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Welterbe - Grenzen des Römischen Reiches - Donaulimes (westlicher Abschnitt)
Deutscher Limes-Radweg - Raetischer Donaulimes
Streckendaten
Ausgangspunkt: Eining (Landkreis Kelheim) (Meereshöhe: 359 m)
Endpunkt: Passau
Streckenlänge: 209 km
Höhenmeter: 350 hm (empfohlene Fahrtrichtung)
Eckdaten
- Streckenlänge: 209 Kilometer
- Niveauunterschied: 350 Höhenmeter
- Höchster Streckenpunkt: Kelheimer Forst, 476 m ü.NHN
- Tiefster Streckenpunkt: Passau, 312 m ü.NHN
Streckenverlauf: Eining (Römerkastell Abusina) → Weltenburg → Kelheim → Regensburg → Straubing → Deggendorf → Künzing → Vilshofen → Passau → (Fortsetzung Welterbe Donaulimes Linz → Wien → Bratislava)
Kastelle / Kleinkastelle
- Eining (Kohortenkastell); KM 0.4*
- Eining (Unterfeld); KM 2.0
- Weltenburg, Am Galget; KM 14
- Regensburg, Kastell Vicus, Stadteil Prüfening (KM 51) und Stadtteil Kumpfmühl (KM 57)
- Straubing (Ostkastell und Kastell St. Peter); KM 112
- Passau (Altstadtkastell, nicht sichtbar); KM 209
Kastellbäder
- Bad Gögging (KM 4.0)
Römermuseen
- Bad Gögging (KM 4.0)
- Archäologisches Museum, Kelheim (KM 20.0)
- Historisches Museum, Regensburg (KM 54.0)
- Gäubodenmuseum, Straubing (KM 112)
- Museum Quintana, Künzing (KM 175)
- RömerMuseum Kastell Boiotro, Passau (Innstadt, KM 210)
* KM-Angaben beziehen sich auf den Etappenstartort Eining
Der Raetische Donaulimes umfasst Flächen der Regierungsbezirke Niederbayern und Oberpfalz und tangiert die Landkreise Kelheim, Regensburg, Straubing-Bogen, Deggendorf und Passau. Die Etappe entlang des Raetischen Donaulimes beginnt am Donaufer in Eining (Ortsteil von Neustadt a.d.Donau) im niederbayerischen Landkreis Kelheim, und erreicht nach 209 km das Etappenziel in der Dreiflüssestadt Passau. Die Finaletappe entlang des Donaulimes gehört mit dem Niedergermanischen Limes (Rhein) und dem Mainlimes zu den leichtesten Streckenabschnitten des gesamten Deutschen Limes-Radweg. Immerhin beträgt der summierte Flussanteil 516 Kilometer, was im Verhältnis zur gesamten Streckenlänge des Deutschen Limes-Radweg 42% ausmacht.
Streckengrafik
Bewegen sie ihren Cursor auf dem Höhenprofil, wird interaktiv oben auf der Streckengraphik die geographische Position eingeblendet.
Der westliche Abschnitt des Donaulimes umfasst knapp 600 Kilometer der gesamten Donaugrenze des Römischen Reiches und folgte den nördlichen und östlichen Grenzen der römischen Provinzen Rätien, Noricum und Pannoniens, zwischen dem heutigen Bad Gögging in Niederbayern über Österreich bis in die Slowakei. Ab dem 1. Jahrhundert n. Chr. bildete der Donaulimes mehr als 400 Jahre lang die mitteleuropäische Grenze des Römischen Reiches.
Streckensegmente
In Eining (Donau) beim Kohortenkastell Abusina im niederbayerischen Landkreis Kehlheim trifft der Raetische (Land-) Limes (Trockener Limes) auf den Donaulimes (Nasser Limes). Der DLR verläuft bis auf wenige Ausnahmen entlang der Donau nach Passau (209 km).
Der bayerische Streckenanteil des Deutschen Limes-Radweg entlang des Obergermaischen-Raetischen Limes beläuft sich insgesamt auf 427 Kilometer.
Streckensegmente:
- Mainlimes südlich von Seligenstadt - Miltenberg → 50 km zzgl. Landlimes bis Schneeberg (Unterfranken) zur Landesgrenze Baden-Württemberg → 13 km (∑ 63 km)
- Raetischer Limes: Mönchsroth im mittelfränkischen Landkreis Ansbach - Kohortenkastell Abusina in Eining im niederbayerischen Landkreis Kehlheim ("Trockener" Limes / Landlimes) → 155 km
- Raetischer Donaulimes ("Nasser" Limes) Eining - Passau → 209 km
Beschilderung

Das Logo mit dem stilisierten Wachtturm ist die offizielle Markierung des Deutschen Limes-Radweg. Der Obergermanisch-Raetische Limes ist durchgängig mit (rot-) braunen Hinweisschildern und einheitlichem Logo (Buchstaben „D“ und „L“ im umfassten Limesturm) in beiden Fahrtrichtungen gekennzeichnet.
Entlang des Donaulimes dient analog zur bestehenden DLR-Wegweisung das Signet des Donau-Radwegs ebenfalls der Orientierung.

Großformatige Radwegschilder bzw. Einschubplaketten an Hauptwegweisern kennzeichnen den Routenverlauf. Dennoch ist es ratsam, zusätzlich eine App oder GPS-Navigation zu verwenden. Sollte die GPS-Trackanzeige wider Erwarten doch einmal von der Beschilderung abweichen, empfehlen wir der offiziellen Wegweisung zu folgen.
Der Donau-Radweg gehört zum 'Bayernnetz für Radler', ein bayernweites Fernradroutennetz der Staatsregierung mit einheitlichen Qualitätskriterien.

