Haidmühle – Radtourenmekka im Dreiländereck

Das Zitat: "Warum in die Ferne schweifen? Sieh, das Gute liegt so nah" - stammt von Goethe. In der gängigen Tourismussprache mag sich der häufig verwendete Spruch abgedroschen anhören, doch für den Urlaubsort Haidmühle – traumhaft gelegen im Dreiländereck Bayern, Südböhmen (CZ) und Österreichisches Mühlviertel - ist er durchaus zutreffend. Umweltschonender Urlaub vor der eigenen Haustüre liegt voll im Trend. Satteln sie auf und begegnen sie den vielfältigen Reizen von Landschaft und Kultur im Schnittpunkt dreier Länder. Zweifellos gehört der Bayerische Wald und Böhmerwald mitsamt seiner Nationalparke zu den schönsten und zugleich unberührtesten Rad-Revieren Europas. In diesem Sinne heißt Haidmühle seine Urlaubsgäste im Schoß der unberührten Natur herzlich Willkommen.

Herausragender Dreh- und Angelpunkt für Radtouristen

Umrahmt vom Haidel (1 167 m) sowie dem Dreisesselmassiv (1 312 m) schlummert abseits ausgetretener Pfade im Herzen des Bayerisches Waldes ein schier unerschöpfliches Radparadies. Sowohl Genuss- und Familienradler, E-Biker als auch Rennradfahrer und Mountainbiker finden Entfaltungsmöglichkeiten en masse. Ob flach, wellig oder bergig – das Terrain spricht jedes Leistungsniveau an, wobei in Zeiten des E-Bike-Booms Anstiege ihren Schrecken verloren haben. Haidmühle eignet sich als Ausgangsort hervorragend für Radtouren in reizvoller Berg- und  Waldlandschaft, da sich regionale Rundtouren, Bahntrassenradweg sowie grenzüberschreitende Fernradwege sternförmig in alle Himmelsrichtungen verzweigen. Das feinmaschige Radwegenetz erlaubt jede Menge Variationsmöglichkeiten, d.h. Routen können nach individuellen Vorstellungen beliebig miteinander kombiniert werden. 

Haidmühle Video

Haidmühle im Landkreis Freyung-Grafenau (Regierungsbezirk Niederbayern) liegt nur 1 km von der Landesgrenze Tschechien bzw. wenige Kilometer von Österreich entfernt. Durch die Öffnung des Eisernen Vorhangs im Jahr 1989 rückte Bayerns östlichster Landkreis vom ehemaligen strukturschwachen Grenzgebiet in die Mitte Europas. 

Sommer, Sonne, Badezeit – nach ausgiebigen Tagestouren kann man am Badeweiher in Haidmühle kräftezehrende Erlebnistage erholsam ausklingen lassen. Auf Radlerbedürfnisse hat sich die hiesige Hotel- und Gastronomiebranche eingestellt. In den Muldentälern rund um Haidmühle fließen Bäche wie z.B. die Mirasat und Kalte Moldau. Bei Frauenberg, 920 m.ü.NN. weist ein Gedenkstein auf die europäische Hauptwasserscheide hin, wo die Quellflüsse entgegen gesetzte Wege „fließen“ entweder in Richtung Elbe - Nordsee oder hinab zur Donau – und weiter ins Schwarzes Meer.

 Nationalpark Bayerischer Wald - Nationalpark Sumava

Insbesondere der Nationalpark Bayerischer Wald und der Nationalpark Sumava in Tschechien bietet Tier, Mensch und Vegetation ein iedales Rückzugsrefugium. Das „Naturreservat“ im größten Waldnationalpark und reinster Luft Deutschlands ragt mit seinen Bayerwaldgipfel Rachel (1.453 m), Lusen (1.373 m), Großem Falkenstein (1 315 m), Dreisessel (1312 m), Hochstein (1332 m) und Haidel (1.167 m) hoch hinaus.

Highlights in Tagesreichweite

Moldaustausee, Geburtshaus von Adalbert Stifter, Dreisesselgipfel, Haidel, Welterbestadt Krumau, Moldauquelle, Donau, Plöckensteinsee oder das Tierfreigelände/Baumwipfelpfad im Nationalpark Bayerischer Wald - je nach Fitness und Interesse liegen etliche Highlights in Tagesreichweite. Radfahren in malerischer Bergkulisse, durch unberührte Urlandschaft mit dichten Wäldern, Hochmooren, Seen, Bachläufen und Flussauen - wer kommt  da nicht ins Schwärmen? Schon der weltbekannte Dichter und Schriftsteller Adalbert Stifter brachte die faszinierende Naturlandschaft mit der Kurzformel „Land der Stille“auf den Punkt. 

Haidmühle wurde im Jahr 2015 als „Erste Modellgemeinde am Grünen Band Europa“, 2017 zur „UN-Dekade für biologische Vielfalt“ und 2018 als erste „Natura-2000-Gemeinde“ in Niederbayern ausgezeichnet. Dazu hat sich die Urlaubsregion auf die speziellen Bedürfnisse der Radfahrer eingestellt.

