Radfahren - das Wunderpräparat für Körper, Geist und Seele

Die Öffnung von Biergärten, Gastronomie und Tourismus ebnet ein stückweit den Weg zur Normalität. Seit Pfingsten haben Hotels wieder für Touristen geöffnet. Allerdings gelten nach wie vor strenge Hygieneregeln.

Überdies haben sich Bund und Länder grundsätzlich darauf verständigt, dass die Kontaktbeschränkungen wegen der Coronavirus-Pandemie bis zum 29. Juni verlängert werden.

Sechste Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung

Die Bayerische Staatsregierung kündigte am 22. Juni weitere Lockerungsmaßnahmen zur schrittweisen Annäherung an die Normalität an.

Nach einer positiven Bestandsaufnahme nach den Pfingstferien und einer stabilen Entwicklung des Infektionsgeschehens im Zuge der Coronakrise hat die Bayerische Staatsregierung weitere Maßnahmen des Sportlebens beschlossen, die ab dem 22. Juni in Kraft treten. Basis aller Lockerungen ist weiterhin das Einhalten einer Abstandsregelung von mindestens 1,5 Metern sowie eine Maskenpflicht in bestimmten öffentlichen Bereichen. Ebenso sollte in geschlossenen Räumen weiterhin für ausreichend Belüftung gesorgt werden.

Laut Bericht aus der Kabinettssitzung vom 16. Juni 2020 der Bayerischen Staatsregierung:

"Im Bereich des Sports kann ab dem 22. Juni 2020 die Wiederaufnahme des Lehrgangsbetriebs erfolgen. Die bislang geltenden Obergrenzen für den Outdoor- und Indoor-Sport (bisher 20 Personen) werden aufgehoben. Die künftige Teilnehmerbegrenzung ergibt sich für den Innen- und Außenbereich aus den jeweiligen konkreten räumlichen Rahmenbedingungen (Raumgröße, Belüftung)."

Somit wurde die bisher geltende Personenbegrenzung für Gruppenausfahrten im Freien aufgehoben. 

 Bei zu geringem Abstand (Windschattenfahren) gilt zu beachten, dass durch ausgeatmete Viren-Aerosole latentes Infektionsrisiko besteht (siehe Studie »Social Distancing v2.0: During Walking, Running and Cycling«). 

Für die bisher zulässige Gastronomie wird ab 22. Juni 2020 die zulässige Öffnungszeit auf 23 Uhr verlängert.

Rückblende

Im Gegensatz zu anderen Ländern, in denen die Maßnahmen zur Eindämmung von Covid-19 deutlich restriktiver sind, ist in Deutschland Individualsport als Teil der Gesundheitsprävention unter Einhaltung gewisser Bedingungen trotz »Ausgangsbeschränkung« bzw. »Kontaktbeschränkung« erlaubt. Das Verlassen der Wohnung ist nicht nur beispielsweise etwa zur Arbeit, zum Einkaufen oder Arztbesuch zulässig, sondern Sport und Bewegung an der frischen Luft darf - sofern dies alleine oder mit Angehörigen des eigenen Hausstandes und ohne jede sonstige Gruppenbildung geschieht - genauso betrieben werden. Bevor sich also Lagerkoller breit macht bzw. der omnipräsente "Corona-Informations-Overflow" zu sehr am Nervenkostüm zerrt ist es an der Zeit für Ablenkung bzw. Glücksmomente zu sorgen, um sein seelisches und körperliches Gleichgewicht wieder ins Lot zu bringen.

Zahlreiche Studien belegen, dass Bewegung bzw. Sport sowohl das physische wie psychische Wohlbefinden fördern. Laut Meinung zahlreicher Experten spricht auch in Zeiten der Coronakrise nichts gegen Bewegungsaktivität an der frischen Luft, vorausgesetzt man hält sich an die geltenden Vorschriften. Radfahren hat den Vorteil einer ganzheitlichen Wirkung, denn es hält nicht nur körperlich fit sondern stärkt in erheblichem Maß auch die Psyche. Gerade jetzt, wo trennendes "Social Distancing" Vereinsamung, Antriebslosigkeit bis hin zur Depression auszulösen vermag und sich melancholische Schwerenot wie ein bleierner Schleier auf die Seele legt, verordnet sich mit erquickenden Radtouren geradewegs eine Art "Naturheil-Therapie". Mit jeder Kurbelumdrehung erleichtert man sich von Gedankenballast und genießt in vollen Zügen aufkeimende Lebensfreude. Dies bringt das Herz- Kreislaufsystem in Schwung, versorgt die Lunge mit frischem Sauerstoff, befreit von Kummer und Sorgen und stärkt obendrein zu guter Letzt das Immunsystem. Radfahrer betreiben defacto eine perfekte Gesundheitsvorsorge. 

Bereits die Römer erkannten vor 2000 Jahren, dass in einem gesunden Körper auch ein gesunder Geist wohnt! Wirkungsvoller als bei einem romantischen Radausflug, bei dem ein Gang zurückgeschaltet, stressless entlang grüner Weiden, duftenden Obstgärten, rauschenden Flüssen, romantischen Seen, mäandernden Bachläufen oder sauerstoffreicher Waldidylle dahingegondelt wird, kann man Sorgen und Hektik kaum entkommen. Betört sein vom Duft der Blüten, Wiesen, Felder und Wälder zeigt, dass man nicht nur im Wortsinn auf dem rechten Weg ist. Radfahren – so scheint es – ist ein geeignetes Mittel, ganzheitliche Kräfte wie Phönix aus der Asche zu aktivieren. Selbstzufrieden durch abwechslungsreiche Landschaft wandeln, das Gefühl von Freiheit auskosten und den Geist für die schönen Dinge des Lebens öffnen.

 Das Politmagazin <Kontrovers> (BR Fernsehen) zeichnet mit dem Fernsehbericht <Die Story> eine Chronologie der Corona-Entwicklung in Bayern nach. Zum Youtube-Video-Clip einfach rechts auf den Button klicken.