Etappe Cham-Regen (67 km / 880 hm)

 Sperrung des Regentalradwegs in den Gemeindebereichen Viechtach/ Prackenbach – Bayer. Wald ab 3. Mai 2021!

Viechtach/ Prackenbach. Aufgrund von Kanalbauarbeiten kommt es ab kommenden Montag, den 3. Mai zu einer Sperrung des Regentalradwegs für Radfahrer und Fußgänger im Bereich zwischen Jugendkulturzentrum Viechtach und dem Ortsteil Tresdorf/ Prackenbach. Die Umleitung erfolgt über die Bahnhofstraße, Paul-Maurer-Straße und Tresdorfer Straße. Der örtlichen Umleitungsbeschilderung ist zu folgen. 

Die Gesamtbaumaßnahme geht bis Fichtental / Prackenbach und läuft voraussichtlich bis Ende August, so dass es über Tresdorf hinaus in der Folgezeit zu abschnittsweisen Sperrungen kommt. Auch hierbei ist der lokalen Umleitungsbeschilderung zu folgen. 

Die Tourist-Information Viechtach steht unter Telefon 09942/ 808 250 für Auskünfte zur Verfügung. 

Radwegeknotenpunkt Janahofstraße, KM 75

Mit dem Fernradweg München-Regensburg-Prag und dem Chambtal-Radweg verlaufen bis ins 5 km entfernte Kammerdorf gleich 3 Fernradwege deckungsgleich. Der internationale Fernradweg bildet die Klammer von der historischen Weltkulturerbestadt Regensburg zur Goldenen Stadt Prag was zeigt, dass Europa auch radtouristisch zusammen wächst. 

Tourismus-Information Cham

Die Tourismus-Info residiert im Cordonhaus an der inneren Stadtmauer in historischen Räumen, deren restaurierter Innenhof mit dem Arkaden- und Laubengang jeden Besucher beeindruckt. Das spätgotische Gebäude (16. Jahrhundert) ist neben dem Rathaus der älteste erhaltene Profanbau der Stadt. In dem Antikriegsfilm "Die Brücke" von Bernhard Wicki spielte das historische Armenhaus eine zentrale Rolle. Lage: nach dem Biertor biegt man auf der Klosterstraße an der zweiten Abzweigung rechts in die Propteistraße (ca. 150 m).

Die städtische Galerie im Cordonhaus präsentiert regelmäßig wechselnde Ausstellungen, während sich im Obergeschoss unter dem Titel „Aus grauer Vorzeit“ eine Dauerausstellung zur Vor- und Frühgeschichte des Chamer Beckens befindet, welche einen umfassenden Überblick zu archäologischen Funden - sprich der Siedlungsgeschichte - der Region gibt. 

Nähe der Quadfeld-Mühle passiert man einen großen Abenteuerspielplatz sowie einen Biergarten (gegenüberliegendes Regenufer). Auf abwechselnd asphaltierter und unasphaltierter Streckenoberfläche geht es in gewohnt flacher Manier z.T. parallel zur Oberpfalzbahn, die die Städte Schwandorf–Cham–Furth im Wald–Domazlice sowie Cham und Bad Kötzting miteinander verbindet. 

Vor dem Satzdorfer See radelt man ab dem Chamer Vorort Altenstadt nicht – wie viele irrtümlicherweise meinen – am Regen, sondern dem Chamb entlang, der nur wenige hundert Meter später in den Regen mündet. Im Ort Kammerdorf verzweigen sich nach dem ehemaligen Bahnhofsgebäude (Infotafeln, Gedenksteine) 3 Fernradwege. 

 Radwegeknotenpunkt Kammerdorf, KM 80

  • Fortsetzung Chambtal – Radweg nach Furth im Wald 17 km – Grenzübergang Schafberg/Ovri Vrh 4 km, Domazlice (Tschechien), 17 km
  • Fernradweg Regensburg–Prag: Furth im Wald–Grenzübergang Schafberg/Ovri Vrh (22 km) - Domazlice (Tschechien), 17 km Prag 196 km

Nach der Radwegegabelung trifft man hinter nach Satzdorf wieder auf den Regen. Allmählich verlässt man die weite flache Ebene des Chamer Umlandes, der Regentaleinschnitt wird enger, die Gegend bewaldeter und bergiger.

