Nach dem "Arber" ist vor dem "Arber". Ein Blick in die "Glaskugel" zeigt, dass die Vorbereitungen für den 39. Arber-Radmarathon am 30. Juli 2023 angelaufen sind. 

Rückblick - Das war der 38. Arber-Radmarathon

Die Erfolgsgeschichte des traditionsreichen Arber-Radmarathon fand nach zweijähriger pandemiebedingter "Durststrecke" seine Fortsetzung, d.h.   die 38. Ausgabe konnte wieder an die erfolgreiche Zeiten vor der Pandemie anknüpfen. Nachdem das Coronavirus über die Welt hereinbrach, reihenweise Veranstaltungsabsagen erfolgten oder ein großer Teilnehmerschwund zu verzeichnen war, sind angesichts dieser Unwägbarkeiten knapp 5.000 Teilnehmer ein Riesenerfolg. Insofern fiel der Vorstandschaft des Veloclub Regensburg auch ein großer Stein vom Herzen, zumal die angespannte weltpolitische Lage und besorgniserregende Zukunftsaussicht das Leben der Radportveranstalter nicht einfacher machte.

Gestählte Wadenmuskulatur wird natürlich stolz zu Schau getragen. Die durchtrainierte Athletik lässt wohl auf eine Top-Form schließen. 

Jedes Jahr beginnt sich am letzten Sonntag im Juli ab 5.30 Uhr der Dultplatz in Regensburg zu füllen. Punkt sechs Uhr erfolgt der Startschuss für die Große Arberrunde (Tour A).

Rund 1000 Rennradfahrer schafften die Runde um den Großen Arber, die den zähen Ausdauersportlern satte 3.700 Höhenmeter abverlangte. Auf der einen Seite nehmen am ARM top-fitte Athleten teil, auf der anderen Seite bietet die kürzeste Strecke - die Continentalrunde - mit flachem Streckenprofil entlang der Donau Familien mit Kindern tolles Spaß- und Entfaltungspotential. Etwa 800 Teilnehmer begaben sich auf die 56 Kilometer lange Familienstrecke, wo primär der Genuss und das gesellige Gemeinschaftserlebnis im Mittelpunkt steht.

Als radtouristische Veranstaltung gibt es aus versicherungsrechtlichen Gründen zwar weder eine offizielle Zeitnahme noch Siegerehrung, dennoch soll die herausragende Leistung von Mathias Lipka aus dem Landkreis Erding nicht unerwähnt bleiben. Die Uhr blieb für den 28-jährigen Astrophysiker nach 6:45 Stunden stehen. Damit blieb er zwar über dem inoffiziellen Streckenrekord (6:29 Stunden) von Markus Wilfurth, den dieser 1999 aufstellte, doch die gestoppten Fahrzeiten sind aufgrund unterschiedlicher Streckenlängen nicht miteinander vergleichbar.

Von solch einem exorbitanten Leistungsniveau sind Breitensportler naturgemäß meilenwert entfernt. So benötigen die meisten Hobbyfahrer über den Großen Arber in aller Regel zwischen 8 und 10 Stunden, was nicht minder ankerennenswert ist. Dafür kommt dem fehlenden Wettkampfeifer in erster Linie eine achtsame Wahrnehmung zugute. Anstatt ständig ein Hinterrad zu fokussieren und in Schnappatmung die Anstiege hoch zu jagen schaufeln komodere Belastungsbereiche kognitive Ressourcen frei, weshalb man ab und an Blicke über die herrliche Naturlandschaft des Bayerwalds schweifen lassen kann. Der Vorteil liegt auf der Hand, da sich die reizvollen Eindrücke ins Gedächnis einprägen - verbunden allerdings mit der Gefahr, sich womöglich einen Suchtbazillus einzufangen.

Erschöpft aber glückstrahlend trudeln Teilnehmer - je nach absolvierter Strecke - beginnend ab der Mittagszeit über die Ziellinie. Die VCR-Vorsitzende Barbara Wilfurth hob die tolle Stimmung hervor, die an beiden Tagen herrschte. 400 Ehrenamtliche des VCR waren das gesamte Wochenende bzw. darüber hinaus unermüdlich im Einsatz, um durch eine perfekte Orga dem Sportereignis ein reibungsloses Ambiente zu verleihen.

Auch der Polizei, Rettungskräften und der Feuerwehr, die sich in den Dienst der Veranstaltung stellen, gebührt großer Dank. 