Maßstab: 1:60.000
Umfang: 328 Seiten
Auflage: 1. Auflage, 2021
ISBN: 978-3-85000-823-5
Streckenbeschreibung
Der Raetische Donaulimes liegt in den Landkreisen Kelheim, Regensburg, Straubing-Bogen, Deggendorf und Passau (209 km). Der DLR verläuft bis auf drei Ausnahmen auf dem Donau-Radweg (EuroVelo-Route EV6). Für insgesamt 30 km (≈ 15% der Gesamtstrecke) schlägt die Route einen anderen Weg als der Fluss-Radweg ein. Anfangs beim Startpunkt in Eining, wo die Route über das Kastell Abusina eine Schleife über Sittling macht (5 km). Die zweite Gabelung erfolgt an der Fähranlegestelle in Weltenburg, an der mit der Gierseilfähre über die Donau nach Stausacker übergesetzt wird. Auf der Klosterthalstraße führt die Route linksseitig der Donau via Keltenwall und Befreiungshalle nach Kelheim, bevor sich beide Fernradwege am Kelheimer Ludwigplatz quasi wieder die Hände reichen (7 km). Die letzte Abweichung (Länge 18 km) erfolgt zwischen Niederalteich und Winzer im Landkreis Deggendorf (KM 166 Donauquerung via Straßenbrücke). Abseits der Donau verläuft der DLR via Künzing (Römermuseum Quintana) nach Vilshofen (Landkreis Passau), bevor nach einer erneuten Donauquerung via Marienbrücke (rechts abbiegen) beide Fernradwege wieder aufeinandertreffen (KM 184) und dann gemeinsam ins 25 km entfernte Passau führen.
Streckencharakteristik
Geradelt wird abwechselnd auf Radwegen, verkehrsberuhigen Nebenstraßen, Flurbereinigungswegen sowie naturnahen Wald- und Schotterwegen, wobei die Bodenbeschaffenheit im Allgemeinen recht gut ist. Die Fahrbahnoberfläche besteht abwechselnd aus asphaltierten, geschotterten, gepflasterten oder wassergebundenen Untergrund. Das Streckenprofil ist - im Gegensatz zum "Trockenen Limes" über Land ausgesprochen leicht zu befahren.
Während der Landlimes über Berg und Täler verläuft, bleibt der Donaulimes ("Nasser" Limes) entlang des Flusses steigungsfrei. Ausnahme von der Regel: nur wenn sich die Streckenführung vom Flusslauf abwendet wie es ausnahmsweise die 7 km - Schleife über den Keltenwall bei Weltenburg der Fall ist, stellen sich einge Höhenmeter in den Weg (im Bedarfsfall per Schiff umfahrbar).
Robuste Tourenräder, Trekkingbikes, Mountainbikes, E-Bikes und Gravelbikes mit widerstandsfähiger Pannenschutzbereifung sind für diese Strecke am besten geeignet.

Die Graphik zeigt den Grenzverlauf des Obergermaischen-Raetischen Limes einschließlich Donaulimes, der die römischen Provinzen »Germania Superior« und »Raetien« vom »Barbaricum« - wie das außerrömische Territorium genannt wurde - abgrenzte. Der Bereich umfasste etwa 120 Kastelle/Kleinastelle im nahegelegenen Hinterland, verbunden mit ca. 900 Wachttürmen, die vor Übergriffen oder unerlaubten Grenzübertritten schützten. Augusta Vindelicum (heutiges Augsburg) war Hauptstadt der Provinz Raetien, während Castra Regina („Lager am Regen“; heutiges Regensburg) mit dem Hauptquartier der Legio III Italica der einzigste Legionsstandort war. Am Obergermanisch-Raetischen Limes (Provinz Obergermanien) gab es in Mainz (Mogontiacum) und Straßburg (Argentoratum) zwei weitere Legionslager.
Etappenplanung
Angesichts der vielfältigen römischen Relikte empfiehlt es sich genügend Zeit einzuplanen. Die Tour führt entlang der Außengrenzen der römischen Provinz Raetien (»Raetia«) zu spektakulären Fundplätzen und Ausgrabungsstätten, die eine beeindruckende Kulturgeschichte widerspiegeln.
Wir empfehlen für den flachen Donaulimes eine dreitägige Etappentour (Ø Tagespensum 70 km), um sehenswerte Zeugnisse und rekonstruierte Nachbauten angemessen würdigen zu können.
Bad Gögging sowie die Städte Kelheim, Regensburg, Straubing, Vilshofen und Passau verfügen eine adäquate Auswahl an Hotels, Gasthöfen und Pensionen. Während Individualreisende (1-2 Pers.) Unterkünfte i.d.R. durchaus kurzfristiger buchen können, tun dies Gruppenreisende vor allem in der Hauptsaison (Juli/August) besser frühzeitig.

