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Angebote zur Trainingvorbereitung

Juli - August 2019

Für alle, die den Ötztaler noch nicht gefahren sind und ein Gefühl für das Anspruchsprofil bekommen möchten bietet der Veranstalter für drei unterschiedliche Leistungslevel eine zweitäge Befahrung der Strecke an.

Tag 1: Donnerstag

Treffpunkt: 07.00 Uhr bei der Ötztal Bikeschule (Dorfstraße 34) in Sölden; Transfer nach Sterzing - von dort über den Jaufenpass (2.090m) und das Timmelsjoch (2.509m) retour nach Sölden. Übernachtung in Sölden

  • KM: ca. 95
  • HM: ca. 3.300

Tag 2: Freitag

Start: 07.00 Uhr in Sölden; über Kühtai (2.020 m) und den Brenner (1.377 m) nach Sterzing - Rücktransfer nach Sölden.

  • KM: ca. 145
  • HM: ca. 2.200

 Zur Buchung

Dieses Package beinhaltet die Unterkunft, den Transfer, das Begleitfahrzeug sowie den Guide (max. 8 Personen pro Gruppe) und steht nicht in Verbindung mit einem ÖRM Startplatz.

Termine 

04.-05.07. Do.+Fr.

11.-12.07. Do.+Fr.

18.-19.07. Do.+Fr.

25.-26.07. Do.+Fr.

01.-02.08. Do.+Fr.

08.-09.08. Do.+Fr.

15.-16.08. Do.+Fr.

PROGRAMM 39. ÖTZTALER RADMARATHON 2019

FREITAG, 30. August 2019

10.00 BIKE EXPO „Das Ötztaler Sattelfest“ wird eröffnet.

Beginn Startpaket-Ausgabe in der Tennishalle der Freizeit Arena. Geöffnet bis 20:00 Uhr

15.00 Bike 4 Help Prolog Bergsprint – Einzelzeitfahren, ausschließlich für Teilnehmer des Ötztaler Radmarathons 2019

Ab 17.30 Pasta Party – kohlenhydratreiche Speisen werden aufgetischt, der Durst mit energiereichen Drinks gelöscht.

19.00 Siegerehrung und Tombola vom Bike 4 Help Prolog in der Sporthalle der Freizeit Arena

Ötztaler Radmarathon

SAMSTAG, 31. August 2019

09.00 Beginn der Startpaket Ausgabe in der Tennishalle der Freizeit Arena

Geöffnet bis 20:00 Uhr

09.00 BIKE EXPO „Das Ötztaler Sattelfest“ öffnet

14.00 Pumptrack Fun beim Pumptrack Sunny

16.00 Kids Pumptrack Contest beim Hotel Sunny (3-14 Jahre)

16.00 Fröhliches Haareschneiden und Wadlrasieren bei Friseur Klemens

Ab 17.30 Pasta Party – kohlenhydratreiche Speisen werden aufgetischt, der Durst mit energiereichen Drinks gelöscht.

18.00 Traditioneller Auftritt  beim Ötztaler Radmarathon - DU & NICHTS. Sie sind einfach da. Seit 15 Jahren beruhigen die drei Pantomimen die aufgewühlten Gemüter.

19.30 Verbindliche Fahrerbesprechung in der Sporthalle der Freizeit Arena – letzte Wetterinfos - letzter Straßenzustands-Bericht! 

SONNTAG, 01. September 2019

06.45  Start zum 39. Ötztaler Radmarathon bei der BP Tankstelle in Sölden. Kanonenschuss der Ötztaler Schützen

11.00  Frühschoppen mit der „Seldar Kloan“ im Zielraum vor der Freizeit Arena

Mitmachzirkus für Groß und Klein: Lerne Kunststücke, jonglieren mit Bällen oder Tüchern, Tellerdrehen, Diabolo, Rola Bola, chinesische Zirkuskugel, balancieren, Pedalo, Stelzen, Sprungstäbe, Geschicklichkeitsspiele, lustige Fahrräder (zB Minitandem, Miniräder, Trickräder), Einräder, Modellierballons, Seifenblasen.

Einrad - wie erlerne ich das Einradfahren schnell und richtig?

Alle können mitmachen!

