• Aussichtsturm Oberfrauenwald (950 m ü. NHN)
    © Bayernbike
  • Oberfrauenwald (950 m ü. NHN)
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  • Friedrichsberg
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  • Waldkirchen
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  • Donauperlen-Radrundweg
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  • Romantische Sonnenuntergangsstimmung an der Donau
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  • Passau am Innkai
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  • Dreiflüssestadt Passau
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  • Dreiflüssestadt Passau - Donau, Ilz und Inn
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  • © ILE Abteiland
  • Altes Rathaus - Passau
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  • Veste Oberhaus - Dreiflüssestadt Passau
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  • Donau
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  • Adalbert-Stifter-Radweg
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  • Adalbert-Stifter-Radweg
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  • Eginger See
    © TI Eging am See
  • Geschichtsplatz - Donau-Ilz-Radweg
    © TI Tittling
  • Donau-Ilz-Radweg
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  • Radlerfähre "Altaha" - Niederalteich
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  • Donau - Niederalteich
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  • Donau-Ilz-Radweg
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  • Dreiburgensee
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Streckenabschnitt IV »Radrundtour Donau-Donau«

Donau-Radweg    

Eckdaten Schlussetappe 

  • Fortsetzung Streckenabschnitt IV auf dem Donau-Radweg von Obernzell (KM 119) via Passau nach Niederalteich (KM 183.4) 
  • Niveauunterschied: ↑ 206 Höhenmeter ↓ 182 Tiefenmeter
  • Streckenverlauf: Obernzell →  Passau (16 km) → Windorf (22 km) → Vilshofen (3 km) →  Hofkirchen (8 km) →  Winzer (7 km) →  Niederaltteich (6 km) = ∑  63.7 Kilometer
  • Gesamtstrecke: Donau-Ilz-Radweg + Adalbert-Stifter-Radweg + Donau-Moldau-Radweg + Donau-Radweg: 183.4 km / 2.083 hm

Streckenbeschreibung

An der Donaupromenade nahe der Schiffsanlegestelle trifft der Donau-Moldau-Radweg in der Marktgemeinde Obernzell auf den internationalen Donau-Radweg, der von der Quelle der Donau bis zur Mündung ans Schwarze Meer führt (ca. 2850 km) und im Jahr 2024 sein viezigjähriges Jubiläum feiert.

Der flache Donau-Radweg läutet nicht nur einen spürbaren Wechsel der leichteren Streckencharakteristik ein, sondern geht gleichsam mit einer veränderten Landschaftskulisse einher. Den hügeligen südlichen Bayerischen Wald hinter sich gelassen, folgt nun zu guter Letzt stromaufwärts bis nach Niederalteich ein angenehmer nahezu steigungsfreier Schlussabschnitt. Obwohl entlang des Nordufers die Mittelgebirgsausläufer manchmal fast bis zum Donau-Radweg heranreichen, bleibt man dennoch vor nennenswerten Anstiegen verschont. 

Die finale Radwegpassage verläuft in nordwestlicher Richtung entlang der Donau flussaufwärts über Passau und Vilshofen zum Zielort Niederalteich (64 km), wo sich der Kreis der »Radrundtour Donau-Donau« nach 183 km schließt. Stippvisiten der sehenswerten Städte Passau und Vilshofen drängen sich förmlich auf, wofür entsprechende Zeitpuffer einzuplanen sind. Nachdem der bisherige Streckenverlauf durch den Bayerischen Wald - insbesondere der Abschnitt auf dem Donau-Moldau-Radweg - eine sehr kupierte Topographie aufwies, kommt die flache Schlussetappe auf dem Donau-Radweg wie gerufen. Nicht ohne Grund zählt das steigungsfreie Donautal im Feriengebiet »Donau-Perlen« - inmitten des Naturschutzgebiets »Donauleiten« - zum Paradies für Fern- Familien- und Genussradler. Pulsschonend genießt man die fulminanten Ausblicke auf den mächtigen Donaustrom in der intakten Kulturlandschaft, die diese Ferienregion am Rand des Bayerischen Waldes eindrucksvoll prägen. Nachdem zuletzt das wilde Griesenbachtal auf der ehemaligen Zahnradbahnstrecke Landschaftskino vom Feinsten bot, setzt sich der abwechslungsreiche Augenschmaus auf dem Donau-Radweg fort.

Obernzell im Donautal

Am Ende des Donau-Moldau-Radwegs ist Vorsicht im abschüssigen Einmündungsbereich geboten, weil die Gefällstrecke vom Griesenbachtal abrupt in Obernzell am Hochhäuslweg endet. Über die Lüftenecker Straße und Hameter Straße gelangt man zum Donauufer (Jochensteiner Straße), wo entlang der Donaupromenade der internationale Donau-Radweg bzw. der 4 448 km langen Atlantik-Schwarzes Meer-Route (EuroVelo 6) verläuft.