Je nach Streckeprofil, körperlicher Fitness und Interesse an der Römergeschichte ergibt sich eine "rechnerische" Tagesreichweite. Gerade weil es in Deutschland keinen anderen Themenradweg gibt, der wie an einer Perlenkette aufgereiht soviel dichtgedrängte Attraktionen und Sehenwürdigkeiten bietet, sollten Limesradler das Motto „Auf den Spuren der Römer radeln“ beherzigen und wissbegiertig in die Zeit der Antike eintauchen, anstatt "blindlings" von Ort zu Ort zu eilen. Um unterwegs stets im Bilde zu sein wo sich archäologische Denkmäler befinden ist es hilfreich, sich die Standorte (POI's) in chronologischer Reihenfolge zu notieren (filterbar via interaktive Kartengraphik des Vereins Deutsche Limes-Straße). Die Besichtigung von Kastellen, Badeanlagen und rekonstruierten Wachttürme mitsamt ihrer Grenzbefestigungen (Wallanlagen, Gräben, Mauern und Palisaden) sowie das Sammelsurium an Informationsschautafeln bedarf einer ausgeklügelten Zeiteinteilung. Zudem vermitteln Römermuseen mit ihren zahllosen archäologischen Fundstücken wertvolles Fachwissen. In Anbetracht dessen sollte das Tagespensum (Etappenlänge) zweckmäßig angepasst werden.
Der weitestgehend steigungsfreie Raetische Donaulimes verläuft überwiegend flussnah der Donau entlang. Schon der Etappenstart in Eining an der Donau (Landkreis Kelheim) beginnt mit dem Kohortenkastell Abusina mit einem sehenswerten Highlight, dem noch eine ganze Reihe weiterer Zeugnisse der römischen Zeitgeschichte folgen. Besonders in Städten wie zum Beispiel Regensburg, Straubing und Passau - sowie die Gemeinde Künzing mit seinem modernen Archäologiemuseum im Landkreis Deggendorf - die in enger Verbindung einer römischen Besiedlung stehen, kommt immer wieder die römische Hochkultur eindrucksvoll zu Vorschein. Dazu spielt die flache Donauebene - eingebettet zwischen einer urwüchsigen Auenlandschaft und dem Bayerischen Wald (ab Regensburg) - dem anstrengungsfreien Fahrspaß in die Karten.
Zeitreise ins Römische Reich
Für "Limesradler" ist es wahrlich eine spannende Zeitreise in eine fast 1.900- jährige Vergangenheit, als die römischen Imperatoren Trajan und Hadrian über tausende von Kilometer den Limes buchstäblich aus dem Boden stampfen ließen, und dem Römischen Reich zur größten Ausdehnung über drei Kontinente hinweg verhalfen.
LIMES ist der Oberbegriff für römische Befestigungsanlagen zur Sicherung der Nordgrenze gegen germanische Stämme, dessen Wehrbauten bis heute von der unvorstellbaren Macht und Einfluss des alten Römischen Reichs zeugen. Der sogenannte Limes, was soviel wie „Grenzweg“, "Grenzwall" oder „Schneise“ bedeutet, erstreckte sich von West- nach Osteuropa, über Vorderasien und Nordafrika. Über weite Strecken markierten Mauern und Wachttürme oder natürliche Barrieren wie Gebirge oder Flüsse den Grenzverlauf.
Die Epoche des Römischen Reiches löste damals fundamentale Veränderungen aus, wovon so manches übernommen wurde, das bis heute unser Alltagsleben beeinflusst bzw. allgegenwärtig ist. Ohne sich vielleicht darüber bewusst zu sein begegnen wir begegnen wir in der Gegenwart immer noch Überbleibsel der römischen Kultur wie z.B. in der Kirche, der Medizin, dem Rechtswesen, der Architektur, der Sprache und Literatur, in Gesetzen und Verwaltung, im Sport, in der Kunst und Technik. Selbst das Alphabet stammt von gebildeten Gelehrten aus Rom, das sich im Lauf der Zeit auf's gesamte Abendland verbreitete. Ebenso der julianische Kalender, gebundene Bücher bis hin zu Fußbodenheizungen - wertvolle Errungenschaften die wir dem Erbe der Römer zu verdanken haben. Bezogen auf die Radtour verspricht der authentische Einblick ins Römerreich jedenfalls ein unglaublich spannendes, interessantes und einzigartiges Erlebnis.
Über die Herrschaftsdauer des Römischen Reiches (lat. Imperium Romanum) kursieren widersprüchliche Angaben, da die Zeitabgrenzung definitionsabhängig ist. Wird das Jahr 753 v.Chr. als Gründungszeit Roms und das Jahr 1453 n.Chr. (Fall von Byzanz, Beginn des Mittelalters) als Ende des Imperiums zu Betracht gezogen, ergibt sich eine Zeitspanne von 2.206 Jahren. Wird dagegen die Teilung des Römischen Reichs im Jahre 395 n.Chr. als Untergang begriffen sind es 1.148 Jahre.
Donaulimes
Vorhang auf für den Donaulimes. Im folgenden wird der 209 km lange Teilabschnitt des DLR vorgestellt, der in Niederbayern und der Oberpfalz landschaftlich, geschichtlich und kulturell unglaublich viel zu bieten hat.
Der Streckenlängenvergleich des römischen Grenzverlaufs mit dem Deutschen Limes-Radweg ergibt zwischen Land- und Flussgrenzen signifikante Unterschiede. Was entfernungsmäßig beim Nassen Limes kaum ins Gewicht fällt, kommt beim Limes über Land umso stärker zum Tragen. So ist der schlängelnde Deutsche Limes-Radweg (155 km) in Bayern (Mittelfranken/Niederbayern) um 38 km länger als der relativ geradlinig verlaufende Raetische Limes (117 km). Dagegen fällt die Abweichung zum Donaulimes marginal aus. So beträgt die Radstrecke (bedingt durch zwei flussferne Schleifen) 209 km, während der Flusslauf zwischen Eining (Flusskilometer 2.427) und Passau (Flusskilometer 2.227) gerade mal 9 km kürzer ist.

Die Legionslager entlang des Donaulimes gewährleisteten im Konfliktfall eine rasche Mobilisierung militärischer Großeinheiten, wobei deren Nachschub über ein im Hinterland erbautes Straßennetz erfolgte. Wie stark der Donaulimes gegenüber dem sogenannten Barbaricum geschützt war macht folgender Vergleich deutlich, wonach entlang der Rheingrenze im 2. Jahrhundert in Germanien fünf Legionen, am Donaulimes aber bis zu zwölf Legionen stationiert waren.
Der Donaulimes bildete ab Eining nahe Bad Gögging im niederbayerischen Landkreis Kelheim stromabwärts die natürliche Flussgrenze des Römischen Reiches. Mit 209 "Radwegkilometer" nimmt der Donaulimes im Verhältnis zur Gesamtdistanz des (DLR) vergleichsweise eine bescheidene Dimension ein, doch in punkto Ausgrabungsstätten, Sehenswürdigkeiten, Römermuseen und landschaftlicher Vielfalt liefert das ernannte UNESCO-Welterbe ganz großes Kino. Entgegen des Obergermanisch-Raetischen Limes (Landlimes), der sich aus Mauern, Wälle, Gräben, Palisadenzäunen, Kastellen, Kleinkastellen und Wachttürmen zusammensetzte, war der Donaulimes (Südufer) - als natürliche Nordgrenze des Römischen Reiches - nicht durch Grenzsicherungsanlagen sondern von römischen Legionären oder Auxiliartruppen (Hilfstruppen aus nicht-römischen Bürgern) geschützt. Wegen versumpfter und verästelter Uferbereiche war die Donau ohnehin nur mühsam zu überwinden, weswegen am Flussufer auch kein Grenzwall aufgeschüttet wurde.
Der Limes

