• Landesgrenze Ferdinandsthal (Deffernik, Debrnik)
    © Bayernbike
  • Richtung Zwieslerwaldhaus
    © Bayernbike
  • Filialkirche St. Gunther in Buchenau (Gemeinde Lindberg)
    © Bayernbike
  • Trinkwassertalsperre Frauenau
    © Bayernbike
  • Trinkwassertalsperre Frauenau
    © Bayernbike
  • Arberblick
    © Bayernbike
  • © Bayernbike
  • Nationalpark-Radweg
    © Bayernbike
  • Nationalparkzentrum
    © Bayernbike
  • Entlang des Reschwassers am Rand des Nationalparks Bayerischer Wald
    © Bayernbike
  • Ausblick auf Finsterau und den Bayerischen Wald
    © Bayernbike
  • Höchster Punkt des Nationalpark-Radweg nahe Finsterau (1.190 m)
    © Bayernbike
  • Top View Point Bučina (Buchwald) 1.162 m
    © Bayernbike
  • Nationalpark-Radweg - Alpská Vyhlídka (Bučina-Kvilda)
    © Bayernbike
  • Gedenkstätte Bučina (Buchwald)
    © Bayernbike
  • Grenzübergang Bučina (Buchwald) - Finsterau
    © Bayernbike
  • Grenzübergang Bučina (Buchwald) - Finsterau
    © Bayernbike
  • Landesgrenze Haidmühle / Nové Údolí
    © Bayernbike
  • Nationalpark-Radweg - Biosphärenreservat Šumava (Naturschutzgebiet)
    © Bayernbike
  • Nationalpark-Radweg - Biosphärenreservat Šumava (Naturschutzgebiet)
    © Bayernbike
  • Schilder-Wirrwarr in Strážný (Kuschwarda)
    © Bayernbike
  • Strážný (Kuschwarda)
    © Bayernbike
  • Dreiländereck - ausschweifendes Radtourennetz
    © Bayernbike
  • Stocek (Tusset) - Streckengabelung Nationalpark-Radweg / Moldaustausee
    © Bayernbike
  • Landesgrenze Haidmühle / Nové Údolí
    © Bayernbike
  • © Bayernbike
  • © Bayernbike
  • © Bayernbike
  • Waldbahn zwischen Grafenau - Zwiesel
    © Bayernbike
  • © Bayernbike
  • Knížecí Pláně (Fürstenhut) im Nationalpark Šumava
    © Bayernbike

                 Grenzenloses Radvergnügen auf dem Grünen Dach Europas 

Ausgangspunkt Haidmühle

Haidmühle (1421 Einwohner) – staatlich anerkannter Erholungsort - liegt in einer sanften Talmulde unweit der Grenze zur Tschechischen Republik im Bayerischen Wald, genauer gesagt im Dreiländereck Deutschland (Ostbayern), Tschechien (Südböhmen) und Österreich (Österreichisches Mühlviertel). Umgeben von reizvoller Berg- und  Waldlandschaft breitet sich ein grenzüberschreitendes Radtourennetz aller Schwierigkeitsgrade aus. Zum Radfahren herrschen ideale Bedingungen, weil die Gegend nachweislich eine der reinsten Luftqualitäten Deutschlands besitzt was den Freizeit- und Erholungswert ungemein steigert.

Eckdaten

  • Ausgangspunkt Haidmühle (830 m.ü.M.) 
  • Streckenlänge: 105 km
  • Tschechischer Streckenanteil (29.2 km): von der Landesgrenze Nové Údolí (Neuthal) bis Landesgrenze Bu?ina (Buchwald) wird das Gebiet im Nationalpark Šumava (Biosphärenreservat) durchquert
  • Rund 65% unasphaltiert
  • Fahrtrichtung Ferdinandsthal 1 604 Höhenmeter
  • Fahrtrichtung Haidmühle 1.704 Höhenmeter
  • Hochpunkt: nahe Finsterau (KM 33) 1.190 m.ü.M.
  • Tiefpunkt: Parkplatz Deffernik (KM 96) 618 m.ü.M.
  • Endpunkt Ferdinandsthal (nahe Zwieslerwaldhaus) 
  • Anbindung Ferdinandsthal via Železná Ruda nach Bayerisch Eisenstein (4.8 km)

Streckenprofil 

Damit die Nationalpark-Tour ungetrübten Radlspaß verspricht, sollte das Leistungsvermögen dem Anspruchsprofil Genüge tun. Ein Mittelgebirgsprofil gibt es nun mal nicht zum „Nulltarif“, d.h. ein Mindestmaß an Kondition ist gefordert (was sich für E-Biker relativiert). Schließlich sind 1 604/1 704 hm unhomogen verteilt kein Pappenstiel. Etwa 65% der Strecke verläuft auf unasphaltierten Forstwegen. Rampen mit über 15% Steigungsniveau bilden die Ausnahme. 

