Straßkirchner Sternenfahrt 2016

Initiator Ludwig Schiller von den Radfreunden Straßkirchen organisiert seit nunmehr 12 Jahren die sogenannte Sternenfahrt für den guten Zweck. Dank Sponsoren, die die überschwängliche Verköstigung mit Schinkennudeln, Butterbrezen, heißen Kaffee, Tee & Co übernehmen, werden sämtliche Startgebühren ( a € 30) zu 100 % an ausgewählte krebsleidende Patienten aus Niederbayern und der Oberpfalz gespendet. 

Streckenverlauf: Straßkirchen – Richtung Paitzkofen, Büchling, Haidenkofen, Pilsting, Mamming - bei Steinberg im FFW Haus „Pause" - Reisbach St.2327, Haberskirchen, Unterrohrbach, Rattenbach, Staudach, Vordersarling - Pause in Eggenfelden - Weiterfahrt nach Altötting Niederndorf, Hirschorn, Endach, Kransberg, Mitterskirchen, Holzhamm, Lidorf, Arbing, Reischach, Altötting und denselben Weg zurück nach Straßkirchen.

Der geschlossene Verband wird von Begleitfahrzeugen (Feuerwehr, Motorräder, Autos, Materialbus) eskortiert. Hinweis: eine Marathondistanz so früh in der Radsaison zu bewältigen ist sicher eine Herausforderung, da die Wenigsten bereits tausende Trainingskilometer in den Beinen haben. Umso mehr ausgeprägtes Grundlagenfundament erforderlich, damit der Spaß nicht auf der Strecke bleibt.

Was einst mit 5 Teilnehmern anfing, hat sich mittlerweile zu einer beliebten Radsportveranstaltung mit bis zu 200 Rennradlern gemausert. Da der Radlerkonvoi im geschlossenen Verband fährt, erregen die Benefizradler in den Gemeinden und Städten große Aufmerksamkeit. Schließlich hängt der Erfolg jeder Wohltätigkeitsaktion von ihrer Popularität ab, mit der sich Spendentöpfe füllen lassen. 

Bestens verpflegt und eskortiert von Begleitfahrzeugen fühlt man sich in der Schar Gleichgesinnter pudelwohl, zumal die Tempovorgabe (Ø 26 km/h) genügend Luft zum Atmen lässt. Die homogene Fahrweise im moderaten Belastungsniveau erlaubt kurzweilige Gespräche, was die Stimmung pusht und das Gemeinschaftsgefühl fördert. Gesprächsstoff gibt's im Peloton reichlich, weil keiner an Sauerstoffmangel leiden muss. Dass man einerseits mit Spaß an der Freud sein Hobby ausübt, andererseits mit dem entrichteten Obolus etwas Gutes für krebskranke Kinder tut ist der Wesenscharakter der Strasskirchener Sternenfahrt.

 Spendenmarathon 2019 geht in die 13. Auflage

Straßkirchen. Seit 13 Jahren unternehmen die Radfreunde Straßkirchen und der SSC Straßkirchen immer an Pfingstsonntag nächstes Jahr am 20.05.2018 ein RTF oder „Sternenfahrt“! Straßkirchen bei Straubing ist für viele der Rennrad Fahrer der Anziehungspunkt aus ganz Bayern und auch schon aus ganz Deutschland. Das Besondere der Fahrt ist der gute Ruf und die super Organisation die über 206 km und über 1500 hm nach Altötting und zurück geht ist die von allen Teilnehmern als fast der Charakter von „Tour de France-Feeling“ beschrieben, so ist neben dem Peloton von über 170 Rennrad Fahrer, Begleitfahrzeuge mit Blaulicht + BMW – Begleitfahrzeuge, Service Wagen, BRK, Besenwagen und 8 Begleitmotorräder die die Teilnehmer an Kreuzungen, Orts Durchfahrten und schwierige Passagen den Weg freimachen.

