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Genussradtour durch sanft gewellte Wald- und Wiesenlandschaft


Schwarzach-Regen-Radweg
Streckendaten
Ausgangspunkt: Cham (Meereshöhe: 382 m)
Endpunkt: Schönthal
Streckenlänge: 22 km
Höhenmeter: 287 hm (empfohlene Fahrtrichtung)
Eckdaten
- Streckenlänge 22.1 Kilometer
- ↑ ≈ 189 Höhenmeter (laut Google-Maps)
- Streckenhochpunkt 528 m ü. NHN (KM 14.3)
- Streckentiefpunkt 365 m ü. NHN (KM 1.8)
Vorzüge
- Naturgeschützte Regentalauen
- Lückenlos beschildert
- Bedingt familiengeeignet
- Anschlussverbindungen
- Rastplätze, Wetterschutz-Pavillons
- Informationsschautafeln
- Sanfte, weitläufige hügelige Wald- und Wiesenlandschaften in schwach besiedelter Region
Radgattungsempfehlung: Trekking- Tourenbike, ebike, Gravelbike, Mountainbike (für Rennräder nicht geeignet)
Streckenverlauf
Cham → Loibling → Ponholzmühle → Haid → Pemfling → Grafenkirchen → Lixendöfering → Rhan → Schönthal
Der Schwarzach-Regen-Radweg mag im Vergleich zu populären Radwege-Klassikern ein "Mauerblümchendasein" fristen, doch genau diese Tatsache macht die Radtour, die den Regen und Schwarzach miteinander verbindet so interessant - wenn nicht sogar zu einem Geheimtipp. Nach mehreren Befahrungen sind wir der Meinung, dass die liebliche, weitläufige Wald- und Wiesenlandschaft im dünn besiedelten Norden des Landkreises Cham eben genau das bietet, wonach sich Genussradler und Naturliebhaber sehnen: eine beschauliche Gegend fernab von Hektik und Verkehrslärm, in dessen abgeschiedener Naturidyllle sich Radfahrer pudelwohl fühlen und sich bestens abschalten lässt. Es müssen ja nicht immer spektakuläre (Insta-) Highlights mit effekthascherischer Reizüberflutung sein, sondern die schwingende Synfonie der leisen Töne entfaltet gerade an ruhigen Rückzugsorten inspirierende Gefühle, die wie ein tiefenentspannendes Mantra auf die Seele wirken. Es ist schon ein angenehmer Zustand, wenn man von einer unbeschwerten Leichtigkeit des Seins erfasst wird und innere Zufriedenheit und Ausgeglichenheit verspürt. Weitere Trümpfe dieser Radtour sind Informationsschautafeln, stillgelegene, teils überdachte Rastplätze, und vor allem attraktive Anbindungen am Zielort, gleichgültig welche Fahrtrichtung gewählt wird.
Streckengrafik
Bewegen sie ihren Cursor auf dem Höhenprofil, wird interaktiv oben auf der Streckengraphik die geographische Position eingeblendet.
Cham - die Stadt am Regenbogen
Cham - 976 erstmals urkundlich erwähnt - hat viel zu bieten. So ist die Stadt für ihre gut erhaltenen mittelalterlichen Gebäude und historischen Plätze bekannt. Besonders sehenswert ist der historischer Marktplatz mit kunstvollem Marktbrunnen, das Rathaus, die Pfarrkirche St. Jakob innen Barock um 1700, das Biertor (Wahrzeichen), Straubinger Turm, Städtische Galerie im Cordonhaus, Museum SPUR und die Stadtmauer.

