Pressekonferenz 13. Mai 2019

Alle Jahre wieder steppt am letzten Juliwochenende sozusagen der Bär am Regensburger Dulplatz: Barbara Wilfurth (VCR-Präsidentin) sagte bei der diesjährigen Pressekonferenz über den Arber-Radmarathon - welcher bereits seit dreieinhalb Jahrzehnten seinen festen Platz im Breitensportkalender einnimmt und auch diesmal wieder rund 7000 begeisterte Radsportler wie Mountainbiker bundesweit anlocken wird - „Es ist eine große Radsportfamilie, die sich bei uns in Regensburg trifft“.

Über viele Jahre hinweg hat sich das meiste zum Standard eingeschliffen. Über viele Jahre hinweg hat sich das Orga-Procedere standardgemäß eingeschliffen. Dies bedeutet aber nicht, dass man Neuem gegenüber nicht aufgeschlossen wäre. Barbara Wilfurth: „Aber wenn wir irgendwo etwas Neues finden, schauen wir es uns gleich ab“. Diesmal haben sich die Mountainbiker eine Neuerung einfallen lassen. Sie ermitteln unter den Teilnehmern, die in Wettstreit treten wollen, auf einem 1200 Meter langen und mit durchschnittlich 12,5 Prozent Steigung versehenen Anstieg bei Süssenbach mit einer Zeitwertung, die sonst beim Arber-Radmarathon fehlt, König und Königin am Berg".

Auftakt Samstag 27. Juli

Morgendliche Stimmung über Regensburg. Rechts unten vis a vis des Europakanals das Start- Zielgelände auf dem Dultplatz.

Erstmalig wurden Bewegtbilder im Videoformat 16:9 auf eine 15 Quadratmeter große LED-Display-Wand projiziert. Packende Rennszenen und Berichterstattung per Live-Streaming - für Teilnehmer wie Zuschauer Entertainment vom Feinsten.

Rahmenprogramm (Samstag)

Fette Reifen Rennen (Kid's only)

  • Jahrgang 2009 - 2010, 2 Runden = 500m, Start 16:00
  • Jahrgang 2004 - 2008, 4 Runden = 1000m, Start 16:15

Teilnahmebedingungen

  • keine Rennräder, keine Räder mit Stützrädern
  • keine Lizenzinhaber
  • absolute Helmpflicht
  • gemeinsame Wertung für Jungen und Mädchen
  • Siegerehrung Platz 1-5 mit tollen Preisen für die jeweilige Altersklasse
  • Urkunden und Arber Radmarathon Trikot für alle teilnehmenden Kinder

 Fünftes <Weltenburger-Dunkles-Radler-Kriterium>

Seit 2015 zählt das <Weltenburger-Dunkles-Radler-Kriterium> zum fixen Bestandteil des Rahmenprogramms der Veranstaltung. Lizenzierte Radamateure fahren in den Kategorien Jugend- Junioren und Elite auf dem 1 km langen Rundkurs um den Regensburger Dultplatz ihre spannenden Radrennen aus. 2018 lag die Durchschnittsgewindigkeit des Führenden bei sage und schreibe 49 km/h. Im kommenden Jahr feiert das Radkriterium der Elitefahrer zum 35. Arber-Radmarathon sein fünfjähriges Jubiläum.

Startkartenausgabe / Nachmeldung am Dultplatz

  • Samstag, 28. Juli : von 12.00 bis 18.00 Uhr
  • Sonntag, 29. Juli : ab 5.00 Uhr bis 9.00 Uhr

Nachmeldungen am Veranstaltungswochenende

  • Samstag 12.00-17.00 Uhr
  • Sonntag 5.00-9.00 Uhr (je nach Tour bis ca. eine halbe Stunde vor dem Start)

 Da sich je nach Wetterprognose bis zu 1 500 Teilnehmer nachmelden, empfielhlt sich die Anmeldung am Samstag (12.00-17.00 Uhr) vorzunehmen, da es wesentlich stressfreier ist, als Sonntag wo es ziemlich hektisch zu geht.

Zug um Zug schwärmen riesige Radlerpulks Richtung Bayerischer Wald aus.

 Besonders bei schwülheißen Temperaturen ist stets auf ausreichenden Flüssigkeitsnachschub zu achten. Faustregel: alle 15 min. ein oder zwei Schluck aus der Trinkflasche nehmen. Eine Prise Salz ins (Iso-) Getränk gleicht Natriumverluste (ursächlich für Muskelkrämpfe) durch verlustig gegangenem Schweiß wieder aus. Zwei Trinkflaschen On Board sind ratsam.

Das Eventgelände liegt landschaftlich idyllisch eingebettet zwischen der Donau und den Winzerer Höhen. 

