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  • Gierseilfähre Weltenburg-Stausacker (Landkreis Kelheim)
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  • Streckenabschnitt Kelheim - Regensburg
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  • Donaudurchbruch - Naturschutzgebiet „Weltenburger Enge“
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  • Kloster Weltenburg
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  • Kastell Abusina - Schnittpunkt Raetischer Limes / Donaulimes
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  • Gierseilfähre Eining-Hienheim (Landkreis Kelheim)
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  • Bad Gögging (Landkreis Kelheim)
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zu den
Informationen

Deutscher Limes-Radweg - Raetischer Donaulimes

Streckendaten

Ausgangspunkt: Eining (Landkreis Kelheim) (Meereshöhe: 359 m)
Endpunkt: Passau

Streckenlänge: 209 km
Höhenmeter: 350 hm (empfohlene Fahrtrichtung)

Eckdaten

  • Streckenlänge: 209 Kilometer
  • Niveauunterschied:  350 Höhenmeter
  • Höchster Streckenpunkt: Kelheimer Forst, 476 m ü.NHN
  • Tiefster Streckenpunkt: Passau, 312 m ü.NHN

Streckenverlauf: Eining (Römerkastell Abusina) → Weltenburg → Kelheim → Regensburg → Straubing → Deggendorf → Künzing → Vilshofen → Passau → (Fortsetzung Welterbe Donaulimes Linz → Wien → Bratislava)

Kastelle / Kleinkastelle

  • Eining (Kohortenkastell); KM 0.4*
  • Eining (Unterfeld); KM 2.0
  • Weltenburg, Am Galget; KM 14
  • Regensburg, Kastell Vicus, Stadteil Prüfening (KM 51) und Stadtteil Kumpfmühl (KM 57)
  • Straubing (Ostkastell und Kastell St. Peter); KM 112
  • Passau (Altstadtkastell, nicht sichtbar); KM 209

Kastellbäder

  • Bad Gögging (KM 4.0)

Römermuseen 

  • Bad Gögging (KM 4.0)
  • Archäologisches Museum, Kelheim (KM 20.0)
  • Historisches Museum, Regensburg (KM 54.0)
  • Gäubodenmuseum, Straubing (KM 112)
  • Museum Quintana, Künzing (KM 175)
  • RömerMuseum Kastell Boiotro, Passau (Innstadt, KM 210)
* KM-Angaben beziehen sich auf den Etappenstartort Eining 

Der Raetische Donaulimes umfasst Flächen der Regierungsbezirke Niederbayern und Oberpfalz und tangiert die Landkreise Kelheim, Regensburg, Straubing-Bogen, Deggendorf und Passau. Die Etappe entlang des Raetischen Donaulimes beginnt am Donaufer in Eining (Ortsteil von Neustadt a.d.Donau) im niederbayerischen Landkreis Kelheim, und erreicht nach 209 km das Etappenziel in der Dreiflüssestadt Passau. Die Finaletappe entlang des Donaulimes gehört mit dem Niedergermanischen Limes (Rhein) und dem Mainlimes zu den leichtesten Streckenabschnitten des gesamten Deutschen Limes-Radweg. Immerhin beträgt der summierte Flussanteil 516 Kilometer, was im Verhältnis zur gesamten Streckenlänge  des Deutschen Limes-Radweg 42% ausmacht.

Streckengrafik


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Streckenabschnitt Eining - Weltenburg - Kelheim - Regensburg (58 km)

Von der Fähranlegestelle in Eining folgt man der Straße 'Zur Überfuhr' und biegt kurz darauf rechts in die Abusinastraße ab. 

 Bevor Eining der Rücken zugekehrt wird, geben wir noch einen Tipp zum Besten, denn am Weinberg (402 m ü.NN.) - Luftlinie etwa 1 km nordöstlich des Auxiliarkastells Abusina entfernt - wurden 1916-18 Steinfundamente dreier Gebäude ausgegraben dessen sanfte Erhebungen im Gelände heute noch gut erkennbar sind. Es sich handelt sich dabei um einen Tempel, einen Wachtturm und ein rechteckiges Gebäude. Als gesichert gilt, dass in dem Tempel, mit einer Umfassungsmauer um einen Vorhof und das eigentliche Heiligtum, Mars und Victoria verehrt wurden.

Da es von Eining - respektive vom Kastell Abusina - keine direkte Sichtverbindung mit dem Limesende jenseits der Donau gab, behalf man sich über einen Wachtposten auf dem 2 km nordöstlich gelegenen Weinberg, wo auch heute Reste von Mannschaftsbaracken und Überbleibsel eines kleinen Tempels als Schuttwälle am Waldrand immer noch vage erkennbar sind. 

Die Höhenlage des Weinbergs gewährte vom Wachturm aus eine direkte Sichtverbindung sowohl zum Wachturm WP bei Hienheim als auch zum Auxiliarkastell Abusina. Das "Heiligtum auf dem Weinberg" ist Bestandteil der Donaulimes, weshalb er zum UNESCO-Welterbe "Grenzen des Römischen Reiches" gehört.

Foto: im oberen Bildrand in der rechten Bildmitte befindet sich 2 km nördlich von Hienheim der Limesturm. Auf der 2 km langen Zufahrt über einen gut zu fahrenden Feldweg sind rund 60 Höhenmeter zu überwinden. Dafür genießt man auf der Anhöhe eine schöne Aussicht. 

Radweg-Gabelung: während der Deutsche Limes-Radweg auf der Abusinastraße geradeaus verläuft und nach 400 m das Kastell-Abusina erreicht, zweigen Donau-Radweg und Fernradweg München-Regensburg-Prag links auf die Pfarrer-Krottenthaler-Straße ab. 

 Alternativstrecke flussaufwärts der Abens

Wenngleich die Abusinastraße Richtung Sittling direkt am Römerkastell vorbei führt, weisen wir aufgrund der Naturidylle sowie Verkehrsfreiheit dennoch auf eine alternative Streckenführung hin. 

Foto: nur wenige hundert Meter von Eining entfernt erspäht man einen tollen Blick auf den Mündungsbereich der Abens in die Donau, wo sich am gegenüberliegenden Flussufer der Hienheimer Kirchturm empor reckt. Beide Pfarrdörfer (Gemeindeteil von Neustadt a.d. Donau) liegen von Angesicht zu Angesicht am rechten und linken Donauufer. Für Wanderer und Radfahrer besteht eine Direktverbindung durch eine Gierseilfähre. Autofahrer hingegen müssen den Umweg über eine 6 km entfernte Straßenbrücke (B299) nahe Neustadt a.d. Donau in Kauf nehmen. Zugleich befindet man sich an der Schnittstelle der römischen Grenzbefestigung, wo einst der Obergermanisch-Raetische Limes endete. Der nahtlose Übergang zum Donaulimes war in der Römischen Kaiserzeit von einer taktischen Einheit der römischen Armee bestehend aus ca. 500 Fußsoldaten im Kohortenkastell Abusina strategisch abgesichert.

Neben Straßenvariante von Eining nach Sittling gibt es auch eine "Geländevariante". Ein erhöhter Dammweg verläuft flussaufwärts entlang der Abens, dessen naturbelassene Auenlandschaft Radlerherzen höher schlagen lässt. Ein wahrer Schmaus für die Sinne, die der Fahrfreude in die Hände spielt. Auf dem unasphaltierten Dammweg erreicht man nach 3 km Sittling, wo die Römerstraße geradeaus überquert wird (Zusammenschluß mit der Originalroute).

Foto: rechts oben im Bild mündet die Abens in die Donau, dahinter ist der Kirchturm von Hienheim zu erkennen (gegenüberliegendes Donauufer). Entlang der Abens genießt man die Ruhe und Abgeschiedenheit in der unberührten, saftigen Ufer- und Wiesenlandschaft. Fernab von Hektik oder störenden Verkehrsgeräuschen macht Radwandern hier noch so richtig Spaß.

Wer von Sittling den Minischlenker nach Bad Gögging (sehr empfehleswert) machen möchte zweigt an der Hauptstraße rechts ab, und radelt auf dem straßenbegleitenden Radweg neben der Römerstraße 1.4 km bis zum Kurort.

In Sittling trifft der Deutsche Limes Radweg auf den Donau-Radweg die gemeinsam - mit Ausnahme einer 8 km Schleife zwischen Weltenburg und Kelheim - auf identischer Wegstrecke Richtung Regensburg verlaufen.

Die Abusinastraße wird in Sittling (3 km) links abbiegend verlassen. Nach weiteren 2.6 km biegt man beim Radwegeknotenpunkt (Ziegelei) rechts ab (Zusammenschluss der oben genannten Fernradwege).

Später wird eine unasphaltierte Waldpassage durchfahren, bevor eine Nebenstraße nach Staubing führt und kurz vor Weltenburg die Donau wieder ins Blickfeld rückt.

Römische Badekultur in Bad Gögging

 Eine Stipvisite von Bad Gögging sollte man sich nicht entgehen lassen, zumal der kurze Abstecher zum Kurort nicht nur ein Katzensprung ist sondern allerhand historische Attraktionen zu bieten hat. Wer Bad Gögging als Etappenort wählt und dort länger verweilt, kann seiner malträtierten Muskulatur sowie angestrenger Psyche in der Limes-Therme in Schwefel- und Thermalwasserbecken Gutes tun, im SPA-Bereich TerraVitalis Wellness-Behandlungen genießen bzw. sich in der Römer-Sauna in antikem Ambiente gründlich entspannen und erholen. 

Im Kur- und Urlaubsort Bad Gögging befindet sich an der Krezung der Heiligenstädter Straße und Neustädter Straße der Schnittpunkt des Abens-Radweg und des Donau-Radweg. 

