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Basics zum Donau-Ilz-Radweg
Chronologische Streckendokumentation
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Chronologische Streckendokumentation

Die Donau-Ilz-Radtour beginnt an einem markanten, und für Tourenradler in Anbetracht des hochfrequenten Radwegeknotenpunktes einfach anzusteuernden Startpunkt.

Der Start-, Zielpunkt des Donau-Ilz-Radwegs befindet sich in Niederaltteich beim Donau-Radweg, in Sichtweite des Radler-Informationspavillons am Donauufer.

Urlaubstipp: Zusammen mit dem Donau-Ilz-Radweg treffen nicht weniger als 5 populäre Fernradwege in Niederaltteich bzw. am gegenüberliegenden Donauufer in Thundorf a.d.Donau aufeinander.
Hier schließt pathetisch ausgedrückt nicht nur der 1 250 km (2 700 km bis Schwarzes Meer) lange Donau-Radweg "Freundschaft" mit dem 300 km langen Isarradweg, sondern tangieren sich noch die beiden Themenradwege "Tour de Baroque" (160 km) und die Via Danubia (220 km). Richtung Westen (flussaufwärts) führt der Donau-Radweg nach Regensburg und weiter bis zur Quelle nach Donaueschingen bzw. nach Osten über die Dreiflüssestadt Passau, Linz, Wien, Bratislava bis in die ungarische Landeshauptstadt Budapest.

Die zwei Themen-Radwege Via Danubia (Bad-Gögging – Regensburg – Passau), und die Tour de Baroque (Neumarkt – Kelheim – Regensburg – Passau), kreuzen sich am Startpunkt des Donau-Ilz-Radwegs ebenfalls. Am gegenüberliegenden Ufer, das mit der Radfähre verbunden ist, liegt der Start-, Zielpunkt des 300 km langen Isar-Radwegs welcher bis zum Isarursprung nach Tirol/Österreich führt. Einem abwechslungsreichen Radurlaub steht in dieser Region im Fadenkreuz von 5 familiengeeigneten Fernradwegen wahrlich nichts im Wege. Wer Interesse und Zeit mitbringt, kann in dieser Region auf den beiden Themenradwegen den Spuren der Kelten, Römer, Kaiser, Könige und Nibelungen auf Schritt und "Tritt" folgen.

Zudem steht mit dem "Grünen Dach Europas" ein schier unerschöpfliches attraktives Radwege-, und Mountainbike-Netz im nahen Bayerischen Wald zur Verfügung.

Nun heißt es Tacho auf 0 stellen, Höhenmeter auf 310 hm justieren – und los geht’s von der Fähranlegestelle Niederaltteich!

Wir fahren vom Donau-Radweg aus auf der Donau-, und Hengersbergerstraße vorbei an dem sehenswerten Gerhard-Neumann-Museum zum Ortsende und überqueren die Ohe.
Details unter www.f-104.de

Tipp: Im Gerhard-Neumann-Museum können Flugzeuge vom Starfighter bis zum Eurofighter sowie Triebwerkstechnologien besichtigt werden.

Nun kann man auf den straßenbegleitenden Radweg wechseln. Schon jetzt erblickt man am Horizont die majestätische Bergkette des Bayerischen Waldes.

Achtung: Der Verlauf führt am Ortseingang Altenufer vom straßenbegleitenden Radweg rechts weg (Niederaltteicher Straße) und durch das Dorf Altenufer (Dorfstraße) zur Hauptstraße (Vorsicht bei der Überquerung). Man befindet sich im Gewerbegebiet Hengersberg (Donaustraße). Die Route biegt gleich rechts in den Geh- und Radweg ab und führt auf der Industriestraße über die Autobahn hinweg Richtung Ortskern. Man folgt der Abzweigung "Ortsmitte" in die Schwanenkirchener Straße und steht nach 50 Metern am Beginn der ehemaligen Bahnlinie.

Noch befindet man sich in den Niederungen des großflächigen Donautals auf 312 m.ü.NN. Spätestens ab jetzt dürfte es keine Orientierungsprobleme mehr geben, da die Trassenführung bis Kalteneck für den Radler eindeutig erkennbar ist.
Der Markt Hengersberg mit 7 500 Einwohnern ist der älteste Markt Altbayerns und zugleich die größte Ortschaft die der Donau-Ilz-Radweg tangiert. Auf der "Sonnenseite des Bayerischen Waldes" gelegen, wurde er vor über 1000 Jahren vom Hl. Gotthard gegründet.

