„Holla, die Waldfee“

Die Ferienzeit naht in großen Schritten. Und mit ihr die spannende Frage, wo die Deutschen in Zeiten von Corona wohl dieses Jahr ihren Urlaub verbringen? Auch wenn manche Menschen die Sehnsucht nach Weite, Freiheit und Ferne verspüren, bleibt dieses Jahr genau genommen nur das Heimatland als wirklich sichere Urlaubsoption. 

Wie wäre es beispielsweise mit dem Bayerischen Wald? Im Gegensatz zum Voralpenland, wo auf beliebten Strecken bzw. Hot-Spots "Overtourism" herrscht, verspricht die ursprünglich gebliebene Naturregion im Bayerischen Wald im Südosten Bayerns nicht nur Ruhe, Abgeschiedenheit und atemberaubende Panoramablicke sondern vor allem exzellentes Aktionspotential. Die Mittelgebirgstopographie spricht sowohl Radsportler, Genussradler, E- Biker als auch (E-) Mountainbiker an. Da immer mehr Radfahrer dem Mountainbiken zugeneigt sind öffnen wir ein ganz besonders edles Schatzkkästchen. Schließlich erkunden in Deutschland mittlerweile gut 15 Millionen Mountainbiker lieber unwegsames (Wald-) Gelände, anstatt sich überfüllte "Asphaltbahnen" mit vielen anderen Verkehrsteilnehmern teilen zu müssen. Der Tourismusverband Ostbayern initiierte ein echtes "Offroad-Flaggschiff" das den Namen TRANS BAYERWALD trägt. Nach vier Jahren der Projektplanung, Routenkonzipierung, Genehmigungsverfahren und zeitaufwendiger Beschilderungsaktion wurde die »TRANS BAYERWALD« am 17.9.2018 in Furth im Wald (Start/Ziel beider Routen) feierlich eingeweiht. Damit zog der Bayerische Wald ein lang ersehntes Ass aus dem Ärmel, auf das eingefleischte Mountainbiker sehnsüchtig gewartet haben. 

Mit einer Gesamtlänge von mehr als 700 km und fast 17.000 Höhenmeter ist sie Deutschlands längste Langstrecken-MTB-Reiseroute und repräsentiert mitsamt populärer MTB-Hot-Spots eine geballte Mountainbikekompetenz des ostbayerischen Mittelgebirges.

Dreiländerbike erkundete zu Recherche- und Fotozwecken abermals die TRANS BAYERWALD. Resümee der viertägigen Tour von Falkenstein (Anfahrt von Regensburg via Falkenstein-Radweg) nach Passau: Die Tour ist hart aber herzlich und entfacht immer wieder unvergessliche Glücksmomente. Zwar verlangen die unzähligen "Wadlbeisser" Kraftausdauer und fordern ihren Schweißtribut. Dafür rollt die ursprüngliche Natur dem Bikervolk sozusagen den roten Teppich aus und öffnet dem Fahrspaß Tür und Tor. Auf der etwa 320 Kilometer lange Strecke (Südroute Etappe 4, 5, 6, 7) wurden samt einiger Schlenker und Abstecher rund 7.000 Höhenmeter überwunden. Die mühsam erkletterten Anstiege kredenzten im Gegenzug berauschende (Trail-) Tiefenmeter, die man zirkelnd hinab brettern durfte.

Der teils verwinkelte Streckenverlauf durch die kupierte Mittelgebirgslandschaft des Bayerischen Waldes sorgt in jeder Hinsicht für abwechslungsreichen Naturgenuss und Mega-Fahrspaß. Gerade weil die Strecke konditionell so fordernd ist, beschleicht einem nach jeder Etappenankunft ein Gefühl von Stolz und Genugtung über die vollbrachte Leistung. Am Ziel ausgemergelt aber glücklich und zufrieden ankommen, seine Location beziehen, sich kultivieren und anschließend zur Feier des Tages lukullischen Genüssen hinzugeben ist jedesmal das höchste der Gefühle. Last but not least macht die gastfreundliche Willkommenskultur der "Bayerwaldler" die Etappenfahrt zu einer wirklich runden Geschichte.