Ab 11.00 Live Zuspielungen von der Strecke auf der großen Videowall

13.40 Sieger wird erwartet.

14.00 Finisher Trikot Ausgabe & Chip Rückgabe in der Tennishalle der Freizeit Arena - Geöffnet bis 22:00 Uhr

14.25 Siegerin wird erwartet.

17.30 Beginn der Pasta Party und Bilder des Tages auf der Videowand in der Sporthalle.

20.30 Die letzten FINISHER werden erwartet und auf der Bühne gefeiert

20.45 Offizielle Siegerehrung des 39. Ötztaler Radmarathon 2019

MONTAG, 02. September 2019

08:00 – 12:00 Ausgabe der Ötztaler Nachrichten (Ergebnisliste in gedruckter Form) - Finisher Trikot Ausgabe und Chip Rückgabe 

Hinterlegungsservice

Alle Teilnehmer haben die Möglichkeit, persönliche Dinge zu speziellen Stationen in der Nähe der Verpflegungsstationen liefern zu lassen oder diese auf Strecke an den Stationen abzugeben. Für jeden der 4 Hinterlegungsorte gibt es eigene Taschen (in 4 verschiedenen Farben) – bitte beachtet, dass jeder Teilnehmer nur gegen Abgabe des Vouchers (befindet sich auf der Startnummer) 1 Hinterlegungstasche bekommt und nur diese Tasche abgegeben werden darf. Neben Bekleidung können natürlich auch Lebensmittel abgegeben werden – Trinkflaschen dürfen keine Flüssigkeiten beinhalten, es werden ausschließlich leere oder mit Pulver befüllte Flaschen entgegen genommen. Wasser steht an den Labestationen zur Verfügung. Der Veranstalter übernimmt keine Haftung für hinterlegte Gegenstände. Es wird auf die Anmelde- und Teilnahmebedingungen verwiesen.

Öffnungszeiten der Annahme und Rückgabe:

Annahme:

  • Freitag, 30.08.2019 von 10:00 bis 20:00 Uhr
  • Samstag, 31.08.2019 von 09:00 bis 20:00 Uhr

Rückgabe:

  • Sonntag, 01.09.2019 (Abholung bis 22:30 Uhr möglich.)
  • Montag, 02.09.2019 von 08:00 bis 12:00 Uhr 

Kontrollpunkte (Originalstrecke):

Brennerpass: 12:34 Uhr (12:40 Uhr Labestation)

Jaufenpass: 14:40 Uhr (14:25 Uhr Labestation)

St. Leonhard: 15:30 Uhr

Moos: 16:00 Uhr

Schönau: 18:00 Uhr

Timmelsjoch: 19:30 Uhr

Der Veranstalter behält sich das Recht vor, weitere oder abweichende Kontrollpunkte und Zeitvorgaben zu ernennen. Diese werden rechtzeitig kommuniziert und an den offiziellen Infotafeln ausgehängt.

Teilnehmer, die zum angegebenen Zeitpunkt den jeweiligen Kontrollpunkt nicht passiert haben (oder wenn absehbar ist, dass sie den nächsten Kontrollpunkt nicht zeitgerecht erreichen), werden ausnahmslos aus dem Rennen genommen. Diese Teilnehmer können mit dem Besenwagen zurück nach Sölden fahren und haben kein Anrecht auf das Finisher-Trikot. 

Nach Verstreichen der jeweils angegebenen Uhrzeit werden im Bereich zwischen Start und dem jeweiligen Kontrollpunkt keine weiteren Absicherungs-, Verpflegungs- oder Serviceleistungen mehr erbracht. 

Aufgrund der teilweise durch freies Weidegebiet verlaufenden Streckenführung, was zur Folge haben kann, dass sich unbeaufsichtigtes Weidevieh (zB Kühe, Pferde oder Schafe) genauso wie Wildtiere oder freilaufende Haustiere unvermittelt auf die Fahrbahn begeben und dort auch kurzfristig Verschmutzungen herbeiführen kann. 

Die befahrenen Straßen sind nicht vollständig und nicht für die Dauer der gesamten Veranstaltung für den Straßenverkehr gesperrt. Es gilt hier die jeweils anwendbare Straßenverkehrsordnung! Es muss jederzeit mit überholendem, querendem oder entgegenkommendem Verkehr und auch mit Einsatzfahrzeugen (insbesondere bei der Abfahrt vom Timmelsjoch) gerechnet werden. 

