• Triumphale Siegesfahrt von Mathias Nothegger in Sölden
    © Ötztal Tourismus / Gstrein Ricardo
  • Timmelsjoch-Abfahrt nach Sölden
    © Ötztal Tourismus / Skarwan Jürgen
  • Lawinengalerie Kühtai-Sellraintal
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  • Verschlafenes Ötztal bei Längenfeld
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  • "Scharfrichter" Timmelsjoch
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  • Doppelsieger Mathias Nothegger mit Sarah Ennemoser (Head of PR & Media · Ötztal Tourismus)
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  • Kühtaistraße
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  • Die Ruhe vor dem Sturm
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  • Abfahrt Sölden - Ötz (Ötztaler Ache)
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  • Anstieg Timmelsjoch
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  • Auffahrt Brenner
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  • © Bayernbike
  • Auffahrt Kühtai
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  • Lawinengalerie Kühtai-Sellraintal
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  • Auffahrt zum Kühtai
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  • Lawinengalerie Kühtai-Sellraintal
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  • Abfahrt Sölden - Ötz
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  • Anstieg Kühtai
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  • Kreisverkehr Ötz - Anstieg zum Kühtai
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  • Abfahrt Sölden - Ötz (Ötztaler Ache)
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  • Neutralisierte Startphase
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  • Anstieg St. Leonhard in Passeier/Südtirol - Timmelsjoch
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  • Abfahrt Sölden - Ötz
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  • Kreisverkehr Ötz - Auffahrt zum Kühtai
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  • © Sportograf
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  • Pacemaker
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  • Ötztaler Ache in Sölden
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  • Tiroler Ferienort Sölden - spektakuläre Hochgebirgskulisse im hinteren Ötztal
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„Ich habe einen Traum“ - so lautet der bekannte Leitspruch des Ötztaler Radmarathons. Der Wahl-Kärntner Johnny Hoogerland aus den Niederlanden erfüllte sich beim Jubiläums-Ötztaler seinen Sieges-Traum, der den Kärntner Hans-Jörg Leopold und den Italiener Mattia De Marchi auf die Plätze verwies. Bei den Damen triumphierte wie zuletzt 2019 abermals souverän die Deutsche Christina Rausch.

Der Wettergott meinte es mit den Teilnehmern des 40. Ötztaler Radmarathons gnädiger als von den "Wetterfröschen" vorhergesagt. Auch wenn's bitterkalt war, blieb das gefürchtete „Sauwetter“ den Teilnehmern zumindest bis zum späten Nachmittag erspart. Um 6:30 Uhr standen "nur" 2.751 Teilnehmer - von ursprünglich 4.023 Angemeldeten - aus 32 Nationen bei rund fünf Grad Celsius sozusagen auf der Matte. Die miserable Wetterprognose mit möglichen Schneefällen war wohl zuviel des Guten, sodass es viele vorzogen lieber das warme Bett zu hüten, anstatt sich in einen sportlichen "Überlebenskampf" mit ungewissem Ausgang zu begeben. Verschärfend wirkte sich die Umleitung über das Haiminger Sattele aus, die wegen eines Felssturzes auf der Kühtaistraße 10 Kilometer plus 250 Höhenmeter drauf sattelte, was den Kampf über die vier Pässe Kühtai, Brenner- und Jaufenpass sowie das Timmelsjoch nicht einfacher machte. Schlussendlich erreichten 2.261 ausgemergelte Radsportler - eine der niedrigsten Finisherquoten überhaupt - das Ziel in Sölden und verwirklichten somit ihren persönlichen Traum.  

Bild: Licht am Ende des Tunnels. Für jeden Teilnehmer ist die Durchquerung des Tunnels kurz vor dem Streckenzenit am Timmelsjoch jener entscheidende Moment, wo der Frosch buchstäblich ins Wasser springt. Im Wissen, das erfolgreiche Finish endlich vor Augen zu haben versetzen ausgeschüttete Glückshormone die Pysche in einen regelrechten Freudentaumel.

Nach einer längeren Verfolgungsjagd und mit einer grandiosen Fahrzeit von 7:21,01 Stunden kam ehemalige World-Tour-Profi Johnny Hoogerland aus den Niederlanden als Erster in Sölden an, und kürte sich zum Sieger des 40. Ötztaler Radmarathons. „Das war ein super Tag für mich! Schon beim ersten Anstieg habe ich gemerkt, dass ich super Beine habe und ich war nie am Limit. De Marchi war super stark am Jaufenpass und am Timmelsjoch wusste ich, dass ich ihm schnell folgen muss. Die letzten fünf Kilometer waren dann sehr hart, ich bekam noch Krämpfe. Aber das ist so ein sensationeller Sieg für mich, ich habe Gänsehautstimmung“, so der Wahl-Kärntner.