Das kupierte Streckenprofil weist auch längere, leichtere Abschnitte auf. So ist die Passage in West-Richtung nach Ferdinandsthal zwischen Nationalparkzentrum Lusen (KM 56) bis Klingenbrunn Bahnhof (KM 74) von sanften Gefällstrecken sowie längeren Flachetappen gekennzeichnet. In entgegengesetzter Fahrtrichtung ist der Abschnitt ab Klingenbrunn Bahnhof (KM 33) bis Altschönau (KM 49) ziemlich steigungsarm. Wer nicht schubunterstützt auf einem E-Bike sitzt, sondern klassisch die Kurbel schwingt und dabei die Beinmuskulatur sprechen lässt, benötigt für die konditionell anspruchsvolle Strecke stramme Waden und gute Kondition.

Radgattung

Zweckmäßig ist ein geländegängiges Tourenrad, Trekkingbike, Crossbike, E-Bike oder Mountainbike. 

Nationalpark Bayerischer Wald (Bayerischer Rundfunk)

Streckengrafik mit Höhenprofil - Nationalpark-Radweg


Bewegen sie ihren Cursor auf dem Höhenprofil, wird interaktiv oben auf der Streckengraphik die geographische Position eingeblendet.

Haftungsausschluss:

Biketouristik – Media übernimmt keine Gewähr für die Korrektheit downgeloadeter Trackdaten. Die Verwendung von GPS-Tracks geschieht in Eigenverantwortung des Users und schließt Haftungsansprüche gegenüber dem Anbieter ausnahmslos aus.



Unterwegs in den Nationalparken Bayerischer Wald und Šumava

Der Nationalpark Bayerischer Wald und sein im Osten angrenzender tschechischer Nachbar-Nationalpark Šumava bilden mit über 900 km2 das größte Waldschutzgebiet Mitteleuropas. Stürme und der Borkenkäfer als Motor der Walderneuerung haben die Wälder entlang des Grenzkamms in den vergangenen drei Jahrzehnten grundlegend umgestaltet.

„Natur Natur sein lassen“ lautet die Philosophie in den Nationalparken und in der Tat, nirgendwo sonst zwischen Atlantik und Ural dürfen sich Wälder, Moore, Bergbäche und Seen auf so großer Fläche nach ihren ureigenen Gesetzen zu einer einmaligen wilden Waldlandschaft entwickeln. Seltene Tiere wie Luchs, Dreizehenspecht, Schwarzstorch oder Auerhuhn finden hier einen Rückzugsraum: Aus dem Wirtschaftswald von gestern entsteht der Urwald von morgen! 

Aus Respekt vor der schützenswerten Natur und den hier lebenden Tieren und Pflanzen und für einen ungetrübten Naturgenuss aller Besucher der beiden Nationalparke sind folgende Verhaltensregeln besonders wichtig:

  • Radfahren nur auf öffentlichen Straßen und markierten Radwegen – markierte Wanderwege sind den Fußwanderern vorbehalten. Zum Schutz bedrohter Tier- und Pflanzenarten gilt in bestimmten Bereichen des Nationalparks ein Wegegebot.
  • Benutzung der Wege auf eigene Gefahr - zu den typischen Gefahren im Nationalpark gehören umstürzende Bäume und herabfallende Äste - denn hier wird das natürliche Werden, Wachsen und Vergehen in den Lebensgemeinschaften geschützt. 
  • Nichts zurücklassen – auch Papiertaschentücher und Zigarettenkippen verrotten sehr langsam und die enthaltenen Chemikalien und Giftstoffe dringen bis in das Grundwasser vor.
  • Nicht im Freien übernachten – Campingplätze gibt es in den Nationalparkgemeinden.

Die Einhaltung der Regeln wird von der Nationalparkwacht vor Ort überprüft, um die Naturschönheiten der Nationalparke – gemäß dem Motto Natur Natur sein lassen – zu bewahren.

