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FERNRADWEG MÜNCHEN - REGENSBURG - PRAG - Grenzenloser Radlspaß


»Fernradweg München-Regensburg-Prag«
Streckendaten
Ausgangspunkt: München (Meereshöhe: 524 m)
Endpunkt: Prag
Streckenlänge: 465 km
Höhenmeter: 2.341 hm (empfohlene Fahrtrichtung)
Eckdaten
- Streckenlänge 465 Kilometer
- ↑ ≈ 2.341 Höhenmeter (laut Google-Maps)
-
Streckenhochpunkt 547 m ü.NHN. (KM 391)
-
Streckentiefpunkt 330 m ü.NHN. (KM 164)
• Radgattungsempfehlung: Tourenbike, Trekkingbike, Gravelbike, Mountainbike, ebike
• Lage: Oberbayern, Niederbayern, Oberpfalz, West- und Mittelböhmen (CZ)
Nennenswerte Anstiege in Bayern
- Weltenburg, KM 118 → 4.5 km / 184 hm
- Heilbrünnl, KM 218 → 1.4 km / 112 hm
- Furth im Wald - Landesgrenze Hochstraße → 4 km / 130 hm
Nennenswerte Anstiege in Tschechien
- ab Landesgrenze Hochstraße → 6 km ↑ 170 hm
- ab Pilsen (KM 356) verteilt auf 35 km: ↑ 500 Höhenmeter ↓ 255 Tiefenmeter
Streckenverlauf
München → Freising (KM 35) → Mainburg (KM 76) → Abensberg (KM 99) → Bad Gögging (KM 104) → Weltenburg (KM 119) → Kelheim (KM 125) → Bad Abbach (KM 143) → Regensburg (KM 164) → Regenstauf (KM 177) → Nittenau (KM 200) → Walderbach (KM 211) → Roding (KM 223) → Cham (KM 238) → Arnschwang (KM 254) → Furth im Wald (KM 260) → Landesgrenze (KM 264) → Babilon (KM 272) → Domažlice (KM 288) → Stankov (KM 307) → Pilsen (KM 353) → Rokycany (KM 372) → Horovice (KM 406) → Zadni Treban/Berounka (KM 433) → Prag (KM 465)
Der »Fernradweg München-Regensburg-Prag« führt entlang ausgewiesener regionaler und überregionaler Radwege über Oberbayern, Niederbayern und der Oberpfalz zur tschechischen Landesgrenze (264 km). Jenseits der Staatsgrenze verläuft die Fernradroute durch die tschechischen Bezirke Pilsener Region (Plzensky kraj), Mittelbömische Region (Stredocesky kraj) und die Hauptstadtregion Prag (Kraj Hlavni mesto Praha (201 km). Die grenzüberschreitende Etappentour besteht aus sechs Radwegen: Isar-Radweg, Abens-Radweg, Donau-Radweg, Regental-Radweg, Chambtal-Radweg, sowie der Radweg #3, welcher Teil der Eurovelo 4 sowie des Paneuropäischen Radwegs ist. Hinzu kommt noch eine 4 km lange Verbindungsspange von Furth im Wald zur Landesgrenze.
Von der bayerischen Landeshauptstadt München führt der Fernradweg entlang der Isar, Abens, Donau, Regen und dem Chamb nach Furth im Wald, bevor die Landesgrenze nach Tschechien überschritten wird. Von vereinzelten Ausnahmen wie bei Weltenburg (Umfahrungsalternative per Schiff), beim Wallfahrtsort Heilbrünnl (Landkreis Cham), in der Grenzregion sowie zu guter Letzt entlang des Gebirgszugs Brdy in Mittelböhmen abgesehen, ist das Profil ansonsten relativ steigungsfrei, was insbesondere entlang der Flüsse Radbusa Berounka und die Moldau gilt.
Streckengrafik
Bewegen sie ihren Cursor auf dem Höhenprofil, wird interaktiv oben auf der Streckengraphik die geographische Position eingeblendet.
Der länderübergreifende »Fernradweg München-Regensburg-Prag« startet in der Isarmetropole München - der Weltstadt mit Herz - durchquert die zweitausendjährige Reichs- und heutige Welterbestadt Regensburg und endet nach 465 Kilometern in der Goldenen Stadt Prag. Die abwechslungsreiche Wegstrecke verbindet neben den europäischen Metropolen auch die Länder Deutschland und Tschechien. In Bayern tangiert der Streckenverlauf die Landkreise München, Freising, Kelheim, Regensburg und Cham. Die Route verläuft - bis auf den Abens-Radweg - meist auf verkehrsfreien Radwegen, teils durch schattige Auenwälder entlang der Isar, Abens, Donau, Regen und dem Chamb. Auch jenseits der Grenze begleiten Flüsse wie die Radbuza, Berounka und die Moldau den München-Regensburg-Prag-Radler.
Nach Grenzübertritt setzt sich die Route durch West- und Mittelböhmen auf verkehrsschwachen Nebenstraßen fort (201 km). Östlich von Pilsen wird es spürbar hügeliger. Vorbei am Landschaftsschutzgebiet Brdy gehts hinab ins zerklüftete Tal der Berounka, wo der spärlich besiedelte Pürglitzer Wald - UNESCO-Biosphärenreservat - die Herzen von Naturliebhabern öffnet.
Das Beste kommt zum Schluss, pflegt der Volksmund zu sagen. Doch welche Naturschönheiten, Glücksmomente und Erlebnisse sich letztlich nachhaltig ins Gedächnis einprägen liegt immer im Auge des Betrachters - sprich basiert auf subjektiver Wahrnehmung. Klar ist nur, dass sich nach dem bayerischen "Fünf-Flüsse-Erlebnis" der finale Abschnitt in Tschechien als sprichwörtliches "Grande Finale" entpuppt, da die mäandernde Berounka sowie als krönendes Highlight der längste Fluss Tschechiens - die Moldau - den wildromantischen Weg ins pulsierende Prager Stadtzentrum weisen. So idyllisch wie man sich an den Auftakt in der bayerischen Landeshauptstadt am Isarufer zurück erinnern mag, so fulminant fühlt sich der Schlußakt in Prag an, wenngleich der wehmütige Abschied wohl von melancholischen Gefühlen begleitet sein dürfte.

