• Landesgrenze Ferdinandsthal (Deffernik, Debrnik)
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  • Richtung Zwieslerwaldhaus
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  • Filialkirche St. Gunther in Buchenau (Gemeinde Lindberg)
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  • Trinkwassertalsperre Frauenau
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  • Trinkwassertalsperre Frauenau
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  • Arberblick
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  • Nationalpark-Radweg
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  • Nationalparkzentrum
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  • Entlang des Reschwassers am Rand des Nationalparks Bayerischer Wald
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  • Ausblick auf Finsterau und den Bayerischen Wald
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  • Höchster Punkt des Nationalpark-Radweg nahe Finsterau (1.190 m)
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  • Top View Point Bučina (Buchwald) 1.162 m
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  • Nationalpark-Radweg - Alpská Vyhlídka (Bučina-Kvilda)
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  • Gedenkstätte Bučina (Buchwald)
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  • Grenzübergang Bučina (Buchwald) - Finsterau
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  • Grenzübergang Bučina (Buchwald) - Finsterau
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  • Landesgrenze Haidmühle / Nové Údolí
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  • Nationalpark-Radweg - Biosphärenreservat Šumava (Naturschutzgebiet)
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  • Nationalpark-Radweg - Biosphärenreservat Šumava (Naturschutzgebiet)
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  • Schilder-Wirrwarr in Strážný (Kuschwarda)
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  • Strážný (Kuschwarda)
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  • Dreiländereck - ausschweifendes Radtourennetz
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  • Stocek (Tusset) - Streckengabelung Nationalpark-Radweg / Moldaustausee
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  • Landesgrenze Haidmühle / Nové Údolí
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  • Waldbahn zwischen Grafenau - Zwiesel
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  • Knížecí Pláně (Fürstenhut) im Nationalpark Šumava
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Grenzübergang Buèina (Buchwald) / Finsterau    

 Die Staatsgrenze zwischen Deutschland und der Tschechischen Republik kann von EU-Staatsangehörigen seit dem 1.1.2008 mit einem gültigen Reisedokument überquert werden. Der Grenzübergang zwischen Buèina und Finsterau ist für Fußgänger, Radfahrer bzw. Skilangläufer ganzjährig geöffnet.

Die Nationalparke Šumava und Bayerischer Wald sowie beteiligte Landkreise haben die dünn besiedelte Region mit öffentlichen Nahverkehrsmitteln erschlossen. So fahren auf bayerischer Seite zwischen Spiegelau und Teufelshäng (Landesgrenze) die „Igelbusse“ von Mitte Mai bis Ende Oktober. Auf tschechischer Seite verkehren –im Juli und August die „Grünen Busse“ zwischen Kvilda und Buèina.

 Wer sich den Hammeranstieg von 530 Höhenmetern (entgegengesetzte Fahrtrichtung) von Mauth zum Grenzübergang Teufelshänge ersparen möchte, kann sich umweltfreundlich mit dem Igelbus shutteln lassen. Die Linie 6115 (Finsteraubus) verkehrt mit Radanhänger zwischen Spiegelau – Nationalparkzentrum Lusen - Teufelshänge/Grenze vom 15. Mai bis 31. Oktober jeden Jahres.

Die “Wege durch Natur und Zeit“ zwischen Finsterau und Kvilda sind ein beliebtes, grenzüberschreitendes Wandergebiet. So verläuft hier u.a. der Europäische Pilgerweg Via Nova, der seit 2012 die Dreiländerregion Tschechien, Österreich und Niederbayern tangiert. Außerdem bietet Finsterau Wintersportbegeisterten ein Loipen-Eldorado samt Biathlonanlage sowie Skater- und Skirollerstrecke in der Höhenlage von über 1.000 Meter an.

Das  weltweit größte Schutzgebietssystem <Natura 2000> wurde von der Europäischen Union initiiert. Es setzt sich zusammen aus den Schutzgebieten nach Maßgabe der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie und der Vogelschutzrichtlinie. Zweck ist der länderübergreifende Schutz gefährdeter wildlebender Pflanzen- und Tierarten sowie ihrer natürlichen Lebensräume.

Von hier ab findet das einheitliche Beschilderungssystem (Holzgravuren) bis zum Zielort Ferdinandsthal Anwendung.

Neben dem Mahnmal auf tschechischem Gebiet soll das symbolische <Tor zur Freiheit> auch auf deutscher Seite an den früheren Eisernen Vorhang erinnern. Mit der Durchfahrt durch das kettenverhangene <Tor zur Freiheit> tauchen wir erwartungsvoll in den nächsten Streckenabschnitt im Bayerischen Wald ein.  