Zum Palmares von Hoogerland, der seit drei Jahren in Velden ein Hotel betreibt zählt auch folgende Geschichte: er bestritt 2011 seine erste Tour de France und eroberte gleich fünf Mal das Bergtrikot! Bilder von der damaligen 9. Etappe gingen um die Welt, als er mit Juan Antonio Flecha das Spitzenduo bildete und von einem Begleitfahrzeug abgedrängt wurde. Hoogerland stürzte dabei in einen Stacheldrahtzaun und kämpfte sich danach blutend ins Ziel.

Bild: Zieleinfahrt des Letztklassierten Konrad Amann im strömenden Regen. Die unvorstellbaren Strapazen können nur die Teilnehmer selbst in ihrer Gänze nachempfinden. Nicht ohne Grund wird von vielen Leidgeprüften gesagt, dass man als anderer Mensch ankommt als man voher war.

Bild: der Letzte von 2.261 Helden erreicht sein Ziel.

Im Kampf um die weiteren Podiumsplätze schaffte der Kärntner Ex-Profi Hans-Jörg Leopold kurz vor dem Gipfel des Timmelsjochs noch den Anschluss an den De Marchi. Gemeinsam bestritten sie die Abfahrt in den Zielort, wo sich Leopold (7:28:26) im Zielsprint vor De Marchi (7:28.27) den zweiten Rang sichern konnte. Der Zweite Leopold haderte etwas mit der Strecke: „Leider bin ich am ersten Berg zu schnell gefahren, davon habe ich mich bis zum Schluss nicht mehr richtig erholt.“

Bild: die Sieger des 40. Ötztaler Radmarathons: Johnny Hoogerland (NL) und Christina Rausch (D).

Der Italiener Fabio Cini wurde Vierter, gefolgt vom starken Robert Petzold und dem Haiminger Fabian Costa. Auch der Tiroler Patrick Hagenaars, dessen linke Hand nach einem Unfall amputiert ist, lieferte mit Rang sieben wieder ein starkes Rennen ab! Sein großes Talent bewies der Ötztaler Jonas Holzknecht, der als jüngster Teilnehmer, mit Rang 22 (7:52 h) aufhorchen ließ. 

Die Deutsche Christina Rausch war bei den Damen wie zuletzt 2019 unschlagbar. Die Radsportlerin, die im Vorjahr 30.000 Kilometer trainierte, siegte mit einer Zeit von 8:15,20 Stunden vor der Deutschen Veronika Weiss (8:50:29) und der Österreicherin Bianca Somavilla (8:52:03). Bereits am Kühtai setzte sie sich an die Spitze und fuhr ihrem ungefährden Sieg entgegen. Der Organisator Dominic Kuen gratulierte heute nicht nur den Siegern, sondern allen Startern: „Wir hatten doch noch so großes Glück mit dem Wetter und wir haben von jedem Teilnehmer ganz tolle Leistungen gesehen. Großer Glückwunsch an Christina, die derzeit fast unschlagbar bei den Frauen ist, und natürlich an Johnny.“

Bild: ein Schlückchen in Ehren. Nach 13:41 Stunden Dauereinsatz hat es sich der Schlussankömmling redlich verdient.

Bild: Sieger Johnny Hoogerland und "Schlusslicht" Konrad Amann (München) gemeinsam vereint auf dem Siegerpodest. Das Bild symbolisiert, dass beim Ötztaler Radmarathon alle Finisher als Heroes gefeiert werden, was unter den diesjährigen Bedingungen erst recht gilt. 

Völlig überraschend gab Redkordhalter und dreifacher Ötzi-Sieger Mathias Nothegger sein Karriereende bekannt, nachdem er sich in Innsbruck (2:36.51,9) noch in der Spitzengruppe befand und kurz darauf ausstieg. Wir wünschen ihm an dieser Stelle alles Gute auf seinem weiteren Lebensweg. 

Der 40. Ötztaler Radmarathon ist Geschichte. Doch wie heißt es so schön: Nach dem Ötztaler ist vor dem Ötztaler: der 41. Ötztaler Radmarathon kann kommen.

Das Ötztal erfreut sich über tausende Radsportler und Begleiter aus allen Herren Länder. Jedesmal mutiert Sölden zum Nabel der (Hobby-) Radsportwelt, was dem Alpendorf einen nicht unerheblichen ökonomischen Benefit beschert. Demnach generiert die Veranstaltung jährlich eine Wertschöpfung von rund 4,5 Millionen Euro und bringt dem Ötztal 20.000 Nächtigungen. 

Großer Dank gilt den 1.200 Helfern und den Einsatzkräften der Polizei, Rettungssanitätern und der Feuerwehr.

