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Informationen

Die Festspiel-Radroute schlängelt sich durch den 'Vorderen Bayerischer Wald' - mitunter auch als 'Falkensteiner Vorwald' bezeichnet - der sich vom südwestlichen Landkreis Cham im Naturpark Oberer Bayerischer Wald bis an die ufernahen Bergausläufer der Donau im Landkreis Regensburg erstreckt. Ein großteils unberührtes Fleckchen Natur, das inmitten ausgedehnter Wälder, aussichtsreicher Hügelkuppen, verschwiegener Täler, Weiher und Teiche seinen lieblichen Charme bewahren konnte und so Radfahrern voll in die Karten spielt. Dank Mittelgebirgslage mit bis zu 650 Meter Höhe abseits viel befahrener Straßen, kommt Radfahrern die ausgesprochen sauberere Luft in dem dünn besiedelten und waldreichen Landstrich besonders zugute. Schließlich bescheinigen diverse Luftqualitäts-Karten der Naturregion zwischen der Chamer Senke und dem Luftkurort Falkenstein eine gute bis sehr gute Luftqualität mit niedrigen Schadstoffwerten. Dazu imposante Denkmäler, Burgen und Burgruinen, barocke Kirchen und Klöster, Museen und natürlich urgemütliche Biergärten - Radlerherz was willst du mehr?

Festspiel-Radweg

Streckendaten

Ausgangspunkt: Cham (Meereshöhe: 382 m)
Endpunkt: Falkenstein

Streckenlänge: 27.2 km
Höhenmeter: 627 hm (empfohlene Fahrtrichtung)
Höhenmeter: 437 hm (entgegengesetzte Fahrtrichtung)

Eckdaten

  • Streckenlänge 27.2 Kilometer
  • ↑ ≈ 510 Höhenmeter (laut Google-Maps)
  • Streckenhochpunkt 622 m ü. NHN (KM 21)
  • Streckentiefpunkt 361 m ü. NHN (KM 1.6)

Sehenswürdigkeiten - Attraktionen

  • Cham: Historischer Marktplatz mit kunstvollem Marktbrunnen, spätgotisches Rathaus, Pfarrkirche St. Jakob (13. Jh.) innen Barock um 1700, Biertor, Straubinger Turm, Städtische Galerie im Cordonhaus, Museum SPUR
  • Burgruine Neuhaus, Besichtigungsmöglichkeit des Naturdenkmals „Zum Pfahl“
  • Wallfahrtskapelle Maria Rosenöd
  • Michelsneukirchen: Goldmedaille auf Landes- und Silbermedaille auf Bundesebene im Wettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden"
  • Rastpavillon (Streckenscheitelpunkt) mit faszinierendem Bergpanorama 
  • Falkenstein: Burg (11. Jh.), Jagdmuseum, Schlosspark (ca. 13 ha großer Natur- und Felsenpark), Freibad 

Einkehrmöglichkeiten

  • Cham
  • Schorndorf
  • Michelsneukirchen
  • Falkenstein

Streckenverlauf

Cham →  Radling → Schorndorf →  Michelsneukirchen →  Völling → Falkenstein

Radgattungsempfehlung: Trekking- Tourenbike, ebike, Gravelbike, Mountainbike (für Rennräder ungeeignet)

Ausgangspunkt des Festspiel-Radweg ist die Kreisstadt Cham. Der Themen-Radweg stellt die Verbindung zum Markt Falkenstein her und bewirbt mit seiner ungewöhnlichen Namensgebung die traditionsreichen Festspielaktivitäten im Naturpark Oberer Bayerischer Wald. Die Route verläuft auf Radwegen, wenig befahrenen Nebenstraßen, Feld- und Forstwegen abwechselnd durch sauerstoffreiche Waldpassagen und passiert reizvolle  Hochebenen. Von der flachen Chamer Senke hinauf zu den Bergausläufern des Vorderen Bayerischen Waldes braucht es jedoch etwas "Wadenschmalz", da vereinzelte Rampen (max. 13 % Steigung) zumindest kurzzeitig ihren Schweißtribut abverlangen. Daraus ergibt sich die Notwendigkeit, dass man entweder über eine gute Fitness verfügt oder alternativ einem ebike vertraut, das die Kraftanstrengung erträglicher macht.

Streckengrafik


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Cham - die Stadt am Regenbogen

Cham - 976 erstmals urkundlich erwähnt - hat viel zu bieten. So ist die Stadt - dessen Name sich trotz Lage an der Flussschleife des Regens vom kleineren Chamb ableitet - für ihre gut erhaltenen mittelalterlichen Gebäude und historischen Plätze bekannt. Besonders sehenswert ist der historischer Marktplatz mit kunstvollem Marktbrunnen, das Rathaus, die Pfarrkirche St. Jakob  innen Barock um 1700, das Biertor (Wahrzeichen), Straubinger Turm, Städtische Galerie im Cordonhaus, Museum SPUR und die Stadtmauer.

Foto: wird die Adolf-Kolping-Straße überquert (Originalroute) erblickt man linksseitig die Florian-Geyer-Brücke und die Klosterkirche Maria Hilf, während das Biertor vom Bernd Wicki Wäldchen verdeckt wird. Im Hintergrund erhebt sich nordwestlich der Altstadt der neuromanische Backsteinbau der Klosterkirche Maria Hilf, die vom Orden der Redemptoristen ab 1900 errichtet wurde.