Nach dem 31 km langen Schlenker durch den Nationalpark Šumava setzt sich die Tour auf niederbayerischem Boden in den Landkreisen Freyung-Grafenau und Regen fort.

Bevor die lange Talabfahrt beginnt und damit das Panorama verschwindet, sollte die herrliche Fernsicht über den Bayerischen Wald ausgiebig genossen werden. An solch ruhigen, erhabenen Plätzen wird einmal mehr klar, warum der Nationalpark-Radweg in mehrerlei Hinsicht Grenzen überwindet. Der Gegend haftet hüben wie drüben immer noch etwas Geheimnisvolles und Melancholisches an. Wer der unberührten Naturlandschaft mit gebotener Achtsamkeit und Muße begegnet den zehrt lange von den überwältigenden Eindrücken.

 Zwischen Mitte Mai und Anfang November darf die Zufahrtsstraße von Finsterau zum Grenzübergang tagsüber (9 bis 17 Uhr) nur von den Igelbussen befahren werden. Außerhalb der Igelbus-Betriebszeiten ist der Übergang auch mit dem KFZ erreichbar. Im Winter wird die Straße nicht geräumt und ist den Winterwanderern und Skilangläufern vorbehalten.

Auf dem Hochplateau (50 hm) wird zugleich der höchste Streckenpunkt (1170m.ü.NN.) des Nationalpark-Radwegs überfahren. Mit Abflachung der Steigung lässt der nötige Pedaldruck spürbar nach, bis es im Gefälle von selbst rollt. Vorfreude ist angebracht, denn es folgt eine 12 km lange Abfahrt. Eine Phase, die dem Körper - insbesondere der Beinmuskulatur - eine verdiente Erholungszeit schenkt. Dafür ist jedoch umso mehr Kopfarbeit vonnöten. Mit Konzentration, Bremsbereitschaft, Reaktionsschnelligkeit und kontrolliertem Tempo lässt sich die teils steile Abfahrt gut bewältigen. 

 Bild oben: Lohnenswerter Abstecher zur Reschbachklause (2 km). Sie ist der größte Stausee im Nationalpark Bayerischer Wald und wurde früher zur Holztrift angelegt bzw. genutzt.

Gute Gelegenheit sich ein wenig die Beine zu vertreten, bevor es weiter geht.

 

Die letzte Welle, dann beginnt an der Kuppe ein 17% steiles Gefälle nach Finsterau. 

 Teils auf identischer Wegstrecke verläuft die TRANS BAYERWALD

 Bevor man sich in die Abfahrt begibt bietet sich an der Kuppe die vorerst letzte Aussichtsgelegenheit. Ein kurzer "View-Stopp" ist lohnenswert, zumal in der anschließenden dichten Waldpassage für gut 2 Stunden Fahrzeit bis Spiegelau der "Panorama-Rolladen" geschlossen bleibt.

Die abgeschiedene Lage von Finsterau (514 Einwohner) zieht Naturliebhaber aus nah und fern an und hat die Region ein wenig aus dem Dornröschenschlaf wach geküsst. 

Nach dem Ortsschild heißt es aufzupassen, um nicht den Rechtsabzweig (von der Buchwaldstraße in die Museumsstraße) gegenüber dem Landhotel Bärnriegel zu übersehen. Das anschließende Gefälle lässt das Höhenlevel rasch unter die 1000 Meter-Marke purzeln. 

  Nur unweit von Finsterau können in Heinrichsbrunn - Ortsteil der Gemeinde Mauth-Finsterau - friedfertige Alpakas besichtigt werden. Die Halbwaldstraße geradeaus (Fortsetzung Finsterauer Straße) führt direkt nach Heinrichsbrunn. Ein Sprichwort aus den Anden besagt: "Wenn man einem Alpaka zulange in die Augen schaut, ist man von ihm für immer gefangen." Aufgrund begrenzter Öffnungszeiten ist eine vorherige telefonische Vereinbarung ratsam.

Grenzenlose Waldwildnis im ersten Nationalpark Deutschlands

Kurz darauf wird das Freilichtmuseum Finsterau passiert, wo die Geschichte von "Land und Leute" in eindrucksvoller Weise dargestellt wird. 