Foto: wird die Adolf-Kolping-Straße überquert (Originalroute) erblickt man linksseitig die Florian-Geyer-Brücke und die Klosterkirche Maria Hilf, während das Biertor vom Bernd Wicki Wäldchen verdeckt wird. Im Hintergrund erhebt sich nordwestlich der Altstadt der neuromanische Backsteinbau der Klosterkirche Maria Hilf, die vom Orden der Redemptoristen ab 1900 errichtet wurde.
Verkehrsgünstiger Radwegestartort

Foto: Florian-Geyer-Brücke
Der Schwarzach-Regen-Radweg nimmt in der Adolph-Kolping-Straße neben der Florian-Geyer-Brücke in der 1.000 Jahre alten Kreisstadt Cham - dessen Name sich trotz Lage an der Flussschleife des Regens vom kleineren Chamb ableitet - seinen Ausgang. Verkehrsgünstig am Parkplatz Altstadt West gelegen nimmt die Route ihren Ausgang. Der Startpunkt liegt nicht nur an einem wichtigen Radwegeknotenpunkt sondern befindet sich zudem nahe des Chamer Wahrzeichens - dem Biertor - und der Florian-Geyer-Brücke. Beides Bauwerke, die eine herausragende touristische Attraktion darstellen. Die Regenbrücke (1995 neu errichtet) bildete 1959, als der Regisseur Bernhard Wicki in Cham den Antikriegsfilm "Die Brücke" mit den Schauspielern Volker Lechtenbrink, Günther Pfitzmann und Fritz Wepper drehte, die Hauptkulisse der dramatischen Kriegshandlung.

Foto: Biertor - Wahrzeichen von Cham - bewacht vom Brückenheiligen Johannes Nepomuk
Bild oben: der Bau des einzig von ursprünglich vier Stadttoren verbliebenen Biertores geht vermutlich auf das 14. Jahrhundert zurück. 1642 wurde ein kurfürstliches Brauhaus für Weißbier eingerichtet, weshalb das vormals bezeichnete Burgtor im Volksmund heute "Biertor" heißt. Seine gedrungene Gestalt mit den massiven Rundtürmen und dem überdachten Spitzbogen findet sich im Wappen der Stadt Cham als Wahrzeichen wieder.
Der radverkehrsgünstige Startort bietet noch einen weiteren Vorteil, denn ein Abstecher zur Stipvisite der Innenstadt könnte einfacher nicht sein: nur über die Florian-Geyer-Brücke und durchs Chamer Biertor hindurch radeln, schon gelangt man nach wenigen hundert Metern zum historischen Marktplatz.
Wer zum Startort mit dem Rad anreisen möchte befindet sich in der glücklichen Lage, ein engmaschiges Radwegenetz vorzufinden. Die Kreisstadt Cham bildet nämlich einen wichtigen Radverkehrsknotenpunkt. Egal aus welcher Richtung man kommt, das Fadenkreuz mehrerer (Fern-) Radwege drängt eine umweltschonende Anreise mit dem Rad geradewegs auf.
Streckencharakteristik
Der Schwarzach-Regen-Radweg verläuft auf asphaltierten Radwegen, schwach befahrenen Nebenstraßen, Feld- und Schotterwegen sowie sauerstoffreichen Waldpassagen. Die wellige Streckencharakteristik weist moderate Anstiege (max. 5 %) auf, die es "Biobikern" mit durchschnittlicher Grundkondition erlaubt, die Strecke auch ohne Akku-Unterstützung problemlos zu bewältigen.
Wie der Name schon andeutet, verbindet der Schwarzach-Regen-Radweg nicht nur beide Flüsse miteinander sondern stellt zudem eine attraktive Achsenverbindung zwischen der "Bayerwaldmagistrale" Regental-Radweg und dem grenzüberschreitenden Schwarzachtal-Radweg her, woraus sich individuelle Kombinationsmöglichkeiten ergeben.
Wegweisung