Wird an der Donaupromenade rechts abzweigt setzt sich die Rundtour nach Niederalteich flussaufwärts fort (Entfernungsangaben ab Obernzell):

→ Passau 16 km

→ Niederalteich 64 km

→ Verlängerungsoption auf dem Donau-Radweg: nach Deggendorf 77 km, nach Regensburg 168 km)

Der familiengeeignete Schlussabschnitt fügt der abwechslungsreichen »Radrundtour Donau-Donau« quasi das letzte Puzzleteil hinzu, welches landschaftlich wie schwierigkeitsgradmässig im krassen Gegensatz zu den vorangegangenen 119 Kilometern steht. Der populäre Donau-Radweg übernimmt ab Obernzell sozusagen den kräfteschonenden "Final Countdwon". Der internationale Fluß-Radweg erhält in der Beliebtheitsskala der jährlichen ADFC-Radreiseanalyse seit Jahren Bestnoten. Auf einer Skala von eins (sehr gut) bis sechs (ungenügend) schneidet der Fluß-Radweg mit am besten in ganz Deutschland ab. Am Rande bemerkt: gleich vier Fluss-Radwege genießen in Bayern (Fünf-Flüsse-Radweg, 1.5; Main-Radweg 1.5; Altmühltal-Radweg 1.6 und Donau-Radweg 1.7) derart ausgezeichnete Sympathiewerte, die sie bundesweit ins Top Ten Ranking hieven. 

 Betriebszeiten der Donaufähre Obernzell

Die Flussmitte der Donau bildet die Grenze zu Oberösterreich.

Fährzeiten vom 19.09.2022 bis 14.05.2023

Montag bis Freitag:  8.30 Uhr bis 16.30 Uhr durchgehend

Samstag, Sonn- und Feiertag kein Fährbetrieb!

Zur Donaufähre Obernzell

Obernzell - ehemalige Sommerresidenz der Passauer Bischöfe - ist ein staatlich anerkannter Erholungsort und hat 3787 Einwohner (2018). Die Marktgemeinde ist eine zentrale Radwege-Drehscheibe. So durchquert nicht nur die Donau-Magistrale bzw. die EuroVelo 6, welche entlang von sechs europäischen Flüssen vom Atlantik bis zum Schwarzen Meer verläuft - den Ort, sondern zudem treffen weitere attraktive Rad- (rund)- Routen wie bspw. der Leinenradweg, Donauperlen-Radrundweg, Donau-Moldau-Radweg sowie die beliebte 364 km lange Mountainbikeroute TRANS BAYERWALD (Nord) an der Donaulände zusammen. 

Sehenswert ist der schöne Ortskern sowie das Keramikmuseum im ehemals fürstbischöflichen Schloss Obernzell (Eintritt frei) und die barocke Marktkirche Obernzell.

Fürstbischöfe von Passau errichteten im 15. Jh. eine gotische Wasserburg, die im 16. Jh. zu einem Renaissance-Schloss ausgebaut wurde. Später erwarb der Freistaat Bayern das Schloss und richtete eine Zweigstelle des Bayerischen Nationalmuseums ein, in dem heute historische Keramiken ausgestellt sind. Ebenso sehenswert sind neben dem Keramikmuseum der Rittersaal im zweiten Obergeschoss: ein Renaissancewerk des Passauer Bischofs Urban von Trennbach (1561-1590). Seit 1803/1806 ist das Schloss Eigentum des bayerischen Staates.

  Die Donau

Flusskreuzfahrtschiffe schippern auf der Donau bis nach Linz, Wien bzw. Budapest oder flussaufwärts nach Passau bis zur Welterbestadt Regensburg. Die Donau ist der längste Fluss Mitteleuropas und nach der Wolga der zweitgrößte Strom Europas. Sie entspringt in Donaueschingen im Schwarzwald und mündet nach 2860 km im weit verzweigten Donau-Delta ins Schwarze Meer (Bulgarien). Sie verbindet von der Quelle bis zur Deltamündung folgende Anrainerstaaten:

  • Deutschland
  • Österreich
  • Slowakische Republik
  • Ungarn
  • Kroatien
  • Serbien & Montenegro
  • Bulgarien
  • Rumänien
  • Republik Moldau
  • Ukraine

Die Donau ist eine der ältesten und bedeutendsten europäischen Handelsrouten. Der Strom verbindet unterschiedlichste Kulturkreise und entwässert ein Gebiet von 817.000 Quadratkilometer, was fast das 2,5 fache der Gesamtfläche Deutschlands entspricht. Im Gegensatz zur herkömmlichen Zählweise (flussabwärts) wird die Entfernung der Donau von der Mündung ab stromaufwärts bis zu den Quellen in Donaueschingen angegeben. Somit beziehen sich die Flusskilometerangaben auf die Distanz zur Mündung (nahe Sulina im mittleren Delta in Rumänien). Die Eisenbahnbrücke Großprüfening befindet sich bei Flusskilometer 2385,7.