 Freilichtmuseum Finsterau

Tausend Meter über dem Meer, versteckt hinter den Wäldern und Bergen des Nationalparks, dicht an der böhmischen Grenze, hat die Vergangenheit ein Reservat gefunden: das Freilichtmuseum Finsterau (www.freilichtmuseum.de). Aus dem gesamten Bayerischen Wald wurden Bauernhäuser, vollständige Höfe, eine Dorfschmiede und ein Straßenwirtshaus wieder aufgebaut, womit sich ein begehbares Stück vergangener Wirklichkeit entfaltet. Wöchentliche Vorführungen zeigen das Leben und Handwerk im Bayerwalddorf anno dazumal. Es gibt Feste und Veranstaltungen durch das ganze Jahr, z.B. Maibaumaufstellen, Sonnwendfeuer und Adventsmarkt. Die Tafernwirtschaft „d'Ehrn“ bietet Bayerische Schmankerl.

Entlang des plätschernden Reschbachs windet sich die abschüssige Straße Richtung Mauth. Zunehmend verflacht sich das Gefälle.

Der kristallklare Reschenbach, saftgrüne Wiesen und dichte Wälder sind in der verkehrsberuhigten Straße Wegbegleiter der Radler. Nacheinander werden mehrere Rastplätze passiert. 

 Badesee in Mauth (0.5 km) 

Oben ist die Abzweigung (vor der Hauptstraße Mauth-Spiegelau) auf das Jägerstrassl erkennbar. 

Im spitzen Winkel wird rechts in eine bewaldete Bergpassage abgebogen.

Der Rastplatz Jägerstrassl liegt in der Talsenke auf 758 m Höhe. Nach zwei Anstiegen (200 hm) fallen die darauffolgenden Höhendifferenzen der Hügel geringer aus. Trotzdem ist es bis zum 10 km entfernten Nationalparkzentrum Lusen ein ständiges Auf und Ab, das einige Körner kostet. Was nun folgt ist eine 23 km lange, wellige Waldpassage bis Spiegelau. Die ursprüngliche Waldwildnis würde man wohl eher in den Weiten Kanadas erwarten, was verdeutlicht, warum das Gebiet als "Grünes Dach Europas" bezeichnet wird. Schließlich befindet man sich im größten zusammenhängenden Waldschutzgebiet Mitteleuropas.

Nach der "Achterbahnfahrt" in der es kurvig rauf und runter geht und knackig steile Rampen einem im wahrsten Sinne des Wortes auf Trab halten, mündet der Forstweg unvermittelt auf die Igelbus-Haltestelle und den Parkplatz Sagwassersäge. Das Sagwasser ist ein Bach der in den Höhen des Lusen entspringt und bei Schönanger in die Kleine Ohe fließt.

Umweltfreundliche Mobilität wird im Nationalpark Bayerischer Wald groß geschrieben, weshalb die Igelbusse mit Fahrradanhänger eng getaktet verkehren.

Sicher vorteilhaft, dass unweit des zivilisationsfreien "Outbacks" im Nationalpark eine Radbuslinie verkehrt, die z.B. bei Defekten, Schlechtwetter oder sonstigen ungeplanten Vorkommnissen wertvolle Dienste leisten kann.

In der Waldwildnis von Fichten, Buchen und Tannen, im Frühling leuchtend gelben Sumpfdotterblumen und im Herbst knallroten Fliegenpilzen inhaliert man puren Naturgenuss. Ameisenhaufen hier, Bienen dort, selbst aufgescheuchte Rehe kann man über den Weg hetzen sehen.

Bei all den Natureindrücken bleibt festzuhalten, dass man großteils im Randbereich des Nationalparks radelt. Das Kerngebiet der Nationalparke bietet großräumige Rückzugsmöglichkeiten für störungsempfindliche Tiere wie z.B. Auerhuhn und Luchs und befindet sich entlang des Grenzkamms um die Bayerwaldgipfel Lusen (1373 m), Großer Rachel (1453 m) und Großer Falkenstein (1315 m), von denen nur der Große Falkenstein mit dem Fahrrad erreicht werden kann.

Nationalparkzentrum Lusen

 

 Unterwegs im Nationalpark Bayerischer Wald

Zu Ihrer eigenen Sicherheit und zum Schutz des Nationalparks gelten bestimmte Verhaltensregeln: 

Seien Sie stets gut ausgerüstet - mit Karte, festem Schuhwerk, WasserErste- Hilfe-Set und Schlechtwetterkleidung - denn Sie sind in einem Mittelgebirge unterwegs. Achtung: Nicht in allen Bereichen des Nationalparks gibt es Handyempfang! 

