• Aussichtsturm Oberfrauenwald (950 m ü. NHN)
    © Bayernbike
  • Oberfrauenwald (950 m ü. NHN)
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  • Friedrichsberg
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  • Waldkirchen
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  • Donauperlen-Radrundweg
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  • Romantische Sonnenuntergangsstimmung an der Donau
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  • Passau am Innkai
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  • Dreiflüssestadt Passau
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  • Dreiflüssestadt Passau - Donau, Ilz und Inn
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  • © ILE Abteiland
  • Altes Rathaus - Passau
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  • Veste Oberhaus - Dreiflüssestadt Passau
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  • Donau
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  • Adalbert-Stifter-Radweg
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  • Adalbert-Stifter-Radweg
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  • Eginger See
    © TI Eging am See
  • Geschichtsplatz - Donau-Ilz-Radweg
    © TI Tittling
  • Donau-Ilz-Radweg
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  • Radlerfähre "Altaha" - Niederalteich
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  • Donau - Niederalteich
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  • Donau-Ilz-Radweg
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  • Dreiburgensee
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Streckenabschnitt II »Radrundtour Donau-Donau«

Adalbert-Stifter-Radweg

 

Eckdaten

  • Fortsetzung Streckenabschnitt II von Bruckmühle nach Jandelsbrunn (KM 54.5 - KM 74.1) 
  • Niveauunterschied: ↑ 494 Höhenmeter ↓ 287 Tiefenmeter
  • Streckenverlauf: Bruckmühle →  Waldkirchen (9.5 km) → Jandelsbrunn (10.1 km) = ∑  19.6 Kilometer
  • Zwischenbilanz der zurückgelegten Gesamtstrecke des Donau-Ilz-Radweg + Teilabschnitt des Adalbert-Stifter-Radweg: 74.1 km / 1.083 hm

Nachdem im spitzen Winkel rechtsseitig auf eine Nebenstraße abgebogen wird, gibt nun der Adalbert-Stifter-Radweg auf 18 km bis Jandelsbrunn sein Stelldichein. Vom Startpunkt des Adalbert-Stifter-Radwegs in Bruckmühle sind es bis Waldkirchen 9.5 km. Phasenweise radelt man entlang der Erlau, die durch den Zusammenfluss von Saußbach und Pfeffermühlbach südwestlich von Waldkirchen entsteht. Der Saußbach entspringt im Erlauzwieseler See südöstlich von Waldkirchen und fließt durch die Saußbachklamm südlich an Waldkirchen vorbei. Der Pfeffermühlbach entsteht durch Zusammenfluss mehrerer kleinerer Bäche nordöstlich von Waldkirchen und umfließt die Stadt auf ihrer nördlichen Seite. Ab dem Zusammenfluss von Saußbach und Pfeffermühlbach bei der Ortschaft Saßbach heißt der Fluss schließlich Erlau. Bei der namensgleichen Ortschaft Erlau (Obernzell) mündet die Erlau in die Donau.

Highlights / Sehenswürdigkeiten 

  • Zauberwald am Karoli (nahe Waldkirchen)
  • Kletterwald Waldkirchen 
  • Kurpark Erlauzwieseler See (Abzweig KM 26.2 kurz vor Waldkirchen)
  • Rastplatz mit nostalgischen Eisenbahnrelikten und Infoschautafeln 

Badesseen / Natur-Freibäder

  • Röhrnbach (Badesee / Wasserfreizeitgelände)
  • Waldkirchen (Erlauzwieseler Stausee)
  • Jandelsbrunn (Badesee)

Nachdem die St 2132 beim Kreisverkehr kurz vor Waldkirchen überquert wird ist im Stadtverkehr Vorsicht geboten. Verkehrsberuhigt geht es nun an Sassbach vorbei. Der Schlussabschnitt des Adalbert-Stifter-Radweg verläuft leicht hügelig über Haberlmühle und Deching häufig in Sichtweite des Bachs Erlau Richtung Bruckmühle. Da die kürzeren Anstiege meist mit herrlicher Aussicht über den Bayerwald einhergehen werden Schweißtropfen wahrlich nicht umsonst vergossen. 

Abwechselnd verläuft die Route mal unasphaltiert auf abgelegenen Schotterwegen, mal auf schwach befahrenen Nebenstraßen durch kaum besiedeltes Gebiet. Ist das Örtchen Irlesbach passiert hat man schon fast das Ziel erreicht.

Trotz kurzer "Up and Downs" lenken beeindruckende Aussichtspunkte von der kräftezehrenden Kurbelei ab. Schon bald ist Bruckmühle erreicht. Der Markt Röhrnbach mit ca. 4 565 Einwohner - größter Ort in der näheren Umgebung - ist von hier nur noch einen Katzensprung  entfernt.

