Deutschlands größte und gleichzeitig traditionsreichste Radtouristikveranstaltung (seit 1985) ist für passionierte Rennradler schon lange Kult. Immerhin bietet der Arber-Radmarathon ein breit gefächertes Repertoire mit fünf leistungsabgestuften Routenvarianten an. Dazu wartet der 36. Arber-Radmarathon am 25./26. Juli mit einer ganzen Reihe spektakulärer Neuigkeiten auf.

Seit der Jungfernfahrt 1984 (80 Teilnehmer) hat sich die Teilnehmerzahl vervielfacht. So werden dieses Jahr wieder tausende Teilnehmer aus Nah und Fern in Regensburg erwartet. Für viele Hobby-Radsportler ist der »Arber« - wie er in der Szene gern als Kurzformel genannt wird - als echtes Saison-Highlight gesetzt. Nicht nur die abwechslungsreiche Streckenführung durch den kupierten Bayerischen Wald erfreut sich großer Beliebheit, auch das Rahmenprogramm kann sich sehen lassen. Expo-Area, Fette-Reifen-Rennen for Kids, traditionelle Nudelparty sowie das hochklassige Amateurrennen »andré media Kriterium« - dieses Jahr unter neuem Namen - bilden am Samstag den Auftakt des Mega-Spektakels.

Das breit gefächerte Streckenangebot reicht von der flachen »Continentalrunde« bis hin zur knackigen »Großen Arber-Runde«, die mit ihren 250 km und gut 3 500 Höhenmeter alpenländischen Radmarathons durchaus ebenbürdig ist. Eine passende Strecke zu finden, die dem persönlichen Leistungsvermögen entspricht, ist beim Arber-Radmarathon das geringste Problem. Damit auch unterwegs alles glatt läuft und der mukuläre Antrieb nicht ins Stottern gerät, sorgen zahlreiche gut bestückte Verpflegungsstationen für nötigen Energienachschub.

 Die Schnittmenge derer, die sowohl gerne Rennrad fahren als auch mit dem Mountainbike ins Gelände gehen ist besonders im Hinblick der "Ganzjahressport-Entwicklung" erheblich gewachsen. Wer sich zwischen Road / Offroad unschlüssig ist: der Arber-Radmarathon bietet vier reizvolle Offroad-Strecken (drei davon mit Bergzeitwertung) im hügeligen Bayerischen Vorwald.

Startkartenausgabe / Nachmeldung am Dultplatz

  • Samstag, 25. Juli : von 12.00 bis 17.00 Uhr
  • Sonntag, 26. Juli :  ab 5.00 Uhr bis 9.30 Uhr (je nach Tour bis ca. eine halbe Stunde vor dem Start)

Startzeiten Sonntag 26. Juli

Rennrad

  • Große Arberrunde (A) 6.00 Uhr Massenstart
  • Kleine Arberrunde (B) 7.00 Uhr Massenstart 
  • Bayerwaldrunde (C) 8.00 Uhr Massenstart
  • Panoramarunde (D) 8.20 Uhr Massenstart
  • Continental Familienrunde (E) 9.00 Uhr Massenstart

Mountainbike

  • Regentalrunde (Tour F) + Süssenbachrunde (Tour G) 7.20 Uhr
  • Altenthannrunde (Tour H) 7.40 Uhr 
  • NEU: Bernhardswaldrunde (Tour I) 8.40 Uhr 

Startgelder

Aufgrund des höheren organisatorischen Aufwands bei kurzfristigen Anmeldungen sind die Startgelder entsprechend des Anmeldetermins gestaffelt. Früh fängt der Vogel den Wurm: wer Geld sparen möchte behält das Datum der Preissprünge im Auge. Anmelder profitieren bis 15. Mai bzw. 15. Juli  von vergünstigten Startgebühren. Kinder bis 12 Jahre radeln in Begleitung eines Erwachsenen auf der Familientour (E)  gratis mit. Frühzeitige Anmeldung lohnt sich also.

Wertungskartenfahrer

BDR Mitglieder mit RTF Wertungskarte erhalten bei der Startnummernausgabe eine Rückvergütung von 5,00 €.