Zum Schutz bedrohter Tier- und Pflanzenarten gilt in bestimmten Bereichen des Nationalparks ein Wegegebot. Markierte Wege dürfen Sie ganzjährig zum Wandern nutzen. Bei Zuwiderhandlungen können Geldbußen ausgesprochen werden. 

Zu den typischen Gefahren im Nationalpark gehören umstürzende Bäume und herabfallende Äste - denn hier wird das natürliche Werden, Wachsen und Vergehen in den Lebensgemeinschaften geschützt. Die Benutzung der Wege erfolgt auf eigene Gefahr! 

So helfen Sie der Natur im Nationalpark:

  • Nur auf markierten Radwegen fahren
  • Hunde nicht frei laufen lassen
  • Tiere nicht beunruhigen, Tiere nicht füttern
  • Parken nur auf ausgeschilderten Park- plätzen
  • Nichts mitnehmen
  • Nichts zurücklassen
  • Offenes Feuer und Rauchen verboten
  • Nicht im Freien übernachten
  • Baden verboten

Zur bekanntesten Tourismusattraktion des Nationalparks Bayerischer Wald zählt das Nationalparkzentrum Lusen nahe Neuschönau. Dort befinden sich der Baumwipfelpfad sowie das Tier-Freigelände. An dieser Stelle überquert der Nationalpark-Radler abermals einen Scheitelhöhepunkt (820 m). 

 Im Tier-Freigelände leben in betretbaren Volieren sowie weitläufigen Gehegen ca. 40 heimische Tierarten des Bergwaldes in ihrer natürlichen Umgebung – darunter die stark bedrohten Luchse, Fischotter und Habichtskäuze, die seltenen und störungsempfindlichen Schwarzstörche und Auerhühner und die längst ausgerotteten Braunbären. Auch Wölfe, Hirsche, Wisente, Wildschweine und Uhus  kann man zwischen Felsen und Bäumen erspähen. Für den 7 km langen Rundweg sind 3 - 4 Std. einzuplanen. Zwei Abkürzungsvarianten (3 km) benötigen etwa 1 ½ Std.

Im Hans-Eisenmann-Haus erhält man umfassende Auskünfte und Informationsmaterial zum Nationalpark, zur Region und zu möglichen Aktivitäten. Durch die Ausstellung „Weg in die Natur - eine Geschichte von Wald und Menschen“ werden die jungen Besucher von einem gelben Schmetterling begleitet und eine spannende Rallye fordert zum Mitmachen auf!

Der Baumwipfelpfad zählt zu den beeindruckendsten Holzbauwerken in Deutschland. Vom Einstieg bis zum 44 m hohen Baumei (Aussichtsturm) schlängelt sich der Steg auf großen Holzstelzen durch die Baumkronen des Bergmischwaldes. Verschiedene Stationen beschreiben auf dem Weg seinen Wert und welchen Bewohnern er Schutz, Lebensraum und Nahrung bietet.

Im Pflanzen-Freigelände führen barrierearme Wege zu allen wichtigen Lebensgemeinschaften des Nationalparks. Mehrere hundert Pflanzenarten sind so zusammen gruppiert, wie sie natürlicherweise miteinander vorkommen. Das Gesteins-Freigelände gibt detaillierte Einblicke in die Erdgeschichte der Region. Die ausgestellten Gesteinsblöcke sind jeweils an einer Ecke angeschliffen, so dass die Struktur deutlich sichtbar wird. 

Orientierungs- und Informationstafeln vermitteln einen guten geographischen Eindruck über die beiden Nationalparke. Übersichtskarte u.a. von Igelbus-Haltestellen und Waldbahn-Haltestellen.

Wer den Nationalpark-Radweg als Zweitages-Tour plant, dem bietet sich der staaatlich anerkannte Erhohlungsort Neuschönau (2 259 Einwohner) in unmittelbarer Nähe (1 km) zum Nationalparkzentrum als Übernachtungsdomizil an.

Die Weiterfahrt führt über einen geschwungenen Waldpfad sanft talwärts, bis sich eine Flachetappe anschließt die nur gelegentlich von leichteren Gegensteigungen unterbrochen ist. Auf den hölzernen Wander-Wegweisern befindet sich häufig das Nationalpark-Radweg-Logo (Bild oben, erster Wegweiser). 

