bergrücken, plätschernde Bäche, Teiche und Seen laden Urlauber wie Freizeitaktivisten ein, die lieblichen Täler auf gepflegten und vorbildlich markierten Radwanderwegen zu entdecken.
Die höchsten Erhebungen finden sich in der Waldgebirgslandschaft: des Ossers (1293 Meter), des Hohen Bogen (1079 Meter), des Kaitersbergs (1133 Meter) und des großen Arbers mit 1456 Meter ü. NN., welche vorbehaltlich mehr den leistungsorientierten Mountain-Bikern traumhaftes Terrain bieten.
Die romantischen Flusstäler von Regen, Chamb und Schwarzach bieten dagegen ideale Voraussetzungen für Familien und Genussradler. Die bekanntesten überregionalen Radwege sind der Regental-, Schwarzachtal- und Chambtalradweg, die sich den Flusswindungen bis hin ins benachbarte Westböhmen (Tschechien) entlang schlängeln.
Der Naturpark Oberer Bayerischer Wald ist die westliche Randzone der "Böhmischen Masse", die zu den Urgebirgen des Erdaltertums zählt. Die Hauptgesteinsarten sind kristalline Schiefer wie Gneis, Glimmerschiefer und Phyllit. Dazu kann man eine geologische Besonderheit – den Pfahl - bei Neuhaus ohne Umweg besichtigen, da die Streckenroute fast direkt an dem Naturdenkmal vorbeiführt. Wer in Falkenstein startete erreicht die Sehenswürdigkeit nach 12.5 km, wer dagegen in Cham losradelt muss 15 km in die Pedale treten (Näheres siehe Streckenbeschreibung).


Der Festspiel – Radweg - neu markierter Radwanderweg im „Vorderen Bayerwald“
Auf den ersten Blick eine ungewöhnliche Namensgebung für einen Radweg. Hintergrund ist, dass der Name für die zahlreichen Festspielorte des Landkreises Cham als „Botschaftsträger“ dient. Zur bayerischen Mentalität äußerte sich schon vor über 100 Jahren der Schriftsteller Hermann Bahr: „Dem Bayern ist das Leben ein täglich sich erneuerndes Fest“. Und weil der bayerische Mensch gerne Feste feiert, haben sich viele traditionelle Feste und Theaterstücke bis in die Gegenwart erhalten und erfreuen in 7 Festspielorten neben der einheimischen Bevölkerung auch immer mehr Urlaubsgäste, wovon der Festspiel – Radweg zwei Orte direkt tangiert.


Festspiele

Den Reigen der Festspielorte führt die in Grenznähe zu Tschechien befindliche Stadt Furth i. Wald mit dem alljährlichen Further Drachenstich im August – dem ältesten Volksschauspiel Deutschlands – an. www.drachenstich.de

Ein weiteres historisches Freilichtspiel lässt geschichtliche Ereignisse wiederaufleben – „Trenck der Pandur von Waldmünchen“, das jährlich Mitte Juli bis Mitte August aufgeführt wird. www.trenckfestspiele.de

Ebenfalls ein populäres, historisches Freilichtspiel kann man im Juli/August auf der Schwarzenburg bei Rötz, oberhalb des Schwarzachtales besuchen, das den Niedergang des Rittertums schildert. www.schwarzenburg-festspiele.de

Im Hof der Burgruine begeistern alljährlich Geschichten über sagenumwobene Gestalten des Bayerischen Waldes aus der Feder von Johannes Reitmeier die Zuschauer. www.libu.de

Die Laienbühne Schorndorf e.V. stellt im Theater auf der Burg in Neuhaus bei Schorndorf vor allem den "Kleinen Mann" auf die Bühne, der sich den Ränken der Welt mit eigenen, nicht ganz erlaubten Mitteln entgegenstellen muss. www.laienbuehne.de
Hinweis: Der Festspiel-Radweg führt nur wenige 100 m an der Burganlage vorbei.