Highlights

  • Gedenkstätte des Eisernen Vorhangs in Bucina (KM 32)
  • Freilichtmuseum Finsterau (KM 38)
  • Nationalparkzentrum Lusen mit Tier-Freigelände, Hans Eisenmann Haus, Baumwipfelpfad (KM 56)
  • Waldgeschichtliches Museum Sankt Oswald
  • Trinkwassertalsperre Frauenau (KM 83)
  • Hirschgehege Scheuereck (KM 90)
  • Nationalparkzentrum Falkenstein mit Tier-Freigelände und Steinzeithöhle (KM 96)
  • Urwaldgebiet Mittelsteighütte bei Zwieslerwaldhaus (KM 102)

Einkehrmöglichkeiten

    • Strážný (Kuschwarda), KM 18
    • Knížecí Pláne (sporadisch bewirtschaftet), KM 29
    • Bucina, KM 32
    • Finsterau, KM 37
    • Nationalparkzentrum Lusen, KM 56
    • Spiegelau, KM 69
    • Oberfrauenau, KM 82
    • Buchenau, KM 87
    • Zwiesler Waldhaus, KM 102

    Zeiteinteilung

    Wird der Nationalpark-Radweg als Tagesetappe in Angriff genommen, braucht es ein straffes Zeitmanagement. Für allzu lange oder häufige Pausen bzw. Besichtigungen wie beispielsweise die Nationalpark-Besuchereinrichtungen bleibt wenig Spielraum. Dies ändert sich, wenn zwei Etappentage eingeplant werden. Je nach Tourgestaltung bieten sich aufgrund der Beherbergungskapazität als Übernachtungsort Neuschönau oder Spiegelau an.

      Moldau-Ursprung

    In der herrlichen Natur-Oase am Moldau-Ursprung lässt es sich bei Vogelgezwitscher, dem Rauschen der Bäume und gurgelndem Wasser bestens abschalten. Die Kalte Moldau (Studená Vltava) entspringt im Bayerischen Wald nördlich des Bramandlberges und des Hirschberges auf einer Höhe von 855 m ü.M. Hierbei bildet der Zusammenfluss der Quellbäche Weberaubach, Goldgrubenbach und Rothbach im sumpfigem Waldgebiet am Hang des Berges Haidel den Ursprung der Kalten Moldau.

    Der Felsblock mit den eingravierten Quellbächen symbolisiert sozusagen den geographischen Ursprung der Kalten Moldau.

    Nachdem die Kalte Moldau bei Haidmühle den Mirasatbach und den Kreuzbach aufgenommen hat markiert sie nach den Zuflüssen des Moorbaches und des Ruttenbaches auf rund zwei Kilometer Länge den deutsch-tschechischen Grenzverlauf bevor sie in Nové Údolí (Neuthal) ins tschechische Nachbarland abfließt. Hinter der Landesgrenze stehen auf einer Fläche von 101 ha die Bergmoorwiesen seit 1985 als ausgewiesenes Naturdenkmal Spálený luh unter besonderem Schutz. Unterhalb der Lorenzberge und dem Stožec (Tussetberg, 1065 m ü.M.) fließt die Kalte Moldau durch den Ort Stožec (Tusset) und weiter nach Cerný Kríž (Schwarzes Kreuz). 

    Der Unterlauf der Kalten Moldau mäandert jenseits der Grenze durch geschützte Auenlandschaft, wo sie sich nach 24 Kilometern (Höhendifferenz 121 Meter) bei Chlum (Humwald) - einem Ortsteil der Stadt Volary (Wallern) -  im Moor Mrtvý luh (Tote Au) mit der Warmen Moldau (Teplá Vltava) vereinigt, die ihrerseits etwa 500 m nördlich der bayerisch-tschechischen Grenze (nahe Kvilda/CZ (Außergefild) am Südosthang des Schwarzberg (Cerná hora) im Böhmerwald entspringt (Quellhöhe 1.172 m ü.M.).

    Ab dem Zusammenfluss (736 m ü.M.) heißt der Fluß Moldau (Vltava) - abgeleitet aus dem altgermanischen "Wilt ahwa" (wildes Wasser). Mäandrierend fließt sie durch ein flaches, waldreiches Tal, ehe sie bei Nova Pec (Neuofen) im 48 Kilometer langen Lipno-Stausee (Moldaustausee) gestaut wird. 