Die anspruchsvollsten Steigungen sind bewältigt. Es folgt eine die kraftschonende sanfte Streckencharakteristik vom Nationalparkzentrum Lusen gut 20 km dahin. Prima Gelegenheit, neue Energien auf dem endlos wirkenden Waldpfad zu schöpfen. 

Menschen denen die Natur am Herzen liegt, bekommen im naturgeschützten Nationalpark Bayerischer Wald das Best Of für die Sinne.

Die Vielzahl der hölzernen Wegweiser zeigt nicht nur, wie dicht das Wanderwegenetz beschaffen ist, sondern weist Radfahrern durch das Nationalpark-Radweg-Signet den Weg. 

Wundersam entspannt rollt es sich durch Licht- und Schattenspiele. 

Nach 69 km wird das Waldspielgelände passiert. Unter dem Motto "Spielend die Natur begreifen" erhalten Kinder die Gelegenheit, auf einem 50 Hektar großen parkartigem Waldgebiet Spielplätze, Naturerlebnispfad und Waldwiese auf spannende Art und Weise zu entdecken. 

Für Kinder wie Erwachsene eine traumhafte Rückzugsoase.

Kinder haben mit bzw. auf den Abenteuer-Spielgeräten ihren Heidenspaß.

Rastbänke laden zum Innehalten ein.

Kurz vor Spiegelau endet die lange Waldpassage. Nun verläuft die Route kurzzeitig auf einer Ortsstraße.

Unmissverständlich weisen die Holztäfelchen den Weg. Wer auf einem Zweitages-Trip unterwegs ist, dem bietet auch der staatlich anerkannte Erhohlungsort Spiegelau (3 468 Einwohner) - gelegen an der Glasstraße und am Fuße des Großen Rachel - als empfehlenswertes Übernachtungsdomizil an. Der Ort nahe des Rachel (1.453 m) - nach dem Großen Arber (1.456 m) der zweithöchste Berg im Bayerischen Wald - weist mit seiner wildromantischen Steinklamm auch außerhalb des Nationalparks ein zauberhaftes Naturjuwel auf. Für Abwechslung bzw. Abfrischung sorgt das Naturfreibad Spiegelau.

Das Waldgeschichtliche Museum St. Oswald, das der Nationalpark im nahegelegenen Ort Sankt Oswald betreibt, zeigt auf drei Etagen den gegenseitigen Einfluss von Mensch und Natur. Auf einer Zeitreise kann man erleben, wie Welt und Wald entstanden sind, wie der Mensch den Wald im Lauf der Zeit bewirtschaftet und wie der Wald den Menschen geprägt hat. Die innovative Ausstellung wartet mit vielen interaktiven Elementen auf, beispielsweise mit einer begehbaren Magmakammer.

Im Übrigen können in Sankt Oswald-Riedlhütte - wie in Mauth - E-Bikes ausgeliehen werden.

E-Bike-Verleih- und E-Bike-Ladestationen

Vis a vis der Waldbahnstrecke, die Zwiesel über Frauenau-Klingenbrunn mit Grafenau verbindet endet schon bald der Straßenabschnitt. Die Strecke führt schnurstraks wieder in den sauerstoffreichen Wald hinein. 

Von Klingenbrunn Bahnhof geht es teils bergauf Richtung Oberfrauenau, wo einen schöne Panoramaaussichten erwarten. Hierbei wird die Grenze zum Landkreis Regen überschritten, der sich touristisch unter dem Begriff Arberland präsentiert.

 Die Straßeneinmündung markiert jene Stelle, von der ein beschilderter Radweg-Zubringer nach Frauenau (1 km) bzw. Zwiesel (6 km) abzweigt.

Frauenau - das gläserne Herz an der Glasstraße - liegt eingebettet in herrlicher Mittelgebirgslandschaft am Rand des Nationalparks Bayerischer Wald. Der Ort mit Rokokokirche, Glasmuseum und Freibad bereichert die Radtour auf alle Fälle. Der staatlich anerkannte Erholungsort mit 2 679 Einwohnern steht für Glashüttentradition und ist für seine Glaskunstszene weit über die Landkreisgrenzen hinaus bekannt. Neben der Glaspräsentation und dem Tourismusbüro der Gemeinde widmet sich die Nationalpark-Information dem Thema Schachten und Filze. Exponate, Texte und Filme zur Geschichte der ehemaligen Waldweide und den Schachten, der Flora und Fauna sowie zur Entstehung der Hochmoore bieten Besuchern allerlei Wissenswertes.