Deutschlands größte Radtouristikveranstaltung zieht nicht nur Radsportler aus der Oberpfalz, Niederbayern sowie weiteren Regierungsbezirken aus Bayern an, sondern rund ein Drittel der Teilnehmer reist aus anderen Bundesländern bzw. vom Ausland in die Domstadt an. So rollten beispielsweise Busse aus Köln und Berlin nach Regensburg. Übernachtungsgäste generieren in der Region einen nicht zu unterschätzenden Wirtschaftsfaktor.

Aufgeschlagen im Ziel lag es nahe, sich schnellstmöglich des durchgerschwitzten Trikots zu entledigen und stolz die "Trophäe" - das leuchtend grüne "ARM-Leiberl" - überzustreifen.

Traditionell nehmen viele Firmen bzw. Sponsoren am ARM teil. Zahlenmäßig waren Continental (119), Bayernwerk (108) die VR-Bank (88) als stärkste Gruppen vertreten.

  

Bild: Finisher der 170 er Strecke (Tour B) vom Biketeam Regensburg (Organistor der Welt-Kult-Tour Regensburg).

Ideales Radlerwetter

Petrus bescherte den Radsportlern mit angenehmen Temperaturen geradezu vorzügliches Radlerwetter. Das Thermometer kletterte von frischen 12 Grad frühmorgends im Laufe des Tages auf 25 Grad bzw. spätnachmittags - als die Sonne vom Himmel lachte und die meisten bereits im Ziel feierten bzw. ihre leergefegten Kohlenhydratspeicher auffüllten - stieg die Quecksilbersäule auf 28 Grad. Nicht zu warm und nicht zu kalt, dazu trockene Straßen und obendrein gute Stimmung. Kurzum optimale Bedingungen, wie man es sich für ein Radsport-Highlight tunlichst herbei sehnt. Dies machte die schweißtreibende Kurbelarbeit über die Bayerwaldberge zumindest erträglicher.  

Bild: VCR-Vizepräsident Alexander Koller, VCR-Präsidentin Barbara Wilfurth

Um 6.00 Uhr gab Regensburgs Sportbürgermeisterin Frau Dr. Astrid Freudenstein den Startschuß für die Marathonis der Großen Arberrunde. Eine  Stunde später durften die Fahrer der Kleinen Arberrunde die Kurbel schwingen, während danach die Bayerwaldrunde und die Mountainbiker starteten. 

Ungeduldig wartet das Feld auf den "erlösenden" Startschuß. Das Führungsfahrzeug geleitete den Radlertross von etwa 1000 Fahrern zielgenau durch den Bayerischen Wald.

Auch das gibt es beim Arber-Radmarathon: Inklusion auf die sportliche Art & Weise. So wurden mehrere Schwerstbehinderte mit geländegängigen Spezial-Drei-Rädern über Stock & Stein durch die herrliche Landschaft bugsiert. Auch wenn sich die Kinder verbal nicht äußern konnten, so stand ihnen die Freude im Ziel zweifelsohne ins Gesicht geschrieben.

Allenthalben ein ehrenwertes Engagement, hart vom Schicksal betroffene, am Rand der Gesellschaft stehende, behinderte Kinder an einer geselligen Sportveranstaltung teilhaben zu lassen, und ihnen so ein stückweit Träume, Zuversicht und Lebensfreunde zurückzugeben.

Bild von l. n. r.: Charly und Barbara Wilfurth (VCR-Präsidentin), Helmut Stadler (langjähriger Hauptsponsor)

Bild: Helmut Stadler - Geschäftsführer des größten Zweirad-Centers in Deutschland mit 22 Niederlassungen - ließ es sich im altehrwürdigen Seniorenalter nicht nehmen im erlauchten Freundeskreis die 125 km lange Bayerwaldrunde abzuspulen. Dass das von der Familie Stadler geführte Unternehmen Deutschlands größtes Zweirad-Center ist, ist gemeinhin bekannt. Das Stammhaus in Regensburg - wo aktuell ein großer Neubau mit einem Flagshipstore entsteht (Eröffnung 2024) - wurde bereits im Jahr 1936 gegründet.

Pressekonferenz, 7. Juli 2022

Barbara Wilfurth, die Vorsitzende des ausrichtenden Veloclubs Ratisbona (VCR), sprach am 7. Juli im Rahmen der offiziellen Pressekonferenz "von der „riesigen Vorfreude auf eine ganz normale Veranstaltung“, die in den besten Zeiten regelmäßig knapp 7000 Teilnehmer aus nah und fern angelockt hatte.

Eine Rekordbeteiligung steht bei der diesjährigen 38. Austragung des Traditionsevents aller Voraussicht nach nicht zu erwarten. Aktuell liegen rund 3.500 Anmeldungen (Stand 16. Juli) vor. Frau Wilfurth rechnet mit etwa 5.000 Teilnehmern, die sich am 31. Juli ab 6 Uhr zeitversetzt auf die "Socken" Richtung Bayerischer Wald machen. 