Bei KM 86 erreicht man die wundervoll angelegte Flusspromenade des idyllisch liegenden Ortes Chamerau. Die Hotel-, u. Gastronomiebranche konzentriert sich auf den sanften Tourismus. Sehenswert ist die Kirche St. Peter u. Paul.

Nach Überquerung der Gleisanlagen genießt man nach einem kurzen Anstieg eine herrliche Aussicht über das Regental. Abseits des Straßenverkehrs durch das naturbelassene Regental. Der Regental-Radweg folgt dem Schienenstrang der Bahnlinie der Oberpfalzbahn, von Cham bis Blaibach, wo sie sich vom Regental-Radweg Richtung nach Bad-Kötzting abwendet.

Miltach

Die Gemeinde Miltach (KM 93; 382 m.ü.M.) eignet sich hervorragend als Ausgangspunkt familiengeeigneter Radwandertouren, da er im Schnittpunkt mehrerer Fernradwege liegt. 

Die 2 295 zählende Seelengemeinde - 18 km von Cham entfernt - liegt inmitten des reizvollen Naturpark Oberer Bayerischer Wald

Aus dem Bild lässt sich nur ansatzweise erahnen, welch immenses Radtouren-Potentail die Tourismusregion verfügt. In Zahlen ausgedrückt: die Streckenlänge des Radwegenetzes im Landkreis Cham - respektive Naturpark Oberer Bayerischer Wald beträgt mehr als 1 200 km.

Nach aufwendiger Sanierung erstrahlt das Schloß Miltach (16./17. Jhrd.)  wieder in seinem alten Glanz. Am ehemaligen Bahnhof Miltach lädt ein Cafe zu einem Päuschen ein. 

Das Kötztinger Land - Radelregion mit Premiumcharakter.

Nicht ohne Grund werden die Kameras gezückt. Die lustige und gut gelaunte Gruppe aus Nordrhein Westfalen war vom Bayerischen Wald hellauf begeistert. Sie verbrachten nicht das erste Mal ihren Radurlaub in Ostbayern.

Regelmäßige "Foto-Shootings" lassen sich bei einer Vielzahl der Motive kaum vermeiden. Dabei läuft man jedoch Gefahr, die Zeit rasch aus den Augen zu verlieren. Um sein geplantes Tagespensum zu schaffen macht es ein gut organisiertes und ausbalanciertes Programm mit entsprechenden Standzeiten unumgänglich.   

Am Ende der Radler-Holzbrücke an der Kötztinger Straße am Ortsrand von Miltach befindet sich der Start- Zielpunkt des Lamer Winkel Arber-Radwegs, der bis Blaibach-Kreuzbach auf identischer Trasse (4.5 km) verläuft. Für Radtouristen ist dieser geographische Wegepunkt eine bedeutsame Stelle, da auf der gegenüberliegenden Straßenseite auch der Donau–Regen–Radweg (Schloss Altrandsberg mit Weltkunst-Replikate-Museum 5 km) seinen Ausgang nimmt. Der familiengeeignete Bahntrassen-Radweg stellt die Verbinundungsspange zwischen den Flüssen Regen und Donau her, womit für Radfahrer eine herrliche Bahntrasse zwischen Bayerischer Wald und Donauebene besteht. In Bogen (38 km) besteht Anschluss an den internationalen Donau-Radweg, der mit etwa 3 100 km Länge den Löwenanteil der 4 448 km langen Atlantic–Black Sea-Route (Euro Velo 6) (Nantes - Constanta) einnimmt. 

Drei Fernradwege treffen an der Radler- und Fußgängerbrücke von Miltach aufeinander.

Und weiter geht's mit Kurs zum nächsten Übernachtungsort. Auch wenn "nur" mit einer Durschnittsgeschwindigkeit von 15 km/h geradelt wird, werden auf den langen Flachpassagen dennoch mit einer Leichtichkeit reichlich Kilometer abgespult. Von E-Bikes ganz zu schweigen.

Nun schlängelt sich der Regental-Radweg durch saftgrüne Wiesenlandschaft zum staatlich anerkannten Erholungsort Blaibach. Schon wenige hundert Meter nach dem Startpunkt wendet sich der Radweg von der parallel verlaufenden Straße ab, der unberührten Botanik zu. 

