Rückblick 2018

Die Tour de France 2018 führt in 21 Etappen vom 7.- 29. Juli das Fahrerfeld durch die Alpen und Pyrenäen, sowie durch die Vendée und Bretagne. Grand Départ der Frankreich-Rundfahrt ist am 7. Juli auf der Atlantikinsel Noirmoutier-en-l’Île (Vendée-Region). Am 29. Juli endet die Tour turnusgemäß auf dem Prachtboulevard Champs-Elysees in Paris.

Neben neuen Anstiegen zählen die Berg-Klassiker Alpe d'Huez, Tourmalet und Aubisque zu den Höhepunkten der Grande Boucle. Dazu versprechen Kopfsteinpflaster-Passagen des Frühjahrsklassikers Paris-Roubaix spektakuläre Rennszenen.

Die 189 km lange Flachetappe nach Fontenay-le-Comte bietet Sprintern im Feld gleich beim Tourstart eine Riesenchance ins Maillot Jaune zu schlüpfen. Allen voran Marcel Kittel, der 2017 fünf Tour-Sprintsiege einfuhr, könnte zum dritten Mal nach 2013 und 2014 ins Gelbe Trikot fahren.

Die Etappen der 105. Tour de France

1. Etappe Sa. 7.7. Noirmoutier-en-l'Ile - Fontenay-le-Comte 189 km  

2. Etappe So. 8.7. Mouilleron-Saint-Germain - La Roche-sur-Yon 183 km  

3. Etappe Mo. 9.7. Cholet - Cholet (MZF) 35 km  

4. Etappe Di. 10.7. La Baule - Sarzeau 192 km  

5. Etappe Mi. 11.7. Lorient - Quimper 203 km  

6. Etappe Do. 12.7. Brest - Mûr-de-Bretagne 181 km  

7. Etappe Fr. 13.7. Fougères - Chartres 231 km  

8. Etappe Sa. 14.7. Dreux - Amiens 181 km  

9. Etappe So. 15.7. Arras - Roubaix 154 km  

Ruhetag Mo. 16.7. Annecy    

10. Etappe Di. 17.7. Annecy - Le Grand Bornand 159 km  

11. Etappe Mi. 18.7. Albertville - La Rosiere (BA) 108 km  

12. Etappe Do. 19.7. Bourg-Saint-Maurice - Alpe d'Huez (BA) 175 km  

13. Etappe Fr. 20.7. Bourg d'Oisans - Valence 169 km  

14. Etappe Sa. 21.7. Saint-Paul-Trois-Châteaux – Mende 187 km  

15. Etappe So. 22.7. Millau - Carcassonne 181 km  

Ruhetag Mo. 23.7. Carcassonne    

16. Etappe Di. 24.7. Carcassonne - Bagnères-de-Luchon 218 km  

17. Etappe Mi. 25.7. Bagneres-de-Luchon - Saint-Lary-Soulan (BA) 65 km  

18. Etappe Do. 26.7. Trie-sur-Baïse – Pau 172 km  

19. Etappe Fr. 27.7. Lourdes - Laruns 200 km  

20. Etappe Sa. 28.7. Saint-Pée-sur-Nivelle – Espelette (EZF) 31 km  

21. Etappe So. 29.7. Houilles - Paris 115 km

Official Website

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 Grand Départ in der Landeshauptstadt Düsseldorf 2017

Dank der beispiellosen deutschen Erfolgsbilanz hat sich das Land um die Rückkehr der Tour de France verdient gemacht. So war es für Tourdirektor Christian Prudhomme (Veranstaltungschef der A.S.O. - Amaury Sport Organisation) ein folgerichtiger Schritt den Grand Départ des wichtigsten Radrennens der Welt nach Köln (1965), Frankfurt/Main (1980) und West-Berlin (1987) wieder an Deutschland - genauer gesagt an Düsseldorf - zu vergeben. Bei der offiziellen Streckenpräsentation am 18. Oktober im Pariser Palais de Congrés begründete der Tour-Chef seine Entscheidung: "Deutschland hat in den letzten Jahren die meisten Etappen der Tour de France gewonnen und bei der gerade beendeten Weltmeisterschaft den ersten Platz in der Nationenwertung belegt“.