Die Waldfestspiele Bad Kötzting haben sich schon lange einen Namen in der Festspielszene gemacht. Ihr einmaliges Konzept, Klassiker in bayerischer Mundart auf die romantische Freilichtbühne auf dem Ludwigsberg zu bringen, zeigt sich als sehr erfolgreich.
www.waldfestspiele-koetzting.de

Die Burghofspiele in Falkenstein inszenieren jährlich mit großer Spielfreude wechselnde Stücke.
www.burghofspiele-falkenstein.eu

 

Die Region Falkenstein
Der seit 1961 staatlich anerkannte Luftkurort Falkenstein im Naturpark Oberer Bayerischer Wald mit seinen etwa 3 330 Einwohnern ist eine aktive und attraktive Marktgemeinde im Bayerischen Vorwald, die sich als idealer Ausgangspunkt für vielfältige Unternehmungen anbietet.
Der Ort, dessen geographische Lage auch als das "Tor zum Bayerischen Wald" bezeichnet wird, liegt auf 625 m ü. M. und wird von einer mittelalterlichen Burg aus dem 11. Jhrd. samt Schlosspark überragt.

Neben den Kulturveranstaltungen bietet der Markt Falkenstein eine Vielzahl von Freizeit- und Sportmöglichkeiten, die für einen abwechslungsreichen Aufenthalt sorgen:
Wanderwege, Radwege, beheiztes Freibad mit Breitwasserrutsche, Beachvolleyball, Tennisplätze (4 Sandplätze) sowie eine Tennishalle mit 2 Plätzen, Minigolf, Kegelbahn, Schießstand, Angelsport im Fluss Regen, Reiten, Museen, Kneippanlage, sowie im Winter sind Ski, Langlauf, Rodeln, Eisstockschießen, ausgedehnte Winterwanderwege, zünftige Pferdeschlittenfahrten geboten.
Ein Spaziergang durch den zweitgrößten Natur- und Felsenpark mit seinen bizarren Felsengebilden und der seltenen Pflanzenwelt oder auf den zahlreichen beschilderten Wanderwegen bringt Erholung und innere Ruhe. Die gute Luft und das kreislauffreundliche Klima verdankt die Gegend dem unerschöpflichen Waldreichtum in Mittelgebirgslage bei einer landwirtschaftlich geprägten Kulturlandschaft, die zum Genießen einlädt. Viele Burgen, Schlösser und Kirchen in unmittelbarer Nähe heißen auch kulturinteressierte G äste herzlich willkommen.

Geschichte
In seiner über 900jährigen Geschichte erfuhr die <Veste Falkenstein> zahlreiche Herrschaften. Bischöfe, Domvögte, Freiherren, Grafen, Herzöge, Fürsten, ja sogar Könige nannten Falkenstein einmal ihr Eigen. Am längsten auf der Burg saßen die "Törring-Jettenbachs" ("Törring-Bier!) und die Fürsten von Turn- und Taxis. 1967 schenkte der damalige Erbprinz Johannes von Turn- und Taxis die Burg Falkenstein der Marktgemeinde, die sie dann vollständig restaurieren ließ und zu einem "Haus des Gastes" ausbaute.
Das Schloß selbst liegt auf der Höhe eines Granitkegels, der aus dem Talkessel 60 m hoch aufsteigt und sich bis zu 628 m über dem Meeresspiegel erhebt. An der Ostseite fällt der Schloßberg steil ab. Nordöstlich von der Hauptkuppel des Schloßberges ragt durch einen überbrückten Einschnitt getrennt eine kleinere, etwas niedrigere Felskuppel empor, das "Schanzl", das einst mit Kanonen bestückt war, die aber 1809 von den Österreichern mitgenommen wurden.
Im Laufe seiner langen Geschichte hatte Falkenstein viel Leid und Mühsal zu tragen. Zahllose Belagerungen, Brände, Seuchen, Hungersnöte und auch die Pest dezimierten immer wieder die Bevölkerung und ließen wenig wirtschaftliche und soziale Stabilisation erlangen. Erst mit dem Beginn des Wiederaufbaues in den 50er Jahren entwickelte sich der Markt zu einem wichtigen Umschlagplatz, der mit der angesiedelten Industrie, dem Handwerk und den Dienstleistungsbetrieben nicht nur Arbeitsplätze für seine Einwohner bietet, sondern überhaupt ein Zentrum für die umliegenden Gemeinden darstellt.
Bezugsquelle: Markt Falkenstein