Der Schwarzach-Regen-Radweg ist durchgängig mit dem Radwege-Signet
markiert. An Radwege-Knotenpunkten befinden sich Hauptwegweiser mit Nah- und Fernzielen, die teilweise Entfernungsangaben enthalten. Dazu weisen Einschubschilder mit Routenbezeichnungen und Radwegesignets auf weitere Radwege (lokal/regional) hin.
Mitunter dienen quadratische Zwischenwegweiser als zusätzliche Orientierungshilfe
Der Grüne Dach Radweg ist auf der gesamten Streckenlänge des Schwarzach-Regen-Radweg Wegbegleiter. Der grenznahe Fernradweg (306 km) verläuft ab Schönthal auf dem Schwarzachtal-Radweg nach Kritzenast, wo er dann entlang der Bayerischen Schwarzach Richtung Silbersee folgt. In der Gegenrichtung verläuft die Route ab Cham auf dem Regental-Radweg bis Blaibach/Kreuzbach, wo er dann gemeinsam mit dem Lamer-Winkel-Arber-Radweg entlang des Weißen Regen nach Bayerisch Eisenstein führt.

Am Radwegekreuz befinden sich mit der Florian-Geyer-Brücke, dem Biertor - Wahrzeichen der Stadt Cham - sowie dem Museum SPUR am gegenüberliegenden Regenufer bedeutsame Sehenswürdigkeiten, die nur einen Steinwurf entfernt liegen. Zu Ehren des Regisseurs trägt das angrenzende Wäldchen seinen Namen (siehe Bild). Es lohnt sich auf alle Fälle sein Rad abzustellen, und die Sehenswürdigkeiten samt Infoschautafeln genauer in Augenschein zu nehmen.

Zudem befindet sich am Brückenkopf ein geodätischer Referenzpunkt. Dieser gibt an, wie exakt die Angaben von Smartphone, Navi und Co. sind, also genau jene GPS-Daten die für Planungen bei Radstrecken bzw. zum Navigieren sowie zur Positionierung von Fotos und Videos, zur Ortung von Handys oder auch zum Geocaching benötigt werden. Der sogenannte geodätische Referenzpunkt befindet sich in der Mauernische mit Metallbildern aus Bernhard Wickis Film „Die Brücke“ auf einem Steinsockel auf dem eine 40 mal 40 Zentimeter große Edelstahlplatte mit eingravierten geografischen Koordinaten, Fadenkreuz und QR-Code befestigt ist.
Das Handy wird auf das weltweite Bezugssystem WGS84 (World Geodetic System 1984) und das Koordinatensystem auf geographisch oder UTM32 (Universal Transverse Mercator) eingestellt. Legt man es auf den Referenzpunkt bekommt das Smartphone ein Signal, und kann daraufhin die gemessenen Messwerte mit den am Kontrollpunkt angegebenen Sollkoordinaten vergleichen. Durch das Scannen des QR-Codes gelangt man auf eine Website, auf der auch die Werte für Cham aufgelistet sind. Der übliche Abweichungswert schwankt bei Handys zwischen drei und fünf Metern.
Historischer Marktplatz

