E-MOUNTAINBIKE Print-Edition 2020

Rechtzeitig zum herbstlichen Schmuddelwetter bietet die neue E-MOUNTAINBIKE Print-Edition 2020 allen E-Bike-Fans bzw. jene die es werden wollen eine ultimative Testbibel im hochwertigen Print-Format. Geballtes Fachwissen wird ansprechend aufbereitet und feinsäuberlich nach Themenschwerpunkte gegliedert auf 250 Seiten vermittelt.

Gerade in der nasskalten "Sauren-Gurken-Zeit", wenn die Lust nach Outdoor-Experience gegen Null tendiert bietet sich die Alternative, die E-MOUNTAINBIKE Print-Edition 2020 beim gemütlichen Couching interessiert durch zu schmökern. Neben 35 E-MTB-Tests, interessanten Vergleichstest der 7 gängigsten E-MTB-Motoren sowie umfassender Kaufberatung gibt es dazu jede Menge Know-how, Tipps und angesagte E-MTB-Trends. Sowohl eingefleischte E-Mountainbike-Freaks als auch Neueinsteiger erhalten einen aktuellen Überblick, um über neueste Entwicklungen up to date zu sein. Dabei mag der ironische Warnhinweis auf Seite Eins nicht ganz aus der Welt gegriffen sein: „… Das Lesen der E-MOUNTAINBIKE Jahresausgabe könnte deinen Geldbeutel nachhaltig belasten …“

Ein weiterer Schwerpunkt der Print-Edition ist das Kapitel „New Generation“, das die Vielfalt des E-Mountainbikens zelebriert und neue Bike-Gattungen unter die Lupe nimmt, welche diverse Fahrertypen ansprechen. Zitat: "Light-E-MTBs lassen sich fahren, als hätten sie gar keinen Motor, Offroad-Tiefeinsteiger machen das E-Mountainbike einer breiteren Masse zugänglich und SUV-E-MTBs sowie Cargo-Bikes bringen ein neues Lebensgefühl in deinen Alltag". Überdies widmet sich das Werk auch den Kids-E-Bikes sowie dessen Equipment und enthält aufschlussreiche Berichte über Connectivity, smarte Softwarelösungen und moderne Diebstahlsicherung.

Besonders erfreulich: Der Kauf dieser Jahresausgabe ist mit einer Umweltschutzaktion verknüpft, da der Herausgeber für jede verkaufte Print-Edition einen Baum pflanzt! Zur Bestellung der E-MOUNTAINBIKE Print-Edition 2020

E-MOUNTAINBIKE KOMBI ANGEBOT

Wer noch keine 2019er Print-Edition besitzt kann feinsten E-MTB-Lesestoff im reduzierten Doppelpack preisgünstig erwerben. Zwei Jahresausgaben, dessen knapp 500 Seiten reichlich Raum für Inspiration bieten und dessen Kaufberatungstipps einem möglichen Fehlkauf vorbeugen.

Derzeit wird die 2020er + 2019er Ausgabe der E-MOUNTAINBIKE Print-Edition im Kombi-Paket für 20 Euro angeboten (solange der Vorrat reicht). Versand nach Deutschland ist kostenlos. Zum Kombi-Angebot 

Der E-Mountainbike-Sektor boomt seit mehreren Jahren, wobei die Corona-Pandemie den Absatzmarkt dieses Jahr zusätzlich befeuert hat wie neueste Statistikzahlen belegen. Immerhin stufte die Bundesregierung die Zweiradbranche zur Zeit der Ausgangsbeschränkung sogar als Systemrelevant ein. Allerdings erschwert die wachsende Produktvielfalt eine optimale Kaufentscheidung, die indivduelle Kriterien und Bedürfnisse berücksichtigt. Fragwürdige Kaufargumente und verführerische Werbebotschaften machen es zudem nicht einfacher Fehlentscheidungen hundertprozentig auszuschließen. Das aufwendig produzierte Format macht die Jahresausgaben jedenfalls zum Must-have bzw. zum begehrten Sammelobjekt, zumal die E-MOUNTAINBIKE Print-Edition mit Fachkompetenz überzeugt.

Neue e-MTB-Gattungen

Der e-MTB-Markt hat in den letzten Jahren ultraschnelle Innovations-Zyklen mit dem Ergebnis durchlaufen, dass sie in Sachen Performance regelrechte Quantensprünge machten. Dazu "wildern" e-MTB's zunehmend in Marktsegmenten, die vormals Analog-Bikes vorbehalten blieben. Allen voran das sportive Segment, das - über alle Altersschichten hinweg - rasant Marktanteile gewinnt. Eine Entwicklung, die zwischenzeitlich eine eigennständige "e-MTB Light-Gattung" begründet, welche sich strikt dem Leichtgewichtskonzept verschrieben hat. Erreicht wird dies in erster Linie durch die Verwendung kleinerer Motoren und leichteren Akkus. MTB-Ingenieuren wurde ins Lastenheft geschrieben: das Gewicht so leicht als möglich und den Akku so groß als nötig zu konstruieren, um den Spagat zwischen zwei Welten zu schließen. Konkret soll der Fahrer moderat unterstützt werden, ohne dass die Agilität träge wirkt bzw. geschmeidiges Abfahrts-Handling eingebüßt wird, so wie man es bisher von schwereren "Dickschiff-e-MTB's" her kennt. 

