Nauders - Reschenpass (Passo Resia) - Burgeis - Reschen - Graun - Nauders

Nauders bietet sich hervorragend als Ausgangsstation für impressive Radtouren an. Neben gut trainierten Rennradfahrern finden auch Genuss- und Familienradler sowie E-Biker ideale Entfaltungsmöglichkeiten in der herrlichen Gebirgswelt. 

Nauders-Reschensee-Haidersee-Burgeis-Nauders (56 km/632hm)

Von Nauders zum Reschenpass - der die italienische Landesgrenze markiert - ist es nur ein Katzensprung (5 km). Es bietet sich an, nicht die verkehrsträchtige Hauptstraße zu nehmen sondern auf der <Alten Straße> - vorbei an der Bergkastelbahn - auf dem Fuhrmannsloch nahezu verkehrsfrei zum Passo Resia zu radeln. Die mäßige Steigung (100 hm, ca. 3-4%) ist relativ schnell überwunden. 

Vinschgau

Auf der italienischen Seite befindet man sich im deutschsprachigen Vinschgau, der den obersten Teil des Etschtals in Südtirol darstellt. Die Region mit ihrem mediterran-alpinen Klima ist bekannt für ihre Trutzburgen und Renaissance-Paläste, die die Nähe zur Kurstadt Meran erahnen lassen. Das Stilfserjoch, Ortlergebiet sowie der großflächige Nationalpark Stilfserjoch mit seinen über 3.900 m hohen Gipfeln gehört ebenfalls zum Vinschgau.

Das prächtige Vinschgau, eine der regenärmsten Alpenregionen wird von zwei Wahrzeichen geprägt: zum einen der Sonnenberg, ein baumfreier Berghang der sich von Schluderns bis Latsch erstreckt soll einer Sage zufolge früher gerodet worden sein, um Holz für den Bau von Venedig bereitzustellen. Das zweite Wahrzeichen ist der glitzernde Reschensee mitsamt  seinem teils versunkenen Kirchturm. Die Etsch, Italiens zweitlängster Fluss (416 km) entspringt in den Ötztaler Alpen am Reschenpass in Südtirol.

Direkt an der Landesgrenze beginnt der beschilderte Vinschger Radweg, dem Vinschger Teil der Etschradroute, die entlang des Reschensee und Haidersee nach Meran (82 km) führt. Umgeben von atemberaubend schöner Gebirgslandschaft radelt man steigungsfrei zum italienischen Grenzdorf Reschen am See. 

Die Etschradroute ist unter Genuss- und Familienradlern sehr beliebt. Auch Rennradfahrer nutzen die Gelegenheit von der stark befahrenen Hauptstraße SS38 auf den verkehrsfreien, gewundenen Radweg auszuweichen. Die leicht abschüssige Strecke quert vom Reschensee entlang der antiken römischen Handelsstraße Via Claudia Augusta die vor mehr als 2 000 Jahren von den Römern erbaut wurde den gesamten Vinschgau. 

Streckengrafik mit Höhenprofil


Bewegen sie ihren Cursor auf dem Höhenprofil, wird interaktiv oben auf der Streckengraphik die geographische Position eingeblendet.

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Etschradroute

Die Etschradroute, führt von Landeck über den Reschenpass - Meran und Bozen nach Verona (345 km). Die Route ist Teil des internationalen Fernradweg zwischen Donauwörth und Venedig der entlang der alten römischen Handelsstraße Via Claudia Augusta verläuft.  

Die herrliche Panorama-Rad-Tour führt an Obstgärten und Apfelwiesen, Schlössern, Burgen und Klöstern vorbei und ist damit auch kulturhistorisch höchst interessant.

Am Vortag des Dreiländergiro wurde das traumhaft schöne Radlerwetter ausgiebig genutzt. 

Der alles überragende Ortler (3905m) - höchster Berggipfel der italienischen Provinz Südtirol - liegt mit einer Höhendifferenz von über 3000 m nur 12 km von der Ortschaft Prad enfernt.

Reschen liegt idyllisch eingebettet zwischen Reschensee und den majestäischen Berggipfeln wie die stark vergletscherte Weißkugel (3.739 m) - zweithöchster Gipfel der Ötztaler Alpen - dessen Hauptkamm an der Grenze zwischen Österreich und Italien verläuft.

