• Kneippanlage Jogl - gespeist vom eiskalten Mirasatbach - 1.6 km von Haidmühle entfernt
    © Bayernbike
  • Kneippen regt im Kaltwasserbecken Kreislauf und Stoffwechsel an, fördert die Durchblutung und stärkt das Immunsystem
    © Bayernbike
  • Die Gemeinde Haidmühle aus der Vogelperspektive
    © Bayernbike
  • Waldkirchen: größte Stadt im Landkreis Freyung-Grafenau (10.538 Einwohner)
    © Bayernbike
  • Stadtplatz Waldkirchen: Cafes, Eisdielen und Gaststätten mit Freisitzen - für's leibliche Wohl wird gesorgt
    © Bayernbike
  • Adalbert-Stifter-Radweg - jeder Rad-Kilometer ein Erlebnis für die Sinne
    © Bayernbike
  • Neureichenau- staatlich anerkannter Erholungsort
    © Bayernbike
  • Idyllische Landschaft, nivelliertes Streckenprofil - Bahntrassenradeln de Luxe
    © Bayernbike
  • Genießen und die Seele baumeln lassen
    © Bayernbike
  • Faszinierende Aussichtspanoramen
    © Bayernbike
  • Jandelsbrunn - Gabelung des Donau-Moldau-Radwegs nach Obernzell
    © Bayernbike

 

Startpunkt nahe Grenzübergang Haidmühle / Nové Údolí (Neuthal)

Hinweis: der Grenzübergang Nové Údolí (Neuthal) ist nur für Fußgänger und Radfahrer geöffnet (Ausweis mitnehmen)

Der Startpunkt des »Adalbert-Stifter-Radweg« liegt 500 Meter hinter der deutsch-tschechischen Landesgrenze Nové Údolí (Neuthal) an der Gemarkung Nove Udoli (830 m.ü.M.), wo sich der Nationalpark-Radweg und Dreiländer-Radweg verzweigen (Foto oben). Nach kurzem Gefälle (30 Tiefenmeter) führt die Neuthaler Straße nach Grenzübertritt sanft ansteigend (20 hm) nach Haidmühe. In Grenznaähe befindet sich ein großer Parkplatz (kostenpflichtig). An der ersten Straßenkreuzung (KM 1.9) mündet geradeaus die Max Pangerl Straße in die Dreisesselstraße. Dann wird linkerhand das Rathaus der Gemeinde Haidmühle passiert in dem die Tourismus-Info befindet. Exakt 2.5 km nach dem Startpunkt wird die Straße verlassen und zweigt rechts auf die Bahntrasse ab. Der »Adalbert-Stifter-Radweg« verläuft gemeinsam im "Duett" mit dem »Donau-Moldau-Radweg« bis nach Jandelsbrunn 16.5 km auf der verkehrsfreien Bahntrasse. 

Flusskunde

Die Kalte Moldau (Studená Vltava) entsteht nördlich des Bramandlberges (991 m) und des Hirschberges (881 m) nahe des Haidel (1.165m) durch den Zusammenfluss von Weberaubach und Rothbach, an dessen Stelle sich ein kleiner Obelisk mit Inschrift und Sitzgelegenheit befindet (Bild oben).  

Der Bachlauf bekommt bei Haidmühle Zufluss vom Mirasatbach und Kreuzbach und markiert nach Einmündung des Moorbaches und des Ruttenbaches auf ca. zwei Kilometern die deutsch-tschechische Grenze, wo sie in Nové Údolí (Neuthal) ins tschechische Gebiet fließt. Die Bergmoorwiesen hinter der Grenze sind auf einer Fläche von 101 ha als ausgewiesenes Naturdenkmal Spálený luh unter Schutz gestellt. Der weitere Lauf führt vorbei an den Lorenzbergen und dem Stožec (Tussetberg, 1064 m n.m.) durch Stožec (Tusset) und Cerný Kríž (Schwarzes Kreuz). Der Unterlauf der Kalten Moldau mäandert durch das Naturdenkmal Vltavský luh (Moldau-Auen) wo sie sich bei Chlum (Humwald) - Ortsteil der Stadt Volary (Wallern) - nach 24 Kilometern im Moor Mrtvý luh (Tote Au) mit der Teplá Vltava (Warmen Moldau) zur Vltava (Moldau) vereinigt. Die Warme Moldau hat ihren Ursprung nahe Kvilda/CZ (Außergefild).