Preisstaffel-Tabelle

Anmeldung bis 15.05.2020

  • Große Arberrunde (Tour A), 250 km: 42 €
  • Kleine Arberrunde (Tour B), 170 km: 37 €
  • Bayerwaldrunde (Tour C), 125 km: 32 €
  • Panoramarunde (Tour D), 100 km: 32 €
  • Continental Familienrunde (Tour E), 56 km: 29 €
  • Regentalrunde MTB (Tour F), 100 km: 41 €
  • Süssenbachrunde MTB (Tour G), 78km: 38 €
  • Altenthannrunde MTB (Tour H) 55km: 31 €
  • NEU: Bernhardswaldrunde MTB (Tour I), 45 km: 29 €

Anmeldung bis 15.07.2020

  • Große Arberrunde (Tour A), 250 km: 52 €
  • Kleine Arberrunde (Tour B), 170 km: 47 €
  • Bayerwaldrunde (Tour C), 125 km: 42 €
  • Panoramarunde (Tour D), 100 km: 42 €
  • Continental Familienrunde (Tour E), 56 km: 35 €
  • Regentalrunde MTB (Tour F), 100 km: 51 €
  • Süssenbachrunde MTB (Tour G), 78km: 48 €
  • Altenthannrunde MTB (Tour H) 55km: 41 €
  • NEU: Bernhardswaldrunde MTB (Tour I), 45 km: 35 €

Nachmelder ab 27.07.2020

  • Große Arberrunde (Tour A), 250 km: 62 €
  • Kleine Arberrunde (Tour B), 170 km: 57 €
  • Bayerwaldrunde (Tour C), 125 km: 52 €
  • Panoramarunde (Tour D), 100 km: 52 €
  • Continental Familienrunde (Tour E), 56 km: 42 €
  • Regentalrunde MTB (Tour F), 100 km: 61 €
  • Süssenbachrunde MTB (Tour G), 78km: 58 €
  • Altenthannrunde MTB (Tour H) 55km: 51 €
  • NEU: Bernhardswaldrunde MTB (Tour I) 45 km: 42 €
Kinder bis 12 Jahre in Begleitung eines Erwachsenen fahren auf der Tour E umsonst mit, wenn sie vorher namentlich angemeldet wurden.

Hut ab: Helmut Stadler - Seniorchef von Deutschlands größtem Zweiradcenter sowie Hauptsponsor der Veranstaltung - spult im erlauchten Freundeskreis immer noch die Kleine Arberrunde ab (im Bild mit Veloclub-Präsidentin Barbara Wilfurth). Eine respektable Leistung, denn 170 Kilometer mit 2.400 Höhenmeter im Seniorenalter ohne Akku-Unterstüzung mit eigener Muskelkraft zu bewältigen ist beileibe kein "Pappenstil". Laut TVA-Interview stand er nach eigenem Bekunden bereits 30 Mal am Start. Ein Vorzeigebeispiel das Schule machen sollte weil es einmal mehr beweist, dass es für aktiven Radsport keine Altersgrenzen gibt. Deshalb ist es nie zu spät seine Leidenschaft für diese faszinierende Sportart zu entdecken.

Die Polizei war mit rund 90 Einsatzkräften zugegen, während 23 BRK-Helfer für das gesunheitliche Wohl sorgten. Die Rettungskräfte hatten letztes Jahr nicht viel zu tun. Kreisbereitschaftsleiter Jürgen Eder vermeldete zwei Krankehaus-Transporte, während sieben gestürzte Radfahrer mit leichteren Verletzungen ärztliche Hilfe im BRK-Zelt am Dultplatz benötigten.

Auch unter den Polizeieinsatzkräften herrscht in aller Regel gute Stimmung. Erfreulicherweise hatte sie bei der letzten Ausgabe des Arber-Radmarathons 2019 kaum Arbeit, d.h. aus polizeilicher Sicht gab es keine besonderen Vorkommnisse. Angesichts der Masse an Teilnehmern spricht es für das disziplinierte Fahrverhalten der Radler.

Bild oben, v.l.: Helmut Stadler, Barbara Wilfurth, Streckensprecher Tom Meiler

Helmut Stadler mit "Gefolge" wenige Minuten vor dem Start zur Kleinen Arberrunde (Tour B).