Die Flussanteile in den einzelnen Donauländern sind sehr unterschiedlich: während Rumänien mit 1075,00 Flusskilometer den längsten Anteil hat, sind es in der Republik Moldau gerade mal 570 Meter! Deutschland: 655 Stromkilometer (inklusive Breg 45,9 km - der größere Quellfluss im Vgl. zur Brigach („Brigach und Breg bringen die Donau zuweg“).

 EuroVelo 6

Die Atlantik-Schwarzes Meer Route - EuroVelo 6 - verläuft von der französischen Atlantikküste ans Schwarze Meer (Rumänien): Nantes - (F) – Tour (F) – Orleans (F) – Besancon (F) – Mulhouse (F) – Basel (CH) – Bad-Säckingen - Waldshut-Tiengen – Schaffhausen - Singen – Tuttlingen – Sigmaringen - Ulm – Günzburg –Donauwörth – Ingolstadt - Regensburg – Straubing – Deggendorf - Passau –Jochenstein – Linz (A) – Wien (A) – Bratislava (SK) – Budapest (H) – Ossijek(HR) – Belgrad (SRB) – Bucarest (RO) – Constanta (RO).

Die Gesamtstreckenlänge der EV 6 beträgt 4.448 km, wovon der Donau-Radweg (ab Tuttlingen) mit ca. 3.100 Streckenkilometern (davon Deutschland: 582 km / Bayern 425 km) den Löwenanteil einnimmt.

Regensburg → Mündungsdelta Sulina ca. 2.700 km

e-bike-Ladestationen in der Ferienregion Donau-Perlen

  • Gasthof Kernmühle 1
  • Gasthof "Zum Kirchenwirt in Kellberg
  • Haus am Strom in Jochenstein

Das Donauufer ist in Obernzell eine beliebte Flaniermeile. Es empfiehlt sich eine entspannte Runde über den Promenadenkai entlang der Donau und weiter zum sehenswerten Marktplatz zu drehen, wo Restaurants, Cafes und Eisdielen kulinarische Leckereien darbieten. Eine wohlverdiente Auszeit, die nach teils schweißtreibenden Anstiegen einen erholsamen Glanzpunkt setzt.

Obernzell ist für sein farbiges Häuserensamble bekannt. Auf dem schmucken Marktplatz steht ein achteckiges Becken mit St. Florians-Figur. 

 Das Tourismusbüro befindet sich am Marktplatz 42. 

Aus der Vogelperspektive ist gut erkennbar, wie idyllisch der Markt Obernzell zwischen den naturgeschützten Donauleiten eingebettet liegt.

Wer sich seine verschwitzten Radklamotten entledigen und ein erfrischendes Bad nehmen möchte: am Hafen befindet sich ein beheiztes Freibad samt Beach-Volleyballplätzen. 

 Lohnenswerte Abstecher

Wird in Obernzell an der Donaupromenade links abgezweigt, führt der Donau-Radweg flussabwärts nach Jochenstein bzw. zur Landesgrenze Jochenstein/Dantlbach. Der Abstecher zum Naturerlebniszentrum Haus am Strom, das nur 6.5 km von Obernzell entfernt liegt, ist absolut empfehlenswert.

Das 1956 eröffnete Kraftwerk Jochenstein dient auch als Grenzübergang zwischen Oberösterreich und Niederbayern und ist für Radfahrer und Fußgänger täglich von 6.00 Uhr bis 22.00 Uhr ganzjährig geöffnet. Für die Querung der Schleusenanlage gibt es beidseitig Treppenauf/abgänge mit 81 Stufen. Radfahrern steht eine Aluminiumfahrrinne als Schiebehilfe zur Verfügung. 

Das Kraftwerk Jochenstein erzeugt jährlich 850 Mio. kWh elektrischen Strom. Für dieselbe Strommenge müssten in einem kalorischen Kraftwerk 190.000 Tonnen Erdöl oder 280.000 Tonnen Kohle verfeuert werden, was die Luft mit 700.000 Tonnen Kohlendioxid (Treibhausgas CO2) verunreinigen würde.Bild oben:  

Für den Abstecher von Obernzell zum beeindruckenden Naturschauspiel der Schlögener Schlinge (Oberösterreich) sind hin und zurück - einschließlich Fußmarsch zu den Aussichtspunkten "Donaublick Schlögen oder "Steiner Felsen" - gut drei Stunden einzuplanen. Einfach den (kontrollfreien) Grenzübergang Jochenstein/Dantlbach überqueren und dem Donau-Radweg flussabwärts bis Au 14 km folgen, wo mit der Donaufähre nach Schlögen übergesetzt wird. Alternativ bietet sich auch der Grenzübertritt via Donau-Kraftwerk Jochenstein an, da auf der gegenüberliegenden Uferseite ebenfalls ein verkehrsfreier Radweg direkt nach Schlögen führt, zumal man obendrein auf keine Fährverbindung angewiesen ist.