Verkehrsgünstiger Radwegestartort

Foto: Florian-Geyer-Brücke

Der Startpunkt des Festspiel-Radwegs befindet sich in Cham beim Radwegeknoten an der Janahofstraße - vis a vis vom "Parkplatz P3 - Altstadt Süd II, Quadfeldmühle", wo z.B. der Chambtal-Radweg seinen Ausgang nimmt. Von dort führt ein Verbindungsweg (hier verläuft u.a. der Regental-Radweg) entlang des Regen zur Adolph-Kolping-Straße, in die nach 700 Meter links abgebogen wird. An dieser Stelle lohnt sich ein kleiner Abstecher: rechts neben dem Bernhard-Wiicki-Wäldchen beim Parkplatz Altstadt West gelegen führt die Florian-Geyer-Brücke über den Regen, wo sich rechterhand das Chamer Wahrzeichen - das Biertor -  bzw. links das Kunstmuseum 'SPUR' befindet. Allesamt herausragende touristische Attraktionen, für die man sich in Ruhe genügend Zeit nehmen sollte. Die Florian-Geyer-Brücke (1995 neu errichtet) bildete 1959, als der Regisseur Bernhard Wicki in Cham den Antikriegsfilm "Die  Brücke" mit den Schauspielern Volker Lechtenbrink, Günther  Pfitzmann und Fritz Wepper drehte, die Hauptkulisse der dramatischen Kriegshandlung. 

Foto: Biertor - Wahrzeichen von Cham - bewacht vom Brückenheiligen Johannes Nepomuk

Bild oben: der Bau des einzig von ursprünglich vier Stadttoren verbliebenen Biertores geht vermutlich auf das 14. Jahrhundert zurück. 1642 wurde ein kurfürstliches Brauhaus für Weißbier eingerichtet, weshalb das vormals bezeichnete Burgtor im Volksmund heute "Biertor" heißt. Seine gedrungene Gestalt mit den massiven Rundtürmen und dem überdachten Spitzbogen findet sich im Wappen der Stadt Cham als Wahrzeichen wieder. 

Der radverkehrsgünstige Startort bietet noch einen weiteren Vorteil, denn ein Abstecher zur Stipvisite der Innenstadt könnte einfacher nicht sein: nur über die Florian-Geyer-Brücke und durchs Chamer Biertor hindurch radeln, schon gelangt man nach wenigen hundert Metern zum historischen Marktplatz.

 Wer zum Startort mit dem Rad anreisen möchte befindet sich in der glücklichen Lage, ein engmaschiges Radwegenetz vorzufinden. Die Kreisstadt Cham bildet nämlich einen wichtigen Radverkehrsknotenpunkt. Egal aus welcher Richtung man kommt, das Fadenkreuz mehrerer (Fern-) Radwege drängt eine umweltschonende Anreise mit dem Rad geradewegs auf.   

Wegweisung

Der Festspiel-Radweg gehört zum Bayernnetz für Radler. Er ist neben dem Radwege-Signetzusätzlich mit dem Logo beschildert. 

An Radwege-Knotenpunkten befinden sich Hauptwegweiser mit Nah- und Fernzielen, die teilweise Entfernungsangaben enthalten. Dazu weisen Einschubschilder mit Routenbezeichnungen und Radwegesignets auf weitere Radwege (lokal/regional) hin.

 Mitunter dienen quadratische Zwischenwegweiser als zusätzliche Orientierungshilfe

Am Radwegekreuz befinden sich mit der Florian-Geyer-Brücke, dem Biertor - Wahrzeichen der Stadt Cham - sowie dem Museum SPUR am gegenüberliegenden Regenufer bedeutsame Sehenswürdigkeiten, die nur einen Steinwurf entfernt liegen. Zu Ehren des Regisseurs trägt das angrenzende Wäldchen seinen Namen (siehe Bild). Es lohnt sich auf alle Fälle sein Rad abzustellen, und die Sehenswürdigkeiten samt Infoschautafeln genauer in Augenschein zu nehmen.

Zudem befindet sich am Brückenkopf ein geodätischer Referenzpunkt. Dieser gibt an, wie exakt die Angaben von Smartphone, Navi und Co. sind, also genau jene GPS-Daten die für Planungen bei Radstrecken bzw. zum Navigieren sowie zur Positionierung von Fotos und Videos, zur Ortung von Handys oder auch zum Geocaching benötigt werden. Der sogenannte geodätische Referenzpunkt befindet sich in der Mauernische mit Metallbildern aus Bernhard Wickis Film „Die Brücke“ auf einem Steinsockel auf dem eine 40 mal 40 Zentimeter große Edelstahlplatte mit eingravierten geografischen Koordinaten, Fadenkreuz und QR-Code befestigt ist.

Das Handy wird auf das weltweite Bezugssystem WGS84 (World Geodetic System 1984) und das Koordinatensystem auf geographisch oder UTM32 (Universal Transverse Mercator) eingestellt. Legt man es auf den Referenzpunkt bekommt das Smartphone ein Signal, und kann daraufhin die gemessenen Messwerte mit den am Kontrollpunkt angegebenen Sollkoordinaten vergleichen. Durch das Scannen des QR-Codes gelangt man auf eine Website, auf der auch die Werte für Cham aufgelistet sind. Der übliche Abweichungswert schwankt bei Handys zwischen drei und fünf Metern. 

Historischer Marktplatz

Cham - 976 erstmals urkundlich erwähnt - hat viel zu bieten. So ist die Stadt für ihre gut erhaltenen mittelalterlichen Gebäude und historischen Plätze bekannt. Besonders sehenswert ist der historischer Marktplatz mit kunstvollem Marktbrunnen, das Rathaus, die Pfarrkirche St. Jakob  innen Barock um 1700, das Biertor (Wahrzeichen), Straubinger Turm, Städtische Galerie im Cordonhaus, Museum SPUR und die Stadtmauer.