The day after: nach der Tortour eines derartig zermübenden Kraftakts wie dem Ötztal-Radmarathon hat der malträtierte Körper und die gestresste Psyche Regeneration bitter nötig. Deswegen wird am nächsten Tag - häufig auf der Heimreise - im führenden Thermenresort Österreichs - dem AQUA DOME - in Längenfeld (talwärts 13 km von Sölden gelegen) Station gemacht. Regenerationsfördernde Maßnahmen wie Schwimmen, Massagen, Saunagänge und heiße Thermalbäder unterstützen den körpereigenen Wiederherstellungsprozess. Das AQUA DOME ist ein idealer Kraftort, um frische Energien zu schöpfen und Körper, Geist und Seele wieder in Einklang zu bringen.

Rückblick

Nachdem das Coronavirus letztes Jahr Europas renommierteste Radsportveranstaltung für ambitionierte Hobby- und Radamateure überraschend ausknockte ist es nach der einjährigen Zwangspause am 29. August es endlich wieder soweit: der Ötztaler ist back! Insgesamt sind 4.023 Teilnehmer aus 32 Nationen - darunter 246 Frauen - sind für den Jubiläums-Ötztaler gemeldet. Sage und schreibe neun ehemalige Sieger sowie Sportgrößen wie beispielsweise Ex-Spitzen-Biathlet Dominik Landertinger und der ehemalige Tour-Profi Thomas Rohregger gehen hoch motiviert ins Rennen. Auch die letzte Siegerin Christina Rausch aus Deutschland startet am Sonntag mit Siegambitionen im Ötztal, ebenso wie Stefano Cecchini, Monika Dietl, Hugo Jenni, der Vierfach-Sieger Ekkehard Dörschlag, Enrico Zen, Giuseppe Bovo und der Deutsche Bernd Hornetz, mit 48 Jahren der älteste Ötztal-Sieger. Die Nationenstatistik führt Deutschland mit 2.225 Teilnehmern mit großem Abstand an, gefolgt von Österreich (750), Italien (570), Schweiz (127) und den Niederlanden (103). Wenn (ausnahmsweise um 6:30 Uhr) der markerschütternde Böllerschuß durch Sölden hallt, geht der Mythos in eine neue Runde. 

Ursprünglicher Plan war, am 30. August 2020 das 40zigste Rennen des Alpen-Klassikers gebührend zu feiern, währenddessen das Jahr darauf das 40-Jahr-Jubläum des Kultrennens auf dem Programm gestanden wäre. Ein Widerspruch? Mitnichten! Des Rätsels Lösung: 1996 gab es zwei Ötztaler - einmal mit Start/Ziel in Sölden (25. August) und ein zweites mal von Steinach (1. September) aus. Doch 2020 brach wie aus heiterem Himmel die Corona-Pandemie aus und machte alle Pläne zunichte. Deshalb findet nun am letzten Augustwochenende 2021 die große Vierzigerfeier statt, bei der sowohl das Veranstaltungsjubiläum als auch das abgesagte 40zigste Rennen gefeiert wird. 

Felssturz erfordert Plan B

Als habe Covid-19 dem OK nicht schon genügend Steine in den Weg gelegt, so verursachten starke Regenfälle auch noch einen Felssturz auf der Kühtaistraße, weshalb die Landesstraße zwischen Mühlau (Gemeinde Oetz) und Ochsengarten (Gemeinde Haiming) voraussichtlich für zwei Wochen gesperrt bleibt. Rund 1500 Kubikmeter Gesteinsmaterial rutschte oberhalb der Straße ab, wobei ein riesiger Felsblock mit circa 20 Kubikmetern Größe die Straße blockiert. 

Eine Umleitungsstrecke wurde umgehend eingerichtet, die für Radsportler allerdings nichts Gutes verheißt. Die Jubiläumsausgabe wird nämlich dem altbekannten Motto "Hart - härter - Ötztaler" noch einen Ticken mehr gerecht, denn die Streckenänderung über das Haiminger Sattele zum Kühtai ist nicht nur 10 Kilometer länger und weist etwa 250 (Bonus-) Höhenmeter auf, sondern knallt den Protagonisten auch noch giftig steile Rampen mit bis zu 20% Steigung vor den Latz.

Somit ist klar, dass Finisherzeiten der Jubiläumsausgabe nicht mit den Zeiten der vorhergehenden Veranstaltungen vergleichbar sind. Auf der Jagd nach der persönlichen Bestzeit - sprich der Kampf gegen sich selbst - stellt der Zeitenvergleich einen enormen Ansporn für die meisten Teilnehmer dar, was beim diesjährigen ÖRM leider flach fällt.

Interaktive Streckengraphik/Höhenprofil und GPX-Download der Ersatzstrecke via Haiminger Sattele zum Kühtai: Historie, Streckenanalyse

Aufgrund der Streckenänderung wird die Startzeit auf 6:30 Uhr vorverlegt - Startaufstellung ab 5:15 Uhr!  