„Holla, die Waldfee“

Dass der "Botanik-Ritt" durch den Bayerwald nicht zum entspannten "Nulltarif" zu haben ist versteht sich von selbst. Die Strecke saugt zwar mächtig Energie und fordert physisch wie mental, doch dafür bekommt man Tag für Tag die emotionale "Payback-Karte" in Form von Überraschungsmomenten und Glückszuständen geschenkt. Über viele Kilometer badet das Empfinden in Melancholie, Glück, Zufriedenheit und Schmerz. Emotionen, die zusammen gehören wie zwei Pole: Dort wo der Schmerz liegt, wohnt das Glück nicht weit entfernt. Ein Wechselbad der Gefühle, bei dem man sich manchmal selbst sehr nahe kommt. Der Bayerische Wald hat unendlich viele Facetten. Wer achtsam unterwegs ist, darf sich inspirativen Seelenzuständen sicher sein. Deshalb ruhig öfter mal vom Sattel steigen, Innehalten, dem Vogelgewzwitscher, Windgeräuschen und plätschernden Bächen lauschen. Sauerstoffreiche Wälder, glasklare Seen, mäandernde Bäche und beeindruckende Panoramablicke wirken auf Geist und Seele unbandig beruhigend.

Unlängst brachte eine Studie die Erkenntnis hervor, dass nur eine Woche Bewegung im Wald die Entzündungsparameter im Blut signifikant absinken lassen, und der Körper vermehrt junge Immunzellen bildet bzw. ältere absondert. Dicht bewaldete Naturregionen wirken daher wie ein wahrer Gesundbrunnen. Wer hier urlaubt bzw. seinem Fahrspaß freien Lauf lässt, betreibt eine rezeptfreie Gesundheitsvorsorge, welche obendrein die Virenabwehr stärkt. Sogenanntes "Waldbaden" ist ein wahrer Genuss für alle Sinne. Mit anderen Worten: wer die TRANS BAYERWALD stressfrei im angenehmen Tempo befährt, wird neben einem Formschub auch mit einer nachhaltigen kognitiven Horizonterweiterung belohnt. 

Was den eigentlichen Reiz der TRANS BAYERWALD ausmacht ist die Mischung aus moderaten und anspruchsvollen Anstiegen/Abfahrten auf stillen Waldpfaden, knarzenden Schotterpisten, samtigen Wiesenwegen und schroffen wie flowigen Singletrails. Der abwechslungsreiche Streckencharakter hält die Sinne permanent auf Hab-Acht-Stellung. Unberührte Naturlandschaften, phänomenale Ausblicke und malerische Kleinode tun ihr übriges. Ein Naturerlebnis, das den Vergleich mit einer TRANS ALP nicht zu scheuen braucht. 

Neben den fichtenreichen Hochwäldern erstrecken sich dort auch noch ökologisch wertvolle Hochmoore mit Moorseen wie dem Latschensee und ehemalige Hochweiden, die sogenannten Schachten, die sich auf der tschechischen Seite im Böhmerwald noch weiter ausbreiten.

Gemeinsam mit dem böhmischen Šumava bildet der Bayerische Wald das größte zusammenhängende Waldgebirge Mitteleuropas. Als einzigartiges Beispiel für Ökologie und Nachhaltigkeit gibt er nahezu ausgestorbenen Tierarten wie dem Wolf, Luchs oder Fischotter ein Zuhause. und dem Menschen ein 

 Der Falkenstein-Radweg stellt von Regensburg aus eine Direktverbindung zur TRANS BAYERWALD Südroute her. 

Südroute

Die Südroute verläuft von Furth im Wald über die MTB-Hotspots Sankt Englmar und Bischofsmais nach Passau und orientiert sich von der 4. bis 7. Etappe in östlicher Richtung entlang des Donaukamms. Die Route verläuft innerhalb der Regierungsbezirke Oberpfalz / Niederbayern und tangiert dabei die Landkreise Cham, Schwandorf, Straubing-Bogen, Deggendorf, Regen, Freyung-Grafenau und Passau. Besonders erfreulich ist, dass jede Tagesetappe ihren ureigenen Charm samt streckenspezifischer Eigenheiten aufweist. Aus diesem Grund kommt letztlich auch nicht der Hauch von Langeweile auf.

