ADFC-Travelbike-Radreiseanalyse 2019

Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) stelte am 7. März auf der Internationalen Tourismus-Börse in Berlin die ADFC-Travelbike-Radreiseanalyse 2019 vor. Einer der wichtigsten Erkenntnisse: letztes Jahr waren 27 Prozent mehr Radreisende unterwegs als 2017 bzw. die Tagesausflüge stiegen im selben Zeitraum um 38 %. Demzufolge setzt sich der Radreise-Boom fort, d.h. Radfahren steht sowohl bei Urlaubern als auch Tagesausflüglern nach wie vor hoch im Kurs. Die Zahl der Radreisenden stieg von 4.3 Millionen (2017) auf 5.5 Millionen im vergangenen Jahr. Allerdings unterliegen Zahlenvergleiche grundsätzlich immer zu einem gewissen Maß dem Einflußfaktor saisonaler Wetterbedingungen. Schlug 2017 eine überwiegend verregnete Saison zu buche, herrschten 2018 hingegen lang anhaltende Schönwetterperioden. Die Auffächerung nach Nutzungsart des Rades brachte weitere Erkenntnisse. Demzufolge fahren 79 Prozent der Deutschen gelegenntlich bis regelmäßig Rad, wovon 75% das Rad für Alltagswege, 52% für Ausflüge und Radreisen sowie 29% auch für sportliche Zwecke nutzen. Der Trend zu kürzeren und spontaneren Radreisen setzt sich fort, was die erhebliche Zunahme der Tagesausflüge - 2017 waren es 167 Millionen - auf 258 Millionen im Jahr 2018 belegt. In der TOP 10 Liste unter den beliebtesten Radrouten Deutschlands befinden sich gleich vier Fernradwege in Bayern darunter. Und noch was erfreuliches: Bayern bleibt die unangefochtene Radreiseregion Nr. 1 in Deutschland. Der Freistaat wurde bereits zum 8. Mal als beliebteste Radregion Deutschlands ausgezeichnet, gefolgt vom Münsterland und Weserbergland.

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