Man soll den Teufel ja nicht unbedingt an die Wand malen, aber die Wetterprognose schaut in der Tat nicht prickelnd aus. So droht am Kühtai möglicherweise Schneefall, d.h. mit Glätte, Nässe und zapfiger Kälte ist zu rechnen. Bekanntlich gibt es ja kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung weswegen Fleece- Softshelljacken, Arm- und Beinlinge, Thermohose, Windstopper, Regenschutz, Handschuhe, Mütze, wasserdichter Helmüberzug sowie Neopren-Überziehschuhe wohl ein Thema sind. Vor allem vor den Abfahrten empfiehlt es sich auf den Passhöhen weitere Kleidungsschichten anzulegen, da der Körper bei hohen Geschwindigkeiten ultraschnell auskühlt (Windchill-Effekt). Der Windchill (engl.) - auch als Windfrösteln bekannt - beschreibt den Unterschied zwischen der gemessenen Lufttemperatur und der gefühlten Temperatur in Abhängigkeit der Windgeschwindigkeit (Fahrtwind). Um niedrige Körpertemperatur wieder zu steigern, benötigt der Körper viel Energie. Körperliche Ressourcen die womöglich hinten raus fehlen, was verhängnisvoll enden kann. Umso wichtiger ist es, sich am Samstag über die letzten Infos von der Strecke sowie über das aktuelle Wetterupdate für den Renntag zu informieren: Rennvorschau (18.30-19.15 Uhr), anschließendes Fahrerbriefing (19.30 - 20.00 Uhr) auf ÖtztalTV

Andererseits gilt aber auch: den Blick lieber auf positive Dinge lenken welche unter Kontrolle sind. Das Wetter kann sowieso keiner ändern, ergo sollten Negativgedanken keine mentale Energie sinnlos verschleudern. Am besten sich selbst ermuntern und motivieren, denn Motivation ist Energie, und Energie ist Adrenalin. Und noch eins: keine ehrgeizigen Resultatziele setzen, das baut nur überflüssigen Psychodruck auf.  

Soviel lässt sich jetzt schon sagen: Härtere Strecke + Miesepeterwetter - widrige Bedingungen unter denen der Finisher-Heldenstatus noch unverückbarer wird.

 Kleidertransportservice nutzen (z.B. Wechselwäsche)

Das Who is Who der internationalen Radsportzene steht im Ötztal Gewehr bei Fuß

Bild: Skisprunglegende Andi Goldberger (2019)

Schon viele Sport-Promis aus den unterschiedlichsten Disziplinen stellten sich der exorbitanten Herausforderung: Walter Röhrl, Andi Goldberger, Jan Ullrich, Jutta Kleinschmidt, Frank Wörndl, Jörg Ludewig, Alban Lakata (3-facher Mountainbike-Weltmeister), Peter Schlickenrieder, Benjamin Karl, Markus Prock, Tom Rohregger u.v.m.

Bild: Mathias Nothegger bei seiner Zieleinfahrt in Rekordzeit (2019)

Der Ötztaler Radmarathon feiert am 29. August 2021 runden Geburtstag. Wer einen Startplatz zugelost bekam der weiß was die Stunde geschlagen hat, denn jeder ist bestrebt seine wohlverdienten Früchte am Tag der "Wahrheit" ernten zu wollen. Ohne zielorientierten Trainingsplan, Geduld und Disziplin mag der Traum rasch in Schall und Rauch aufgehen bzw. zum Albtraum mutieren. Gleichwohl vermag niemand verlässlich vorherzusagen, wie die Challenge auf den legendären Pässen Kühtai, Brenner, Jaufen und Timmelsjoch am Wettkampftag verlaufen wird. Zuviele Einflussfaktoren (Tagesform, Energienachschub, Nerven, Wetter usw.) können jeden noch so ausgeklügelten Plan zunichte machen.

Die Ziele der Sportler könnten unterschiedlicher nicht sein. Für einen erlauchten Kreis geht es um den Sieg bzw. Podiumsplatz, für andere um Top 10, Top 100, Top 1000... Platzierungen. Vor allem das schicksalshafte Timmelsjoch erweist sich oftmals fast als unüberwindbare Hürde jenseits der physischen und mentalen Belastungsgrenze, was den inneren Schweinehund übermächtig macht. Die einen jagen die ultimative Bestzeit, andere persönliche Rekorde, und wieder andere kämpfen um nichts geringeres als das schiere nackte sportliche Überleben, um auf Biegen und Brechen vor Zielschluß (20.30 - 20.45 Uhr) die Finisherehre zu retten. Trotz alledem eint das Teilnehmerfeld das oberste Ziel: zu finishen und sein verdientes Anrecht auf die begehrteste Trophäe überhaupt - das Finishertrikot - mit stolz geschwellter Brust einlösen. 