Der Adalbert-Stifter-Radweg verläuft von Haidmühle bis nach Waldkirchen auf einer ehemaligen Bahntrasse. Haidmühle ist ein staatlich anerkannter Erholungsort, der in einer sanften Talmulde unweit der Grenze zur Tschechischen Republik im Bayerischen Wald liegt. Im Dreiländereck Deutschland (Niederbayern), Tschechien (Südböhmen) und Österreich (Österreichisches Mühlviertel) - umgeben von reizvoller Berg- und  Waldlandschaft - liegt Radlern ein gigantisches Routennetz zu Füßen. Obendrein verfügt der unberührte Naturlandstrich nachweislich eine der reinsten Luftqualitäten Deutschlands, was den Freizeit- und  Erholungswert ungemein steigert. 

Badesseen - Naturfreibäder

  • Haidmühle (Kreuzbachsee)
  • Neureichenau (Naturfreibad) + Stausee Riedelsbach
  • Jandelsbrunn (Badesee)
  • Waldkirchen (Erlauzwieseler Stausee, KM 24)
  • Röhrnbach (Badesee / Wasserfreizeitgelände)

Das Dreiländer-Radparadies im Muldental der Kalten Moldau bzw. des Mirasatbaches wurde von den "Naturfreunden Internationale" zur Landschaft des Jahres 2000 ausgezeichnet. In Haidmühle - im sogenannten <Grünen Dach Europas> - nehmen Radrouten unterschiedlichster Prägung ihren Ausgang. Eine bessere Möglichkeit als vom Sattel aus die malerische Bergregion mit dichten Wäldern, Hochmooren, Seen, Bachläufen und Flußauen zu erkunden gibt es wohl kaum. 

Adalbert-Stifter-Radweg - entschleunigtes Bahntrassenradeln erster Güte

Bahntrassen-Radwege verfügen die typische Eigenschaft, dass es sich im Einklang der Natur wundersam entspannt dahin kurbeln lässt. Zum einen weil die sanften und gleichmäßigen Niveauunterschiede eine ökonomische wie rhythmische Kraftentfaltung erlaubt, zum anderen weil der Streckenverlauf unschwer erkennbar ist, weswegen man sich über die Wegeführung keinen großen Kopf zu machen braucht. Der harmonische Bahntrassen-Charakter spart kognitive Ressourcen, was dem Fahrgenuss zugute kommt, den Fokus auf die Umgebung lenkt und obendrein die Sinne schärft. Sauerstoffreiche Wälder, mäandernde Bäche, verwittertes Granitgestein und sattgrüne Wiesenhänge bieten besonders auf dem Bahntrassen-Abschnitt einen ursprünglichen Naturgenuss von besonderer Güte. Flachpassagen bzw. leicht abschüssiges Terrain bietet verkehrsbefreit die ideale Gelegenheit, ohne körperliche Anstrengung gedankenversunken den stressigen Alltag auszublenden und sich mit großer Aufmerksamkeit der inspirativen Umgebung im Hier und Jetzt zu widmen. Wer sich das wünscht und bei sich selbst ankommen möchte, der wird auf dem Adalbert-Stifter-Radweg seine wahre Freude haben. 

Eckdaten

  • Startpunkt 500 m nach dem Grenzübergang Haidmühle / Nové Údolí (Neuthal)

  • Zielpunkt: Bruckmühle bei Röhrnbach
  • Streckenlänge: 38,6 km (davon 25 km unasphaltierter Bahntrassenabschnitt bis Waldkirchen)
  • Südliche Fahrtrichtung nach Bruckmühle bei Röhrnbach 195 Höhenmeter
  • Nördliche Fahrtrichtung nach Haidmühle: 631 Höhenmeter
  • Einkehrmöglichkeiten finden Sie in Haidmühle, Neureichenau, Jandelsbrunn, Waldkirchen Röhrnbach

  • Scheitelhochpunkt 872 m (Frauenberg)

  • Tiefpunkt 399 m.ü.NN. (Bruckmühle bei Röhrnbach)
  • Bahntrassenabschnitt wird im Winter für Langläufer gespurt 