Bild v. l. nach rechts: Barbara Wilfurth, Präsidentin des ausrichtenden Veloclubs Ratisbona (VCR), Astrid Freudenstein (Sportbürgermeisterin Regensburg), Alex Koller (Vereins-Vizepräsident), Ulrich Mönius (VCR-Schatzwart).

Astrid Freudenstein lobte die Großveranstaltung in den größten Tönen, und adelte den Radmarathon mit dem Prädikat „Aushängeschild“. Dieser sei über die Stadt hinaus ein Renommeegewinn hinaus ein bedeutender wirtschaftlicher Faktor, zumal rund ein Drittel der Teilnehmer aus entfernteren Regionen oder gar aus dem Ausland anreist.

Stolz wurde das neue Arber Trikot 2022 präsentiert. In Kooperation mit dem VCR-Partner <VALEO IT Gruppe> wurde es von einer Design Agentur gestaltet, wobei ein besonderes Augenmerk der auffälligen Farbenkombination galt das die Radler schon von weitem sichtbar macht.   

Streckenrepertoire

Das Streckenangebot ist derart breitbandig ausgelegt, dass jeder Radfahrer seine passende Strecke findet, die seinem Glück auf die Sprünge hilft. Ob ambitionierter Radsportler, Hobbyradler oder Familienradler - keiner braucht sich überfordert bzw. unterfordert fühlen. Kumuliert ergeben die  ARM-Strecken eine Gesamtlänge von 945 Kilometer (davon MTB 251 km). Die Streckenspreizung erstreckt sich von der Großen Arberrunde (250 km / Tour A) bis zur lässigen Continental-Familienrunde (56 km / Tour E). Veloclub-Präsidentin Barbara Wilfurth brachte es bei der PK auf den Punkt: Die flache Continental Familienrunde (Tour E) entlang der Donau ist "genau das Richtige für einen Sonntagsausflug" und weiter "Die Freude an der gemeinsamen Bewegung steht im Mittelpunkt". Im Prinzip verhält es sich mit dem ARM wie im Süßwarengeschäft: Ob jung oder alt, für jeden Teilnehmer ist ein "Zuckerl" dabei.

Im übrigen ist der Arber Radmarathon als radtouristische Breitensportveranstaltung ohne offizielle Zeitnahme für seinen familiären Charakter bekannt und beliebt, weshalb bis auf vereinzelte Elitefahrer eigentlich ansonsten keiner rennsportliche Ambitionen hegt.

Das Offroad-Streckenangebot - aufgedröselt in "homöopathischen Leistungsdosen" - kann sich sehen lassen. Dazu werden jedes Jahr hinsichtlich Streckenführung feine Optimierungen sorgsam ausgetüfftelt, um Mountainbikern möglichst attraktive Routen anbieten zu können. Einen besonderen Vorteil bieten die Streckenverzweigungen (gilt für Road & Offroad), da je nach Befindlichkeit bzw. Witterungsbedingungen oder auch bei Defekten die Wegstrecke nach Belieben abgekürzt werden kann. 

Die Regensburger Sportlegende Walter Röhrl zählt als Stammgast quasi zum Inventar des Traditions-Radmarathons. Der zweimalige Rallye-Weltmeister und viermalige Sieger der Rallye Monte Carlo wird heuer unter anderem mit VCR-Aushängeschild Robert Müller ohne rennsportlichen Ambitionen gemeinsam auf die Strecke gehen. Der Ultrafahrer siegte jüngst beim Wettbewerb „Race Across the Alpes“ (Start/Ziel in Nauders) bei dem auf 525 Kilometern 14000 Höhenmeter zu bezwingen waren.

Offiziell eingeleitet wird das radsportliche Wochenende bereits am Samstag, 31. Juli, ab 10 Uhr mit der Radsportmesse auf dem Dultplatz. 

Startgebühren

Aufgrund des höheren organisatorischen Aufwands bei kurzfristigen Anmeldungen sind die Startgelder entsprechend des Anmeldetermins gestaffelt. Früh fängt der Vogel den Wurm: wer Geld sparen möchte behält das Datum der Preissprünge im Auge. Kinder unter zwölf Jahren nehmen in Begleitung eines Erwachsenen auf der Continental-Familientour (Tour E) gratis teil. Im übrigen sind in der Anmeldegebühr Gutscheine im Wert von 12 Euro für Essen und Getränke, das begehrte ARM-Trikot, Notfallversorgung, technischer Support und Streckensicherung enthalten, was nur durch Unterstützung von Sponsoren und vielen ehrenamtlichen Helfern zu verdanken ist. 

