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ADFC-Radreiseanalyse 2025
Der ADFC stellte am 4. März 2026 auf der Internationalen Tourismusmesse ITB in Berlin die Ergebnisse der ADFC-Radreiseanalyse 2025 vor. Alle zwei Jahre lotet der ADFC mit einer repräsentativen Umfrage aus, wie Menschen in Deutschland das Fahrrad im Urlaub und in der Freizeit nutzen und sich die anteilige Wertschöpfung für Tourismusregionen entwickelt.
2025 ging die Anzahl der Radreisen und Tagesausflüge, die mit dem Rad unternommen wurden, leicht zurück. Dennoch nutzt mehr als die Hälfte der erwachsenen Menschen (39,3 Mio.) in Deutschland das Fahrrad im Urlaub und in der Freizeit. Damit zählt Radfahren weiter zu den beliebtesten aktiven Freizeitbeschäftigungen.
Die ADFC-Radreiseanalyse 2025 belegt, dass Deutschland weiterhin ein äußerst beliebtes Radreiseland ist. Dies zeigen die aktuellen Umfrageergebnisse, welche turnusgemäß jedes Jahr erhoben und bei der weltweit größten Touristikmesse - der ITB Berlin - vorgestellt werden. Die ADFC-Radreiseanalyse gilt als bundesweite repräsentative Online-Befragung, die statisches Zahlenmaterial zum fahrradtouristischen Markt in Deutschland evaluiert.

Mit dem Bodensee-Radweg, Main-Radweg, Donau-Radweg und dem "Neuling" Fünf-Flüsse-Radweg schafften es gleich 4 Fernradwegeklassiker in die Top-Ten-Liste der meist befahrenen Radfernwege Deutschlands. Erstmals vertreten der Fünf-Flüsse-Radweg, der die bayerischen Regierungsbezirke Oberbayern, Mittelfranken und die Oberpfalz durchkreuzt und bei Radreisen mit mehr als 3 Übernachtungen auf Platz 10 in der aktuellen ADFC-Radreiseanalyse aufstieg.
Dieses Mal haben rund 17.300 Menschen an der Umfrage teilgenommen – so viele wie nie zuvor. Demzufolge nutzen zwei Drittel (67,9 %) der Menschen in Deutschland das Rad für Ausflüge und Reisen. Auf 38 Millionen Ausflügler kommen insgesamt 445 Millionen Tagesausflüge – was im Schnitt fast 12 Ausflüge pro Person ergibt.
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| © ADFC/April Agentur |
Interessant, dass mittlerweile jeder Zweite ein Elektrofahrrad fährt, d.h. mehr als 50 Prozent der Radreisenden, die länger unterwegs sind, nutzen ein Elektrofahrrad. Sie legen damit durchschnittlich etwa 60 Kilometer pro Tag zurück. Die Gründe dafür sind einleuchtend: ebiker möchten die Möglichkeit haben, längere Strecken (70,5 %) oder hügelige Regionen (58,3 %) zu befahren. Für 56,1 Prozent stehen die Leichtigkeit beim Fahren und der Genuss der Umgebung im Vordergrund. Damit sind Elektrofahrräder entgegen bisheriger Vorbehalte ein regelrechter Entscheidungsbeschleuniger Radreisen zu unternehmen, da viele die Befürchtung hatten, für sogenannte Biobikes nicht fit oder schnell genug zu sein. Überraschend ist nur, dass sogenannte 'Biobikern' im Schnitt eine längere Tagesdistanz als ebiker absolvieren. Daraus lässt sich schlussfolgern welch hohen Fitnessgrad die Radler ohne Motorrunterstützung haben.
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| © ADFC/April Agentur |
Auswertung der häufigsten Google-Radwege-Suchanfragen
Eine aktuelle Auswertung von Beyound Camping von mehr als 700 Radstrecken brachte die Erkenntnis, dass Bayern nach wie vor das beliebteste Bundesland für Radreisende ist. So dominiet der Freistaat Bayern auch das Radwege-Ranking, denn vier der zehn gefragtesten Radwege führen komplett oder zumindest teilweise durch Bayern. Das Outdoor-Magazin BeyondCamping hat mehr als 700 Strecken in ganz Deutschland verglichen – und ausgewertet, welche bei Google die häufigsten Suchanfrage verzeichnete. Favorisiert werden dabei folgende Radrouten.
Eine der beliebtesten Freizeitaktivitäten in Deutschland ist das Radfahen. Laut dem Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club machen 4,6 Millionen Deutsche gerne eine Radreise.
Bayern als Radreise-Hochburg – vier Routen unter den Top 10*

*Stand: 27.04.2026, basierend auf Google-Suchanfragen im Zeitraum 01.01.2025 bis 31.12.2025
Die Auswertung zeigt augenscheinlich, wie sehr Radreisende vor allem naturnahe Strecken entlang von Flüssen suchen. Dies kommt nicht von ungefähr, denn Flussrouten bieten i.d.R. eine gute Beschilderung, regelmäßige Einkehrmöglichkeiten und dazu ein flaches Höhenprofil, das in Ausnahmefällen gelegentliche Anstiege mit moderater Steigung aufweist.
Der Weserradweg ist gemäß dieser Auswertungsmethodik nicht nur der beliebteste, sondern gleichsam auch der schönste Flussradweg in Deutschland.
Unter den bayerischen Favoriten sticht besonders der Donauradweg hervor. Auf Platz 5 mit 8.700 Suchanfragen durchquert er auf insgesamt rund 2850 Kilometern acht Länder – darunter den deutschen Abschnitt durch das Obere Donautal mit seinen imposanten Kalkfelsen, Burgen und Klöstern. Start ist in Donaueschingen, Ziel der deutschen Etappe ist Passau.

Die Romantische Straße landete auf Rang 6, die Würzburg mit Füssen verbindet und auf 514 Kilometern einen Mix aus mittelalterlichen Stadtkernen, Weinbergen und Alpenpanorama bietet. Mit Schloss Neuschwanstein - eines der bekanntesten Wahrzeichen des Landes - erwartet die Radler ein sehenswertes Highlight. Obwohl die Gesamtstrecke als anspruchsvoll gilt, eignen sich einzelne – vergleichsweise kurze – Etappen durchaus auch für Familien mit Kindern.
Der Altmühltal-Radweg landet auf Platz 8 (direkt dahinter Bodensee-Königssee-Radweg), der durch den gleichnamigen Naturpark von Rothenburg ob der Tauber bis nach Kelheim verläuft. Die 250 Kilometer lange Route gilt als leicht und führt größtenteils autofrei am Fluss entlang.
Auffällig ist an der Auswertung, dass sieben der zehn beliebtesten Strecken den Namen eines Gewässers tragen – und alle zehn Routen ganz oder größtenteils einem Flusslauf folgen. Sechs der zehn Wege liegen im Süden Deutschlands, heißt es in der Auswertung. Die bergige Landschaft schrecke Radfahrer demnach keineswegs ab, sondern werde als willkommene Herausforderung mit lohnenden Ausblicken wahrgenommen. (Quelle: Auswertung von Beyond Camping).