Der "G'sundheitsort" Bad Gögging steht ganz im Zeichen des körperlichen Wohlbefindens, ist aber auch nicht weniger bekannt für die Epoche der Römer, die überall hier und in der Umgebung ihre Spuren hinterlassen haben. Allen voran das Kastell Abusina, Teil des UNESCO-Welterbe Limes, sowie Überreste einer der größten römischen Badeanlagen nördlich der Alpen, seit Juli 2021 Teil des UNESCO-Welterbe Donaulimes, wirken bis in die Gegenwart hinein inspirierend für das Kur- und Badewesen. Die neuzeitliche Bädergeschichte von Bad Gögging begann unter den bayerischen Königen mit den Kurhäusern "Römerbad" und "Trajansbad", die dem Kurort bereits im Jahre 1919 das Prädikat als offizieller Badeort sicherte. 

Überall wo man in Bad Gögging hinblickt erinnern Straßennamen, Hinweisschilder, Limestherme, Kaiser Trajan Hotel oder das Römische Museum ans Römische Reich.  

Tatsächlich wussten die Soldaten - genannt Legionäre - Kaiser Trajans schon damals um die heilende Wirkung von Schwefelwasser und Co. Im Römischen Museum für Kur- und Badewesen, in der Römer-Sauna der Limes-Therme und besonders zum Römerfest im Kastell Abusina lebt die Geschichte der Römer vor 2.000 Jahre wieder auf. Grund genug seine "Zelte" - wie seinerzeits die Römer - hier aufzuschlagen, um am nächsten Etappentag frisch erholt und körperlich gestärkt seine Tour fortzusetzen.

 Bereits unter Kaiser Trajan (*53 †117 n. Chr.) wurden 80 n. Chr. Badeanlagen bei den Schwefelquellen erbaut, wodurch die Örtlichkeit damals zur Zeit der Antike eines der größten Staatsbäder nördlich der Alpen verfügte. Relikte können heute im Römischen Museum bestaunt werden. Die neuzeitliche Bädergeschichte von Bad Gögging begann unter den bayerischen Königen mit den Kurhäusern "Römerbad" und "Trajansbad", die dem Kurort bereits im Jahre 1919 das Prädikat als offizieller Badeort sicherte. 

Vor knapp 2000 Jahren entspannten Legionäre, die im Kastell Abusina stationiert waren, im heutigen Bad Gögging bei Schwitz- und Thermalbädern und genossen die wohltuende gesundheitsfördernde Wirkung des Schwefelwassers. Vorbild war die traditionsreiche Badekultur des antiken Roms, bei der Bäder und Entspannungsräume mit aufwendiger Heiztechnik, Massagen sowie Unterhaltungsangebote Standard waren. Die lateinische Redewendung "Mens sana in corpore sano" besagt, dass „ein gesunder Geist in einem gesunden Körper“ wohnt.

Foto: Römisches Museum für Kur- und Badewesen in Bad Gögging 

Das Heilbad von Bad Gögging, welches ab dem späten 2. Jahrhundert n. Chr. von der Legio III. Italica genutzt wurde, als auch das Heiligtum auf dem Weinberg bei Eining sind Teil der Welterbe-Nominierung. Ebenso das Kleinkastell "Weltenburg-Am Galget" - datiert im mittleren 1. Jh. n. Chr. - das Teil der ersten linearen Grenzsicherung Roms in der Frühzeit des Donaulimes war, deren historische Stätten vom Deutsche-Limes-Radweg passiert werden. 

 Auf den Spuren der Römer - Themenverwandte Radwege

Sowohl die »VIA DANUBIA« als auch die »Via Raetica« (Donauwörth-Regensburg) widmen sich der römischen Geschichte entlang des Donaulimes.
Die Via Danubia startet in Bad Gögging unter dem Leitmotiv "Auf den Spuren der Römer" und führt mit reichlich Infotafeln am Wegesrand bestückt über Kelheim → Regensburg → Straubing → Deggendorf → Vilshofen nach Passau. Länge der Tour: 235 km

Schautafeln informieren u.a. über das Römerkastell Abusina, das um 80 n. Chr. zunächst als Holzkonstruktion errichtet und später um 150 n. Chr. in Steinbauweise erneuert wurde. Zwar wurde das Kastell 180 n. Chr. erstmals von den Markomanen überrant, erlebte aber in der ersten Hälfte des 3. Jahrhunderts seine Glanzzeit. 

Ausgangspunkt der Via Raetica ist die historische Altstadt Donauwörth. Nach Überquerung des Lechs auf Höhe von Rain am Lech gabelt sich die Via Raetica in eine Nord- und Südroute. Entlang der Donau führt der südliche Weg über Städte wie Neuburg a. d. Donau mit seinem kleinen Holz-Erde Kastell, Ingolstadt als bedeutungsvolle Region der ehemaligen Provinz Raetien und Bad Gögging mit ihrer mittelkaiserlichen Therme. Über Egweil kann die Via Raetica auch über die Nordroute befahren werden. Weiter geht's über den Knotenpunkt Pfünz (Kastell Vetoniana). Am Ufer der Altmühl führt der Weg in nordöstliche Richtung nach Kipfenberg (Zusammenschluss mit dem Limes-Radweg) und weiter über Markt Altmannstein nach Bad Gögging, wo die Nord- und Südroute wieder aufeinander treffen. Über Kelheim gelangt man schließlich über die Spuren mehrerer Römerstraßen entlang der Donau zum Zielort Regensburg.

Vor der römisch-katholischen Filialkirche St. Johannes zweigt die Route an der Kreuzung zur Fähranlegestelle bzw. zum Weltenburger Kloster links ab. Bereits 45 n. Chr. befand sich nahe Weltenburg am Südufer der Donau der Ausgangspunkt einer römischen Grenz- und Militärstraße, die stromaufwärts der Donau bis zum Kastell Hüfingen bei Donaueschingen führte. 

 In  Weltenburg bietet sich ein kurzer Abstecher zum Kleinkastell "Weltenburg-Am Galget" an, datiert im mittleren 1. Jh. n. Chr. - das Teil der ersten linearen Grenzsicherung Roms in der Frühzeit des Donaulimes war. Lohnenswert schon deshalb, weil man von der Anhöhe eine schöne Aussicht auf Weltenburg bzw. den Anfang des Donaudurchbruchs hat. Das Kleinkastell "Weltenburg-Am Galget" gehört ebenfalls zum UNESCO-Welterbe "Grenzen des Römischen Reiches".

Zufahrt zur Fähre / Kloster Weltenburg 

Schlagartig verengt sich das bislang breitere Donautal bis auf ihre Flußbreite, wo sich die Donau ihr Flussbett über Jahrtausende tief ins Juragestein gefräst hat. Sichtbares Zeichen, dass hier die "Weltenburger Enge" - wohlgemerkt der letzte verbliebene Wildflußabschnitt der Donau in Bayern - ihren Ausgang nimmt. Da beiderseits der Ufer schroffe Felsensteilhänge emporragen, gibt es selbst zu Fuß am Donauufer entlang keine durchgängige Verbindung zwischen Weltenburg und Kelheim. Einzig Wanderwege wie z.B. die „Donauroute“ oder der „Weltenburger Höhenweg“ erschließen das Gelände, allerdings verlaufen diese oberhalb der Felshänge, wobei die Höhenlage eine traumhafte Aussicht auf dieses schützenswerte Kleinod bietet. 

Drum unser Tipp: Entdecken Sie das Naturschauspiel auf die schönste Art & Weise – mit dem Schiff (inkl. Radtransport)!

Foto: gemütliche Einkehr neben der Asamstraße 

Die Zufahrt zum Kloster Weltenburg (Asamstraße) führt direkt an der Gierseilfähre vorbei, die normalerweise der "Limes-Radler" zur Überfahrt nach Stausacker nutzt (sofern kein kurzer Schlenker zum Kloster Weltenburg geplant ist). Nach der Donauüberquerung verläuft dieser via Klostertalstraße und Klostertal-Weg Richtung Keltenwall durch den Kelheimer Forst zur Befreiungshalle und dann über die Hinheimer Straße hinab zur Kreisstadt Kelheim (7 km / 170 hm). Am Ludwigsplatz vereinigt sich der Deutsche Limes-Radweg wieder mit dem »Fernradweg München-Regensburg-Prag« und dem Donau-Radweg, bzw. nach der Altmühlüberquerung über die geschwungene Fußgänger- Radbrücke zs. mit dem Fünf-Flüsse-Radweg. Alle vier Fernradwege verlaufen dann nach Regensburg (38 km) auf gemeinsamer Wegetrasse, bevor der »Fernradweg München-Regensburg-Prag« auf den Regental-Radweg abzweigt. Demnach bieten sich für den Streckenabschnitt zwischen Weltenburg und Kelheim drei Routenalternativen:

1. Originalstrecke via Pater-Josef-Straße, Arzbergstraße und Waldpassage nach Kelheim 
2. Schiffspassage Weltenburg-Kelheim
3. Limes-Radweg via Keltenwall nach Kelheim

Das Kloster Weltenburg – eine Benediktinerabtei mit wunderschöner barocker Klosterkirche, die von den Künstlerbrüdern Asam gestaltet wurde – liegt am Beginn des Donaudurchbruchs, der von steilen Jura-Felswänden umsäumt ist. Das Naturschauspiel wurde sogar vom Ministerkomitee des Europarates mit dem Europa-Diplom ausgezeichnet.

