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Marktdaten der deutschen Fahrradindustrie
Dass Fahrräder und E-Bikes in Zeiten der Mobiltiätswende und gestiegenem Umweltbewusstsein auf einer Erfolgswelle schwimmen ist nichts neues. Es ist noch gar nicht allzu lange her, als die Zweiradbranche Rekordabsätze vermeldete. Doch der Wind hat sich seit geraumer Zeit gedreht.
Im laufenden Geschäftsjahr 2025 sieht die Fahrradbranche herausfordernden Zeiten entgegen, die Erfolgsaussichten sichtlich eintrüben. ZIV-Geschäftsführer Burkhard Stork konstatierte anlässlich der Präsentation der Marktdaten der Fahrradbranche für das Geschäftsjahr 2024 am 12. März 2025: "Die wirtschaftliche Situation unserer Branche bleibt angespannt. Und es ist noch nicht alles überstanden. Dennoch sind die Rückgänge geringer als erwartet".
Robuster Fahrradmarkt in herausfordernden Zeiten
Das Rekordjahr 2022, als sich die Speicherflitzer im Würgegriff von Corona zum Garant für infektionssichere Alltagsmobilität entwickelten und die Zweiradbranche von der Bundespolitik sogar als systemrelevant eingestuft wurde, wird so schnell kaum mehr zu toppen sein. Längst ist die damalige Goldgräberstimmung einer skeptischen Einschätzung gewichen. In der gegenwärtig angespannten Situation sieht sich der Wirtschaftszweig großen Herausforderungen konfrontiert.
Dennoch gibt es postive Ausblicke, da für 2026 eine deutliche Verbesserung für die Branche erwartet wird, wie Katharina Hinse, Leiterin für Wirtschafts- und Industriepolitik beim ZIV resümierte. "Ein Großteil der in Deutschland verkauften Fahrzeuge wird bei uns im Land produziert. Wir erwarten, dass die künftige Bundesregierung das Potenzial unserer Zukunftsbranche als Teil der heimischen Wirtschaft entsprechend erkennt und fördert", ergänzte ZIV-Geschäftsführer Burkhard Stork.
Der Verband ZIV veröffentlichte turnusgemäß in Berlin am 12. März 2025 seine Marktdaten der Fahrradbranche für das Geschäftsjahr 2024. Das vergangene Jahr war demnach für die Branche herausfordernd. Dennoch zeigt sich der Verband in Anbetracht der Lage der Gesamtwirtschaft verhalten zuversichtlich, weil einerseits die erwarteten Rückgänge geringer ausfielen, zum anderen von einer Normalisierung des Marktes ab dem Jahr 2026 ausgegangen wird, wie ZIV-Geschäftsführer Burkhard Stork bekräftigte.
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| © Zweirad-Industrie-Verband e.V. (ZIV) |
Laut Zweirad-Industrie-Verband e.V. (ZIV) blieb im Jahr 2024 der Anteil der in Deutschland verkauften Elektrofahrräder mit 53 % auf dem Niveau des Vorjahres. Insgesamt wurden in Deutschland 3,85 Millionen Fahrzeuge verkauft (2,05 Mio. E-Bikes und 1,8 Mio. Fahrräder), was einem Rückgang von 2,53 % gegenüber 2023 entspricht (2023: 3,95 Mio.). Relativ stabil sind 2024 die Umsätze der Branche geblieben: Auf über 6,33 Milliarden € (2023: 7,06 Mrd €.) belief sich der Gesamtumsatz bei Fahrrädern und E-Bikes, das entspricht einem Rückgang von 10,3 % zum Vorjahr, liegt aber noch deutlich über dem Umsatz des Jahres 2019 (4 Mrd. €).
Der Bestand an klassischen Fahrrädern in Deutschland baläuft sich für das Jahr 2024 auf 73 Millionen bzw. von E-Bikes auf 15,7 Millionen. Somit gibt es in Deutschland insgesamt rund 89 Millionen Fahrräder und E-Bikes. Aufgeschlüsselt in einzelnen Modellgruppen stechen Gravelbikes und Rennräder besonders hervor, der Absatzzahlen ausgesprochen gut abschneiden. Erstmals wies der ZIV diese getrennt in seinen Daten aus. Das sogenannte Bikepacking, also das Reisen mit Fahrrad und Gepäck, gewinnt für den Tourismus in ganz Europa zunehmend an Bedeutung. Auch Kinder- und Jugendräder zeigen eine positive Marktentwicklung.