Der historische Marktplatz von Cham bildet sozusagen das Herz der Stadt, an dem sich zahlreiche Sehenswürdigkeiten wie der Marktplatzbrunnen, das prunkvolle Rathaus, die Kirche St. Jakob, der Herzstein, das legendäre Café Krone sowie Luckner-Skulpturen (berühmter Freibeuter und Admiral der französischen Armee) - befinden. Der Platz im Stadtzentrum liegt nur wenige Minuten vom Streckenverlauf des Regental-Radwegs entfernt. Einfach die Florian-Geyer-Brücke überqueren, danach rechterhand (links in der Schützenstraße gelangt man zum Museum SPUR) durch's Chamer Biertor radeln und via Klosterstraße/Rosenstraße den Marktplatz ansteuern.
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| © Elias Kostner |
Die Tourist-Info befindet sich am Kirchplatz 1 direkt neben dem Marktplatzbrunnen
Heute zählt die aufstrebende Stadt Cham etwa 17 500 Einwohner. Durch ihre geographische Nähe zum Bayerischen Wald gilt die tausendjährige Handelsstadt Cham als „Tor zum Bayerischen Wald“. Am Marktplatz die St. Jakobskirche mit ihrer prunkvollen barocken Ausstattung und das historische Rathaus mit seinen Treppengiebeln und dem typischen Erker. Auch manche alte Bürgerhäuser tragen einen Erker, der über das Eck gesetzt ist, eine Besonderheit des Chamer Baustils.
Neben zahlreichen Sehenswürdigkeiten bieten rund 60 renommierte Restaurants kulinarische Schmankerl, wobei die Gastronomen großen Wert auf Lebensmittel aus der Region legen. Nachhaltigkeit drückt sich auch in der Wertschätzung für heimische Produkte aus. Damit tut man nicht nur seiner Gesundheit etwas gutes, sondern erweist auch der Umwelt gegenüber einen großen Dienst.
E-Bike-Ladestationen
- Kostenlose E-Bike-Ladestation am Floßhafen (Spitalplatz)
- Kostenlose E-Bike-Ladestation bei den Stadtwerken (Further Str. 4)
- Kostenlose E-Bike-Ladestation auf dem Marktplatz
Kreisstadt Cham - Die Stadt am Regenbogen
Die ehemalige Grenzlandlage änderte sich durch die Osterweiterung schlagartig in eine zentraleuropäische Lage. So verwandelte sich die Region vom früheren"Armenhaus" zu einem attraktiven Wirtschaftsstandort, dessen prosperierende Wirtschaftskraft sich seit dem Jahr 2000 nahezu verdoppelt hat, weswegen nahezu Vollbeschäftigungherrscht.
Cham hat jede Menge an Sehenswürdigkeiten zu bieten wie z.B. das terrakottafarbene, zweitürmige Biertor (liegt einen Katzensprung vom Regental-Radweg entfernt), der Marktplatz mit historischem Rathaus und Glockenspiel, das Cordonhaus (beherbergt die Tourist-Info), das Bürgerspital von 1300, die Klosterkirche Maria Hilf, die romanische Stadtpfarrkirche St. Jakob am Marktplatz, das Museum SPUR und vieles mehr.
Das Herz der Stadt bildet der historische Marktplatz, an dem sich u.a. der kunstvolle Marktbrunnen, das spätgotische Rathaus, die Kirche St. Jakob (13. Jh.) und der Herzstein befindet.
Die Kreisstadt Cham (370 m ü.NN.) blickt als Handels-, Schul-, Behörden- und Garnisonsstadt auf eine über 1000-jährige Geschichte zurück. Heute zählt die aufstrebende Stadt 17.381 Einwohner (Stand 31. Dez. 2023). Obwohl die Stadt Cham in einer Flussschleife des Regens errichtet wurde, leitet sich ihr Name vom Flüsschen Chamb ab, dessen Name auf das keltische Wort "kambos" zurückgeht, das sinngemäß krumm bzw. gewunden bedeutet. Der Chamb entspringt im Böhmerwald und stellt den „Hauptfluss“ des Chamer Beckens dar. Zugleich bildet er die Wasserscheide zwischen dem Bayerischen und dem Oberpfälzer Wald.

Das Zentrum der alten Handelsstadt bildet der historische Marktplatz mit spätgotischem Rathaus, der Pfarrkirche St. Jakob aus dem 14. Jahrhundert und dem kunstvollen Marktbrunnen mit seinen wasserspeienden Figuren.

Cafes, Gaststätten sowie Freisitze laden auf dem Markplatz zum Verweilen bzw. Energienachschub ein.