Der historische Marktplatz von Cham bildet sozusagen das Herz der Stadt, an dem sich zahlreiche Sehenswürdigkeiten wie der Marktplatzbrunnen, das prunkvolle Rathaus, die Kirche St. Jakob, der Herzstein, das legendäre Café Krone sowie Luckner-Skulpturen (berühmter Freibeuter und Admiral der französischen Armee) - befinden. Der Platz im Stadtzentrum liegt nur wenige Minuten vom Streckenverlauf des Regental-Radwegs entfernt. Einfach die Florian-Geyer-Brücke überqueren, danach rechterhand (links in der Schützenstraße gelangt man zum Museum SPUR) durch's Chamer Biertor radeln und via Klosterstraße/Rosenstraße den Marktplatz ansteuern. 

Die Tourist-Info befindet sich am Kirchplatz 1 direkt neben dem Marktplatzbrunnen

Heute zählt die aufstrebende Stadt Cham etwa 17 500 Einwohner. Durch ihre geographische Nähe zum Bayerischen Wald gilt die tausendjährige Handelsstadt Cham als „Tor zum Bayerischen Wald“. Am Marktplatz die St. Jakobskirche mit ihrer prunkvollen barocken Ausstattung und das historische Rathaus mit seinen Treppengiebeln und dem typischen Erker. Auch manche alte Bürgerhäuser tragen einen Erker, der über das Eck gesetzt ist, eine Besonderheit des Chamer Baustils. 

Neben zahlreichen Sehenswürdigkeiten bieten rund 60 renommierte Restaurants kulinarische Schmankerl, wobei die Gastronomen großen Wert auf Lebensmittel aus der Region legen. Nachhaltigkeit drückt sich auch in der Wertschätzung für heimische Produkte aus. Damit tut man nicht nur seiner Gesundheit etwas gutes, sondern erweist auch der Umwelt gegenüber einen großen Dienst. 

Eine städtische "Entdeckertour" mit dem Fahrrad ist eine feine Sache. Einerseits lernt man die Stadt aus unterschiedlichsten (Blick-) Winkeln kennen, andererseits spart man wertvolle Zeit, als die Wegstrecken fußläufig zu bewältigen. Ganz nach dem Motto: „er-fahre“ die liebenswerte Stadt mit dem Speichenflitzer und unternehme eine spannende (Zeit-) Reise durch die Altstadt.

E-Bike-Ladestationen

  • Kostenlose E-Bike-Ladestation am Floßhafen (Spitalplatz)
  • Kostenlose E-Bike-Ladestation bei den Stadtwerken (Further Str. 4)
  • Kostenlose E-Bike-Ladestation auf dem Marktplatz 

 Kreisstadt Cham - Die Stadt am Regenbogen

Die ehemalige Grenzlandlage änderte sich durch die Osterweiterung schlagartig in eine zentraleuropäische Lage. So verwandelte sich die Region vom früheren"Armenhaus" zu einem attraktiven Wirtschaftsstandort, dessen prosperierende Wirtschaftskraft sich seit dem Jahr 2000 nahezu verdoppelt hat, weswegen nahezu Vollbeschäftigungherrscht.

Cham hat jede Menge an Sehenswürdigkeiten zu bieten wie z.B. das terrakottafarbene, zweitürmige Biertor (liegt einen Katzensprung vom Regental-Radweg entfernt), der Marktplatz mit historischem Rathaus und Glockenspiel, das Cordonhaus (beherbergt die Tourist-Info), das Bürgerspital von 1300, die Klosterkirche Maria Hilf, die romanische Stadtpfarrkirche St. Jakob am Marktplatz, das Museum SPUR und vieles mehr.

Das Herz der Stadt bildet der historische Marktplatz, an dem sich u.a. der kunstvolle Marktbrunnen, das spätgotische Rathaus, die Kirche St. Jakob (13. Jh.) und der Herzstein befindet.

Die Kreisstadt Cham (370 m ü.NN.) blickt als Handels-, Schul-, Behörden- und Garnisonsstadt auf eine über 1000-jährige Geschichte zurück. Heute zählt die aufstrebende Stadt 17.381 Einwohner (Stand 31. Dez. 2023). Obwohl die Stadt Cham in einer Flussschleife des Regens errichtet wurde, leitet sich ihr Name vom Flüsschen Chamb ab, dessen Name auf das keltische Wort "kambos" zurückgeht, das sinngemäß krumm bzw. gewunden bedeutet. Der Chamb entspringt im Böhmerwald und stellt den  „Hauptfluss“ des Chamer Beckens dar. Zugleich bildet er die Wasserscheide zwischen dem Bayerischen und dem Oberpfälzer Wald.

Das Zentrum der alten Handelsstadt bildet der historische Marktplatz mit spätgotischem Rathaus, der Pfarrkirche St. Jakob aus dem 14. Jahrhundert und dem kunstvollen Marktbrunnen mit seinen wasserspeienden Figuren. 

Cafes, Gaststätten sowie Freisitze laden auf dem Markplatz zum Verweilen bzw. Energienachschub ein.

Foto: Skulptur von Graf Luckner, geboren in Cham, war ein berühmter Freibeuter und Admiral in der französischen Armee.

