»Nationalpark Ferienland Bayerischer Wald« - für Radtouristen ein wahres Filetstück der Natur

Warum in die Ferne schweifen wenn das Gute liegt so nah? Mag klischeehaft klingen, doch für gewisse Urlaubsregionen in unserem Land hat der Spruch durchaus seine Berechtigung. Blicken wir in den Bayerischen Wald, der mit dem Böhmerwald das größte zusammenhängende Waldgebirge Mitteleuropas bildet. Ein Filetstück bildet hiervon der »Nationalpark Ferienland Bayerischer Wald« im Landkreis Freyung Grafenau, wo man auf echten "Crème de la Crème-Routen" ursprüngliche Natur mit allen Sinnen erfahren kann. Dass naturverbundene Tourenradler hier ins Schwärmen geraten versteht sich von selbst. 

Das Suchtpotential ist enorm, weil entschleunigte Genußtouren entlang plätschernder Bäche in den (Ur-) Wäldern auf Schritt und Tritt Fahrspaß pur bieten. Obendrein atmet man hier einer der reinsten Luftqualitäten Deutschlands. Am schönsten zeigt sich die farbenprächtige Naturlandschaft im Herbst, wenn der Jahreszeitenwechsel das Radparadies zum regelrechten Schaufenster dekoriert. Schon nach wenigen Kurbelumdrehungen ist man von den faszinierenden Eindrücken hin und weg. Abschalten - Ankommen - Genießen - und flugs kommen Körper, Geist und Seele ins Lot. Ob gemächliches Bahntrassenradeln auf dem Adalbert-Stifter-Radweg, oder grenzüberschreitend auf dem Dreiländer-Radweg vom romantischen Tal der Kalten Moldau via Schwarzenberger Schwemmkanal ins österreichische Mühlviertel, oder auf dem Nationalpark-Radweg die Nationalparke Šumava und Bayerischer-Wald erkunden oder der umbenannte Donau-Moldau-Radweg auf dem Plan steht - eines ist sicher: das hochkarrätige Tourenpotential im »Nationalpark Ferienland Bayerischer Wald« mitsamt dem grenznahen Böhmerwald ist gigantisch. 

Schlaue Tourenradler wissen die Gunst der Stunde zu nutzten und peilen im Herbst nebelfreie Hochlagen an. Besonders die Mittelgebirgshochlagen im »Nationalpark Ferienland Bayerischer Wald« bieten bis weit in den November hinein phantastische Bedingungen. Während in Flussniederungen und Tallagen zähe Nebelschwaden wabbern, strahlt auf den Bergen häufig die Sonne und bietet dazu grandiose Aussichten.

Rundtouren die zum Moldaustausee, Plöckensteiner See führen oder eine Gipfelstürmung zum Dreisessel oder Haidel - das Tourenangebot ist derart und abwechslungsreich, dass es dem Glücksgefühl, der Inspriration und Selbstfindung Tür und Tor öffnet.

Warum Radtouren rund um den Haidel und Dreisessel, dem Moldaustausee, Nationalpark Šumava und Nationalpark Bayerischer Wald emotionale Höhenflüge entfachen liegt klar auf der Hand. Eben weil die einzigartige Landschaft nach der Nationalparkphilosophie "die Natur Natur sein lassen wie sie ist" und diese sich frei nach ihren Naturgesetzen entwickeln darf wie nirgendwo sonst zwischen Atlantik und Ural - bietet diese Region in Ostbayern eine nahezu unberührte Kulisse. Profiteur einer intakten Naturlandschaft ist der naturverbundene Mensch, weshalb dem Dreiländereck das Edikett <Radparadies> völlig zu Recht zusteht. 

Hinzu kommen Rad- und Fußgänger-Grenzübergänge, die im wahrsten Sinne des Wortes grenzenlosen Radlspaß bieten. Seit dem Fall des Eisernen Vorhangs erweitern die Übergänge Haidmühle, Finsterau, Plöckenstein (CZ/A), Marchhäuser, Bayerisch-Eisenstein und Ferdinandsthal maßgeblich den Aktionsradius. Das Mittelgebirgsprofil gibt es zwar nicht zum "Nulltarif", doch mit E-Bikes erklimmen mittlerweile auch leistungsschwächere Radler den Dreisesselgipfel oder den Haidel schon fast mühelos. Auch der Radsport blickt in der bergigen Region auf eine lange Tradition zurück. So erfreut sich der »Freyunger Dreiänder-Radmarathon« oder die »Nationalpark-Dreisessel- Radrundfahrt« großer Beliebtheit.

Wer ein attraktives Radparadies sucht sollte die Region am Grenzkamm des Bayerischen Wald bzw. Šumava auf dem Schirm haben. Für Mountainbiker gibt es neuerdings ein ganz besoderes Schmankerl: die 361 km lange Nordroute der beschilderten »TRANS BAYERWALD« führt sage und schreibe 163 km allein durch den Landkreis Freyung-Grafenau. In diesem Sinne bleibt nur noch viel Kurbelspaß im wildromantischen Naturidyll des Grünen Dach Europas zu wünschen.

Haidel Tour Video