Die Etsch entspringt nur 10 Gehminuten vom Dorf Reschen entfernt auf 1.550 m Höhe. Sie durchfließt das Etschtal und wächst im Trentino und Veneto in der Po-Ebene in Oberitalien zu einem großen Fluss heran, der südlich der Laguna Veneta in die Adria mündet. Mit rund 415 Kilometer ist die Etsch der zweitlängste Fluss Italiens. 

Auf der südwestlichen Seite ragt der Piz Lad empor - nördlichster Gipfel der Sesvennagruppe - der sich an der Grenze zwischen Italien und der Schweiz befindet. Die Flanken der Berge fallen sanft zum Reschensee ab.  

In südlicher Fahrtrichtung verläuft der Etschradweg am rechten Seeufer entlang. Aufgrund des teils unübersichtlichen, welligen Streckenverlaufs ist das Rechtsfahrgebot unbedingt einzuhalten, d.h. Kurven sollten keinesfalls geschnitten werden. 

Am Stausee-Ende führt der Radweg über eine Staumauer, deren phänomenale Aussicht für Snapshots und zur Verschnaufpause einladen.

Radfahrer halten auf der Staumauer gern zum Smal Talk inne, und genießen das Landschaftspanorama.  

Wegweisungstafeln mit durchgängiger Kilometrierung und Höhenprofil informieren in kurzen Abständen über den aktuellen Standort: Zur Etschradroute

Der Reschensee (italienisch Lago di Resia) ist ein künstlich aufgestauter See in der Gemeinde Graun im westlichen Südtirol, der dem Speicherkraftwerk Glurns zur Energiegewinnung dient. Der See ist 6 km lang und misst an der breitesten Stelle etwa 1 km. Sein Stauvolumen beträgt 120 Mio. m³. 

Der kleinere Haidersee bietet romantische Seezugänge nur wenige Meter vom Radweg entfernt. Im Hochsommer lädt der See zu erfrischenden Badepausen ein.

Radsportler aus Bayern waren von den ausgiebigen Radtouren im Dreiländereck hellauf begeistert.

Es rollt gut - der Etschradweg begeistert mit bester Asphaltqualität 

Die plätschernde Etsch fließt am Oberlauf noch ungezähmt dahin.  

Im obersten Abschnitt des Etschtals südlich vom Reschenpass durchfließt die Etsch den Reschensee (1498 m) und Haidersee (1450 m) und gelangt danach auf erheblichem Gefälle die Talsohle von Glurns 894m). Weiter durch den Vinschgau ostwärts fließend erreicht sie den Meraner Talkessel wo die Passer in die Etsch mündet. Da die Staatsgrenze am Reschenpass nicht mit Wasserscheide deckungsgleich ist umfasst das Gemeindegebiet Reschen auch Regionen der nördlichen Passrampe, welche vom Valmiurbach Richtung Inn entwässert wird.

Steil abfallende Gebirgsflüsse bergen naturgemäß Gefahren, von denen Radfahrer - sofern sie auf dem Radweg bleiben - allerdings verschont bleiben.

Von Burgeis (1216m) - deren Name wohl auf eine Römerbefestigung zurück geht, die zum Schutz der „Via Claudia Augusta“ erbaut wurde - kumulieren sich die Steigungen zum Reschenpass einschließlich einiger Gegengefällpassagen auf gut 400 hm. Die Steigungsprozente bewegen sich jedoch nicht zweistellig.

Fotomotive gibt es auf dieser Tour wie "Sand am Meer". 

Im Haidersee wie im Reschensee verschwindet die Etsch in deren aufgestautem Seewasser. 

Pausenplätzchen in unberührter Naturlandschaft fungieren als wahre Kraftquellen. Deshalb sollte bei dieser Tour Genuss vor Leistung stehen. 

Auffällig viele Mountainbiker mit Integralhelmen (Enduro/Downhill) zeugen davon, wie beliebt die 3-Länder Enduro Trail-Area ist. Das z.B. ausgesetzte Terrain wartet mit 21 Trails, 4 Bergbahnen und 35 KM Trailspaß auf! Die Bergwelt bietet rund um den Reschenpass eine überdimensionale Spielwiese für endorphinreiche Downhill-Action. 