Ein denkwürdiges Ereignis sollte man auf dem Chamer Marktplatz nicht verpassen (täglich 12:05 Uhr). Dann ertönt nämlich ein ganz besonderes Spektakel, wenn auf dem Glockenspiel des Rathauses die französische Nationalhymne, die "Marseillaise" zu hören ist. Ursprünglich hieß das Lied, geschrieben 1792 von Claude Joseph Rouget de Lisle, "Kriegslied für die Rheinarmee" und war einem gewissen Nikolaus Graf von Luckner gewidmet. Einheimische sprechen gern von der heimlichen Hauptstadt Frankreichs, denn Nikolaus Graf von Luckner war gebürtiger Chamer. Dieser verbrachte seine Jugendjahre hier in der Stadt, bevor er im Alter von 15 Jahren seine große militärische Karriere startete, die ihn über verschiedene Stationen 1763 bis an den Hof des französischen Königs brachte und ihm 1791 sogar den Marschallstitel bescherte.

Auch im Cham der heutigen Zeit ist Luckner nach wie vor allgegenwärtig. Die Besichtigung seines Geburtshauses ist fester Bestandteil einer jeden Stadtführung, auf dem kunstvollen Marktplatzbrunnen ist er als wasserspeiende Statue dargestellt und im gesamten Innenstadtbereich trifft man gleich auf mehrere lebensgroße Luckner-Figuren mit prächtigen Uniformen. Nicht zuletzt gibt es seit 2015 auch einen eigens für den Helden der Stadt geschaffenen Graf-Luckner-Platz.

Ob Graf Luckner jemals Rad fuhr, ist historisch nicht verbürgt. Dennoch wurden ihm zu Ehren zwei "Luckner Runden" (25/38 km) gewidmet. Die Rundtouren sind nicht separat ausgeschildert, sondern folgen der überörtlichen Radwegbeschilderung. 

Radverkehrsknotenpunkt Radpavillon Stadellohe

Wegweisung, Informationsschautafeln, kostenlose Radboxen und radfreundliche Gastbetriebe - Radtouristen genießen im Naturpark Oberer Bayerischer Wald eine vorbildliche Infrastruktur. Der Radpavillon befindet sich beim „Flugplatzweg“ in Sichtweite der Janahofer Straße neben dem Parkplatz Stadellohe. Der Pavillon bietet die Möglichkeit, Räder und Gepäck dort sicher und geschützt zu deponieren. Die Radboxen sind mit handelsüblichen Kabelschlössern absperrbar. Die Benutzung des Radpavillon Stadellohe ist kostenfrei!

Seinen Namen hat Cham übrigens vom Chamb-Fluss, der in Böhmen entspringt, durch die Cham-Further Senke - einen uralten Völker- und Handelsweg - nach Cham fließt und beim Ortsteil Altenstadt in den Regen-Fluss mündet. Der Name „Chamb“ geht auf das keltische Wort „kambos“ zurück, das mit „krumm“ oder „gewunden“ übersetzt wird. Ausgesprochen wird der Stadtname mit hartem "K" und langem "A".

Festspielorte im Landkreis Cham

Zugegebenermaßen mag die Namensgebung des Festspiel-Radwegs auf den ersten Blick etwas ungewöhnlich erscheinen, wobei des Rätsels Lösung rasch geklärt ist. Hintergrund ist der, dass der Name für die zahlreichen Festspielorte des Landkreises Cham sozusagen als „Botschaftsträger“ dient. Umgekehrt gilt ja auch, dass für Radtouristen ein gewisser kultureller Background meistens zum unverzichtbaren Tourprogramm dazu gehört. 

Wie die Vielzahl der Festspiele zeigt, wird traditioneller Brauchtum in dieser Region noch gelebt. Theater, Schauspiel und Konzerte in alten historischen Mauern sind im Vorderen Bayerischen Wald Gang und Gäbe. Theateraufführungen auf Burgen, historischen Stadtplätzen und romantischen Waldbühnen hat Tradition. Die meisten Laienspiele unter freiem Himmel blicken auf eine lange Geschichte zurück. So finden jeden Sommer finden zahlreiche Freiluftaufführungen wie Historienspiel, Freilichtspiel, Burghofspiele, Waldfestspiele, Burgfestspiele, klassische Theaterstücke in Mundart bis hin zu Bauerntheater statt, weswegen der Landkreis Cham bisweilen auch als "Festspiel-Landkreis" apostrophiert wird.

Zur bayerischen Mentalität äußerte sich schon vor über 100 Jahren der Schriftsteller Hermann Bahr: „Dem Bayern ist das Leben ein täglich sich erneuerndes Fest“. Und weil der bayerische Mensch gerne Feste feiert, haben sich unzählige traditionelle Feste und Theaterstücke bis in die Gegenwart erhalten und erfreuen in vielen Festspielorten Einheimische und Urlauber.

Den Reigen der Festspielorte führt die Grenzstadt Furth im Wald mit dem alljährlichen Further Drachenstich, dem ältesten Volksschauspiel Deutschlands an. Das historische Freilichtspiel lässt das Mittelalter – eine Zeit voller Mythen und Legenden - wiederaufleben. Der Further Drache beeindruckt mit gigantischen Ausmaßen: 5 Meter hoch, 16 Meter lang – und spektakulär in Szene gesetzt. Mit realistischen Bewegungsabläufen, ausdrucksstarker Gesichtsmimik und meterlangen Feuerstößen aus seinem Rachen wird der Drache lebendig. Entwickelt wurde diese technische Sensation in Zusammenarbeit von Hollywood-Spezialisten, Raumfahrttechnikern, führenden deutschen Robotikunternehmen und regionalen Partnern. 

Ein weiteres historisches Freilichtspiel ist „Trenck der Pandur von Waldmünchen“, das jährlich Mitte Juli bis Mitte August aufgeführt wird. 

Das historische Freilichtfestspiel um den Pandurenführer „Trenck der Pandur von Waldmünchen“ wird jährlich seit 1950 im Luftkurort Waldmünchen beim ehemaligen Pflegerschloß von Mitte Juli bis Mitte August aufgeführt. 