Burghofspiele Falkenstein
Der malerische Luftkurort Falkenstein ist weit über die Grenzen des Landkreises Cham hinaus für seine Burghofspiele bekannt. Bereits 1921 wurde im Falkensteiner Burghof ein historisches Ritterspiel uraufgeführt, das seither jeden Sommer im Rahmen der Falkensteiner Burghofspiele u. Kulturwoche veranstaltet wird.

Jagdmuseum Burg Falkenstein
Die aus dem 11. Jahrhundert stammende Burg Falkenstein wird zusätzlich durch das Jagdmuseums bereichert. Neben der Besichtigung von Trophäen sowie Stopfpräparaten von jagdbaren Tieren, Singvögeln zielt die Ausstellung nicht nur auf Jagd und Natur ab, sondern soll zudem die Hintergründe der Jagd offen legen um auch „Nichtjägern“ die Zusammenhänge zwischen Jagd und Kultur aufzuzeigen.
Es finden jährliche Sonderausstellungen statt!

Anbindung an das Fernradwegenetz
Falkenstein-Radweg Regensburg / Gonnersdorf 36 km / 45 km (Zielpunkt Falkenstein ist zugleich Startpunkt des Festspiel-Radwegs)

Für all jenige Radler, die den Falkenstein-Radweg als „Zubringerfunktion“ nutzen:
Der Falkenstein – Radweg bietet mehrere Querverbindungsalternativen sowohl zum südlich gelegenen Donau-Radweg als auch Regental-Radweg im Norden.
Auf verkehrsarmen Gemeindestraßen kann man z.B. bei der Abzweigung Gfäll via Brennberg – Frauenzell nach Wiesent oder kurz vor Falkenstein via Rettenbach nach Wörth a.d.Donau zum Donauradweg radeln, dessen Rückweg nach Regensburg über die idyllischen Weinorte Kruckenberg und Bach a.d.Donau. zum Einkehren einladen.
Für Geländeliebhaber gibt es auch mehrere unasphaltierte Verbindungswege ins Donautal, die allerdings nur bei sehr guten Orts-, u. Streckenkenntnissen zu empfehlen sind.
Eine weitere „Quertraverse“ zweigt bei der Ortschaft Wald ab. Dort führt ein Verbindungs-Radweg in einer längeren Gefällpassage zum Regental-Radweg.

Tipps

Saison-Radlbus in Ferien und an Wochenenden (Regensburg - Falkenstein und zurück) mit Zusteigestellen in Wenzenbach, Hauzendorf, Lambertsneukirchen, Rossbach, Schillertswiesen u. Gfäll.


Für all diejenigen, die sich über die ehemalige Bahnstrecke Wutzlhofen – Falkenstein vor seiner heutigen Nutzungsbestimmung informieren möchten, gibt es im Mittelbayerischen Verlag die Literatur: „Das Falkenstein-Bockerl“.
Das Buch ist sehr empfehlenswert, verdeutlicht es doch, auf welch geschichtsträchtigem Boden man radelt.


Anfahrt Falkenstein
Falkenstein ist mit dem PKW/Bus auf gut ausgebauten Straßen bequem erreichbar, der Autobahnanschluss befindet sich 16 km südlich vom Ort. Von/nach Regensburg gibt es zusätzlich eine direkte gut ausgebaute Straßenverbindung durch den reizvollen bayerischen Vorwald (38 km).