 Kötztinger Land

Das Kötztinger Land im Naturpark Oberer Bayerischer Wald verbindet landschaftliche Vielfalt mit natürlicher Schönheit, aktive Erholung mit lässiger Entspannung und beeindruckende Landschaftserlebnisse mit Kulturgenuss. Die Region im Südosten Deutschlands eignet sich hervorragend sowohl für familiengeeignete Radtouren als auch anspruchsvollere Bergtouren. Nicht ohne Grund verläuft Deutschlands größte Radtouristikveranstaltung - der Arber-Radmarathon- durch eine idyllische Bergregion, welche weitgehend vom Mittelgebirgscharakter geprägt ist. Das Radwegenetz bzw. wenig befahrene Nebenstraßen bieten ein abwechslungsreiches Erlebnispotential fern von Hektik und Verkehrslärm. Neben Mountainbiken (in Lam trifft man auf die Nordroute der TRANS BAYERWALD) steht auch Bootswandern und Kanufahrten auf dem Blaibacher See hoch im Kurs. Das Stauwehr beim Kraftwerk Pulling bildet den Startpunkt der 108 km langen Bootswanderstrecke nach Regensburg. Der Blaibacher See erfreut zahlreiche Naturfreunde, Radler, Bootswanderer und Wassersportler und ist in den Sommermonaten ein beliebtes Ziel von Touristen aus Nah und Fern. Die Urlaubsorte Bad KötztingMiltachBlaibachZandtGrafenwiesenHohenwarth und Rimbach erwarten sie mit offenen Armen. Nach erlebnisreichen Radtouren in prachtvoller Naturlandschaft verheißt ein Aufenthalt in der AQACUR-Bade- und Saunawelt Entspannung pur, die Körper, Geist und Seele wieder ins Lot bringen. 

  

Gastgeber im Kötztinger Land

Gastgeber im Landkreis Cham

Das flache Regental - umgeben vom sanft hügeligen Geländerelief - ist für Genuss- und Famlienradler eine echte "Schatztruhe" zum Kräfte tanken.

Immer häufiger trifft man auf geführte Radgruppen aus ganz Deutschland bzw. grenznahen Ausland, die bestens gelaunt auf dem flachen Regental-Radweg unterwegs sind.

Blaibach

Hotels, Pensionen, Gastrromiebetriebe und ein Campingplatz signalisieren in Blaibach (1 923 Einwohner),  dass sich die Gemeinde auf den Tourismus eingestellt hat.

 Konzerthaus Blaibach

Blaibach besitzt seit 2014 ein außergewöhnliches Konzerthaus, dessen gekippter Kubus von Architekt Peter Haimerl wie ein schief in den Boden gerammter Meteorit ausschaut. Der monolithische Bau steht mit seiner Granitfassade sinnbildlich für die weit zurückreichende Granitbau-Tradition des Ortes. Das Glas-Beton-Design wirkt in der Ortsmitte wie ein utopisches Bauwerk. Innen bietet der 200 Plätze fassende Konzertsaal funktionelle Beton-Architektur vom Feinsten, dessen Kulturprogramm weit über die Grenzen des Dorfes hinaus strahlt. Die engagierte Mitarbeit der Dorfbewohner bestärkt diese nicht nur in ihrer eigenen Identität, sondern sorgt zudem für eine wirtschaftliche Aufwärtsentwicklung. Gastronomie und Tourismus profitieren nämlich nachweislich von dem abwechslungsreichen Kulturangebot. Unglaublich, welche Platzierung das Kunstbauwerk bei der Bewertung "Die schönsten Konzertsäle der Welt" einnimmt (Welt). Demnach rangiert das Konzerthaus Blaibach nach der Stadthalle Wuppertal, dem Musikforum Ruhr in Bochum sowie der Philharmonie in Berlin auf dem sagenhaften vierten Rang. Auch wenn der Autor die Bewertung als „radikal subjektiv“ bezeichnet, so ist diese ausgezeichnete Platzierung dennoch bemerkenswert. Dies gilt umso mehr, als dass die umgerechneten Kosten für einen Sitzplatz von 10 000 Euro im Vergleich zur Elbphilharmonie mit 500 000 Euro je Sitzplatz äußerst bescheiden ausfielen. Qualität muss eben nicht zwangsläufig vom Geld abhängen.  