Oberbürgermeister Thomas Geisel präsentierte das radsportaffine Düsseldorf in fließend französischer Sprache, was beim geladenen Fachpublikum Begeisterung für die Stadt auslöste. Emotionaler hätte man die Verbundenheit gegenüber den französichen Gastgebern bzw. Dankbarkeit für den Zuschlag des Grand Départ nicht ausdrücken können. 

Am 1. Juli startet die 104. Tour de France mit einem 13 km langen Einzelzeitfahren durch Düsseldorf. Tour-Direktor Christian Prudhomme und Düsseldorfs Oberbürgermeister Thomas Geisel ließen es sich nicht nehmen, die Zielankunft auf der Rotterdamer Straße beim Congress Center Düsseldorf am 30./31. Januar persönlich zu inspizieren.

Tourauftakt der 1. Etappe ist am 1. Juli 2017 das EZF in der Rheinmetropole. Die Fahrer starten um 15.15 Uhr nacheindander an der Messe Düsseldorf, preschen entlang des Rheinufers am Kulturzentrum Ehrenhof vorbei und überqueren die Oberkasseler Brücke Richtung dem linksrheinischen Oberkassel. Der Rückweg verläuft über die Rheinkniebrücke vorbei am Medienhafen in die Innenstadt, wo die Fahrer über Königsallee und Heinrich-Heine-Allee wieder ans Rheinufer gelangen. Der spannende Endspurt wird auf der 3,3 km langen Zielgerade zur Messe ausgetragen.Die Werbekarawane wird sich bereits 13.45 Uhr in Bewegung setzen.

Der Grand Départ bietet vom 29. Juni bis 2. Juli ein dicht gedrängtes Veranstaltungsprogramm: Teampräsentation auf dem Burgplatz (Donnerstag, 29. Juni 2017, 18 Uhr), Lichterfest am Schloss Benrath (Freitag, 30. Juni 2017 ab 22 Uhr), Startschuss zur 1. Etappe (Einzelzeitfahren Samstag, 1. Juli 2017, geplante Startzeit: 15.15 Uhr); Werbekarawane ab 13.45 Uhr) und Start zur 2. Etappe (Sonntag, 2. Juli 2017 (geplante Startzeit 12 Uhr, Werbekarawane ab 10 Uhr). Der Besuch der Teampräsentation und der Etappen ist kostenlos. 

Beim 13 km langen Einzelzeitfahren durch die Landeshauptstadt von Nordrhein-Westfalen hat der siebenfache und amtierende Zeitfahrweltmeister Tony Martin (Team Etixx-Quick Step) - pflichtgemäß im Regenbogentrikot - reelle Chancen zum zweiten Mal in seiner Karriere ins Gelbe Trikot zu schlüpfen, um das ehrenwerte Maillot Jaune auf der 2. Etappe von Düsseldorf über das Neandertal, Mönchengladbach und Aachen nach Lüttich (Belgien) zu tragen. Beim zweiten EZF kann Martin im Fußballstadion Velodrome von Marseille ein weiteres Mal seine exzellente Zeitfahrerqualitäten unter Beweis stellen.

Programmablauf

  • Mittwoch, 28. Juni: Eröffnung des Hauptquartiers und des Pressezentrums in der Messe Düsseldorf
  • Donnerstag, 29. Juni: Präsentation der Mannschaften der Tour de France 2017 auf dem Burgplatz, Beginn 18.00 Uhr
  • Freitag, 30. Juni: Offizielles Team-Training;  (ab 22.00 Uhr Lichterfest Schloss Benrath)ab 22.00 Uhr Lichterfest Schloss Benrath
  • Samstag, 1. Juli: 1. Etappe (EZF), Start 15.15 Uhr (Werbekarawane ab 13.45 Uhr) abends Kraftwerk-Konzert im Ehrenhof
  • Sonntag, 2. Juli: 2. Etappe Düsseldorf – Lüttich; neutralisierter Start 12.00 Tonhallenufer, Burgplatz Einschreibung, offizieller Rennstart Fischerstraße

Open-Air-Konzert zum Tour-Start

Auf ausdrücklichem Wunsch von Tour-Direktor Christian Prudhomme und engagierten Einsatz des Oberbürgermeisters Thomas Geisel wird am 1. Juli, am Abend der 1. Etappe, zum Grand Depárt eines der legendären 3-D-Konzerte der Düsseldorfer Elektro-Pioniere stattfinden. In grandioser Open-Air-Kulisse des am Rhein gelegenen Ehrenhofs geben Kraftwerk neben den bekanntesten Kompositionen aus ihrem Gesamtwerk auch das komplette Album „Tour de France“ zu ihrem Besten. Ralf Hütter, Henning Schmitz, Fritz Hilpert und Falk Grieffenhagen sind selbst begeisterte Radsport-Enthusiasten, weshalb zum 100-jährigen Jubiläum der Tour 2003 ihr Album „Tour de France“ entstand. Online-Tickets gibt es ausschließlich unter kraftwerk.tickets.de (Ticketpreis 50 Euro zzgl. Gebühren).  Den Konzertabend wird die Band Air mit ihren Songs einleuten. 

