• Abwechslung pur: geebnete Bahntrasse - verkehrsarme Nebenstrassen - Zahnradpassage
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  • Blick auf Markt Wegscheid
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  • Abwechslung pur: Bahntrassenabschnitte - verkehrsarme Nebenstrassen - Zahnradpassage
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  • Donau-Moldau-Radweg - Landschaftsidylle und Aussichtspanoramen am laufenden Band
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  • Vom Dreiländereck über das Wegscheider Land hinab zur Donauebene
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  • Ehemaliges Bahnhofsgebäude Jandelsbrunn - Gabelung Adalbert-Stifter-Radweg / Donau-Moldau-Radweg
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  • Rannasee im Wegscheider Land
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  • Donau-Moldau-Radweg auf ehemaliger Bahntrasse Richtung Jandelsbrunn
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  • Sanftes Mittelgebirgsprofil kostet Wadenschmalz
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  • Blick auf Breitenberg
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  • Donau-Moldau-Radweg
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  • Donau-Promenade Obernzell
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  • Donau-Promenade Obernzell
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  • Griesenbachtal auf ehemaliger Zahnradbahnstrecke
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Von Fluss zu Fluss

Das Schöne liegt näher, als man glaubt. Ein ganz besonderes Tourerlebnis verspricht der »Donau-Moldau-Radweg«, welcher durch die Region Nationalpark Ferienland Bayerischer Wald sowie das Passauer Land durchquert. Vom Grenzübergang Haidmühle bis nach Obernzell ans Donauufer misst die Route 64 Kilometer (691 hm). Sie stellt im östlichsten Zipfel Bayerns - teils in unmittelbarer Grenznähe zu Österreich - die Flussverbindung zwischen Moldau und Donau her. Der landschaftliche Hochkarräter verläuft 17 km nach Jandelsbrunn auf einer sanft abschüssigen, unasphaltierten Bahntrasse. Auf kaum befahrenen Nebenstraßen radelt man über Breitenberg-Wegscheid-Rannasee nach Untergriesbach, von wo aus es auf einer ehemaligen Zahnradbahnstrecke durchs idyllische Griesenbachtal hinab ans Donauufer geht. 

Der umbenannte »Donau-Moldau-Radweg« führt von Fluss zu Fluss und verbindet den Bayerischen Wald / Böhmerwald mit dem Donautal. Start- bzw. Zielpunkt ist die tschechische Landesgrenze Grenze Haidmühle / Nové Údolí (Neuthal).

Donau Moldau Radweg Video

Startpunkt Grenzübergang Haidmühle / Nové Údolí (Neuthal)

Der Startpunkt des »Donau-Moldau-Radweg« liegt an der deutsch-tschechischen Landesgrenze Nové Údolí (Neuthal). Auf der sanft ansteigenden Neuthaler Straße radelt man Richtung Haidmühe, wo sich 300 Meter später ein großer Parkplatz befindet (kostenpflichtig). An der ersten Straßenkreuzung (KM 1.4) führt die Max Pangerl Straße geradeaus zur Dreisesselstraße, wo kurz darauf das Rathaus der Gemeinde Haidmühle (Tourismus-Info) passiert wird. Exakt 2 km nach dem Startpunkt zweigt man rechts auf die Bahntrasse ab. Der »Donau-Moldau-Radweg« verläuft gemeinsam im "Duett" mit dem »Adalbert-Stifter-Radweg« bis nach Jandelsbrunn 16.5 km auf der verkehrsfreien Bahntrasse. 

Wegweisung

 Der Streckenverlauf des »Donau-Moldau-Radweg« ist in beiden Fahrtrichtungen eigens mit einem grün-blauen Radwege-Signet gekennzeichnet. Im übrigen verläuft die Route bis Jandeslbrunn mit dem Adalbert-Stifter-Radweg auf identischer Wegstrecke. 

  Moldau-Ursprung

In der herrlichen Natur-Oase am Moldau-Ursprung lässt es sich bei Vogelgezwitscher, dem Rauschen der Bäume und gurgelndem Wasser bestens abschalten. Die Kalte Moldau (Studená Vltava) entspringt im Bayerischen Wald nördlich des Bramandlberges und des Hirschberges auf einer Höhe von 855 m ü.M. Hierbei bildet der Zusammenfluss der Quellbäche Weberaubach, Goldgrubenbach und Rothbach im sumpfigem Waldgebiet am Hang des Berges Haidel den Ursprung der Kalten Moldau.

Der Felsblock mit den eingravierten Quellbächen symbolisiert sozusagen den geographischen Ursprung der Kalten Moldau.