Die Natur um den Markt Hengersberg ist geprägt von bäuerlicher Kulturlandschaft. Während sich nördlich des Ohebaches sanft nach Süden hin abfallende Hügel befinden (Bayerwald-Ausläufer), ist der südliche Teil bis zur Donau durch intakte Auenlandschaft geprägt. Freizeiteinrichtungen wie Bäderzentrum, Tennisanlagen, Schützenhaus, Kegelbahnen, Fitnesscenter und Sommerstockbahnen etc. bieten vielerlei Möglichkeiten der Freizeitgestaltung an.

Nun radelt man in äußerst moderater Steigung mit 0.5 % gen Bayerischer Wald. Am fernen Horizont ist der 1 016 m hohe Brotjacklriegel mit seinem Fernsehturm sichtbar, der sonnenverwöhnt im südlichen Höhenzug des Waldlandes liegt. Nicht umsonst nennt sich das Urlaubsgebiet in dieser Region "Sonnenwald"", da die Sonnenscheindauer im südlichen Bayerischen Wald überdurchschnittlich hoch ist.

Bei KM 7.0 "durchradelt" man die 340 m.ü.NN-Marke und genießt einen herrlichen Blick sowohl über das tiefer liegende Donautal als auch den Bayerischen Wald. Fahrerisch kaum wahrnehmbar und bei passabler Geschwindigkeit auch schweißfrei, befindet man sich 1 km später bereits auf 370 m.ü.NN. Speziell in den nivellierten Steigungsphasen spürt man das Charakteristikum Nr. 1 des Bahntrassenradelns – die gleichmäßigen, sanften Anstiege sind für "Jedermann" zu bewältigen.

Was dem Radler recht ist, kann weiteren Freizeitaspiranten nur billig sein: Rennradler, Inliner, Rollskifahrer, Liegeradfahrer und Nordic-Walker bevölkern den Radweg. Die Freizeitgesellschaft lässt grüßen. Und immer wieder kommen einem Familien mit Radanhängern entgegen – die Kids genießen einfach das Umfeld.

Und dennoch: trotz max. nur 1 % Steigung werden auf mehreren Kilometern dennoch ansehnliche Höhenmeter überwunden, ohne dass es spürbar wird.

Kurz darauf radelt man an dem Weiler Schwanenkirchen vorbei, dessen Ortsbild von einem hohen Kirchturm geprägt ist. Bis KM 12 verläuft die Trasse nun steigungsfrei.

Wunderbare Laub-, und gesunde Mischwälder prägen diesen Landstrich. Die Radwegetrasse wird immer wieder von reichhaltiger Vegetation gesäumt – i.V. mit den Panoramaaussichten fühlt man sich der Natur verbunden.

Bei KM 12 taucht die Gemeinde Iggensbach (388 m.ü.NN.) auf, worauf das Profil dann wieder sanft auf 403 m.ü.NN. ansteigt.
Iggensbach mit ca. 2 100 Einwohnern ist eine ländlich strukturierte Gemeinde und liegt im Vorland des Naturparks Bayerischer Wald. Zu den Sehenswürdigkeiten zählt z.B. die Wallfahrtskapelle in Handlab. Wer pausieren möchte, kann das reichhaltige gastromische Angebot an Gaststätten mit gut bürgerlicher Küche genießen.

15.5 km vom Startpunkt des Donau-Ilz-Radwegs entfernt kündigt sich nach einer Straßenüberquerung der Ortsbeginn von Schöllnach an. Die ca. 5 500 Einwohner zählende Marktgemeinde liegt ebenfalls auf der Sonnenseite des 1016 m hohen Brotjacklriegels.

Urlaubstipp: Schöllnach bietet u.a. ein beheiztes Freibad, Tennisplätze, Trimm-Pfad, Kegel- und Asphaltbahnen, einen Jugendzeltplatz, sowie Reitmöglichkeiten. In den höheren Lagen wie z.B. dem Ölberg 800 m.ü.NN. bieten sich herrliche Panoramablicke über das Donautal.

Die nächsten 5 km windet sich der Streckenverlauf in einer Flachetappe durch blühende Wald-, u. Wiesenlandschaften. Der 1.016 m hohe Brotjacklriegel scheint in diesem Abschnitt zum Greifen nah. Nach einer sauerstoffreichen Waldpassage taucht das wunderbar restaurierte Bahnhofsgebäude Außernzell auf, das sich in Privatbesitz befindet. Auf der Rückseite im Gartenbereich (ebenfalls privat) finden sich noch historische Relikte wie Bahnschranke, Signalanlagen und bayerisches Staatswappen. Die Ortschaft Außernzell liegt ca. 2 km abseits der Radstrecke.