    Tipp: Zwischen Stozek (Tusset) und Nova Pec (Neuofen) am Moldaustausee besteht entlang der mäandernden Moldau durch idyllische Hochmoorlandschaften eine 9 km lange, verkehrsfreie, flache Straßenverbindung. Abgesehen davon gibt von dort aus Stichverbindungen (230 hm) zum Schwarzenberger-Schwemmkanal

    Zur Zeit des Kalten Krieges (1949-1989) war Europa durch den Eisernen Vorhang geteilt, weswegen das Tal der Kalten Moldau zwischen Stožec und der deutschen Grenze damals Sperrgebiet war. 

    Als längster Fluss Tschechiens (430 km) und größter Nebenfluss der Elbe wird die Moldau häufig als „Böhmisches Meer“ bezeichnet. Sie entwässert ein Gebiet von 28.000 km² mit durchschnittlich 151 m³/s an der Elbmündung. Am Zusammenfluss mit der Elbe (330 km in Tschechien) bei Melník (155 m ü.M.) weist die Moldau im Vgl. zur Elbe nicht nur einen längeren Flussverlauf auf sondern ist zudem auch wasserreicher, weshalb sie den hydrologischen Hauptfluss des Elbeflusssystems darstellt. 

    Streckenportrait

    Ein wahrer Glückspilz, wer diese Route im Einklang der Natur durch die fichtenreichen Hochlagenwälder und Bergmischwälder mit seinen faszinierenden Aussichtspanoramen achtsam befährt. Immerhin befindet man sich im größten zusammenhängenden Waldgebiet Mitteleuropas (6.000 qkm). Die Nationalparke »Bayerischer Wald« sowie jenseits der Landesgrenze der »Šumava« ist vor wirtschaftlicher Nutzung - verbunden mit all seinen umweltschädlichen Konsequenzen - streng geschützt. Eine Tatsache, wovon naturverbundene Freizeitaktivisten in besonderem Maß profitieren. 

    Auch wenn man morsche Baumriesen und Totholz - verursacht von Stürmen und Borkenkäfer - zu Gesicht bekommt so ist im Laufe der Zeit an vielen Stellen bereits eine neue Waldgeneration übermannshoch emporgewachsen. Die konsequente Anwendung des Mottos „Natur Natur sein lassen“ gibt der Natur die Chance ihre "Selbstheilungskräfte" zu aktivieren.

    Im Angesicht der Bayerwaldriesen Dreisessel, Haidel, Rachel, Lusen, Großer  Falkenstein und Großer Arber bietet die ursprüngliche Wildnis sowohl Tieren, Pflanzen und Pilzen als auch dem Menschen ein unvergleichlich tiefsinniges Rückzugsgebiet. 

    Idyllisch gelegene Rastplätze, herrliche Aussichtspunkte und endlos wirkende Waldpassagen gestalten die Nationalpark-Tour zum unvergesslichen Erlebnis. Je länger man im Sattel sitzt, desto intensiver fühlt man sich der Natur - ja dem Mythos des grenzüberschreitenden Böhmerwaldes verbunden. 

    Der Nationalpark-Radweg verläuft grenzüberschreitend durch die Naturparkregion Bayerischer Wald und Šumava auf dem <Grünen Dach Europas>. 

    Urwüchsige Wälder, klare Bäche, Bergseen, Hochmoore, Auen und großflächige Hochebenen mit Wiesen- u. Steppenvegetation prägen den Streckenverlauf. Infotafeln am Wegesrand, die über Land, Leute, Kultur und Geschichte und die einmalige Natur informieren, machen die Tour besonders attraktiv. Mit anderen Worten: der Weg ist das Ziel!

    Fern von Verkehrslärm und Zivilisationshektik genießt man erhabene Aussichtspunkte sowie romantische Waldlichtungen am laufenden Band. Je länger man im Sattel sitzt, desto mehr inspiriert die Naturregion wodurch Alltaghektik, Kummer und Sorgen allmählich verschwinden. Damit dem so ist, sollte man sich für das sprichwörtlich grenzenlose Radvergnügen genügend Zeit nehmen. Die unberührte Schönheit der Natur ist mit gebotener Muse und geschärften Sinnen am besten im Wohlfühltempo erlebbar. Dann lässt die energetische Wirkung dieser urwüchsigen Naturparkregion nicht lange auf sich warten.