Eine Stippvisite von Zwiesel (9 407 Einwohner) - ebenfalls bekannt für seine Glasindustrie - drängt sich auf, zumal der Nationalpark-Radweg-Zubringer in beiden Fahrtrichtungen via Frauenau durchgängig beschildert ist. Der Name der Stadt entstammt dem bajuwarischen Wortstamm "zwisl", der die Form einer Gabelung bezeichnet. Die Gabelung nimmt Bezug auf die beiden Flüsse Großer Regen und Kleiner Regen, dessen dazwischenliegende Land Zwiesel genannt wurde. Zwiesel verfügt über 3800 Gästebetten aller Kategorien und zwei Campingplätze.

Zurück zur Orginalroute, die über Oberfrauenau weiter nach Buchenau führt.

Die Aussicht reicht hinüber bis zum Großen Arber.

Ein hungriger und durstiger Radfahrer wird wohl schwerlich ohne Einkehrschwung an diesem einladenden Biergarten vorbei radeln.

 Trinkwassertalsperre Frauenau

Aufgrund der geologischen Situation herrscht im Bayerischen Wald Grundwassermangel, weshalb zur Sicherung der Trinkwasserversorgung 1983 die Trinkwassertalsperre Frauenau erbaut wurde. Der 71 m hohe Staudamm ist das vierthöchste Bauwerk seiner Art in Deutschland. Gespeist vom Kleinen Regen und dem Hirschbach – beide entspringen nahe der tschechischen Grenze zwischen den Bayerwaldgipfeln Falkenstein und Rachel - wird der See mit fast 22 Mio. m³ Inhalt aufgestaut. Das Stauziel liegt bei 767 m ü. NN das Hochwasserstauziel liegt einen Meter höher. Jährlich gelangen bis zu 15 Mio. Kubikmeter Wasser aus der Talsperre zu bis zu 500.000 Menschen im Versorgungsgebiet der Landkreise Regen, Straubing-Bogen, Freyung-Grafenau, Dingolfing-Landau, Passau, Cham und Deggendorf.

Die Staumauer, auf der die Trinkwassertalsperre Frauenau überquert wird ist ein erholsamer Besinnungsort.  

Neben dem Stauseeblick breitet sich in entgegengesetzter Blickrichtung eine herrliche Aussicht auf den Bayerwald aus.

 Flusskunde

Fünf Namen - ein Fluss. Der Große Regen (Rezná) entspringt am Osthang des Panzer (1214 m.ü.M.) im Böhmerwald und fließt über Železná Ruda in Bayerisch Eisenstein auf deutsches Staatsgebiet. 

Die Quelle des Kleinen Regen (Malá Rezná) liegt dagegen am Fuße des Großen Rachel nur 1 km jenseits der Bayerischen Grenze entfernt in Tschechien. Der Kleine Regen fließt durch die Trinkwassertalsperre Frauenau und mündet in Zwiesel in den Großen Regen. Von dort ab trägt der Fluss den Namen Schwarzer Regen. Er durchfließt westlich von Viechtach den Höllensteinsee und anschließend den Blaibacher See.

Der Weiße Regen entspringt dem Kleinen Arbersee (918 m.ü.M.) als „Seebach“ und fließt über Lohberg, Lam, Arrach bis nach Pulling, wo er unweit des Kraftwerks in den Schwarzen Regen mündet. Ab der Verschmelzung beider Flüsse trägt der Fluss bis zur Mündung in die Donau in Regensburg den Namen Regen.

Die Germanen nannten den Fluss Regana, den die Römer leicht abgewandelt als Reganum und Reganus bezeichneten. Im 11. Jahrhundert trug der Fluss den Namen Regin. Orte wie z. B. Regensburg, Regen, Regenstauf, Regenhütte und Weissenregen sind nach dem Fluss benannt.

Von der Talsperre bis Buchenau (200 Einwohner) sind es 5.5 km, wo das schmucke Schloss Buchenau (Poschinger Glashütten) am Wegesrand gleich ins Auge fällt das der Prinzregent Luitpold von Bayern 1904 besuchte. Wer das Schloss Buchenau unterstützen möchte, kann mit einem Jahresbeitrag von 60,- € dem Förderkreises beitreten und damit am Erhalt dieses Kleinodes aktiv mitwirken. 

Für die Nationalpark-Route eher unüblich: asphaltierter Radwegabschnitt zwischen Buchenau und Spiegelhütte.

In einem Rechts- Linksknick verläuft die Route direkt an Spiegelhütte vorbei.

