Jubiäumsausgabe des 25. Glocknerkönig

Am 7. Juni ist es wieder soweit, dann findet auf der Großglockner-Hochalpenstraße inmitten der imposanten Gebirgskulisse die 25. Jubiäumsausgabe des Glocknerkönigs statt. Das ultimative Hochgebirgs-Event zählt zu den populärsten Bergrennen der Alpen. Mit satten 1814 Höhenmeter (Ultra-Wertung) - auf 29 Kilometer Streckenlänge - geizt der Anstieg mit bis zu 15% Steigung nicht mit seinem Niveauunterschied. 

Die Gemeinde Bruck (755 m.ü.M.) liegt am Rande des Nationalpark Hohe Tauern im Salzburger Land, zwischen Zell am See und Kaprun, wo die Großglockner-Hochalpenstraße direkt an der Salzachbrücke beim Kilometerstein "0" ihren Ausgang nimmt. Ultra- und Classic- Fahrer starten um 7:00 Uhr gemeinsam am Dorfplatz, während die Fahrer der Light-Kategorie um 07:45 Uhr ab der Mautstelle Ferleiten (1 115 m.ü.M.) die Startfreigabe bekommen (ehemalige E-Bike-Wertung wurde gestrichen). Nach der Mautstelle zieht die Steigung mit bis zu 13 % spürbar ihre Daumenschrauben an. Rechnet man den flachen Teilabschnitt vom Startpunkt bis zur Mautstelle Ferleiten heraus, ergibt sich für die Ultra-Strecke bis zur Bergankunft (14.5 km/(1 460hm) eine beachtliche Durchschnittssteigung von 10%. 

Die Labestelle befindet sich beim Gasthaus Piffkar auf 1620 m Höhe. Die Ziellinie der Classic-Version (1.694 hm) befindet sich entgegen der letzten Ausgabe wieder direkt am Fuschertörl. 

2018 feierte die Ultra-Wertung mit der Edelweißspitze (2.572 m.ü.NN.) Premiere und freut sich seitdem wachsender Beliebtheit. Wer den höchsten offiziell befahrbaren Gipfel der Alpen erklimmen möchte, muss allerdings den Abzweig am Parkplatz Restaurant Fuschertörl bis spätestens 10:15 Uhr passiert haben, ansonsten wird er von den Streckenposten auf die Classic-Route zum Fuschertörl ((2.424 m.ü.NN.) umgelenkt. Ultra-Fahrer, die vor der Karrenzzeit auf die Classic-Route abzweigen werden nicht gewertet, da dies als Rennaufgabe eingestuft wird.  

Die knackige Schlussrampe zur Edelweißspitze fordert ordentlich Kraftreserven, um nicht zu sagen: der zähe Kampf gegen den „Inneren Schweinehund“ findet hier seinen Höhepunkt. Die Stichstraße auf Kopfsteinpflaster überwindet mit ihren sieben Kehren bei einer Ø-Steigung von 10.5% (Maximalsteigung 14 %) 143 Höhenmeter. Für leidenschaftliche Bergradler definitiv ein echtes Sahnehäubchen, auch weil man sich in aller Regel zwischen meterhohen Schneewänden nach oben kämpft. Allemal eine Herausforderung, weil die Luft zum höchsten Punkt der Großglockner-Hochalpenstraße merklich dünner wird und aufgrund der verminderten Sauerstoffaufnahme das Atmen zunehmend schwerer fällt. Kein Wunder wenn man in Schnappatmung verfällt, denn der sinkende Sauerstoff-Partialdruck macht sich ab einer Höhe von 2000 m immer stärker bemerkbar. Je höher es hinauf geht, desto weniger Sauerstoff nimmt unser Blut bei jedem Atemzug auf, weshalb der O2-Mangel mit steigender Atemfrequenz kompensiert wird.

Historischer Rückblick: In den Anfangsjahren mussten sich auf der Hochalpenstraße rund 350 Männer durchschnittlich 70 Tage - ausgerüstet nur mit Handschaufeln - durch bis zu zehn Meter hohe Schneewände arbeiten. Seit 1953 übernehmen diesen Knochen-Job fünf "Wallack-Rotations-Schneefräsen" (Franz Wallack war Erbauer der Großglockner Hochalpenstraße). 

Die Straßensperre ist im Bereich Kassenstelle Ferleiten bis Gasthof Fuscherlacke bzw. Edelweißspitze im Zeitraum 07:00 bis 10:30 Uhr in Kraft. Achtung: trotz Straßensperrung gilt während der gesamten Veranstaltung die Österreichische Straßenverkehrsordnung. Fürs leibliche Wohl nach dem Bergennen ist auf dem großen Parkplatz unterhalb des Fuschertörl auf 2.445 m Höhe gesorgt, denn dort gibt es neben Erfrischungsgetränke auch frisch gebackenen, oberleckeren Kaiserschmarrn.

Apropos leibliches Wohl: tagszuvor gibt's am Samstag auf der Nudelparty bei diversen Gastronomiebetrieben eine reichhaltige Speisen- und Getränkeauswahl.

Auf passionierte Bergfahrer versprüht der Glocknerkönig großes Suchtpotential, weshalb er für viele zur "Pflichtveranstaltung" zählt. Abgesehen von der beeindruckenden Hochgebirgswelt erwartet den schweißgebadeten Teilnehmer der emotionale Höhepunkt mit der glamourösen Durchfahrt des Zielbogens. Das Glücksgefühl den Hammerstieg erfolgreich bewältigt zu haben ist grenzenlos. Hinzu kommt, dass das gigantische 360 Grad-Hochgebirgspanorama die Begeisterung noch toppt.

Tipp: wer früher anreist, sollte sich die Rennradtour via Fuschertörl-Hochtor zur Kaiser-Franz-Josefs-Höhe auf der imposanten Großglockner-Hochalpenstraße nicht entgehen lassen. Sofern das Wetter mit spielt genießt man einen faszierenden Blick auf die Pasterze von Österreichs höchstem Berg bzw. längsten Gletscher - dem 3.798 m hohen Großglockner.

Startgebühren

"Der frühe Vogel fängt den Wurm". Die Startgebühren für die Ultra- Classic- und Light- Wertung sind identisch:

Nenngeld bei Einzahlung bis 30.11.2019    EUR  49,00

Nenngeld bei Einzahlung bis 31.01.2020    EUR  59,00

Nenngeld bei Einzahlung bis 30.04.2020    EUR  65,00

Nenngeld bei Einzahlung bis 31.05.2020    EUR  75,00

Nachnennungen                                      EUR  85,00

Resultate 2019

Schnellster der Classic Strecke war Vorjahressieger Nothegger Mathias (A) in einer Fabelzeit von 1:15.17,8. Die schnellste Dame war Rausch Christina (D). In der furiosen Zeit von 1:26.08,0 siegte sie zum vierten Mal in Folge.

Die Ultra-Wertung gewann Spögler Michael (I) in 1:23.39,4. Bei den Damen siegte Prieling Nadja (A) in 1:49.06,7.