Glocknerkönig - Das Nonplusultra-Bergrennen

Höhenmeter satt, 100% seiner Rennrad-Leidenschaft fröhnen, sich mit Seinesgleichen auf einer der legendärsten Alpenpassstraßen autofrei in spektakulärer Hochgebirgslandschaft messen, nur um nach der beinharten Challenge glücklich und selbstzufrieden leckeren Kaiserschmarrn zu genießen und sich wie ein König zu fühlen. Wo es das gibt? Beim Glocknerkönig, der spannende Rennatmosphäre und trendige Radsportkultur vom Allerfeinsten bietet.

Am Sonntag, den 4. Juni 2023 geht der Glocknerkönig in seine 26. Auflage. Mit bis zu 3.000 Teilnehmern aus über 20 Nationen zählt das Mega-Event am Rand des Nationalparks Hohe Tauern im Salzburger Land zu den beliebtesten Bergrennen des Landes. Seit mehr als einem Vierteljahrhundert wird auf der Nordrampe der legendären Großglockner-Hochalpenstraße zwischen Bruck und dem Fuscher Törl das internationale Bergrennen ausgetragen. Zweifelsohne genießt das Spektakel den Nimbus eines unverrückbaren Kultstatusses. Ein wahrer Leckerbissen, der jedes Rennfahrerherz höher schlagen lässt. Wer seinem Palmares also einen prestigeträchtigen Kick verpassen möchte, kommt an der perfekt organisierten Verantaltung nicht vorbei. Eigens dafür wird zur Sicherheit der Rennteilnehmer einer der monumentalsten Alpenpässe im Bereich zwischen der Kassenstelle Ferleiten bis zum Gasthof Fuscherlacke bzw. der Edelweißspitze von 07:00 bis 10:30 Uhr für Kraftfahrzeuge, Busse und Motorräder gesperrt. I-Tüpfelchen ist im Schlussabschnitt die gepflasterte Serpentinenstraße über sieben Kehren, die zur Edelweissspitze (2571 m) hinauf führt. Sie eröffnet quasi das "Grand Finale", dessen 1.6 km lange Rampe mental wie körperlich zu guter Letzt nochmals alles abfordert. Mit bis zu 14 % Steigung bildet der giftig steile Stich die radsportliche Krönung - sprich Speerspitze - des Glocknerkönigs. Wenn man so will, fällt glückseligen Ultra-Teilnehmern am Zielbogen gewissermaßen die süße Kirsche der Pinzgauer Torte in den Mund, währenddessen für die anderen Wertungskategorien am Parkplatz Fuscher Törl I neben dem Restaurant Fuscher Törl (Dr.-Franz-Rehrl-Haus) est la fin - pardon - Schluss ist.

Glocknerkönig-Sieger 2022 von links nach rechts: Rausch Christina (DEU), Classic-Siegerin (1:28.47,5); Spögler Michael (ITA), Classic-Sieger (1:17.51,2); Obwaller Hans Peter (AUT), Ultra-Sieger (1:27.37,3); Traxl-Pintarelli-Daniela (ITA), Ultra-Siegerin (1:46.27,8)

Der Glocknerkönig gehört zu den populärsten, grössten und gleichsam schönsten Bergrennen in den Alpen. Nicht zuletzt auch deswegen, weil die gut ausgebaute Großglockner-Hochalpenstraße sich als Bänderornament zwischen saftiggrünen Bergmatten, duftenden Wäldern, farbenprächtigen Blumenwiesen, felsigem Geröll, Eis und Schnee über mehrere Klimazonen hinweg durchschlängelt und dabei sozusagen die Open Air Wettkampfarena bildet. Insofern ist es nicht verwunderlich, warum der Klassiker jedes Jahr am ersten Juni-Wochenende so viele begeisterte Radsportler aus allen Herren Länder anzieht. Die Panoramastraße verbindet Bruck (756 m) im Salzachtal im Norden mit Heiligenblut (1301 m) bzw. Winklern (965 m) im Mölltal im Süden. Am höchsten Punkt durchsticht die Straße am Hochtor auf 2504 m Höhe mit einem Tunnel den Alpenhauptkamm und stellt damit die Verbindung zwischen den Bundesländern Salzburg und Kärnten her. Aufgrund eingeschränkter Bettenkapazitäten ist die frühzeitge Buchung einer Unterkunft ratsam. 