Labestationen

  • Kühtai nach 51 KM
  • Brennerpass nach 127 KM
  • Jaufenpass nach 161 KM
  • Schönau („Speck-Mich’l“) im Passeiertal nach 201 KM
  • Seeberalm nach 209 KM
  • Sölden - Ziel 238 KM

Alle Verpflegungsstationen stehen ausschließlich den Startnummerninhabern zur Verfügung.

Das Wetter - Die große Unbekannte

Das Wetter ist die große Unbekannte beim Ötztaler. Über drei Klimazonen hinweg kann es unberechenbare Ausmaße annehmen. Dabei gehören Wetterextreme besonders im hochalpinen Gelände (drei Pässe liegen über 2 000 m) zum Normalfall. Von Dauerregen über Schneefall, Graupelgraupelschauer, Sturmböen und sengender Hitze ist alles schon vorgekommen. So geschehen z.B. 2003, als bei strömenden Regen 1 000 Teilnehmer von vornherein auf einen Start verzichteten und nur 1 203 ausgemergelte Teilnehmer das Ziel erreichten. Wetterkapriolen stellen Fahrer wie Organisatoren manchmal vor eine Zerreißprobe.

Es gab Tage da hatte es den Anschein, als erlebe man bei Temperaturschwankungen von mehr als 30 Grad vier Jahreszeiten auf einmal. Ist man derartigen Wetterextreme nahezu schutzlos ausgeliefert, setzt es dem Organismus neben der ohnehin extremen Belastung noch mehr zu. Das Horrorszenario Schneefall führte beispielsweise im Jahr 2000 zum Rennabbruch. Während in St. Leonhard bei Sonnenschein 37° C herrschten, zog  am Timmelsjoch ein Gewitter mit Schneesturm, Blitz und Donner durch. Der Wettersturz ließ die Temperaturen auf den Gefrierpunkt sinken. 

Auch 2013 und 2018 stand der Event unter keinem guten Stern, als eiskalter Dauerregen den Teilnehmern alles abverlangte. 2013 erschienen 650 Fahrer erst gar nicht zum Start. Bis zum Kühtai stiegen weitere 700 Fahrer aus. Für die Organisatoren war es eine riesige Herausforderung die Gestrandeten samt Räder am Streckenrand einzusammeln und nach Sölden zurück zu bringen. Letztlich finishten immerhin 2 292 Fahrer.

Auch das kommt vor: 2014 war unklar, ob wegen eines Erdrutsches auf der Kühtai-Passstraße die Umleitung via Haimeringer Berg greift. Erst 2 Wochen vor Veranstaltungstermin wurde Entwarnung gegeben. Die Teilnehmer dürften erleichtert gewesen sein, weil der Haimeringer Berg 10% Durchschnittssteigung aufweist und obendrein 300 hm bzw. 10 km höher/länger ist, als die Originalroute. 

Da man in hochalpinem Gelände unterwegs ist gehören Armlinge, Windweste und Regenschutz jedenfalls ins Marschgepäck, zumal Wettervorhersagen ohnehin mit Vorsicht zu genießen sind. Für Wechselkleidung, warme Jacken und sonstigen Ballast steht ein Hinterlegungsservice (Abgabe in der Freizeit-Arena, Sölden) zur Verfügung. Je nach gewünschtem Ablageort wird der farbige Tragebeutel an der entsprechenden Verpflegungsstelle deponiert.

Kälte und Nässe saugen Energie, weil der Körper mehr Wärme produzieren muss und dadurch mehr Kalorien verbrennt. Insofern richtet sich die Nahrungsaufnahme ein stückweit auch nach den Wetterbedingungen, ansonsten droht die Gefahr eines Leistungseinbruchs.

