Comeback des 24 Stunden-Radklassikers in Kelheim

Traditionell wäre am 1. Januar 2022 der Meldestart für das 24-Stunden-Rennen Kelheim gewesen. Wäre, hätte, Infektions-Kette... Nach zwei pandemiebedingten Absagen stand Anfang 2022 die Austragung des 24-Stunden-Rennens in Kelheim zwar noch auf der Kippe, doch nach der langen Coronapause meldet sich der Radsport-Klassiker samt vorgelagerter italienischer Nacht (8. Juni) wieder zurück. Beginnend am Samstag, den 9. Juli ab 14 Uhr bis zum Zielschluß am Sonntag den 10. Juli 14.00 Uhr ist in der Kelheimer Innenstadt sowie dem Stausackerer Berg bei dem beliebten Outdoor-Spektakel wieder "Remmidemmi" angesagt. Für die Akteure heißt es 24 Stunden lang bis zur Schmerzgrenze bzw. darüber hinaus kraftvoll die Kurbel zu drücken, währenddessen angereiste Fans Jubel, Trubel, Heiterkeit erwartet. Dem Großereignis steht samt neuem Moderatorenteam mit dem Radsportexperten Tilmann Rieger und dem Kelheimer Ulli Kick - in der sportbegeisterten Kreisstadt nichts mehr im Wege.

Nach zweijähriger Zwangspause fiebern die Sportskanonen der 24 Stunden-Challenge mit großer Spannung entgegen, was die Vorfreude zweifelsohne noch mehr pusht. Wenig Wunder, denn die vom RSC Kelheim perfekt organisierte Veranstaltung genießt einen legendären Kultstatus. Besonders die frenetische Stimmung in der niederbayerischen Donau-Stadt sowie entlang der Feiermeilen-Hotspots ist derart überschwänglich, dass die hemmungslose Extase bei den Radsportlern regelrechte Motivationsschübe auslöst. Wenn sich die "Gladiatoren" im Sattel auf der 16.4 km langen Rundstrecke die Kante geben und am Rand der Erschöpfung auf Biegen und Brechen um Sekunden fighten, herrscht am Ort des Geschehens absoluter Ausnahmezustand. Gäb's ein sensorisches Stimmungsbarometer, dann würde das Messgerät mit Sicherheit am oberen Ende der Skala ausschlagen. "Da geht's zu wie beim Sechs-Tage-Rennen, nur im Freien", sagt RSC-Ex-Vorstand Klaus Roithmeier: "Dazu trägt sicher auch unser umfangreiches Rahmenprogramm bei, mit Festzelt, Party und mehr...". 

Endlich ist es wieder soweit, dass sich die Kreisstadt Kelheim als turbulenter Wettkampfschauplatz zum brodelnden Hexenkessel rund um die Uhr verwandeln wird. Das Radsport-Ereignis im niederbayrischen Kelheim ist eine gelungene Mischung aus bebender Volksfeststimmung und aufsehenerregender Renn-Atmosphäre. So machen nicht nur die Rennfahrer mit ihrer grellen Beleuchtung die Nacht zum Tag, sondern viele Fan-Clubs stehen ihnen hautnah bei und lassen ihre Heroes nicht im Stich. Die ausgelassene Festivalstimmung spricht sich herum, weswegen der vorauseilende Ruf dieser Wettkampfveranstaltung weit über Bayerns Grenzen hinaus große Popularität genießt.

 Wer bereits am Freitag, den 8.Juli anreist, kann sich am Vorabend der Großveranstaltung im Stadtgebiet bei der "Italienischen Nacht" entspannt amüsieren. Eine Partymeile mit Musik, Modenschau und kulinarischen Spezialitäten haucht der Herzogstadt a la "La dolce Vita" italienisches Flair ein. Die Geschäfte haben in Kelheims Altstadt bis 22 Uhr geöffnet, und zu feurig italienisch-rhythmischen Klängen kann man bis 24 Uhr das Tanzbein schwingen.

Die Emotionen schlagen bei allen Beteiligten nicht nur hohe Wellen, sondern der Funken springt zwischen den Akteuren und den Zuschauern ständig hin und her. Zweifelsohne versprüht die kunterbunt zusammengewürfelte Schar an Radsportlern aus nah und fern - flankiert von aufgeheizten Zuschauermassen - bei der 24 Stunden Challenge eine spannungsgeladene Race-Atmosphäre. 