Die 15 stündige Liveübertragung des Ötztaler Radmarathons liefert spannende Storys, interessante Backstage-Infos und hautnahe Impressionen aus Sölden sowie live von der Strecke. Von 6.30 Uhr bis 21.30 Uhr können Fans am Bildschirm das Livegeschehen an den verschiedensten Schauplätzen des Jubiläums-Ötztalers mitverfolgen: www.oetztaler-radmarathon.com/livestream

238 Kilometer, 5.500 Höhenmeter, bis zu 18 Prozent steil – den Kühtai-Sattel hinauf, über den Brenner, den Jaufenpass, durch St. Leonhard im Passeiertal und zu guter Letzt den 29 km langen Hammeranstieg über das 2.509 Meter hohe Timmelsjoch. Eckdaten die jeder Teilnehmer auswendig im Schlaf runter beten kann. Wahrlich nichts für schwache Nerven und schon gleich gar nicht für schlaffe Wadeln bzw. in Zuckerwatte gepackte Weicheier. Das Mega-Event gilt als sportlicher Höhepunkt für die besten Hobbyradsportler bzw. Radamateure der Welt. Über 4.000 Teilnehmer aus allen Herren Länder kämpfen verbissen gegen die Uhr. Dafür werden sie nach ihrem kräfteraubenden Husarenritt in Sölden von tausenden Zuschauenden als echte Heroes frenetisch bejubelt. Kaum zu glauben, dass die Zeitspanne zwischen dem Sieger und dem Letztplatzierten so lang ist, wie die Siegerzeit selbst - nämlich mehr als 7 Stunden. Damit ist über die gewaltige Leistungsspreizung des Teilnehmerfeldes alles gesagt. Eines steht fest: wer sich seinen (Finisher-) Traum erfüllt, dem öffnet sich im wahrsten Sinne des Wortes die "Himmelspforte". 

Ohne Aufzählung von Superlativen und Lobpreisungen kommt man beim Ötztal-Radmarathon nicht umhin. Das Mega-Event ist für Amateur-Radsportler, eingefleischte Marathonis und ambitionierte Hobbyfahrer das Maß der Dinge - ja er ist ein echter Mythos. Die renommierte Veranstaltung ist professionell organisiert, enorm prestigeträchtig, hochklassig besetzt und gerade deshalb derart beliebt. Wer hier am 29. August am Start stehtwahrlich weiß sehr wohl, dass es keine lässige Spazierfahrt wird. Die Fakten sprechen für sich: 238 km und 5.500 Höhenmeter - wobei Karenzzeiten an mehreren Kontrollpunkten besonders den Leistungsschwächeren das Leben schwer machen. Dass man für diese Tortur irrsinnig viel Zeit opfert, dem sportlichen Ziel alles unterordnet und obendrein eine Stange Geld dafür hinblättert, lässt einem vor allem während quälender Schwächephasen schon mal am eigenen Geisteszustand zweifeln. Doch nach der Ziellinie sind Schmerz, Qual, Psychostress und Selbstzweifel Schall und Rauch. Stattdessen wird man von einem unbeschreiblichen, extatischen Glücksgefühl ergriffen. Ein unvergesslicher Moment der aufzeigt: nur wer den physisch/mentalen Ausnahmezustand mit unbeugsamer Willenskraft etragen hat weiß wie himmlisch sich der "Finisher-Traum" eines Ötztaler Radmarathons tatsächlich anfühlt. 

Wolfgang Steinmayr, österreichische Radlegende und vierfacher Gewinner der Österreich Radrundfahrt sowie Teilnehmer des Ötztaler Radmarathons 2011 formulierte es so: "Ein richtiger Mann muss: einen Sohn gezeugt haben, einen Baum gepflanzt haben und den Ötztaler Radmarathon gefahren sein“. Dem ist nichts hinzuzufügen. 

Die schweißtreibende Trainingsszeit ist immens, wenngleich beim Überqueren der Ziellinie die monatelange Vorbereitung und alle Entbehrungen unterschiedlichster Ebenen mit einem Schlag vergessen sind. Man darf es als gefühlsmäßige "Payback-Karte" verstanden wissen, die einem den Leistungsinput tausendfach zurück bezahlt. Eben weil der Ötztaler so grenzwertig hart ist, hat der berauschende Glückshormon-Flash in Sölden eine ganz andere Dimension als anderswo. Das zermürbende Streckenprofil birgt Grenzerfahrungen, die einem das Ich spüren lassen und ehrfürchtige Demut in einer Weise lehren die absolut einzigartig sind. Ehre wem Ehre gebührt, denn wer das außergewöhnliche Monument der nicht berufsmäßigen Radsportwelt bezwungen hat, verdient zu recht den Ritterschlag der internationalen Radsportszene. Das begehrte Finisher-Trikot als Ehrengabe vollendet das Glück auf Erden. In diesem Sinne: träume nicht dein Leben sondern lebe deinen Traum! 