Der Reihe nach werden ab 6.00 Uhr früh die Radler-Trosse auf ihre Reise Richtung Bayerischer Wald geschickt. Bis ein Starterfeld (insgesamt sind es 5 Touren) nach dem Startschuß das Areal verlassen hat vergehen meist bis zu 10 Minuten.

Über die Oberpfalzbrücke gehtt's auf die verkehrsfreie Frankenstraße die beim Donaueinkaufszentrum geradeaus in die Walhalla-Allee mündet. Es dauert nur gut 10 Minuten bis der Stadtrand von Schwabelweis bzw. Tegernheim erreicht ist.

Rahmenprogramm Samstag, 25. Juli

Fette Reifen Rennen (Kid's only)

  • Jahrgang 2010 - 2011, 2 Runden = 500m, Start 16:00
  • Jahrgang 2005 - 2009, 4 Runden = 1000m, Start 16:15

»andré media Kriterium«

Das ehemalige<Weltenburger-Dunkles-Radler-Kriterium> das seit 2015 zum festen Rahmenprogramm der Veranstaltung gehört - trägt am 25. Juli den neuen Namen »andré media Kriterium«. Lizenzierte Radamateure tragen in den Kategorien Jugend- Junioren und Elite auf dem 1 km langen Rundkurs um den Regensburger Dultplatz ihre spannenden Radrennen aus.

 Da sich je nach Wetterprognose bis zu 1 500 Teilnehmer nachmelden, empfielhlt sich die Anmeldung am Samstag (12.00-17.00 Uhr) vorzunehmen, da es wesentlich stressfreier ist, als Sonntag wo es ziemlich hektisch zu geht.

Das Eventgelände liegt landschaftlich idyllisch eingebettet zwischen der Donau und den Winzerer Höhen. 

Start-/Zielort: Regensburg im Regierungsbezirk Oberpfalz

A: 250 km / 3 500 hm / HQ 14,0
B: 170 km / 2 200 hm / HQ 12,9
C: 125 km / 1 100 hm / HQ   8,8
D: 100 km /    800 hm / HQ   8,0
E:   56 km /    100 hm / HQ   1,8

Höhenmeterquotient (HQ) gibt Verhältnis der Höhenmeter zur Streckenlänge an

 Höhenmeterabweichung

Noch ein Wort zum viel diskutierten Thema Höhenmeterabweichung. Wer seine Touren mit einem GPS-Empfänger aufzeichnet oder sich Tracks von Tourenportalen runter lädt sieht sich andauernd mit der Ungewissheit konfrontiert, inwieweit die Messdaten bzw. Angaben bzgl. Streckenlänge und Höhenunterschied zuverlässig - sprich korrekt - sind. Zweifel sind berechtigt, weswegen das Thema für reichlich Diskussionsstoff sorgt. Das Manko wird besonders offensichtlich, sobald nach einer gemeinsamen Tour kumulierte HM-Werte miteinander verglichen werden. Setzt man sich mit der Thematik intensiver auseinander wird rasch klar, wie die Suche nach der "Wahrheit" zum Faß ohne Boden mutiert. Warum dies so ist zeigt die Tatsache, dass kumulierte HM-Werte grundsätzlich nur Annäherungswerte der Realität widerspiegeln – nicht mehr und nicht weniger. Knackpunkt sind unvermeidliche Einflussfaktoren, welche zu fehlerbehafteten Messergebnissen führen. Das Merkblatt Höhenmeterabweichung erläutert wie Berechnungen zustande kommen und zeigt Schwachpunkte und potentielle Fehlerquellen auf, welche häufig zu unrealistischen Höhenmetewerte führen. Merkblatt Höhenmeterabweichung

Sicherheit wird groß geschrieben. Das BRK gewährleistet mit zehn Ärzteteams, vier Rettungswagen, zwei Notarzteinsatzfahrzeuge sowie sieben Motorrädern die medizinische Rundumversorgung. Desweiteren sind bis zu 40 Polizeimotorräder im Einsatz. Diverse Kreuzungen und Gefahrenstellen werden von der Feuerwehr bzw. Streckenposten abgesichert. Ebenso sind Servicewagen unterwegs, die den technischen Support sicherstellen. Der Besenwagen (Bus mit Radanhänger) kümmert sich um "Gestrandete".