     Nationalpark Bayerischer Wald

    Der Nationalpark Bayerischer Wald entlang der Grenze zu Tschechien wurde 1970 als erster Nationalpark Deutschlands eröffnet. Seit seiner Erweiterung 1997 bedeckt er eine Fläche von 24.222 ha, während der angrenzende Nationalpark Šumava mit 68.064 ha fast dreimal so groß ist. Da der Nationalpark Šumava mit dem Nationalpark Bayerischer Wald das größte zusammenhängende mitteleuropäische Waldschutzgebiet bildet, wird das Gebiet häufig auch als „Grünes Dach Europas“ bezeichnet. Zu den höchsten Gipfeln des Nationalparks zählen der Große Falkenstein (1315 m), der Lusen (1373 m) und der Große Rachel (1453 m). In die verschiedenen Waldgesellschaften sind ökologisch wertvolle Hochmoore mit Moorseen sowie ehemalige Hochweiden, die sogenannten Schachten, eingebettet. 

    Etwa 7.300 Tier- und Pflanzenarten sind im Bayerischen Wald bereits nachgewiesen, vermutlich leben aber doppelt so viele Arten im Nationalpark. Mit rund 1,3 Millionen Besuchern pro Jahr und fast 200 Beschäftigten in der Verwaltung ist der Nationalpark Bayerischer Wald Tourismusmagnet und Jobmotor der Region.

    Infolge heißer, trockener Sommer Mitte der 90er Jahre und schneearmer Winter brachte der winzige 3-5 mm große Borkenkäfer auf großer Fläche den Fichtenwald insbesondere in den Hochlagen um Lusen und Rachel zum Absterben. Doch zur Überraschung wächst im Schutze verrotteter Baumskelette und Moderholz eine neue, ungemein vielfältige Baumgeneration zu einer wilden Waldnatur heran.

    Neu: mit der App Nationalpark Bayerischer Wald inkl. 3D-Karte wird Deutschlands ältester Nationalpark zum Erlebnis: 26 ausgewählte Besucher-Tipps, 32 Touren, von der Erlebnis- über die Wander-, Rad- oder Schneeschuh-Tour bis hin zu barrierefreien Touren, die Nationalparkzentren und Infostellen sowie eine Webcam, die aktuelle Bilder liefert.

    Ein Tool für den aktuellen Wegezustand zeigt dem Besucher sofort, welche Wege begehbar sind und wo Sperrungen oder Einschränkungen vorliegen. Für jeden Wegeabschnitt sind die zugehörigen Markierungen hinterlegt und abrufbar. Neu in der App ist auch eine Tracking-Funktion. Sie verfolgt den zurückgelegten Weg mit. Unterwegs wird die eigene Position punktgenau angezeigt.

    Zur Nationalpark-App im iTunes® App-Store

    Zur Nationalpark-App im Google Play Store

    Hintergrundinfos Nationalpark Bayerischer Wald

    Mittelgebirgsprofil gibt es selbstverständlich nicht zum „Nulltarif“, d.h. ein Mindestmaß an Fitness und Ausdauer sollte man schon mit bringen. Wohlgleich weist das kupierte Streckenprofil auch leichtere Abschnitte auf. So ist die Passage zwischen Nationalparkzentrum Lusen bis nach Klingenbrunn Bahnhof von sanften Gefällstrecken sowie längeren Flachetappen gekennzeichnet. Egal welche Fahrtrichtung gewählt wird: der anspruchsvollste "Brocken" an Höhenmetern verbirgt sich im Raum Finsterau/Bucina. Ist das Plateau auf knapp 1200 m Höhe bezwungen, sind die nachfolgenden Steigungen um einiges kommoder. 

    Der Nationalpark-Radweg prunkt auf 105 Kilometer Länge mit einer der ursprünglichsten Naturregionen Deutschlands. Die Route verbindet in einer urwaldähnlich gebliebenen Mittelgebirgslandschaft den »Nationalpark Ferienland Bayerischer Wald« mit dem »Arberland«. Der grenzüberschreitende Schlenker über Tschechien (30 km) bietet auf knapp 1.200 Meter Höhe traumhaftes Aussichtspanorama. In stetigem Auf und Ab schlängelt sich der Wegeverlauf durch das dicht bewaldete Mittelgebirge des Bayerischen Waldes. Wer nicht schubunterstützt auf einem E-Bike sitzt, sondern klassisch die Kurbel schwingt und dabei die Beinmuskulatur sprechen lässt, benötigt für die konditionell anspruchsvolle Strecke stramme Waden und gute Kondition. Start- wie Zielpunkt sind hervorragend an das Fernradwegenetz angebunden, was vielfältige Kombinationsmöglichkeiten ermöglicht. Im übrigen verläuft die TRANS BAYERWALD Nordroute im Bereich des Nationalparkgeländes auf identischer Wegstrecke. Dies eröffnet Individualisten bzw. Urlaubsgästen in den Ferienorten spannende Tour-Optionen.