Foto: Skulptur von Graf Luckner, geboren in Cham, war ein berühmter Freibeuter und Admiral in der französischen Armee.
Ein denkwürdiges Ereignis sollte man auf dem Chamer Marktplatz nicht verpassen (täglich 12:05 Uhr). Dann ertönt nämlich ein ganz besonderes Spektakel, wenn auf dem Glockenspiel des Rathauses die französische Nationalhymne, die "Marseillaise" zu hören ist. Ursprünglich hieß das Lied, geschrieben 1792 von Claude Joseph Rouget de Lisle, "Kriegslied für die Rheinarmee" und war einem gewissen Nikolaus Graf von Luckner gewidmet. Einheimische sprechen gern von der heimlichen Hauptstadt Frankreichs, denn Nikolaus Graf von Luckner war gebürtiger Chamer. Dieser verbrachte seine Jugendjahre hier in der Stadt, bevor er im Alter von 15 Jahren seine große militärische Karriere startete, die ihn über verschiedene Stationen 1763 bis an den Hof des französischen Königs brachte und ihm 1791 sogar den Marschallstitel bescherte.
Auch im Cham der heutigen Zeit ist Luckner nach wie vor allgegenwärtig. Die Besichtigung seines Geburtshauses ist fester Bestandteil einer jeden Stadtführung, auf dem kunstvollen Marktplatzbrunnen ist er als wasserspeiende Statue dargestellt und im gesamten Innenstadtbereich trifft man gleich auf mehrere lebensgroße Luckner-Figuren mit prächtigen Uniformen. Nicht zuletzt gibt es seit 2015 auch einen eigens für den Helden der Stadt geschaffenen Graf-Luckner-Platz.
Ob Graf Luckner jemals Rad fuhr, ist historisch nicht verbürgt. Dennoch wurden ihm zu Ehren zwei "Luckner Runden" (25/38 km) gewidmet. Die Rundtouren sind nicht separat ausgeschildert, sondern folgen der überörtlichen Radwegbeschilderung.
Radverkehrsknotenpunkt Radpavillon Stadellohe

Wegweisung, Informationsschautafeln, kostenlose Radboxen und radfreundliche Gastbetriebe - Radtouristen genießen im Naturpark Oberer Bayerischer Wald eine vorbildliche Infrastruktur. Der Radpavillon befindet sich beim „Flugplatzweg“ in Sichtweite der Janahofer Straße neben dem Parkplatz Stadellohe. Der Pavillon bietet die Möglichkeit, Räder und Gepäck dort sicher und geschützt zu deponieren. Die Radboxen sind mit handelsüblichen Kabelschlössern absperrbar. Die Benutzung des Radpavillon Stadellohe ist kostenfrei!
Seinen Namen hat Cham übrigens vom Chamb-Fluss, der in Böhmen entspringt, durch die Cham-Further Senke, einen uralten Völker- und Handelsweg, nach Cham fließt und beim Ortsteil Altenstadt in den Regen-Fluss mündet. Der Name „Chamb“ geht auf das keltische Wort „kambos“ zurück, das mit „krumm“ oder „gewunden“ übersetzt wird. Ausgesprochen wird der Stadtname mit hartem "K" und langem "A".
Streckenbeschreibung
Kurz nach dem Startpunkt am großen Parkplatz an der Adolph-Kolping-Str. bei der Florian-Geyer-Brücke (Stadtrand Cham, Nähe Biertor) radelt man entlang an den naturgeschützten "Regental- Auen" nach Michelsdorf. Die Kernzone dieses bundesweit bedeutsamen Wiesenbrütergebietes, in der u.a. so seltene Arten wie Großer Brachvogel, Uferschnepfe oder Bekassine brüten, bildet das als Naturschutzgebiet ausgewiesene "Rötelseeweihergebiet" - eines der wertvollsten Vogelschutzgebiete Deutschlands. Neben verschiedenen Entenarten brüten hier Rohrdommel, Zwerg- und Haubentaucher, Schwarzhalstaucher und Schilfrohrsänger.

Am Ende des Michelsdorfer Wegs verzweigen sich nach 1.8 km an der Wilfried Ensinger Straße der Schwarzach-Regen-Radweg und der Regental-Radweg. Kurzzeitig wird nochmals kurz die Stadtgrenze von Cham überschritten, bevor die Route durch die Regentalauen der Kreisstadt endgültig den Rücken zukehrt.