Auch auf Burg Lichtenegg (Gemeinde Rimbach) im Wald zwischen bemoosten Felsen und mächtigen Bäumen gelegen begeistern alljährlich Geschichten über sagenumwobene Gestalten des Bayerischen Waldes aus der Feder von Johannes Reitmeier die Zuschauer.

Foto: Die Laienbühne Schorndorf e.V. lädt die Laienbühne Schorndorf seit 1997 zum "Theater auf der Burg" nach Neuhaus ein. Vor allem der "Kleine Mann", der sich den Ränken der Welt mit eigenen, nicht ganz erlaubten Mitteln entgegenstellt liegt im Fokus.

Die Waldfestspiele Kötzting der Festspielgemeinschaft Kötzting e.V. sind zum Aushängeschild des ostbayerischen Volkstheaters geworden. Seit 1996 wird eine Neufassung der „Pfingstlegende“ von Johannes Reitmeier im Burggraben vor der Kötztinger Kirchenburg im jährlichen Wechsel mit dem „Pfingstlspiel“ aufgeführt. 

Unter dem Konzept "Klassiker auf bairisch" finden seit 1988 auf dem Plateau unter dem Ludwigsturm Kötztinger Stadtwald die "Waldfestspiele Kötzting" statt. Die Waldfestspiele Bad Kötzting haben sich schon lange einen Namen in der Festspielszene gemacht. Mittelpunkt dieser malerischen Naturbühne, die eine exzellent gute Akkustik verfügt, der markante zinnenbekrönte Ludwigsturm. 

Der Kötztinger Pfingstritt nimmt als eucharistische Pferdeprozession eine Sonderstellung ein. Der Pfingstritt zu Bad Kötzting zählt zu den größten berittenen Bittprozessionen Europas, der auf ein Gelöbnis aus dem Jahre 1412 zurückgeht. 

Mit diesem Umritt ist auch der Leonhardi-Ritt zu Furth im Wald zu nennen, der alljährlich Ostermontag durch die Straßen von Furth im Wald zieht.  

Die Burghofspielergemeinschaft in Falkenstein inszeniert jährlich vor imposanter Kulisse wechselnde Stücke. Die Burghofspiele in Falkenstein inszenieren jährlich mit großer Spielfreude wechselnde Stücke. Bereits 1921 wurde im Burghof zu Falkenstein wurde ein historisches Ritterspiel aufgeführt. Anläßlich der 900-Jahr-Feier des Marktes wurde dann 1976 die Tradition des Laienspiels auf der Burg mit dem Stück "Burg Falkenstein erzählt" wieder aufgenommen. 

Nach über 30 Jahren hat die Laienbühne die alte Neuhauser Burganlage aus ihrem Dornröschenschlaf erweckt. Hinweis: Der Festspiel-Radweg führt an der Burganlage vorbei. 

 Vorweg eine Verlängerungsoption: da der Festspiel-Radweg eine direkte Anbindung zum Falkenstein-Radweg bietet, ergibt die Koppelung beider Routen eine Direktverbindung zwischen Cham und der UNESCO Welterbestadt Regensburg (67 km). Abgesehen von der frequentierten "Bayerwaldmagistrale" - dem Regental-Radweg (73 km) - eröffnet sich für sportliche Radler/Biker so eine anspruchsvollere Alternative über die Höhenzüge des Falkensteiner Vorwalds. Zudem besteht über zwei Querverbindungen vom Falkenstein-Radweg die Option entweder zum Donau-Radweg oder zum Regental-Radweg zu radeln, womit sich z.B. eine Rundtour zurück nach Cham ergibt.  Wer indes mit dem Mountain- oder Gravelbike unterwegs ist, hat außerdem die Möglichkeit, in Falkenstein in die attraktive Langstreckenroute der TRANS BAYERWALD einzusteigen. 

Bühne frei für den Festspiel-Radweg

Nun heißt es erwartungsvoll Aufsatteln und Abschied nehmen von der Stadt am Regenbogen. Der Festspiel-Radweg startet an seinem tiefsten Wegepunkt in den naturgeschützten Regentalauen aus der Chamer Senke und verläuft gut 5 km erst mal flach. Also ideal, um schonend in die Gänge zu kommen, bevor die Beinmuskulatur sprichwörtlich in Aktion treten darf.

Vom Radwegeknoten an der Janahofstraße neben dem Parkplatz P3 - Altstadt Süd II "Quadfeldmühle führt ein Verbindungsweg entlang des Regen zur Adolph-Kolping-Straße ((nach 700 Meter Abzweig links). Nach weiteren 1.1 km folgt man rechts der Prälat-Wolker-Straße und 2.4 km später abermals rechts der Rodinger Straße die zu einer Rad- und Fußgängerbrücke führt (B 85 Überquerung). 

In der weitläufigen Ebene streift man die naturgeschützten Regentalauen, dessen Kernzone ein Wiesenbrütergebiet von europäischem Rang ist, das vom Regental-Radweg durchquert wird. Dort brüten u.a. so seltene Arten wie Großer Brockvogel, Uferschnepfe oder Bekassine (Naturschutzgebiet „Rötelseeweihergebiet“).

Ab KM 5.4 beginnt vor Brunn Richtung Radling der erste kleinere Anstieg (1.5 km / 40 hm). 

Wurden Altenmarkt und Haidhäuser passiert beginnt die Straße ab Brunn sanft anzusteigen (bis 3%). Kurz vor Radling erreicht man nach 7.2 km einen schön gelegenen, teils überdachten Rastplatz (415 m.ü.M.). Gelegenheit vom Rad zu steigen und auf der Anhöhe die Aussicht zum Hohenbogen-Massiv (1079 m.ü.M.) sowie über das weitläufige Regental zu genießen. Ab Radling führt ein Radweg entlang der Chamer Straße über Knöbling ins 4 km entfernte Schorndorf.