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| © Zweirad-Industrie-Verband e.V. (ZIV) |
2024 hat die deutsche Fahrradindustrie 1,97 Millionen Einheiten produziert. Damit entspricht das Produktionsniveau etwa dem des Jahres 2019. Die Produktion von klassischen Fahrrädern verringerte sich um 11,7 % auf 641.000 Einheiten (2023: 726.000 Einheiten). Die Produktion von E-Bikes fiel um 14,8 % auf 1.330.000 Einheiten (2023: 1.561.000 Einheiten). Angesichts der Krise der deutschen Gesamtwirtschaft fällt der kumulierte Rückgang beider Fahrradgruppen von 13,8 % im Vergleich zu 2023 verhältnismäßig moderat aus. "Das E-Bike bleibt das Rückgrat der Fahrradproduktion Made in Germany", so Katharina Hinse vom ZIV.
Verkaufsmenge bleibt stabil
Im Jahr 2024 blieb der Anteil der in Deutschland verkauften Elektrofahrräder mit 53 % auf dem Niveau des Vorjahres. Insgesamt wurden in Deutschland 3,85 Millionen Fahrzeuge verkauft (2,05 Mio. E-Bikes und 1,8 Mio. Fahrräder), was einem Rückgang von 2,53 % gegenüber 2023 entspricht (2023: 3,95 Mio.). Relativ stabil sind 2024 die Umsätze der Branche geblieben: Auf über 6,33 Milliarden € (2023: 7,06 Mrd €.) belief sich der Gesamtumsatz bei Fahrrädern und E-Bikes, das entspricht einem Rückgang von 10,3 % zum Vorjahr, liegt aber noch deutlich über dem Umsatz des Jahres 2019 (4 Mrd. €).
Über alle Verkaufskanäle hinweg – Fachhandel, Online, SB-Märkte etc. – verzeichnete die Branche 2024 einen Brutto-Durchschnittspreis von 500 € bei Fahrrädern (2023: 470 €) und 2.650 € bei E-Bikes (2023: 2.950 €). Rabattaktionen im Handel haben 2024 die Preise von E-Bikes um durchschnittlich 10,1 % gesenkt. Fahrräder ohne Motor stiegen im Preis um 6,4 %. Der Anteil des stationären Fachhandels in der Fahrradbranche blieb laut ZIV mit 70 % (2023: 74 %) sehr hoch, denn kompetente Beratung vor Ort spielt für die Kund:innen eine wichtige Rolle.
2024 hat die deutsche Fahrradindustrie 1,97 Millionen Einheiten produziert. Damit entspricht das Produktionsniveau etwa dem des Jahres 2019. Die Produktion von klassischen Fahrrädern verringerte sich um 11,7 % auf 641.000 Einheiten (2023: 726.000 Einheiten). Die Produktion von E-Bikes fiel um 14,8 % auf 1.330.000 Einheiten (2023: 1.561.000 Einheiten). Angesichts der Krise der deutschen Gesamtwirtschaft fällt der kumulierte Rückgang beider Fahrradgruppen von 13,8 % im Vergleich zu 2023 verhältnismäßig moderat aus. «Das E-Bike bleibt das Rückgrat der Fahrradproduktion Made in Germany», so Katharina Hinse vom ZIV.Der Bestand an klassischen Fahrrädern in Deutschland wuchs auf 73 Millionen. Den Bestand an E-Bikes hatte der Verband im vergangenen Jahr für 2023 mit 11 Millionen angegeben. Rückwirkend hat der ZIV, aufgrund neuer Erkenntnisse zur Verschrottung, die Bestände der vergangenen Jahre nach oben korrigiert. Für das Jahr 2024 ergibt sich nun ein Bestand von 15,7 Millionen E-Bikes. Damit gibt es in Deutschland insgesamt rund 89 Millionen Fahrräder und E-Bikes.
Sportliche Fahrräder beim Pendeln und in der Freizeit im Trend
In den einzelnen Modellgruppen schneiden besonders Gravelbikes und Rennräder ausgesprochen gut ab. Erstmals wies der ZIV diese getrennt in seinen Daten aus. Das sogenannte Bikepacking, also das Reisen mit Fahrrad und Gepäck, gewinnt für den Tourismus in ganz Europa an Bedeutung. Auch Kinder- und Jugendräder zeigen eine gute Marktentwicklung.