Startgebühren für alle Wertungen

Sparfüchse aufgepasst, Frühbucherrabatte schonen das Portemonnaie:

Die ersten 100 Nennungen (Ultra & Classic & Light ) zum "early bird" Preis von 42,00 EUR

Nenngeld bei Einzahlung bis 31.12.2022    52,00 EUR

Nenngeld bei Einzahlung bis 28.02.2023    62,00 EUR

Nenngeld bei Einzahlung bis 30.04.2023    69,00 EUR

Nenngeld bei Einzahlung bis 31.05.2023    79,00 EUR

Nachnennungen (vor Ort im Rennbüro)      89,00 EUR (soweit noch Startplätze verfügbar sind)

Leistungen

  • Bestmögliche Streckensicherung/Veranstaltungsorganisation
  • Professionelle Zeitnehmung durch Datasport
  • kostenloses Startgeschenk
  • Totalsperre der Großglockner Hochalpenstraße (ab der Mautstelle in Ferleiten von 7:00 bis 10:30 Uhr)
  • Professioneller Sanitätsdienst durch das Rote Kreuz
  • Pannen Service durch Sport 2000 (Ersatzteile sind zu selbst bezahlen)
  • Verpflegungsgutschein für die Nudelparty am Samstag 
  • Betreute Labstellen mit ausreichend Verpflegung auf der Strecke
  • Frisch gebackener Kaiserschmarrn und Tee im Ziel
  • Pokale / Medaillen sowie Sachpreise für die ersten Drei jeder Klasse
  • Pokale / Medaillen sowie Sachpreise für die besten 3 Teams
  • Startnummer als Andenken
  • Finisher Medaille für jeden Teilnehmer
  • Massage zur Auflockerung der Waden
  • Kleidersack inkl. Transport ins Ziel
  • Zeitnehmung: Computerchip Zeitnehmung durch Fa. Datasport - Schweiz
  • Achtung: Der Chip befindet sich eingeschweißt in der Startnummer
  • Chipmiete EUR 5,00 EUR - Chipeinsatz EUR 40,00 EUR (wird nach der Veranstaltung rückerstattet)
  • Wenn der Chip nach dem Rennen nachgesendet wird, werden 20,00 EUR Bearbeitungsgebühr einbehalten.

Startgeschenk

Gratis Startgeschenk: Chiba Ärmlinge

Aufpreisgeschenk: Chiba Softshell WesteAufpreisgeschenk Glocknerkönig 2023; Exklusiver Glocknerkönigpreis 54,00 EUR satt 90,00 EUR UVP

SET-PREIS: Ärmlinge und Softshell Weste um 60,00 EUR statt 115,00 EUR UVP 

Anmeldeschluss ist der 31.05.2023. Nach Meldeschluss sind Anmeldungen nur im Rennbüro am Dorfplatz in Bruck (bei der Raiffeisenbank) am  Samstag (03.06.2023) möglich, sofern noch Restplätze verfügbar sind. Die Nachmeldegebühr beträgt zs. 10,00 EUR.

Streckencharakteristik

Bezogen auf den Steigungswinkel sticht der flachere und steilere Streckenabschnitt des Höhenprofils sofort ins Auge, d.h. die Streckencharakteristik lässt sich in zwei topographisch gegensätzliche Abschnitte aufteilen. Bleibt die erste Hälfte der Wegstrecke zwischen Bruck (756 m) und der Mautstelle Ferleiten (1 151 m) mit einer Ø-Steigung von 2.7 % im moderaten Bereich (389 hm), überschreitet der zweite Teil  permanent den zweistelligen Prozentbereich (Ø-Steigung von 10.0 %).

Kette rechts: das sanfte Streckenprofil von Bruck bis zur Embach Kapelle eignet sich hervorragend zum Aufwärmen. Riesige Pulks bahnen sich frühmorgens auf der Großglockner-Hochalpenstraße ihren Weg durch's verschlafene Fuschertal. Hier heißt es erst mal Kette rechts. Dank windschattenbehüteter Aerodynamik werden trotz hohem Tempo wertvolle Körner gespart, wobei die gravierenden Leistungsunterschiede der Fahrer in diesem Streckenabschnitt noch nicht zur Geltung kommen. Die 10 km lange Flachpassage hat gerade mal 116 hm, bevor das erste kurze Steilstück zur Bärenschlucht (max. 12 % Steigung) den Puls hochschnellen lässt.