Start-/Zielort: Regensburg im Regierungsbezirk Oberpfalz


A: 250 km / 3 500 hm / HQ 14,0
B: 170 km / 2 200 hm / HQ 12,9
C: 125 km / 1 100 hm / HQ   8,8
D: 100 km /    800 hm / HQ   8,0
E:   56 km /    100 hm / HQ   1,8

Höhenmeterquotient (HQ) gibt Verhältnis der Höhenmeter zur Streckenlänge an

Sicherheitskonzept

Sicherheit wird groß geschrieben. Das BRK gewährleistet mit zehn Ärzteteams, vier Rettungswagen, zwei Notarzteinsatzfahrzeuge sowie sieben Motorrädern die medizinische Rundumversorgung. Desweiteren sind bis zu 40 Polizeimotorräder im Einsatz. Diverse Kreuzungen und Gefahrenstellen werden von der Feuerwehr bzw. Streckenposten abgesichert. Ebenso sind Servicewagen unterwegs, die den technischen Support sicherstellen. Der Besenwagen (Bus mit Radanhänger) kümmert sich um "Gestrandete".

Statistik 2018

Streckenfrequenz Radstrecken (2018) 

Teilgesamtheit 5 Radstrecken 5 518 Teilnehmer (100%)

  • Große Arberrunde (A) - 250 km/3 750hm - 1 273 Teilnehmer (23.0%)
  • Kleine Arberrunde (B) - 170 km/2 400hm - 1 110 Teilnehmer (20.1%)
  • Bayerwaldrunde (C)    - 125 km/1 400 hm - 1 478 Teilnehmer (26.8%)
  • Panoramarunde (D)    - 100 km/    900 hm -   463 Teilnehmer (8.4%)
  • Familienrunde (E)       -   56 km/    100 hm - 1 194 Teilnehmer (21.6%)

Streckenfrequenz Mountainbike (2018) 

Teilgesamtheit 3 MTB-Strecken 1 291 Teilnehmer (100%)

  • Regentalrunde (Tour F)        - 106 km/2 050 hm - 218 Teilnehmer (16.9%)
  • Süssenbachrunde  (Tour G)  -  88 km/1 576 hm  - 375 Teilnehmer (29.0%)
  • Altenthannrunde (Tour H)     -  69 km/  990 hm  - 698 Teilnehmer (54.1%)

Der Anteil der Mountainbiker entspricht mit 1 291 Teilnehmern von der Grundgesamtheit (6 809) 19%.  

Start- und Zielpunkt

Start- und Zielpunkt ist der Dultplatz in der historischen UNESCO-Welterbestadt Regensburg

Das Spektakel beginnt bereits am Samstag, wo auf der Fahrradmesse zahlreiche Aussteller ihre Produkte und Dienstleistungen präsentieren und die obligatorische Nudelparty für volle Glycogenspeicher sorgt.  

Veranstaltungsflyer 2018

Etwa 100 Ehrenamtliche wuseln auf dem Dultplatz, wo es zur Morgenstund ein leckeres Frühstück gibt. Ein weiterer Trupp von 150 fleißigen Helferleins verteilt sich auf insgesamt 9 Verpflegungsstellen, wovon die weiteste ca. 120 km entfernt liegt (Regenhütte). Nach einem ausgeklügelten Verteilungsmuster ist es eine logistische Meisterleistung, die Labestationen mit 4 Tonnen Obst, tausende Snacks, Energieriegel, Wurst- und Käsesemmeln sowie x- Hektoliter Säfte, Elektrolytgetränke und (alkoholfreies) Bier zeit- und mengengerecht zu bestücken. Langjährige Erfahrung ist Garant dafür, dass alles wie am Schnürchen klappt. 

 Historie

Der Arber-Radmarathon gilt als traditionsreiches Urgestein der Radtouristik-Klassiker. In Sachen Historie und Bekanntheitsgrad spielt das Mega-Event mit dem Ötztal-Radmarathon (A), Maraton dles Dolomites (I), Nove Colli (I) und Alpenbrevet (CH) in der Champions League populärer Radtouristik-Klassiker. 1985 aus der Taufe gehoben, schickten sich damals 85 Radsport-Pioniere an, von Regensburg aus dem Namenspatron und König des Bayerischen Waldes – dem Großen Arber - zu umrunden und zurück in die Donaumetropole zu radeln. Die Route führte damals noch an der Arber-Sesselbahn-Talstation vorbei zum Bretterschachten (220 km / 2950 hm). Im Jahr darauf nahmen bereits 300 Radler teil. Bis heute wurde das Streckenangebot auf 5 leistungsabgestufte Routen ausgebaut, um auch Senioren- Freizeit- und Familienradler den Radlspaß mit Gleichgesinnten anzubieten. Heute nehmen durchschnittlich etwa 6 500 Hobbyradler teil, womit der Arber-Radmarathon zur größten Radtouristikveranstaltung Deutschlands zählt.

Seit dem Jahr 2000 bereichern Mountainbike-Routen die Veranstaltung, dessen drei Varianten ins kupierte Terrain des Bayerischen Vorwalds führen. Der Anteil der Mountainbiker liegt derzeit bei knapp 1/5). 2015 standen 1 116 Biker am Start.