Der beliebte Biergarten, wo leckere Schmankerl kredenzt werden, ist für ausgemergelte Radler bekanntermaßen das höchste der Gefühle. Im Innenhof der barocken Klosteranlage befindet sich einer der meistbesuchtesten Biergärten Bayerns, jene Örtlichkeit wo sich sich die heitere und gesellige Bayerische Lebensart am besten widerspiegelt. Immerhin ist die Klosterbrauerei Weltenburg die älteste Klosterbrauerei der Welt, wo seit anno 1050 edler Gerstensaft nach uraltem Braurezept aus benediktinischer Tradition von den Mönchen mit mineralhaltigem Juraquellwasser gebraut wird. Doch Obacht, der Promilllegehalt ist beim preisgekrönten Dunklen bzw. obergärigen Weizen nicht zu unterschätzen. So weist der Weltenburger Asam Bock, benannt nach dem barocken Maler und Baumeister Cosmas Damian Asam, deftige 6.9 % Alkoholgehalt auf. Für Radfahrer dürfte das Dunkle Radler (2.3%) - ein Biermischgetränk aus Bier und Zitronenlimonade - oder das aromatische Hefe-Weißbier Alkoholfrei (0.5%) wohl die vernünftigere Wahl darstellen. Wie gut die Mönche ihr Bierbrauer-Handwerk beherrschen belegen zahlreiche Prämierungen. So wurde das „Weltenburger Kloster Barock Dunkel“ mehrmals mit dem „World Beer Cup“ als bestes Dunkelbier der Welt ausgezeichnet.

Panoramablick auf das Kloster Weltenburg und die Donauschlinge.

Eine erholsame Einkehr nach strapaziöser Kurbelleistung ist das i- Tüpfelchen einer jeden Radtour. Erst recht, wenn die Bedienung in stilvoller Tracht prämiertes Klosterbier und heimische Spezialitäten in einem der schönsten Biergärten Bayerns serviert. Der Klosterbesuch - vielleicht verbunden mit einer Brauereibesichtigung und schmackhaften Bierprobe im schattigen Biergarten des Innenhofs der ältesten Klosterbrauerei der Welt - ist definitiv ein unvergesslicher Höhepunkt auf dieser Strecke.

Die von den Gebrüdern Asam in den Jahren 1716–1739 unter dem damaligen Abt Maurus Bächl (1713–1743) erbaute und überschwänglich ausgestaltete Abteikirche zählt zu den bedeutendsten des europäischen Barocks. Zugleich war es die erste Kirche, die die berühmten Asambrüder Cosmas Damian und Egid Quirian erbaut und ausgestaltet hatten. Noch heute sind die Besucher über die Architektur und den beeindruckenden Fresken überwältigt.

Im Jahre 1803 fiel Weltenburg der Säkularisation zum Opfer. Nach der Aufösung wurde es 1842 durch König Ludwig I. von Bayern wiedererrichtet und von Mönchen aus Metten besiedelt. Seit 1913 ist Weltenburg wieder Abtei. 

 Beim Donaukiesstrand vor dem Kloster Weltenburg besteht eine weitere Bootsverbindung (hölzerne Zillen) zum Klostertal-Weg (Anbindung Keltenwall / Stausackerer Berg / Deutscher Limes-Radweg) 

Wer an der Schiffsanlegestelle in Kelheim ankommt überquert anschließend die Alleestraße und radelt geradeaus durch's Donautor auf der Donaustraße mitten ins Herz der Kreisstadt Kelheim hinein zum Ludwigsplatz. 

Kelheim ist ein bedeutsamer Radwegeknotenpunkt, weswegen Radtouristen zum alltäglichen Erscheinungsbild der Stadt gehören. Bereits seit der Altsteinzeit lebten in der Region um Kelheim Kelten und Germanen, Römer und Bajuwaren, die hier ihre Spuren hinterlassen haben.

Herrlicher Panoramablick über die Stadt Kelheim - Kreisstadt des gleichnamigen Landkreises im Regierungsbezirk Niederbayern - die mit rund 17.000 Einwohnern zugleich dessen bevölkerungsreichste Stadt ist. Überragt wird Kelheim von der Befreiungshalle, die auf einem Bergsporn zwischen der Donau und dem Altmühltal liegt.

 Wem der bergige Limes-Radweg-Abschnitt nach Kelheim zu mühsam ist, kann seiner strapazierten Beinmuskulatur während einer Schiffspassage durch das Naturschauspiel der Weltenburger Enge (inkl. Radtransport) eine erholsame Auszeit gönnen (Fahrzeit flussabwärts 20 min.). 

Der Klostertal-Weg führt Richtung Stausackerer Berg hinauf und mündet nach 2 km in die Hienheimer Straße. Es folgt noch eine kurzere sanfte Steigung bevor das Höhenniveau abfällt und die Straße in eine Gefällstrecke übergeht. Auf halber Höhe bietet sich ein Abstecher zur Befreiungshalle an (rechts der Beschilderung folgen).  

 Etwa 400 Meter unterhalb des Klosters befindet sich die Schiffsanlegestelle (Personen/Radtransport). Mit der Schiffspassage werden mehrere Fliegen mit einer Klappe geschlagen: einerseits schippert man komfortabel durch die Weltenburger Enge und kann das Naturschauspiel des imposanten Donaudurchbruchs nach Kelheim aus nächster Nähe erleben, zumal es nicht mal zu Fuß möglich ist die unzugängliche Uferpassage zu erkunden. Das Kloster Weltenburg und die Asamkirche, gepaart mit einer geselligen Biergarteneinkehr und anschließenden Schiffspassage durch die Weltenburger Enge ist zweifelsohne ein echtes Highlight. Mehr Infos zum Nationalen Naturmonument „Weltenburger Enge“ bzw. zur Schiffspassage gibt es hier 

Wer sich nach der geselligen Biergarteneinkehr im Weltenburg eine komfortable Schiffspassage durch das Nationale Naturmonument „Weltenburger Enge“ vergönnt schlägt mehrere Fliegen mit einer Klappe. Erstens bleibt einem der beschwerliche 180 Höhenmeteranstieg samt 14 % Rampe erspart, zweitens erlebt man das Naturschauspiel an der tiefsten und engste Stelle der bayerischen Donau zwischen schroffen Jurafelsklippen aus nächster Nähe währenddessen über die Lautsprecher-Ansage die Namen der Felsen preisgegeben werden, und drittens bekommen die Beine ihre wohlverdiente Auszeit. Ach ja, und eine Zeitersparnis gibt's oben auf, denn per Schifff dauert es donauabwärts 20 min. während die Radfahrt - je nach Tempo - samt vergossener Schweißperlen etwa 50 min. beansprucht (wobei die Fährüberfahrt nach Stausacker auch entfällt).

Die "Weltenburger Enge" zählt zu den „100 schönsten Geotopen Bayerns", ermittelt vom Bayerischen Landesamt für Umwelt.

Zurück zur Originalroute

Ob man mit der Gierseilfähre nach Stausacker oder einer hölzernen Zille vor dem Kloster übersetzt bleibt letztendlich belanglos, da beide Fährverbindungen (ca. 500 m voneinander entfernt) den direkten Anschluss zur Weiterfahrt auf dem Limes-Radweg bieten. 

 Gierseilfähre Weltenburg - Stausacker

Bereits im Jahr 1442 führte zwischen Weltenburg und Stausacker eine Seilfähre über die Donau. Damals vergab der Weltenburger Abt Konrad die Überfahrtsrechte - allerdings nur für Fest- und Feiertage, für Wallfahrer und Besucher des Klosters Weltenburg und der Frauenbergkapelle. 1684 wurde die Überfuhr von Abt Johannes erstmals als Erbrecht verliehen. 1956 gründeten die Anliegergemeinden einen Fährverband, um den Fährbetrieb für alle Menschen aufrecht zu erhalten. Heute hingegen gehört die Fähre der Stadt Kelheim weswegen sie demzufolge durch einen Bediensteten der Stadt betrieben wird. 

Die Fährverbindung ist bei Radfahrern sehr beliebt, da sich dadurch vielseitge Touroptionen eröffnen. 

Die Strecke führt nun linksseitig der Donau auf der flachen Klosterthalstraße zum Fuß des Stausacker Berges.

Die Klosterthalstraße an der Nordseite entlang der Donauschlinge ist nahezu verkehrsfrei. In der näheren Kloster-Umgebung stieß man bei früheren Grabungen auf vielfältige römische Zeugnisse. So belegen z.B. Kleinfunde eine spätrömische Höhensiedlung auf dem Weltenburger Frauenberg sowie ein frühkaiserzeitliches Kleinkastell auf der südlichen Höhe über dem Ost-West-verlaufenden Taleinschnitt, der den Frauenberg vom Juramassiv trennt und zur Kontrolle der Donautalstraße diente.

Bevor das Streckenprofil die Daumenschrauben anzieht, genießt man einen traumhaft schönen Blick auf die Klosteranlage. Der atemberaubende Blick zum Tor der Weltenburger Enge zieht den Betrachter in den Bann. Nun heißt es tief durchatmen, denn bis zum Hochplateau (3.5 km) sind 120 hm zu bewältigen. 

Der Waldweg kommt direkt bei der Befreiungshalle raus, die auf einem Bergsporn des Michelbergs 126 Meter hoch über der Donau aufragt. 

 Befreiungshalle

Von der Befreiungshalle genießt man eine herrliche Aussicht über die Stadt Kelheim, das Umland sowie auf den Donaudurchbruch. Allerdings ist die 2.7 km lange Anfahrt von Kelheim über die Hienheimer Straße (zweigt nach 2 km links auf die Befreiungshallestraße ab) mit einem 120 Höhenmeter-Anstieg verbunden. Ab dem Parkplatz auf dem Michelsberg führt ein breiter Gehweg zu dem Baudenkmal.

Die Befreiungshalle wurde im Andenken an die Schlachten gegen Napoleon während der Befreiungskriege in den Jahren von 1813 bis 1815 errichtet. Auftraggeber war König Ludwig I. von Bayern. Zwischen dem dritten und ersten vorchristlichen Jahrhundert befand sich auf dem Michelsberg das spätkeltische Oppidum (befestigte, stadtartig angelegte Siedlung) Alkimoennis (vermutlich eines der größten seiner Art in Europa). Funde aus der Römerzeit und Ausgrabungen einer bajuwarischen Siedlung (etwa 600 n. Chr.) zeugen von einer lang zurück reichenden Geschichte. 