Ideale Bedingungen für Naturliebhaber und Freizeitaktivisten, die bewaldete, sauerstoffreiche Region mit tiefen Atemzügen zu genießen. Eingebettet zwischen den Nationalparks Bayerischer Wald und Šumava Nationalpark - abseits vom Massentourismus - existiert hier nachweislich eine der reinsten Luftqualitäten in Deutschland. Das Dreiländereck bietet einen hohen Freizeit- und Erholungswert, wovon Radtouristen am meisten profitieren.

Die Feriengemeinde Haidmühle, Bischofsreut und Frauenberg bietet ein Radwegenetz, dessen Dimension noch weitgehend unbekannt ist. Die Naturgegend im Tal der Kalten Moldau und des Mirasatbaches, wurde von den "Natur-freunden Internationale" zur Landschaft des Jahres 2000 ausgezeichnet. So liegt Haidmühle quasi im „Gravitationszentrum“ des „Grünen Dach Europas" direkt an der Schnittstelle des Bayerischen Waldes zum Böhmerwald.

Selbstvergessenes Radfahren in ursprünglicher Naturlandschaft

Energetisch kommt im Angesicht majestätischer Tausendergipfel alles in Fluss, was vitale Energien freisetzt und polare Kräfte des YIN und YANG ins Gleichgewicht hievt. Lichtdurchflutete Wälder, plätschernde Wildbäche, kristallklare Gewässer, bizarre Felsformationen und atemberaubende Aussichtspunkte betören derart die Sinne, dass die körperliche Leistung beim lässigen Dahingleiten zeitweise gar nicht mehr bewusst wahrgenommen wird. Treten-Staunen-Genießen - dies rüttelt die Begeisterungsfähigkeit wach und schafft Freiräume für Inspirationen.  

Im Landschaftskino bestimmt der radelnde Naturliebhaber nach Lust & Laune sein Tempo und somit die Geschwindigkeit mit der der Film vor seinen Augen abläuft. Die Natur spielt den Regisseur, während der Beobachter es in der Hand hat ob die Sinne auf Empfang geschaltet sind. Passende Routen zu finden ist in Haidmühle jedenfalls kein Problem, vielmehr hat man dagegen die Qual der Wahl. 

Dreisesseltour Video

 

Der mächtige Bergzug, dessen höchste Felsgipfel Dreisessel (1312 m), Hochstein (1332 m) und Plöckenstein (1378 m) sind, ist seit Jahrhunderten Länderscheide von Bayern, Tschechien und Österreich. Der Sage nach saßen vor langer Zeit die Könige der drei Länder auf dem Dreisesselfelsen und stritten um die Grenzen ihrer Länder. Der Name Dreisessel stammt aus dem 17. Jahrhundert und wurde zunächst nur für merkwürdige, drei gewaltigen Sesseln ähnelnde Felsgruppe gebraucht, bald aber für das ganze Massiv, dessen höchster Berg eigentlich der Plöckenstein ist. So wurde der mächtige Bergzug auch bis zum 17. Jahrhundert genannt.

Zum Schutze der Natur und Wohlbefinden des Menschen wird naturverträglicher Tourismus groß geschrieben. Die grenzüberschreitende Vernetzung zahlreicher Routen ließ für Radtouristen eine Drehscheibe ins benachbarte Böhmen bzw. Österreichisches Mühlviertel entstehen. 

Neben familiengeeigneten Radtouren kommen sportliche Radfreaks ebenso auf ihre Kosten. Ob Dreisesselberg, der Haidel, der Plöckensteiner See (Stifters Lieblingsort), mit Abzweig zum Adalbert-Stifter-Denkmal oder der Nationalpark – Radweg hinüber zum Nationalpark Šumava – bergaffine Sportler können nach Herzenslust beliebig Höhenmeter sammeln. Ebenso finden gemütliche Tourenradler und Familienausflügler auf lauschigen Waldwegen und befestigten Wirtschaftsstraßen sanftes Terrain.

Die Tourenvielfalt im Dreiländereck, gepaart mit Abenteuerfeeling in kaum besiedelten Regionen ist für Radtouristen eine wahre Fundgrube bei der sich Touren beliebig zusammenstellen lassen. Eine Tatsache, die die Gemeinde Haidmühle, Bischofsreut und Frauenberg als Urlaubsdestination für längere Ferienaufenthalte äußerst interessant macht.

Der 1.167 m hohe Haidel, über den einst die Salzsäumer nach Böhmen zogen, ist mit seinem Aussichtsturm und Infopavillons das Wahrzeichen der Region. Dank seiner exponierten Lage ist der rund geformte Gipfel weithin sichtbar. Auch deshalb, weil der 35 m hohe Holzturm sowie der 60 m hohe selbst tragende Fernmeldeturm charakteristisch sind und dem Bayerwaldgipfel sein unverwechselbares Erscheinungsbild verleihen. 