Der Blick auf die Startgebührenliste zeigt, dass sich eine frühzeitige Anmeldung zum günstigen Early Bird Preis lohnt.

Geleitet von einem Führungsfahrzeug fliegen dicht gedrängte Starterfelder an der Marktgemeinde Donaustauf sowie am Ruhmestempel der Walhalla vorbei. Gegen 6:20 Uhr erreicht die Spitzengruppe bei Sulzbach (KM 12) den Abzweig nach Falkenstein, worauf direkt Kurs zum hügeligen Bayerischen Vorwald genommen wird.

Vom Start weg sind die ersten 16 Kilometer bis Unterlichtenwald flach, weswegen so gut wie jeder problemlos Unterschlupf im engeriesparenden Windschatten findet. Doch wie das immer so im Radsport ist, trennt sich mit den ersten Anstiegen die Spreu vom Weizen, wie man umgangssprachlich zu sagen pflegt.

Der Gruppenzerfallsprozess setzt sich Berg um Berg fort. Nachdem bis Brennberg einige Anstiege überwunden sind, finden allmählich ebenbürtige Fahrer zusammen, die dann im Kollektiv gemeinsam gegen den inneren Schweinehund kämpfen. 

Ein dickes Lob ist diensthabenden Polizeibeamten auszusprechen, die ausgesprochen freundlich, hilfsbereit und zuvorkommend sind. Die begleitenden Polizeimotorräder vermitteln gewissermaßen ein beruhigendes Sicherheitsgefühl wie viele Radsportler bekunden.

Wenngleich der Arber-Radmarathon keinen Renncharakter hat und demzufolge ohne offizielle Zeitmessung durchgeführt wird hindert es nicht wenige daran, ambitioniert das Leistungslimit auszuloten. Selbst ausgewiesene Langstreckenfahrer haben auf der Marathondistanz reichlich Gelegenheit, sich nach Strich und Faden auszupowern. "King of Arber" wurde 2021 Robert Müller vom Veloclub Regensburg, der die 260 Kilometer Distanz in 6 Stunden und 43 Minuten meisterte. Quasi rechtzeitig zum Mittagessen überquerte er die Ziellinie am Dultplatz zeitgleich mit Fahrern der wesentlich kürzeren Continental Familienrunde, Panoramarunde und Bayerwaldrunde, die gemütlich ins Ziel eintrudelten. Das Groß der Marathonfaher benötigt etwa 9 - 10 Stunden, während sich die erschöpften Schlusslichter bis zu 12 Stunden Zeit lassen. Leistung hin oder her, letztlich geht es um das Just for Fun Erlebnis. Schlussendlich ist die renommierte Radsportveranstaltung als sportliches Großereignis und Aushängeschild der Welterbestadt Regensburg mit Strahlkraft weit über Bayerns Grenzen hinaus ein fröhliches Gemeinschaftserlebnis mit familiärem Grundcharakter. 

Helmut Stadler, Seniorchef von Deutschlands größtem Zweiradcenter ließ es sich unter Moderation von Barbara Wilfurth (VCR-Präsidentin) und ihrem Sohn Matthias nicht nehmen, den gesponserten Hauptgewinn - ein Scott-Rennrad - dem Gewinner persönlich zu überreichen. Zuvor hatte der umtriebige 79-Jährige Self-Made-Unternehmer als langjähriger Stammfahrer im elitären Freundeskreis erfolgreich die Panoramarunde bewältigt.

Eine ganz besondere Ehre wurde den Schlussankömmlingen um 18.00 Uhr zuteil, als sie mit Hupen, Getöse und Sirenen von der Polizei-Motorradstaffel herzlich empfangen wurden. Ein Ritual, das an den Ötztal-Radmarathon erinnert, wo der letzte Finisher traditionell auf die Bühne geholt und vom Publikum frenetisch gefeiert wird. Die feierliche Zelebrierung hat Symbolcharakter, die stellvertretend allen Teilnehmern gilt. Jeder Sportler der den Kampf gegen sich selbst mit eiserner Willenskraft ausficht und seinen inneren Schweinehund glorreich besiegt hat darf sich zweifelsohne als Held geehrt fühlen - unerheblich ob Profi oder Breitensportler. In einer Leistungsgesellschaft, wo der Zweite meist zum ersten Verlierer abgestempelt wird, tut eine solche Ehrung umso mehr Not. Die einfühlsame Geste spiegelt den tiefsinnigen Geist des traditionsreichen Arber-Radmarathons wider.