Wurde der Ortsteil Kreuzbach passiert erreicht man eine wichtige Radwege-Gabelung. An der Wegegabelung (KM 97.5) trennen sich der Lamer Winkel Arber-Radweg und Regental-Radweg. Beide Routen führen zwar zum selben Zielort nach Bayerisch Eisenstein, unterscheiden sich aber hinsichtlich der Länge und Streckencharakteristik ein wenig. 

Während der Regental-Radweg über Viechtach, Regen und Zwiesel nach Bayerisch-Eisenstein dem Flusslauf des Schwarzen Regen (72 km) folgt, schlägt der Lamer-Winkel-Arber-Radweg mit demselben Ziel via Bad Kötzting, Lam und Lohberg einen nördlichen Bogen nach Bayerisch-Eisenstein ein.

 Hier zweigt der Lamer-Winkel-Arber-Radweg von der Regental-Trasse ab. Die Route führt in einer nördlichen Schleife ebenfalls nach Bayerisch-Eisenstein (47 km), weist aber ein bergigeres Höhenprofil auf (1 293 hm). Ein kurzer Abstecher zum Blaibacher See (1 km) bzw. nach Bad Kötzting (4 km) durch das idyllische Steinbachtal ist lohnenwert. Mit dem Bau der zweiten Staustufe im Schwarzen Regen entstand nach Fertigstellung des Ausgleichkraftwerkes 1964 der Blaibacher See. Etwa 5 km flussabwärts vom Höllensteinsee gelegen, gilt der See unter Touristen wie Einheimischen als beliebte Anlaufstelle um sich in der stillen Naturidylle zu erholen. Dazu lockt der schöne Ausflugsbiergarten "Seestüberl" zur Einkehr. Tipp: Bootsverleih. Abschalten und entspannt über den stillen See paddeln verspricht eine inspirierende Abwechslung. 

Der Blaibacher See (Wasserfläche rund 47 Hektar) staut den Schwarzen Regen auf. An der Staumauer befindet sich das Kraftwerk Pulling, wo sich in unmittelbarer Nähe der Zusammenfluss des Weißen Regen und Schwarze Regen befindet und der Fluss ab dieser Stelle den Namen "Regen" (tschechisch: ?ezná) träg,t der in Regensburg als linker Nebenfluss in die Donau mündet.

Neben dem Rastplatz überspannt eine denkmalgeschützte Eisenbahnbrücke den Regen. Wegen Brückenschäden wurde am 04.02.1991 der Eisenbahnbetrieb (31.03.1993 für den Güterverkehr) bis Fichtental still gelegt. Gleichwohl war der Personenverkehr zwischen Cham und Viechtach bereits am 30.04.1991 eingestellt worden (endgültig im Juli 1992). Anschließend wurden die Gleise demontiert und die Trasse bis 1997 zum Regental-Radweg umgewidmet. 

An der Radwegegabelung heißt es absteigen, um sein Rad die 20 % steile Rampe 100 m zur Bahntrasse hinauf - oder bergab zu schieben, je nachdem in welche Richtung man fährt.

Nach dem kurzen Steilstück darf man sich auf einen 14 km langen, wunderschönen, Bahntrassen-Abschnitt nach Viechtach freuen.

Die ehemalige Bahnstrecke Blaibach-Viechtach die von 1928 bis 1993 in Betrieb war, wurde nach der Streckenstillegung zu einer der schönsten Bahntrassen-Radwege Bayerns umgewidmet und beschert den Radfahrern ein 14 km langes, genüssliches Natur-Highlight. Je tiefer man in den Bayerischen Wald vordringt, desto unberührter erscheint die bewaldete Landschaft. Auf dem  fein gekiesten, wassergebundenen Belag wird dank nivellierter Steigung (1%) nahezu anstrengungsfrei "Strecke" gemacht. Umsäumt von Fichten-, und Tannenwäldern  „cruist“ man in sauerstoffreicher Luft fast unmerklich dem Scheitelpunkt auf 425 m.ü.NN. entgegen.

Würden in der dicht bewaldeten Passage keine Landkreisschilder stehen, wüßte man es schlichtweg nicht. Gleichzeitig markiert die Stelle den Übergang von der Oberpfalz nach Niederbayern. Allerdings dürfte das die wenigsten Tourenradler interessieren - Hauptsache die Strecke verwöhnt die Sinne mit intakter Naturlandschaft.

Weiter geht es zum ehemaligen Bahnhaltepunkt Lehen.