Foto: Donau-Limes. Die Darstellung zeigt ein römisches Patrouillenboot, deren Besatzung das Ufer der Donau kontrollierten und das feindliche Übersetzen von Angreifern verhindern sollten.
Der Limes stellt in Deutschland ein Bodendenkmal von internationalem Rang dar. Am 15. Juli 2005 wurde der Obergermanisch-Raetische Limes durch die UNESCO in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen. Dieser Abschnitt stellt jedoch kein eigenständiges Weltkulturerbe dar, sondern repräsentiert nur einen Teil des kompletten Grenzverlaufs, zu dem auch der Hadrianswall in England sowie der Antoninuswall in Schottland gehören, die von der UNESCO bereits 1987 bzw. 2008 zum Weltkulturerbe ernannt wurden.
Bereits 79 n. Chr. wurde südlich von Eining das Römerkastell Abusina für eine Auxiliartruppe (Hilfstruppen) zunächst in Holz- und im 2. Jahrhundert in Steinbauweise errichtet. Auxiliartruppen waren Einheiten der römischen Armee, die aus verbündeten Völkern oder freien Bewohnern der Grenzprovinzen rekrutiert wurden. Bei ehrenhafter Entlassung bekamen sie nach Ende ihrer Dienstzeit (sofern sie es erleben durften) zumeist das römische Bürgerrecht zugesprochen. Eine strategische Maßnahme mit weitreichenden Folgen, weil es den Machteinfluß des Imperium Romanum über Jahrhunderte sichern half. Der Ort Eining dürfte wohl erst nach dem Abzug der Römer im 6./7. Jahrhundert entstanden sein.
Als Donaulimes wird jener Teil der römischen Militärgrenze entlang der Donau bezeichnet, die sich durch das heutige Bayern, Österreich, Slowakei, Ungarn, Serbien, Rumänien und Bulgarien schlängelt.
Donaulimes - UNESCO-Welterbe
Rückblick: Nachdem die ungarische Regierung kurzfristig aus dem Anerkennungsprozess für die Aufnahme in die Welterbeliste ausscherte war das zeitaufwendige Bewerbungsprocedere mit einem Schlag für alle Teilnehmer hinfällig. Umso erfreulicher, als am 30. Juli 2021 die überraschende Entscheidung des UNESCO-Welterbekomitees bekannt gegeben wurde, sowohl den 400 km langen Niedergermanischen Limes als auch den Donaulimes (600 km) in Deutschland, Österreich und die Slowakei bis Iža unter der Bezeichnung »Grenzen des Römischen Reichs – Donaulimes« in die Welterbeliste aufzunehmen. Da mag einem sinnbildhaft das geflügelte Wort des römischen Feldherrn Gaius Iulius Caesar (*13. Juli 100 v. Chr.; †15. März 44 v. Chr.) in den Sinn kommen: "Die Würfel sind gefallen" ("alea iacta est").
Zum UNESCO-Welterbe gehören im deutschen Flussabschnitt z.B. das Heiligtum auf dem Weinberg bei Eining und das Kleinkastell Weltenburg-Am Galget (beides Landkreis Kelheim), in Regensburg die Befestigungsmauern des Legionslagers Regensburg mit Porta Praetoria und die Funde unter dem Niedermünster, in Straubing das frühere Ostkastell III, östlich des heutigen Stadtzentrums und die Überreste des Kastells auf dem Kirchhügel von St. Peter, in Künzing die unterirdischen Bodendenkmäler (archäologische Funde, die sich im Erdreich befinden) eines hölzernen Amphitheaters und einer Fläche der zivilen Kastellsiedlung der mittleren Kaiserzeit sowie in Passau das Römermuseum Kastell Boiotro, welches teilweise auf den Fundamenten des spätrömischen Kastells Boiotro ruht.

Foto: Ausstellung "Roms neue Legionen - Alarm am Donaulimes“ im Historischen Museum Regensburg
Das Römische Reich hinterließ beeindruckende Spuren und Zeugnisse, die manchmal sichtbar zum Vorschein kommen, manchmal aber auch fürs menschliche Auge unsichtbar in der Erde verborgen sind. Jedenfalls gehören beispielsweise Legionslager, Kastelle, Wachttürme und zivile römische Siedlungen, auch Vici (Plural von Vicus) genannt, zum UNESCO-Welterbe. Das Gute dabei ist: Ausgrabungsstätten, Römerparks, Römermuseen, Limes-Informationszentren, Ausstellungen, Rekonstruktionsbauwerke, klassische Infotafeln und nicht zuletzt die äußerst beliebten Römerfeste mit Gladiatorenkämpfen bieten eine unglaublich lebendige Wissensvermittlung über römische Lebensgewohnheiten und Artefakte der Kultur.
Bayerns größtes Römerfest 'Salve Abusina' lädt unter dem Motto „Geschichte zum Anfassen für Groß und Klein“ in Eining im niederbayerischen Landreis Kelheim im August 2026 zum zwölften Mal Besucher herzlich ein, phantasievoll in die legendäre Römerzeit abzutauchen.
Donaulimes-Start - Eining (OT Neustadt a.d. Donau)
Wenn dem Raetischen Landlimes nach der Donauüberquerung vom Hienheimer- zum Eininger- Ufer im Landkreis Kelheim der Rücken zugekehrt wird, setzt sich der DLR nun am sog. "Nassen Limes" mit jeder Menge spannender Highlights entlang der Donau flussabwärts fort.