Der Teilabschnitt zwischen Regensburg und Prag blickt auf eine lange Geschichte zurück, da dort vor Jahrtausenden Feuersteine nach Böhmen transportiert wurden, weswegen die sogenannte "Feuersteinstraße" zu den ältesten Handelsstraßen Europas zählt. Die Fernradroute, großteils bestehend aus aneinandergereihten (Fluss-) Radwegen - mal asphaltiert, mal geschottert - spannt zwischen Natur, Kultur, Geschichte und Kulinarik einen facettenreichen Bogen. Der portionsweise Genuss auf Etappen bietet permanent einen spannungsgeladenen Kontrast, der die bayerische Lebensart und den böhmischen Flair auf vielschichtigste Art und Weise miteinander verbindet. Ein echter Geheimtipp für abenteuerlustige Radtouristen, die Außergewöhnliches fern von Trubel und Hektik bevorzugen sowie an Geschichte, Kultur und Kulinarik interessiert sind. Kurzum: Radreisende erwartet eine genüssliche Tour vom Englischen Garten in München über die Steinerne Brücke in Regensburg bis zur Karlsbrücke in der Goldenen Stadt Prag. Die Route folgt von der Isar bis zur Moldau dem fließenden Wasser, was an sich schon schon vielversprechend ist. Bekanntlich verbirgt sich Glück oft im Kleinen. Wer sich achtsam auf spannende Entdeckertouren begibt, der bleibt dem Glück auf der Spur und wird hier und da von manchem (Überraschungs-) Erlebnis ergriffen sein. Argumente, die den »Fernradweg München-Regensburg-Prag« auf die Bucket List hieven, gibt's jedenfalls jede Menge.
Neugierig geworden? Dann tauchen sie in die mehrseitige Streckendokumentation ein. Lassen sie ihrer Phantasie freien Lauf, um irgendwann aufzusatteln und sich mit geballter Vorfreude auf ein unvergessliches Radabenteuer einzulassen.
Der Weg ist das Ziel
Der internationale »Fernradweg München-Regensburg-Prag« mag zwar weniger populär sein als einschlägige Klassikerrouten, doch dafür verheißt die Kombination von Flußradwegen und verschlungenen Pfaden vor alleim eines: landschaftliche Abwechslung, Stille, Abgeschiedenheit, Kontakt mit Menschen aus anderen Kulturkreisen und herzhafte Geschmackserlebnisse mit einer bestechenden Vielfalt an regionalspezifischen Gerichten. Des Weiteren weisen die Streckenabschnitte entlang der Isar, Abens, Donau, Regen und Chamb in Bayern sowie der Berounka und Moldau in Böhmen ein ausgesprochen sanftes Streckenprofil auf. Das erfreulichste dabei ist aber, wie charakteristisch jede Flusslandschaft stetig veränderte Landschaftbilder hervorzaubert. Wer auf der Suche nach Sehnsuchtszielen ist wird auf dieser Langstreckentour laufend überrascht sein, wieviele Kleinode und inspirative Kraftorte mit betörender Anziehungskraft und energetischer Wirkung die Sinne verzaubern.
Andere Länder, andere Sitten: die Mehrtagestour bietet zuhauf landschaftliche Kontraste, vermittelt Eindrücke zu Traditionen, Bräuche und regionaler Küche und begeistert darüber hinaus einen abwechslungsreichen Streckenverlauf abseits klassischer Tourenpfade.