Doch der sportliche Einsatz ist nur ein Aspekt der Rennradfahrer, im Grunde ist die Straßkirchener Sternenfahrt eine Spendenaktion. So konnte Ludwig Schiller, „Vater“ und Organisator der Sternenfahrt in den letzten Jahren mehre Familien mit schwer kranken Kinder und Elternteile ein Teil ihrer Ängste von Geldsorgen helfen.

Da 2017 die Veranstaltung sprichwörtlich ins Wassser fiel als 80 hartgesottene Radfahrer gegen Wind, Regen und Kälte ankämpften bleibt zu hoffen, dass der 20. Mai 2018 wettertechnisch unter einem radlerfreundlicheren Stern steht. Trotz schlechten Wetters wurden dennoch knapp 16 000 Euro eingesammelt, die dem Spendenkind Medina zugute kamen.

Rückblick 2016

Punkt 6.15 Uhr setzte sich der Pulk in Bewegung. Strasskirchen im Landkreis Straubing-Bogen liegt an der B 8 Regensburg-Passau, auf halbem Weg zwischen Straubing und Plattling.

Die Tour durch Niederbayern führt von Straßkirchen aus über Wallerfing, Eichendorf, Arnstorf, Schönau, Eggenfelden, Mitterskirchen, Holzham, Arbing und Reischach zum Etappenziel nach Altötting.

Bild: der sehbehinderte Rad-Rennfahrer Christian Vaith aus Natternberg Nahe Deggendorf (29) im deutschen Nationaltrikot mit seinem Piloten Thomas. Christian Vaith startete 2015 bei der Belgien-Tour für Deutschland und nahm an den Deutschen Meisterschaften in Köln sowie Weltcup-Rennen in Italien, Schweiz und Deutschland teil. Christian: "über den Sport schaffe ich als behinderter Mensch die Integration in die Gesellschaft. Hier kann ich mich als fast Blinder beweisen, mich ausrichten, orientieren und mein Selbstbewusstsein steigern." 

Der geschlossene Verband wurde von Begleitfahrzeugen der Feuerwehr, Motorrädern, Autos und Materialbus eskortiert. Die Motorradstaffel sicherte Einmündungen in vorfahrtsberechtigte Straßen, Kreuzungsbereiche und roten Ampeln ab. Radeln im geschlossenen Verband vermittelt der "Vorfahrtsberechtigung" wegen einen sehr speziellen Fahrspaß.

Anfangs verlief die Strecke idealerweise zum Warm Up durch den topfebenen, fruchtbaren Gäuboden.

Bild Oben: Langstreckenspezialist und Extremsportler Rainer Steinberger hatte sichtlich seinen Spaß. Er reiste mit dem Rad von seinem 60 km entfernten Heimatort Pösing (LK Cham) an und hatte nach der Heimfahrt 310 km am Buckel. Mit seiner Prognose, dass wenn er mit seinem alten Geschoß samt Schutzbleche unterwegs sei nie regnet sollte er recht behalten. 

Nach den "Aufwärmkilometern" - sofern bei einstelligen Temperaturen von Wärme die Rede sein kann - folgten im niederbayerischen Hügelland der Landkreise Dingolfing-Landau und Rottal-Inn einige kürzere Anstiege, die sich auf dem welligen Profil letzten Endes auf 1500 hm summierten. 

Die überschwängliche Verpflegung - leckere Schinkennudeln, Butterbrezen, heißer Kaffee, Tee & Co - sind in der Teilnahmegebühr inbegriffen. Im Bewusstsein, dass die Erlöse vollumfänglich dem Spendentopf zugute kamen, schmeckte der Energie-Nachschub doppelt gut.

Die erhöhte Pulsfrequenz sorgte ein wenig für Körperwärme von innen. Leider verhieß die Wettervorhersage zu den Eisheiligen nichts gutes was sicherlich manchen Fahrer frühmorgens nicht unbedingt zum Aufstehen motivierte. Noch dazu, wo den meisten die Sternenfahrt 2015 im strömenden Regen noch in prägender Erinnerung war. Mit 6-8 Grad war es zwar schweinekalt, aber es blieb wenigstens trocken. Der Stimmung jedenfalls tat es keinen Abbruch. Zeitweise ließ sich sogar die Sonne blicken, was insbesondere das Pausieren angenehmer gestaltete.