Ein unasphaltierter Streckenabschnitt führt parallel zur Bahnlinie nach Loibling.
Bis zur Kapelle Loibling radelt man überwiegend im Sichtbereich mäandernden Regen, der in südwestliche Richtung nach Regensburg fließt, wo er in die Donau mündet. Anmerkung: auch das Wasser der Schwarzach fließt - nachdem sie bei Schwarzenfeld in die Naab mündet - in Mariaort nahe Regensburg in die Donau.

Bis nach Loibling verläuft der Schwarzach-Regen-Radweg steigungsfrei. In der Dorfmitte befindet sich ein Rastplatz. Nun führt der Alte Ponholzmühlweg über die Ponholzmühle nach Haid.
Ab Ponholzmühle steigt die Strecke bis zur Gemeinde Pemfling (KM 9.5) sanft aber stetig bergan.

Genussradler - vor allem Biobiker ohne Akkuantrieb - sind über moderate Steigungen und längere Flachpassgagen amused. Die erklommenen Höhenmeter zahlen sich durch schöne Panoramablicke auf das Regental und die Bergausläufer des Bayerischen Waldes in "Heller und Pfennig" aus. Einer der schönsten Aussichtspunkte befindet sich am Ortsrand von Pemfling, wo sich am rückwärtigen Horizont ein schönes Bayerwald-Panorama bietet.

Wegweisungsschilder mit Entfernungsangaben erleichtern die Streckennavigation und bringen Klarheit über die augenblickliche Position an der man sich befindet.

Die römisch-katholische Pfarrkirche St. Andreas mit prunkvoller Barockausstattung prägt das Ortsbild der Gemeinde Pemfling (ca. 2.250 Einwohner). Das schmucke „Golddorf” darf sich als Bezirkssieger des Wettbewerbs „Unser Dorf soll schöner werden” mit einem ehrenwerten Titel schmücken.

Nachdem Pemfling verlassen wurde tritt zunehmend die unberührte Naturlandschaft in Erscheinung. Für Radfahrer in dieser ruhigen Gegend das "Gelbe vom Ei". In leicht hügeliger Manier setzt sich der Schwarzach-Regen-Radweg bis zu einem idyllischen Rastplatz mit Pavillon am Waldrand fort. Kurz vor dem Weiler Kreut (KM 10.5) folgt ein kurzer Anstieg (knapp 30 hm), bevor links zum Waldrand abgebogen wird. Auf den folgenden 3.9 km werden 114 hm überwunden, von dessen Scheitelpunkt es dann hinab nach Grafenkirchen geht.

Die Landschaft rund um Pemfling ist geprägt von einer reizvollen Mischung aus Wäldern, Feldern, Wiesen und klaren Gewässern. Der folgende Streckenabschnitt verläuft auf teils erdigem oder schottrigem Untergrund durch abgeschiedene Waldpassagen. Gesünder kann man die saubere Luft und die Sommerfrische eigentlich nicht genießen.

Der Holzpavillon am Streckenrand in idyllischer Lage am Waldrand lädt zu einem Päuschen ein. Abschalten, durchschnaufen, Stress abbauen, zur Ruhe zu kommen, aus der Trinkflasche zuzeln und entspannt die Blicke schweifen lassen. Die Auszeit tut sowohl dem Körper als auch der Psyche gut , wofür dieser (Kraft- ) Ort die besten Voraussetzungen bietet. Mit frischen Kräften kann man danach wieder motiviert in die Pedalen treten.

Nun schlängelt sich der Weg auf samtigem Waldboden durch ausgedehnte Fichten- und Tannenwälder. Ohne Zweifel, der schönste Streckenabschnitt des Schwarzach-Regen-Radwegs.

Besonders in der Sommerhitze versprechen die schattigen Waldabschnitte Abkühlung und wird als reinste Wohltat empfunden.