 Aussichtspunkte "Donaublick Schlögen" und "Steiner Felsen" 

Von Schlögen führt ein steiler Waldpfad (240 hm) zum Aussichtspunkt "Donaublick Schlögen" (Fußmarsch ca. 20 min.). Erst in der Vogelperspektive wird die imposante 180 Grad-Flussbiegung bei Stromkilometer 2180,5 - 2186,5 in seiner gewaltigen Dimension sichtbar. 

Vom "Donaublick Schlögen" offenbahrt die Galaussicht einer der bekanntesten Fotomotive der Donau überhaupt. 

Ein weiterer Aussichtspunkt befindet sich flussabwärts von Schlögen am "Steiner Felsen", der direkt vom Ortszentrum der "Naturwunda" in der Gemeinde Haibach erreichbar ist (240 hm). Es lohnt sich durchaus, das Rad mal abgesperrt stehen zu lassen und stattdessen in aller Ruhe und Achtsamkeit auf Schusters Rappen ein paar Kilometer den Donausteig entlang zu wandern, um die fulminantesten Donaublicke auf den Anhöhen zu erhaschen. Zur Info: der Weitwanderweg Donausteig führt entlang beider Flussufer auf 450 Kilometer Länge von Passau über Linz bis Grein.

Zudem gibt es in der Region kulturelle Highlights wie beispielsweise den Römerpark Schlögen. Gemütliche Rastplätze laden dazu ein, den Blick etwa am Schlögener Donaublick, dem Kalvarienberg, der Aussichtsstelle Steiner Felsen oder der Burgruine Stauf in die Ferne schweifen zu lassen. Ob man nun den Höhenanstieg zu Fuß oder mit dem Rad bewältigt, bleibt jedem selbst überlassen. Sowohl für einigermaßen fitte Radfahrer als auch für E-Bike-Fahrer ist der Höhenanstieg hinauf aufs Haibacher Hochplateau mit moderater Kraftanstrengung ganz gut bewältigbar. Zur Webcam Donauschlinge Schlögen / Haibach ob der Donau

Entlang des Donauradwegs befinden sich in der Ferienregion "Donauperlen" im Passauer Land drei Nixenstatuen und zwar kurz nach Obernzell, 3.5 km vor Passau, sowie flussabwärts in Jochenstein (abseits dieser Route).

Ab Obernzell verläuft der Donauradweg neben der B 388 durch das Naturschutzgebiet „Donauleiten“, das sich auf einer Länge von ca. 30 km zwischen Passau und Jochenstein erstreckt. Das Naturschutzgebiet wurde 1986 ausgewiesen und nimmt eine Fläche von 401 ha ein. Die größtenteils südexponierten Steilhänge haben eine Höhenlage von 290 m ü. NN bis auf ca. 550 m ü. NN. Wenngleich die Talhänge des südlichen des Bayerischen Waldes bisweilen fast die Donau berühren, ist der Donauradweg in diesem Streckenabschnitt dennoch topfeben.

Etliche Informationsschautafeln vermitteln viel Wissenswertes über die Region.

Bild: Eisenbahn-Relikt der Erlau-Bahnbrücke (ehemalige Bahnstrecke Erlau-Wegscheid)

Dreiflüssestadt Passau (KM 136)

Das Bild entstand am Donaukai in Passau unterhalb der Prinz-Regent-Luitpoldbrücke, wo sich eine herrliche Aussicht auf die Veste Oberhaus bietet. Mit 65.000 Quadratmeter umbauter Fläche gehört die Veste Oberhaus zu den mächtigsten erhaltenen Burganlagen Europas. Die  mittelalterliche Festungsanlage bietet einen sagenhaften Ausblick über die Passauer Altstadt mit dem Zusammenfluss von Donau, Inn und llz. 

Radwege die stadteinwärts bzw. stadtauswärts in östlicher Richtung führen, verlaufen über die Prinz-Regent-Luitpoldbrücke.