Aus dem Norden:
A 93 - Hof – Regensburg, Ausfahrt Schwandorf-Wackersdorf , B 85 nach Roding 34 km, dann B 16 (alt) Richtung Regensburg ca. 10 km, über Au nach Falkenstein ca. 8 km

Aus dem Osten:
A 3 Passau – Regensburg
Ausfahrt Kirchroth 105, via Wiesenfelden – Falkenstein 20 km

Aus dem Westen:
A 3 Nürnberg – Regensburg – Passau,
Ausfahrt Wörth Ost 104 b – via Rettenbach – Falkenstein 16 km

Aus dem Südosten:
A 92 Landshut – Deggendorf – AB Kreuz, Richtung:
Regensburg A3, Ausfahrt Kirchroth 105, via Wiesenfelden – Falkenstein 20 km

Aus dem Süden:
A 9 München – Nürnberg, AB – Dreieck Holledau, Richtung:
A 93 Regensburg – AB – Kreuz, Richtung Passau A 3
Ausfahrt Kirchroth 105, via Wiesenfelden – Falkenstein 20 km

Streckenbeschreibung
Zur Radwanderachse des Regental – Radwegs Regensburg - Cham bietet der neu erbaute Festspiel-Radweg als Fortsetzung des Falkenstein – Radweges eine alternative Radwegedirektverbindung von Regensburg nach Cham, dessen Naturidylle durch den Falkensteiner Vorwald sicher seine Anhänger und Liebhaber finden wird. Bislang endete der Falkenstein-Radweg ohne Anbindung an das Fernradwegenetz als isolierte Stichverbindung in dem wunderschön gelegenen Markt Falkenstein, mit seiner malerischen Burg auf dem Schlossberg. Viele Tagesausflügler nutzten die ehemalige Bahntrasse mit „Endstation“ Falkenstein.

Tourenradler wird es erfreuen, dass nun der Festspiel-Radweg abseits viel befahrener Straßen durch dünn besiedeltes und waldreiches Gebiet ins 27 km entfernte Cham führt.
Allerdings erfordern die sanften Bergausläufer des Vorderen Bayerischen Waldes ein wenig Kondition. Der Schwierigkeitsgrad ist jedoch für physisch normal konditionierte Genuss-, u. Gelegenheitsradler durchaus im „grünen“ Bereich, da die Anstiege allesamt relativ kurz sind. Startet man in Falkenstein gilt es 370 Höhenmeter – in umgekehrter Fahrtrichtung 546 Höhenmeter zu überwinden. Aber der Weg ist das Ziel, wird man doch für die körperliche Anstrengung auf den Hochplateaus immer wieder mit überwältigenden Fernaussichten bis tief in den Bayerischen Wald hinein belohnt.

Der Startpunkt Falkenstein (Ende des Falkenstein-Radwegs von Regensburg kommend ist zugleich der Startpunkt des Festspiel-Radwegs nach Cham), mündet unmittelbar darauf in die Hauptstraße ein, radelt an dem letzten sichtbaren „Bahnrelikt“ dem Lokschuppen vorbei (links), und gelangt dann zum historischen Marktplatz Falkenstein.
Von dort ab erwarten einem erst mal 2 km entspannendes Gefälle (70 hm). Kurz darauf beginnt die einzige unasphaltierte Waldpassage wo ein Bänkchen mit herrlichem Blick auf die Burg Falkenstein zum „innehalten“ anregt (KM 2.8), bevor das Gelände in einen Anstieg mit 130 Höhenmeter übergeht, z.T. begleitet von der plätschernden Mintrach.
Auf der Scheitelhöhe von 608 m.ü.M., (höchster Punkt der Route) erreicht man einen liebevoll angelegten Rastplatz mit Pavillon, der vor allem bei vorüberziehenden Schauern und Gewittern wertvollen Wetterschutzzwecken dient. Am Horizont erscheinen die Bergketten des Bayerischen Waldes bereits zum „Greifen Nah“.
Nach einer Gefällpassage taucht in einer Talsenke Michelsneukirchen auf. Der schmucke Ferienort mit knapp 1 800 Einwohnern wurde bereits mit der Goldmedaille im Wettbewerb “Unser Dorf soll schöner werden” ausgezeichnet.