Gleich beim Beginn der Zufahrt zur Befreiungshalle auf dem Michelsberg - der die Donau um 126 Meter überragt - befindet sich nach einer Wirtschaft rechtsseitig eine unscheinbare Waldlichtung, von der man eine grandiose Aussicht auf die Donau hat. 

Von der Befreiungshalle aus genießt man einen herrlicher Panoramablick über die Kreisstadt Kelheim im Regierungsbezirk Niederbayern, die mit rund 17.000 Einwohnern die bevölkerungsreichste Stadt im Landkreis ist.

Wittelsbacher Stadt Kelheim

Herrlicher Panoramablick über die Stadt Kelheim - Kreisstadt des gleichnamigen Landkreises im Regierungsbezirk Niederbayern - die mit rund 17.000 Einwohnern zugleich dessen bevölkerungsreichste Stadt ist. Überragt wird Kelheim von der Befreiungshalle, die auf einem Bergsporn zwischen der Donau und dem Altmühltal liegt.

Nachdem das Mittertor durchquert ist führt die Ludwigstraße mitten ins Herz der Kreisstadt Kelheim hinein. 

Da Kelheim ein bedeutsamer Radwegeknotenpunkt ist, gehören Radtouristen zum alltäglichen Erscheinungsbild der Stadt. Bereits seit der Altsteinzeit lebten in der Region um Kelheim Kelten und Germanen, Römer und Bajuwaren, die hier ihre Spuren hinterlassen haben.

Kelheim liegt am Ausgang des Donaudurchbruchs unterhalb des Michelsberges an der Mündung der Altmühl in die Donau. Zahlreiche Cafes und Freisitze auf dem Ludwigsplatz zu einer regenerativen Pause.

Bild oben: Schleiferturm (1474–1486) in Kelheim nahe des Hafengeländes. Fälschlicherweise wird er auch als Römerturm bezeichnet da beim Bau Quader verwendet wurden die antiken Steinen ähneln, welche aus dem Bergfried des im Übrigen geschleiften Schlosses der Wittelsbacher stammen. Von der Bahnhofstraße wird links in die Donaustraße eingebogen und das Donautor (13. Jhrd.) durchquert auf dessen Nordseite sich das Kelheimer Stadtwappen befindet.

In unmittelbarer Nähe zur Schiffsanlegestelle befindet sich das Donautor aus dem 13. Jahrhundert, das auf seiner Nordseite das erste Stadtwappen mit dem Stadttor und den bayerischen Wecken trägt und die Einfahrt in die Altstadt ermöglicht. Ab dem 15. Jahrhundert war das Donautor Sitz der Pflasterzolleinnahme, wo jedes Fuhrwerk für den Zutritt in die Stadt seinen Zoll hier bezahlen hatte. Die zwei steinernden Löwen wurden 1913 angebracht, welche aus dem ehemaligen Wittelsbacher Schloss stammen.

Bild oben: der Ludwigsplatz ist häufig Schauplatz von Festivitäten und Sportveranstaltungen wie beispielsweise das populäre Race24. Selbst die Deutschland-Tour gastierte bereits in Kelheim. 

Die Donaustraße geht ab dem Ludwigplatz ansatzlos in die Altmühlstraße über. Kurz darauf wird das Altmühltor (13. Jhrd.) durchquert, auf dessen Südseite sich das Kelheimer Stadtwappen befindet.

Am Ende der Altmühlstraße befindet sich das Altmühltor, welches wie das Donautor Mitte des 13. Jh. errichtet wurde. Auf dessen Südseite ist das Kelheimer Stadtwappen abgebildet, wie es im Zeitraum von 1410 bis 1809 verwendet wurde. In seiner unteren Hälfte trägt das Wappen Rebenzweige mit blauen Weintrauben, da Kelheim im Spätmittelalter als eines der wichtigsten Anbaugebiete des Baierweins galt, bevor der Anbau aufgrund des Dreißigjährigen Krieges zum Erliegen kam.

 Direkt vor der Auffahrt zur Rad- und Fußgängerbrücke zeigt ein Wegweisungsschild zahlreiche Radwegeverbindungen an. Deutscher Limes-Radweg, Donau-Radweg,  Fünf-Flüsse-Radweg und der  Fernradweg München-Regensburg-Prag teilen sich zwischen Kelheim und Regensburg dieselbe Wegstrecke (38 km).

Von der Fußgänger- und Radlerbrücke ist die Befreiungshalle auf dem Michelsberg sowie die Altmühl gut zu sehen. Anfangs radelt man auf einem Flussdamm entlang des Altmühlkanals. 

Der Main-Donau-Kanal bildet seit 1992 eine durchgehende Wasserstraße von der Nordsee über den Rhein und Main ins Schwarze Meer.

Kelheim, ist nicht nur für Radfahrer eine wichtige Radweg-Drehscheibe, sondern die Stadt im Fluss ist auch Dreh- und Angelpunkt für Schiffsfahrten im Altmühltal und Donautal. Auf dem Main–Donau–Kanal verkehren Passagierschiffe zur Drei-Burgen Stadt Riedenburg. 

Nach der Kanalüberquerung wird für kurze Zeit entlang der Altmühl geradelt und Kurs auf das Etappen-Endziel Regensburg genommen. 

Man muss wirklich hoch konzentriert sein und schon sehr genau hinsehen, um kurz vor Kelheimwinzer den Mündungspunkt der Altmühl in die Donau nicht zu übersehen. Dem Zufall sei Dank: obiger Schnappschuß konnte just jenen Augenblick einfangen, als zufällig ein Passagierschiff auf der Donau ins Bild fuhr. Zur Erläuterung: die Donau ist erst ab dem Kelheimer Hafen Richtung Regensburg schiffbar - flussaufwärts nach Weltenburg bedarf es hingegen eine Sondergenehmigung. Bis zur nächsten Donauüberquerung in Poikam wird linksseitig der Donau geradelt.

Besonders an Schönwetter-Wochenenden bzw. in den Sommerschulferien herrscht auf dem Donau-Radweg - respektive Deutscher Limes Radweg - reger Radausflugsverkehr.

Entlang der Donau-Auen sind am gegenüberliegenden Ufer wuchtige Felsformationen zu sehen.Die Donau - umsäumt von mondänen Jurafelsen - bietet eine herrliche Landschaftskulisse. Rückblick: Die Donau zählt zu den ältesten und bedeutendsten europäischen Handelsrouten. Bereits in frühgeschichtlicher Zeit diente sie als Transportweg für Handelswaren aller Art die meist noch mit Flößen auf dem Fluss transportiert wurden. Die Schifffahrt reicht sogar bis in die Römerzeit zurück.

Vom fein geschotterten Kiesweg mündet man in die Straße nach Kapflberg ein. Der Ortsname Kapfelberg leitet sich von "herausragender Berg" ab, da die pittoreske Lage - auf einer Anhöhe über der Donau im Mittelalter ideale Voraussetzungen zur Anlage einer Befestigung bot. 

Die Geschichte des Ortes Kapfelberg ist untrennbar mit dem Abbau von Steinen, der bis zur Römerzeit zurück reicht verbunden. Aus dem sogeanannten „Römerbruch“ wurden seit dem 1. / 2. Jahrhundert n. Chr. bis 1831 sowohl Kalk- als auch Grünsandstein-Hausteine aus dem Boden gefördert. Der „Kapfelberger Stein“ wurde auf dem Wasserweg nach Regensburg zum Bau des Römerlagers Castra Regina, sowie zum Bau der Steinernen Brücke in der Zeit von 1135 bis 1146 und des Doms zu Regensburg sowie weiter nach Passau bzw. Wien zum Bau des Stephansdoms verwendet.

 Der Deutsche-Limes-Radweg zweigt in Poikam gemeinsam mit dem Donau-Radweg und Fernradweg München-Regensburg-Prag rechts ab und führt danach über das Donauwehr weiter nach Bad Abbach. 

Bad Abbach

Die Marktgemeinde und Kurort Bad Abbach im Landkreis Kelhheim hat 12.545 Einwohner (31. Dez. 2024). Im Flurstück Ziegelfeld befand sich in der Römerzeit von ca. 180 n. Chr. bis zur Spätantike die Legio III Italica (Militärziegelei). 

In unmittelbarer Nähe befindet sich das Ausgrabungsareal eines römischen Gutshofes (Villa Rustica) mit Herrenhaus, Nebengebäuden und Badeanlage die wohl aus der mittleren römischen Kaiserzeit stammen. Die Grundmauern wurden bei Ausgrabungen in den Achziger Jahren entdeckt.

Am Ortsausgang von Bad Abbach wird die Charbonnières-les-Bains-Brücke passiert, die für Radfahrer eine wichtige Achsenverbindung herstellt. Auf der Charbonnières-les-Bains-Brücke, die seit ihrer Erbauung 1988 den Namen der französischen Partnergemeinde von Bad Abbach trägt, genießt man eine schöne Aussicht. So stechen die Wahrzeichen des Kurortes Bad Abbach, die auf dem Schlossberg im neugotischen Stil des 19. Jahrhunderts erbaute Pfarrkirche St. Nikolaus sowie der aus dem frühen 13. Jahrhundert stammenden Heinrichsturm ins Auge.

 Die Römer lassen grüßen, denn die Kaiser-Therme - ein Schwefel-Moorbad samt großzügiger Saunalandschaft - lockt zu einer Entspannungs-Auszeit. Belegt ist die Nutzung der Schwefelquellen aus der Zeit der Römer, die den hiesigen Donauraum um 15 v. Chr. besiedelten. 

Möchte man Oberndorf verkehrsfrei umfahren, kann am Ortsbeginn links auf den geschotterten Donaudamm abzweigen. Am Ortsende von Oberndorf setzt sich der Radweg nach Matting fort.