Foto: Radtouristen am Isarufer
Wieso Flussradwege unter genussorientierten Radwanderern den höchsten Beliebtheitswert einnehmen, liegt eigentlich ziemlich klar auf der Hand. Einfach deswegen, weil es sich durch üppig bewachsene Ufervegetation völlig entspannt und anstrengungsfrei dahin cruisen lässt, inspirierende Ausblicke genießen kann und darüber hinaus der Streckenverlauf gut einsehbar ist. Außerdem fungierten Flüsse früher als nützliche Transportwege. Für Menschen waren es wahrhafte Lebensadern, weswegen sie sich dort niederließen. Infolgessen enstanden Orte, Burgen, Schlösser, Kirchen und Klöster, die Flussradtouren heutzutage ungemein bereichern. Davon profitiert auch die Fernverbindung zwischen der bayerischen Landeshauptstadt und der Hauptstadt der Tschechischen Republik, die 2010 eröffnet wurde und abschnittsweise von sage und schreibe acht Flüssen begleitet wird. Zudem weist der »Fernradweg München-Regensburg-Prag« bis von wenige Ausnahmen abgesehen ein relativ moderates Streckenprofil auf, weshalb die Gepäckmitnahme (Rucksack, Satteltaschen, Trailer) als auch motorlose "Biobikes" (entsprechende Fitness vorausgesetzt) kein ernstzunehmendes Handicap darstellen.
Fahrradbrückenbau Marienthal (Ldkr. Regensburg)

Während entlang des Regenufers der bereits 2007 fertiggestellte Radweg zwischen Regenstauf und Marienthal durchgängig befahrbar war, klaffte bis Stefling eine 2.3 km lange Lücke, wo Radfahrer auf die Staatsstraße 2149 ausweichen mussten.

Foto: erste Trassierungsarbeiten am gegenüberliegenden Regenufer von Marienthal (19.12.25)

Foto: 3. April 2026
20 Jahre nach dem Planfeststellungsbeschluss erfolgte am 31. Oktober 2025 an der Landreisgrenze Regensburg/Schwandorf der feierliche Spatenstich für den Bau der Fahrradbrücke. Erste Vorbereitungsarbeiten sind zwischenzeitlich angelaufen. Das Brückenbauwerk wird einen nahezu verkehrsfreien Lückenschluss (Regental-Radweg / Fernradweg München-Regensburg-Prag) zwischen Marienthal und Stefling/Überfuhr herstellen. Bis zur offiziellen Freigabe 2027 müssen sich Radfahrer aber noch gedulden, um ihre Fahrt am gegenüberliegenden Ufer entlang bewaldeter Hänge fortzusetzen.

