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Informationen

 

Genussradtour durch sanft gewellte Wald- und Wiesenlandschaft 

 

Schwarzach-Regen-Radweg

Streckendaten

Ausgangspunkt: Cham (Meereshöhe: 382 m)
Endpunkt: Schönthal

Streckenlänge: 22 km
Höhenmeter: 287 hm (empfohlene Fahrtrichtung)

Eckdaten

  • Streckenlänge 22.1 Kilometer
  • ↑ ≈ 189 Höhenmeter (laut Google-Maps)
  • Streckenhochpunkt 528 m ü. NHN (KM 14.3)
  • Streckentiefpunkt 365 m ü. NHN (KM 1.8)

Vorzüge

  • Naturgeschützte Regentalauen
  • Lückenlos beschildert
  • Bedingt familiengeeignet
  • Anschlussverbindungen 
  • Rastplätze, Wetterschutz-Pavillons
  • Informationsschautafeln
  • Sanfte, weitläufige hügelige Wald- und Wiesenlandschaften in schwach besiedelter Region

Radgattungsempfehlung: Trekking- Tourenbike, ebike, Gravelbike, Mountainbike (für Rennräder nicht geeignet)

Streckenverlauf

Cham → Loibling → Ponholzmühle → Haid → Pemfling → Grafenkirchen → Lixendöfering → Rhan → Schönthal 

Der Schwarzach-Regen-Radweg mag im Vergleich zu populären Radwege-Klassikern ein "Mauerblümchendasein" fristen, doch genau diese Tatsache macht die Radtour, die den Regen und Schwarzach miteinander verbindet so interessant - wenn nicht sogar zu einem Geheimtipp. Nach mehreren Befahrungen sind wir der Meinung, dass die liebliche, weitläufige Wald- und Wiesenlandschaft im dünn besiedelten Norden des Landkreises Cham eben genau das bietet, wonach sich Genussradler und Naturliebhaber sehnen: eine beschauliche Gegend fernab von Hektik und Verkehrslärm, in dessen abgeschiedener Naturidyllle sich Radfahrer pudelwohl fühlen und sich bestens abschalten lässt. Es müssen ja nicht immer spektakuläre (Insta-) Highlights mit effekthascherischer Reizüberflutung sein, sondern die schwingende Synfonie der leisen Töne entfaltet gerade an ruhigen Rückzugsorten inspirierende Gefühle, die wie ein tiefenentspannendes Mantra auf die Seele wirken. Es ist schon ein angenehmer Zustand, wenn man von einer unbeschwerten Leichtigkeit des Seins erfasst wird und innere Zufriedenheit und Ausgeglichenheit verspürt. Weitere Trümpfe dieser Radtour sind Informationsschautafeln, stillgelegene, teils überdachte Rastplätze, und vor allem attraktive Anbindungen am Zielort, gleichgültig welche Fahrtrichtung gewählt wird.

Streckengrafik


Bewegen sie ihren Cursor auf dem Höhenprofil, wird interaktiv oben auf der Streckengraphik die geographische Position eingeblendet.

Haftungsausschluss:

Biketouristik – Media übernimmt keine Gewähr für die Korrektheit downgeloadeter Trackdaten. Die Verwendung von GPS-Tracks geschieht in Eigenverantwortung des Users und schließt Haftungsansprüche gegenüber dem Anbieter ausnahmslos aus.



Streckenbeschreibung

Kurz nach dem Startpunkt am großen Parkplatz an der Adolph-Kolping-Str. bei der Florian-Geyer-Brücke (Stadtrand Cham, Nähe Biertor) radelt man entlang an den naturgeschützten "Regental- Auen" nach Michelsdorf. Die Kernzone dieses bundesweit bedeutsamen Wiesenbrütergebietes, in der u.a. so seltene Arten wie Großer Brachvogel, Uferschnepfe oder Bekassine brüten, bildet das als Naturschutzgebiet ausgewiesene "Rötelseeweihergebiet" - eines der wertvollsten Vogelschutzgebiete Deutschlands. Neben verschiedenen Entenarten brüten hier Rohrdommel, Zwerg- und Haubentaucher, Schwarzhalstaucher und Schilfrohrsänger. 