Highlights / Sehenswürdigkeiten

  • Haidmühle: Kulturlandschaftsmuseum KuLaMu

  • Kneippanlage Jogl (1.6 km von Haidmühle entfernt)

  • Museum „Adalbert Stifter und der Wald“ in Neureichenau
  • Für Mountainbiker: im Bereich Jandelsbrunn-Neureichenau-Dreisessel verläuft die TRANS BAYERWALD in nächster Nähe
  • Rastplatz mit nostalgischen Relikten aus der verblichenen Eisenbahnerzeit (kurz vor Waldkirchen)
  • Zauberwald am Karoli (nahe Waldkirchen)
  • Kurpark Erlauzwieseler See  (nahe Waldkirchen)

  • Kletterwald Waldkirchen 

Einkehr- und Übernachtungsorte

  • Haidmühle (KM 2.0)
  • Neureichenau (KM 13.2)
  • Jandelsbrunn (KM 20.0)
  • Waldkirchen, Bahntrassenende (KM 27.4) - Stadtplatz KM 29.0
  • Aussernbrünst (KM 37)
  • Röhrnbach (KM 39 zzgl. 2 km vom Radwegende Irlesberg entfernt)

Waldkirchen Video


 Das Tourismusbüro Haidmühle befindet sich im Rathaus, Dreisesselstraße 12.

Der Adalbert-Stifter-Radweg verläuft 26,6 km zwischen Haidmühle und Waldkirchen auf einer unasphaltierten, ehemaligen Bahntrasse, davon 21 km als sanfte Gefällstrecke. Radfahrer erwarten eine idyllische Hügellandschaft, ausgedehnte Bergwälder, liebliche Bachtäler, weitflächige Wiesenhänge, emporragende Granitfelsen – alles in allem eine bezaubernde ursprünglich gebliebene Kulturlandschaft. 

Straßenkreuzungsbereiche sowie teils schmale Durchfahrtsspuren bei Eisenpollern erfordern erhöhte Vorsicht!

Bahnstrecke Haidmühle-Waldkirchen:

  • Eröffnung 15. November 1910
  • Stilllegung 1963 (Pv), Abbau der Gleise: ca. 1975 (Jandelsbrunn – Haidmühle), ca. 1996 (Waldkirchen – Jandelsbrunn)

Eröffnung des Adalbert-Stifter-Radwegs: 

  • September 2001: Waldkirchen – Jandelsbrunn
  • 12. Juni 2005: letztes Teilstück bei Haidmühle

Streckencharakteristik

Die Streckencharakteristik des Adalbert-Stifter-Radwegs lässt sich mit Schnittpunkt in Waldkirchen zweiteilen. Das flache bzw. leicht abschüssige Streckenprofil bzw. der gleichmäßige Bahntrassencharakter ohne Verkehr fördert den ungestörten Bewegungsfluss und damit den Fahrspaß für Groß und Klein. Erst ab dem Bahntrassenende vor Waldkirchen stellt sich eine kurze 5%-Steigung hinauf zum Stadtplatz in den Weg (60 hm). 

Ab Waldkirchen setzt sich die Tour mit Forstwegen und schwach befahrenen Nebenstraßen fort, die einige kürzere Steigungen mit sich bringen. Doch selbst für weniger konditionierte Radler bleibt alles im grünen Bereich. Wurde die Anhöhe zum Waldkirchener Stadtplatz (60 hm) überwunden schlagen auf den verbleibenden 14 km nach Bruckmühle bei Röhrnbach nur gut 100 hm zu Buche. Da das Höhenlevel insgesamt fällt, nimmt man bisweilen auch in diesem Abschnitt zügig Fahrt auf. Grundsätzlich gilt: je weiter man sich vom Streckenhochpunkt in Frauenberg (872m.ü.NN.) Richtung Süden entfernt, desto mehr nimmt das Höhenniveau ab. Die Route schlängelt sich durch den sanft hügeligen südlichen Landkreis Freyung-Grafenau bis zur Bruckmühle bei Röhrnbach, das nur noch 399 m hoch liegt. 