Die Initiatoren charakterisieren die Trans Bayerwald als mehrtägige Reiseroute, deren Konzeption auf Nachhaltigkeit und Naturverträglichkeit fußt. Noch ein Wort zum Verhältnis zwischen Natur- und Wegenutzern: sind Begegnungen von freundlicher Begrüßung, Small Talk, gegenseitigem Respekt, Toleranz und Rücksichtnahme getragen, bleibt ein konfliktfreies und harmonisches Miteinander in freier Natur gewahrt.

4. Etappe

Der Vordere Bayerische Wald in der Region Falkenstein gibt streckenmäßig schon mal einen Vorgeschmack auf das, was einem auf der langen Route erwartet. Auf dem hügeligen Profil, das fahrtechnisch relativ einfach zu befahren ist, lässt sich in der herrlichen Naturlandschaft prima "Strecke machen". Ein echter Appetizer, der Lust auf mehr macht....

Allerdings wird auch klar, umso tiefer man in den Bayerischen Wald vordringt, desto länger, steiler und technischer werden die Uphills & Downhills. 

 Sofern das Wetter mitspielt und genügend Zeit bleibt, der kann sich im Freibad Falkenstein von den Strapazen erholen, um für den nächsten Etappentag fit zu sein.  

Der Casus Knacksus der 4. Etappe (Falkenstein - Sankt Englmar) liegt im knackigen Schlussanstieg. Nach Querung des Donau-Regen-Radwegs türmen sich ab Haibach auf einer Streckenlänge von 12 km gut 700 Höhenmeter auf, d.h. knapp die Hälfte der Gesamthöhenmeter dieser Etappe verdichten sich in diesem Streckenabschnitt. Sofern es das Wetter erlaubt und genügend Zeit verbleibt kann im Freibad Haibach (449 m) relaxen, bevor der Hammeranstieg nach Sankt Englmar (900 m) motiviert unter die Stollen-Pneus genommen wird. 

 Sankt Englmar gilt mit Fug und Recht als MTB-Hotspot im Bayerwald. Das weit verzweigte Trailnetz (S0 - S3) zieht seit Jahren Herscharen begeisteter Biker an. Angefangen vom über vier Kilometer langen Singletrail-Parcours am Predigtstuhl über den Mühlgrabenweg bis hin zu den Hirschenstein-Trails kann man hier bis zum Abwinken lustbetont seine Kreise ziehen. 

5. Etappe

Die 5. Etappe lässt ab Ödwies (1030 m) Biker-Herzen höher schlagen. Die Hirschenstein-Trails sorgen via Grandsberg auf einer Abfahrt von 10 km nach Bernried für glücksberauschende Hormonausschüttung. Es sind genau jene endorphinanreichernde Trailpassagen, die samt überwältigender Aussichtspanoramen für vergossenen Schweiß kräftezehrender Uphills entschädigen.

In Grandsberg (850 m.ü.N.N.) genießt man einen faszinierenden Ausblick über die gesamte Gäuboden-Ebene. Einer Einkehr beim urigen Berggasthof Menauer bzw. dessen Biergarten-Terrasse in herrlicher sonniger Südhanglage mit Sicht über die Donauebene, kann man schwerlich widerstehen.  

Mit Sankt Englmar und dem Geisskopf (Bikepark) nahe Bischofsmais weist die 5. Etappe zwei hochkarrätige MTB-Hotspots auf, die dank einer Vielzahl verflochtener Trailrouten und unzähligen Abfahrten im Schwierigkeitsbereich von S0-S3 keine Wünsche offen lassen. Auch auf dieser Etappe erwartet den emsigen Bergradler ein deftiger Anstieg im finalen Schlussdrittel. Keine Gnade für die Wade, denn die steilen Flanken des Graflinger Tals - via Naturfreundehaus Loderhart - Landshuter Haus - hinauf zum Geißkopf mit seinem schindelverkleideten Aussichtsturm, hält in dem 19 km langen Steigungsabschnitt knackige 920 Höhenmeter parat. 

Bis zum Naturfreundehaus Loderhart zirkelt sich im dichten Mischwald die Schotterstraße nach oben. Das Berghaus Loderhart (924m) liegt inmitten einer Waldlichtung im so genannten Deggendorfer-Vorwald. 