Urlaubstipp: Eingebettet in die sanft ansteigenden Hügel des "Sonnenwaldes" liegt Außernzell (1 500 Einwohner) im Naturpark Bayerischer Wald (390 m) zwischen Donau und Nationalpark Bayerischer Wald. Die mehr als 1000 Jahre alte Gemeinde liegt romantisch im Tal der Kleinen Ohe. Vom Hausberg - dem Brotjacklriegel eröffnet sich der Panoramablick südlich hinab über die Donauebene bis zu den Alpen sowie nordöstlich zum bayerisch-böhmischen Grenzgebirge.

Tipp: Der Naturpark Bayerischer Wald e.V. richtete im Dachgeschoß des Würzingerhauses in der Eginger Str. 1 eine Naturpark-Infostelle für den Landkreis Deggendorf ein. Insbesondere wird Natur und Landschaft am Forchenhügel und die Aufgaben des obigen Vereins vorgestellt.

Der weitere Streckenverlauf macht deutlich, dass man sich mit jeder Kurbelumdrehung von den Ausläufern des Bayerischen Waldes mehr ins "Wald-, und Bergzentrum" bewegt. Die Taleinschnitte werden enger, der Wald dichter, die umgebenden Berge höher. Nur die Brückenbauwerke gewährleisten immer noch ein "nivelliertes" Radwandern ohne anspruchsvolle Steigungsabschnitte.

Zeigt der Tacho KM 24 so erreicht man nach Straßenüberquerung den Ortsbeginn von Eging am See auf 390 m.ü.NN. Man hat nun gut die Hälfte der Streckendistanz bewältigt und irgendwo in den Waldpassagen ganz unbemerkt die Landkreisgrenze Deggendorf/Passau überschritten. Der schmucke Ort hat touristisch einiges zu bieten – schon deshalb empfiehlt sich eine Verschnaufpause – der eine oder andere nutzt die Gelegenheit zu einem längeren Aufenthalt, um das reichhaltige Natur-, und Freizeitangebot richtig auszukosten.

Alternativ-Tourtipps:
Will man von der Radstrecke zum Eginger See bzw. idyllisch angelegten Kurpark, so zweigt man an der Straße vor Ortsbeginn links ab. Während man die Kurparkanlagen mit Rastplätzen, Teich-, u. Springbrunnanlagen nach nur wenigen hundert Metern erreicht, muss man zum Eginger See einen kurzen Anstieg überwinden (ca. 1 km vom Radweg entfernt).

Tipp: Der Abstecher zum Naturbadesee ist lohnenswert!

Urlaubstipp: Die Gegend rund um den Eginger See ist ein wahres Kleinod inmitten intakter Naturlandschaft – es drängt sich geradezu auf, hier etwas zu verweilen. Der 20 Hektar große Eginger See bietet speziell bei warmen Sonnentagen den Radlern eine wohltuende "Wadelkühlung". Wasserrutsche, Badeinsel, Beach-Volleyballplatz, Kinderspielplatz, Badesteg, Schwimminsel und ein mediterraner Sandstrand mit ausgedehnten Liege- und Spielflächen steigern den "Relaxfaktor". Und wer will, nimmt den Bootsverleih in Anspruch und rudert gemächlich über den See, was noch dazu interessante Fotomotive sichert. Romantisch im hügeligen Wald-, und Wiesengelände eingebettet präsentiert sich der See zum Entspannen, Schwimmen, Tretbootfahren oder auch zu einem Rundgang auf dem neu eingerichteten 4 km langen Themenrundwanderweg.

Hinweis: das Befahren des Themenwanderweges mit Rädern/Bikes ist untersagt!