Foto: Kurz hinter Oberndorf setzt sich linksseitig der Straße ein verkehrsfreier Radweg nach Matting fort. Am oberen rechten Bildrand ist das Landkreisschild Regensburg zu sehen. Die Stelle markiert den geographischen Schnittpunkt der Landkreisgrenze Kelheim / Regensburg als auch die Bezirksgrenze von Niederbayern und der Oberpfalz.

In Matting gibt es einen feinsandigen Donaustrand.

Matting steht bei Genuss- und Familienradler aus der Peripherie von Regensburg ganz hoch im Kurs. Zum einen weil die Strecke entlang der Donau flach ist, zum anderen säumen Traditionsbiergärten den Wegesrand. Dazu ermöglicht die Gierseilfähre einen Uferwechsel,  wo ein Schotterweg nach Sinzing bzw. via Sinzinger Eisenbahnbrücke wieder auf den Donau-Radweg führt.

Ab der Donaufähre-Anlegestelle radelt man einige hundert Meter auf der Dorftraße "An der Donau". Auch wenn so gut wie kein Autoverkehr herrscht ist dennoch Vorsicht geboten. 

Im Regensburger Ortsteil Prüfening wird die Sinzinger Eisenbahnbrücke unterquert. Die vorstädtische Bebauung zeigt die Stadtgrenze von Regensburg an. 

 Abzweigepunkt nach Sinzing zum Startpunkt des Schwarze Laber Radweg (95 km nach Neumarkt i.d.Opf.).

Vorbei an der Fähre Prüfening dass wobei der Radweg großflächige Parkanlagen quert und den Westbadweiher passiert.

Die Vielzahl der Radweg-Hinweiser deutet unverkennbar darauf hin, welch bedeutsame Radwege-Drehscheibe dieser Streckenpunkt unweit der Eisenbahnbrücke Großprüfening vor den Toren Regensburgs wiederspiegelt.

 Donauradweg 

In Deutschland ist der Donauradweg durchgängig mit dem einheitlichen "Deutsche Donau"-Signet gekennzeichnet, das sich eingehängt in den Ziel- und Pfeilwegweisern befindet. Der Startpunkt des Donau-Radwegs liegt bei der vom römischen Kaiser Tiberius als "Ursprung der Donau" bezeichnete Quelle im Fürstenbergischen Park der Stadt Donaueschingen in Baden-Württemberg (Schwarzwald). Die Streckendistanz beträgt bis Passau (Rathausplatz) 589 Kilometer, wobei ein Gutteil auf den bayerischen Streckenabschnitt (Schwaben, Oberbayern, Oberpfalz, Niederbayern) entfällt.  

Der populäre Donauradweg ist seit 2017 laut ADFC-Klassifizierung mit 4-Sternen prämiert. Die Flussroute quer durch Süddeutschland genießt anhaltend hohe Beliebtheitswerte, was regelmäßige Spitzenränge in der ADFC-Radreiseanalyse belegen. Seit Jahren landet der Donauradweg dort in der TOP-TEN-Liste der beliebtesten Radrouten in Deutschland.

Flussaufwärts: Regensburg → Donaueschingen 438 km (die nördlichste Flussposition befindet sich im OT Winzer kurz vor Regensburg gegenüber der Nikolausstatue 
Flüssabwärts:  Regensburg → Passau 153 km. Die Verlängerung bis zur → Landesgrenze nahe des Kraftwerks Jochenstein beträgt 24 km.

Informationsschautafeln des Radfernweges Via Danubia erinnern an die römische Geschichte und Kultur, deren Zeugnisse unterwegs auf dem Donau-Radweg auftauchen (von lat. via – „Weg“; Danubius – „Donau“, nach der männlichen Flussgottheit Danuvius). Der "Via Danubia-Radweg" (Römerschätze, historische Denkmäler, archäologische Zeugnisse) beginnt im Kurort Bad Gögging und führt über Regensburg (52 km) nach Passau (164 km).

Der Donaupark - mitunter auch Westpark genannt - befindet sich im Westenviertel von Regensburg und ist mit 65 Hektar die größte Parkanlage der Stadt. In Folge reihen sich zahlreiche Spielplätze, Skateanlagen, Sportanlagen (zwei Ruder-Clubs, Tennisplätze) und sandige Badebuchten entlang der Donau auf. Überdies säumen mehrere Kunstobjekte diesen Streckenabschnitt. Die Grünanlage ist das größte innerstädtische Naherholungsgebiet Regensburgs.

Der Donau-Radweg fungiert für Ausflügler wie für Fernradler als Ein- oder Ausfallstor zur/von der Domstadt. Ab der Schillerwiese steht eine stark verbreiterte Fahrbahn zur Verfügung was jedoch angesichts der hohen Dichte an dem "Freizeitverkehr" auch nötig ist. 

Im Folgeverlauf wird der Baggersee sowie »das Stadtwerk.Westbad« passiert. Der Regensburger Baggersee nahe der Westheimsiedlung im Westenviertel - mitunter auch Baggerweiher oder Westbadweiher genannt - ist der größte See (Grundwassersee) innerhalb des Stadtgebiets. 

Die Schillerwiese ist eine Parkanlage entlang der Donau im Westenviertel innerhalb des Stadtgebiets von Regensburg. Sie liegt im Donaubogen am nördlichsten Punkt der Donau auf einer Höhe von ca. 335 m ü. NN. und zieht sich über mehre Kilometer hin. Der langgezogene Naherholungsbereich ist bei der Stadtbevölkerung sehr beliebt. Entsprechend hoch ist die Radfahrerdichte in diesem Abschnitt.  Einerseits tummeln sich Naherholungssuchende, Freizeitsportler und Ausflügler hier, andererseits dient der Donau-Radweg Fern- Transit- und Tourenradlern sowohl vom Stadtosten als auch von Westen her als ausgeschilderte Hauptachse durch das pulsierende Altstadtherz.

Im Rahmen der Umgestaltung der Schillerwiese am nördlichsten Punkt der Donau gewann Ludwig „Wigg“ Bäuml einen Kunstwettbewerb. Dessen symbolisch angedeutete Schiff samt angrenzender Weinlaube befindet sich kurz vor dem Pfaffensteiner Wehr. Das Objekt steht in engem Bezug zum Schifffahrtsweg der Donau und dem gegenüberliegenden Weinanbaugebiet am südlichen Hang der Winzerer Höhen, auf dessen Höhenkante die  »Ratisbona-Panoramatour« verläuft.

Das Kunstdenkmal markiert den nördlichsten Punkt der Donau. Blickt man ans gegenübliegende Ufer ist die Statue des Heiligen St. Nikolaus - Schutzpatron der Seefahrer und Kaufleute, Schiffer und Fischer - zu erkennen, die ebenfalls die nördlichste Flussposition mariert.

Regensburg - Zweifache UNESCO Welterbestadt

Einst blühende Handelsmetropole und politisches Zentrum des Heiligen Römischen Reiches, gilt Regensburg heute deutschlandweit als am besten erhaltene mittelalterliche Großstadt. Seit 2006 ist Regensburg mit 'Altstadt und Stadtamhof' UNESCO-Welterbe. Im Jahr 2021 kam mit dem Donaulimes - UNESCO-Welterbestätte "Grenzen des römischen Reichs" - ein zweiter renommierter Titel hinzu, was die außergewöhnliche kulturhistorische Bedeutung der Stadt belegt. Tatsächlich können sich nur wenige Städte weltweit gleich mit zwei UNESCO-Welterbetiteln schmücken. 

Der römische Kaiser Mark Aurel gründet im Jahr 179 n. Chr. einen befestigten Truppenstützpunkt am Mündungspunkt des Seitenflusses Regen in die Donau - Castra Regina, die „Festung am Regen“ oder eben Regensburg. Genaugenommen waren die Römer schon hundert Jahre vorher im Vorort Kumpfmühl da, das jedoch erst später Teil der Stadt wurde. Als der kleine Militärstützpunkt von feindlichen Germanen zerstört wurde, stockten die Römer massiv ihre Truppen mit einem grösseren Stützpunkt auf: „Castra Regina“. Seit 2021 ist das Kumpfmühler Kastell und Vicus (heute nicht mehr sichtbar) als Teil des Donaulimes UNESCO-Welterbe.

In Regensburg befand sich das einzige Legionslager der Provinz Raetien (2. - 5. Jh. n. Chr.). Von den gewaltigen Toren blieben Teile des Nordtores zur Donau, der Porta Praetoria (Haupttor) - eingebunden in die Nordfassade des Bischofshofs - bis heute erhalten. Von dem 24,5 ha großen Lager gehören die Porta Praetoria, Teilstücke der ehemals rund 6 m hohen Lagermauer sowie Reste von Mannschaftsbaracken unter dem Niedermünster zum Teil des Welterbes. Flächen im Westen beim Velodrom und im Osten um die Königliche Villa repräsentieren zudem die Zivilsiedlung (canabae legionis) des Lagers. Manche Denkmäler befinden sich teilweise unter der Erde, wie beispielsweise das sog. Große Gräberfeld, auf dem ab dem späten 2. Jh. n. Chr. bis ins frühe Mittelalter hinein bestattet wurde und mehr als 7000 Gräber geborgen wurden (Weltkulturerbe). Des Weiteren sehenswert ist die römische Abteilung des Historischen Museums im ehemaligen Minoritenkloster, die Nordost- und Südostecke von Castra Regina sowie das document Legionslagermauer im Untergeschoß des Parkhauses am Dachauplatz (dort befindet sich auch das Historische Museum mit einer sehenswerten Römerabteilung) sowie die Ruine der vermutlich ältesten römischen Brauerei nördlich der Alpen (Schutzhaus am Kornweg), die zur Zivilsiedlung des Kleinkastells von Großprüfening gehörte. 