Das hochwertige Arber-Trikot ist eine redlich verdiente Trophäe, über die sich jeder Teilnehmer tierisch freut. Dazu gehört nach dem Zieleinlauf  ausgiebiges Feiern, Speisen, Trinken und geselliges Beisammsein mit Gleichgesinnten, was den Tagesausklang mit einem erfüllten Happy End beschließt. 

Startzeiten

Nachmeldungen für Kurzentschlossene sind möglich:

  • Samstag, 30.07.2021: 12.00 - 17.00 Uhr
  • Sonntag, 31.07.2021:  05.00 - 09.00 Uhr  

Je nach Tour sind Nachmeldungen bis ca. eine halbe Stunde vor dem Start bei der Startnummernausgabe am Dultplatz möglich (nur Barzahlung).

Wie gewohnt können Startnummern am Samstag auf dem Dultplatz abgeholt bzw. nachgemeldet werden:

  • Samstag, 30.07.2021, 12.00 - 17.00 Uhr
  • Sonntag, 31.07.2021,  05.00 - 09.00 Uhr  

(je nach Tour bis ca. eine halbe Stunde vor dem Start)

 

Die unvergleichliche Atmosphäre im Heer tausender Gleichgesinnter seinem Hobby leidenschaftlich zu frönen, in Zweierreihe zu fahren, schweißtreibende Attacken und Windschattenduelle mit ebenbürtigen Fahrern auszufechten, an Verpflegungsstationen entspannt zu ratschen, glückbeseelt im Ziel aufzuschlagen und gesellig bei Speis & Trank ausgelassen zu feiern ist beim Arber-Radmarathon mittlerweile legendär. Zur 38. Auflage am 31. Juli wird die letzte Austragung in der Post-Corona-Zeit bereits drei Jahre zurückliegen, da 2020 die Teilnehmer beim »Arber Dahoam« jeder für sich an beliebigem Ort sozusagen seinen eigenen "Arber" gefahren ist bzw. 2021 am abgespeckten ARM teilnahm. Da Vorfreude die schönste Freude ist, und das Warten bald sein Ende nimmt, dürfte die Sehnsucht nach geselligem Radsport wohl grenzenlos sein.

Deutschlands größtes und gleichzeitig traditionsreichstes Breitensport-Event ist für Hobby-Radsportler aus Nah und Fern Kult. Allen voran die "Köngsstrecke": Die »Große Arberrunde« genießt in Radsportkreisen den Stellenwert einer prestigeträchtigen Paradestrecke. 250 Kilometer - gespickt mit gut 3.700 Höhenmeter - sind eine klare Ansage. Für Hobby-Radsportler allemal eine Herausforderung, die eines monatelangen Formaufbaus bedarf. Wessen Ego nach der Marathonstrecke lechzt sollte schon im Bilde sein was ihn erwartet bzw. auf was er sich einlässt. Im Gefühlsstrudel von Schmerz, Selbstzweifel, Glückseligkeit und Erschöpfung ist man vor einer emotionalen Achterbahn zwischen Hoch und Tiefs nicht gefeit. Allenthalben ist neben Sitzfleisch und Wadenschmalz auch eiserne Willenskraft gefordert, was sich besonders beim gefürchteten "Scharfrichter" zeigt der schon so manch zermürbten Radler zur schieren Verzweiflung trieb. Gemeint ist die Maibrunner Höhe bei Sankt Englmar, die mit einer Maximalsteigung von 12.5% ihren Schweißtribut an der Schmerzgrenze einfordert und einem zur fortgeschrittenen Stunde so überflüssig wie ein Kropf vorkommt.

Majestätischer Anblick: Großer Arber (1.456 m) - König des Bayerischen Waldes 

Der Arber-Radmarathon blickt auf eine lange Historie zurück, als die Jungfernfahrt 1984 eine unvorstellbare Erfolgsgeschichte in Gang setzte. 80 unerschrockene Teilnehmer wagten sich damals an die Marathondistanz und spulten via Arber-Talstation 225 Kilometer mit 3.000 Höhenmeter ab. Im Laufe der Zeit mauserte sich die Veranstaltung zum radsportlichen Publikumsmagneten und größten Radtouristikveranstaltung Deutschlands, die heute Jahr um Jahr abertausende Hobbyradler in den Bann zieht. Für die meisten Teilnehmer ist der »Arber« - wie die Veranstaltung im Szenenjargon gern genannt wird - DAS Saison-Highlight schlechthin. 