 E-Bike-Verleih- und E-Bike-Ladestationen 

Großzügige Zeitplanung steigert das Erlebnispotential

Als gemütliche Halbtagestour angelegt bleibt für Pausenstopps, das Lesen der am Wegesrand aufgestellten Schautafeln, ggf. Museumsbesuch in Neureichenau, frische Abkühlung in einem der Badeseen sowie Stadtvisite von Waldkirchen genügend Freiraum ohne in Hektik zu geraten. Die entgegengesetzte Fahrtrichtung benötigt entsprechend mehr Zeit, da die Höhendifferenz von 435 m des Start- Zielorts die Durchschnittsgeschwindigkeit sinken lässt.

Infos

Bahntrassen-Radwege-Statistik 

Adalbert-Stifter-Radweg - Infoflyer

 Bahntrassen-Radeln - entschleunigte Mobilität der gesunden Art

Radeln auf ehemaligen „historischen Eisenbahntrassen“ umgeben von weitgehend unberührter Naturlandschaft fördert die Entspannung und Regeneration in unserer stressgeplagten Zeit. Wer seinen "Tempomat" auf Wohlfühlmodus dimmt, vermag frische Energien für den kräftezehrenden Alltag schöpfen. Die bewusste Wahrnehmung, sein Freizeitvergnügen im Hinblick auf Achtung der Kulturgüter bzw. „Heimatgeschichte“ auszuüben, zeugt von Aufmerksamkeit gegenüber der Schaffenskraft unserer Vorfahren. So bitter Bahnstreckenstilllegungen aus Wirtschaftlichkeitsgründen früher waren (in den 70 er, 80er und 90 er Jahren wurden jährlich durchschnittlich 400 km Schienenweg weg rationalisiert) – leistet der Radtourismus heute vor allem in ländlichen Gegenden einen wichtigen Beitrag zur wirtschaftlichen Prosperität.

Streckengrafik mit Höhenprofil


Bewegen sie ihren Cursor auf dem Höhenprofil, wird interaktiv oben auf der Streckengraphik die geographische Position eingeblendet.

Haftungsausschluss:

Biketouristik – Media übernimmt keine Gewähr für die Korrektheit downgeloadeter Trackdaten. Die Verwendung von GPS-Tracks geschieht in Eigenverantwortung des Users und schließt Haftungsansprüche gegenüber dem Anbieter ausnahmslos aus.



Streckenchronik

Die ehemalige Bahntrasse beginnt nahe der Tankstelle in Haidmühle (1 341 Einwohner). Anfänglich bietet sich eine schöne Aussicht über die grünen Hochflächen. Stellenweise erblickt man die markantesten Gipfel dieser bewaldeten Gegend - den Dreisessel (1.333m.ü.NN.) und den Haidel (1.167m.ü.NN.). Bis Frauenberg radelt man teils vis a via des Mirasatbachs in einer idyllischen und sauerstoffreichen Waldpassage.

 Die Kalte Moldau

Der Zusammenfluss der Quellbäche Weberaubach, Goldgrubenbach und Rothbach im sumpfigem Waldgebiet unterhalb des Haidel bilden den Ursprung der Kalten Moldau. Die Kalte Moldau (Studená Vltava) ist der rechte Quellfluss der Moldau (Vltava). Zur Zeit des Kalten Krieges war Europa durch den Eisernen Vorhang geteilt, weswegen das Tal der Kalten Moldau zwischen Stožec und der deutschen Grenze bis 1990 Sperrgebiet war. 

Kneippanlage Jogl

1.6 km nach Haidmühle erwartet Radfahrer ein echter Gesundheitsknüller. Der eiskalte Mirasatbach speist hier die Kneippanlage Jogl und sorgt nicht nur für ein abwechslungsreiches Vergnügen sondern macht müde Beine wieder munter. 

Wassertreten (30-120 Sekunden) leitet schonend die Regenerationsphase ein. Beim abschließenden lockeren Pedallieren auf der 1.5 km langen Flachetappe nach Haidmühle erwärmen sich die kalten Füße. 

 Die Kneippanlage Jogl am Mirasatbach befindet sich am Schnittpunkt des Albert-Stifter-Radweg mit der Haideltour-Route.    