Seit 2015 ist das <Weltenburger-Dunkles-Radler-Kriterium> fix im Rahmenprogramm. Lizenzierte Radamateure fahren in den Kategorien Jugend- Junioren und Elite auf dem 1 km langen Rundkurs um den Regensburger Dultplatz ihre spannenden Radrennen aus.

Die Wetterkapriolen reichten von Schneefall, Dauerregen bis Bullenhitze. 2013 ging als Hitzeschlacht in die Analen des Arber-Radmarathons ein. Das Thermometer stieg auf rekordverdächtige 37 Grad, weshalb die Genehmigungsbehörde erstmals sogar den Ausschank von alkoholhaltigem Bier auf der Verpflegungsstation in Saulburg untersagte. 2016 das Gegenteil: sintflutartige Regenfälle, Stürme und Windbruch verlangte den hartgesottenen Teilnehmern alles ab.

Das leistungsabgestufte Strecken-Repertoire reicht von der kurzen Flachetappe mit 56 km bis hin zur knackigen 250 km Große Arber-Runde, die es auf 3 600 hm bringt. Somit finden sowohl Familien- Freizeit- und Hobby-Radler wie auch ambitionierte Radsporter ihren Spaß an der Freud. Für viele Teilnehmer stellt der Arber-Radmarathon - turnusgemäß am letzten Juliwochenende - der absolute Saisonhöhepunkt dar. Mit bis zu 7000 Teilnehmer ist es nicht nur die größte, sondern seit 1985 zugleich auch einer der traditionsreichsten Radtouristikveranstaltungen Deutschlands. 

Prickelndes Startprocedere, Sonntag 28. Juli

Startzeiten

  • Große Arberrunde (A) 6.00 Uhr Massenstart
  • Kleine Arberrunde (B) 7.00 Uhr Massenstart 
  • Bayerwaldrunde (C) 8.00 Uhr Massenstart
  • Panoramarunde (D) 8.30 Uhr Massenstart
  • Continental Familienrunde (E) 9.00 Uhr Massenstart

Senior-Chef von Deutschlands größtem Zweirad-Center sowie Event-Sponsor - Helmut Stadler - lässt es sich nicht nehmen, mit 75 Lebensjahren aktiv beim Arber-Radmarathon dabei zu sein.  

Ab 6.00 Uhr werden nacheinander die großen Startfelder vom Regensburger Dultplatz aus Richtung Bayerischer Wald bzw. Donautal geschickt. Zaungäste betrachten das wuslige Treiben von der Oberpfalzbrücke aus der Vogelsperspektive. 

Trailer

Euphorische Stimmung vor dem Startschuss

Die allgemeine Hektik frühmorgens ab 5.00 Uhr auf dem Dultplatz ist nichts für schwache Nerven. Schallende Songs heizen die Stimmung an, und verbreiten einen Hauch von Tour de France Feeling. Die von Muskelfluids, ätherischen Ölen und Sportcremes durchschwängerten Luftschwaden versprühen eine unvergessliche Sinnesaura, die den ungeduldig wartenden Hasardeuren den letzten Kick versetzt. Das Gemeinschaftsgefühl, welches sich wie eine schützende Decke über den Tross legt ist schon sehr speziell. 

In der langen Startschlange reiht sich ein buntes Meer von Radsportlern dicht aneinander gedrängt in Reih und Glied auf. Humorvolle, Ernsthafte, Extrovertierte, Sinnierende, Ambitionierte, Coole, Nervöse und so weiter und so fort. Jeder erlebt sein eigenes emotionales Kopfkino inmitten im Stimmenwirrwarr des farbenfrohen Gewimmels. Jedenfalls sorgt das quirlige Startprocedere für erhöhten Adrenalinpegel, das für undefinierbare Gefühlsschwankungen sorgt. Ein Wechselbad der Gefühle das jeder in seinem eigenen "Kosmos" erlebt.

Tausende Hobby- und Freizeitsportler erzeugen eine einzigartige Stimmung, dessen spannungsgeladene Funken von Fahrer zu Fahrer überspringen. Keiner kann sich der prickelnden Athmosphäre entziehen. Sind die einen darauf geeicht, an die Grenzen ihrer Leistungs- und Leidensfähigkeit zu gehen, harren andere Fahrer völlig entspannt der Dinge. Als radtouristische Veranstaltung gibt es weder eine offizielle Zeitmessung noch eine Siegerehrung. Die STVO ist ausnahmslos einzuhalten. 

Aufputschklassiker wie „I love to ride my bycycle“ oder „we are the champions“ lassen Niemanden kalt. Wie auch immer - die letzten Sekunden des Herunterzählens 10 – 9 – 8 ... zünden die Engines und fluten die Spannkraft bis in die letzte Muskelfaser. Pulsmesser gecheckt, Höhenmesser kalibriert, Helmriemen festgezurrt, ins Pedal eingeklickt, und der Blick stoisch nach vorn gerichtet. Die Nervosität und Anspannung steigt vor dem markerschütternden Startschuss bis zu den letzten Sekunden die kaum von der Uhr zu tropfen scheinen - ins Unermessliche.