Mathias Nothegger hat mit seiner Rekordzeit von 6:47:02 Stunden 2019 eine nahezu unerreichbare Benchmark gesetzt. Der Vorarlberger unterbot die bisherige Bestmarke des Schweizers Hugo Jenni aus dem Jahr 2001 um satte zehn Minuten und pulverisierte damit den 17 jährigen Streckenrekord. Das Palmares des gebürtigen Bregenzers Mathias Nothegger ist beeindruckend: Souveräne Siege prestigeträchtiger Radmarathons wie den Ötztaler, Highlander, Arlberg Giro, Mondsee 5 Seen, Kaunertaler Gletscherkaiser sowie Etappenrennen der Tour de Kärnten und Tour Transalp oder Bergrennen wie den Glocknerkönig zeugen von einer unglaublichen Leistungsdominanz. Beim 39. Ötztal-Radmarathon sorgte der Ausnahmeathlet mit Streckenrekord für einen historischen Triumph. Der Vorarlberger Rekordhalter zählt jedoch dieses Jahr bestenfalls zum erweiterten Kreis der Sieganwärter, weil ihn Ende März ein schwerer Unfall mit Rippenbrüchen und einer Lungenverletzung ereilte, wodurch die Vorbereitungsphase alles andere als optimal lief. Es bleibt abzuwarten ob dem ÖRM-Doppelsieger von 2018 und 2019 möglicherweise trotzdem der Hattrick gelingt. Aber wer weiß, vielleicht holt auch Eliminator-Weltmeister Daniel Federspiel oder MTB-Weltmeister Alban Lakata (beide Tirol) für Österreich die Kohlen aus dem Feuer.

Bild: Morgendliche Überquerung der reißenden Ötztaler Ache im Ötztal

Es kommt nicht von ungefähr, dass das populäre Radrennen gemeinhin als Königin aller Radmarathons in Europa gilt und den Status einer inoffiziellen Weltmeisterschaft der Radmarathonfahrer genießt. Ein hochklassiges Starterfeld, das auf einer weitestgehend abgesperrten Strecke - versehen mit Berg- und Karrenzzeiten - gegen die Zeit kämpft offenbart den reinrassigen Renncharakter. Dies ruft hochkarrätige Radmarathon-Asse auf den Plan, deren Leistungswerte fast an das Niveau von Profis heran reichen. So groß die Leistungsbandbreite der Teilnehmer ausfällt eint doch alle dasselbe Ziel: beim ultimativen Kampf gegen den inneren Schweinehund eisern die Oberhand zu behalten. Demzufolge muss man ein "zacher Beißer" sein wie die Einheimischen zu sagen pflegen. 

Sich den extremen Anforderungen zu stellen um im Wettstreit seiner Psyche über sich hinaus zu wachsen - dafür ist der berühmt berüchtigte "Ötzi" - wie er gern verniedlichend genannt wird - bestens bekannt. Vier Passauffahrten summieren sich round about auf 5.500 Höhenmeter, wobei die heurige Ersatzstrecke noch 250 Höhenmeter drauf packt die peau à peau solange Körner saugen bis es so manch ausgemergelten Fahrer den Stecker zieht. Steht die Ausdauerschlacht beim 29 km langen Endgegner Timmelsjoch Spitz auf Knopf, hängt das Weiterkommen am seidenen Faden der Willenskraft. Gerade wenn es am schlimmsten wehtut ist Kampfgeist und Moral - sprich mentale Man/Woman-Power - gefordert, denn sie entscheidet allein über Ex oder Hopp wenn der Körper schlapp macht.

Über den sarkastischen Bannerspruch "Ausgeträumt?" mag im schmerzvollen Schlussakt des Timmelsjoch wohl kaum einer belustigt sein, allenfalls dann wenn nach einem erfolgreichen Finish die Lorbeeren eingefahren sind.

Selbst für Bergflöhe ist der 29 km lange Monsteranstieg mit knapp 1.800 hm ein selektiver Härtetest. Erschweren Regen, Kälte und Wind die ohnehin brutal harten Bedingungen, artet das Race zum sportlichen Überlebenskampf aus. Wem gar der Fauxpas einer unzureichenden Energieversorgung unterläuft, für den dürfte ein Hungerast oder Dehydrierung das Ziel in weite Ferne rücken.

 Regeln - Vorschriften - Hinweise

Alle Teilnehmer und alle Helfer des 40. Ötztaler Radmarathons unterliegen der 3G Regel. Ebenso ist das gesamte Zielareal am Sonntag eine 3G Zone.

TESTSTATION GIGGIJOCHBAHN

Im Rahmen des Ötztalers gibt es eine eigens eingerichtete Antigen Teststation. Die Tests sind kostenlos, es ist aber eine Vorabanmeldung via https://tiroltestet.leitstelle.tirol/ nötig.