Foto: der Radweg verläuft getrennt von Bäumen und Büschen abschnittsweise parallel zur B22, wobei von Verkehrslärm dennoch keine Rede sein kann.
Stetig steigt das Höhenlevel sanft an, wobei die Steigung unterhalb der 6% Marke bleibt. Nach 14 km ist der Scheitelpunkt des Schwarzach-Regen-Radwegs (540 m.ü.M.) erreicht. Kurz vor Grafenkirchen bei KM 14.7 findet man einen Rastplatz mit Springbrunnen vor, während vor dem Ortsteil Rhan wiederum ein Rastplatz mit Pavillon bei Bedarf Wetterschutz bietet. Hier gibt es auch ein Naturbad mit Jugendzeltplatz.

In Grafenkirchen wird links Richtung Lixendöfering / Rhan abgebogen. Die geschwungene Hochebene bietet weite Aussicht auf die schwach besiedelte Region.

Rhan - Ortsteil der Gemeinde Schönthal - liegt etwa drei Kilometer südlich von Schönthal. Mit dem Rhanerbräu ist hier die älteste Familienbrauerei Ostbayerns ansässig, deren Brautradition bis ins Jahr 1283 zurück reicht. Wer mehr wissen möchte nimmt an einer historischen Brauereiführung teil.
Bezogen auf den Streckenhochpunkt verläuft die Route bis ins Schwarzachtal überwiegend abschüssig (rund 100 Tiefenmeter). Ansonsten radelt man auf einem separaten Radweg entlang der B 22 schnurstracks dem Ziel Schönthal entgegen, dessen Silhouette schon weitem in einer Talsenke ins Blickfeld rückt.

Von Rhan sind es bis zum Zielpunkt des Schwarzach-Regen-Radweg am südlichen Ortsrand von Schönthal 2.2 km.

Schönthal (1.951 Einwohner) - Sie haben ihr Ziel erreicht!
Da sich der Schwarzach-Regen-Radweg in gemütlicher Wohfühlgeschwindigkeit in rund 1 ½ Stunden befahren lässt, bietet sich Kombination mit dem Schwarzachtal-Radweg an. Je nach Belieben kann so die Tour zu einem Halb- oder vollwertigen Tagestrip ausgeweitet werden.
Anbindungen
Am Uferweg an der Schwarzach direkt neben der Alten Chamer Straße befindet sich der Start/Zielpunkt des Schwarzach-Regen-Radwegs. Wer seine Radtour fortsetzen möchte dem bietet der Radverkehrsknoten Schönthal gleich mehrere Alternativen. Der Schwarzach-Regen-Radweg erfüllt nämlich eine vorzügliche Zubringerfunktion für die Weiterfahrt auf dem Schwarzachtal-Radweg - und zwar in zwei Fahrtrichtungen. Entweder via Rötz (8 km) → Eixendorfer See → Neunburg v.W. nach Schwarzenfeld (53 km), oder via Perlsee/Waldmünchen (12 km) → Böhmerwaldschleife zurück nach Kritzenast (79 km). Für den Fall fungiert Schönthal als Etappenziel.

Wer mit dem Mountainbike oder Gravelbike unterwegs ist, dem bietet sich der Einstieg in die TRANS BAYERWALD (Südroute (1. Etappe) - ebenfalls in zwei Fahrtrichtungen an. Entweder nach Rötz (10 km) oder in östlicher Richtung über die Thurauer Mühle (deckungsgleich mit dem Schwarzachtal-Radweg) nach Furth im Wald (38 km).

Schwarzach
Die Schwarzach entspringt im tschechischen Teil des Oberpfälzer Waldes (Ceský les) östlich der Ortschaft Závist (Neid) direkt an der europäischen Hauptwasserscheide (nur wenige hundert Meter nördlich der Quelle liegt die Quelle der Radbuza, die über Moldau und Elbe zur Nordsee entwässert). Die Schwarzach ist mit ihrem linken, nordöstlichen Oberlauf rund 95 km lang. Zuweilen nennt man den etwa 24 km langen, in Tschechien entspringenden Oberlauf der Schwarzach bis zur Zumündung der Bayerischen Schwarzach auch Böhmische Schwarzach (Nemanický potok) und versteht ihn als eigenständigen Fluss. Mit dieser Auffassung entstünde die Schwarzach demzufolge erst aus dem Zusammenfluss der linken Böhmischen und der rechten Bayerischen Schwarzach nahe dem Waldmünchner Ortsteil Kritzenast.
Im Oberlauf nach Süden fließend, überschreitet die Böhmische Schwarzach kurz hinter dem Ort Nemanice (Wassersuppen) die Grenze, von wo sie ab Waldmünchen eine westliche Richtung einschlägt. Der Fluss bietet Lebensraum für Hecht, Zander, Wels, Forelle, Äsche, Barsch, Aal, Quappe, Döbel, Barbe, Karpfen, Schleie, Nase und verschiedenartige Weißfische.