Regensburg, einziger Legionsstandort der römischen Provinz Raetien mit dem Namen Castra Regina („Lager am Regen“) war einst das Hauptquartier der Legio III Italica. Das Legionslager des größten Garnisonsstandorts in Raetien wurde 179 n. Chr. im Auftrag von Kaiser Marc Aurel errichtet, worauf die Gründung der Stadt basiert.

Vom römischen Legionslager finden sich heute noch die Überreste der Schutzmauer des Lagers sowie der Porta Praetoria zur Donau hin. Von der Römermauer blieben in der Regensburger Altstadt größere Relikte an drei unterschiedlichen Standorten erhalten: Südost-Ecke am Ernst-Reuter-Platz, Nordost-Ecke am Hunnenplatz (gegenüber dem Museum "Haus der Bayerischen Geschichte" sowie das größte Mauerwerk auf der Ostseite im Parkhaus am Dachauplatz, wo sich die Informationszentrale für das aus den drei Teilbereichen bestehende „document Legionslagermauer“ befindet.

Für geschichtsinterssierte Menschen ist Regensburg eine wahre Fundgrube, eine Stadt voller Geschichte, lebendiger Traditionen und pulsierendem Leben. Es verbindet die Schönheit einer fast 2.000 jährigen Vergangenheit, die in verwinkelten Gassen, mittelalterichen Plätzen und Baudenkmälern in der Altstadt auf Schritt und Tritt spürbar ist. Einst einer der bedeutendsten Orte Europas - heute zweifaches UNESCO-Welterbe - zieht die Domstadt zahllose Besucher und Touristen aus aller Welt an.  

Das älteste noch erhalten gebliebene römische Bauwerk Regensburgs ist die Porta Praetoria. Im Bild ist eine nachgebildete Inschrift zu sehen, die sich an der Außenmauer des ehemaligen Nordtors (Unter den Schwibbögen) befindet und auf das Gründungsdatum von Regensburg hinweist. Eine originale Inschrift aus der römischen Zeit, die das Kastell Castra Regina nachweislich bezeugt, stammt indes vom Osttor (Porta principalis dextra) die heute im Historischen Museum ausgestellt ist. Interessante Erkenntnis: die Donaustadt war in antiker Zeit ein Legionslager mit einer angrenzenden Zivilsiedlung. In der Spätantike schrumpfte die Lagerbesatzung, sodass die Zivilbevölkerung hinter schützenden Mauern genügend Platz fand. Es entstand eine befestigte Siedlung, währenddessen die ungeschützte Zivilsiedlung außerhalb den Toren der Stadt unterging. Somit ist das mittelalterliche Regensburg nicht aus der Zivilsiedlung sondern vielmehr aus dem Legionslager hervorgegangen.

 Interview von Dr. Silvia Codreanu-Windauer, Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege (Externlink)

Heute zieht die sehenswerte Stadt scharenweise Touristen aus aller Welt an. Demnach verzeichnete Regensburg 2024 mit 1,365 Millionen Übernachtungen einen neuen Rekord. Die Altstadt - deren Fußgängerzonen für den Radverkehr weitestgehend geöffnet sind - spiegelt eine ereignisreiche Geschichte wider. Sie strotzt nur so von prachtvollen Sakralbauten, herrschaftlichen Patrizierhäusern und wuchtigen Geschlechtertürmen. Dazu die Wahrzeichen der Stadt: der gotische Dom St. Peter und die Steinerne Brücke, die jeden Betrachter ins Staunen versetzen. Dank der Monumentalbauten sowie ca. 1.000 denkmalgeschützten Gebäuden wurde das Ensemble 'Altstadt Regensburg mit Stadtamhof' am 13. Juli 2006 als Welterbestätte aufgenommen. Auch wenn die Spuren der römerzeitlichen Bebauung zumeist unter der Erde liegen, blieben teils restaurierte Relikte wie die Umwehrung des Legionslagers sowie das größte erhaltene Bauwerk der Römerzeit in Bayern - die Porta Praetoria - der Nachwelt im guten Zustand erhalten. Ein Streifzug durch die 2.000- jährige Geschichte Regensburgs durch verwinkelte und geheimnisvolle Gassen versprüht eine Aura, deren einzigartiger Charme zu begeistern vermag. 

Der verkehrsfreie Radweg endet an der Einmündung in die Holzländestraße, die zwischenzeitlich zur Fahrradstraße umgewidmet wurde.

Der Donau-Radweg ist im Stadtbereich keine durchgängig verkehrsbefreite Radroute. Ab der Holzländestraße (hier endet die verkehrsfreie Trassenführung des Donau-Radwegs) → Am Weinmarkt → Keplerstraße →  Fischmarkt → Goldene-Bären-Straße → zur Steinernen Brücke ist wegen des Straßenverkehrs erhöhte Vorsicht geboten.

Am Ende der Holzländestraße endet zugleich die Fahrradstraße. Verkehr vom Weißgerbergraben (rechts) bzw. entgegen kommender Abbiegeverkehr" sind vorfahrtsberechtigt. Nachdem die Altstadt an der Steinernen Brücke erreicht ist, heißt es wehmütig vom »Limes-Radweg« Abschied nehmen. 

Foto: einzigartig das Relikt einer gut erhaltenen Römermauer, die sich längs durch ein Parkhauses zieht

Von der Mauer des römischen Legionslagers in der Regensburger Altstadt blieben drei Stellen erhalten: Südost-Ecke am Ernst-Reuter-Platz, Nordost-Ecke am Hunnenplatz sowie ein langgezogenes Teilstück im Parkhaus am Dachauplatz, wo sich zugleich auch die Informationszentrale für die für alle drei Teilbereiche bestehende „document Legionslagermauer“ befindet (Videobeitrag). Bei Bauarbeiten des Parkhauses stieß man glücklicherweise auf die Legionslagermauer - die sich prakischerweise gegenüber des Stadtmuseums befindet.  Das Document ist frei zugänglich und kostet keinen Eintritt.

Zur Welterbestadt Regensburg

Streckenabschnitt Regensburg - Passau (152 km)

Ab Regensburg verläuft die Strecke durch die flache Gäubodenebene nach Straubing, bevor die Städte Deggendorf und Vilshofen bis zur Dreiflüssestadt Passau passiert werden.

Der Deutsche Limes- Radweg verläuft bis auf eine einzige Ausnahme von Regensburg nach Passau auf dem Donau-Radweg. Die Limesroute zweigt zwischen der Gemeinde Niederalteich und Winzer im Landkreis Deggendorf (Donauquerung über eine Straßenbrücke) von dem Flussradweg rechts ab. Die Strecke verläuft über Künzing (Museum Quintana) und vereinigt sich nach 18 km am gegenüberliegenden Donauufer in Vilshofen im Landkreis Passau wieder mit dem Donau-Radweg.

Gäubodenstadt Straubing

Auch die niederbayerische Stadt Straubing blickt auf eine ereignisreiche Vergangenheit zurück, deren Historie über 7.000 Jahre zurückreicht. Zuerst ließen sich die Kelten nieder, später waren es die Römer, die wegen der strategischen Lage von dort ihr Reich gegen die Germanen beschützten. Bekennende Römerfans kommen am Besuch des Gäubodenmuseum im Stadtzentrum von Straubing nicht vorbei, zumal in lichtgeschützten Räumen ein Sensationsfund - der weltbekannte Römerschatz - schlummert. Die Gäuboden-Metropole, ein fruchtbarer Landstrich entlang der Donau ist auch eine Wiege der Bajuwaren, dazu war Straubing Herzogstadt und kurfürstliche Stadt.

Bild: Gäubodenmuseum Straubing (Niederbayern). Weltbekannt ist der ausgestellte Römerschatz, der 1950 in Straubing-Alburg ausgegraben wurde. Er stellt einen der bedeutendsten römischen Funde Deutschlands dar und beinhaltet Helme, Roßstirnen, Statuetten, Werkzeuge, Waffen sowie prunkvolle Paraderüstungen aus der Zeit der Alemanneneinfälle. 

Sorviodurum

Die Kastelle von Straubing, dem antiken Sorviodurum, bezeichnet den römischen Garnisonsort der niederbayerischen Stadt Straubing. Funde lassen erahnen, dass im 1. Jahrhundert n. Chr. auf dem Kirchhügel von St. Peter ein kleines Truppenlager zur Verkehrsüberwachung lag. Um die Mitte des 2. Jahrhunderts n. Chr. war Straubing mit 1.500 Soldaten mit der stärkste Garnisonsort in Raetien. Als in den Markomannenkriegen (167-180 n. Chr.) das Westkastell zerstört wurde, ließen sich die Soldaten in Regensburg nieder (legio III Italica). 

Eine spektakuläre Hauptattraktion am Donaulimes ist der 1950 entdeckte Römerschatz, der Besucher des Gäubodenmuseums in Straubing in den Bann zieht. Die Sammlung besteht aus antiken, aufwendig verzierten Masken, Schmuckstücken, Statuetten, Werkzeuge und Waffen, aber auch Gebrauchsgegenständen die als einer der bedeutendsten römischen Funde in Deutschland gelten. 

Besonders eindrucksvoll sind prachtvolle Paraderüstungen, die vermutlich im dritten Jahrhundert nach Christus vergraben wurden. Das Gäubodenmuseum liegt nur 100 Meter vom Stadtplatz Straubing entfernt, währenddesen sich der Kastellort »Sorviodurum« - so der römische Name von Straubing - etwa 3 km außerhalb des Stadtzentrum befindet (über Radweg erreichbar).

Römerpark

Der neu gestaltete Römerpark informiert über die römische Vergangenheit. Seine Fläche einschließlich dem spätrömischen Kastell unter St. Peter sind als UNESCO-Welterbe „Donaulimes“ vorgeschlagen.  