Folgende Info – entnommen der Schautafel „Gemeinde Eging am See“:
"Gehen Sie auf Entdeckungsreise...
und schärfen Sie all ihre Sinne für Faszinierendes, Informatives, Verspieltes und Besinnliches im bunten, artenreichen Mischwald rund um den Eginger See. Der ca. 4 km lange Rundweg verläuft auf Wald- und Feldwegen, zum Teil im kühlenden Schatten des Waldes, zum Teil auf der linken Uferpromenade. Lassen Sie sich ein auf die Vielfalt der Natur und die landschaftlichen Besonderheiten und gönnen Sie sich die Pause, um ihre Seele berühren zu lassen.
Ob "dunkel und geheimnisvoll"
oder "dicht und bedrohlich", ob "Nadel- und Laubholz", ob "Erholungsgebiet" oder "reiner Wirtschaftsfaktor", diese und viele andere Seiten hat der Wald. Er ist immer mehr als die Summe seiner Einzelteile.“

Was spricht dagegen, die Radlerschuhe gegen "Wander-, Turnschuhe" einzutauschen - die Sicht der Dinge aus anderer Perspektive zu entdecken, und seinen "Horizont" zu erweitern? Sicher ein angenehmes Ergänzungsprogramm zum "Radeln".

Das Seerestaurant mit einladendem Wintergarten bzw. direkt über dem Seestrand gelegene Sonnenterrasse/Biergärten lässt kulinarisch keine Wünsche offen - von Größe und Geschmack der Schnitzel sind die Gäste restlos begeistert.

Die statistisch nachgewiesene absolut reine Luft gibt es sozusagen als "Wellnessgeschenk" dazu.
Wer jedoch vom Donau-Ilz-Bahntrassen-Radweg abweicht, sieht sich in dieser Region schnell mit Steigungs-, u. Gefällpassagen konfrontiert, was eine gewisse körperliche Fitness voraussetzt. Andererseits kann man umso intensiver die liebliche Mittelgebirgslandschaft mit weiten Tälern, Mittelgebirgsriesen und beeindruckenden Aussichtspunkten auf den Hochplateaus genießen.
Nicht umsonst wurde die TV-Serie "Forsthaus Falkenau in dieser traumhaften Naturlandschaft gedreht und liefert die eindrucksvollen Bilder "frei Haus" in die Wohnzimmer Deutschlands. Wer sich jedoch eher zur "Genussradlerfraktion" ohne sportliche Ambitionen zählt, dem steht die nivellierte Donau-Ilz-Radwegtrasse zur Weiterfahrt offen!

Ein weiteres, weit über die Landesgrenzen hinaus bekanntes touristisches Highlight ist die Eginger Westernstadt "Pullman City" - die sich in den letzten Jahren zum wahren Publikumsmagneten entwickelte.
Seit dem Gründerjahr 1992, als der "Pullman Saddle-Club e.V" ins Leben gerufen wurde, geht es im wahrsten Sinne des Wortes rund. Die große Leidenschaft zum Westernreiten wird hier noch gelebt. Ein dicht gedrängter "Eventkalender" verspricht absoluten Unterhaltungswert. Unterschiedlichste Zielgruppen werden angesprochen und zieht internationale Aufmerksamkeit auf sich was zeigt, dass seit Jahren die "Country- und Westernhobbyszene" Pullman City boomt – more details: www.pullmancity.de

Das Freibad, die Sonnen-Therme und ein Campingplatz runden das touristische Freizeitangebot ab.

Verlässt man den Gemeindebereich Eging am See, erwarten einem wieder leichte Steigungsabschnitte.

Bei KM 25 befindet man sich auf einer Höhe von 400 m.ü.NN. und hat seit dem Startpunkt im Donautal ca. 140 Gesamthöhenmeter in den "Wadeln".

Nun geht es in einer 3% igen Gefällstrecke erst mal bergab bevor dann der nächste, sanfte Anstieg bevorsteht. Bei KM 26.4 durchradelt man das Tal der Kleinen Ohe (370 m.ü.NN.), nun heißt es "Schwung" nehmen für den bevorstehenden, längsten Steigungsabschnitt nach Tittling.

Bei KM 29 erreicht man das Dorf Nammering, 427 m.ü.NN, danach verläuft die Strecke flach weiter.

Tipp: KM 29.7 rechts zum Pfarrer Bergmann Steig

Ab KM 31 gilt es ca. 2% Steigung zu "nehmen", wo man 2 km später den Bahnhof Fürstenstein(485 m.ü.NN.) erreicht. Majestätisch thront Schloß Fürstenstein über dem Ortsbild.
Nun hat man innerhalb 6 km immerhin 110 Höhenmeter hinter sich gebracht.

Danach durchquert man einen imposanten Felsdurchstich, der von einer hohen Brücke überquert wird. Man befindet sich in der touristischen Region "Dreiburgenland", für dessen Namensgebung die Schlösser Fürstenstein, Englburg und Saldenburg "Pate" standen. Dichte Wälder, sanfte Hügel mit beeindruckenden Aussichtspunkten und wunderschöne Badeseen prägen das Landschaftsbild. Seinen Namen verdankt das Ferienland den drei Burgen, die im wahrsten Sinne des Wortes herausragende Baudenkmäler sind.