Zu den Stimmungsnestern zählt in erster Linie das Festzelt und der "Col de Staussacker", wie der 170 hm-Anstieg in der Radsportszene humorvoll genannt wird. Dort herrscht bis weit nach Mitternacht Partystimmung mit Musik und Halli Galli. Auch der hektische Wechselzonenbereich (Staffelstabübergabe) vis a vis der Mariensäule auf dem Ludwigsplatz ist ein emotionaler Brennpunkt. Die Stimmung der aufgepeitschten Menschenmenge wird Samstagabend zusätzlich noch von einer Liveband unterm Zeltdach angeheizt. Den Vogel der Gegensätze schießt dabei die gitterschutzbewehrte schmale Fahrgasse durchs Bierzelt ab, wo zum einen die Speichenflitzer entfesselt „durchpacen“, während die Festzeltbesucher gemütlich ihren kulinarischen Gelüsten freien Lauf lassen und frisch gezapftes Bier die - von Anfeuerungsschreien beanspruchten Stimmbänder - benetzt. Einen verrückteren Kontrast, wo die fesselnde Aura impulsiver Wettkampfsportler auf eine vergnügliche, sich genüsslich in der Komfortzone aalende Zuschauermenge hautnah aufeinanderprallen, kann man sich beim besten Willen nicht vorstellen.

Nirgends lässt sich die körperliche Verausgabung, psychische Anspannung und das Gefühlspendel - welches sich von euphorischen Glücksgefühlen bis zur Niedergeschlagenheit und Enttäuschung erstreckt - aus nächster Nähe so gut beobachten wie an diesen Kulminationspunkten. Radsportfans bekommen stundenlang eine irrsinnig aufregende Liveshow geboten, die den sportlichen Kampf gegen die Uhr authentisch widerspiegelt. Am ehesten brennen sich dabei die berührenden Gänsehautmomente ins Gedächnis. Das größte Sportevent im Landkreis Kelheim strahlt jedenfalls eine faszinierende Magie aus, wie man sie nur äußerst selten live erlebt.

Bild: in der Fahrerwechselzone herrscht stetes Kommen und Gehen wie im Taubenschlag. Hier spürt man am ehesten die knisternde Spannung, die sich unverfälscht aus den Gesichtern der ungeduldig wartenden Sportler ablesen lässt. Die hektische Transponderübergabe ist ein emotionsgeladener Moment, denn die Uhr tickt selbst bei Stillstand unerbittlich weiter. Springt der schweißgebadete Ankömmling über den Stoppbalken, beginnt die nervöse Suche - goutiert von lautem Schreien - nach dem Teampartner, um ja möglichst wenig Zeit zu verlieren.

Während der Wettkampfveranstaltung bleibt kaum Zeit, sich näher mit der Geschichte der Stadt zu beschäftigen. Wen's interessiert: die vergoldete sieben Meter hohe Marienstatue mit dem Jesuskind wurde im Jahre 1700 vom Kelheimer Ratsherren Jakob Mayr gestiftet, was die Inschrift auf der Ostseite des Sockels dokumentiert: "Gott und der seligsten Jungfrauen Maria zu Ehren hat diese Säullen aigen machen lassen der ersame und weise Herr Jakob Mayr des Rahtes dahier".

Bild: Einzelstarter zirkeln Runde um Runde lässig um die enge 180° Innenkehre, während Teamstarter sich wie von einer Steinschleuder beschleunigt hoch motiviert ins Rennen stürzen. Für Solisten ist eine gleichmäßige Leistungsentfaltung unterhalb der anaeroben Schwelle (GA 2) das A&O, d.h. hochintensive Leistungsentfaltung ist tabu, weil es über 24 Stunden nicht realisierbar wäre. Ganz im Gegensatz zu Teamfahrer, die i.d.R. nach jeder absolvierten Runde eine Auszeit (Regeneration) haben, während sich die Teamkollegen aufopferungsvoll challengen. Deshalb können sie ihre gezeitete Einzelrunde quasi nach Zeitfahrmanier - in Abhängigkeit der körperlichen Verfassung - als hochintensives Intervall bestreiten und zäh an der individuellen anaeroben Schwelle ballern, die die höchstmögliche Belastungsintensität am Gleichgewicht zwischen Laktatbildung und -abbau erlaubt. Das Herausfordernste an einem 24 Stunden Rennen ist tatsächlich, über den gesamten Zeitraum den schmalen Grad einer ausgewogenen Balance zwischen körperlicher Belastung und komprimierter Regeneration einzuhalten.