Tourist-Information 
Rathausplatz 2

94032 Passau

Tourist-Information 
Bahnhofstraße 28

94032 Passau

Nachdem die Ilzbrücke und die Prinzregent-Luitpoldbrücke (KM 136) überquert ist (rückwärtige Sicht auf das Veste Oberhaus), radelt man an der Fritz-Schäffer-Promenade am Schiffskai entlang, wo sich zumeist zahlreiche (Schiffs- und Rad-) Touristen tummeln. Die Dreiflüssestadt Passau liegt am Zusammenfluss der Donau, Inn und Ilz und ist das Verwaltungs-, Wirtschafts-, und Kulturzentrum im östlichen Niederbayern. Mit rund 53.093 Einwohnern (Stand Dez. 2021) - nach Landshut - die zweitgrößte Stadt des Regierungsbezirks Niederbayern ist sie seit 1978 zudem Universitätsstadt. Die Altstadt liegt auf einer dreiecksförmigen Halbinsel am Zusammenfluss von Inn und Donau.

Die Dreiflüssestadt Passau liegt am Zusammenfluss der Donau, Inn und Ilz nah an der Grenze zu Österreich. Über der 52 400 Einwohner zählenden Stadt thront die imposante Veste Oberhaus, eine Festung aus dem 13. Jahrhundert. Die kreisfreie Universitätsstadt im Regierungsbezirk Niederbayern wartet mit einer wahren Vielfalt an Sehenswürdigkeiten, Museen und kulturhistorischen Bauten wie z.B. Dom St. Stephan (weltgrößte Domorgel), Veste Oberhaus, Rathaus, Wallfahrtskirche Mariahilf und vieles mehr auf. 

Das Stadtbild strahlt dank etlicher italienischer Baumeister ein südländisch anmutendes Flair aus. Die Stadt ist durch historische Bauten im Stil der Inn- und Salzachbauweise geprägt, weshalb sie häufig auch als das „Venedig Bayerns“ bezeichnet wird. Beiderseits der Flussufer erhebt sich eine bewaldete Naturlandschaft. Trohnend überragt wird die Stadt durch die Veste Oberhaus, deren erste nachweisbare Funde sich auf die Römerzeit um 80 n. Chr. zurück datieren lassen, als die Römer damals die Kelten ablösten. Bedeutend für Passau war das Jahr 739, als Bonifatius die Stadt zum ständigen Bischofssitz erklärte und die Bischöfe später die Regierungsgewalt übernahmen. Im Jahre 1217 wurde Passau Fürstbistum. Handel und Gewerbe blühten auf, und Dank der Schifffahrt erlangte die Stadt großen Reichtum. Kunst und Literatur waren in der Stadt immer zugegen. So entstand beispielsweise um 1203 die Fassung vom Nibelungenlied.

Drei Flüsse - Donau, Inn und Ilz - treffen aus drei Himmelsrichtungen am Dreiflüsseeck aufeinander und bieten ein faszinierendes Naturschauspiel. Am Fuß der Burganlage Niederhaus fließt zunächst, flussabwärts betrachtet, die Ilz von links in die Donau und kurz danach von rechts der Inn der Donau zu. Interessant ist das Farbenspiel, da jeder Fluß seine eigene charakterische Farbe (Grün, Blau und Schwarz) aufweist.

Das Wasser des Inns, der in den Schweizer Alpen entspringt, ist grün, die Donau hat eine blau-braune Farbe hat und das Wasser der aus einem Moorgebiet kommenden Ilz ist schwarz. Dementsprechend weist ein längeres Fließstück nach dem Zusammenfluss der Fluss, der ab hier weiterhin Donau heißt, sämtliche drei Wasserfarben auf. Optisch auffallend ist dabei, wie stark das grüne Wasser des Inns dominiert und das Wasser der Donau beiseite drängt.

Dies hängt neben der zeitweisen großen Wassermenge des Inns hauptsächlich mit der unterschiedlichen Gewässertiefe (Inn 1,90 Meter / Donau 6,80 Meter) zusammen: Der Inn überströmt quasi die Donau. Zwar führt der Inn - bedingt durch starkes Hochwasser bei der Schneeschmelze - im Jahresmittel etwa fünf Prozent mehr Wasser als die Donau, doch die Donau weist dafür eine deutlich konstantere Wasserführung auf.

Die Donau führt die meiste Zeit des Jahres (von Oktober bis April) mehr Wasser mit sich als der Inn − ein Grund, weshalb der Fluss in seinem weiteren Verlauf den Namen Donau trägt. Es gibt aber noch einen weiteren Grund: Der Name richtet sich auch nach der bis Passau zurückgelegten Wegstrecke der Flüsse, bei der die Donau mit 647 Kilometern den Inn mit 510 Kilometern klar übertrumpft.

Sehenswürdigkeiten

Die Dreiflüssestadt Passau wartet mit einem wahren Konglomerat an kulturhistorischen Bauten wie z.B. Dom St. Stephan (weltgrößte Domorgel), Veste Oberhaus, Rathaus, viele Museen, Wallfahrtskirche Mariahilf und vieles mehr auf. 

