Das Natur-Juwel »Nationalpark Ferienland Bayerischer Wald«

Urlaub daheim - dort wo man sich am wohlsten und tief verwurzelt fühlt. Heimat ist im besten Fall jene Region, wo das Herz zuhause ist. Doch wer kann von sich allen Ernstes behaupten, sein Heimatland bis in den letzten Winkel zu kennen? Es gibt unzählige unentdeckte Fleckchen - sprich Neuland - das man noch nie bereist oder mit dem Rad befahren hat. Wieso also in die Ferne schweifen wenn das Gute liegt so nah? Klingt klischeebehaftet, aber für manche Urlaubsregionen trifft der abgedroschene Spruch dennoch ins Schwarze. 

Der Coronavirus hat den Lebensnerv des Tourismus hart getroffen, doch nun ist die Reset-Taste zum Neustart gedrückt. Kaum zu glauben, aber die Pandemie hat auch ihr Gutes. Der Ausnahmezustand hat vielen Menschen nämlich nicht nur die Augen geöffnet wie vielseitig Fahrräder einsetzbar sind und wieviel sie zur Nachhaltigkeit der Umwelt beitragen sondern gleichzeitig auch Heimatreviere als spannende Urlaubsdestination ins Rampenlicht gehievt. So schnell können sich selbst verstetigte Trends wandeln. Auch wenn Menschen die Sehnsucht nach Weite, Freiheit und Ferne verspüren, wird Deutschland wahrhaft als sicheres Reiseland empfunden. Wohlweislich beruhigend zu wissen, hierzulande ein modernes Gesundheitssystem und vorbildliche Hygienestandards vorzufinden, die ein hohes Maß an Sicherheit bieten. 

Endlich ist der Zeitpunkt gekommen, sich eine wohlverdiente Auszeit zu gönnen. Jetzt, wo Beherbergungsbetriebe in Bayern am 30. Mai für Touristen ihre Pforten öffnen, werden Urlaubsgäste mit offenen Armen empfangen. Während sich Bewohner im Alpenvorland ernsthafte Sorgen über einen möglichen Touristen-Ansturm machen, liegt Naturliebhabern im »Nationalpark Ferienland Bayerischer Wald« eine einsame, dünn besiedelte Naturlandschaft zu Füßen, die sich fern jeglicher Hektik mit Muße in aller Stille erkunden lässt. Wie sagt so schön der Volksmund: In der Ruhe liegt die Kraft. Verträumte Wälder, mystische Felsgesteinsformationen, mäandernde Bäche verfehlen ihre entspannende Wirkung nicht. Ein stressfreier Radurlaub, abseits von Ballungszentren und Touristenrummel ist gerade im Hinblick der belastenden Corona-Zeit das Non plus Ultra.

Raus aus Corona Schockstarre - rauf auf den Sattel - hinein ins heimatliche Naturvergnügen>. Das Schöne liegt näher, als man glaubt. Warum nicht dem bleiernen "Corona-Blues" an der frischen Luft einfach davon radeln? Radfreude zu erleben ist gesund, aktiviert die Selbstheilungskräfte und pusht die Laune. Was gibt's schöneres als hungrig und mit trockener Kehle vom Sattel zu steigen und im lauschigen Biergarten eine deftige Brotzeit vertilgen bzw. sich genüsslich eine Apfelschorle oder Bier zu gönnen. 

 Die 4. Bayerische Infektionsschutzmaßnamenverordnung erlaubt das Radfahren in Kleingruppen mit bis zu 5 Personen. Um nicht (unwissentlich) gegen die vom Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege verordneten Verhaltensregeln zu verstossen, sollte man über Vorschriften wie Schutz- und Hygienestandards, erlaubte Gruppengröße, Abstandsgebote etc. gut informiert sein. Aufgrund der außergewöhnlichen Situation empfiehlt es sich Unterkünfte - ggf. auch Lokalbesuche - möglichst im Voraus zu reservieren. Radfahren in Corona-Zeiten

Blicken wir in den Bayerischen Wald, der mit dem Böhmerwald das größte zusammenhängende Waldgebirge Mitteleuropas bildet. Zoomt man sich virtuell in das weitläufige Gebiet hinein, kommt der »Nationalpark Ferienland Bayerischer Wald« zum Vorschein, der eine Grenzlinie zu den Nachbarstaaten Tschechien und Österreich bildet. Für Radtouristen entpuppt sich im Landkreis Freyung-Grafenau ein wahres Filetstück ursprünglicher Natur, dessen Szenerie mit sauerstoffreichen Wäldern, saftigen Wiesenhängen, kargen Felswänden, gezackten Bergrücken, romantischen Flusstälern, plätschernden Gebirgsbächen, smaragdgrünen Bergseen und Quellen buchstäblich die Sinne verzaubert. Unlängst brachte eine Studie die Erkenntnis hervor, dass nur eine Woche Bewegung im Wald, signifikant die Entzündungsparameter im Blut absinken lassen und der Körper vermehrt junge Immunzellen bildet bzw. ältere absondert. Dicht bewaldete Naturregionen wie der Bayerische Wald wirken daher wie ein wahrer Gesundbrunnen. Wer hier urlaubt und beim Radfahren die aufkeimende Lebensfreude in vollen Zügen genießt, betreibt rezeptfreie Gesundheitsvorsorge, die sogar die Virenabwehr stärkt. Demzufolge überrascht es nicht, wenn Urlaubsgäste hier ein ums andere Mal ins Schwärmen geraten. Von faszinierenden Panoramablicken, die die Hochebenen bzw. zahlreichen Berggipfel bieten ganz zu schweigen. Wer ein abwechslungsreiches Radparadies sucht, tut gut daran die Naturregion am Grenzkamm des Bayerischen Wald bzw. Šumava auf dem Schirm haben.  