Eskotiert durch Feuerwehr- und Führungsfahrzeug sowie Begleit-Motorräder wurde man sicher durch das Verkehrsgeschehen geleitet. 

Nach 70 km war Eggenfelden - die größte Stadt im niederbayerischen Landkreis Rottal-Inn - erreicht.

Der eindrucksvolle Stadtplatz ließ die Blicke nach links und rechts schweifen.

Nachdem das Grabmeier-Tor (1345/65) am Ende des Stadtplatzes durchquert war, stand die zweite Verpflegungsstation auf dem Programm.

Hier gab es u.a. warme Schinkennudeln, heißen Tee und Kaffee - genau das Richtige zu den Eisheiligen-Temperaturen.

Frisch gestärkt wurden die restlichen 25 km nach Altötting in Angriff genommen.

Ludwig Schiller im Gespräch mit einem Teilnehmer

Cheforganisator "Luck" mit seinem Gefolge.

Nach einer einstündigen Fahrzeit war von Eggenfelden aus das Etappenziel Altötting erreicht.

Selbst auf der Bundesstraße in 3 oder 4 er Reihe zu radeln erlebt man auch nicht alle Tage. 

Auf dem Kapellenplatz im Zentrum der Stadt Altötting war - wieder einmal - Zeit für eine ausgiebige Pause.

Nachdem die Energiespeicher geladen waren, wurde die Rückfahrt nach Strasskirchen in Angriff genommen. 

Radfahren im geschlossenen Verband hat seinen besonderen Reiz. Statt Renncharakter steht das gesellige Gemeinschaftsgefühl im Vordergrund, wo bei einer Schnittgeschwindigkeit von 26 km/h lockere Small Talks in Zweierreihe möglich sind. 

Bild oben: seit Jahren nehmen Fahrer vom Biketeam Regensburg an der Veranstaltung teil.

Wer bei all den Pausen-Snacks, Mittags- und Zielverpflegung am Ende des Tages auf eine negative Leistungsbilanz hoffte, wurde womöglich enttäuscht....

Vom Landkreis Dingolfing-Landau geht es wieder zurück in den Landkeis Straubing-Bogen.

Der Spendenmarathon verfolgt das erklärte Ziel, krebskranke Kinder zu unterstützen. Schon seit vielen Jahren greifen die Radfreunde Straßkirchen erkrankten Kindern bzw. deren Familien finanziell unter die Arme, um den leidgeprüften Kinderseelen emotionale Lichtblicke zu verschaffen und den Erziehungsberechtigten in dieser Form bei zu stehen. 

Zielankunft Strasskirchen

Zaungäste beklatschten die erschöpften Ankömmlinge. 

Fazit: hervorragende Organisation, erstklassige Betreuung und reichhaltige Verpflegung sprechen für sich und der Wohltätigkeitszweck als Leitgedanke dieser Radsportveranstaltung ist aller Ehren wert. 

Kaum am Zielort Strasskirchen angekommen, wurde zum gemütlichen Teil der Veranstaltung übergegangen. 

Kilometer für Kinder

Eine Initiative zur Unterstützung der Deutschen Kinderkrebsstiftung

2018 trat das Team <Irontrizone-Bayernbike-Deutsche Kinderkrebsstiftung> beim 24 Stunden Radrennen in Kelheim mit Trikots der Deutschen Kinderkrebsstiftung an, um für die Initiative “Kilometer für Kinder” zu werben.

Was gibts schöneres als sein Hobby mit einem Wohltätigkeitszweck zu verbinden, dessen Spendenerlös krebskranken Kindern zugute kommt? So gesehen war das 24 Stunden-Rennen in Kelheim für das Team Irontrizone-Bayernbike-Deutsche Kinderkrebsstiftung ein Riesenerfolg. Zum einen kamen 777€ an Spenden zusammen. Zum anderen wurde mit 50 Runden der 6 jahre bestehende Vereinsrekord im Biketeam Regensburg geknackt und mit dem 20. Platz (105 Herren-Teams) gekrönt.