In der barocken Passauer Altstadt, welche von italienischen Meistern im 17. Jahrhundert geschaffen wurde und in deren Zentrum sich majestätisch der Dom St. Stephan erhebt, paaren sich Charme, Schönheit, Geschichte und Kultur, Kunst und Erlebnis auf engstem Raum. Der Prachtbau mit seinen weiß getünchten Türmen und blaugrünen Kuppeln gilt als maßgebende Barockkirche nördlich der Alpen, dessen italienische Prägung nach dem Stadtbrand 1662 den Architekten Carlo Lurago und Giovanni Battista Carlone  zu verdanken ist. Im prunkvollen Innenraum im Passauer Dom steht mit ihren 17.974 Pfeifen und 233 Registern die größte katholische Kirchenorgel der Welt. Sie gilt als die größte Orgel Europas bzw. in Bezug zur Anzahl ihrer Pfeifen rangiert sie weltweit an fünfter Stelle.

Entlang der dicht gedrängten bunten Häuser sticht am Innufer der markante Schaiblingsturm hervor. Der Innkai verbindet das Dreiflüsseeck mit der Innpromenade und zählt zur Passaus beliebtesten Flaniermeile. Der auffällige Rundturm mit Spitzdach dominiert das Bild am Innkai, weswegen der Schaiblingsturm ein beliebtes Fotomotiv an Passaus Südseite ist. Das Bauwerk hatte über mehrere Jahrhunderte zahlreiche Funktionen. Der Turm wurde 1250 auf einem Felsen am Innufer errichtet und fungierte als ein Bollwerk gegen feindliche Angriffe ursprünglich als Wehrturm. Der Schaiblingsturm ist Teil von Passaus mittelalterlicher Stadtbefestigung. Später diente er als Speicherturm, in dem nach seiner Renovierung im 15. Jahrhundert unter anderem Pulver gelagert wurde. Zu Zeiten des Salzhandels war der Schaiblingsturm zudem Anlegestelle für die Inn-Schiffe. Bis 1957 gab es am Turm eine Seilfähre über den Inn. Ebenso wurde er von Wachpersonal und Schauspieler der damaligen Kammerspiele Passau bewohnt. Heute hingegen gehört der schneeweiß getünchte Granitkegel mit dem roten Helm zum Gymnasium Leopoldinum.

Das Römermuseum Kastell Boiotro befindet sich in einem spätmittelalterlichen Handwerkerhaus im Passauer Stadtteil Innstadt. Es ruht auf den Fundamenten des spätrömischen Kastells Boiotro, das die Römer um 280 n. Chr. erbauten. 375 n. Chr. wurde das Kastell vom Militär geräumt und verfiel. Der Missionar und spätere Heilige Severin ließ in der Kastellruine im ausgehenden 5. Jahrhundert ein klei- nes Kloster errichten. Reste des Klosters, der Kastellmauer und der Wachttürme sind im Freigelände und im Museum sichtbar konserviert. In der 2014 durchgeführten Neukonzeption steht das Kastell Boiotro als wichtigstes Exponat im Mittelpunkt. 600 weitere Objekte mit antiken Quellen, erläuternden Texten, Figurinen mit Hörstationen und zahl- reichen Modellen vermitteln außerdem ein anschauliches Bild der 400 Jahre währenden Römerherrschaft im heutigen Passau. Die Donau trennte als Nordgrenze das Römische Reich vom Barbaricum, während der Inn eine Provinz- und Zollgrenze zwischen Raetien und Noricum bildete. Digitale Medien, wie Touchscreens, eine Lichtinstallation und eine virtuelle Rekonstruktion veranschaulichen die komplexe römische Geschichte Passaus mit seinen 5 Kastellen und den umgebenden Zivilsiedlungen. Quelle: Deutsche Limes-Straße e.V.

 Museen entlang des Donaulimes (Orte in alphabetischer Reihenfolge)

Museum Quintana

Osterhofener Straße 2

94550 Künzing

Tel.: 08549/973112

Fax.: 08549/973111

museum@kuenzing.de

www.museum-quintana.de

RömerMuseum Kastell Boiotro

Lederergasse 43 — 45

94032 Passau

Tel.: 0851/34769

boiotro@passau.de

www.stadtarchaeologie.de/museum/

Historisches Museum

Dachauplatz 2 — 4

93047 Regensburg

Tel.: 0941/5072448

museen_der_stadt@regensburg.de

www.regensburg.de/kultur/museen-in-regensburg/alle-museen/ historisches-museum

Gäubodenmuseum Straubing

Fraunhoferstraße 23

94315 Straubing

Tel.: 09421/94463222

Fax.: 09421/94463225

gaeubodenmuseum@straubing.de

www.gaeubodenmuseum.de

 Von Passau führt der Römerradweg ins oberösterreichische Enns (242 km).