Deutschlands größte Radtouristikveranstaltung ist für Hobby-Radsportler aus Nah und Fern Kult. Ein Nimbus, der sich im übrigen ohne Umschweife auch auf die MTB-Disziplin übertragen lässt. Immerhin rollt die Großveranstaltung seit 2000 - welche bis dahin eine reine Rennradveranstaltung war - Dank des superben Terrains des Vorderen Bayerischen Waldes Offroad-Liebhabern buchstäblich den "Wurzelteppich" aus. Im dicht bewaldeten Hügelgelände verbirgt sich nämlich ein unerschöpflicher Schatz an faszinierenden Tour- und Trail-Juwelen. Wer beide Sportdisziplinen liebt, hat beim Arber-Radmarathon ein handfestes "Luxusproblem". Wer sich der Qual der Wahl entledigen möchte wirft eine Münze: Kopf oder Zahl...

Die »Große Arberrunde« genießt in Radsportkreisen den Stellenwert einer prestigeträchtigen Paradestrecke. 250 Kilometer - gespickt mit 3.700 Höhenmeter - bedürfen eigentlich keiner großartigen Kommentierung mehr. Für Hobby-Radsportler allemal eine riesen Herausforderung, die eines monatelangen Formaufbaus bedarf. Wessen Ego nach der Marathonstrecke lechzt sollte schon im Bilde sein was ihn erwartet bzw. auf welche Herausforderung er sich einlässt. Im Gefühlsstrudel von Schmerz, Selbstzweifel, Glückseligkeit und Erschöpfung ist man vor einer emotionalen Achterbahn zwischen Hoch und Tiefs nicht gefeit. Allenthalben erfordern die beiden Arberrunden neben Sitzfleisch und Wadenschmalz vor allem eins: eiserne Willenskraft. Dies gilt insbesondere für den gefürchteten "Scharfrichter", der schon so manch zermürbten Radler zur schieren Verzweiflung trieb. Gemeint ist die Maibrunner Höhe bei Sankt Englmar, die mit einer Maximalsteigung von 12.5% ihren Schweißtribut an der Schmerzgrenze einfordert und einem zur fortgeschrittenen Stunde so überflüssig wie ein Kropf vorkommt.

Der Große Arber - Namensgeber der Kultveranstaltung im Fokus

Das breit gefächerte Streckenangebot reicht von der flachen »Continentalrunde« bis hin zur knackigen »Großen Arber-Runde«, die mit ihren 250 km und gut 3 500 Höhenmeter alpenländischen Radmarathons durchaus ebenbürdig ist. Eine passende Strecke zu finden, die dem persönlichen Leistungsvermögen entspricht, ist beim Arber-Radmarathon also das geringste Problem. Damit unterwegs alles glatt läuft und der Motor nicht ins Stottern gerät, sorgen gut bestückte Verpflegungsstationen für nötigen Energienachschub.

Startkartenausgabe / Nachmeldung am Dultplatz

  • Samstag, 30. Juli : von 12.00 bis 17.00 Uhr
  • Sonntag, 31. Juli :  ab 5.00 Uhr bis 9.30 Uhr (je nach Tour bis ca. eine halbe Stunde vor dem Start)

Startzeiten Sonntag 31. Juli

Rennrad

  • Große Arberrunde (A) 6.00 Uhr 
  • Kleine Arberrunde (B) 7.00 Uhr  
  • Bayerwaldrunde (C) 8.00 Uhr 
  • Panoramarunde (D) 8.20 Uhr 
  • Continental Familienrunde (E) 9.00 Uhr 

Mountainbike

  • Regentalrunde (Tour F) + Süssenbachrunde (Tour G) 7.20 Uhr
  • Altenthannrunde (Tour H) 7.40 Uhr 
  • REWAG-Runde (Tour I) 8.40 Uhr 

Streckenrepertoire

Das Streckenangebot ist derart breitbandig ausgelegt, dass wirklich jeder Radfahrer - vorausgesetzt er trifft eine leistungsadäquate Entscheidung - glücklich wird. Vom Radsport-Amateur über Hobbyradler bis hin zu Familienradlern findet jeder seine Tour, die ihn garantiert nicht überfordert. Kumuliert ergeben alle 9 ARM-Strecken eine Gesamtlänge von 945 Kilometer (davon MTB 251 km), wobei sich die Streckenspreizung von 250 km (Tour A) bis 45 km (Tour I) erstreckt. Insofern kommen sowohl ausgewiesene Langstreckenfahrer als auch Familien- und Freizeitfahrer bei Deutschlands größer Radsportveranstaltung voll auf ihre Kosten. Veloclub-Präsidentin Barbara Wilfurth brachte es bei der PK auf den Punkt: Die flache Continental Familienrunde (Tour E) entlang der Donau ist "genau das Richtige für einen Sonntagsausflug" und weiter "Die Freude an der gemeinsamen Bewegung steht im Mittelpunkt". 

