Mountainbiken - vom ehemaligen Nischendasein zum Massenmarkt

Wer hätte gedacht, dass es heutzutage ebenso viel aktive Mountainbiker wie Fußballer in Deutschland gibt? Längst ist das Mountainbiken seinem früheren Nischendasein sowie dem "Jungen-Wilden-Image" entwachsen. Der Mountainbikesport hat vom ehemaligen Exotensport zum späteren Trendsport hin zum heutigen Breitensport entwickelt. Eine rasante Entwicklung, die eine immer feinere Ausdifferenzierung des Mountainbikens mit sich brachte und inzwischen die enorm hohe Anzahl Aktiver begründet. Mit rund 15 Millionen Mountainbikern in Deutschland ist die Freizeitaktivität in der Breite bzw. Mitte der Gesellschaft angekommen. Die Popularität beschert dem Alpenvorland und den deutschen Mittelgebirgsregionen ungeahntes Wertschöpfungspotential, wobei sanfteres Berggelände unterhalb 1500 hm bzw. großflächige Waldgebiete immer mehr im Trend liegen. Deshalb wird auch viel getan, um den Bedürfnissen der Zielgruppe gerecht zu werden. Ein Paradebeispiel ist der Bayerische Wald, der mit seinem aktuellen Mammutprojekt <TRANS BAYERWALD> eine Benchmark setzt und zweifellos eine Vorreiterrolle einnimmt. Es hat schon seinen guten Grund, warum der angesagte Mittelgebirgs-Hot-Spot im Osten Bayerns so hoch in der Gunst der Biketouristen steht. Vom anhaltenden Mountainbike-Boom - der zusätzlich vom rasanten E-Bike-Wachstum beflügelt wird - profitieren besonders bikeaffine Tourismusreviere. Immerhin 29% der Deutschen zwischen 14 und 69 Jahren nutzen ein MTB bzw. fast 10 Millionen Deutsche haben großes Interesse am Mountainbiken im Urlaub (Quelle: Sinus Fahrradmonitor Detuschland, 2015, Destination Brand 13/16 u.MTD 2017). 11.3 Millionen Personen nutzen ihr MTB ab und zu, während 3.7 Millionen ihr MTB häufig nutzen (Quelle: Institut für Management und Tourismus 2013, Sinus Instistut 2015, EURAC 2015, Ifo Allensbach 2016, Statistisches Bundesamt 2017)