Bild: Innenstadt Passau (Fußgängerzone)

Weiter geht die Fahrt entlang des Donaukais stadtauswärts, wo beim Flusskraftwerk Kachlet wieder auf die rechte Donauseite gewechselt wird. Nun radelt man von Maierhof entlang der rechten Donauseite. Anschließend durchquert die Donau Richtung Vilshofen in einem malerischen Engtal die südlichen Ausläufer des Bayerischen Waldes. 

Bild: Abendstimmung auf dem Donau-Radweg

Bild: kurz nach Schalding l.d.Donau (KM 149) laden zwei lauschige Biergärten am Donauufer zu einer gemütlichen Erfrischung ein. 

Nahe Besensandbach wird die Fährverbindung nach Sandbach passiert, worauf man nach 2 km den Markt Windorf (rund 4.800 Einwohner) im »Bayerischen Donautal & Klosterwinkel« erreicht.

 Betriebszeiten der Donaufähre Sandbach

01. - 30. April 07:00 Uhr - 18:00 Uhr

1. Mai - 30. September 07:00 Uhr - 19:00 Uhr

1. - 30. Oktober 07:00 Uhr - 18:00 Uhr

Eingeschränkter Fährbetrieb bei Sturm, Hochwasser und starkem Nebel.

Winterpause vom 01. November bis einschließlich 31. März

Zur Donaufähre Sandbach

Wenn man sich dem Flugplatzgelände - 2 km nach Windorf - nähert, rückt die "Skyline" von Vilshofen am gegenüberliegenden Donauufer immer stärker in den Blickpunkt (Einwohnerzahl - Stand 01.09.2022 / nur Hauptwohnsitze: 18.222). Nach 161 km befindet man sich an der Marienbrücke die dirket ins Stadtzentrum führt, während der Donau-Radweg geradeaus weiter verläuft. 

 Vilshofen an der Donau - Radwegeknotenpunkt von Fluss- Themen- und regionalen Radwegen

Am Schnittpunkt mit dem Donauradweg vis a vis der Marienbrücke (KM 161) - einzige Donaubrücke in Vilshofen - befindet sich bei Flusskilometer 2249,16 das Wahrzeichen des BierRadlWeges, das Biertor. 

 

Wer sich für die geschichtsträchtigen Stätten rund ums Bierbrauen im Passauer Land interessiert, radelt 13 km zur Klosterbrauerei Aldersbach mit Schaubrauerei und legendärem Bräustüberl. In Aldersbach wird man nach der Durchfahrt eines weiteren Biertores (Bild) am Aretinplatz mit dem eindrucksvollen Ambiente des ehemaligen Zisterzienserklosters mit Brauerei und Marienkirche begrüßt. Die Einkehr im Bräustüberl mit Radlermaß und Brotzeit gehört zum standesgemäßen "Pflichtprogramm". Frisch gestärkt steht der Rückfahrt nach Vilshofen oder Weiterfahrt am Vilstalradweg bzw. Apfel-Radweg nichts im Wege. Bild: Radreisejournalist Uwe & Curd auf Recherche-Fahrt (Apfel-Radl-Weg), der fast einhundert Kilometer durch die malerische Natur des Donautals und Klosterwinkels durchs Passauer Land führt und zwischen Passau - Vilshofen (ebenso mit der 243 km langen Niederbayerntour) mit der hier beschriebenen »Radrundtour von der Donau zur Donau« einen identischen Streckenverlauf aufweist.

Zahlreiche Sehenswürdigkeiten der schönen Donaustadt (links über die Marienbrücke) mit ihrer 1200-jährigen Geschichte lohnen allemal eine Stippvisite. Dazu laden Cafes, Restaurants und Eisdielen zur Einkehr ein. Vilshofen lockt übrigens als zentraler Radwege-Knotenpunkt (Apfel-Radl-Weg, Wolfach-Radweg, Vilstal-Radweg, Deutscher Limes Radweg, Niederbayerntour) zahlreiche Genuss- und Tourenradler aus nah und fern an. 