Kneippen regt -  in dem Kaltwasserbecken nicht nur den Kreislauf und den Stoffwechsel an bzw. fördert die Durchblutung - sondern stärkt dazu auch das Immunsystem. Darüber hinaus wirkt die Methode ganzheitlich, d.h. Körper, Kopf und Seele kommen in Einklang. Eine wahre Wohltat, die für ausgemergelte Radfahrer wie gerufen kommt.  

Die unmittelbare Nähe des beliebten Adalbert-Stifter-Radwegs bringt es mit sich, dass viele Radfahrer von dem natürlichen "Gesundbrunnen" regen Gebrauch machen. Im Wasser liegt das Heil; es ist das einfachste, wohlfeilste und - recht angewandt - das sicherste Heilmittel - Sebastian Kneipp - 

 Sebastian Kneipp

Sebastian Kneipp wurde am 17.05.1821 geboren. 1844 zog er mit seinem Förderer Dr. Matthias Merkle nach Dillingen, wo er am Gymnasium trotz Tuberkulose das Abitur machte. 1849 begann er mit dem Theologiestudium und entdeckte rein zufällig ein Buch des Arztes Johann Siegmund über die Heilkraft von kaltem Wasser. Beeindruckt von dessen Erkenntnissen unternahm Kneipp im Selbstversuch Bäder in der kalten Donau. Sein Gesundheitszustand verbesserte sich derart, weshalb er seine kostenlosen Behandlungsformen auch auf Patienten ausdehnte. Bezeichnend, dass ausgerechnet Ärzten das Vorgehen missfiel und sie gegen Kneipps selbstlose Behandlungsmethode ein Gerichtsverfahren anstrengten. Die Heilkraft des Wassers entdeckte Kneipp wieder, da bereits die Römer in der Antike mit Wasseranwendungen arbeiteten. Erst 2015 entschied die Deutsche UNESCO-Kommission "Kneippen als traditionelles Wissen und Praxis nach der Lehre Sebastian Kneipps" offiziell als immaterielles Kulturerbe anzuerkennen.

Beste Stimmung und reges Treiben an der Kneippanlage. Radlergruppen aus allen Herren Länder kommen sich an der Fitness-Stätte näher.

Nach erfrischender Wellness-Pause geht's mit Frohgemut und Elan weiter. Auf der Kuppe mündet der Zufahrtsweg in den Adalbert-Stifter-Radweg ein (links nach Haidmühle, rechts Richtung Waldkirchen). 

Bahntrassenradeln hat viele Vorteile. So ist zum einen die Wegeführung leicht erkennbar, Kurvenradien sind großzügig bemessen und Höhenunterschiede machen sich durch das nivellierte Trassenniveau kaum bemerkbar.  

Auch wenn der Wegeverlauf unmissverständlich klar ist, so ist der relativ breite Radweg dennoch lückenlos in beiden Fahrtrichtungen ausgeschildert. Rastplätze in idyllischer Lage locken immer wieder zum Absteigen und erholsamen Pausen. Die wassergebundene Fahrbahnoberfläche ist erstklassig gewartet und weist von daher zu jeder Jahreszeit (solange kein Schnee liegt) einen sehr guten Zustand auf. 

Vom Startpunkt in Haidmühle (830 m) steigt die ehemalige Bahntrasse bis Frauenberg (Europäische Wasserscheide) unmerklich an. Nachdem der Scheitelhochpunkt (872 m) überschritten ist, fällt das Höhenniveau bis zum Bahntrassen-Ende (523 m) am Stadtrand von Waldkirchen insgesamt um 350 Tiefenmeter kontinuierlich ab. Die Vorfreude auf die lange Gefällstrecke und geschwungene Kurven ist berechtigt. Im Hochsommer sind die Temperaturen in dem schattenspendenden Geländeeinschitt angenehm kühl. Selbstvergessen rollt man nahezu ohne Kraftaufwand locker mit 25-30 km/h durch die von emporragenden Granitfelsen umsäumte Strecke.

Da die nivellierte Bahntrasse von hier ab fast ein durchgängiges leichtes Gefälle bis nach Waldkirchen aufweist gerät natürlich schnell in Vergessenheit, dass man sich entgegen des entspannten Fahrgefühls ohne größeren Kraftaufwand dennoch im Mittelgebirge des Südlichen Bayerischen Waldes befindet.