Foto: links im Bild der Schorndorfer Bürgermeister Max Schmaderer, 5. v.l. der Chamer Landrat Theo Zellner und weitere Honoratioren, die sich für den neuen Festspiel-Radweg in irgendeiner Weise verdient gemacht hatten.

Am 1. Mai 2005 wurde in Knöbling - Ortsteil der Gemeinde Schorndorf - der Festspiel-Radweg offiziell eingeweiht. Damals strömten hunderte Radfahrer von beiden Seiten kommend von Cham und Falkenstein dem kleinen Ort am Knöblinger Bach zu.

Schorndorf ist nach Falkenstein mit 3.031 Einwohner (31. Dez. 2024) die zweitgrößte Gemeinde auf der Wegstrecke. 

Geheimtipp: Im Cafe Bauer in Schorndorf gibt's superleckere Backwaren, Süßspeisen und feinen Kaffee 

Modernes Ortsbild von Schorndorf 

In Schorndorf (KM 11.2) wird links abgebogen und nimmt Kurs auf die Burg Neuhaus. Kurz darauf lockt der Gasthof "Zum Türlinger" (KM 12.5) zur Einkehr (regionale Küche). Bei gutem Radlerwetter kann man es im Biergarten in der herrlicher Lage natürlich besonders lange "aushalten". 

Bei KM 15 taucht das ehemalige Wasserschloss Neuhaus auf. Im so genannten „Theater auf der Burg" finden auf der renovierten Burgruine jedes Jahr sehenswerte Aufführungen statt. Das jährlichen Schauspielprogramm der Laienbühne findet unter der einheimischen Bevölkerung großen Anklang. 

In Neuhaus kreuzt eine unter Rennradfahrern sehr beliebte Landstraße die zum Sattelbogen hinauf führt, und jedes Jahr am letzten Juli-Sonntag Schauplatz der Bayerwaldrunde des Arber-Radmarathons (Start/Ziel Regensburg) ist, während auf der Hauptstraße in dem Abschnitt zwischen Falkenstein und Cham drei weitere Routen von Deutschlands größter Radtouristikveranstaltung verlaufen.

Nur unweit von der Burg entfernt verläuft ein sehenswertes Naturdenkmal ersten Ranges. Die geologische Besonderheit besteht aus einem 140 Kilometer langen Felsenriff aus Quarz. Der "Pfahl" ist ein urzeitliches Überbleibsel und weltweit einmalig. Er entstand vor etwa 300 Millionen Jahren durch einen Längsriss im alten Rumpfgebirge, als sich aufsteigendes heißes Wasser und Kieselsäure zu Quarz verbanden. 

Kapelle Rosenöd (KM 14.7)

Kurz darauf wird bergauf die Wallfahrtskapelle „Maria Rosenöd“ passiert, die 1950 als Stätte der Stille erbaut wurde. Der Name ist gekoppelt mit der Ödung von Wildrosen des Schafbuckels, wo sich früher eine Schafweide am Abhang befand. 

Die Weiterfahrt nach Ziegertshof (519 m.ü.M.) gestaltet sich mit bis zu 11% Steigung recht mühsam. Doch dafür folgt die Belohnung auf den Fuß, denn bei KM 16.6 breitet sich ein herrliches Panorama Traumaussicht über unzählige Bayerwaldgipfel aus.

Kurz darauf passieren wir auf der nahezu unbefahrenen Straße ein Ortsschild, das auf umliegende Weiler hinweist. Woher die Namen stammen ist bis dato nicht geklärt, lässt aber wohl den Schluß auf "kargere" Zeiten zu. Auf diesem Streckenabschnitt erhascht man auf Hochebenen immer wieder traumhafte Ausblicke wie z.B. auf das langgezogene Gebirgsplateau des Hohenbogen mit seinen Natotürmen auf dem Schwarzriegel und dem BR-Sendemasten sowie den Cerchov im Böhmerwald.

Am Ortsrand von Michelsneukirchen biegt der Radweg in die Haupstraße ein (Vorfahrt achten!). 

Nachdem Michelsneukirchen passiert ist, setzt sich neben der Falkensteiner Straße ein verkehrsfreier Radweg bergan zum Streckenzenit fort.

Sightseeing-Highlight am Streckenhochpunkt

Nach 21 km ist beim Weiler Zwinger der höchste Scheitelpunkt der Strecke (618 m ü.NN.) erklommen. Bei guter Sicht reicht hier oben auf dem Hochplateau der Blick nicht nur zum König des Bayerwalds - dem Großen Arber - sondern erspäht die herausragensten Gipfel des Bayerischen Waldes (siehe Bilderkarussell). Da mag einem wie ein Geistesblitz der Gedanke durch den Kopf jagen, wie sehr es sich allein dieses phänomenale Panoramas wegen trotz schweißtreibender Anstiege lohnt, den Festspiel-Radweg zu befahren.

Ein überdachter Rastpavillon - an einer Straßeneinbuchtung gelegen - sowie Informationsschautafeln ergänzen dieses Highlight. Dazu der Service, dass das Hochplateau nicht nur ein faszinierendes Bergpanorama bietet, sondern zudem alle Gipfelnamen einschließlich Höhenangaben auf einer anschaulichen Panorama-Schautafel aufgelistet sind. Tatsächlich dürfte es wohl kaum eine geographische Stelle geben, von der aus man ein derartiges Gipfel-Sammelsurium - bestehend aus zwanzig bekannten Bayerwald- und Böhmerwaldgipfel - überblickt als hier.