Der Eininger Biergarten - idyllisch am Donauufer neben der Fähranlegestelle gelegen - ist für Naherholer, Ausflugsgäste, Regio- und Fernstrecken- Radler ein vielgepriesener Freizeit-Treffpunkt. Gemütlich rasten und gediegen seine geleerten Energiespeicher nachtanken damit die Beine danach genau das tun was erwartet wird, nämlich wieder kraftvoll die Kurbel schwingen. Die Stelle ist ein wahrer "Radler-Hot-Spot", denn hier treffen nicht weniger als acht (Fern-) Radwege zusammen. Für jene Radler, die in entgegengesetzter Fahrtrichtung unterwegs sind und ans Hienheimer Ufer übersetzen möchten erweist sich der Blickkontakt zur Fähre vom Biergartentisch aus als echter Glücksfall, weil das zeitliche Abpassen unnötige Wartezeiten verringert.

Eining ist seit der Gebietsreform 1972 ein Ortsteil der Stadt Neustadt an der Donau im Landkreis Kelheim in Niederbayern. Das Dorf gehört zur Hallertau und liegt auf einer steilen Uferkante, unterhalb derer das mäandernde Flüsschen Abens in die Donau mündet. Das weite Donautal verengt sich flussabwärts zusehenst, bei der sich die Donau ihr Flussbett über Jahrtausende ins Juragestein gefräst hat.
Bei Sturm, Hoch- Niedrigwasser oder Starkregen ist der Fährbetrieb eingestellt (Mittagspause beachten). Zur Winterpause ist die Fähre vom 3. Oktober bis 1. April außer Betrieb!
Umfahrungsalternative zwischen Eining und Hienheim

Falls die Fähre außer Betrieb ist, besteht für Radfahrer auf unasphaltierten Feldwegen entlang der Donau, Ilm und Abens eine unbeschilderte Umfahrungsalternative, die obendrein landschaftlichen Hochgenuss bietet. Streckenbeschreibung: Von der Anlegestelle Eining verläuft ein Dammweg entlang der Abens und Ilm 6.1 km flussaufwärts zur Donaubrücke (B 299) bei Neustadt. Nach der Donauüberquerung (1.4 km) erfolgt quasi eine 180° Kehrtwende und radelt entlang der Donauauen zur Fähranlegestelle Hienheim (6 km) → Anschluss DLR.

Engegengesetzte Fahrtrichtung ab Fähranlegestelle Hienheim: entlang der Donauauen zur Donaubrücke (6 km). Nach der Überquerung der Donau (1.4 km) verläuft der Schotterweg zunächst 2.6 km zwischen Donau und Ilm (diese mündet dort in die Abens) und radelt dann weiter entlang der Abens nach Eining (3.5 km).

Verkehrsfreie Donauüberquerung parallel der B 299; Gesamtdistanz der Umfahrung: 13.5 km / ca. 80 hm

Foto: Der Schilderbaum verrät nur ansatzweise, welch mannigfache Tourenvielfalt am Radwegeknotenpunkt in Eining besteht, wo das fast ausschließlich land- und forstwirtschaftlich geprägte Dorf gerade mal 250 Einwohner zählt. Abgesehen davon, dass sich das überschwängliche Routenangebot auch noch beliebig zu individuellen (Rund-) Touren kombinieren lässt. Selbst die bundesweit bekannte Deutsche Limes-Straße quert den Ort. Deshalb gehts hier im Biergarten bzw. an der Fähranlegestelle meistens zu wie in einem Taubenschlag. Ständiges Kommen und Gehen zeigt auch, wie beliebt Radfahren/Radwandern in den letzten Jahren geworden ist. Statistisch gesehen hat sich die Freizeitaktivität in Deutschland sogar zum Volkssportart Nr. 1 - entwickelt, also jene Sportart die die Menschen am häufigsten aktiv betreiben.

Kaum verwunderlich, wenn an einem hoch frequentierten Radwege-Verkehrsknotenpunkt - der zusätzlich noch eine Fährverbindung und einen beliebten Biergarten verfügt - zuhauf Radfahrer tummeln sowie einem buntgemischte Radtouristikgruppen aus nah und fern begegnen. Immerhin tangieren sich an diesem Velo-Drehkreuz nicht weniger als acht Radwege unterschiedlichster Kategorien, die mitunter deckungsgleiche Streckenabschnitte aufweisen:
Fernradwege und regionale (Rund-) Touren
- Donau-Radweg (Deutscher Streckenteil 615 km)
- Fernradweg München-Regensburg-Prag (465 km)
- Landgenuss in Niederbayern (244 km)
- Herzstück-Tour (120 km)
- Altmühl-Donau-Tour (50 km)
Themenradwege, die zu einer spannenden Zeitreise in die Epoche der Römer einladen
- Deutscher-Limes-Radweg (1.227 km) - Deutschlands längster Radweg
- Via Danubia (235 km) - Startpunkt Bad Gögging (Sittling)
- Via Raetica (183 km)

Foto: nur wenige hundert Meter vor Eining erspäht man einen tollen Blick auf den Mündungsbereich der Abens in die Donau, wo sich am gegenüberliegenden Flussufer der Hienheimer Kirchturm empor reckt. Beide Pfarrdörfer (Gemeindeteil von Neustadt a.d. Donau) liegen von Angesicht zu Angesicht am rechten und linken Donauufer. Wanderern und Radfahrern steht für den Uferwechsel eine Gierseilfähre zur Verfügung, während Autofahrer hingegen einen weiten Umweg in Kauf nehmen müssen. Hier bei Flusskilometer ≈ 2.427 befindet man sich historisch gesehen an der Schnittstelle der römischen Grenzbefestigung, die den nahtlosen Übergang des Obergermanisch-Raetischen Limes zum Donaulimes markierte und zu jener Zeit von rund 500 Fußsoldaten im Kohortenkastell Abusina bewacht wurde.
Nur unweit von der Fähranlegestelle entfernt stößt man am südlichen Rand der Ortschaft Eining in einem parkartigen Gelände auf die Grundmauern des römischen Kastells Abusina, das bis ins 5. Jahrhundert n. Chr. Bestand hatte. Das Römerkastell bildete die Nahtstelle zwischen dem Obergermanisch-Raetischen Limes (Landlimes) und dem Donaulimes (nasser Limes). Die erhaltenen Grundmauern des am vollständigsten konservierten Kastells in Bayern spielgeln unterschiedliche Bauphasen wider.
Römerkastell Abusina