 Abzweig Dreiländer-Radweg

Am Loipenzentrum Frauenberg vorbei - der Adalbert-Stifter-Radweg genießt eine touristische Mehrfachnutzung indem Langlaufloipen gespurt werden - rollt das Gefährt auf der 22 km langen Gefällstrecke (1-2%) mit minimalem Krafteinsatz locker dahin. 

 Wasserscheide 

In Frauenberg erinnert ein Denkmal an die Wasserscheide von Elbe und Donau. Die Moldau entwässert nach Norden hin großflächig das Gebiet, wo nach Mündung in die Elbe später in die Nordsee fließt. Die Moldau - häufig auch als „Böhmisches Meer“ bezeichnet - ist der längste Fluss in Tschechien (430 km) und zugleich der größte Nebenfluss der Elbe. Richtung Süden und Westen sammeln dagegen Ilz, Erlau und Große Mühl Wasser auf und fließen bei Passau bzw. Linz in die Donau, die ins Schwarze Meer mündet.

Durch eine technische Meisterleistung wurde die Wasserscheide mit dem Bau der Kreuzbachklause und dem zugehörigen Triftkanal, der das der Moldau gehörige Dreisesselwasser in den Osterbach und damit in die Ilz brachte überwunden. Heute ist der Kanal ist größtenteils verfallen, weshalb der Kreuzbach wie zu früheren Zeiten wieder der Moldau zufließt.

Schon bald rückt der staatlich anerkannte Erholungsort Neureichenau ins Blickfeld. Je weiter man Richtung Süden rollt, desto mehr verändert sich das Landschaftsbild. Die Waldlichtungen werden größer und gibt immer häufiger schöne Panoramablicke auf die das gewellte Landschaftsprofil des Bayerischen Waldes frei. 

 "Stifter und der Wald" - Museum im Rosenberger Gut

Die Gemeinde Neureichenau ist stolz auf ihr Museum „Adalbert Stifter und der Wald“ – ist es doch deutschlandweit das einzige Museum, welches dem Dichter und Maler Adalbert Stifter gewidmet ist.

In Neureichenau (KM 13.2) ist bei der Überquerung der Dreisesselstraße sowie einem nachfolgendem kurzen Steilgefälle erhöhte Vorsicht geboten. Kurzzeitig wird auf die Bahnhofstraße Straße ausgewichen, bevor sich die verkehrsfreie Bahntrasse (KM 13.8) fortsetzt.

Dichte Fichtenwälder und saftig grüne Wiesen künden von einer noch wenig von Menschenhand beeinflusster Natur. Die kraftsparende Gefällfahrt auf der verkehrsfreien Trasse fördert das beschwingte Gefühl der Leichtigkeit des Seins. Immerhin werden vom Scheitelpunkt der Strecke bis Jandelsbrunn 238 Tiefenmeter - verteilt auf 13 Kilometer - potentielle Energie in Bewegungsenergie umgewandelt. Ein pulsschonender Trittrhythmus im Wohlfühltempo erlaubt schweifende Blicke über die herrliche Naturregion. Das Bahntrassen-Feeling ist in der Tat eine Wonne, denn selbstvergessenes Dahingleiten durch die anmutende Naturlandschaft gibt es sonst nur selten.

 Direkt nach dem Jandelsbrunner Bahnhofsgebäude (634 m) zweigt der »Donau-Moldau-Radweg« auf die Bahnhofstraße ab, die nach einem kurzen Anstieg in die Hauptstraße mündet. Die Route führt via Breitenberg und Wegscheid nach Obernzell ins Donautal, wo Anschluss zum internationalen Donau-Radweg besteht. 

Besonders an Wochenenden bzw. Schulferien erfreut sich der Radweg großer Beliebtheit. Das "Ein- und Abtauchen" in schattige Waldpassagen bringt nicht nur Abwechslung sondern auch Abkühlung an heißen Sommertagen.

Man traut seinen Augen kaum, wenn plötzlich nostalgische Relikte aus der längst verblichenen "guten alten" Eisenbahnerzeit auftauchen. Ein 100 m langes Gleisstück der ehemaligen Eisenbahntrasse Waldkirchen-Haidmühle-Wallern/Volary (Böhmen) kann hier bestaunt werden. Informationstafeln beleuchten die Historie der frühren Eisenbahnlinie. Ohne Zweifel werten solche historischen Infornationen das Radtourerlebnis auf dem Adalbert-Stifter-Radweg erheblich auf.