Der Kopf dreht sich nach links und rechts - obiger Schnappschuss steht sinnbildlich für erlebten Landschaftsgenuss auf dem Adalbert-Stifter-Radweg.

Die im Dreiländereck, Bayern, Südböhmen (Tschechien) und Mühlviertel (Österreich) liegende Ortschaft Haidmühle wartet mit einem erstklassigen Radwegenetz auf, das alle Leistungsstufen anspricht. Das Dreiländer-Radparadies, weitgehend im Tal der Kalten Moldau oder des Mirasatbaches verlaufend, wurde von den "Naturfreunden Internationale" zur europäischen Landschaft des Jahres 1999/2000 gewählt.

Das graue Asphaltband schlängelt sich über die sanft gewellte Landschaft des Bayerischen Waldes. 

Salzsäumerstadt Waldkirchen

Mit jedem Kurbeltritt rückt die Waldkirchen formatfüllender ins Blickfeld und zoomt die Silhouette Stadt immer größer auf. Die weithin sichtbar dominierende Stadtpfarrkirche der katholischen Pfarrei St. Peter und Paul wird gemeinhin auch als "Bayerwald-Dom" bezeichnet.

Waldkirchen (10 456 Einwohner) liegt am Goldenen Steig und ist die größte Stadt im niederbayerischen Landkreis Freyung-Grafenau. Am Stadtplatz befinden sich etliche Straßen-Cafes, Eisdielen und Gaststätten mit Freisitzen, die für's leibliche Wohl sorgen.

 Das Tourismusbüro Waldkirchen befindet sich am Marktplatz 17.

Vom ersten Kreisverkehr (Erlenhain) - dort endet der verkehrsfreie Radweg - bis zur Einmündung in die Bahntrasse (3 km) ist im Stadtbereich als auch bei der Abfahrt bzw. Überquerung der Hauptstraße am Kreisverkehr erhöhte Vorsicht geboten. Nachdem der Berghügel nach Waldkirchen (566 m) überwunden ist (50 hm), geht es an der historischen Ringmauer vorbei, von wo sich die Bahnhofstraße über Serpentinen knapp 60 Tiefenmeter von der Bergkuppe (5% Gefälle) hinab schlängelt und schnurstraks zur Bahntrasseroute führt (sie nimmt rechter Hand ihren Anfang).  

Vom Startpunkt der Bahntrasse sind es bis Jandelsbrunn (628 m) 8.5 km. Den minimalen, gleichmäßigen Anstieg spürt man kaum, was sich ab Jandelsbrunn jedoch abrupt ändern wird. Doch zunächst kommt auf dem nivellierten Bahntrassen-Radweg erst mal echte Fahrfreude auf. 

Am Anfang der Bahntrasse Startpunkt säumen ausrangierte Waggons und Rangierloks auf Abstellgleisen den Weg. 

Rastplatz mit nostalgischen Eisenbahnrelikten und Infoschautafeln (KM 23.6)

Man traut seinen Augen kaum, wenn plötzlich ein 100 m langes Gleisstück aus der längst verblichenen "guten alten" Eisenbahnerzeit der Bahnlinie Waldkirchen-Haidmühle-Wallern/Volary (Böhmen) auftaucht. Die Informationsschautafeln beleuchten die Historie, als ab 1867 bayerische und böhmische Gesellschaften den Bau einer Eisenbahn zwischen Passau und dem damals zur österreichischen Monarchie gehörenden Böhmen vorantriebend. Dennoch dauerte es noch 43 Jahre bis 1910 das Dampflockzeitalter auf diesem Streckenabschnitt begann. Für Wissbegierige werten solche Eisenbahnrelikte und die zugrundeliegende Geschichte das Radtourerlebnis signifikant auf.

Ehemalige Bahnlinie Haidmühle-Waldkirchen

Nach der Stilllegung 1963 (Personenverkehr erfolgte der Gleisabbau in Teilschritten: 1975 (Jandelsbrunn – Haidmühle), ca. 1996 (Waldkirchen – Jandelsbrunn). Die Bahnstrecke Waldkirchen–Haidmühle war früher eine Nebenbahn in Bayern, die in Haidmühle im Böhmerwald Anschluss an die Strecke nach Volary (Wallern im Böhmerwald) der einstigen Vereinigten Böhmerwald-Lokalbahnen hatte. ab. Die letzte Teilstrecke Waldkirchen–Jandelsbrunn wurde am 1. Oktober 1995 endgültig stillgelegt und später komplett abgebaut.