Das Kastell Abusina markiert den Endpunkt des etwa 550 km langen Obergermanisch-Raetischen Limes, sowie gleichzeitig den Beginn des Donaulimes. Nur rund 500 Meter von der Fähranlegestelle entfernt, stößt man am südlichen Ortsrand von Eining auf ein parkartiges Gelände in dem sich noch sichtbare Grundmauern des römischen Kastells Abusina befinden, das bis ins 5. Jahrhundert n. Chr. von ca. 500 Fußsoldaten besetzt war. Das Römerkastell gilt als Nahtstelle zwischen dem Obergermanisch-Raetischen Limes (Landlimes) und dem Donaulimes (nasser Limes).
Das Kastell - ein römisches Militärlager - war um 80 n. Chr. errichtet worden und beherbergte mehr als 4 Jahrhunderte Belagerungstruppen, da die Donau damals größtenteils die römische Reichsgrenze bildete. Die Kastellanlage ist Bestandteil des zum UNESCO – Weltkulturerbe erhobenen Rätischen Limes und zählt zu einer der wenigen vollständig freigelegten und rekonstruierten Wehranlagen.

Die Lage des Auxiliarskastell Abusina aus der mittleren Kaiserzeit und der Spätantike (1.-5. Jh. n. Chr.) war am Zusammenfluss der Abens und Donau klug gewählt, weil im Gegensatz zum Raetischen Landlimes der Nasse Limes (Donaulimes) keine verstärkten Grenzsicherunganlagen geschweige einen Grenzwall besaß. Auxiliartruppen waren Einheiten der römischen Armee, rekrutiert aus verbündeten Völkern bzw. freie oder stammeszugehörige Bewohner der Grenzprovinzen die kein römisches Bürgerrecht besaßen. Die sogenannten Hilfstruppen (lat. auxiliari = helfen) ergänzten die Infanterie der Legionstruppen. Sie stellten laut Geschichtsschreiber und römischen Senator Tacitus (* um 58 n. Chr.; † um 120) etwa die Hälfte der regulären römischen Streitkräfte (rund 150.000 Soldaten). Deren Offiziere (meist abkommandierte Legionsoffiziere) stiegen bei Versetzung in eine Auxiliareinheit jeweils um eine Rangstufe höher auf. (Hilfs-) Soldaten erhielten zwar weniger Sold als die Legionäre (römische Bürger) doch dafür stand das begehrte römische Bürgerrecht in Aussicht, das sie bei ehrenhafter Entlassung nach der regulären Dienstzeit von 25 Jahren zumeist zugesprochen bekamen welches, auch für dessen Nachkommen galt.
Das Kastell Abusina befindet sich 500 Meter außerhalb der Ortschaft Eining neben der Abusinastraße die nach Bad Gögging führt. In römischer Zeit befand sich hier ein wichtiger Straßenknotenpunkt. Sichtbare Mauerzüge spiegeln verschiedene Bauphasen dieses historischen Areals wider. Die Kastellanlage wurde offenbar mit Räumung des Limes im 3. nachchristlichen Jahrhundert nicht aufgelassen, sondern Teil des spätantiken Limes, der bis in das 5. Jh. hinein durch die Donau gebildet wurde.

Foto: wissbegierige Tandem-Radler aus Baden Württemberg, die mit großem Interesse die Kastellanlage Abusina bestaunten. Gerade Ausgrabungsorte machen das Erbe der Römer sichtbar, greifbar und lebendig. Auf Schritt und Tritt wandelt man hier auf den Spuren des römischen Weltreiches, deren Herrschaft fast sechs Jahrhunderte andauerte. Auch diese Ausgrabungsstätte - wie so viele andere auch die der DLR auf seiner langen Wegstrecke passiert - ist für jeden Römerfan ein mega Highlight!
Donaulimes UNESCO Welterbe
Die Segmente der Welterbestätte liegen auf einer Strecke von knapp 1000 Flusskilometern wie Perlen einer Kette aufgereiht am Südufer der Donau. Konkret handelt es sich um den westlichen Abschnitt des römischen Donaulimes. Die Nominierung des östlichen Abschnittes erfolgt separat und wird von den Ländern Ungarn, Kroatien, Serbien, Rumänien und Bulgarien - wo die Donau in das Schwarze Meer mündet - gemeinsam vorbereitet.

Foto: Römisches Museum für Kur- und Badewesen in Bad Gögging
Der bayerische Anteil des Donaulimes umfasst Flächen in den Regierungsbezirken Niederbayern und Oberpfalz, die sich in den Landkreisen Kelheim und Deggendorf und den Städten Regensburg, Straubing und Passau befinden. Sie spiegeln die unterschiedlichen Phasen der römischen Grenzsicherung vom 1. bis in das 5. Jahrhundert n. Chr. wieder. Der Raetische Landlimes traf bei Eining in Niederbayern auf die Donau, die ab hier die „nasse“ Grenze der Provinz Raetien bildete. Damals sicherten zwischen Eining und Bratislava ingesamt zwölf Legionen die umkämpfte Grenze des Imperiums.
Die ostbayerischen Landkreise sowie die genannten Städte konnten nach einer ungewissen Zitterpartie erleichtert aufatmen, als der Donaulimes vom UN-Komitee nach dem überraschenden Ausstieg von Ungarn wider Erwarten für Welterbe-würdig befunden wurde. Der Donaulimes als Welterbe ergänze in idealer Weise das Prädikat für Regensburgs Altstadt mit Stadtamhof sagte Dr. Matthias Ripp - Regensburgs Welterbe-Koordinator - gegenüber der Mittelbayerischen Zeitung. Während der Titel für die Altstadt/Stadtamhof primär das mittelalterliche Regensburg fokussiert, reicht das römische Erbe des Donaulimes bis ins antike Zeitalter zurück, welches nunmehr den internationalen Zusammenhang würdigt.