 Alternativschleife auf dem Deutschen Limes-Radweg (Donaulimes) 

Der Donaulimes ist seit 30.07.2021 UNESCO-Weltkulturerbe. Wer sich für die Geschichte der Römer interessiert oder den Schlussabschnitt der »Radrundtour von der Donau zur Donau« zwischen Vilshofen und Niederalteich bereits kennt, dem bietet sich eine interessante Alternative an. Einfach über die Marienbrücke auf's gegenüberliegende Ufer wechseln und dann dem Deutschen Limes-Radweg folgen. Die Route verläuft flussaufwärts auf der linken Donauuferseite nach Künzing, wo sich das Römermuseum Quintana befindet (absolut sehenswert!). Weiter über Osterhofen wird nach 18 km abermals die Donau überquert, wo nahe der Ortschaft Winzer die Spangenverbindung wieder auf den Donau-Radweg trifft. Von dort aus sind es bis ins Ziel der »Radrundtour von der Donau zur Donau« nach Niederalteich 6 Kilometer. Die Schleife (ab Pleinting abseits der Donau) ist im Vgl. zur Originalroute nur 2 km länger.

Künzing

Das Hilfstruppenkastell von Quintanis wurde um 90 n. Chr. errichtet und bot auf ca. 2 ha Grundfläche einer berittenen Kohorte mit etwa 500 Soldaten Platz. Zerstört wurde das Kastell um die Mitte des 3. Jahrhunderts durch über die Grenze einfallende Germanen. Hiervon zeugt eine Anzahl von Hortfunden, darunter ein mehr als 80 kg Waffenmaterial enthaltender Eisenhort, der im Museum Quintana ausgestellt ist. Ein spätantikes Kastell ist schriftlich überliefert und durch Funde belegt, aber seine baulichen Überreste bis heute nicht sicher lokalisiert. 1998 gelang in Künzing eine in Raetien bisher seltene Entdeckung. Am östlichen Rand des Lagerdorfes (vicus) kamen die Reste eines Mithrastempels zu Tage.

Wenngleich Limes-Rekonstruktionen aufgrund vager Forschungskenntnisse nicht zwangsläufig realitätsgetreu sein müssen, und mehr idealtypischen Vorstellungen denn hundertprozentiger Originalität entsprechen, so regen „künstlich“ geschaffene Nachbauten (z.B. Palisaden, Kastelltore, Limes-Wachtürme) dennoch ganz erheblich die Phantasie und das Vorstellungsvermögen über das 2.000 Jahre zurückliegende Vermächtnis des Römischen Reiches an. Solche Nachbauten sind jedenfalls immer ein willkommener Anlass vom Rad zu steigen und sich anhand aufgestgellter Schautafeln sich mit der Geschichte der Römer zu befassen. Um sein (Römer-) Wissen zu vertiefen, kommt an einem Besuch im Museum Quintana nicht vorbei. 

Bild: Nach Überquerung der Donau mündet die Limesroute wieder in den Donau-Radweg ein. Von dort sind es bis nach Niederalteich noch 6.2 km.

Von Vilshofen sind es 4 km bis zu Burgruine Hilgartsberg.

Kurz vor Hofkirchen trohnt rechter Hand die Burgruine Hilgartsberg am Hang über der Donau. Seit Breitenberg (Donau-Moldau-Radweg) verläuft die Route bis zwischen Hofkirchen und Winzer etwa 90 Kilometer durch's Passauer Land, bevor der Landkreis Deggendorfer Land beginnt.

Von Vilshofen bis zum Zielort Niederaltteich sind es 21 km. Die Strecke verläuft ständig im Angesicht der südlichen Ausläufer des Bayerischen Waldes. 

Nach 183 km endet in Niederalteich die »Radrundtour "Donau-Donau«.

Fortsetzung Donauradweg Richtung Regensburg: Zwischen Pfelling und Mariaposching bleibt der internationale Fernradweg wegen des Donauausbaus voraussichtlich noch bis 31.05.2024 gesperrt. Eine entsprechende Umleitung ist ausgeschildert. 

 Betriebszeiten der Donaufähre »Altaha« Niederalteich

Montag, Dienstag, Mittwoch Kein Betrieb!

Donnerstag, Freitag 10:00 - 18:00 Uhr

Samstag, Sonntag & Feiertage 09:00 - 18:00 Uhr

Die Fähre verkehrt generell nicht 

bei Hochwasser (aktueller Donaupegel)

bei Niedrigwasser

Störungsmeldungen und Einschränkungen finden Sie "hier"!

Fahrkarte Preise

Erwachsene 1,50 €

Erwachsene mit Zweirad 2,50 €

Jugendliche (bis 15 Jahre) 1,00 €

Jugendliche (bis 15 Jahre) mit Zweirad 2,00 €

Kinder (bis 5 Jahre) frei

Punktekarte 12,00 €

Punktekarte, ermäßigt* 6,00 €

Saisonkarte** 25,00 €

Saisonkarte, ermäßigt* 12,50 €

* Ermäßigung gilt für Schwerbehinderte (GdB von wenigstens 50%) und Inhaber der Ehrenamtskarte

** Saisonkarten sind nur in den Rathäusern der Gemeinde Niederalteich und der Stadt Osterhofen erhältlich!

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