Sitzgelegenheiten und Rastplätze – vorzugsweise in Waldlichtungen - verlocken zum Absteigen und Innehalten, dazu säumen Kinderspielplätze, Pavillons, Infotafeln, Rastplätze die Strecke. 

Sobald bei Krailing die Waldpassage verlassen wird, weitet sich das Blickfeld auf das geschwungene Landschaftsrelief mit seinen Bayerwaldgipfel.

Bahntrassen-Radwege vereinen viele Vorteile. Besonders Kinder kommen hier voll und ganz auf ihre Kosten. Können sie doch zum einen nahezu steigungsfrei und verkehrsfrei kurbeln und sich auf den Rastplätzen nach Lust und Laune austoben. Vorsicht ist einzig an den Straßenquerungen geboten (vorfahrtsberechtigter Verkehr).

Schon von weitem fällt das ehemalige Bahnhofsgebäude Fichtental mit seinem roten Fassadenanstrich auf. Der ehemalige Bahnhof  wurde behutsam restauriert. 

Ohne Zweifel sind nivellierte Bahntrassen für Radwanderer das Höchste. 

So sanft wie es bergan ging, so locker gleitet vom Scheitelpunkt hinab nach Viechtach (358 m.ü.M.) wo am Viechtacher Bahnhof (Waldbahn) (KM 111) der wunderschöne Bahntrassen-Radweg nach "Prellbock-Manier" abrupt endet. Unvermittelt sieht man in einer ungewöhnlichen 17% steilen Rampe konfrontiert. Erste Vorboten, dass die Topographie für Radfahrer die Daumenschrauben anzieht.

Waldbahn-Youtube-Video-Clip 

 Viechtacher Land

Das Viechtacher Land ist vom bergigen Landschaftscharakter geprägt. Hier verbirgt sich rund um Sankt Englmar, Neukirchen, Schwarzach, Kollnburg, Achslach, Rattenberg und Konzell das größte zusammenhängende, markierte Mountainbikenetz (400 km ) des Bayerischen Waldes.

Viechtach (8.060 Einwohner) liegt an einer idyllischen Talschleife des Schwarzen Regen. Eingezwängt zwischen zwei Hauptkämmen des Bayerischen Waldes zeichnet sich der staatlich anerkannte Luftkurort durch ausgesprochen mildes Klima aus, weswegen die Stadt ein beliebter Ferienort des Bayerischen Waldes ist. Der Stadtplatz ist mit seinen Straßencafes, Eisdielen und Biergärten ein beliebter Anlaufpunkt. Herausragende Sehenswürdigkeiten sind die, Stadtpfarrkirche, die „Gläserne Scheune“ und das Kristallmuseum. 

 Der Bayerische Pfahl

Der Bayerische Pfahl ist eines der auffälligsten geologischen Naturdenkmäler Bayerns. Wie eine bloßgelegte Wirbelsäule ragt er aus dem Erdboden heraus. Als geradliniger Quarzgang-Zug, erstreckt  sich der Pfahl durchquert als uralte Bruchlinie über 150 km von Nabburg in der Oberpfalz bis nach Passau durch das nordostbayerische Grundgebirge und weiter bis in das oberösterreichische Mühlviertel bis kurz vor Linz. Über 10 Schutzgebiete bewahren seit Mitte des 20. Jahrhunderts dieses Naturerbe, wobei die wichtigsten Gebiete in das Natura 2000 Netz der Europäischen Union aufgenommen wurden.

Der Naturpark Bayerischer Wald hat im Alten Rathaus von Viechtach eine Pfahl-Infostelle mit Dauerausstellung eingerichtet. Hier erfährt man Wissenswertes rund um das Thema Pfahl: Landschaft und Lebensräume, Tiere und Pflanzen, Entstehungs- und Nutzungsgeschichte, Pfahl-Sage, Burgen und Schlösser bis hin zu einer Steinbruch-Inszenierung. Über 10 Schutzgebiete bewahren seit Mitte des 20. Jahrhunderts dieses Naturerbe, wobei die wichtigsten Gebiete in das Natura 2000 Netz der Europäischen Union aufgenommen wurden.