Foto: Porta Praetoria in Regensburg
Das einzige Legionslager der römischen Provinz Rätien befindet sich in der heutigen Altstadt von Regensburg. Es wurde Ende des 2. Jh. n. Chr. errichtet und steht im Zusammenhang mit den Markomannenkriegen. Die Ausdehnung betrug 25 ha, die Befestigungsmauer war etwa 8 m hoch und 2 m breit und ist in Teilen auch heute noch sichtbar. Von den gewaltigen Toren mit den flankierenden, wehrhaften Türmen sind Teile des Nordtores - der Porta Praetoria - erhalten. Die Porta Praetoria ist das höchste, noch in Teilen erhaltene Bauwerk der Römerzeit in Bayern und gilt neben der Porta Nigra in Trier als bedeutendstes römisches Monument in Deutschland. Es bildete das nördliche, dem feindlichen Germanien zugewandte Tor im Geviert (viereckiger Platz) des Legionslagers. Bis 932 war die römische Porta Praetoria als Wassertor „Porta Aquarum“ bekannt und als Zugang zur Donau genutzt, bevor es nach der Errichtung der Steinernen Brücke Mitte des 12. Jahrhunderts ihre einstmalige Funktion als Nordtor endgültig verlor. Erst nach Abbriss (1885) des 1649 angebauten bischöflichen Brauhauses an das Tor kam der römische Torbogen wieder zum Vorschein.
Als UNESCO-Welterbestätten des Nassen Limes befinden sich von neun Stätten in Bayern drei in Regensburg: als prominenteste Zeugnisse, die an das antike Imperium erinnern gehören die Befestigungsmauern der Porta Praetoria sowie die Befunde unter dem Niedermünster. Weitere Teilflächen (component parts) sind in der Zivilsiedlung (canabae) rund um das Velodrom und die Königliche Villa gelistet, als auch eine Fläche im Großen Gräberfeld an der Kumpfmühler Brücke. Ebenfalls gelistet das Kastell Großprüfening, deren weitläufigen Bodendenkmäler im Ackerland gegenüber der Naabmündung verborgen im Erdreich ruhen. Dort wo heute am Stadtrand Getreide und Wildblumen am Donauufer gedeihen, lebten früher bis ins dritte Jahrhundert zur Bewachung der Reichsgrenze römische Soldaten. Es handelte sich um eine strategisch bedeutsame Position, denn der Regensburger Donaubogen stellte den nördlichsten Punkt der Donau dar, deren einmündende Flüsse von Naab und Regen als Naturbarrieren effektiv gegen germanische Invasionen überwacht werden konnten. Auch das Kastell Kumpfmühl (im Erdreich schlummern Bodendenkmäler wie Befestigungsanlagen und Zivilsiedlung) wurde als Welterbestätte aufgenommen.
Die Ernennung des Donaulimes“ zum Weltkulturerbe gilt als logische Fortsetzung zum nahtlos angrenzenden Obergermanisch-Raetischen Limes, der die römische Landgrenze zwischen dem Rhein und der Donau bei Eining bildet und bereits 2005 den Welterbetitel zugesprochen bekam. Die beiden Limesabschnitte sind nach den römischen Provinzen Raetia (Rätien) und Germania superior (Obergermanien) benannt. Schon damals war der Obergermanisch-Raetische Limes nicht als nationales Denkmal nominiert, sondern als Teil einer seriellen transnationalen Welterbestätte "Frontiers of the Roman Empire" eingestuft, die die Grenze des römischen Reiches repräsentiert.

Foto: Kohortenkastell Abusina (Eining, Landkreis Kelheim)
Ergänzend dazu hat das UNESCO Welterbekomitte am 27. Juli 2021 den Niedergermanischen Limes als Weltkulturerbe anerkannt, der ca. 400 Kilometer entlang des Rheins von Rheinbrohl in Rheinland-Pfalz bis zur Nordsee (Niederlande) verläuft.
Der eingetragene Welterbe-Abschnitt des Limes - der Donaulimes - verläuft mit einer Länge von 600 Kilometern von Deutschland über Österreich bis in die Slowakei. Der bayerische Abschnitt erstreckt sich von Bad Gögging im Landkreis Kelheim über Regensburg und Straubing bis nach Passau, wo sich im Zentrum der Dreiflüssestadt an der Mündung von Donau, Inn und Ilz verschiedene römische Anlagen des Donaulimes befinden. Zu den länderübergreifenden Welterbestätten gehören neben Bau- auch Bodendenkmäler, beispielsweise Überreste von Legionslagern, Kastellen und umgebenden zivilen Siedlungen, die von der antiken Kultur mit ihrer Wehrtechnik, Architektur, Kunst, Religion, Verwaltung und Politik des nördlichen Grenzverlaufs des Römischen Reiches zeugen.

Foto: Kohortenkastell Abusina (Eining, Landkreis Kelheim)
Die Nahtstelle der römischen Flussgrenze (Donaulimes) und des Obergermanisch-Raetischen Land-Limes, die beide zum transnationalen Welterbe „Grenzen des Römischen Reiches“ gehören, liegt 57 "Radwegekilometer" von Regensburg entfernt. In Hienheim (Landkreis Kelheim) auf der Nordseite der Donau traf der Obergermanisch-Raetische Limes auf den Fluss, dessen Schuttwall der ursprünglich ca. 3 m hohen Limesmauer („Teufelsmauer“) teilweise heute noch zu erkennen ist. Die über Land führende Grenzlinie (Raetischer Limes) verlief vom Fluss weg als Mauer in nordwestlicher Richtung bis zum Main (Trockener Limes). Nachdem das Provinzgebiet nördlich der Donau Mitte des 3. Jahrhunderts aufgegeben wurde, bildete die Donau bereits ab der Illermündung die Flussgrenze.

