Sternenfahrt Straßkirchen war von Erfolg gekrönt

Benefiz-Pfingstradfahrt 

Am 9. Juni (Pfingstsonntag) 2019 fand zum 13. mal die beliebte Straßkirchner Sternenfahrt statt. Die jährliche Pfingst-Veranstaltung steht im Zeichen des Wohltätigkeitszwecks, um krebskranke Kinder bzw. deren Eltern finanziell zu unterstützen. Um dramatische Einzelschicksale und unsägliches Leid zumindest finanziell ein wenig abzufedern, erhalten ausgesuchte Familien in Niederbayern und der Oberpfalz eine materielle Zuwendung aus dem Spendentopf. Dieser speist sich aus den Teilnahmegebühren - welche zu 100% abgeführt werden - sowie Sponsorengeldern. Die Straßkirchner Sternenfahrt 2019 war ein riesiger Erfolg, denn der Spendenerlös summierte sich auf ca. 13 000.- €.

Bei aller Spendenbereitschaft täuscht es nicht über die bedauernswerte Tatsache hinweg, dass von 150 schriftlich kontaktierten Unternehmen keine einzige Rückmeldung erfolgte. Umso erfreulicher wäre es, wenn sich Firmen ihrer sozialen bzw. moralischer Verantwortung besinnen und die 14. Straßkirchner Sternenfahrt am 31. Mai 2020 großzügig unterstützen würden. 

Viele Gründe machen die Straßkirchner Sternenfahrt zu dem was sie ist: eine Charity-Veranstaltung die neben dem ehrenwerten Wohltätigkeitszweck, sportliche Herausforderung, Naturgenuss, Fahrspaß im geschlossenen Verband, Geselligkeit mit Gleichgesinnten und last but not least unwiderstehlichen kulinarischen Genuss an den Verpflegungsstationen sowie bei der Zielankunft - wo u.a. frisch gebackener Kuchen und Freibier kredenzt wurde - bietet.

Die Radsportfreunde Strasskirchen veranstalteten die 13. Benefiz-Radtour nach Altötting in gewohnter Manier bravourös. Respekt und Anerkennung gilt Organisator Ludwig Schiller, der engagiert eine tadellose Organisation auf die Beine stellte. Genauso ist es dem ehrenamtlichen Helferteam, der Feuerwehr und der Motorradstaffel zu verdanken, dass die Tour tipp topp organisiert war und die Sternenfahrt wieder reibungslos verlief. Die Motorradstaffel sicherte Kreuzungen, Einmündungen und Rotlicht-Durchfahrten - wodurch der große Fahrerpulk freie Fahrt hatte. Ein einzigartiger Fahrgenuss, den man sonst als Radfahrer in dieser besonderen Weise nicht genießt. 

Die Stimmung im Teilnehmerfeld war ausgesprochen gut, wobei die Formation in Zweierreihe und Wohlfühltempo die Kommunikation ungemein förderte. Ohne irgendwelchen Leistungsdruck wurde im windschattengeschützten Cruising-Modus ausgiebig geschnattert. Dazu die reichhaltige Verpflegung, wenngleich das Futtern mit der leidigen Konsequenz behaftet war, dass bestimmt nicht wenige Teilnehmer trotz erhöhtem Leistungsumsatz mehr Kalorien aufnahmen als Energie verbraucht wurde. Auch wenn trotz fleißiger Kurbelarbeit die zugeführte Energie den tatsächlichen Energiebedarf (positive Energiebilanz) überstieg brauchte sich dennoch keiner über ungebetene Speckröllchen einen Kopf zu machen (einmal ist kein mal). Wie heißt so schön der oberste Leitsatz in Bayern: Liberalitas Bavariae – Leben und leben lassen. Der Tenor war nach Rückankunft dementsprechend einhellig: wir sind 2020 selbstverständlich wieder dabei.

Ausblick 2020: Ludwig Schiller kündigte an, dass die Sternenfahrt 2020 aller Voraussicht nach etwa 20 km kürzer sein wird. Dies dürfte älteren Teilnehmern bzw. weniger Trainierten wie Musik in den Ohren klingen, zumal so früh in der Radsaison kaum einer schon in Hochform ist und eine Marathondistanz deswegen zu einer echten Herausforderung macht.

Ordnung muss sein: Ludwig Schiller bei seiner humorvollen "Instruktions-Andacht" für seine Schäfchen nach der Mittagspause in Altötting.

Zur ausgelassenen Stimmung trug Petrus sein Scherflein bei, der mit Sonnenschein und hochsommerlichen Temperaturen seine Schlechtwetter-Scharte der vergangenen Jahre endgülitg ausmerzte. Dementsprechend groß war auch das Teilnehmerfeld. Immerhin radelten rund 160 Teilnehmer für den guten Zweck. Auf der Veranstalter-Website werden Familien im Laufe der Zeit namentlich vorgestellt, welche in den Genuss eines Spendenschecks kommen.

Die Conditorei & Café Krapf in Eggenfelden wird sowohl bei der Hin- als auch Rückfahrt angesteuert. Neben frischen Brezen, Gebäck und guten Cafe gibt es bei der Rückfahrt sogar ein warmes Nudelgericht. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an die Familie Krapf. 

Der Inhaber-Familie der Conditorei & Café Krapf wurde als Dank für das langjährige Sponsoring ein großes Gruppenbild überreicht.

Nach Zielankunft war Ludwig Schiller hoch erfreut, dass BMW-Mitarbeiter 1.000 Euro spendeten.

Nicht minder erfreut zeigte sich eine leidgeprüfte Familie, deren Sohn an Leukämie erkrankt ist.