Rückblick 35. Arber-Radmarathon 

VCR-Repräsentanten und Sponsoren in Reih und Glied. Der Veloclub zeigt mit dem farbfreudigem Arber-Radmarathon-Trikot - vorgestellt am 8. Juli bei der Pressekonferenz - erstmals grünweiße "Flagge". Im Unterschied zum bekannten rot gepunkteten Bergtrikot weist das neue ARM-Trikot signalgrüne Punkte auf. Dem zweifachen Ex-Rallye-Weltmeister Walter Röhrl war es ein Herzensanliegen ein besonders auffälliges Trikot präsentieren zu dürfen. Für ihn stellen Signalfarben ein optisches Sicherheitsmerkmal dar, damit die Radfahrer im Straßenverkehr besser wahrgenommen werden. 

Pressekonferenz 13. Mai 2019

Alle Jahre wieder steppt am letzten Juliwochenende sozusagen der Bär am Regensburger Dulplatz: Barbara Wilfurth (VCR-Präsidentin) sagte bei der diesjährigen Pressekonferenz über den Arber-Radmarathon - welcher bereits seit dreieinhalb Jahrzehnten seinen festen Platz im Breitensportkalender einnimmt und auch diesmal wieder rund 7000 begeisterte Radsportler wie Mountainbiker bundesweit anlocken wird - „Es ist eine große Radsportfamilie, die sich bei uns in Regensburg trifft“.

Über die Jahre hinweg hat sich das Orga-Procedere nahe der Perfektion eingeschliffen. Dies bedeutet aber nicht, dass man Neuem gegenüber nicht aufgeschlossen wäre. Barbara Wilfurth: „Aber wenn wir irgendwo etwas Neues finden, schauen wir es uns gleich ab“. Diesmal haben sich die Mountainbiker eine Neuerung einfallen lassen. Sie ermitteln unter den Teilnehmern, die in Wettstreit treten wollen, auf einem 1200 Meter langen und mit durchschnittlich 12,5 Prozent Steigung versehenen Anstieg bei Süssenbach mit einer Zeitwertung, die sonst beim Arber-Radmarathon fehlt, König und Königin am Berg".

 35. ARM 2019

Deutschlands größte Radtouristikveranstaltung - der 35. Arber-Radmarathon - ist Geschichte. Insgesamt stürzten sich 6.101 Teilnehmer - davon knapp 1.000 Mountainbiker - mit Elan ins schweißtreibende Vergnügen. Das Wetter kann man mit einem lachenden und weinenden Auge betrachten. Erfreulich war, dass sich die miesen Wettervorhersagen nicht bewahrheiteten und überraschenderweise trockenes Radlerwetter herrschte. Auch wenn es in der Nacht regnete so waren die Straßen bis zum Startschuss bereit wieder abgetrocknet. Nach der unterträglichen Hitzeperiode war das Thermometer auf angenehme 25 Grad gefallen, worüber sich auch Barbara Wilfurth, Präsidentin des veranstaltenden Veloclub Ratisbona freute. Kehrseite der Medaille: das vermeintlich hohe Regenrisiko hielt nicht wenige davon ab sich spontan noch am Samstag oder Sonntag anzumelden. Da die Anmeldezahlen bis dahin noch auf demselben Niveau von 2018 lagen, erklärt der Einbruch der Nachmelderzahlen den Teilnehmerschwund von etwa 10%. Pech also für die Daheimgebliebenen und Glück für diejenigen, die sich nicht beirren ließen und den ARM mit viel Spaß und körperlichem Einsatz rockten und sich nach der Zieldurchfahrt emotional ergriffen die Glückshormonschwemme "abholten".  Was lehrt uns das? Trotz x-facher Wetter-Apps und theoretischer Wettemodelle nicht alles für bahre Münze nehmen und vielleicht frühmorgens doch mal einen Blick aus dem Fenster risikieren um zu sehen was Sache ist.