Am Ende des Michelsdorfer Wegs verzweigen sich nach 1.8 km an der Wilfried Ensinger Straße der Schwarzach-Regen-Radweg und der Regental-Radweg. Kurzzeitig wird nochmals kurz die Stadtgrenze von Cham überschritten, bevor die Route durch die Regentalauen der Kreisstadt endgültig den Rücken zukehrt. 

Ein unasphaltierter Streckenabschnitt führt parallel zur Bahnlinie nach Loibling.

Bis zur Kapelle Loibling radelt man überwiegend im Sichtbereich mäandernden Regen, der in südwestliche Richtung nach Regensburg fließt, wo er in die Donau mündet. Anmerkung: auch das Wasser der Schwarzach fließt - nachdem sie bei Schwarzenfeld in die Naab mündet - in Mariaort nahe Regensburg in die Donau. 

Bis nach Loibling verläuft der Schwarzach-Regen-Radweg steigungsfrei. In der Dorfmitte befindet sich ein Rastplatz. Nun führt der Alte Ponholzmühlweg über die Ponholzmühle nach Haid.

Ab Ponholzmühle steigt die Strecke bis zur Gemeinde Pemfling (KM 9.5) sanft aber stetig bergan.

Genussradler - vor allem Biobiker ohne Akkuantrieb - sind über moderate Steigungen und längere Flachpassgagen amused. Die erklommenen Höhenmeter zahlen sich durch schöne Panoramablicke auf das Regental und die Bergausläufer des Bayerischen Waldes in "Heller und Pfennig" aus. Einer der schönsten Aussichtspunkte befindet sich am Ortsrand von Pemfling, wo sich am rückwärtigen Horizont ein schönes Bayerwald-Panorama bietet.

Wegweisungsschilder mit Entfernungsangaben erleichtern die Streckennavigation und bringen Klarheit über die augenblickliche Position an der man sich befindet. 

Die römisch-katholische Pfarrkirche St. Andreas mit prunkvoller Barockausstattung prägt das Ortsbild der Gemeinde Pemfling (ca. 2.250 Einwohner). Das schmucke „Golddorf” darf sich als Bezirkssieger des Wettbewerbs „Unser Dorf soll schöner werden” mit einem ehrenwerten Titel schmücken.

Nachdem Pemfling verlassen wurde tritt zunehmend die unberührte Naturlandschaft in Erscheinung. Für Radfahrer in dieser ruhigen Gegend das "Gelbe vom Ei". In leicht hügeliger Manier setzt sich der Schwarzach-Regen-Radweg bis zu einem idyllischen Rastplatz mit Pavillon am Waldrand fort. Kurz vor dem Weiler Kreut (KM 10.5) folgt ein kurzer Anstieg (knapp 30 hm), bevor links zum Waldrand abgebogen wird. Auf den folgenden 3.9 km werden 114 hm überwunden, von dessen Scheitelpunkt es dann hinab nach Grafenkirchen geht.

Die Landschaft rund um Pemfling ist geprägt von einer reizvollen Mischung aus Wäldern, Feldern, Wiesen und klaren Gewässern. Der folgende Streckenabschnitt verläuft auf teils erdigem oder schottrigem Untergrund durch abgeschiedene Waldpassagen. Gesünder kann man die saubere Luft und die Sommerfrische eigentlich nicht genießen.

Der Holzpavillon am Streckenrand in idyllischer Lage am Waldrand lädt zu einem Päuschen ein. Abschalten, durchschnaufen, Stress abbauen, zur Ruhe zu kommen, aus der Trinkflasche zuzeln und entspannt die Blicke schweifen lassen. Die Auszeit tut sowohl dem Körper als auch der Psyche gut , wofür dieser (Kraft- ) Ort die besten Voraussetzungen bietet. Mit frischen Kräften kann man danach wieder motiviert in die Pedalen treten. 

Nun schlängelt sich der Weg auf samtigem Waldboden durch ausgedehnte Fichten- und Tannenwälder. Ohne Zweifel, der schönste Streckenabschnitt des Schwarzach-Regen-Radwegs. 

Besonders in der Sommerhitze versprechen die schattigen Waldabschnitte Abkühlung und wird als reinste Wohltat empfunden.