Öffnungszeiten

Freitag, 27.08.2021 08:00 – 12:00 Uhr & 13:00 – 18:00 Uhr

Samstag, 28.08.2021 08:00 – 12:00 Uhr & 13:00 – 20:00 Uhr

Sonntag, 29.08.2021 09:00 – 12:00 Uhr  & 13:00 – 18:00 Uhr

MUND-NASENSCHUTZ-PFLICHT IM INDOORBEREICH

bei der Ausgabe der Startunterlagen und beim Abholen des Finishertrikots und der Chip Kaution gilt ausnahmslos MNS-Pflicht. Die Startpaket-Ausgabe befindet sich in der Sporthalle der Freizeit Arena in Sölden und ist wie folgt geöffnet:

Freitag, 27.08.2021 von 10:00 - 20:00 Uhr

Samstag, 29.08.2021 von 09:00 - 20:00 Uhr

FAHRERBESPRECHUNG, SAMSTAG, 28.08., 19:30 UHR : GANZ BEQUEM IM HOTELZIMMER

Die traditionelle Fahrerbesprechung, mit den letzten Informationen zum Wetter und den aktuellen Details zu möglichen Gefahren auf der Strecke wird im Rahmen des Ötztaler Radmarathon TV online übertragen und kann somit überall live verfolgt werden: www.oetztaler-radmarathon.com/livestream

  • Aufgrund der Streckenänderung wird die Startzeit auf 6:30 Uhr vorverlegt - Startaufstellung ab 5:15 Uhr!  
  • Regenerisches Wetter und Eiseskälte machen warme, wasserdichte Kleidung unverzichtbar - Kleidertransportservice nutzen!
  • Pasta-Party entfällt (ersatzweise in die Gastronomie des gesamten Ötztals ausgelagert)

VERHALTEN AN DEN LABESTATIONEN: MIT ETWAS MEHR ABSTAND VONEINANDER UND RÜCKSICHT AUFEINANDER

Ebenso wie in der Sporthalle bei der Startpaketausgabe herrscht an allen Labestationen Mund-Nasen-Schutz Pflicht. Jeder Teilnehmer muss daher seinen eigenen MNS mitführen. Alle Labestationen sind einbahngeregelt, ein Verzehr der Speisen & Getränke direkt an der Ausgabestelle ist untersagt und auch die Rennräder dürfen nicht direkt mit zur Labestation. Diese Regeln werden von Securitys überwacht.

PASTA PARTY: AUSGELAGERT IN DIE GASTRONOMIE IM GESAMTEN ÖTZTAL

2021 findet keine Pasta Party in der Sporthalle statt. Stattdessen erhalten alle Teilnehmer auf der Startnummer einen Wertgutschein in Höhe von € 12,00 der in allen Gastronomiebetrieben im gesamten Ötztal eingelöst werden kann.

Streckengrafik Ötztal-Radmarathon


Bewegen sie ihren Cursor auf dem Höhenprofil, wird interaktiv oben auf der Streckengraphik die geographische Position eingeblendet.

Haftungsausschluss:

Biketouristik – Media übernimmt keine Gewähr für die Korrektheit downgeloadeter Trackdaten. Die Verwendung von GPS-Tracks geschieht in Eigenverantwortung des Users und schließt Haftungsansprüche gegenüber dem Anbieter ausnahmslos aus.



Registrierung - Verlosung - Zahlungsfristen 2021

Die geplante Ausgabe des Ötztalers von 2020 wurde mitsamt allen einbezahlten Startplätzen und den getätigten Registrierungen auf das Jahr 2021 verschoben. Es wird daher im Februar 2021 keine Neu-Registrierung geben.

Die Startplatz-Inhaber, welche im August 2021 nicht an den Start gehen wollen, können ihren Startplatz bis 28.02.2021 kostenlos stornieren – wir erstatten das gesamte Nenngeld zurück. Sendet uns dazu bitte eine Mail an radmarathon@oetztal.com

Die Nachauslosung der freigewordenen Startplätze erfolgt im März 2021. Hier werden automatisch alle Registrierungen von 2020 herangezogen.

Alle Termine und Fristen im Überblick:

Nachauslosung der Restplätze: 04. März 2021

Zahlungsfrist Nachauslosung: 22. April 2021

Startplatzübertragung: 01. – 30. Juni 2021

Stornierung ohne Stornoversicherung: 09. Juli 2021

Ein neuer Traum beginnt

Bild oben Buchvorstellung v.l.n.r: Heli Meier (Urheber des Ötztal-Radmarathon), Josef Margreiter (Geschäftsführer der Lebensraum Tirol Holding), Ernst Lorenzi (Langzeit-OK-Chef), Dominic Kuen (OK-Chef)

Wer seine Vorfreude bzw. Motivation zum nächsten Ötztaler steigern möchte, sollte sich das brandneue Buch <Ein neuer Traum beginnt> zulegen. Autor Ernst Lorenzi hat das Werk mit viel Detailliebe verfasst. Als Organisationsleiter des Ötztal-Radmarathon war er bis 2017 am faszinierenden Geschehen hautnah dabei. Jahr um Jahr schreibt das Mega-Event - getreu dem Motto "Hart - Härter - Ötztaler" - mitreißende Geschichten, die authentisch den emotionalen Stoff im Gefühlsstrudel zwischen Hoch und Tiefs liefern. Keine Frage, der Ötztaler ist ein Mythos. Wird die Herausforderung von 238 Kilometer mitsamt 5.500 Höhenmeter mit geballter Muskelpower und eiserner Willenskraft innerhalb des Zeitlimits bewältigt, der weiß wohlweislich was am Mythos dran ist.