Für viele Hobby-Radsportler stellt der Arber-Radmarathon nach wie vor ein Saison-Highlight dar. Für bevorstehende Herausforderungen wie die Pirker Zoigltour, Wendelstein-Rundfahrt oder den Ötztal-Radmarathon bietet die Radtouristikveranstaltung durch den kuperierten Bayerischen Wald eine ideale Gelegenheit in formidable Hochform zu kommen.

Erstmalig wurden Bewegtbilder im Videoformat 16:9 auf eine 15 Quadratmeter große LED-Display-Wand projiziert. Packende Rennszenen und Berichterstattung per Live-Streaming - für Teilnehmer wie Zuschauer Entertainment vom Feinsten.

Statistik 2018

Streckenfrequenz Radstrecken (2018) 

Teilgesamtheit 5 Radstrecken 5 518 Teilnehmer (100%)

  • Große Arberrunde (A) - 250 km/3 750hm  - 1 273 Teilnehmer (23.0%)
  • Kleine Arberrunde (B) - 170 km/2 400hm  - 1 110 Teilnehmer (20.1%)
  • Bayerwaldrunde (C)    - 125 km/1 400 hm - 1 478 Teilnehmer (26.8%)
  • Panoramarunde (D)    - 100 km/    900 hm  -   463 Teilnehmer (8.4%)
  • Familienrunde (E)       -   56 km/    100 hm - 1 194 Teilnehmer (21.6%)

Streckenfrequenz Mountainbike (2018) 

Teilgesamtheit 3 MTB-Strecken 1 291 Teilnehmer (100%)

  • Regentalrunde (Tour F)        - 106 km/2 050 hm - 218 Teilnehmer (16.9%)
  • Süssenbachrunde  (Tour G)  -  88 km/1 576 hm  - 375 Teilnehmer (29.0%)
  • Altenthannrunde (Tour H)     -  69 km/  990 hm  - 698 Teilnehmer (54.1%)

Der Anteil der Mountainbiker entspricht mit 1 291 Teilnehmern von der Grundgesamtheit (6 809) 19%.  

Start- und Zielpunkt

Start- und Zielpunkt ist der Dultplatz in der historischen UNESCO-Welterbestadt Regensburg

Das Spektakel beginnt bereits am Samstag, wo auf der Fahrradmesse zahlreiche Aussteller ihre Produkte und Dienstleistungen präsentieren und die obligatorische Nudelparty für volle Glycogenspeicher sorgt.  

Veranstaltungsflyer 2019

Etwa 100 Ehrenamtliche wuseln auf dem Dultplatz, wo es zur Morgenstund ein leckeres Frühstück gibt. Ein weiterer Trupp von 150 fleißigen Helferleins verteilt sich auf insgesamt 9 Verpflegungsstellen, wovon die weiteste ca. 120 km entfernt liegt (Regenhütte). Nach einem ausgeklügelten Verteilungsmuster ist es eine logistische Meisterleistung, die Labestationen mit 4 Tonnen Obst, tausende Snacks, Energieriegel, Wurst- und Käsesemmeln sowie x- Hektoliter Säfte, Elektrolytgetränke und (alkoholfreies) Bier zeit- und mengengerecht zu bestücken. Langjährige Erfahrung ist Garant dafür, dass alles wie am Schnürchen klappt.

 Historie

Der Arber-Radmarathon gilt als traditionsreiches Urgestein der Radtouristik-Klassiker in Deutschland. In Sachen Historie und Bekanntheitsgrad spielt das Mega-Event in der Champions League internationaler Radsport-Events. 1985 aus der Taufe gehoben, schickten sich damals 85 Radsport-Pioniere an, von Regensburg aus dem Namenspatron und König des Bayerischen Waldes – dem Großen Arber - zu umrunden und zurück in die Donaumetropole zu radeln. Die Route führte damals noch an der Arber-Sesselbahn-Talstation vorbei zum Bretterschachten (220 km / 2950 hm). Im Jahr darauf nahmen bereits 300 Radler teil. Heute umfasst das Streckenangebot für Renn- Genuss- und Familienradler fünf leistungsabgestufte Routen. Durchschnittlich nehmen etwa 6 500 Hobbyradler teil, womit der Arber-Radmarathon die größte Radtouristikveranstaltung Deutschlands ist.