Nachdem die Kalte Moldau bei Haidmühle den Mirasatbach und den Kreuzbach aufgenommen hat markiert sie nach den Zuflüssen des Moorbaches und des Ruttenbaches auf rund zwei Kilometer Länge den deutsch-tschechischen Grenzverlauf bevor sie in Nové Údolí (Neuthal) ins tschechische Nachbarland abfließt. Hinter der Landesgrenze stehen auf einer Fläche von 101 ha die Bergmoorwiesen seit 1985 als ausgewiesenes Naturdenkmal Spálený luh unter besonderem Schutz. Unterhalb der Lorenzberge und dem Stožec (Tussetberg, 1065 m ü.M.) fließt die Kalte Moldau durch den Ort Stožec (Tusset) und weiter nach Cerný Kríž (Schwarzes Kreuz). 

Der Unterlauf der Kalten Moldau mäandert jenseits der Grenze durch geschützte Auenlandschaft, wo sie sich nach 24 Kilometern (Höhendifferenz 121 Meter) bei Chlum (Humwald) - einem Ortsteil der Stadt Volary (Wallern) -  im Moor Mrtvý luh (Tote Au) mit der Warmen Moldau (Teplá Vltava) vereinigt, die ihrerseits etwa 500 m nördlich der bayerisch-tschechischen Grenze (nahe Kvilda/CZ (Außergefild) am Südosthang des Schwarzberg (Cerná hora) im Böhmerwald entspringt (Quellhöhe 1.172 m ü.M.).

Ab dem Zusammenfluss (736 m ü.M.) heißt der Fluß Moldau (Vltava) - abgeleitet aus dem altgermanischen "Wilt ahwa" (wildes Wasser). Mäandrierend fließt sie durch ein flaches, waldreiches Tal, ehe sie bei Nova Pec (Neuofen) im 48 Kilometer langen Lipno-Stausee (Moldaustausee) gestaut wird. 

Tipp: Zwischen Stozek (Tusset) und Nova Pec (Neuofen) am Moldaustausee besteht entlang der mäandernden Moldau durch idyllische Hochmoorlandschaften eine 9 km lange, verkehrsfreie, flache Straßenverbindung. Abgesehen davon gibt von dort aus Stichverbindungen (230 hm) zum Schwarzenberger-Schwemmkanal

Zur Zeit des Kalten Krieges (1949-1989) war Europa durch den Eisernen Vorhang geteilt, weswegen das Tal der Kalten Moldau zwischen Stožec und der deutschen Grenze damals Sperrgebiet war. 

Als längster Fluss Tschechiens (430 km) und größter Nebenfluss der Elbe wird die Moldau häufig als „Böhmisches Meer“ bezeichnet. Sie entwässert ein Gebiet von 28.000 km² mit durchschnittlich 151 m³/s an der Elbmündung. Am Zusammenfluss mit der Elbe (330 km in Tschechien) bei Melník weist die Moldau im Vgl. zur Elbe nicht nur einen längeren Flussverlauf auf sondern ist zudem auch wasserreicher, weshalb sie den hydrologischen Hauptfluss des Elbeflusssystems darstellt. 

Die Donau ist mit einer Gesamtlänge von 2857 Kilometern nach der Wolga der zweitlängste Fluss in Europa. Sie durchfließt bzw. tangiert dabei insgesamt zehn Länder (Abfluss → ins Schwarze Meer).

Streckengrafik mit Höhenprofil


Bewegen sie ihren Cursor auf dem Höhenprofil, wird interaktiv oben auf der Streckengraphik die geographische Position eingeblendet.

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Haidmühle ist ein staatlich anerkannter Erholungsort, der in einer sanften Talmulde unweit der Grenze zur Tschechischen Republik im Bayerischen Wald liegt. Im Dreiländereck Deutschland (Niederbayern), Tschechien (Südböhmen) und Österreich (Österreichisches Mühlviertel) - umgeben von reizvoller Berg- und  Waldlandschaft - liegt Radlern ein gigantisches Routennetz zu Füßen. Obendrein verfügt der unberührte Naturlandstrich nachweislich eine der reinsten Luftqualitäten Deutschlands, was den Freizeit- und  Erholungswert ungemein steigert. 