Mit dem Naturfreundehaus Loderhart, dem Landshuter Haus und mit der Geisskopfhütte befinden sich im engeren Umfeld mehrere Einkehrmöglichkeiten, was aber nicht unbedingt heißt, dass alle geöffnet haben. Nun folgt ein technisch anspruchsvoller Trail-Uphill, vorbei am Dreitannenriegel (1090) m ü. NHN zum Riegelsattel. Der verblockte Pfad ist ein echter Kraftakt, der fahrtechnisch wie konditionell die Spreu vom Weizen trennt.

Kurzer Abstecher zum Dreitannenriegelgipfel. 

Das Landshuter Haus (1018 .ü.NN) auf der Oberbreitenau ist ein beliebtes Ziel für Wanderer, Mountainbiker und Ausflügler. Eingebettet zwischen Breitenauerriegel, Einödriegel (1121 m) und Geißkopf lädt das Bergwirtshaus samt großzügiger Sonnenterrasse mit herrlichen Weitblick ins Donautal zur gemütlichen Rast ein. 

Einst befand sich hier das Bergdorf Oberbreitenau, von dem heute lediglich nur noch Mauerreste übrig sind. Das Leben in dieser Höhe war zu hart, bzw. zu unwirtschaftlich, um auf Dauer in dieser Höhenlage leben zu können.

Die Geißkopfhütte befindet sich in 1.097 m Höhe, am gleichnamigen Berg und MTB ZONE - Bikepark Geisskopf. Nun folgt eine 9 km lange Abfahrt (530 Tiefenmeter) - via Schleife zum Teufelstisch - hinab nach Bischofsmais, wo die Querverbindung nach Rabenstein abzweigt.

  Wer Zeit und Lust auf Tiefenmeter-Shredden hat, bekommt im MTB Zone Bikepark Geisskopf 12 schwierigkeitsabgestufte Trailabfahrten geboten deren Ausgangspunkt bequem mit einer Sesselbahn erreicht werden. Abgesehen davon führen durch die dicht bewaldete Gegend neben der TRANS BAYERWALD weitere MTB-Touren, weshalb sich der Ferienort Bischofsmais als "vollwertiger" MTB-Hotspot etabliert hat. 

6. Etappe

Von Bischofsmais führen stille Waldpassagen rauf zum Ruselabsatz. Von dort aus verläuft ein teils anspruchsvoller bisweilen auch ein flowiger Trail hinab ins Lallinger Tal. Es sind genau jene endorphinanreichernde Trailpassagen, die samt überwältigender Aussichtspanoramen für vergossenen Schweiß kräftezehrender Uphills entschädigen. Die 13 km lange Abfahrt kredenzt im Deggendorfer Land 625 Tiefenmeter die richtig Laune machen.

Der große "Brocken" auf dieser Etappe ist der Brotjacklriegel, den man durch den hohen Sendemasten schon von weitem im Blick hat. Von der Talsenke der Hengersberger Ohe bei Watzing sind bis zum Gipfel 745 Höhenmeter zu erklimmen. Die schattige Forststraße windet sich nach Langfurth Kehre um Kehre den Berg hinauf. Ab Langfurth wird der asphaltierte Brotjacklweg bis zum Hochplateau - wo sich der Abstecher zum Gipfel befindet - giftig steil (18%). 

Der 1011 m hohe Brotjacklriegel ist das absolute Highlight dieser Etappe. Auch wenn der zermürbende Anstieg an die Substanz geht, ist der Abstecher des 1 km langen Stichwegs (100 hm) zum Gipfel definitiv lohnenswert. Zum einen bietet das bewirtschaftete "Turm-Stüberl" mit Biergarten nach dem anstrengenden Anstieg eine willkommene Einkehrmöglichkeit. Zum anderen erwartet einem auf dem 27 m hohen Aussichtsturm ein wirklich faszinierendes "Wow-Erlebnis", das sich neuronal ins Langzeitgedächnis einbrennt. Wer den Obolus (Erwachsene 1,00 €, Kinder 0,50 €) an den Bayerischen Wald-Verein entrichtet und die Treppengalerie von 127 Stufen überwunden hat, wird bei günstiger Wetterlage mit einem überwältigenden Ausblick belohnt. Das einzigartige Rundum-Panorama erstreckt sich vom bayerisch-böhmischen Grenzkamm mit seinen Gipfeln Großer Osser, Großer Arber, Falkenstein, Rachel, Lusen und Dreisessel, über das Passauer Land und die Donauebene bis zu den Vorgebirgen der Alpen am Horizont. 