Gestartet wird in acht Wertungskategorien, die sich 2019 wie folgt aufschlüsselte: 

  • 117 Herren-Teams
  •   11 Damen-Teams
  •   23 Senioren-Teams
  •   34 Mixed-Teams
  • 114 Einzelstarter Herren
  •   16 Einzelstarter Damen
  •   93 Einzelstarter Herren Senioren
  •     3 Einzelstarter Damen Senioren

Zwischenmenschliche Symbiose

24 Stunden Rennen sind zweifelsohne spektakulär - und zwar für die Fahrer als auch für die Zuschauer. Der TOUR - Europas größtes Rennradmagazin - gelang ein genialer Schnappschuß (Bild oben) der exakt jenen Augenblick einfing, welcher die empathische Symbiose zwischen Fans und den in Trance befindlichen Radrennfahrer authentisch widerspiegelt. Wenngleich der Sportler mental abgeschottet in seiner Kopfkino-Bubble am Limit seiner Leistungsfähigkeit die Kurbel schwingt und von außen kaum etwas die Wahrnehmungsschwelle durchbricht, so dringt die aufgepeitschte Stimmung am Streckenrand trotzdem nachhaltig ins Gedächtnis. Obwohl sich die Konzentration wie ein Brennglas auf's Renngeschehen richtet bzw. den Vordermann fokussiert und die stoische Miene den Anschein erweckt dass Anfeuerungsrufe, hautnahes Zujubeln oder Abklatschen keinerlei Aufmerksamkeit erfährt, so nimmt der Fahrer die Akustik, Gestik und emotionale Hingabe- ob bewusst oder unbewusst - sehr wohl wahr. Gerade am Stausackerer Berg, wo die Qualen unermesslich sind, peitschen Stimmungsnester und wummernde Musik die rational entrückten Fahrer den Berg hinauf. 

Insbesondere wenn die zermartende Ausdauerschlacht zu später Stunde ihren Tribut einfordert, die Beine schwer werden und die Erschöpfung heftig an der Moral zehrt, lösen frenetische Anfeuerungsschreie und dumpfe Baßtöne aus den Lautsprecherboxen wahre Motivationsschübe aus. Es sind zwischenmenschliche Momente, die eindrucksvoll die mystische Verbindung zwischen Zuschauer und Wettkämpfer reflektieren und ihm psychologischen Auftrieb geben der regelrecht beflügelt. Ein verbales wie nonverbales Zusammenspiel, bei dem bewegende Emotionen ungefiltert aufeinanderprallen. Allein dafür lohnt es sich beim 24 Stunden Rennen dabei zu sein, um das einzigartige Gänsehautfeeling in vollen Zügen auszukosten. In diesem Sinne ein herzliches Dankeschön an alle Zuschauer, die das Race24 zu dem machen was es ist: ein sensationelles Radsport-Festival.   

Von 21:00 bis 06:00 Uhr besteht nicht nur Beleuchtungspflicht, sondern alle Fahrer auf der Strecke müssen eine reflektierende Warnweste oder ähnliches tragen. Der Nonstopp-Fight geht mit Einbruch der Dunkelheit in eine vorentscheidende Phase, wobei der eigentliche Knackpunkt jedesmal von neuem der Anstieg über den »Col de Stausacker« ist. Fortschreitender Kraftverlust, gepaart mit einhergehendem Schlafentzug machen zunehmend mürbe. Von daher wollen Glykosespeicher mit leicht verdaulichen Energielieferanten sorgfältig nachgefüllt sein, denn ohne Mampf kein Kampf!

Zuschauer-Tipp: Ein gemütlicher Spaziergang durch die Fahrerlager am Aumühlparkplatz, Alter Hafen und Niederdörfel erlaubt interessante Einblicke in den sehr speziellen Kosmos der Protagonisten. Dazu liefert die installierte LED-Videoleinwand am Stadtplatz spannende Livebilder. Radiomoderator Bernhard „Fleischi“ Fleischmann vom Bayerischen Rundfunk wird dem Publikum wieder gehörig einheizen. Das Rennen ist als Jedermann Veranstaltung beim BDR/BRV genehmigt, weswegen Lizenzfahrer die in der BDR-Rangliste besser als Platz 500 platziert sind nicht zugelassen sind. 

Sobald der Startschuß um 14.00 Uhr fällt, heißt es Feuer frei. Bereits auf der Einführungsrunde geht's ans Eingemachte, denn die schnellste Frau/Mann erhält den mit 100€ prämierten "Col de Stausacker-Bergpreis". Gemäß des Schlachtrufs des weltbekannten Boxkampfansagers Michael Buffer: „Let’s get ready to rumble“ nimmt das Spektakel 24 Stunden nonstopp seinen Lauf. Wer sich die kostenlose «Racemap App» auf's Handy lädt kann beim Live-Tracking die Fahrer live mit verfolgen.

Favoriten-Check

Aufgrund der beiden Event-Annulierungen ist das Team »IronTrizone« mit den Lokalmatadoren Philipp Bertsch, Manuel Lohr, Michael Stieglbauer, Julian Sterner und Sebastian Neef seit 2019 nach wie vor das amtierende Sieger-Herren-Team. Gegen die schlagkräftige Ausdauer- und Mountainbike-Crew hatte die Konkurrenz damals nichts zu melden. »IronTrizone« war von Beginn an auf Sieg gebürstet und zog voll durch. Am Schluß waren es 56 Runden (918.4km), was das Team »Radsport Gaimersheim 1 - Photovoltaik Hackner« mit gut 7½ Minuten Rückstand und »Schaible Heizung-Sanitär« auf die Plätze verwies. Es bleibt also spannend, wer am Sonntag den 10. Juli 2022 in den einzelnen Wertungskategorien auf's Podest klettern wird.

