Am 22. Juni wurde die bisher geltende Personenbegrenzung für Gruppenausfahrten aufgehoben

Die Öffnung von Biergärten, Gastronomie und Tourismus ebnet ein stückweit den Weg zur Normalität. Seit Pfingsten haben Hotels wieder für Touristen geöffnet. Allerdings gelten nach wie vor strenge Hygieneregeln. 

Sechste Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung

Die Bayerische Staatsregierung kündigte am 22. Juni weitere Lockerungsmaßnahmen zur schrittweisen Annäherung an die Normalität an.

Nach einer positiven Bestandsaufnahme nach den Pfingstferien und einer stabilen Entwicklung des Infektionsgeschehens im Zuge der Coronakrise hat die Bayerische Staatsregierung weitere Maßnahmen des Sportlebens beschlossen, die ab dem 22. Juni in Kraft treten. Basis aller Lockerungen ist weiterhin das Einhalten einer Abstandsregelung von mindestens 1,5 Metern sowie eine Maskenpflicht in bestimmten öffentlichen Bereichen. Ebenso sollte in geschlossenen Räumen weiterhin für ausreichend Belüftung gesorgt werden.

Laut Bericht aus der Kabinettssitzung vom 16. Juni 2020 der Bayerischen Staatsregierung:

"Im Bereich des Sports kann ab dem 22. Juni 2020 die Wiederaufnahme des Lehrgangsbetriebs erfolgen. Die bislang geltenden Obergrenzen für den Outdoor- und Indoor-Sport (bisher 20 Personen) werden aufgehoben. Die künftige Teilnehmerbegrenzung ergibt sich für den Innen- und Außenbereich aus den jeweiligen konkreten räumlichen Rahmenbedingungen (Raumgröße, Belüftung)."

Somit wurde die bisher geltende Personenbegrenzung für Gruppenausfahrten im Freien aufgehoben. 

 Bei zu geringem Abstand (Windschattenfahren) gilt zu beachten, dass durch ausgeatmete Viren-Aerosole latentes Infektionsrisiko besteht (siehe Studie »Social Distancing v2.0: During Walking, Running and Cycling«). 

Für die bisher zulässige Gastronomie wird ab 22. Juni 2020 die zulässige Öffnungszeit auf 23 Uhr verlängert.

Überdies haben sich Bund und Länder grundsätzlich darauf verständigt, dass die Kontaktbeschränkungen wegen der Coronavirus-Pandemie bis zum 29. Juni verlängert werden.

Die weltweite Reisewarnung wurde für alle Länder - außer den EU-Mitgliedsstaaten, Schengen-assoziierten Staaten (Schweiz, Norwegen, Island und Liechtenstein) und Großbritannien - vorerst bis einschließlich 31. August verlängert! Außenminister Heiko Maas: "Wir haben für den Rest der Welt heute noch nicht die gemeinsamen belastbaren Datengrundlagen, Kriterien und Abstimmungsprozesse, die einen uneingeschränkten Reiseverkehr ohne unkalkulierbare Risiken wieder möglich machen."

Allheilmittel gegen den "Corona-Blues"

Da uns die Corona-Krise vor ungeahnte Herausforderungen stellt ist es umso wichtiger, der angespannten Psyche regelmäßige Auszeiten zu verschaffen. Das beste Allheilmittel gegen den "Corona-Blues": in der näheren Umgebung seines Wohnorts eine "homöopathische" Dosis Naturerlebnis tanken! Bevor einem also die Decke auf den Kopf fällt bzw. Alltagssorgen überhand nehmen, sorgt Bewegung an frischer Luft für wohltuende Ablenkung. Allen voran eine entspannte Radtour, die wie ein Wunderpräparat ganzheitlich auf Körper, Geist und Seele wirkt. Wissenschaftlich ist es längst erwiesen, dass Radfahren die Ausschüttung von Glückshormonen begünstigt und somit als Stimmungsaufheller wirkt. Nach einer Genusstour beschleicht einem das aufbauende Gefühl innerer Ausgeglichenheit und Selbstzufriedenheit, das positives Denken mit Optimismus und Zuversicht nährt. Angesichts der beängstigenden Geschehnisse und zwischenmenschlichen Distanz die mit Sozialarmut einhergeht, verschafft ein inspirierendes Naturerlebnis als Kraftquelle einen beruhigenden Gegenpol. Was liegt also näher als seine häusliche Isolation zu verlassen und auf dem Sattel gedankenversunken frische Energien zu schöpfen? 

