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Plöckensteinsee

Ab der Gemarkung <Hu?ina-potok> (902m) verlässt man zum Plöckensteinsee den Schwarzenberger Schwemmkanal (Nr. 54 + 1029).

Der Rastplatz bietet Gelegenheit vor dem Anstieg Energiehäppchen und Flüssigkeit aufzunehmen, bevor der höchste Streckenpunkt der Tour (4 km) mit einer Durchschnittssteigung von 4.4 % angepeilt wird.

 Nach ca. 1 km zweigt eine Querverbindung nach Rakouská cesta - ?íjišt? ab (Nr. 51 + 1028) 6 km.


Auf der asphaltierten Stichverbindung zum Plöckensteinsee werden 188 hm überwunden. Im Schlussdrittel flacht sich die durchschnittliche Steigung von ca. 10% ab.

Auch im Böhmerwald treibt der weit verbreitete Borkenkäfer sein Unwesen, weswegen sich in den letzten Jahren viele Wälder gelichtet haben oder gänzlich verschwanden.

Bergauf ist die Umfahrung der Schranke kein Problem. Auf der Rückfahrt ist bei hoher Abfahrtsgeschwindigkeit frühzeitige Verzögerung - besonders bei Nässe - geboten.

Schweißverklebt, die Augen strahlend vom Rad zu steigen und einen Schluck in dieser unberührten Naturkulisse aus der Wasserflasche zu nehmen wird schon fast als göttliches Geschenk empfunden. Glücksmomente, welche Radfahrer insbesondere nach quälenden Steigungen umso intensiver erleben. 

Am Plöckensteinsee befindet man in der Stille der Natur buchstäblich einem energetischen Kraftort, der Alltag, Stress und Hektik mit einem Wisch wegfegt. Jetzt heißt sprichwörtlich "Runterkommen" und in der herrlich frischen und belebenden Luft bei Ruhepuls ohne Zeitdruck "Ankommen". In sich hinein hören, den Geist frei machen, sich treiben lassen und neue Energien schöpfen. Dann entfacht die Leichtigkeit des Seins ein Glücksempfinden und macht den Blick frei für die essentiellen Dinge des Lebens. 

Zeit sollte man sich unbedingt nehmen und es Adalbert Stifter gleichtun, der hier als Grenzgänger die Wälder durchstreifte und sprichwörtlich den "Stoff" seiner schriftstellerischen Werke inhalierte.

  Plöckensteinsee (Plešné jezero)

Der Plöckensteiner See ist ein Gletschersee der auf einer Seehöhe von 1090 m liegt. Er bedeckt eine Fläche von 7,48 ha, ist 18 m tief und hat ein Volumen von 617 000 m³. Die Höhe des Moränen-Damms beträgt 30-40 m. Unterhalb des Sees befindet sich ein Stein-Meer, das sich 150 m den Berghang abwärts erstreckt. 

Aus dem See fließt der Jezerní potok (Seebach) ab und mündet in die Moldau. In den Jahren 1782-1791 wurde die Moräne abgedichtet und im Zusammenhang mit dem Bau des Schwarzenberg‘schen-Kanals wurde auf ihr ein 2,5 m hoher Damm mit Stauwerken, die den Abfluss regulierten und das Holzschwemmen ermöglichten, errichtet.

Am nordwestlichen Seeufer, hoch am Gipfel des Moränenwalls steht das Stifter-Denkmal. Heute gehört der Plöckensteiner See zu den meist besuchten Böhmerwald-Plätzen, denn der Blick auf die Seeoberfläche mit der imposanten See-Wand ist sehr attraktiv. Am 13. August 1868 blieb hier Johannes Nepomuk Schwarzenberg stehen und überblickte von einem Felsen die Gegend. Zur Erinnerung befindet sich am Seeufer ein Gedenkstein.

Die Gemarkung <Plešné jezero> auf 1090 m Höhe vermittelt einen guten Orientierungsüberblick.

 Verhaltensregeln 

Radfahren ist in der Nationalparkregion Šumava nur auf öffentlichen Straßen und markierten Radwegen gestattet. Nationalparkhüter (Ranger) kontrollieren die Einhaltung der erlassenen Verordnung, um das Schutzbedürfnis bedrohter Tier- und Pflanzenarten zu wahren. 

Besuchsordnung Böhmerwald

Absitzen - Ankommen - Kräfte tanken....

Objekt der Begierde: Mountainbikes

Auf dem Bild ist die Seewand erkennbar welche an der Nordostseite 211 Meter aufragt und auf der das Adalbert Stifter Denkmal steht. 

Teils zweisprachige Schautafeln informieren wissbegierige Besucher. Im Bild die Luxemburger Hütte. 1911 am Ufer des Gletschersees erbaut bot sie für 14 Personen Verpflegung und Unterkunft. 1952 brannte die Hütte ab worauf 1 Jahr später eine Militärbaracke und zwei weitere Gebäude errichtet wurden (1989 abgerissen). 

Am Seeufer befindet sich auf dem Granitfelsen eine kreisrunde Inschrift mit der Jahreszahl 1868. Jenes Jahr als Kronprinz Johann von Schwarzenberg hier zu Besuch war.

Das einst dicht bewaldete Gebiet am Plöckenstein wurde Opfer des Borkenkäferbefalls. Dazu haben Stürme dem ohnehin geschwächten Wald den Todesstoß versetzt. Orkan Kyrill fegte in der Nacht am 19. Januar 2007 mit Windgeschwindigkeiten bis zu 225 km/h über das bayerisch-böhmische Waldgebirge und verursachte großflächigen Windbruch. 

Fußmarsch zum Stifterdenkmal

Der wurzelübersähte Einstieg zum Adalbert-Stifter-Obelisk. 

 Der Marsch zum Stifterdenkmal (221 hm) dauert bergauf etwa 40 min., bergab ca. 30 min. Die Stelle liegt nur etwa einen Kilometer nordöstlich vom Dreiländereck Deutschland–Österreich–Tschechien bzw. zur österreichischen Grenze sind es nur etwa 500 Meter Luftlinie. 

Zu Ehren des weltberühmten Malers, Schriftstellers und Pädagogen Adalbert Stifter - der mit seiner Erzählung <Der Hochwald> dem Plöckensteinsee ein literarisches Denkmal schuf, wurde 1877 ein 14,5 m hoher Granit-Obelisk im Nationalpark Šumava errichtet (Adalbert-Stifter-Denkmal). 

Der Plöckensteinsee aus der Vogelperspektive. 

Die Rückfahrt zum Schwarzenberger Schwemmkanal erfolgt auf demselben Stichweg der zuvor hinauf geradelt wurde.

 Die Abfahrt erfordert besondere Vorsicht, da der Asphalt Risse, Schlaglöcher und Fahrrinnen aufweist und die Fahrbahnoberfläche zudem häufig feucht und rutschig ist.