Foto: der Radweg verläuft getrennt von Bäumen und Büschen abschnittsweise parallel zur B22, wobei von Verkehrslärm dennoch keine Rede sein kann. 

Stetig steigt das Höhenlevel sanft an, wobei die Steigung unterhalb der 6% Marke bleibt. Nach 14 km ist der Scheitelpunkt des Schwarzach-Regen-Radwegs (540 m.ü.M.) erreicht. Kurz vor Grafenkirchen bei KM 14.7 findet man einen Rastplatz mit Springbrunnen vor, während vor dem Ortsteil Rhan wiederum ein Rastplatz mit Pavillon bei Bedarf Wetterschutz bietet. Hier gibt es auch ein Naturbad mit Jugendzeltplatz.

In Grafenkirchen wird links Richtung Lixendöfering / Rhan abgebogen. Die geschwungene Hochebene bietet weite Aussicht auf die schwach besiedelte Region.  

Rhan - Ortsteil der Gemeinde Schönthal - liegt etwa drei Kilometer südlich von Schönthal. Mit dem Rhanerbräu ist hier die älteste Familienbrauerei Ostbayerns ansässig, deren Brautradition bis ins Jahr 1283 zurück reicht. Wer mehr wissen möchte nimmt an einer historischen Brauereiführung teil. 

Bezogen auf den Streckenhochpunkt verläuft die Route bis ins Schwarzachtal überwiegend abschüssig (rund 100 Tiefenmeter). Ansonsten radelt man auf einem separaten Radweg entlang der B 22 schnurstracks dem Ziel Schönthal entgegen, dessen Silhouette schon weitem in einer  Talsenke ins Blickfeld rückt.

Von Rhan sind es bis zum Zielpunkt des Schwarzach-Regen-Radweg am südlichen Ortsrand von Schönthal 2.2 km.

 

Schönthal (1.951 Einwohner) - Sie haben ihr Ziel erreicht! 

Da sich der Schwarzach-Regen-Radweg in gemütlicher Wohfühlgeschwindigkeit in rund 1 ½ Stunden befahren lässt, bietet sich Kombination mit dem Schwarzachtal-Radweg an. Je nach Belieben kann so die Tour zu einem Halb- oder vollwertigen Tagestrip ausgeweitet werden.

 Anbindungen

Am Uferweg an der Schwarzach direkt neben der Alten Chamer Straße befindet sich der Start/Zielpunkt des Schwarzach-Regen-Radwegs. Wer seine Radtour fortsetzen möchte dem bietet der Radverkehrsknoten Schönthal gleich mehrere Alternativen. Der Schwarzach-Regen-Radweg erfüllt nämlich eine vorzügliche Zubringerfunktion für die Weiterfahrt auf dem Schwarzachtal-Radweg - und zwar in zwei Fahrtrichtungen. Entweder via Rötz (8 km) →  Eixendorfer See →  Neunburg v.W. nach Schwarzenfeld (53 km), oder via Perlsee/Waldmünchen (12 km) → Böhmerwaldschleife zurück nach Kritzenast (79 km). Für den Fall fungiert Schönthal als Etappenziel.

 Wer mit dem Mountainbike oder Gravelbike unterwegs ist, dem bietet sich der Einstieg in die TRANS BAYERWALD (Südroute (1. Etappe) - ebenfalls in zwei Fahrtrichtungen an. Entweder nach Rötz (10 km) oder in östlicher Richtung über die Thurauer Mühle (deckungsgleich mit dem Schwarzachtal-Radweg) nach Furth im Wald (38 km).  

 Schwarzach 

Die Schwarzach entspringt im tschechischen Teil des Oberpfälzer Waldes (Ceský les) östlich der Ortschaft Závist (Neid) direkt an der europäischen Hauptwasserscheide (nur wenige hundert Meter nördlich der Quelle liegt die Quelle der Radbuza, die über Moldau und Elbe zur Nordsee entwässert). Die Schwarzach ist mit ihrem linken, nordöstlichen Oberlauf rund 95 km lang. Zuweilen nennt man den etwa 24 km langen, in Tschechien entspringenden Oberlauf der Schwarzach bis zur Zumündung der Bayerischen Schwarzach auch Böhmische Schwarzach (Nemanický potok) und versteht ihn als eigenständigen Fluss. Mit dieser Auffassung entstünde die Schwarzach demzufolge erst aus dem Zusammenfluss der linken Böhmischen und der rechten Bayerischen Schwarzach nahe dem Waldmünchner Ortsteil Kritzenast.