Rückblick

Die »Ausgangsbeschränkung« galt vormals in Bayern, Berlin, Brandenburg, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt. In Bayern durften bis 5. Mai öffentliche Orte nur mit einem trifftigen Grund betreten werden. Dazu zählte etwa der Weg zur Arbeit oder zum Lebensmittelmarkt, dringende Arztbesuche, aber auch Sport und Spaziergänge an der frischen Luft waren zulässig. Letzteres nur alleine oder mit Menschen, mit denen man zusammenlebt.

Die »Kontaktbeschränkung« galt in Baden-Württemberg, Bremen, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland Pfalz, Schleswig-Holstein, Thüringen. Ihr zufolge war der Aufenthalt im öffentlichen Raum entweder allein oder auch mit einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person oder im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstands gestattet.

Die »Ausgangsbeschränkung« war strenger als die »Kontaktbeschränkung« gefasst, als dass für Aufenthalte außer Haus ein triftiger Grund hat vorliegen müssen. Noch ein Unterschied: während in Bayern z.B. Radfahren "ausschließlich alleine oder mit Angehörigen des eigenen Hausstandes" erlaubt war, konnte man dies beispielsweise in Hessen mit einer beliebigen Person unbehelligt tun. Die Ausübung von Freiluftsport war unter Einhaltung der jeweiligen Vorschriften in jedem Fall in ganz Deutschland erlaubt.  

Es spricht nichts dagegen, allein oder mit den Menschen mit denen man in einer Wohnung zusammenlebt Rad zu fahren. Nach Einschätzung der Virologen ist die Gefahr, sich an der frischen Luft mit einem Virus anzustecken, äußerst gering. Ausgeatmete Viren von Infizierten schweben zwar kurzzeitig in Aerosolen in der Luft, fallen aber rasch zu Boden bzw. Wind und UV-Strahlung machen sie unschädlich. Allerdings verbieten sich Windschattenfahrten oder das Fahren in Zweierreihe. Abgesehen davon herrscht in Bezug zur Infektionsgefahr bzgl. "Viren-Aerosole" noch große Informationsdefizite. 

  Radfahr-Knigge in Zeiten von Corona

Aktuelle Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung wie z.B. Verhaltensregeln, Gruppengröße, Schutz- und Hygienestandards beachten 
Geschwindigkeitsabhängiger Sicherheitsabstand - BDR-Empfehlung 30-50 Meter, kein Windschatten- und Nebeneinanderfahren 
Erhöhte Vorsicht auf stark frequentierten Radwegen 
Maßvolle Risikobereitschaft - defensiver Fahrstil - #staysafe
1.5 Meter Mindestabstand zu Personen - #FlattenTheCurve
Ersatzschlauch, Luftpumpe, Minitool, Mundschutzmaske mitführen
Immunsystem schonen - moderate Belastungsintensität (GA1/GA2) 
Gemäßigter Trainingsumfang - leichtere Streckencharakteristik (flach bis wellig)
E-Biker: sorgfältige Tourplanung im Hinblick der Akku-Reichweite
Unterkünfte möglichst im Voraus reservieren
No Go: Spucken & Schneuzen auf den Boden in der Nähe von Menschen 
Nach Rückankunft rascher Kleidungswechsel (Erkältungsgefahr) 
++Take care and stays healthy++