Die Stadt Straubing hatte das unsägliche Glück, daß das Zentrum ihrer römischen Besiedlung nicht überbaut wurde. Das rund 3,5 ha große Areal des Kastells der 1. Canathenerkohorte sowie Teile des südlich anschließenden Lagerdorfs wurden im Römerpark »Sorviodurum« - so der römische Name von Straubing - eingerichtet und sind der breiten Öffentlichkeit jederzeit zugänglich.

Deggendorf

Die Kreis- und Hochschulstadt Deggendorf mit 35.044 Einwohnern (31. Dez. 2024) wird aufgrund ihrer besonderen Lage im Donautal, gegenüber der Mündung der Isar in die Donau sowie am Fuße des Bayerischen Waldes gelegen gern auch als Donaustadt und „Tor zum Bayerischen Wald“ bezeichnet. Eine Stippvisite auf dem Stadtplatz mit zahlreichen Lokalen, Eisdielen und Gastro-Sitzplätze unter freiem Himmel ladet geradewegs zu einem Päuschen ein.

Das Al­te Rat­haus mit dem go­ti­schen Turm wur­de 1535 er­baut und ist ei­nes der Wahr­zei­chen Deg­gen­dorfs. Be­ach­tens­wert sind die am Trep­pen­gie­bel an­ge­brach­ten Stein­plat­ten mit baye­ri­schen Wap­pen und dem Stadt­wap­pen aus der Er­bau­ungs­zeit, so­wie die Sohl­bän­ke der Fens­ter mit verzierten Fa­beltieren ­und Frat­zen­köp­fen. Ge­schichts­träch­tig sind auch die bei­den, durch Ket­ten ver­bun­de­nen Stein­ku­geln, die an der Süd­fas­sa­de hän­gen und ent­we­der ein spät­mit­tel­al­ter­li­ches Stra­finstru­ment – die sog. Schand­ku­geln – oder als ver­bun­de­ne Ka­no­nen­ku­geln ein Kriegs­ge­rät dar­stel­len. Die his­to­ri­sche Tür­mer­woh­nung ist nicht frei zugänglich, aber – geschützt durch eine Sicherheitsglasscheibe – im Rah­men ei­ner Stadt­füh­rung zu be­sich­ti­gen. 

Die Tourist Information befindet sich am Oberen Stadtplatz 1

Sehenswürdigkeiten:  Trotz al­ler städ­te­bau­li­chen Maß­nah­men und ständiger Sa­nie­run­gen ist der his­to­ri­sche „bir­nen­för­mi­ge“ Stadt­grund­riss auch heute noch gut nach­voll­zieh­bar. Durch­zo­gen von ei­nem brei­ten Stra­ßen­markt erhebt sich in des­sen Mit­te das his­to­ri­sche Al­te Rat­haus.

Die go­ti­sche Grab­kir­che „St. Peter und Paul“ stammt aus der Zeit zwi­schen 1338 und 1360. Der wuch­tige Ba­rock­tur­m prägt das Stadt­bild von Deg­gen­dorf.

Von Deggendorf bis zur Streckengabelung zwischen DLR und Donau-Radweg sind es 16 km bzw. nach Künzing weitere 8 km. 

6 km nach Deggendorf radelt man in einer idyllischen Landschaft, linksseitig befindet sich ein etwa 600 m langer Badesee, rechtsseitig die Donau. Weitere Seen folgen.

In Niederalteich (Benediktinerabtei) kann man mit der Radlerfähre übersetzen und alternativ am gegenüberliegenden Donauufer Richtung Vilshofen (auch über Straßenbrücke vor der Ortschaft Winzer möglich) bzw. bis Sandbach radeln, oder auf den Isar – Radweg Richtung München wechseln. In Sandbach gibt es wiederum eine Fährverbindung auf die andere Flussseite, von wo der Donauradweg seine Fortsetzung findet. Urlaubsgäste die eine längere Zeit in dieser Ferienregion verweilen, können durch die angebotenen Fährverbindungen sowie Donaubrücken individuell unterschiedliche Routenalternativen planen.

 Donaufähre »Altaha« Niederalteich

Montag, Dienstag, Mittwoch Kein Betrieb! Donnerstag, Freitag 10:00 - 18:00 Uhr, Samstag, Sonntag & Feiertage 09:00 - 18:00 Uhr

Die Fähre verkehrt generell nicht bei Hochwasser (aktueller Donaupegel) bei Niedrigwasser Störungsmeldungen und Einschränkungen finden Sie "hier"!

Donaufähre Niederalteich

 Radweg-Verzweigung: 6.2 km hinter Niederalteich - kurz vor der Gemeinde Winzer - zweigt der Deutsche Limes Radweg vom Donau-Radweg rechts ab. Nach Überquerung der Donau verläuft die Strecke via Künzing (rechtes Donauufer) nach Vilshofen. Dort erfolgt nach der Donauüberquerung auf der Marienbrücke der Lückenschluss nach 18 km mit dem Donau-Radweg. 

Von Winzer aus kommend (LK DEG) wird bei Hofkirchen die Landkreisgrenze ins Passauer Land überquert. Durch Flintsbach hindurch folgt der Weg dem linken Donauufer nach Hofkirchen. 

Künzing

Das Hilfstruppenkastell von Quintanis wurde um 90 n. Chr. errichtet und bot auf ca. 2 ha Grundfläche einer berittenen Kohorte mit etwa 500 Soldaten Platz. Zerstört wurde das Kastell um die Mitte des 3. Jahrhunderts durch über die Grenze einfallende Germanen. Hiervon zeugt eine Anzahl von Hortfunden, darunter ein mehr als 80 kg Waffenmaterial enthaltender Eisenhort, der im Museum Quintana ausgestellt ist. Ein spätantikes Kastell ist schriftlich überliefert und durch Funde belegt, aber seine baulichen Überreste bis heute nicht sicher lokalisiert. 1998 gelang in Künzing eine in Raetien bisher seltene Entdeckung. Am östlichen Rand des Lagerdorfes (vicus) kamen die Reste eines Mithrastempels zu Tage.

2003 konnte die Kreisarchäologie in der östlichen Zivilsiedlung ein ehemals in Holz errichtetes Amphitheater für etwa 600 Personen aufdecken. Der Bau wurde vielleicht im Zuge des Besuchs eines hohen Würdenträgers errichtet. Da es sich bei dem Amphitheater um eine reine Holzkonstruktion handelte, haben sich keinerlei oberirdisch sichtbaren Reste erhalten. Eine vereinfachte Holzkonstruktion zeigt dem Be- sucher die Dimensionen des einstigen Bauwerkes an. Mehr über das römische Künzing ist auf dem ausgeschilderten, ca. 1 km langen Themenweg „Römer” zu erfahren, der nahe des Museums beginnt.

 Museum Quintana

Das Römermuseum Quintana (absolut sehenswert!) ist für zumindest für Geschichtsinteressierte ein wirkliches "Muss". Das Hilfstruppenkastell von Quintanis wurde um 90 n. Chr. errichtet und bot auf ca. 2 ha Grundfläche einer berittenen Kohorte mit etwa 500 Soldaten Platz. Zerstört wurde das Kastell um die Mitte des 3. Jahrhunderts durch über die Grenze einfallende Germanen. Hiervon zeugt eine Anzahl von Hortfunden, darunter ein mehr als 80 kg Waffenmaterial enthaltender Eisenhort, der im Museum Quintana ausgestellt ist. Ein spätantikes Kastell ist schriftlich überliefert und durch Funde belegt, aber seine baulichen Überreste bis heute nicht sicher lokalisiert. 1998 gelang in Künzing eine in Raetien bisher seltene Entdeckung. Am östlichen Rand des Lagerdorfes (vicus) kamen die Reste eines Mithrastempels zu Tage.

Wenngleich Limes-Rekonstruktionen aufgrund vager Forschungskenntnisse nicht zwangsläufig realitätsgetreu sein müssen, und mehr idealtypischen Vorstellungen denn hundertprozentiger Originalität entsprechen, so regen „künstlich“ geschaffene Nachbauten (z.B. Palisaden, Kastelltore, Limes-Wachtürme) dennoch ganz erheblich die Phantasie und das Vorstellungsvermögen über das 2.000 Jahre zurückliegende Vermächtnis des Römischen Reiches an. Solche Nachbauten sind jedenfalls immer ein willkommener Anlass vom Rad zu steigen und sich anhand aufgestgellter Schautafeln sich mit der Geschichte der Römer zu befassen. Um sein (Römer-) Wissen zu vertiefen, kommt an einem Besuch im Museum Quintana nicht vorbei. 

So lohnt sich beispielsweise ein Besuch der ständig wechselnden Sonderausstellungen (Bild: »Gladiatoren - Superstars der Antike«, Deutschlands größte PLAYMOBIL-Sammlung, die sogar im Louvre in Paris ausgestellt war). Das Museum Quintana ist ein archäologisches und kunsthistorisches Museum in der niederbayerischen Gemeinde Künzing im Landkreis Deggendorf. Mit einem Rundgang begibt sich der Museumsbesucher von der Steinzeit, über die Römer- und Bajuwaren- Epoche auf eine 7.000 jährige Zeitreise, die detailreiche Blicke in die Vergangenheit erlaubt.

2003 konnte die Kreisarchäologie in der östlichen Zivilsiedlung ein ehemals in Holz errichtetes Amphitheater für etwa 600 Personen aufdecken. Der Bau wurde vielleicht im Zuge des Besuchs eines hohen Würdenträgers errichtet. Da es sich bei dem Amphitheater um eine reine Holzkonstruktion handelte, haben sich keinerlei oberirdisch sichtbaren Reste erhalten. Eine vereinfachte Holzkonstruktion zeigt dem Besucher die Dimensionen des einstigen Bauwerkes an. Mehr über das römische Künzing ist auf dem ausgeschilderten, ca. 1 km langen Themenweg „Römer” zu erfahren, der nahe des Museums beginnt.