  • Große Arberrunde (Tour A):           250 km - 3 636 hm (HQ 15,0)   → top konditionierte Marathonfahrer
  • Kleine Arberrunde (Tour B):           170 km - 2 400 hm (HQ 14,1)   → gut konditionierte Radsportler
  • Bayerwaldrunde (Tour C):              125 km - 1 400 hm (HQ 11,2)   → durchschnittlich konditionierte Hobbyradler  
  • Panoramarunde (Tour D):              100 km  -   900 hm (HQ   9,0)   → Hobby- und Genussradler 
  • Continental Familienrunde (Tour E):  56 km -   100 hm (HQ   1,8)   → Freizeit- und Familienradler

Der Höhenmeterquotient (HQ) gibt Verhältnis der Höhenmeter zur Streckenlänge an. Bei Tour A sind z.B. je Kilometer durchschnittlich 15 Höhenmeter zu überwinden.

 Höhenmeterangaben entsprechen grundsätzlich nur Annäherungswerte gegenüber der Realität. Je nachdem ob GPS-oder barometer-basierend bzw. der Mittelwert von beiden aufgezeichnet wird, ergeben sich u.U. erhebliche Aufzeichnungsunterschiede. Zudem beeinflusst die Geräte-Konfiguration (Anzahl der Way-Points, Genauigkeitsabweichung, Gerätemodell usw.) sowie Luftdruckschwankungen (während der Fahrt) die Berechnung der Aufzeichnung. Je höher die Way-Point-Aufzeichnungsrate und je stärker der barometrische Luftdruck schwankt desto größer die Abweichung (Ungenauigkeit). Werden HM-Angaben miteinander verglichen, müsste gleichzeitig auch die Trackpunktdichte der Aufzeichnunggeräte miteinander verglichen werden. Bei zu hoher Trackpunktdichte gibt das Gerät tendenziell zuviel Höhenmeter an. Abhilfe: Tracks lassen sich mit Hilfe des RouteConverters manuell nachberechnen (konvertieren) und durch Löschung redundanter Positionen (überzählige Trackpunkte) gemäß variablen Grenzwert mittels Douglas-Peuckert-Algorithmus glätten. Eine solche Interpolation wurde für die HM-Berechnungung des Arber-Radmarathon vorgenommen, sowie die Quersumme aus unterschiedlichen Aufzeichnungsdaten gebildet, um eine bessere Genauigkeit zu garantieren.

Merkblatt zur Höhenmeteraufzeichnung

Bild: Pressekonferenz 3. Mai 2022, v.L.: Alexander Koller (VCR-Vizepräsident), Helmut Stadler (Hauptsponsor), Astrid Freudenstein (Zweite Bürgermeisterin v. Regensburg), Barbara Wilfurth (VCR-Präsidentin), Ulrich Mönius (Schatzwart)

Große Arberrunde (Tour A) 250 km / 3750 Hm 

Dultplatz, Lichtenwald, Falkenstein, Schorndorf, Cham, Kötzting, Lam, Arber, Bayer. Eisenstein, Bretterschachten, Bodenmais, Heitzenzell, Viechtach, Kolmberg, Maibrunn, Haibach, Ascha, Falkenfels, Saulburg, Wörth, Dultplatz

Verpflegungsstationen: 57 km Cham, 120 km Regenhütte, 170 km Kolmberg, 204 km Saulburg

Kleine Arberrunde (Tour B) 170 km / 2400 Hm 

Dultplatz, Lichtenwald, Falkenstein, Schorndorf, Cham, Kötzting, Wurzerspitz, Heitzenzell, Viechtach, Kolmberg, Maibrunn, Haibach, Ascha, Falkenfels, Saulburg, Wörth, Dultplatz 

Verpflegungsstationen: 57 km Cham, 101 km Kolmberg, 134 km Saulburg

Bayerwaldrunde (Tour C) 125 km / 1400 Hm 

Dultplatz, Lichtenwald, Falkenstein, Schorndorf, Untergoßzell, 

Zinzenzell, Ochsenberg, Ascha, Falkenfels, Saulburg, Wörth, Dultplatz

Verpflegungsstationen: 55 km Sattelbogen, 82 km Saulburg 

Panoramarunde (Tour D) 100 km / 900 Hm  

Dultplatz, Lichtenwald, Brennberg, Falkenstein, Wiesenfelden, Falkenfels, Saulburg, Wörth, Dultplatz

Verpflegungsstation: 60 km Saulburg

Continental-Familienrunde (Tour E) 56 km

komplett flach

Verpflegungsstation: 25 km Kiefenholz

Startgebühren

Aufgrund des höheren organisatorischen Aufwands bei kurzfristigen Anmeldungen sind die Startgelder entsprechend des Anmeldetermins gestaffelt. Früh fängt der Vogel den Wurm: wer Geld sparen möchte behält das Datum der Preissprünge im Auge. Kinder unter zwölf Jahren nehmen in Begleitung eines Erwachsenen auf der Continental-Familientour (Tour E) gratis teil. Im übrigen sind in der Anmeldegebühr Gutscheine im Wert von 12 Euro für Essen und Getränke, das begehrte ARM-Trikot, Notfallversorgung, technischer Support und Streckensicherung enthalten, was nur durch Unterstützung von Sponsoren und vielen ehrenamtlichen Helfern zu verdanken ist. 