Die Bahnstrecke Waldkirchen–Haidmühle war früher eine Nebenbahn in Bayern, die in Haidmühle im Böhmerwald Anschluss an die Strecke nach Volary (Wallern im Böhmerwald) der einstigen Vereinigten Böhmerwald-Lokalbahnen hatte. ab. Die letzte Teilstrecke Waldkirchen–Jandelsbrunn wurde am 1. Oktober 1995 endgültig stillgelegt und später komplett abgebaut.

  • Eröffnung der Bahnstrecke: 15. November 1910
  • Stilllegung der Bahnstrecke: 1963 (Personenbeförderung)
  • Einstellung des Bahngüterverkehrs: 1963 
  • Gleisdemontage: bis 2001

Radwegbau /Eröffnung:

  • September 2001: Waldkirchen – Jandelsbrunn
  • 12. Juni 2005: letztes Teilstück Frauenberg-Haidmühle

Regelmäßige Verschnaufpäuschen steigern die Erlebnisqualität und den Genussfaktor. Neben der gepflegten Privatgartenanlage pausiert man gerne, bevor man in die pulsierende Zivilisation der Stadt Waldkirchen eintaucht.

 3 km vor Waldkirchen (KM 23.9) gibt es eine schöne Badegelegenheit (Restaurant, Biergarten) am Erlauzwieseler Stausee.

Allmählich rückt die Silhouette von Waldkirchen immer größer ins Blickfeld, dominiert von der hoch aufragenden Stadtpfarrkirche der katholischen Pfarrei St. Peter und Paul - gemeinhin auch als "Bayerwald-Dom" bezeichnet.

Etliche Rundbogenbrücken erinnet zumindest die ältere Generation an die nostalgische Eisenbahnerzeit. 

Nun heißt es von dem schönen Bahntrassen-Radweg Abschied nehmen. Den Schlusspunkt setzen ausrangierte Waggons und Rangierloks auf den Abstellgleisen. 

Der Bahntrassen-Radweg endet in Waldkirchen (KM 27.1). Hier ist Vorsicht bei der Einmündung in die Bahnhofstraße geboten. Kurz darauf überquert man die Hauptstraße am Kreisverkehr und radelt geradeaus (2. Abfahrt) die Anhöhe hinauf nach Waldkirchen. Über die Ringmauernstraße und Erlenhain (Gefälle) setzt der Radweg nach dem Kreisel (KM 30) fort.   

Sobald die nivellierte Bahntrasse verlassen wird ist Muskelkraft auf dem ersten Anstieg des Tages gefordert. Die Bahnhofstraße schraubt sich in großen Schleifen knapp 60 Höhenmeter auf die Bergkuppe  (5% Steigung) zum Stadtzentrum Waldkirchen hinauf. Das Profil wird nun zwar etwas welliger, böse Anstiege sind indes nicht zu erwarten. 

Waldkirchen (10 456 Einwohner) liegt am Goldenen Steig und ist die größte Stadt im niederbayerischen Landkreis Freyung-Grafenau. Am Stadtplatz befinden sich etliche Straßen-Cafes, Eisdielen und Gaststätten mit Freisitzen, die für's leibliche Wohl sorgen.

 Das Tourismusbüro Waldkirchen befindet sich am Marktplatz 17.

Wurde Waldkirchen der Rücken gekehrt radelt man phasenweise entlang der Erlau, die durch den Zusammenfluss von Saußbach und Pfeffermühlbach südwestlich von Waldkirchen entsteht. Der Saußbach entspringt im Erlauzwieseler See südöstlich von Waldkirchen und fließt durch die Saußbachklamm südlich an Waldkirchen vorbei. Der Pfeffermühlbach entsteht durch Zusammenfluss mehrerer kleinerer Bäche nordöstlich von Waldkirchen und umfließt die Stadt auf ihrer nördlichen Seite. Ab dem Zusammenfluss von Saußbach und Pfeffermühlbach bei der Ortschaft Saßbach heißt der Fluss schließlich Erlau. Zwischen den Ortschaften Außernbrünst und Denkhof, ist sie die Landkreisgrenze (Passau) . Bei der namensgleichen Ortschaft Erlau (Obernzell) mündet die Erlau in die Donau.