Schautafeln präsentieren die Streckengraphik des Festspiel-Radwegs sowie die Festspielorte im Landkreis Cham.  Sollte alls das Wetter nicht mitspielen, dann bietet der überdachte Holzpavillon erstklassige Unterstellmöglichkeit.  

Dem aufmerksamen Betrachter stechen wie an einer Perlenkette aufgereiht mehr als 20 der bekanntesten Mittelgebirgsgipfel ins Auge. Optimal, wer einen Mini-Feldstecher dabei hat, um jeden Gipfel in Großformat heran zu zoomen.

 Ultimatives Bergpanorama 

Foto: wie eine visuelle "Kopie" erscheint die Panoramatafel im Vgl. zum "echten" Ausblick. Mit den abgedruckten Gipfelnamen lässt sich jeder sichtbare Berg namentlich zuordnen.  

Lässt man die Blickrichtung von West nach Ost schweifen, erspäht man folgende Berggipfel: 

Gut zu erkennen an seinen zwei Gipfeltürmen der Cerkov (1.042 m ü.NN.) im Böhmerwald. Dito das 8 km lange Hohenbogen-Gebirgsmassiv, an dessen Eckpunkte am Burgstall (976 m ü.NN.) die BR-Sendeanlage sowie am Schwarzriegel 1.079 m ü.NN.) die ehemaligen Fernmelde-Doppeltürme der Luftwaffe emporragen

Bernhardsnagel (894 m ü.NN.), Käsplatte (978 m ü.NN.), Pröller (1.049 m ü.NN.), Gallner (709 m ü.NN.)

Osser (1.293 m ü.NN.), Kreuzfelsen (999 m ü.NN.), Kaitersberg (Mittagsstein, 1.034 m ü.NN.), Riedelstein (1.333 m ü.NN.), Zwercheck 1.322 m ü.NN.), Ödriegel (1.154 m ü.NN.), Schwarzeck (1.236 m ü.NN.), Heugstatt (1.262 m ü.NN.), Enzian (1.267 m ü.NN.), Großer und Kleiner Arber (1.456 m ü.NN./1.384 m ü.NN.), Seewand (1.340 m ü.NN.) 

Auch wenn der Festspiel-Radweg für Rennradfahrer ungeeignet ist so müssen "Sportskanonen" sich keineswegs in "Verzicht" üben, denn die Hauptverbindungsstraße zwischen Regensburg - Falkenstein - Cham - Bad Kötzting bis zum Großen Arber gilt als beliebtes "Trainginsrevier", die auch Durchgangsstrecke des Arber-Radmarathons (Deutschlands größte Radtourstikveranstaltung) ist.

Im Hintergrund ist das Ortsschild von Zwinger, der Rastpavillon sowie links von der Straße der Festspiel-Radweg zu sehen.

Nur wenige Hundert Meter nach dem beeindruckenden Aussichtspunkt wird kurz vor der Kapelle St. Quirin der Falkensteiner Straße der Rücken gekehrt und biegt links in ein Nebensträßchen ab. Nun folgt für den quälenden Anstieg quasi die Belohnung, da bis Völling eine 4 km lange Gefällstrecke (133 Tiefenmeter) folgt. In Niederhof heißt es aufpassen, um bei der Abfahrt nicht der Rechtsabzweig zu verpassen. 

Direkt nach einer wunderschönen Waldpassage wird der Blick auf die Burg Falkenstein frei. Nun rollt man hinab in die Talsenke von Völling (485 m ü.NN.), bevor der letzte "Wadlzwicker" nach Falkenstein (80 hm) entlang der Rodinger Straße nochmals Kraftreserven fordert, zumal sich eine Rampe mit 13% Steigung in den Weg stellt. 

Luftkurort Falkenstein

Der seit 1961 staatlich anerkannte Luftkurort Falkenstein im Naturpark Oberer Bayerischer Wald mit rund 3.400 Einwohnern ist eine Marktgemeinde im Bayerischen Vorwald, die sich als Ausgangspunkt bzw. Etappenziel von Ein- oder Mehrtagestouren eignet.

Der Ort - gemeinhin als "Tor zum Bayerischen Wald" bezeichnet  - wird von der mittelalterlichen Burg (11. Jhrd.) trohnend auf einem Felssporn auf 625 Meter Höhe geprägt. Der imposante Natur- und Felsenpark mit seinem bizarren Felsengebilde, Granitsteine mit Wollsackverwitterungen und Felsengassen sowie seltenen Pflanzenarten wie z.B. das Leuchtmoos, welches bei einfallendem Licht smaragdgrün schimmert, ist ein beliebtes Wandergebiet. Dazu gibt es in Falkenstein ein Kneippbecken mit Kneipprondell für Wechselfußbäder, ein beheiztes Freibad mit Cafeteria, Liegewiese, Beachvolleyballfeld und Minigolfanlage sowie den Bewegungsparcours „fitalParc“. Der ehemalige Lokschuppen wird vorwiegend von heimischen Künstlern und Vereine für Ausstellungen und wechselnden Veranstaltungen aller Art genutzt. 

Geschichte

In seiner über 900jährigen Geschichte erfuhr die <Veste Falkenstein> zahlreiche Herrschaften. Bischöfe, Domvögte, Freiherren, Grafen, Herzöge, Fürsten, ja sogar Könige nannten Falkenstein einmal ihr Eigen. Das Schloß liegt auf der Kuppe eines Granitkegels, der 60 Meter über dem Ortszentrum emporragt (628 m.ü.M.). 