Entschleunigte Genußtouren entlang plätschernder Bäche in den (Ur-) Wäldern bzw. auf nivellierten Bahntrassen bereiten auf Schritt und Tritt Spaß. Dazu atmet man hier einer der reinsten Luftqualitäten Deutschlands. Am schönsten kommt die farbenprächtige Naturlandschaft im Herbst zur Geltung, wenn der Jahreszeitenwechsel das Radparadies zum regelrechten Schaufenster dekoriert. Abschalten - Ankommen - Genießen - und flugs kommen Körper, Geist und Seele nach faszinierenden Eindrücken ins Lot. Ob gemächliches Bahntrassenradeln auf dem Adalbert-Stifter-Radweg, oder grenzüberschreitend auf dem Dreiländer-Radweg vom romantischen Tal der Kalten Moldau via Schwarzenberger Schwemmkanal ins österreichische Mühlviertel, oder auf dem Nationalpark-Radweg die Nationalparke Šumava und Bayerischer-Wald queren - das großflächige Tourenrevier im »Nationalpark Ferienland Bayerischer Wald« - gekoppelt mit dem grenznahen Böhmerwald - ist fast unerschöpflich.

Leidenschaftliche Tourenradler wissen die Gunst der Stunde zu nutzten und peilen gerne nebelfreie Hochlagen an. Besonders die Mittelgebirgshochlagen im »Nationalpark Ferienland Bayerischer Wald« bieten von März bis weit in den November hinein phantastische Bedingungen. Während in Flussniederungen und Tallagen zähe Nebelschwaden wabbern, strahlt auf den Bergen häufig die Sonne und bietet dazu grandiose Aussichten.

Rundtouren die zum Moldaustausee und Plöckensteiner See führen bzw. den sagenumwobenen Dreisessel oder Haidel zum Ziel haben bieten genügend Nährboden für Genuss, Inspriration und Glücksgefühle. Eben weil die einzigartige Landschaft nach der Nationalparkphilosophie "die Natur Natur sein lassen wie sie ist" und diese sich frei nach ihren Naturgesetzen entwickeln darf wie nirgendwo sonst zwischen Atlantik und Ural - bietet dieses Fleckchen Erde noch eine weitestgehend geschützte Naturkulisse. Neben Flora & Fauna ist auch der Mensch - respektive Radfahrer - Nutznießer von der ursprünglich gebliebenen Umgebung. Deshalb darf sich die Region das Edikett <Radparadies> zu Recht ans Revers heften.

Etliche Rad- und Fußgänger-Grenzübergänge erweitern das Tourenpotential gewaltig. Insofern ist grenzenloser Radlspaß keine bedeutungslose Worthülse. Seit dem Fall des Eisernen Vorhangs dehnen die Grenzübergänge Haidmühle, Finsterau, Plöckenstein (CZ/A) und Marchhäuser den Routenspektrum maßgeblich aus. Natürlich fordert das kupierte Mittelgebirgsprofil das Konditionsvermögen heraus, doch der E-Bike-Boom vermag dem Nutzerkreis die Topographie in wundersamer Weise zu glätten. Der Akkuschub ermöglicht es auch Leistungsschwächeren bzw. Senioren, Mittelgebirgsgipfel nahezu mühelos zu erklimmen. Auch der Radsport blickt in der bergigen Region auf eine lange Tradition zurück. So erfreut sich der »Freyunger Dreiänder-Radmarathon« oder die »Nationalpark-Dreisessel- Radrundfahrt« großer Beliebtheit.

Wer ein attraktives Radparadies sucht sollte die Region am Grenzkamm des Bayerischen Wald bzw. Šumava auf dem Schirm haben. Mountainbiker finden indes mit dem 361 km langen "Flaggschiff" der »TRANS BAYERWALD« Entfaltungspotential en masse. Die Nordroute quert auf einer Länge von sage und schreibe 163 Kilometer den Landkreis Freyung-Grafenau. Im wahrsten Sinne des Wortes viel Holz, das im wildromantischen Naturidyll des Grünen Dach Europas reichlich Fahrspaß bietet.

Haidel Tour Video