     Nationalpark Šumava

    Der Nationalpark Šumava ist mit 68.064 ha der flächengrößte Nationalpark Tschechiens. Er ist umgeben vom Landschaftsschutzgebiet Šumava mit einer Fläche von 99 624 ha. Seit 1990 sind der heutige Nationalpark und fast das gesamte Landschaftsschutzgebiet als Biosphärenreservat von der UNESCO anerkannt. Im Nationalpark haben die beiden Flüsse Moldau und Otava ihren Ursprung, außerdem gibt es hier drei Gletscherseen (Jezero Laka, Prášilské jezero, Plešné jezero). Zwei weitere - der Cerné jezero (Schwarzer See) - größter Gletschersee im Böhmerwald nahe der Stadt Železná Ruda sowie der Certovo jezero (Teufelssee) unterhalb der 1 343 m hohen Seewand liegen ebenfalls in Landschaftsschutzgebieten. Große Hochmoore wie Jezerní slat' und Chalupska slat' prägen den Charakter der Landschaft. Die tiefste Stelle (570 m) liegt im Otava-Tal bei Rejštejn, die höchste Erhebung ist der Plöckenstein (1 378 m).

    Šumava bezeichnet in der tschechischen Sprache einen poetischen Gebirgsnamen, der sich vom tschechischen Wort "šum" (=rauschen) ableitet. Die rauschenden Wälder und klaren Bäche sind zugleich Refugium für zahlreiche Lebewesen und Pflanzen, die andernorts der Zivilisation weichen mussten. Der Luchs, Eulen und Käuze,  das Auerhuhn und sogar der Wolf sind hier ebenso heimisch wie seltene Vögel- und Insektenarten. In manchen Flüssen können Fischotter beobachtet werden, die dem wildesten Fluss der Šumava (vydra=Fischotter) den Namen gaben. Im Gegensatz zum Bayerischen Wald war die Šumava bis weit ins 20. Jahrhundert relativ dicht besiedelt. Zwar hatten die meisten Orte nur wenige hundert Einwohner, doch mit ihren Bauernhöfen, bewirtschafteten Wiesen und Weideflächen prägten sie die Grenzlandschaft

    Nach dem 2. Weltkrieg wurde ab 1945 eine breite „menschenleere“ Zone geschaffen (militärisches Sperrgebiet), die erst im Zuge der Demokratisierung und des Wegfalls des Eisernen Vorhangs nach 40 Jahren aufgelöst wurde. Die „Verbannung“ des Menschen und damit jeglicher zerstörerischen Einflussname auf die ökologische Entwicklung hatte jedoch für die Natur einen sehr positiven Effekt. Dank des unbesiedelten Grenzstreifens konnte sich die Natur prächtig entwickeln, wovon heute die Besucher Nutznießer sind. 

    Besuchsordnung Böhmerwald

    Der Nationalpark-Radweg erfüllt die Qualitätskriterien des Bayernnetz für Radler

    Wegweisung

     Der Nationalpark-Radweg ist kein durchgängiger Radweg im klassischen Sinn. Vielmehr besteht die Route überwiegend aus Wald- und Schotterwegen sowie schwach befahrenen Nebenstraßen. Die durchgängige Beschilderung (beide Fahrtrichtungen) mit dem offiziellen Radwege-Signet besteht nur im deutschen Streckenabschnitt. Zur Orientierung empfiehlt sich neben der GPS-Track-Navigation die Mitnahme einer Radkarte. 

    Linkverweise

     E-Bike-Verleih- und E-Bike-Ladestationen 

    Igelbusse

    Fahrradmitnahme in Bus & Bahn

    Publikationen

    Nationalpark-Radweg - Waldwildnis-Mekka auf dem Grünen Dach Europas

    Hochkultur & Natur pur im Bayerischen Wald (Radparadiese)