Burghofspiele Falkenstein

Der malerische Luftkurort Falkenstein ist weit über die Landkreisgrenzen hinaus für seine Burghofspiele bekannt. Bereits 1921 wurde im Falkensteiner Burghof ein historisches Ritterspiel uraufgeführt, das seither jeden Sommer im Rahmen der Falkensteiner Burghofspiele u. Kulturwoche veranstaltet wird. In der Burg Falkenstein (11. Jahrhundert) ist das Jagdmuseum untergebracht.

Nachdem vom straßenbegleitenden Radweg von der Rodinger Straße links in die Josef-Heigl-Straße und unmittelbar danach rechts in die Kilgerstraße und wenige Hundert Meter später nochmals rechts in die Krankenhausstraße abzweigt ist das Ziel am Marktplatz Falkenstein erreicht. Der Beschilderung ist zu entnehmen,  dass der Festspiel-Radweg und der Falkenstein-Radweg einen nahtlosen Anschluss. 

Fazit

Fassen wir zusammen: auf der reizvollen, hügeligen und abgelegenen Wald- und Wiesenlandschaft lässt es sich fern von Verkehrslärm und Alltagshektik hervorragend abschalten. Gerade die unspektakuläre Naturidylle durch den Falkensteiner Vorwald spiegelt einen unglaublich lieblich ländlichen Charakter wider. Eine beruhigende Szenerie, die einen energetischen Ausgleich zum Alltagsstress verschafft. Die Route begeistert mit tollen Aussichtspunkten über die Höhenlagen des Bayerischen Waldes. Zum leistungsmäßigen "Nulltarif" sind die sanften Bergausläufer des Vorderen Bayerischen Waldes natürlich nicht zu haben. Wer das kupierte Gelände mit Genuss erleben möchte, sollte deshalb ein wenig Kondition mit bringen - es sei denn, man verfügt über akkubetriebene Anschubhilfe. Tipp: die entgegengesetzte Fahrtrichtung erspart einem wegen unterschiedlicher Höhenlevels der Start- und Zielorte 180 hm. Last but not least: Radwege-Anbindungen wie auch Mountainbike-Touren eröffnen zahlreiche Tour-Optionen mit ausgezeichneten Kombinationsmöglichkeiten.

Radwege-Anbindung

 Am Einmündungspunkt der Krankenhausstraße in den Marktplatz besteht Anschluss an die 4. TRANS BAYERWALD Etappe nach Sankt Englmar (42 km). Die MTB-Langstreckentour durchquert quasi 'Klein-Kanada', wie der Bayerische Wald gern genannt wird, und spricht gut trainierte Mountain- und Gravelbiker sowie fahrtechnisch geübte E-Biker an.

 Möchte man seine Radtour fortsetzen, biegt links in den Falkensteiner Markplatz ein und radelt die Regensburger Straße nach einer 90 Grad Rechtskurve ortsauswärts. Direkt nach der Tankstelle beginnt rechtsseitig der familiengeegnete Falkenstein-Radweg, dessen nivellierte Bahntrasse nach Gonnersdorf sowie weiter über eine Radwegeanbindung bis in die 40 km entfernte UNESCO Welterbestadt Regensburg führt. 

Bahntrassen-Radwege zeichnen sich neben ihren nivellierten Höhenunterschieden mit gleichmäßigen Steigungen und sanftem Gefälle auch dadurch aus, dass ihr Streckenverlauf gut erkennbar ist. Dennoch ist die Bahntrassenroute lückenlos in beiden Fahrtrichtungen beschildert. 

Von Karsamstag bis einschließlich 3. Oktober verkehrt zwischen Falkenstein und Regensburg der Saison-Radlbus an Samstagen, Sonn- und Feiertagen (Pfingst- und Sommerferien täglich). 

 Da der Festspiel-Radweg eine nahtlose Verbindung zum Falkenstein-Radweg herstellt, besteht durch Koppelung beider Routen eine Direktverbindung zur UNESCO Welterbestadt Regensburg (67 km). Somit gibt es neben der stärker frequentierten "Bayerwaldmagistrale" des Regental-Radwegs (73 km) eine hügeligere Alternativvariante über den Falkensteiner Vorwald in die Domstadt.

 Die zweite Einstiegsmöglichkeit für Mountainbiker & Gravelbiker in die beliebte TRANS BAYERWALD einzusteigen ergibt sich auf der Hauptstraße kurz nach der Tankstelle rechts. Dort beginnt der Falkenstein-Radweg und verläuft mit der 3. Etappe Süd bis Schillertswiesen 7 km deckungsgleich, bevor sich die MTB-Route Richtung Hetzenbach verabschiedet. 

 

Kontaktdaten

Touristinfo Naturpark Oberer Bayerischer Wald
Rachelstr. 6
93413 Cham

Telefon: 09971 / 78 - 430

E-mail: touristik@lra.landkreis-cham.de

Web: www.bayerischer-wald.org

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Kirchplatz 1
93413 Cham

Tel.: 09971 - 85 79 - 410

E-mail: tourist@cham.de

Web: www.cham.de

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Kirchplatz 1
93489 Schorndorf

Tel. 09467 7403 - 0

E-Mail: poststelle@gemeinde-schorndorf.de

Web: gemeinde-schorndorf

Gemeinde Michelsneukirchen 
Straubinger Straße 3
93185 Michelsneukirchen

Telefon: 09467 - 257
Tourismusbüro: 09462 - 94 2220

E-Mail: tourist@vg-falkenstein.de

Web: www.michelsneukirchen.de

Markt Falkenstein
Marktplatz 1
93167 Falkenstein

Telefon: 09462 / 9422 - 0

Email: tourist@vg-falkenstein.de

Web: www.markt-falkenstein.de