Die Schwarzach ist ein linker Zufluss der Naab. Sie mündet nahe Schwarzenfeld im Oberpfälzer Landkreis Schwandorf in die Naab, die ihrerseits in Mariaort nahe Regensburg in die Donau mündet.
Das Flusssystem durchläuft zur Hochwasserregulierung drei Stauseen: bei Waldmünchen den Perlsee, bei Treffelstein den Silbersee (Bayerische Schwarzach) und zwischen Neunburg vorm Wald und Rötz gelegenen Eixendorfer Stausee.
Nachdem sich die Böhmische Schwarzach mit der Bayerischen Schwarzach nördlich der Ortschaft Kritzenast (Ortsteil der Stadt Waldmünchen) vereinigt hat trägt sie den Namen Schwarzach, die nach ca. 70 km bei Schwarzenfeld in die Naab mündet.

Radelt man in die Ortsmitte, sticht einem das ehemalige Augustiner-Eremiten-Kloster des alten Pfarrdorfs Schönthal sofort ins Auge.
Schönthal war Teil des Kurfürstentums Bayern und bildete eine geschlossene Hofmark des Klosters, welche 1802 im Zuge der Säkularisation aufgelöst wurde. Daraufhin entstand im Jahre 1818 die heutige politische Gemeinde.
Kloster Schönthal
Die erstmalige urkundliche Erwähnung des Ortes Schönthal - mit dem Namen "VALLIS SPECIOSA" (schönes anmutiges Tal) - ist auf das Jahr 1253 datiert.
Das Augustinerkloster Schönthal entwickelte sich trotz seiner wechselvollen Geschichte mit andauernder Bedrohung und Verwüstung durch die Hussiten - welche 1433 bei Hiltersried vernichtend geschlagen wurden - und trotz Reformation und Gegenreformation zum wirtschaftlichen, geistigen und kirchlichen Mittelpunkt des oberen Schwarzachtales.
Durch die Säkularisation, wurde 1802 die Klosterkirche, Klosterbibliothek, Klosterbrauerei (Braurecht ab 1342), Klostermühle in Thurau, Hofmarchsrecht, Patronatsrecht und niederer Gerichtsbarkeit zerschlagen. Heute beherbergt die Klosterkirche sehenswerte Kunstdenkmäler.
Im Garten der Klosterschänke Schönthal (Lkr. Cham) grast das Walliser Schwarznasenschaf mit seiner kleinen Herde, was zwischenzeitlich zur Attraktion geworden ist. Ebenso der weitläufige Spielplatz, den die Gastronomen und die Gemeinde zusammen entlang des Langerbachs angelegt haben.

Kontaktdaten
Landratsamt Cham
Rachelstraße 6
93413 Cham
Tel. 099 71 - 78 - 431
touristik@lra.landkreis-cham.de
www.bayerischer-wald.org
Tourist-Information
Kirchplatz 1
93413 Cham
Tel.: 09971 - 85 79 - 410
Gemeinde Pemfling
Hauptstr.13
93482 Pemfling
Tel.: 09971 - 85 61 - 0
poststelle@pemfling.de
www.pemfling.de
Gemeinde Schönthal
Rathausplatz 1
93488 Schönthal
Telefon: 09978 - 8402 - 0
poststelle@gemeinde-schoenthal.de
http://www.gemeinde-schoenthal.de