Der geschwungene Routenverlauf nötigt selbst leistungsbezogenen Rennradlern Blicke in der herrlichen Naturlandschaft ab.

Abstecher Graun im Vinschgau
 

Allerorten trifft man auf happy.Radfahrer. In dieser Bilderbuchkulisse kein Wunder. Man höre und staune: das Rad-Eldorado in der 3-Länder -Arena verspricht ein Streckennetz von 2000 km, die kumuliert 80 000 hm ergeben. Wenn das mal kein Argument ist...

Wer kennt es nicht, das weltbekannte Fotomotiv des prägnantesten Wahrzeichens am Reschensee - der im Seewasser versunkene romanische Kirchturm? Bei der Seestauung versank 1950 das Dorf Graun sowie ein Großteil des Dorfes Reschen. Insgesamt wurden 163 Häuser und 523 Hektar fruchtbares Ackerland  damals überflutet. Einzig der aus dem Reschensee ragende Kirchturm zeugt heute noch vom versunkenen Alt-Graun.

Der aus Gründen des Denkmalschutzes nicht gesprengte Kirchturm ist für Radfahrer natürlich eine wichtige Anlaufstelle. Aufgrund von Schäden wurde das Mauerwerk des Turms 2009 saniert, das. das Dach erneuert und die Zifferblätter der ehemaligen Turmuhr restauriert. Der Glockenturm der ehemaligen Pfarrkirche St. Katharina war bereits im Jahr 1357 eingeweiht worden. 

Bedingt durch ihre Lage am Länderdreieck Italien – Österreich – Schweiz grenzt Graun (1449m) ans Bundesland Tirol sowie den Kanton Graubünden.  

Die Rückfahrt nach Nauders erfolgt nach Grenzübertritt auf einer schlängelnden Nebenstraße, auf der allenfalls mit Landwirtschaftsverkehr zu rechnen ist. 

 

Unweit von Nauders radelt man an der Talstation der Bergkastelseilbahn vorbei.

Am Ausgangspunkt Nauders angekommen wirkte die Rundtour bei Wohlfühltempo und erholsamen Päuschen samt Einkehrschwung wie ein entspannendes Mantra auf die Seele. Am Zielort angekommen begann die regenerative Phase, um für den bevorstehenden Dreiländergiro fit zu sein.

 

Das Schloss Naudersberg liegt auf einer Anhöhe von Nauders und beherbergt ein sehenwertes Museum.

Fazit: grenzüberschreitende Radtouren sind in Nauders das  "Markenzeichen", schließlich liegen die Landesgrenzen von Italien und der Schweiz nicht mal fünf Kilometer vom Ort entfernt. Eine einladende Grenzübertritts-Visitenkarte, über die die wenigsten Rad-Hot-Spots verfügen. Vielversprechende Crossovertouren, deren Schmelztigel von Tiroler Tradition, eidgenössischer Gastfreundlichkeit und südländischem Flair im Vinschgau samt regionaltypischer kulinarischer Spezialitäten man genießerisch kennen lernen kann. Flankiert von beeindruckenden Gipfeln des Alpenhauptkammes in mediterranem Klima versprühen Tagestouren im Dreiländereck den Reiz des Besonderen. Je nach Fitnesslevel und Schmerzgrenze können 1000, 2000 oder 3000 hm individuell zusammen geschachtelt werden. Wer sich erschöpfend das volle Alpenprogramm gönnt, sollte mindestens 1 Woche Urlaub einplanen.

Zum Aufschlagen eines Trainings-Camps kommen ambitionierte Rennrad-Freaks in Nauders wahrlich nicht zu kurz, denn das Stilfserjoch, Gampenpass, Kaunertaler Gletscherstraße bzw. Timmelsjoch liegen in Reichweite.

Infos/Bezugsquellen

Tourismusverband Tiroler Oberland
Nauders Tourismus
Dr.-Tschiggfrey-Str. 66
A-6543 Nauders

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Nauders

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