Spiegelhütte in der Gemeinde Lindberg. Im weiteren Verlauf fällt das Höhenniveau in Richtung Regental allmählich ab.

Bis hinter Scheuereck radelt man auf asphaltierter Strecke.

Über Kreuzstraßl führt der Weg weiter nach Schleicher. Danach verläuft der Forstweg abschüssig bis zur Einmündung der Waldhausstraße.

 Nationalparkzentrum Falkenstein

Das Nationalparkzentrum Falkenstein bei Ludwigsthal wurde als Pendant zum Nationalparkzentrum Lusen bei der Nationalparkerweiterung 1997 als Anlaufstelle für Besucher im neuen Nordteil des Nationalparks Bayerischer Wald eingerichtet.

Im Haus zur Wildnis zeigt die Ausstellung wilde Natur - weltweit und vor der Haustüre -, wobei die Entwicklung der Nationalparkwälder hin zur Wildnis im Mittelpunkt steht. Einblicke in die umgebende Region beidseits der Landesgrenze und umfassende Auskünfte zum Nationalpark und zu möglichen Aktivitäten runden das Angebot ab.

Luchse, ein heulendes Wolfsrudel oder friedlich weidende Wildpferde und Auerochsen durchstreifen die naturnah gestalteten Freigehege des Tier-Freigeländes. Wildpferde und Auerochsen schlagen gleichzeitig eine lebendige Brücke vom Eiszeitalter, einer Zeit, in der diese Tierarten auch im Bayerischen Wald gelebt haben, in die Gegenwart.

Wie es wohl war, als unsere Ahnen noch einer wilden Großtierfauna im Bayerischen Wald begegnen konnten? In der nachgebildeten Steinzeithöhle sind eindrucksvolle Höhlenmalereien von lebensnah skizzierten Wildtieren rekonstruiert und erzählen von der außergewöhnlichen Beobachtungsgabe und der besonderen Beziehung der Steinzeitmenschen zur damaligen Tierwelt.

Parkplatz Deffernik

Es werden allerhand Informationen über die Region angeboten.

Zudem fungiert der Parkplatz Deffernik als Radwegeknotenpunkt, da nur 300 m entfernt die Bayerwald-Radwanderachse (Regental-Radweg) vorbei läuft.

 Abzweig Waldhausstraße links: bis zur Überquerung der B 11 (300 m). Auf der gegenüberliegenden Straßenseite verläuft der Regental-Radweg. Rechts: Bayerisch-Eisenstein (9.5 km). Links: Ludwigsthal (2 km) wo im Zuge der Nationalparkerweiterung das Nationalparkzentrum Falkenstein eingerichtet wurde. Sowohl in Ludwigsthal als auch Zwiesel (9.2 km) besteht Bahnanschluss (Waldbahn Plattling - Deggendorf - Bayerisch-Eisenstein). 

Edel dargestellt auf gefrästen Holz-Informationstafeln: das Radwegenetz der Nationalparkregion.

Da man sich in der Talsohle des Regentals befindet beschert die schöne Waldpassage zum Schluss bis zur Landesgrenze noch 150 hm, wobei die Steigung mit 4% moderat bleibt. 

Aus einer ehemaligen Schutzhütte entstand 1764 am sogenannten Böhmweg für die Säumer die Schutz- und Einkehrstätte Zwieseler Waldhaus. 1832 wurde die erste Konzession für den Bierausschank erteilt, womit es als der älteste Gasthof im Bayerischen Wald gilt. Auch das heute ebenfalls als Gasthof dienende ehemalige Zollhaus am Ortseingang blieb erhalten. Zwieslerwaldhaus (701 m) gilt unter Radfahrern und Wanderern als begehrte Anlaufstelle. Im Südwesten liegt das Schwellhäusl, eine ehemalige Holztrifter-Klause, die heute eine beliebte Ausflugsgaststätte beherbergt.

Am Ortsbeginn von Zwieselerwaldhaus wird links abgebogen und Kurs auf die 2.5 km entfernt liegende Landesgrenze genommen. 

Die Waldsiedlung mit seinen holzvertäfelten Häusern und einem Brunnen bietet sich unweit der Landesgrenze als Übernachtungsort an, um ggf. auf einem Anbindungs-Radweg seinen Bayerwald-Trip fortzusetzen.

In idyllischer Lage locken Gasthäuser bzw. Biergärten mit regionaltypischen Speisen.