Maximalsteigung nach Streckenabschnitten gegliedert

  • Bruck - Fusch:                7,3 km, 57 hm,   ↑ max. 1,4 % 
  • Fusch - Ferleiten:            7,2 km, 340 hm, ↑ max. 10,4 %
  • Ferleiten - Piffkar:           4,3 km, 475 hm, ↑ max. 12,0 %
  • Piffkar - Hochmais:          2,0 km, 230 hm, ↑ max. 11,1 %
  • Hochmais - Fuscher Törl: 8,2 km, 578 hm, ↑ max. 12,0 % (∑  1.675 hm)
  • Fuscher Törl - Edelweißspitze: 1.6 km, 160 hm, ↑ max. 14,0 % (∑  1.835 hm)

Betreffend der Ultra-Distanz befindet sich die Mautstation Ferleiten bei KM 14.5 km - wo die Teilnehmer der Light-Wertung starten - exakt mittig zwischen Start und Ziel. Allerdings sind dort erst gut ein Fünftel der Höhenmeter überwunden weshalb man gut beraten ist, im Eifer des Gefechts nicht gleich von Beginn an übermotiviert zu überpacen. Ansonsten droht der Rennverlauf zu einer Tortur oder gar Himmelfahrtskommando zu werden. Denn was folgt hat es in sich. Fortan geht es ohne Unterbrechung knackig bergauf und lässt den Quälspaß auf Level Hoch³ hüpfen.  

Nach Durchfahrt der Mautstelle wendet sich in punkto Streckenprofil schlagartig das Blatt. Die Steigung schnellt unvermittelt auf bis zu 12 % hoch, was den Gruppen-Zerfallsprozess fortwährendend beschleunigt und den Tross immer länger auseinander zieht. Nun heißt es ratz fatz auf's große Ritzel in die Bergübersetzung zu schalten. Kette links, an deren Position sich bis zur Ziellinie nichts ändern wird. Die andauernde Steigung zwischen 10-14% über drei Klimazonen hinweg - gewürzt mit 18 Haarnadelkurven - gehen unweigerlich an die Substanz. Das "Serpentinenfest" legt mit Kehre 1 an der Piffalpe (1.392 m ü.d.M) los. Eine Verschnaufpause vergönnt einem das Steilgelände nicht. Es sei denn, man "leistet" sich nach 19.3 km an der Labestelle beim Gasthaus Piffkar (1620 m ü.d.M.) einen kurzzeitigen Pitstop, um Tee oder Wasser zu fassen. Freilich kurbeln die meisten an der verlockenden Flüssigkeits-Labestelle vorbei, denn die Uhr tickt auch bei Stillstand unbarmherzig weiter.

Für die Protagonisten geht's nun ans Eingemachte, bei der die körperliche Extrembelastung die Psyche nahezu unbemerkt in eine bewußtseinsferne Trance hievt. Phasenweise wird im abgeschotteten Kosmos selbstvergessen gekurbelt, als gäbe es kein Morgen mehr. Die anfänglich hohe Durchschnittsgeschwindigkeit schmilzt Kehre um Kehre fortan wie das Eis in der Sonne. Nun entfaltet sich der typische Charakter eines Bergrennens, bei dem die gewichtsbezogene Leistungsfähigkeit (Quotient aus Leistung und Körpermasse) die Spreu vom Weizen trennt. Jeder radelt sozusagen auf eigene Rechnung, weil es schlicht und ergreifend keinen Windschatten im Schlepptau tempofester "Lokomotiven" mehr gibt. Das kupierte Terrain bevorzugt federleichte Bergflöhe, die ihren Gewichtsvorteil und Performance in Form von Tempohärte, Kraftausdauer, Leidensfähigkeit und unbeugsamer Willenskraft gnadenlos ausspielen und sich unaufhaltsam von ihren Kontrahenten absetzen. Während im vorderen Feld exorbitante Wattleistungen gedrückt werden, hadern Nachzügler mit dem inneren Schweinehund, der gemeinhin als Sinnbild für Willensschwäche gilt und Erzfeind eines jeden Sportlers ist. Manch einer kämpft verzweifelt um's sportliche Überleben, um mit letzter (Willens-) Kraft rechtzeitig das Ziel zu erreichen. Wie auch immer, Bergrennen sind kein Honigschlecken, d.h. der Kaiserschmarrn am Fuscher Törl will erst redlich verdient sein. 