Fernsehübertragung

Als die ARD 2007 aus ihrer Berichterstattung über die Tour ausstieg, sprang Eurosport in die Bresche, was dem paneuropäischen Sender glänzende Einschaltquoten bescherte. So verfolgten die Übertragung der 100. Tour-Ausgabe 2013 europaweit 53 Millionen Zuschauer bei dem Sportkanal, der bis mindestens 2019 live von der Tour de France berichten wird. Da zwischen den zahreichen deutschen Tour-Etappensiegen (2012: 3; 2013: 6; 2014: 7, 2015: 5) und Zuschauerquote ein enger kausaler Zusammenhang besteht dürften wirtschaftliche Erwägungen die ARD bewegt haben die Frankreichrundfahrt 2015 wieder ins Programm aufzunehmen. Diese profitablen Felle wollte das Erste Deutsche Fernsehen nicht tatenlos davon schwimmen sehen. 

Zum erfreulichen Tour-Start in Deutschland passt die kürzlich getroffene Entscheidung der der öffentlich-rechtlichen Sender, das aufkommende Engagement fortzusetzen und 2017 und 2018 täglich von der Grand Boucle live zu berichten. Somit gibt es neben Eurosport einen zweiten Kanal, der die Tour de France publikumswirksam überträgt. Die synergetische Kombination der ARD-Übertragung mit dem Tourstart in Deutschland ist in Bezug zur überregionalen Reichweite und Popularität für den - einst medial arg gescholtenen deutschen Profi-Radsport - von eminenter Bedeutung. 

Tour de France 2017 

Der Vorhang um den Etappenverlauf der Tour de France 2017 ist gelüftet. Die Streckencharakteristik der Grand Boucle ist mit drei Bergankünften insgesamt zwar weniger berglastig, dafür sind viele Anstiege umso knackiger. Mit dem Col du Galibier steht nur ein einziger der vier "heiligen Berge" im Programm, trotzdem erfordern die Bergregionen der Vogesen, Jura, Pyrenäen, Zentralmassiv und Alpen - die erstmals seit 25 Jahre allesamt angesteuert werden - bestechende Kletter-Performance. Auch wenn legendäre Berge fehlen schätzt Titelverteidiger Christopher Froome den Kurs dennoch als schwer ein. Der Brite sagte bei der Streckenvorstellung in Paris: "Es wird auf jeden Fall ein Rennen für Kletterer sein".

Mit neun Flachetappen, fünf hügelige und fünf Bergetappen bietet die 104. Frankreich-Rundfahrt ein recht ausgewogenes Profil. So gesehen spricht die Tour alle Fahrertypen gleichermaßen an was wiederum auf spannende Rennverläufe schließen lässt. 

Berechtigte Hoffnungen auf Etappensiege ergeben sich den Sprintassen Marcel Kittel (Team Etixx-Quick Step) und André Greipel (Team Lotto Soudal) auf den Flachetappen. Allen voran die Schlussetappe, wo im Massensprint auf dem Prachtboulevard der Champs-Elyseés die Chance besteht zum fünften Mal in Folge (2013/14 Kittel, 2015/16 Greipel) einen glorreichen deutschen Sieg zu einzufahren.

John Degenkolb, der nach fünf außerordentlich erfolgreichen Jahren bei Giant-Alpecin zum Jahreswechsel zu <Trek-Segafredo> wechselt dürfte als Klassiker-Spezialist im welligen Streckenprofil sein Heil in der Flucht suchen. Rückblick: Degenkolb war vergangene Saison wegen eines Frontalcrashs mit einem Auto im Trainingslager in Calp/Spanien erheblich gehandikapt. Eine britische Touristin missachtete das Rechtsfahrgebot und kollidierte mit 5 Profis.