Vilshofen

Vilshofen an der Donau ist mit 18.084 Einwohnern (31. Dez. 2024) die größte Stadt im Landkreis Passau. Zunächst wird die Marienbrücke überquert (außer man möchte ins Stadtzentrum) und am Ende des Brückenkopfs verläuft die Route rechts (Zusammenschluss mit dem Donau-Radweg) weiter Richtung Passau. 

Vorbei am Flugplatzgelände nähert man sich 3 km später dem Markt Windorf, ein staatlich anerkannter Erholungsort, wo lauschige Biergärten zu einer gemütlichen Erfrischung einladen. Der Streckenabschnitt im Angesicht der südlichen Ausläufer des Bayerischen Waldes weist in der Gegend  leichtere wellige Hügelpassagen auf.

 Vilshofen an der Donau - Radwegeknotenpunkt von Fluss- Themen- und regionalen Radwegen

Am Schnittpunkt mit dem Donauradweg vis a vis der Marienbrücke (KM 161) - einzige Donaubrücke in Vilshofen - befindet sich bei Flusskilometer 2249,16 das Wahrzeichen des BierRadlWeges, das Biertor. 

 

Wer sich für die geschichtsträchtigen Stätten rund ums Bierbrauen im Passauer Land interessiert, radelt 13 km zur Klosterbrauerei Aldersbach mit Schaubrauerei und legendärem Bräustüberl. In Aldersbach wird man nach der Durchfahrt eines weiteren Biertores (Bild) am Aretinplatz mit dem eindrucksvollen Ambiente des ehemaligen Zisterzienserklosters mit Brauerei und Marienkirche begrüßt. Die Einkehr im Bräustüberl mit Radlermaß und Brotzeit gehört zum standesgemäßen "Pflichtprogramm". Frisch gestärkt steht der Rückfahrt nach Vilshofen oder Weiterfahrt am Vilstalradweg bzw. Apfel-Radweg nichts im Wege. Bild: Radreisejournalist Uwe & Curd auf Recherche-Fahrt (Apfel-Radl-Weg), der fast einhundert Kilometer durch die malerische Natur des Donautals und Klosterwinkels durchs Passauer Land führt und zwischen Passau - Vilshofen (ebenso mit der 243 km langen Niederbayerntour) mit der hier beschriebenen »Radrundtour von der Donau zur Donau« einen identischen Streckenverlauf aufweist.

Zahlreiche Sehenswürdigkeiten der schönen Donaustadt (links über die Marienbrücke) mit ihrer 1200-jährigen Geschichte lohnen allemal eine Stippvisite. Dazu laden Cafes, Restaurants und Eisdielen zur Einkehr ein. Vilshofen lockt übrigens als zentraler Radwege-Knotenpunkt (Apfel-Radl-Weg, Wolfach-Radweg, Vilstal-Radweg, Deutscher Limes Radweg, Niederbayerntour) zahlreiche Genuss- und Tourenradler aus nah und fern an. 

Bild: Abendstimmung auf dem Donau-Radweg

Bild: kurz nach Schalding l.d.Donau (KM 149) laden zwei lauschige Biergärten am Donauufer zu einer gemütlichen Erfrischung ein. 

Nahe Besensandbach wird die Fährverbindung nach Sandbach passiert, worauf man nach 2 km den Markt Windorf (rund 4.800 Einwohner) im »Bayerischen Donautal & Klosterwinkel« erreicht.

 Betriebszeiten der Donaufähre Sandbach

01. - 30. April 07:00 Uhr - 18:00 Uhr; 1. Mai - 30. September 07:00 Uhr - 19:00 Uhr; 1. - 30. Oktober 07:00 Uhr - 18:00 Uhr

Eingeschränkter Fährbetrieb bei Sturm, Hochwasser und starkem Nebel. Winterpause vom 01. November bis einschließlich 31. März

Zur Donaufähre Sandbach

 Römerspuren Passau

Dreiflüssestadt Passau

Die Dreiflüssestadt bietet drei Stätten fürs Welterbe auf (bereits ausgewiesene Bodendenkmäler): Altstadt – Kastell und Vicus der mittleren römischen Kaiserzeit sowie spätrömisches Kastell Batavis (heute rund um Kloster Niedernburg),  Boiotro, ein spätrömisches Kastell, Siedlung des Spätneolithikums (Chamer Gruppe) und der späten Latènezeit sowie Buntmetallwerkstatt des hohen und späten Mittelalters und  Haibach – Burgus (Wachturm) der späten römischen Kaiserzeit, Ziegelei des hohen Mittelalters sowie Siedlung der späten Latenezeit und der mittleren römischen Kaiserzeit.

Nachdem der Ortsteil Maierhof erreicht ist, steht wieder ein "Seitenwechsel" der Donauseite an. 

Beim Flusskraftwerk Kachlet wird auf die rechte Donauseite gewechselt und radelt danach entlang des Donaukais stadteinwärts.

In der barocken Altstadt, welche von italienischen Meistern im 17. Jahrhundert geschaffen wurde und in deren Zentrum sich majestätisch der Dom St. Stephan mit der größten Domorgel der Welt erhebt paaren sich Charme, Schönheit, Geschichte und Kultur, Kunst und Erlebnis auf engstem Raum.

 Römerspuren Passau

Das Römermuseum Kastell Boiotro befindet sich in einem spätmittelalterlichen Handwerkerhaus im Passauer Stadtteil Innstadt. Es ruht auf den Fundamenten des spätrömischen Kastells Boiotro, das die Römer um 280 n. Chr. erbauten. 375 n. Chr. wurde das Kastell vom Militär geräumt und verfiel. 

Die Dreiflüssestadt Passau ist eine kreisfreie Universitätsstadt und liegt am Zusammenfluss der Donau, Inn und Ilz. Mit 53.039 Einwohnern (31. Dez. 2024) ist Passau - nach Landshut - die zweitgrößte Stadt des Regierungsbezirks Niederbayern. In Passau angekommen laden in der Altstadt viele Sehenswürdigkeiten und Restaurants zum Verweilen ein. Die Dreiflüssestadt Passau wartet mit etlichen kulturhistorischen Bauwerken wie z.B. Dom St. Stephan (weltgrößte Domorgel), Veste Oberhaus, Rathaus, viele Museen, Wallfahrtskirche Mariahilf und vieles mehr auf. 

Das Stadtbild strahlt dank etlicher italienischer Baumeister ein südländisch anmutendes Flair aus. Die Stadt ist durch historische Bauten im Stil der Inn- und Salzachbauweise geprägt, weshalb sie häufig auch als das „Venedig Bayerns“ bezeichnet wird. Beiderseits der Flussufer erhebt sich eine bewaldete Naturlandschaft. Trohnend überragt wird die Stadt durch die Veste Oberhaus, deren erste nachweisbare Funde sich auf die Römerzeit um 80 n. Chr. zurück datieren lassen, als die Römer damals die Kelten ablösten. Bedeutend für Passau war das Jahr 739, als Bonifatius die Stadt zum ständigen Bischofssitz erklärte und die Bischöfe später die Regierungsgewalt übernahmen. Im Jahre 1217 wurde Passau Fürstbistum. Handel und Gewerbe blühten auf, und Dank der Schifffahrt erlangte die Stadt großen Reichtum. Kunst und Literatur waren in der Stadt immer zugegen. So entstand beispielsweise um 1203 die Fassung vom Nibelungenlied.

Drei Flüsse - Donau, Inn und Ilz - treffen aus drei Himmelsrichtungen am Dreiflüsseeck aufeinander und bieten ein faszinierendes Naturschauspiel. Am Fuß der Burganlage Niederhaus fließt zunächst, flussabwärts betrachtet, die Ilz von links in die Donau und kurz danach von rechts der Inn der Donau zu. Interessant ist das Farbenspiel, da jeder Fluß seine eigene charakterische Farbe (Grün, Blau und Schwarz) aufweist.

Das Römermuseum Kastell Boiotro befindet sich in einem spätmittelalterlichen Handwerkerhaus im Passauer Stadtteil Innstadt. Es ruht auf den Fundamenten des spätrömischen Kastells Boiotro, das die Römer um 280 n. Chr. erbauten. 375 n. Chr. wurde das Kastell vom Militär geräumt und verfiel.

 Ab Passau: themenverwandter Römerradweg ins oberösterreichische Enns (242 km)

 Kontaktdaten

Bayerisches Limes-Informationszentrum
Martin-Luther-Platz 3
91781 Weißenburg

Tel. 09141 - 907 - 189

Mail: museum@weissenburg.de

Web: Limesinformationszentrum

(Römer-) Museen 

Römisches Museum für Kur- und Badewesen
Trajansstraße 8
93333 Bad Gögging

Telefon 09445 - 95750

E-Mail: tourismus@bad-goegging.de

Web: Römermuseum

Archäologisches Museum Kelheim
Ludwigsplatz 16
93309 Kelheim

Tel.: 09441 - 701-0

E-Mail: info@kelheim.de

Web: Archäologisches Museum

Historisches Museum
Dachauplatz 2 - 4
93047 Regensburg

Tel.: 0941 - 507 24 48

Mail: museen_der_stadt@regensburg.de

Web: Historisches Museum

Gäubodenmuseum Straubing
Fraunhoferstraße 23
94315 Straubing

Tel.: 09421/94463222

gaeubodenmuseum@straubing.de

www.gaeubodenmuseum.de

Museum Quintana
Osterhofener Straße 2
94550 Künzing

Tel.: 08549/973112

museum@kuenzing.de

www.museum-quintana.de

RömerMuseum Kastell Boiotro
Lederergasse 43 — 45
94032 Passau

Tel.: 0851/34769

boiotro@passau.de

www.stadtarchaeologie.de/museum/