Seit dem Jahr 2000 bereichern Mountainbike-Routen die Veranstaltung, dessen vier Streckenvarianten ins kupierte Terrain des Bayerischen Vorwalds führen. Jährlich nehmen gut 1.000 Mountainbiker an dem Mega-Event teil.

Seit 2015 gehört das <Weltenburger-Dunkles-Radler-Kriterium> am Vortag zum Rahmenprogramm. Lizenzierte Radamateure fahren in den Kategorien Jugend- Junioren und Elite auf dem 1 km langen Rundkurs um den Regensburger Dultplatz ihre spannenden Radrennen aus. Aufgrund des Sponsorwechsels trägt das Rennen bei der 36. Ausgabe des ARM den Namen

Die Wetterkapriolen reichten in der Vergangenheit von Schneefall, Dauerregen bis Bullenhitze. 2013 ging als Hitzeschlacht in die Analen des Arber-Radmarathons ein. Das Thermometer stieg auf rekordverdächtige 37 Grad, weshalb die Genehmigungsbehörde erstmals sogar den Ausschank von alkoholhaltigem Bier auf der Verpflegungsstation in Saulburg untersagte. 2016 gab es sintflutartige Regenfälle, Stürme und Windbruch, was den hartgesottenen Teilnehmern grenzwertige Leistungen abverlangte. Ein YouTube-Video vermittelt authentische Einblicke über die damalige Schlammschlacht der Mountainbiker.

Ab 6.00 Uhr werden nacheinander die großen Startfelder vom Regensburger Dultplatz aus Richtung Bayerischer Wald bzw. Donautal geschickt. Zaungäste betrachten das wuslige Treiben von der Oberpfalzbrücke aus der Vogelsperspektive. 

Trailer

Euphorische Stimmung vor dem Startschuss

Die allgemeine Hektik frühmorgens ab 5.00 Uhr auf dem Dultplatz ist nichts für schwache Nerven. Schallende Songs heizen die Stimmung an, und verbreiten einen Hauch von Tour de France Feeling. Die von Muskelfluids, ätherischen Ölen und Sportcremes durchschwängerten Luftschwaden versprühen eine unvergessliche Sinnesaura, die den ungeduldig wartenden Hasardeuren den letzten Kick versetzt. Das Gemeinschaftsgefühl, welches sich wie eine schützende Decke über den Tross legt ist schon sehr speziell. 

In der langen Startschlange reiht sich ein buntes Meer von Radsportlern dicht aneinander gedrängt in Reih und Glied auf. Humorvolle, Ernsthafte, Extrovertierte, Sinnierende, Ambitionierte, Coole, Nervöse und so weiter und so fort. Jeder erlebt sein eigenes emotionales Kopfkino bzw. Wechselbad der Gefühle inmitten im Stimmenwirrwarr des farbenfrohen Gewimmels. Allein das quirlige Startprocedere sorgt für Aufregung und erhöhten Adrenalinpegel.

Tausende Hobby- und Freizeitsportler erzeugen eine einzigartige Stimmung, dessen spannungsgeladene Funken von Fahrer zu Fahrer überspringen. Keiner kann sich der prickelnden Atmosphäre entziehen. Als radtouristische Veranstaltung gibt es weder eine offizielle Zeitmessung noch eine Siegerehrung. Es gilt die STVO. 

Aufputschklassiker wie „I love to ride my bycycle“ oder „we are the champions“ lassen Niemanden kalt. Wie auch immer - die letzten Sekunden des Herunterzählens 10 – 9 – 8 ... zünden die Engines und fluten die Spannkraft bis in die letzte Muskelfaser. Pulsmesser gecheckt, Höhenmesser kalibriert, Helmriemen festgezurrt, ins Pedal eingeklickt, und der Blick stoisch nach vorn gerichtet. Die Nervosität und Anspannung steigt vor dem markerschütternden Startschuss bis zu den letzten Sekunden die kaum von der Uhr zu tropfen scheinen - ins Unermessliche.