Die beiden imposanten Schlösser Englburg und Fürstenstein sind im 11. Jahrhundert erbaut worden. Heute sind die drei Burgen die markantesten Bauten des Dreiburgenlandes. Sie stehen in ca. 580 m Höhe auf Kristallgranit-Untergrund und sind typische Höhenburgen.

Bei allen drei Burgen sind schon die Außenbesichtigungen lohnenswert. Jährlich gibt es Ausstellungen, Burgführungen, Feste, Konzerte und Adventsmärkte zu besichtigen.

Urlaubstipp: Der Ort mit der gleichnamigen Burganlage "Fürstenstein" zählt ca. 3 500 Einwohner und liegt auf einem 576 m hohen Bergrücken inmitten der reizvollen Landschaft des Dreiburgenlandes. Das malerisch auf einem Berg gelegene Schloss ist von weitem sichtbar und grüßt weit hinaus in das Passauer Land.
Die Burg gehörte wahrscheinlich zu den etwa 20 Burgen, die die Grafen von Hals bei Passau zum Schutz des Bayerischen Waldes im 11. Jahrhundert gegen feindliche Überfälle erbauen ließen. Eine wichtige Handelsstraße führte einst aus Böhmen von Bergreichenstein über Grafenau nach Vilshofen und über Tittling nach Passau (Hals), die von den Burgen aus geschützt wurde.
Die Historie Fürstensteins reicht bis in das 11. Jahrhundert zurück und deckt sich weitgehend mit der Geschichte des Schlosses.
Prächtige Kirchen, historische Baudenkmäler, zahlreiche Sehenswürdigkeiten, ein vielseitiges Vereins-, Sport- und Freizeitangebot sowie ausgezeichnete Gastronomiebetriebe empfehlen sich den Gästen.

Tipp: KM 34.6 Rastmöglichkeit mit Trinkwasser-Bassin

Die Route windet sich durch weitgehend unberührte Wald-, und Wiesenlandschaft, bei KM 36.5 durchbricht man die 500 m Höhenmarke. Kurz vor Tittling kommt nochmals ein "zarter" Steigungsabschnitt.

Nach 37.3 eindrucksvollen Radkilometern erreicht man die Marktgemeinde Tittling. Wer Zeit und Muße mitbringt dem sei eine Ortsbesichtigung oder eine Rast im Biergarten oder Straßencafe empfohlen – einfach links abzweigen, nach wenigen hundert Metern erreicht man den Ortskern Tittling.
Am Ortseingang wird man von drei "Urviechern" begrüßt. Die 15 x 4 m großen Dinosaurier-Skulpturen aus Schrott wurden vom Englburger Künstler Karl Mader geschaffen, dessen Werke in über 100 Ausstellungen in Deutschland, u. a. im "Haus der Kunst" in München, in Österreich und Frankreich große Anerkennung findet.
Die Marktgemeinde Tittling, ein beliebter Urlaubsort, zählt ca. 3.780 Einwohner, und wurde bereits 1155 als Adelssitz urkundlich bezeugt.

Sehens-, und Erlebenswertes rund um Tittling

Tipp: Museumsdorf Bayerischer Wald
Das Museumsdorf präsentiert historische Bauformen der Region aus der Zeit von 1580 bis 1850. Direkt beim Dreiburgensee entstanden auf einer Fläche von 20 ha 150 meist eingerichtete Gebäude und stellt damit eines der größten europäischen Freilichtmuseen dar. Das Museumsdorf weist unterschiedliche Haus- und Hofformen des Bayerischen Waldes vom 14. - 19. Jahrhundert auf: Mühlen, Sägewerke, Flurdenkmäler, Kapellen sowie die älteste Volksschule Deutschlands.
Details unter www.museumsdorf.com

Mit über 60.000 Objekten beherbergt das Museumsdorf die größte volkskundliche Sammlung des Bayerischen Waldes und wurde in die Liste "national wertvolles Kulturgut" aufgenommen.
An mehreren Tagen in der Woche wird traditionelles Handwerk der Region vorgeführt. Das Freilichtmuseum am Dreiburgensee ist täglich von 8 - 17.00 Uhr geöffnet.