Light-e-MTB's verfügen meist 250 Wh oder 320 Wh Akkukapazität. Dass man damit ohne ein Mindestmaß an körperlichem Einsatz keine allzu große Sprünge machen kann versteht sich von selbst. Eine Tatsache, aus der sich eine wichtige Grundvoraussetzung ergibt. Nämlich die, dass die sportive e-MTB-Phalanx nach einem erfahrenen und vor allem fitten Fahrer verlangt. Schlussendlich spielt für die Reichweite - aufgrund der geringeren Akku-Kapazität und schwächerem Motor - die eigene Muskelkraft eine größere Rolle, als dies bei herkömmlichen e-MTB's der Fall ist.

Interessant ist die Erkenntnis aus einer Leserumfrage der E-MOUNTAINBIKE von 2019 (11.000 Teilnehmer): die Befragung ergab, dass die wenigsten e-MTB'ler ihre maximal verfügbare Unterstützung (ständig) nutzen. 53% der Befragten gaben an, vorzugsweise im energiesparenden Eco- oder Tour-Modus unterwegs zu sein, währenddessen nur 5% den stromfressenden Turbo-Modus dauerhaft einschalten.

Wie weit die Produktentwicklung fortgeschritten ist, macht ein Konzeptvergleich zwischen dem Specialized Levo SL und dem unmotorisierten Pendant Specialized Stump Jumper deutlich. Bezüglich Handling rückt das 17 Kilogramm schwere S-Works Levo SL gegenüber dem nur rund 3 kg leichteren "Stumpy" in Sachen Fahrverhalten gehörig auf die Pelle. In manchen Bereichen fühlt sich das satte Fahrgefühl des Levo SL teilweise ebenbürtig oder sogar überlegen an. Im Vergleich zu den landläufigen Levo-Modellen bringen die agileren Leichtgewichte rund vier Kilo weniger auf die Waage. Da drängt sich für manch passionierten Biker schon die Frage auf, ob eine abgespeckte "e-Variante" nicht doch die bessere Wahl ist als ein konventionelles Mountainbike (zumal das körperliche Leistungsvermögen mit steigendem Lebensalter abnimmt). 

Während das "normale" Levo seinen Rider mit satten 530 Watt und 90 Newtonmeter Maximalleistung verwöhnt, sind es beim Levo SL nur magere 240 Watt und 35 Nm Peak-Power. Allerdings arbeitet der filigrane SL-Motor - der übrigens vom deutschen Automobilzulieferer Mahle mit Sitz in Stuttgart gebaut wird - außerst effizient (stellt geringere Leistung bereit). Ob das Versprechen von Specialized jedoch tatsächlich zutrifft dieselbe Reichweite wie mit dem potenteren Levo-Bruder zu erzielen bedarf einer neutralen Überprüfung (Praxistest). Wer indes höher bzw. weiter hinaus will hat noch die Möglichkeit, einen rund 1000 Gramm schweren Zusatzakku („Range Extender“) mit 160 Wh in den Flaschenhalter zu platzieren   (Reichweitensteigerung 150 Prozent).

Herzstück des Specialized Turbo Levo SL ist der in der Schweiz selbst entwickelte „SL-1.1“-Motor, welcher mit verändeter Software auch im E-Rennrad Specialized Creo eingesetzt wird. Mit einem Gewicht von nur 1950 Gramm wiegt er nur knapp die Hälfte eines „normalen“ E-MTB-Motors. Selbst zum ohnehin schon leichten Motor im herkömmlichen Turbo Levo ist er rund 1100 Gramm bzw. im Vergleich zum „Leichtmotor“ Fazua Evation fast 1 Kilogramm leichter. 

Allerdings hat die Low-Cost-Abmagerungskur seinen Preis: Specialized-Levo SL- Modelle variieren zwischen 5.999 (Levo SL Comp) und 12.999 Euro für das S-Works Levo SL. Für die High-End-Speerspitze - das auf 250 Stück limitierte „Founder’s Edition“ - werden gar 14 999(!) Euro abgerufen.

Fazit

Die jüngste e-bike-light-generation lässt die Herzen höher schlagen, da sie in Punkto Agilität und Performance den klassischen "Analog-Trailbikes" erstaunlich nahe kommen. Ein konstruktionstechnischer Erfolg der das Gros der Touren- und Trail-Fans anspricht, weil sie ihre Vorlieben und Bedürfnisse weitestgehend erfüllt sehen. Kombiniert mit "gedimmter" Bergaufhilfe bieten die Light-Modelle unterm Strich definitiv jede Menge Spaß- und Aktionspotential. 

Neben Specialized haben beispielsweise auch Lapierre, Nox und Fokus den Leichtbautrend im e-MTB-Sektor erkannt und bieten ebenfalls interessante "Light-Kost-Produkte" an. Die jüngste Generation der Leichtbau-e-MTB's schlägt die Brücke zum klassischen Trailbike wodurch die Grenzen zusehenst verschwimmen. Allemal eine spannende Entwicklung, die nicht nur ungeahnte Perspektiven für unterschiedlichste Fahrertypen eröffnet sondern ein unerschöpfliches Entwicklungspotential für die Zukunft bietet.