Nach Überquerung der St 2132 beim Kreisverkehr löst man sich vom nervigen Straßenverkehr. Verkehrsberuhigt geht es nun an Sassbach vorbei.

Kürzere Anstiege gehen meist mit herrlichen Aussichten über den Bayerwald einher. Insofern werden Schweißtropfen nicht umsonst vergossen. 

Abwechselnd verläuft die Route mal unasphaltiert auf abgelegenen Schotterwegen, mal auf schwach befahrenen Nebenstraßen durch kaum besiedeltes Gebiet. Ist das Örtchen Irlesbach passiert hat man schon fast das Ziel erreicht.

Trotz kurzer "Up and Downs" lenken beeindruckende Aussichtspunkte von der kräftezehrenden Kurbelei ab. Schon bald ist die Bruckmühle bei Röhrnbach erreicht. Der Markt Röhrnbach mit ca. 4 565 Einwohner ist der größte Ort in der näheren Umgebung. 

Der Kopf dreht sich nach links und rechts - obiger Schnappschuss steht sinnbildlich für erlebten Landschaftsgenuss auf dem Adalbert-Stifter-Radweg.

Die im Dreiländereck, Bayern, Südböhmen (Tschechien) und Mühlviertel (Österreich) liegende Ortschaft Haidmühle wartet mit einem erstklassigen Radwegenetz auf, das alle Leistungsstufen anspricht. Das Dreiländer-Radparadies, weitgehend im Tal der Kalten Moldau oder des Mirasatbaches verlaufend, wurde von den "Naturfreunden Internationale" zur europäischen Landschaft des Jahres 1999/2000 gewählt.

Das graue Asphaltband schlängelt sich über die sanft gewellte Landschaft des Bayerischen Waldes. 

Anschluss-Radwege in Bruckmühle bei Röhrnbach 

 Am Ziel in Bruckmühle bei Röhrnbach besteht direkte Anbindung an den  Donau-Ilz-Radweg, der über Kalteneck-Tittling-Eging am See-Hengersberg nach Niederaltaich an der Donau führt. Die Route trifft dort auf den internationalen Donau-Radweg (E 6).  

Das Ferienland zwischen Ilz und Ohe bietet in einer klimatisch begünstigten Höhenlage markierte Radwege, die auf luftigen Höhen mit Blick auf zahlreiche Bayerwaldgipfel u.a. hinab ins romantische Ilztal führen.

 Donau-Bayerwald-Route (Tittling-Passau) 

Donau-Bayerrwald-Route

Tourist-Information

Ferienland Nationalpark Bayerischer Wald 
Wolfkerstraße 3 
94078 Freyung 

Tel. 08551/57-114
Fax 08551/57-193

touristinfo@lra.landkreis-frg.de

www.bayerwald-info.de 

Tourist-Info Haidmühle
Schulstraße 39
94145 Haidmühle

Tel.: 085 56 - 19433
Fax: 085 56 - 1032     

haidmuehle@t-online.de

http://www.haidmuehle.de/

Tourist-Info Neureichenau
Dreisesselstraße 8
94089 Neureichenau

Tel.: +49 (0)8583 - 9601 - 20

tourismus@neureichenau.de

https://www.neureichenau.de/startseite/

Gemeinde Jandelsbrunn
Hauptstraße 31 
94118 Jandelsbrunn 

Tel: 085 83 - 96 00 0 

Fax: 085 83 - 96 00 24 

info@jandelsbrunn.de

http://www.jandelsbrunn.de/

Tourist-Info Waldkirchen
Marktplatz 17
94065 Waldkirchen

Tel: 08581/19433

tourismus@waldkirchen.de

https://waldkirchen.de

Markt Röhrnbach 
Rathausplatz 1
94133 Röhrnbach

Tel.: 08582/96090 

info@roehrnbach-bayerischer-wald.de

www.roehrnbach-bayerischer-wald.de

Touristinformation Perlesreut-Fürsteneck
Unterer Markt 3
D-94157 Perlesreut

Tel.: +49 (0) 8555 / 961910

Fax: +49 (0) 8555 / 961940

info@perlesreut.de

www.perlesreut.de