Das 248-Seiten-Werk - erschienen im Pantauro-Verlag - enthält unzählige Eindrücke zum Ötztaler Radmarathon und zeigen Freud und Leid der Protagonisten auf. Umfangreiche Statistiken, Erlebnisberichte von bekannten Größen wie Andreas Goldberger oder Thomas Rohregger, medizinische Aspekte, VIP-Kurzgeschichten, Trainingspläne, Ernährung und Lesegeschichten von prominenten und weniger bekannten Persönlichkeiten. eine Ehrentafel jener Starter, die den Ötztaler öfter als 25 Mal bezwungen haben sowie ein persönliches Vorwort von Radsuperstar Peter Sagan vom <Team Bora-hansgrohe> runden den Lesestoff ab.

Das Buch ist im Direktvertrieb (Verlag Pantauro) zum Preis von € 45,- zzgl.€ 6,- Versand- & Portospesen erhältlich. Buchformat: 29,5 x 20,5, 248 Seiten mit umfangreichen Fotostrecken. Bestellung unter lorenzi@soelden.at

Themeneinblick

Kooperation mit dem UCI World Team <BORA-hansgrohe> 

Das Spitzenteam BORA-hansgrohe um Peter Sagan, Rafal Majka, Emanuel Buchmann & Co bereitete sich im Juni mehrere Wochen im Ötztal akribisch auf die Tour de France vor. Im Rahmen der offiziellen Team Präsentation wurde die Kooperation mit dem deutschen Radsportteam mit Sitz im grenznahen Raubling in Oberbayern - für das u.a. auch fünf Österreicher fahren - verkündet. Bereits bei der 107. Tour de France prangt das Ötztal-Logo noch großflächiger im Oberarmbereich der Profi-Trikots.

Oliver Schwarz, Geschäftsführer von Ötztal Tourismus, freut sich über die gegenseitig befruchtende Kooperation mit BORA - hansgrohe: "Mit diesem sympathischsten Team der WorldTour als Partner erwarten wir uns eine mediale Strahlkraft in Deutschland, dem Hauptherkunftsland unserer Gäste und weit darüber hinaus. Das Ötztal ist radsportaffin und hat ein breites und vielfältiges Angebot für Biker. Wir waren schon mehrmals Etappenziel bei der Deutschland Tour und Tour de Suisse. Seit 1982 veranstalten wird den Ötztaler Radmarathon, ein Event, das neue Standards gesetzt hat. Mit dieser Kompetenz sowohl im Spitzen-, als auch im Breitensport, war es ein logischer Schritt eine Partnerschaft mit BORA – hansgrohe einzugehen.“ Das Sponsoring ist ein weiterer konsequenter Schritt durch den das Ötztal als Rad-Destination Nummer 1 in den Alpen etabliert werden soll. Teamchef Ralph Denk äußerte sich dazu: „Es freut mich besonders, unseren neuen Partner Ötztal Tourismus in unserer Radsportfamilie begrüßen zu dürfen.“

Bild: Autor Curd Biedermann mit Sarah Ennemoser (Head of PR & Media · Ötztal Tourismus)

Neulinge sind gut beraten sorgsam ihre Kräfte einzuteilen, auf Leistungswerte bzw. Körpergefühl zu achten und für bedarfsgerechten Energienachschub zu sorgen. Lieber auf Ankommen fahren als alles auf eine Karte zu setzen, denn tollkühne Husarenritte kommen einem Himmelfahrtskommando gleich. Wer sich 80-85% unterhalb seiner Schwellenleistung - sprich funktionelle Leistungsschwelle (FTP)  - bewegt macht grundsätzlich nichts verkehrt. Der FTP-Wert (Functional Threshold Power) bemisst die maximale Leistung, die man über den Zeitraum von einer Stunde konstant erbringen kann. So lassen sich anhand optimaler Intensitätsbereiche auch Durchgangszeiten bzw. eine angepeilte Finisherzeit bestimmen. Gleichwohl bestehen Unwägbarkeiten auf die man keinen Einfluß hat, allen voran die herrschenden Wetterbedingungen. 

Tourteufel Didi Senft fehlt so gut wie nie beim Ötztaler. Auf der Strecke feuert er mit seinem Dreizack lautstark die erschöpften Fahrer an.

 Ötztal-Radmarathon 2019

Reportagen

Bike-Republc-Sölden

Süddeutsche Zeitung

Anreise

Organisations-Komitee Ötztaler Radmarathon                       

Ötztal Tourismus
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Geschäftsführer: Mag. Oliver Schwarz

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