Bahn-Chronik

  • Eröffnung der Bahnstrecke:             15. November 1910
  • Stilllegung der Bahnstrecke:            1963 (Personenbeförderung)
  • Einstellung des Bahngüterverkehrs: 1963 
  • Gleisdemontage:                            bis 2001

Der Radwegebau / Eröffnung vollzog sich in zwei zeitlichen Schritten:

  • September 2001: Waldkirchen – Jandelsbrunn
  • 12. Juni 2005:      letztes Teilstück Frauenberg-Haidmühle

 Lohnenswerter Abstecher 3 km vor Waldkirchen (KM 23.9): nicht unweit von der Radstrecke verlockt ein Restaurant mit Biergarten am Erlauzwiesler Stausee zu einer Einkehr bzw. bietet eine Badegelegenheit am Erlauzwieseler Stausee.

Entlang des Erlauzwieseler Stausees verläuft die 350 km lange TRANS BAYERWALD Nordroute, deren 2. Etappe von Wegscheid kommend in nördlicher Richtung weiter zum Dreisessel verläuft. 

Etliche Rundbogenbrücken erinnet zumindest die ältere Generation an die nostalgische Eisenbahnerzeit. 

Infos

 MIT DEM RAD AUF HISTORISCHE EISENBAHNSPURENSUCHE (Reisejournalist Curd Biedermann)

Bahntrassen-Radwege-Statistik (Dr. Achim Bartoschek)

Adalbert-Stifter-Radweg - Infoflyer

 Radwege auf stillgelegten Eisenbahnstrecken faszinieren in vielerlei Hinsicht. Auf ehemaliger Bahninfrastruktur entstanden in Deutschland zwischen den 1980er Jahren und Jahrtausendwende mitunter hochklassige Bahntrassenwege, die sowohl ländliche Räume als auch Ballungsgebiete erschließen. Das elementare Qualitätsmerkmal zeichnet sich durch einen steigungsarmen und verkehrsfreien Streckenverlauf aus, was ein breites Nutzer- und Leistungsspektrum anspricht. Die charakteristische Trassenführung mit Dämmen und Einschnitten, Brücken, Viadukten und Tunneln macht Bahntrassenwege sehr speziell - auch weil es sie von anderen Radwegen signifikant unterscheidet. Bahnhöfe, Stationsgebäude, Stellwerke, Loks, Waggons, Signalanlagen sowie Kilometersteine rücken das nostalgische Eisenbahnzeitalter ins Bewusstsein. 

Radeln auf historischen Eisenbahntrassen - umgeben von unberührter Naturlandschaft - fördert die Entspannung und letztlich die Balance in unserer stressgeplagten Zeit. Wer dazu noch seinen inneren "Tempomat" auf entschleunigten Wohlfühlmodus dimmt, kann seine Sinne in Ruhe schweifen lassen und dabei reichlich Energie schöpfen. Die achtsame Wahrnehmung der Landschaft, die bewusste Auseinandersetzung mit der Kultur und „Heimatgeschichte“ der Bevölkerung sowie Wissbegierde an der Bahnhistorie auf dessen Spuren man wandelt bereichert eine Radtour ungemein. So bitter Bahnstreckenstilllegungen aus Wirtschaftlichkeitsgründen auch sein mögen (in den 70 er, 80er und 90 er Jahren wurden jährlich durchschnittlich 400 km Schienenweg weg rationalisiert) – leistet der Radtourismus vor allem in ländlichen Räumen einen wichtigen Beitrag zur wirtschaftlichen Prosperität.

Im Vergleich zu den anderen drei Radwegen die eine leichte Streckencharakteristik aufweisen, weicht der hügelige Streckenabschnitt des Donau-Moldau-Radwegs gewissermaßen als Ausreißer spürbar ab. 

Foto: Badeweiher Jandelsbrunn. Der Abzweig zum Badeweiher befindet sich kurz nach Jandelsbrunn.

Bild: Bahnhofsgebäude Jandelsbrunn, das von 1910 bis 1963 an der Bahnstrecke Waldkirchen–Haidmühle für den Personenverkehr in Betrieb war bzw. bis 1994 für den Gütertransport noch genutzt wurde, bevor die endgültige Stillegung der Bahnstrecke erfolgte. 2001 wurde die Bahnstrecke demontiert und danach als Radweg umgebaut.

→ Schnittpunkt Adalbert-Stifter-Radweg / Donau-Moldau-Radweg KM 74.1

 Direkt vor dem Jandelsbrunner Bahnhofsgebäude (634 m) zweigt der »Donau-Moldau-Radweg« auf die Bahnhofstraße ab, die nach einem kurzen Anstieg in die Hauptstraße mündet. Die Route führt via Breitenberg und Wegscheid nach Obernzell ins Donautal, wo Anschluss zum internationalen Donau-Radweg besteht.