Bereits 1839 errichteten der Pfarrer und zwei Gastwirte aus Langfurth den ersten Aussichtsturm, der 1925 durch die heutige 27 Meter hohe Holzkonstruktion ersetzt wurde. Allerdings wird das historische Wahrzeichen des Brotjacklriegel vom Stahlbeton-Sendemast des Bayerischen Rundfunks um ein Mehrfaches überragt. Der erste Sendemast (1951) von 48 m Höhe wurde 1959 durch den heutigen 128 m hohen Stahlbetonturm ersetzt.  

Der Name Brotjacklriegel beruht auf einer Sage, wonach sich im Dreißigjährigen Krieg ein Bäcker, der Brot-Jackl, auf dem Berg versteckt hielt. Vermutlich ist der Name aber auf Vermessungsarbeiten der Franzosen unter Napoleon zurückzuführen, als wegen eines Missverständnisses des bairischen „Broada Jaga-Riegel“ (breiter Jägerriegel) stattdessen Brotjacklriegel dokumentiert ist. 

Der "DU-Stein" markiert kurz vor dem Gipfel des Brotjacklriegel die 1000–Meter–Höhenlinie. Neben dem topografischen Hinweis setzt der Felsblock zugleich ein zwischenmenschliches Zeichen. Demzufolge ist es über einer Höhe von 1.000 Meter Brauch, vom "Sie" zum kameradschaftlichen "Du" überzugehen. 

Danach geht es fluffig durch den Sonnenwald und mit Ausblicken ins Donautal weiter zur Marktgemeinde Eging am See. 

7. Etappe

Die relativ leichte Schlussetappe löst spürbar die Daumenschrauben, worüber sich die malträtierte Beinmuskulatur nach mehreren Tausend Höhenmetern wohl am meisten freut. Klar tut der entspannte Natur- und Fahrgenuss auch der Psyche gut, wenngleich sich trotzdem noch finale 700 Höhenmeter in den Weg stellen.

Mit Zielankunft auf dem Georgsberg oberhalb der Dreiflüssestadt Passau zieht die TRANS BAYERWALD ihr finales Ass aus dem Ärmel. Im Angesicht der 800 Jahre alten "Veste Oberhaus" - ein imposantes europäisches Kulturdenkmal und ein beeindruckendes Ensemble historischer Baukunst - setzt die Südroute mit dem faszinierenden Panoramablick auf die malerische Altstadt von Passau und den Zusammenfluss von Donau, Inn und Ilz einen unvergesslichen Schlußpunkt.

Nicht ganz ohne Melancholie heißt es von der TRANS BAYERWALD Abschied nehmen. Oder etwa doch nicht? Wer auf den Geschmack gekommen ist, kann die Nordroute auf seine To do Liste setzen, die hier ihren Ausgang nimmt.

Nach dem erfolgreichen Abschluß der TRANS BAYERWALD ist die Zeit reif, leer gefegte Energiespeicher aufzufüllen, mit Freunden anzustoßen und in aller Ruhe die Tour Revue passieren zu lassen. Nun heißt es, sich von den Strapazen erholen und die Beine hochlegen. Den Cappuccino, Eis oder Bierchen hat sich der "Trans Bayerwaldler" redlich verdient!

Fazit: Die TRANS BAYERWALD ist in der Tat ein unvergessliches Outdoor-Abenteuer und ein großartiges Naturerlebnis. Wer ein außergewöhnliches Bike-Erlebnis mit dem besonderen Kick sucht, setzt den grandiosen Langstrecken-Geländetrip auf seine To-do-Liste. Und wie es Biker gewönlich zelebrieren kommt das Beste meist zum Schluss. Sich ausgemergelt nach tougher Action in urigen Berghütten und gemütlichen Gasthäusern kulinarisch verwöhnen zu lassen ist nun mal der Himmel auf Erden. Noch dazu, wo Gastfreundschaft gelebt und mit offenen Armen herzlich empfangen wird.