Foto: Brücke Stefling/Überfuhr
Die Staatsstraße wird während der Bauphase vorübergehend teilweise halbseitig, sowie mehrmals komplett gesperrt sein. Geplant ist eine Schrägseilbrücke mit einer Spannweite von 75 Metern und zwei jeweils 13 Meter hohen Pylonen. Von den rund sechs Millionen Euro Gesamtkosten übernimmt der Bund 75 Prozent der förderfähigen Ausgaben.
Neben der verbesserten Radverkehrsanbindung, die das Naherholungsgebiet im Regental aufwertet dürfen sich Radfahrer auch darüber freuen, dass die Gaststätte Marienthal mit schönem Ausflugsbiergarten nach jahrelanger Schließung wieder geöffnet hat. Auch nach der Brückenfertigstellung werden die traditionellen Zillenfahrten über den Regen aufrecherhalten.
Etappeneinteilung
Eine durchschnittliche Tagesdistanz von rund 60 Kilometer erlaubt eine gemächliche Wohlfühlgeschwindigkeit und verschafft zeitlichen Spielraum für spontane Verschnaufpausen, Muße zum Staunen, erholsame Einkehrschwünge sowie für Besichtigungen und Stadtvisiten. Kurz gesagt: es schafft die Grundlage für Entschleunigung. Wir unterbreiten ihnen einen Etappenvorschlag, dessen Übernachtungsorte eine entsprechende Tourismusinfrastruktur vorweisen:
- 1. Etappe Freising (35 km)
- 2. Etappe Bad Gögging (70 km)
- 3. Etappe Regensburg (59 km)
- 4 .Etappe Cham (74 km)
- 5. Etappe Domažlice (42 km)
- 6. Etappe Pilzen (73 km)
- 7. Etappe Horovice (54 km)
- 8. Etappe Prag (60 km)
Wegweisung
Der »Fernradweg München-Regensburg-Prag« verfügt im deutschen Streckenteil (264 km) eine einheitliche Streckenmarkierung! Eingehängte Zusatzschilder (sog. Einschubplaketten) an den Hauptwegweisern kennzeichnen die Route zwischen München und der Landesgrenze:
Überdies gehören die Fluss-Radwege (Isar-, Abens-, Donau-, Regen- und Chamb-Radweg) zum 'Bayernnetz für Radler' - ein bayernweites Fernradroutennetz der Staatsregierung mit einheitlichen Qualitätskriterien, dessen unverwechselbares Erkennungszeichen aus einem Logo mit weißem „Y“ auf blauem Hintergrund besteht:

Quadratische Zwischenwegweiser dienen als zusätzliche Orientierungshilfe
Radwegebeschilderung in Tschechien

Zur Erläuterung ein Beispielfoto für die Wegweisung mit Entfernungsangaben in der Tschechischen Republik (Grenzübergang Neuaign/Vseruby)
Der tschechische Streckenabschnitt (201 km) verfügt im Gegensatz zum bayerischen Streckenteil kein eigenständiges Radwegesignet für den »Fernradweg München-Regensburg-Prag«! Stattdessen folgt man dem Fernradweg #3 - Teil des Eurovelo 4 sowie des Paneuropäischen Radweg - vom Grenzübergang Hochstraße / Ovcí vrch bis nach Prag, der quasi stellvertretend den Routenverlauf in Böhmen vorgibt. An das veränderte Wegweisungssystem hat man sich relativ schnell gewohnt, wobei sich die überwiegende Mehrheit - im Gegensatz zu früher - heutzutage ohnehin ein GPS-Gerät nutzen.
Hochwasser-Nachrichtendienst Bayern
Das bayerische Landesamt für Wasserwirtschaft informiert über tagesaktuelle Pegelstände sowie Hochwasser-Meldestufen. Der Hochwasser-Nachrichtendienst Bayern gibt für 40 bayerische Flüsse (5000 Flusskilometer) Auskunft über etwaige Überschwemmungsgebiet.
Wichtige Hinweise
Reisedokumente
Die Einreise ist für deutsche Staatsangehörige mit folgenden Dokumenten möglich: Reisepass, Personalausweis, Kinderreisepass
Reisedokumente müssen zum Zeitpunkt der Einreise noch mindestens bis zum Reiseende gültig sein!
Radgattung
Für die Befahrung des FRW München-Regensburg-Prag eignen sich vorzugsweise robuste Trekking- Touren- Gravelbikes sowie ebikes mit profilierter, pannensicherer Bereifung (optimale Mischung aus Leichtlauf, Grip und Pannenschutz)
Flussanteile (überwiegend im Sichtbereich)
- Isar: 38 km (München - Marzling)
- Abens: 33 km (Puttenhausen - Bad-Gögging
- Donau: 40 km (Kelheim - Regensburg)
- Regen: 76 km (Regensburg/Reinhausen - Cham)
- Chamb: 18 km (Cham/Altenstadt - Furth im Wald)
∑ 205 km (bei einer Distanz von 264 km) entspricht im bayerischen Streckenabschnitt einem Flussanteil von 78%
- Radbuza: 48 km
- Berounka: 21 km
- Moldau: 11 km
∑ 80 km (bei einer Distanz von 201 km) entspricht im tschechischen Streckenabschnitt einem Flussanteil von 40%
Grenzenlose Entdeckertour mit feinen Geschmackserlebnissen
In Sachen Landschafts- u. Erlebnisfaktor, Streckenqualität, Radwegebeschilderung und radtouristischer Infrastruktur lässt der »Fernradweg München-Regensburg-Prag« an und für sich keine Wünsche offen. Übernachtungs- und Einkehrmöglichkeiten sind in angemessener Dichte vorhanden, dennoch ist genügend Proviant- und Flüssigkeitsvorrat grundsätzlich immer ratsam. Wer körperliche Leistung vollbringt, darf sich lukullisch (entstammt des wegen seines Reichtums und seiner Verschwendung bekannten römischen Feldherrn Lucullus) ohne Gewissensbisse verwöhnen.