Dann gilt es in waldreichem Gelände die nächsten 40 Höhenmeter zu erklimmen, wonach bei KM 10.0 das Hochplateau ein herrliches Panorama auf die zahllosen Berggipfel des Bayerischen Wald sowie auf das - im Regental befindliche - Cham freigibt. Hier radelt man in einer ursprünglich-romantischen Waldlandschaft, die die bisherigen Mühen schnell vergessen lässt – um so mehr, als dass nun eine 3 km lange Gefällstrecke folgt. Bei KM 12 erblickt man die Wallfahrtskapelle „Maria Rosenöd“ die 1950 als Stätte der Stille erbaut wurde. Der Name ist gekoppelt mit der Ödung von Wildrosen des Schafbuckels, wo sich früher eine Schafweide am Abhang befand.

Nur wenige hundert Meter weiter erspäht man das ehemalige Wasserschloss Neuhaus. Im so genannten „Theater auf der Burg" finden auf der renovierten Burgruine im Juli jedes Jahr sehenswerte Aufführungen statt.
Ein einmaliges Naturdenkmal des Bayerischen Waldes <der Pfahl > ist eine Naturbegebenheit ersten Ranges. Die geologische Besonderheit besteht aus einem 140 Kilometer langen Felsenriff aus Quarz, ein urzeitliches Überbleibsel. Der "Pfahl" ist weltweit einmalig, welcher vor etwa 300 Millionen Jahren durch einen Längsriss im alten Rumpfgebirge entstand, indem sich aufsteigendes heißes Wasser und Kieselsäure zu Quarz verbanden.

Nach dem Weiler Reishof setzt sich der Festspiel - Radweg in mehreren leichten Gefällabschnitten und Flachetappen fort.
Die etwa 2 600 Einwohner zählende Gemeinde Schorndorf im Tal des Knöblinger Baches bietet sich ganz gut als Zwischenstopp zum Auffüllen der Kohlehydratspeicher an – hat man doch fast alle kräftezehrenden Bergpassagen bewältigt.

Bei KM 19 kann in Radling alternativ rechts abgezweigt werden, um den etwa 1 km entfernten Churpfalzpark Loifling zu besuchen. Der Erlebnispark ist mit der liebevollen Landschaftsgestaltung und vielen Fahrgeschäften ein Freizeitspaß für Groß und Klein, und hat seine Pforten von März bis Oktober jeden Jahres geöffnet.

Zeigt der Tacho die Entfernung KM 20 an, so gelangt man zu einem weiteren idyllisch angelegten Rastplatz mit Pavillon. Kurz darauf hat man eine sagenhafte Aussicht zum „Hohen Bogen“ (Nato-Doppeltürme, 1079 m.ü.M.) und dem 1073 m hohen Schwarzriegel (Fernsehturm). Nun verläuft die Route sanft hinab ins Regental und streift die naturgeschützten "Regental Auen". Die Kernzone dieses bedeutsamen Wiesenbrütergebietes von europäischem Rang, in der u.a. so seltene Arten wie Großer Brockvogel, Uferschnepfe oder Bekassine brüten, bildet das als Naturschutzgebiet ausgewiesene "Rötelseeweihergebiet" - eines der wertvollsten Vogelschutzgebiete Deutschlands. Neben verschiedenen Entenarten brüten hier Rohrdommel, Zwerg- und Haubentaucher, Schwarzhalstaucher und Schilfrohrsänger. Insgesamt haben sich etwa 240 bedrohte Brut und Gastvogelarten in dieser Gegend angesiedelt, wovon etliche auf einer „roten Liste“ stehen, dessen Arterhaltung gefährdet ist. Daher lockt der Rötelseeweiher Ornithologen von Rang und Namen an.
Den letzten Kilometer radelt man in Cham entlang dem Regen auf dem Regental-Radweg.

Nach 27 genuss-, und hoffentlich erlebnisreichen Kilometern heißt es in der Janahofstr. Abschied nehmen vom Festspiel-Radweg. Dieser Radwegeknotenpunkt markiert den Start-, Zielpunkt des Chamtal-Radweges und die Fortsetzung des Regental –Radweges.

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