Das Beispiel zweig, welch maßgeblichen Einfluss das Wetter hat (2013 + 2014 herrschte stellenweise Starkregen):

Fahrzeiten Bergzeitfahren / Streckenabschnitte
JahrStart BW KühtaiBW BrennerBW JaufenpassBW TimmelsjochZiel 

OnRace

2011

4 125

FZmin

FZmax 

4 106

00.56

2.02

4 080

1.05

2.47

4 009

0.47

2.52

3 916

1.26

4.16

3 913

A? 5.1%

AV10.19 

Sölden nach

FZ min

FZ max

 

4.42

8 .19

 

7:06

13:38

OnRace

2012

3 841

FZ min

FZ max

3 802

00.54

2.01

3 749

1.01

1.59

3 651

00.49

2.22

3 583

1.30

4.55

3 582

A?6.7% 

AV 10.27

Sölden nach

FZ min

FZ max

 

 

4.32

8.20

 

7:00

13:43

OnRace

2013

3 354

FZ min

FZ max

3 114

00.57

2.07

2 535

1.07

2.12

2 402

00.50

2.27

2 381

1.34

4.06

2 375

A?29.2%

AV 10.52

Sölden nach

FZ min

FZ max

 

4.45

8 .30

 

7:13

13:39

OnRace

2014

4 104

FZ min

FZ max

4 035

57.17

1:58

3 935

1:06.06

1:59

3 829

46.28

2:18

3 727

1:31.32

4:05

3 681

A?10.3%

AV 10.30

Sölden nach

FZ min

FZ max

1:32

2:46

3:22

5:57

4:40

8:48

6:34

12:31

7:05

13:33

OnRace

 2015

4 298

FZ min

FZ max

 

00.56

 

1.06

 

48.45

 

1.29

3 878

A 9.8% AV 10.31

Sölden nach

FZ min

FZ max

1.31.

3.19

4.39

6.34

7.02

13.38

BW: Bergwertung
OnRace: noch in der Wertung befindliche Teilnehmer
FZ min / max: schnellste / langsamste Bergwertungszeit (Klassierte)
Streckenabschnitte: schnellste / langsamste Durchgangszeit innerhalb der Wertung
A: Ausfallquote 
AV: Gesamtdurchschnittszeit (arithmetisches Mittel), 50% waren schneller oder langsamer als AV

Das Ötztal

Das Ötztal ist ein 65 km langes Seitental des Inntals und liegt eingebettet zwischen den Stubaier und Ötztaler Alpen. Das Tal der Superlative bietet nahezu unerschöpflichen Aktionsraum in herrlicher Landschaft und versteckten Naturschauspielen, mit dem Rennrad, Mountainbike oder auf Schusters Rappen an der formidablen Kondition zu arbeiten. Immerhin liegen in der beeindruckenden Gletscherwelt 250 Dreitausender.

Nicht wenige passionierte Radsportler nehmen an Trainingslagern und Vorbereitungskursen teil, die zum Teil von namhaften Ex-Profis abgehalten werden.

Eine vorzeitige Anreise ist im Ötztal immer eine bereichernde Option. Etliche Passhöhen, Berggipfel und Seitentäler bieten sich zur Erkundung an. Man kann aber auch von der Straße ins Gelände wechseln. Die Bike Republik Sölden - wie der Mountainbike-Hot-Spot genannt wird - bietet ein gigantisches Netz an geshapten Trails sowie Natur-Trails an.

 Aktive Regeneration

Hoch intensive Trainingseinheiten wenige Tage vor dem Renntermin sind tabu. Die letzten Tage vor der Challenge sollten im Zeichen der aktiven und passiven Regeneration stehen. Carboloading und Mut zur Pause sind das Gebot der Stunde. Geduld zur Muße - Langsamtreten - Entschleunigung. Neben lockeren Trainingsausfahrten im GA 1 - Bereich gehört Ausrasten, Abschalten und Erhohlen gerade vor der extremen körperlichen Belastung wie der Ötztaler zum erfolgsversprechenden Trainingskonzept. Nochmals frische Energien tank um für den Tag X topfit zu sein.

Schaulaufen im Radsport-Mekka

Ende August entpuppt sich Sölden als Nabel der Radsportwelt. Dann ist Halli Galli angesagt – der Showdown brodelt mit Näherrücken des internationalen Großereignisses zum Kulminationspunkt. Die prickelnde Atmosphäre inmitten des internationalen Radsportvolks facht die Vorfreude auf das Rennen an. Ganz nach dem Event-Motto: „Träume nicht dein Leben sondern lebe deinen Traum“ vollzieht sich in Sölden Jahr für Jahr derselbe Ritus. Was viele nicht wissen: die Veranstaltung generiert rund 25.000 Übernachtungen (4 Millionen Euro Umsatz), was für den Sommertourismus ein unverzichtbarer Wirtschaftsfaktor ist.