Regional- wie länderspezifische Eigenheiten und streckenbezogene Besonderheiten heben diesen Fernradweg von herkömmlichen Standards ab. Dazu gehört auch der prickelnde Kontrast, der die bayerische Lebensart und den böhmischen Flair mitsamt seiner kulinarischen Facetten beider Länder verbindet. Wem das leibliche Wohl am Herzen liegt und kulinarischen Genuss schätzt, darf sich die Hände reiben. Bayerisches Essen ist bekanntermaßen deftig und herzhaft. Fleischgerichte, Knödel und traditionelle Beilagen wie Knödel, Bratkartoffeln und Kraut, oder tpyische Spezialitäten wie Weißwurst mit süßem Senf und Brezn, knusprige Schweinshaxen, Leberkäse, Käsespätzle (Kasspatzen) oder Obazda sind in traditionellen Biergärten der Renner.

Foto: Tschechisches Guláš: Ein herzhaftes Gericht - Würzig, sämig und mit Knödeln serviert – das eine Variante des ungarischen Originals ist, allerdings mit eigener Note. Wegen der individuellen Zubereitung nach eigenem Rezept bleibt ein genussfreudiger Überraschungseffekt nicht aus.
Die Küche ist immer ein Spiegel der Geschichte und Kultur des Landes. Im Nachbarland Tschechien ist der Nationalklassiker Vepro-knedlo-zelo (Schweinebraten mit Knödeln und Sauerkraut) sowie Svícková na Smetane (Rindslendenbraten in Rahmsauce). Letzteres ist ein Klassiker der böhmischen Küche, inspiriert von Bayern und Frankreich. Das zart marinierte Rindfleisch in cremiger Wurzelgemüsesoße, verfeinert mit saurer Sahne, Preiselbeeren und Knödeln wird immer nach eigenem Rezept zubereitet, was das dieses Gericht so speziell macht. Knödel ist die wichtigste Beilage, es kommen aber auch Gulasch, Kartoffelpuffer (Bramboráky), gebackener Käse und süße Mehlspeisen wie Marillenknödel oder Buchteln auf den Tisch. Bier gehört zur bayerischen wie zur böhmischen Lebensart. Schließlich kann man sowohl hierzulande edle Biersorten heimischer Brauereien probieren, als auch in Böhmen, wo das Pilsner einen weltberühmten Ruf genießt.

Foto: Staunende Radtouristen auf der Steinerne Brücke in Regensburg, einer der ältesten erhaltenen Steinbogenbrücken Europas. Als Bindeglied einer wichtigen Handelsroute wurde sie zwischen 1135 und 1146 erbaut. Das historische Bauwerk ist ein einzigartiges Meisterwerk mittelalterlicher Baukunst. Anmerkung: auch die Karlsbrücke in Prag (errichtet im 14. Jahrhundert) zählt zu den ältesten Steinbrücken Europas.
Radbroschüren / Infos

Leporello Radkarte, erhältlich im Buchhandel, ISBN: 978-3-89920-601-2, oder Tourist-Infos
Flyer Fernradweg München-Regensburg-Prag (deutsch)
Flyer Fernradweg München-Regensburg-Prag (tschechisch)
Kontaktdaten
Tourist-Info, Landratsamt Cham
Rachelstr. 6
93413 Cham
Tel. 09971 - 78 - 430
Fax 09971 - 433
mail.: touristik@lra.landkreis-cham.de
www.bayerischer-wald.org