Badeseen - (Natur-) Freibäder

  • Haidmühle (Kreuzbachsee)
  • Neureichenau (Naturfreibad) + Stausee Riedelsbach
  • Jandelsbrunn (Badesee)
  • Breitenberg (Naturbad Freizeitzentrum Gegenbach)
  • Wegscheid (Rannasee)
  • Obernzell (Freibad)

Das Dreiländer-Radparadies im Muldental der Kalten Moldau bzw. des Mirasatbaches wurde von den "Naturfreunden Internationale" zur Landschaft des Jahres 2000 ausgezeichnet. In Haidmühle - im sogenannten <Grünen Dach Europas> - nehmen Radrouten unterschiedlichster Prägung ihren Ausgang. Eine bessere Möglichkeit als vom Sattel aus die malerische Bergregion mit dichten Wäldern, Hochmooren, Seen, Bachläufen und Flußauen zu erkunden gibt es wohl kaum. 

Eckdaten

  • Startpunkt Grenzübergang Haidmühle / Nové Údolí (Neuthal)

  • Endpunkt: Obernzell / Donauufer (Anschluss Donau-Radweg)
  • Streckenlänge: 64.1 km
  • Südliche Fahrtrichtung: Haidmühle-Obernzell: 691 hm
  • Nördliche Fahrtrichtung: Obernzell-Haidmühle: 1 236 hm
  • Einkehrmöglichkeiten finden Sie in Haidmühle, Neureichenau, Jandelsbrunn, Breitenberg, Wegscheid, Rannasee, Untergriesbach, Obernzell

  • Scheitelpunkt 872 m (Frauenberg)

  • Tiefpunkt 294 m (Obernzell)
  • Haidmühle-Jandelsbrunn (17 km) unasphaltierter Bahntrassen-Radweg (identische Wegstrecke des Adalbert-Stifter-Radwegs)
  • Jandelsbrunn-Obernzell (45 km), teils schwach befahrene Nebenstraßen, hügeliges Profil

Highlights / Sehenswürdigkeiten

  • Haidmühle: Kulturlandschaftsmuseum KuLaMu

  • Kneippanlage Jogl (1.6 km von Haidmühle entfernt)

  • Museum „Adalbert Stifter und der Wald“ in Neureichenau
  • Naherholungsgebiet Rannasee
  • Idyllisches Griesenbachtal (ehemalige Zahnradbahnstrecke)
  • Schifffahrt auf der Donau (Obernzell)
  • Schloss Obernzell

Einkehr- und Übernachtungsorte

  • Haidmühle (KM 2.0)
  • Neureichenau (KM 13.0)
  • Jandelsbrunn (KM 19.0)
  • Breitenberg (KM 31.0)
  • Kohlstatt (KM 37)
  • Zwischen Kohlstatt und Meßnerschlägerwaide (KM 39.5)
  • Wegscheid (KM 45.0)
  • Rannastausee (KM 52.0)
  • Untergriesbach (KM 60.0)
  • Obernzell (KM 64.0)

 Das Tourismusbüro Haidmühle befindet sich im Rathaus, Dreisesselstraße 12.

Großzügige Zeitplanung steigert das Erlebnispotential

Für den »Donau-Moldau-Radweg« sollte man sich 1 Tag Zeit nehmen, um für Pausenstopps, das Lesen der am Wegesrand aufgestellten Schautafeln, ggf. Museumsbesuch in Neureichenau, frische Abkühlung im Rannasee sowie Stippvisiten der schmucken Bayerwald-Orte und Besichtigungen von Sehenswürdigkeiten genügend Freiraum zu haben ohne in Hektik zu geraten.

Wer die Tour in entgegengesetzter Fahrtrichtung von der Donau zur tschechischen Landesgrenze radeln möchte benötigt für die mit 1.236 Höhenmeter gespickte Strecke - je nach Durchschnittsgeschwindigkeit - bisweilen ein etwas strafferes Zeitmanagement. 

 Für Mountainbiker: entlang des »Donau-Moldau-Radwegs« verläuft teils in nächster Nähe die Nordroute der TRANS BAYERWALD, welche den Landkreis Freyung-Grafenau auf einer Länge von 145 Kilometer durchquert. 

E-Bikes

Bezogen auf die Streckendaten sollte die Reichweite eines voll aufgeladenen, leistungsfähigen Akkus bei dosierter Fahrweise (Ökonomie-Modus)  ausreichen, zumal Gefällpassagen (1209 Tiefenmeter) kaum Schubkraft benötigen. In entgegengesetzter Richtung könnte es je nach Fahrmodi und Fahrweise womöglich "eng" werden, da die Höhendifferenz des Start- und Zielorts zusätzliche 536 hm mit sich bringen. Sollte dem Akku wider Erwarten die Puste ausgehen, finden sie hier E-Bike-Verleih- und E-Bike-Ladestationen

Radgattungseignung

Neben Tourenrädern, Trekking- e- und Mountainbikes sind aufgrund der unasphaltierten Streckenabschnitte in gewisser Weise auch Cyclocrosser und Gravelbikes geeignet.