Tipp: Dreiburgensee
Der idyllisch gelegene 8 ha große Waldsee in unmittelbarer Nachbarschaft zum Museumsdorf Bayerischer Wald, liegt ca. 3 km von Tittling entfernt beim Ortsteil Rothau. Das Seeufer wird von einem gut angelegten Rundwanderweg gesäumt. Der Naturbadesee (Bibervorkommen) mit großer Liegewiese (Baden und Parken gebührenfrei), bietet Bootsverleih, Rundwanderwege, , Kinderspielplätze, Barfußpfad, und Hotel-, Gastronomiebetriebe.

Tipp: Der Wackelstein
ist ein Felsblock von 3 - 4m Kantenlänge mit flacher Ober- und gewölbter Unterseite. Trotz 50 Tonnen Gewicht, kann er von Menschenhand zum Schaukeln gebracht werden – besonders für Kinder (Ehefrauen) ein beeindruckendes Erlebnis welch starken "Papa" (Ehemann) sie haben!
Das bizarre Naturdenkmal eine sehenswerte Laune der Natur und wurde 1915 von Arthur Semmler aus New York in der Nähe von Entschenreuth in der Gemeinde Saldenburg entdeckt. Wackelsteine dieses Ausmaßes sind eher eine Seltenheit.


Tipp: weitere Sehenswürdigkeiten
Besichtigungen und Führungen durch einen Granitsteinbruch jeden Donnerstag um 10.00 Uhr in der Zeit von Mai bis September
Skateranlage am ehemaligen Westbahnhof (gegenüber Minimal) besteht aus einer Quarterpipe, Mini-Ramp, Curb-cut/kink-rail und einer Wheelie-table

Ab dem Tittlinger Bahnhofsgebäude muss sich der Radler von der erstklassigen Asphaltoberfläche "verabschieden". Bis nach Kalteneck im Ilztal weist der 8 km lange Schlussabschnitt aus Naturschutzgründen einen wassergebundenen Sandbelag auf, was aber für Reise-, Touren-, Fitness-, u. Trekkingräder überhaupt kein Problem darstellt – und für Mountainbikes sowieso nicht. Da der frisch aufgetragene, wassergebundene Sandbelag fein und fest komprimiert ist, ändert sich der Rollwiderstand kaum.

Der KM 37.9 markiert einen wichtigen topographischen Punkt, hier überschreitet der Donau-Ilz-Radweg sozusagen den Scheitelpunkt auf 510 m.ü.NN, kurz darauf beginnt eine ca. 5 km lange Gefällstrecke mit durchschnittlich 2% Gefälle.

Vorwiegend radelt man in angenehmen Waldpassagen, die Lichtungen für Fernblicke reduzieren sich – man dringt eben immer mehr ins weitgehend unberührte Naturlandschaft vor. Das Landschaftsbild steht konträr zum Donautal bzw. dem Streckenverlauf der 25 Anfangskilometer, wo noch alles weitflächiger, weniger bewaldet war. Hier scheint die Zeit noch still zu stehen und die Naturlandschaft lädt zu beschaulicher Ruhe ein.

Bei KM 40.1 kommt man an der ehemaligen Bahnhaltestelle "Witzmannsberg" an einem aufgestellten Passagierwagon vorbei – bleibt abzuwarten, ob ein "Privatier" die Chance ergreift, und "gastronomisch" tätig wird. In angenehmer "Talfahrt" peilt man zielstrebig das Ilztal an. Mit jedem Kilometer verliert man an "Höhe", der Höhenmesser zeigt bei KM 42.0 420 m.ü.NN.

Nach gut 1 km erblickt man rechter Hand die Waldenreuther Mühle (372 m.ü.NN.), tiefe Geländeeinschnitte erinnern einen, dass man sich im Mittelgebirge des Bayerischen Waldes befindet.
Kurz darauf überquert man zweimal den Buchetbach – Zeichen dafür, dass das Ilztal erreicht ist.

Ca. 100 m weiter verlässt man die Bahnlinie und radelt auf einer Gemeindestraße weiter, die unmittelbar zur wildromantischen Ilz führt. Man unterquert die ehemalige Bahnbrücke über die Ilz und hat am gegenüberliegenden Ilzufer den Zielort Kalteneck vor Augen.

An der Uferstraße befindet sich bei KM 45.5 eine Informationstafel "Radeln & Wandern an der Ilz".
Die nur wenige Kilometer entfernte Gemeinde Hutthurm mit ca. 5.900 Einwohnern bietet eine gut entwickelte touristische Infrastruktur.

 
   

 

 
   



 

 

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