Unter den bis jetzt aktuell angemeldeten 80 Herrenteams taucht Titelverteidiger Team IronTrizone nicht auf. Bekannt ist nur, dass sich der Top-Triathlet Sebastian Neef als treibende Kraft der Siegermannschaft dem Team Kreissparkasse Kelheim angeschlossen hat. In Bezug zur Titelvergabe hievt RSC-Vorstand Thomas Kellerer - fungiert erstmals in der Doppelfunktion als Renndirektor und Organisationschef - dieser Mannschaft in eine Favoritenrolle, bzw. traut etwa fünf bis acht Top-Teams einen Siegestriumph zu. Zum erweiterten Favoritenkreis zählen übliche Verdächtige wie beispielsweise die Teams Gaimersheim, Veloclub Regensburg und Anitas Altstadtpension.

Nicht zu vergessen die drei hochmotivierten Teams vom RSC Kelheim, die den "Etablierten" den Sieg streitig machen wollen. Dazu der RSC-Präsi: „Wir sind absolut konkurrenzfähig und fahren ums Siegerpodest mit“. Bei den Damenteams kristallisiere sich laut Kellerer hingegen kein Topfavorit heraus. Seiner Meinung nach zählen die Teams Gaimersheim, Veloclub Regensburg und RSC Kelheim zum engsten Kreis der Titelanwärter. Noch schwieriger ist eine Prognose bei den Senioren- und Mixteams, deren Anteil mit 150 Fahrern relativ hoch ist. 

Ob die Teilnehmerzahl von 2019 (1.150) erreicht wird wird sich zeigen. Bislang haben sich drei Wochen vor dem Rennstart 800 Aktive angemeldet.

Von links nach rechts: Francisco Gennes (Gesellschafter/Geschäftsführer der Owayo GmbH), Christoph Strasser (Extrem-Radsportler/Ultracycling-Profi), Klaus Roithmeier (Ex-Vorstand RSC-Kelheim).

Teamfahrer fighten nach Musketen-Manier gemeinsam für ein zufriendenstellendes Rennergebnis. "Unus pro omnibus, omnes pro uno" - heißt frei übersetzt soviel wie "Einer für alle, alle für Einen." Herrscht unter den Fahrern Haromonie, ein guter Teamgeist und ein inniges Zusammengehörigkeitsgefühl, empfindet man am Fahrerlagerplatz so was wie eine Nestwärme. Man "verliert" bzw. "gewinnt" zusammen, nur gemeinsam ist man stark. Egomanen haben da keinen Platz, weil sie sich dem Teamspirit nicht unterordnen wollen/können.  

Ausschreibungsregularien (Auszug)

  • Termin 09. / 10. Juli 2022 Start und Ende jeweils 14:00Uhr
  • Teilnehmerbesprechung im Festzelt um 12:00 Uhr
  • Anmeldeschluss 30. Juni 2022 / 23:59 Uhr
  • Teilnehmeränderungen bis 30. Juni 2020 / 23:59 Uhr möglich, dann nur noch vor Ort bei der Starnummernausgabe
  • Startunterlagen, Ausgabe im Rathaus – Zentrum Innenstadt: Freitag 08. Juli 2022 von 18:00 – 20:00 Uhr; Samstag 09. Juli 2022 von 09:00 – 12:00 Uhr
  • Start und Ziel: Innnstadt von Kelheim
  • Fahrerlager – aktuell unter Vorbehalt: Campiermöglichkeiten am Aumühlparkplatz, alter Hafen und Niederdörfel Parkplatz, oder Hotel. Zelte, Wohnmobile, o.ä. sind durch die Teilnehmer selbst zu organisieren. Strom und Sanitäre Anlagen sind in jeden Fahrerlager vorhanden (Kabeltrommel selbst mitbringen)
  • Die mobilen Sanitären Anlagen sind von Freitag Mittag bis Sonntag Abend geöffnet
  • Alle öffentlichen Toiletten sind geöffnet
  • Öffnung der Fahrerlager: alter Hafen Dienstag, 05.07.2022 ab 18:00Uhr; Aumühle: Mittwoch, 06.07.2022 ab 18:00Uhr; Niederdörfl: Donnerstag, 07.07.2022 ab 18:00Uhr; Aukofer: Freitag, 08.07.2022 ab 18:00Uhr
  • freie Platzwahl, abstecken mit Absperrband; pro Team ca. 3 Autoparkplätze 

++Bayernbike wünscht allen Teilnehmern ein unfallfreies Rennen, starke Beine und ein erfolgreiches Finish!++