Der Blick auf die Startgebührenliste zeigt, dass eine frühzeitige Anmeldung zum günstigen Early Bird Preis lohnenswert ist. 

Helmut Stadler - Seniorchef von Deutschlands größtem Zweiradcenter sowie Hauptsponsor der Veranstaltung - spult im erlauchten Freundeskreis immer noch die Kleine Arberrunde ab (im Bild mit Veloclub-Präsidentin Barbara Wilfurth). Klasse Leistung, denn 170 Kilometer mit 2.400 Höhenmeter im Seniorenalter zu bewältigen ist beileibe kein "Pappenstil" was einmal mehr beweist, dass es nie zu spät ist seine Leidenschaft für diese faszinierende Sportart zu entdecken. Laut TVA-Interview stand er nach eigenem Bekunden bereits 30 Mal am Start. 

Egal ob 100km, 150km, 170 km oder mehr Kilometer / Höhenmeter in die Pedale getreten wird – lasst euch von der Naturlandschaft des Bayerwalds inspirieren und fordert euren Geist & Körper selbst heraus! 

 Abgesehen vom Rennradsport gibt's beim Arber-Radmarathon auch vier attraktive Mountainbke-Strecken

Sicherheit wird groß geschrieben. Das BRK gewährleistet mit zehn Ärzteteams, vier Rettungswagen, zwei Notarzteinsatzfahrzeuge sowie sieben Motorrädern die medizinische Rundumversorgung. Desweiteren sind rund 90 polizeiliche Einsatzkräfte (40 Polizeimotorräder) im Dienst der Sicherheit unterwegs. Diverse Kreuzungen und Gefahrenstellen werden von der Feuerwehr bzw. Streckenposten abgesichert. Ebenso sind Servicewagen unterwegs, die den technischen Support sicherstellen. Der Besenwagen (Bus mit Radanhänger) kümmert sich um "Gestrandete". In aller Regel haben die Rettungskräfte gottlob nicht allzu viel zu tun. Krankenhaus-Transporte sind die Ausnahme. Nur vereinzelt gestürzte Radfahrer - meist mit leichteren Schürfwunden - nehmen ärztliche Hilfe im BRK-Zelt am Dultplatz in Anspruch.

Auch unter den Polizeieinsatzkräften herrscht in aller Regel gute Stimmung. Erfreulicherweise hatte sie bei der letzten Ausgabe des Arber-Radmarathons 2019 kaum Arbeit, d.h. aus polizeilicher Sicht gab es keine besonderen Vorkommnisse. Angesichts der Masse an Teilnehmern spricht es für das disziplinierte Fahrverhalten der Radler.

Bild oben, v.l.: Helmut Stadler, Barbara Wilfurth, Streckensprecher Tom Meiler

Der Reihe nach werden ab 6.00 Uhr früh die Radler-Trosse auf ihre Reise Richtung Bayerischer Wald geschickt. Bis ein Starterfeld (insgesamt sind es 5 Touren) nach dem Startschuß das Areal verlassen hat vergehen meist bis zu 10 Minuten.

Nach Überquerung der Oberpfalzbrücke geht's auf die verkehrsfreie Frankenstraße, der sich beim Donaueinkaufszentrum nahtlos die Walhalla-Allee anschließt. Nach gut 10 Minuten ist der Stadtrand bzw. die Ortsteile Schwabelweis und Tegernheim erreicht. Sobald der zweite Kreisverkehr durchfahren ist taucht am Horizont die Ortschaft Donaustauf mit seiner trohnenden Walhalla auf. 

 Da sich je nach Wetterprognose am Sonntag bis zu 1 500 Teilnehmer nachmelden können, empfiehlt sich eine stressfreie Anmeldung am Samstag vorzunhmen. 

Das Start- Zielgelände des Arber-Radmarathons befindet sich in Regensburg am Dultplatz, landschaftlich eingebettet zwischen einem Flußarm der Donau, dem Europakanal und den Winzerer Höhen.