Zwischen Viechtach und Bad Kötzting liegt der waldumsäumte Höllensteinsee im wildromantischen Tal des Schwarzen Regen. Der Höllensteinsee entstand in den Jahren 1923 -1926 durch den Bau des Höllenstein-Kraftwerkes. Zum Zwecke der Stromerzeugung wurde der "Schwarze Regen" auf einer Länge von 5,6 km aufgestaut, wodurch sich das erholsame Kleinod umgeben von herrlicher Naturlandschaft herausbildete.

Ab Viechtach verändert sich der bisherige leichte Streckencharakter schlagartig. Da die Route bis zur Kreisstadt Regen das flache Regental verlässt, fordert das bergige Streckenprofil unweigerlich seinen „Schweißtribut“. Höhen-Aufzeichnungen belegen schwarz auf weiß,  dass auf dem 30 km langen Streckenabschnitt zwischen Viechtach und Regen immerhin 750 hm gesammelt werden.

Über Fernsdorf (591 m.ü.NN.) gelangt man über weitflächige grüne Wiesen und Tannenwälder nach Patersdorf (511 m.ü.NN.). 

Nach einer bewaldeten Trailabfahrt ist alsbald die Mühle Pratersdorf (468 m.ü.NN.) erreicht.

 In Patersdorf zweigt der Waldbahnradweg ab, der über Ruhmannsfelden -Gotteszell - Grafling bis nach Deggendorf das Regental mit dem Donautal verbindet. Dort besteht Anschluss an den Donauradweg und den Isarradweg. Der Waldbahnradweg verläuft parallel zur Waldbahnstrecke Plattling/Deggendorf - Bayer. Eisenstein, wodurch die Radtour mit einer Bahnfahrt kombiniert werden kann. Entscheidend ist die Fahrtrichtung: hinab ins Donautal ist die Route wesentlich einfacher zu fahren als in entgegengesetzter Richtung.

Die Talsohle der Mühle Pratersdorf (468 m.ü.NN.) markiert den Beginn des knackigen Anstiegs bis zu 20% Steigung. Dieser Abschnitt ist der anspruchsvollste Teil des gesamten Regental-Radwegs. Senioren bzw. Freizeitradler mit konditionellen Defiziten können bzw. sollten auf Akku-Anschiebhilfe setzen, denn E-Bikes helfen einem sprichwörtlich über den Berg. 

Bis zur 5 km entfernten Ortschaft Altenmais wird das Hochplateau auf 690 m.ü.M. erklommen. Da zwischendurch auch Gefällstrecken dazwischenliegen konzentrieren sich allein auf diesen Kernabschnitt über 300 Höhenmeter. 

Einen Vorteil hat der Schwenk hinauf ins dünn besiedelte Hochland allemahl - man radelt in unberührter Natur in reiner Luft und genießt die Ruhe und Einsamkeit. Zeitweise erschließen sich nur Tourenradlern bzw. Wanderern solch abgelschiede Regionen, die fern vom lästigen Straßenverkehr und Alltagstrubel liegen. Dazu entschädigen die kräftezehrenden Berganstiege mit beeindruckenden Panoramablicken. 


Von der Höhenlage des Bayerischen Waldes geht es nun bergab Richtung Regental. 

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Auf rasenten Abfahrten wird die potentielle Energie in (kinergetische) Bewegungsenergie umgewandelt. Schwupp di wupp ist man wiederum im Regental und erreicht die Kreisstadt Regen. Auf der Eisenbahnbrücke (Bild) verläuft die Bahnstrecke Plattling–Bayerisch Eisenstein (Bayerische Waldbahn) genannt, die das Donautal mit dem Bayerischen Wald und grenzüberschreitend den Böhmischen Wald verbindet.

Die Stadt Regen (536 m.ü.NN.) ist Kreisstadt und zugleich wirtschaftliches Zentrum des Landkreises (10 855 Einwohner). In einer gepflegten Parkanlage spannt eine harmonisch ins Landschaftsbild passende Holzbrücke den Bogen über den Regen. Entlang des Regen führt der Weg im Grüngürtel wieder aus der Stadt hinaus.

 Burgruine Weißenstein

Die Burgruine Weißenstein mit ihrer exponierten Lage auf einer der höchsten Erhebungen des Pfahls (750 m.ü.M.) zählt zu den bedeutendsten und größten Burganlagen des Bayerischen Waldes. Die Burg wurde etwa in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts an zentraler Stelle am Handelsweg von der Donau nach Böhmen von den Grafen von Bogen als Ministerialsitz errichtet.