Ob entschleunigtes Kurbeln im Wohlfühltempo auf dem nivellierten Adalbert-Stifter-Radweg, oder grenzüberschreitend auf dem Dreiländer-Radweg nach Tschechien und Österreich im romantischen Tal der Kalten Moldau entlang am historischen Schwarzenberger Schwemmkanal ("technisches Wunderwerk") – jedem steht das imposante „Grüne Dach Europas“ seit dem Fall des „Eisernen Vorhangs“ zur „Neuentdeckung“ offen. Seit dem EU-Beitritt Tschechiens endet der Radlspass nicht am „Eisernen Zaun“, ssondern findet dieseits und jenseits der Landesgrenze ohne lästige Grenzformalitäten seine Fortsetzung. So erschließt sich im Dreiländereck ein nahezu unerschöpfliches Rad-Eldorado, das seinesgleichen sucht. 

Ein kleines Denkmal an der deutsch-tschechischen Landesgrenze. Ein kurzer Schienenstrang erinnert an die frühere Bahnverbindung Haidmühle-Waldkirchen.

Lassen sie sich verzaubern von der inspirativen Naturlandschaft rund um Haidmühle. Eine Auszeit an der Kneippanlage Jogl verspricht neue Energien. Das Waten im kalten Wasser ist für malträtierte Füße eine reine Wohltat. 

Für E-Biker relativieren sich Kriterien wie Reichweite und Steigungen, da ihnen der Antriebsschub sprichwörtlich über den Berg hilft. Wie dem auch sei, stellt sich im Wohlfühltempo entlang mäandernden Bäche entspanntes Genussfeeling ein. Radwandern in dieser abgeschiedenen Naturkulisse macht eben nicht nur Spaß sondern verspricht inspirative und meditative Tiefenentspannung, bei der der Organismus eine wahre Frischzellenkur erhält. 

Die fabelhafte Naturregion bietet ein Radfahrvergnügen in vollendeter Form.

Stille Seen, dunkle Wälder, hohe Berge - Kraftorte gibt es zuhauf.

Lockeres Radeln auf dem nivellierten Adalbert-Stifter-Radweg Richtung Waldkirchen. 

Anbindungen 

 Iron Curtain Trail

Die Euro Velo 13(Iron Curtain Trail) - initiiert vom ECF (European Cyclists Federation) - ist ein europäischer Radweg, der auf seiner 10 400 km langen Wegstrecke 20 Länder - darunter auch das ehemalige deutsch-deutsche Grenzgebiet sowie Ostbayern und Böhmen grenznah durchquert. Entlang des Perlsees führt er nach Waldmünchen und weiter Richtung ?erchov, wo er die Grenze beim Wander- und Radübergang Lehmgrubenweg überquert. Furth im Wald erreicht er beim Rad- und Wanderübergang Ovri vrh/Schafberg, führt durch die Stadt, entlang des Drachensees, über Gaishof, entlang der Grenze bis Warzenried. Er wechselt die Grenze beim Übergang Hofberg, sowie Rittsteig, wo er den Landkreis Cham beim Rad- und Wanderübergang Hinterhelmhof / Zadní Chalupy verlässt. Die Route führt über Neukirchen b.Hl. Blut via Lam nach Bayerisch Eisenstein von wo sie grenzüberschreitend im Böhmischen Wald weiter nach Haidmühle führt Iron Curtain Trail

Euro Velo 13, Europa-Radweg Eiserner Vorhang, ostbayerischer Abschnitt

Wer längere Etappentouren plant, dem bietet der 10 400 km lange Iron Curtain Trail (EuroVelo 13) von der Barentsee (Norwegen) bis zum Schwarzen Meer (Rumänien)  - welcher Ostbayern zwischen Waldsassen und Haidmühle tangiert - geradezu eine Superlative zur Selbstverwirklichung an.

Auszeichnungen

Auszeichnungen der Gemeinde: Jahr 2015 als „Erste Modellgemeinde am Grünen Band Europa“, im Jahr 2017 zur „UN-Dekade für biologische Vielfalt“ und im Jahr 2018 als erste „Natura-2000-Gemeinde“ in Niederbayern

E-Bike-Verleihstation

Tourist-Info Haidmühle, Dreisessestr. 12, 94145 Haidmühle, Preis pro Rad/Tag 20,00 €

Wintersport

Im Winter setzt man aufLanglauf und Schlittensport, wo sich Haidmühle als Austragungsort internationaler Schlittenhunderennen einen populären Namen weit über Bayerns Grenzen hinaus machte.

Schlittenhunderennen: jährlich internationale Meisterschaften, zweimal Austragungsort für Europameisterschaften, Mitte/Ende Februar 2019 Weltmeisterschaft in Haidmühle.

Infos

Die neue Wander- und Radkarte mit detailreichen Informationen zeigt die immense Routenvielfalt der Dreiländereckregion auf. 14 Sehenswürdigkeiten/Aussichtspunkte werden vorgestellt welche von Haidmühle aus als Tagestour sämtlich erreichbar sind. 

Kontaktadresse

Gemeinde Haidmühle
Dreisesselstraße 12
94145 Haidmühle

Telefon: 085 56 - 97 263 - 20
Telefax: 085 56 - 97 263 - 29

Mail: tourismus@haidmuehle.bayern.de
Web: Haidmühle