Regensburger Elite Amateure gerieten bei der »Tour of Mesopotamia« unvermittelt in eine Schießerei

Die »Tour of Mesopotamia« werden fünf Elite Amateure sowie Paul Renger, sportlicher Leiter und Teammanager der Bundesligamannschaft des Veloclub Regensburg so schnell nicht vergessen. Sie gerieten auf der 1. Etappe in Südostanatolien (Türkei) ganz unvermittelt in einen Schußwechsel. Aufgrund des bereits länger andauernden militärischen Konflikts drängt sich zwangsläufig die Frage auf, wieso der internationale Radsportverband (UCI) ein Amateurrennen im Krisengebiet offiziell genehmigt, zumal ein Sicherheitshinweis des Auswärtigen Amts von allen nicht zwingend erforderlichen Reisen in die dortige Krisenregion ausdrücklich abrät. Ende gut - Alles gut, das VCR-Team kehrte nach drei Tagesetappen wohlbehalten in die Heimat zurück. Mehr dazu in der Mittelbayerischen Zeitung

Wie es in Sachen Pressefreiheit in der Türkei bestellt ist bekam Robert Müller höchst persönlich zu spüren, da er aufgrund seiner Berichterstattung kurzerhand zur "Persona non grata" erklärt wurde. Robert Müller: "Für mich war es leider das letzte Rennen in der Türkei, denn ich bin aufgrund meiner ehrlichen Berichterstattung hier, die hohe Wellen geschlagen hat, bei Rennen in der Türkei zukünftig nicht mehr willkommen und werde daher nicht mehr eingeladen. Das ist schade, denn ich mag die Rundfahrten, die Landschaften, das Essen und auch die größtenteils sehr freundlichen Menschen hier - und die Rennen sind insgesamt auch gut organisiert. Sportlich lief es diesmal mit den Etappenplätzen vier und sieben einen Tick besser als bei der Tour of Mersin, wo ich ja Siebter und Neunter geworden war".

Die »Tour of Mesopotamia« wurde erstmalig 2018 ausgetragen und ist Teil der UCI Europe Tour in der Kategorie 2.2. Tipp: wer über den Rennverlauf mehr wissen möchte bekommt auf Radsport-News.com ausführliche Tagesetappenberichte geboten.