Streckensegmentierung

  • Streckenabschnitt Bruck an der Glocknerstraße - Mautstelle Ferleiten: 14.5 km →    389 hm → Ø-Steigung   2.7 %
  • Streckenabschnitt Mautstelle Ferleiten - Edelweißspitze:                     14.5 km → 1.430 hm → Ø-Steigung 10.0 %
  • Streckenabschnitt Fuschertörl (Dr.-Franz-Rehrl-Haus) - Edelweißspitze:  1.6 km →   160 hm → Ø-Steigung 11.2 %
  • Gesamtstrecke Bruck an der Glocknerstraße - Edelweißspitze:             29.0 km → 1.814 hm → Ø-Steigung   6.2 %

Während Spitzenathleten taktieren und sich vorne um den Sieg batteln, mühen sich andere mit verbliebener Kraftreserve ab die rettende Zielflagge zu erreichen. Dass die legendäre Großglockner Hochalpenstraße inmitten der beeindruckenden Hochgebirgslandschaft der Hohen Tauern die Open Air Bühne bildet, hat ihren besonderen Reiz. Nicht minder reizvoll, im Getümmel Gleichgesinnter im unerbittlichen Race-Modus auf Zeitenjagd zu gehen. Geschweige das Happy End, wenn im euphorischen Moment des Finishens sämtliche Last und Anspannung von den Schultern abfallen. Baumelt die Glocknerkönig-Medaille auf der stolz geschwellten Brust und saugt am Fuscher Törl mit allen Sinnen entspannt das grandiose Bergpanorama auf wird schlagartig klar, wie sehr sich der entbehrungsreiche Trainingaufwand tatsächlich gelohnt hat. An solch unvergessliche Glücksmomente erinnert man sich liebend gern das ganze Leben lang zurück. 

Die Straßensperre ist im Bereich Kassenstelle Ferleiten bis Gasthof Fuscherlacke bzw. Edelweißspitze im Zeitraum 07:00 bis 10:30 Uhr in Kraft. Talabwärts ist die Straße bereits ab 06:30 Uhr gesperrt. Bei der gesamten Veranstaltung gilt die Österreichische Straßenverkehrsordnung.

Der Ultra und Classic Start befindet sich im Ortszentrum von Bruck, während sich der Startpunkt der Light-Strecke an der Kassenstelle Ferleiten befindet. Ziel der Classic- und Lightfahrer ist der Parkplatz I Fuschertörl auf einer Höhe von 2.407 Meter. Ganz nach dem Motto "derfs a bissl mehr sein" bekommen Ultra-Teilnehmer mit der Rampe zur Edelweißspitze (2.571 m ü.d.M.) quasi einen Nachschlag serviert. Bonushöhenmeter gratis, die sich ein erlauchter Kreis von "masochistisch" veranlagten Sportlern so sehnlich wünscht.

Bild: Objekte der Begierde

Startblöcke 2023

Berechtigung für den 1. Startblock gibt es ausnahmslos nur für Teilnehmer, welche den Glocknerkönig CLASSIC  2019 oder 2022 unter 1:45:00 oder den Glocknerkönig ULTRA 2019 oder 2022 unter 1:50:00 absolvierten oder über eine zum Renndatum gültige Rennlizenz besitzen. 

Berechtigung für den 2. Startblock gibt es nur für Teilnehmer, welche den Glocknerkönig CLASSIC 2019 oder 2022 unter 2:00:00 oder den Glocknerkönig ULTRA 2019 oder 2022 unter 2:05 absolvierten.

In diesem 2. Startblock dürfen auch Teilnehmer starten, welche bei anderen namhaften Rennen im Vorderfeld Platzierungen errungen haben. Dafür muss jedoch ein Antrag gestellt werden. 

Die restlichen Teilnehmer starten im 3. Startblock.

Die Einteilung in die Startblöcke erfolgt automatisch aufgrund der gespeicherten Rennzeiten der beiden Vorjahre. Anträge auf Ausnahmen können schriftlich per E-Mail bis 20.05.2023 eingegeben werden. 

Beim Glocknerkönig sind keine E-Bikes zugelassen. Im Start- und Zielbereich sowie während des Rennens erfolgen stichprobenartige Kontrollen. Teilnehmer E-Bikes werden sofort disqualifiziert und aus dem Rennen - ohne Rückerstattung des Nenngelds - genommen.