Im Oberlauf nach Süden fließend, überschreitet die Böhmische Schwarzach kurz hinter dem Ort Nemanice (Wassersuppen) die Grenze, von wo sie ab Waldmünchen eine westliche Richtung einschlägt. Der Fluss bietet Lebensraum für Hecht, Zander, Wels, Forelle, Äsche, Barsch, Aal, Quappe, Döbel, Barbe, Karpfen, Schleie, Nase und verschiedenartige Weißfische.

Die Schwarzach ist ein linker Zufluss der Naab. Sie mündet nahe Schwarzenfeld im Oberpfälzer Landkreis Schwandorf in die Naab, die ihrerseits in Mariaort nahe Regensburg in die Donau mündet.

Das Flusssystem durchläuft zur Hochwasserregulierung drei Stauseen: bei Waldmünchen den Perlsee, bei Treffelstein den Silbersee (Bayerische Schwarzach) und zwischen Neunburg vorm Wald und Rötz gelegenen Eixendorfer Stausee. 

Nachdem sich die Böhmische Schwarzach mit der Bayerischen Schwarzach nördlich der Ortschaft Kritzenast (Ortsteil der Stadt Waldmünchen) vereinigt hat trägt sie den Namen Schwarzach, die nach ca. 70 km bei Schwarzenfeld in die Naab mündet. 

Radelt man in die Ortsmitte, sticht einem das ehemalige Augustiner-Eremiten-Kloster des alten Pfarrdorfs Schönthal  sofort ins Auge. 

Schönthal war Teil des Kurfürstentums Bayern und bildete eine geschlossene Hofmark des Klosters, welche 1802 im Zuge der Säkularisation aufgelöst wurde. Daraufhin entstand im Jahre 1818 die heutige politische Gemeinde.    

 Kloster Schönthal

Die erstmalige urkundliche Erwähnung des Ortes Schönthal - mit dem Namen "VALLIS SPECIOSA" (schönes anmutiges Tal) - ist auf das Jahr 1253 datiert. 

Das Augustinerkloster Schönthal entwickelte sich trotz seiner wechselvollen Geschichte mit andauernder Bedrohung und Verwüstung durch die Hussiten - welche 1433 bei Hiltersried vernichtend geschlagen wurden - und trotz Reformation und Gegenreformation zum wirtschaftlichen, geistigen und kirchlichen Mittelpunkt des oberen Schwarzachtales.

Durch die Säkularisation, wurde 1802 die Klosterkirche, Klosterbibliothek, Klosterbrauerei (Braurecht ab 1342), Klostermühle in Thurau, Hofmarchsrecht, Patronatsrecht und niederer Gerichtsbarkeit zerschlagen. Heute beherbergt die Klosterkirche sehenswerte Kunstdenkmäler. 

Im Garten der Klosterschänke Schönthal (Lkr. Cham) grast das Walliser Schwarznasenschaf mit seiner kleinen Herde, was zwischenzeitlich zur Attraktion geworden ist. Ebenso der weitläufige Spielplatz, den die Gastronomen und die Gemeinde zusammen entlang des Langerbachs angelegt haben.  

Kontaktdaten

Landratsamt Cham 
Rachelstraße 6
93413 Cham

Tel. 099 71 - 78 - 431

touristik@lra.landkreis-cham.de
www.bayerischer-wald.org

Tourist-Information 
Kirchplatz 1
93413 Cham

Tel.: 09971 - 85 79 - 410

tourist@cham.de
www.cham.de

Gemeinde Pemfling
Hauptstr.13
93482 Pemfling 

Tel.: 09971 - 85 61 - 0

poststelle@pemfling.de
www.pemfling.de

Gemeinde Schönthal
Rathausplatz 1
93488 Schönthal 

Telefon: 09978 - 8402 - 0

poststelle@gemeinde-schoenthal.de
http://www.gemeinde-schoenthal.de