Am anderen Dorfende der lang gezogenen Ortschaft führt eine Nebenstraße nach Zwiesel.

 Schon die Radständer zeigen, dass man sich auf Biker eingestellt hat.

Grenzübergang Ferdinandsthal-Debrník      

Nach 105 km ist das Ziel des Nationalpark-Radwegs erreicht. Ferdinandsthal (Debrník) war unmittelbar hinter der Bayerisch-Böhmischen Landesgrenze einst eine böhmische Glashüttensiedlung, die heute nicht mehr existiert.

Da sich der Grenzübergang mitten im Wald befindet bleiben zwei Möglichkeiten: entweder nach Zwieselerwaldhaus zurück kehren oder in die nächst gelegene tschechische Ortschaft radeln.

Je nach Fahrtrichtung endet/beginnt an der Grenzlinie der Bezirk Niederbayern bzw. das Arberland.

Die Große Deffernik, welche nahe Ludwigsthal in den Kleinen Regen mündet.

Anbindung

Die Fortsetzung des Waldpfads führt nach Železná Ruda.

 Wer vom Grenzübergang auf tschechischem Territorium weiterfährt gelangt nach 1.5 km zu einem Scheitelhochpunkt (90 hm), wo die Böhmerwaldroute Nr. 33 abzweigt. Die Route 33 Šumavská cyklomagistrála (Böhmerwaldmagistrale) gilt als Parallelverbindung des Nationalpark-Radwegs, welcher das Biosphärenreservat Šumava 110 km in seiner Längsachse von Železná Ruda nach Nová Pec (am Moldaustausee) durchquert. Die Kombination beider Fernradwege ergibt bis zur Schnittstelle Buèina eine hoch interessante Rundtour.

Vom Abzweigepunkt bis Železná Ruda (Markt Eisenstein) sind es 1 km, plus 2.3 km nach Bayerisch Eisenstein.

Infos/Bezugsquellen

Ferienland Nationalpark Bayerischer Wald 
Schlosssteig 1
94078 Freyung 

Tel. 08551/57-114
Fax 08551/57-193

touristinfo@lra.landkreis-frg.de

www.bayerwald-info.de 

Tourist-Info Haidmühle
Schulstr. 39
94145 Haidmühle

Tel. 08556 / 19 433

www.haidmuehle.eu

haidmuehle@t-online.de

Tel. 08557 / 97 38 - 38

Informationszentrum Stožec
Stožec 68, 384 44

Tel: +420 388 335 014

isstozec@npsumava.cz

Tourist-Info Mauth-Finsterau
Mühlweg 2
94151 Mauth

https://www.ferienregion-nationalpark.de/urlaubsorte/mauth-finsterau.html

tourismus@mauth.de

Tourist-Info Neuschönau
Kaiserstr. 13
94556 Neuschönau

Tel. 08558 / 9603 - 28

http://www.neuschoenau.de

info@neuschoenau.de

Nationalparkzentrum Lusen 
Hans-Eisenmann-Haus
Böhmstrasse 39 
94556 Neuschönau

Tel. +49 8558 9615 - 0

heh@npv-bw.bayern.de

Nationalparkzentrum Falkenstein
Haus der Wildnis
Eisensteiner Straße
94227 Lindberg 

Tel. +49 9922 5002 - 0

hzw@npv-bw.bayern.de

http://www.nationalpark-bayerischer-wald.de

Ferienregion Nationalpark Bayerischer Wald
Konrad-Wilsdorf-Straße 1
94518 Spiegelau

(+49) 8553 / 9793943

urlaub@ferienregion-nationalpark.de

www.ferienregion-nationalpark.de

Tourist-Info Spiegelau
Konrad-Wilsdorf-Str. 1
94518 Spiegelau

Tel. 08553 / 960 017

http://www.spiegelau.de

info@spiegelau.de

Tourist-Info Frauenau
Glasmuseum Frauenau
Am Museumspark 1
94258 Frauenau

Tel. 09926 / 9410 - 0

http://www.frauenau.de

info@ti-frauenau.de

Tourist-Info Lindberg
Zwieselauer Str. 1
94227 Lindberg

Tel. 09922 / 1200

http://www.gemeinde-lindberg.de

info@gemeinde-lindberg.de

Tourist-Info Bayerisch-Eisenstein
Schulbergstr. 1
94252 Bayerisch-Eisenstein

 Tel. 09925 / 94 03 - 16 

https://www.bayerisch-eisenstein.de/

info@bayerisch-eisenstein.de

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