Egal wie oft man schon dabei war, je näher der Tag rückt, desto aufgeregter wird man. Enthusiasten aus aller Welt flanieren durch das prominente Radsportmekka, bevölkern die Expo und stimmen sich mit lockeren Trainingseinheiten auf das anstehende Highlight ein.

Standesgemäß im Racetrimm wird auf der Dorfstraße rauf und runter geposed. Das gestylte Spiegelbild wird unverhohlen in Slow Motion Manier im Schaufenster gecheckt, der Hingucker-Effekt verfehlt seine Wirkung nicht. Manche Protagonisten scheinen ihre Fahrmaschine so glamourös zu steuern, wie Jedi-Ritter erhaben ihr Lichtschwert führten. Klotzen statt Kleckern. Glatt rasierte Beine, definierte Beinmuskulatur und sündhaft teueres Material soweit das Auge reicht. State of the Art. Das rennradverrrückte Völkchen bestimmt das Erscheinungsbild im Ort. Das Schaulaufen ist quasi die Generalprobe für den Hauptakt - sprich die Ruhe vor dem eigentlichen Sturm. 

Außenstehenden mag das ganze Tohuwabohu paradox vorkommen. Wieso man sich ohne materielle Anreize solche Qualen aufbürdet, lässt sich wohl nur mit glühender Leidenschaft erkären die den Verstand überlagert. Als Glücksboten wirken vom Gehirn freigesetzte körpereigene Opiate, wie der in den Zellen gebildete Neurotransmitter Dopamin, dessen Botenstoffe glühende Leidenschaft entfachen. Emotionalität und Irrationalität liegen mitunter eng zusammen - worüber die Teilnehmer des Ötztal-Radmarathons ein Lied singen können. Manchmal treibt die Gefühlswelt eben unerklärliche Stilblüten - was beim Ötztaler alljährlich zum Ausdruck kommt.

Das umfangreiche Veranstaltungsprogramm beginnt bereits Freitag (Startpaketausgabe) und endet am Montag mit der druckfrischen Auflage der Ötztaler Nachrichten (Ergebnisliste). Vor den Hotels, Pensionen oder Sportgeschäften parken edle Rennmaschinen. Überall wird geputzt, geschraubt, gepumpt, gefettet und poliert. Nichts soll dem Zufall überlassen bleiben.

Am Freitag den 30.08. startet um 15.00 Uhr der „Bike 4 Help“- Prolog (Startgebühr 10€), wo die schnellsten 16 Herren & 4 Damen die Erlaubnis erhalten Sonntag früh aus dem vorderen Block 1C starten zu dürfen (max. 200 Teilnehmer). Dazu erhalten die schnellsten 3 Herren und Damen einen Pokal & Sachpreise. Der Streckenrekord wird mit einem „Ötztaler“ Trikot belohnt. Der Erlös dieses Side-Events kommt einer karitativen Einrichtung zugute. 

Um die Glykogenspeicher randvoll zu laden bietet am Samstag die traditionelle Pastaparty letztmögliche Carboloading-Gelegenheit. Die obligatorische Fahrerbesprechung (Anwesenheitspflicht) erläutert verbindliche Regeln und gibt Gefahrenstellen, aktuelle Wetterprognosen etc. bekannt. 

Abends in der Unkunft steht die rituelle Rennvorbereitung an: alles Nötige feinsäuberlich bereit legen: Radhose, Trikot mit befestigter Rückennummer, Trinkflasche, Bein- und Ärmlinge, Regenjacke, Überschuhe, Handschuhe, Proviant und Windstopper-Weste. Last-Minute-Rad-Check, Transpondernummer befestigen, Höhenprofilmarker auf den Lenker geklebt, Ersatzteiltäschchen gecheckt. Ist alles tuto completto her gerichtet kann man beruhigter schlafen, um frühmorgends zum Saisonhighlight fit auf der Matte zu stehen.