Foto: Kohortenkastell Abusina (Eining, Landkreis Kelheim)
Am südlichen Ortsrand von Eining befindet das römische Kastell Abusina (abgeleitet vom Bach Abens), das bis ins 5. Jahrhundert von den Römern gehalten wurde. An diesem Grenzabschnitt sind eine der seltenen noch vollständig freigelegten und in ihren Grundmauern rekonstruierten Wehranlagen sichtbar. Vier Kilometer südlich des Kastells Abusina liegt der heutige Kurort Bad Gögging, dessen Schwefelquellen eine römische Thermenanlage nutzte, welche als Heilbad für die in der Region stationierten Soldaten diente.
2005 beschloss das Welterbekomitee der UNESCO in Durban (Südafrika) den Obergermanisch-Raetischen Limes (550 Kilometer) als weiteren Teil des Welterbes „Grenzen des römischen Reiches“ in die Liste der Welterbestätten aufzunehmen, welcher sich von Rheinbrohl bis zum Kastell Eining an der Donau erstreckt. Der Welterbetitel für den Donaulimes ergänzt den zweiten Abschnitt der römischen Außengrenze auf der UNESCO-Welterbeliste.

Foto: Kohortenkastell Abusina (Eining, Landkreis Kelheim)
Der „Donaulimes enthält in Bayern“ neun Welterbestätten:
1. Bad Gögging – Heilbad (Neustadt a.d. Donau)
2. Eining-Weinberg – Wachtturm und Heiligtum (bei Bad Gögging)
3. Weltenburg - Am Galget – Kleinkastell
4. Regensburg Großprüfening – Kastell und Vicus
5. Regensburg Kumpfmühl – Kastell und Vicus
6. Regensburg – Legionslager
7. Straubing – Ostkastell und Kastell St. Peter
8. Künzing – Amphitheater und Vicus
9. Passau Altstadt – Kastell/Passau Boiotro – Kastell/Passau Haibach – Burgus

Foto: Kohortenkastell Abusina (Eining, Landkreis Kelheim)
Vom ersten Jahrhundert vor Christus bis ins sechste Jahrhundert nach Christus regierten die Römer ihr riesiges Imperium, dessen Grenzverlauf von einem aufwändigen System bestehend aus Mauern, Wällen, Wachttürmen, Wachposten oder natürlichen Barrieren wie Gebirge oder Flüsse (nasser Limes) gesichert war. Deshalb finden sich entlang des Gewässers von Bayern bis in die Slowakei unzählige Denkmäler aus römischer Zeit. Der sogenannte Limes (der lateinische Begriff bedeutete ursprünglich Grenzweg bzw. Schneise) erstreckte sich auf einer Länge von 6.000 Kilometer von West- nach Osteuropa, über Vorderasien und Nordafrika. Die UNESCO strebt die vollständige transnationale Einschreibung des Grenzverlaufs in seiner Gesamtheit des Römischen Reiches" an.
Die Befestigungsanlagen entlang der Donau bilden nach dem bereits ausgezeichneten Hadrians- und Antoninuswall in Großbritannien (1987, 2008), dem Obergermanisch-Raetischen Limes in Deutschland (2005), dem Niedergermanischen Limes im Rheinland und in den Niederlanden (2021) sowie dem Donaulimes in Deutschland, Österreich und der Slowakei den fünften Teilabschnitt dieses Großprojekts. Durch den Ausstieg Ungarns bleiben 400 Kilometer des Donaulimes und 98 von insgesamt 175 römischen Bauten entlang der Donau bis auf weiteres ausgeklammert. Langfristiges Ziel bleibt nach wie vor die vollständige Aufnahme des Donaulimes in die Welterbeliste. Die "Grenzen des Römischen Reiches" ("Frontiers of the Roman Empire“) umfasst als „transnationales Welterbe“ 24 Staaten entlang der 6.000 km langen Außengrenze des ehemaligen Imperium Romanum in Europa, dem Nahen Osten und Nordafrika.
Das Kastell Abusina liegt direkt auf der Route des DLR neben der Ortsverbindungsstraße nach Sittling. Von der Fähranlegestelle Eining führt das Sträßchen "Zur Überfuhr" auf die Abusinastraße (rechts abbiegen) die nach 400 m das Römerkastell passiert.
Die Donau

Die Donau ist der längste Fluss Mitteleuropas und nach der Wolga der zweitgrößte Strom Europas. Sie entspringt in Donaueschingen im Schwarzwald und mündet nach 2860 km im weit verzweigten Donau-Delta ins Schwarze Meer (Bulgarien). Sie verbindet von der Quelle bis zur Deltamündung folgende Anrainerstaaten:
- Deutschland
- Österreich
- Slowakische Republik
- Ungarn
- Kroatien
- Serbien & Montenegro
- Bulgarien
- Rumänien
- Republik Moldau
- Ukraine
Die Donau ist eine der ältesten und bedeutendsten europäischen Handelsrouten. Der Strom verbindet unterschiedlichste Kulturkreise und entwässert ein Gebiet von 817.000 Quadratkilometer, was fast das 2,5 fache der Gesamtfläche Deutschlands entspricht.

Im Gegensatz zur herkömmlichen Zählweise (flussabwärts) wird die Entfernung der Donau von der Mündung ab stromaufwärts bis zu den Quellen in Donaueschingen angegeben. Somit beziehen sich die Flusskilometerangaben auf die Distanz zur Mündung nahe Sulina im mittleren Delta in Rumänien, d.h. die Fährstelle befindet sich bei Flusskilometer 2426,8.
Die Flussanteile in den einzelnen Donauländern sind sehr unterschiedlich: während Rumänien mit 1075,00 Flusskilometer den längsten Anteil hat, sind es in der Republik Moldau gerade mal 570 Meter! Deutschland: 655 Stromkilometer (inklusive Breg 45,9 km - der größere Quellfluss im Vgl. zur Brigach („Brigach und Breg bringen die Donau zuweg“).
Streckenabschnitt Eining - Weltenburg - Kelheim - Regensburg (58 km)
Von der Fähranlegestelle in Eining folgt man der Straße 'Zur Überfuhr' und biegt kurz darauf rechts in die Abusinastraße ab.
Bevor Eining der Rücken zugekehrt wird, geben wir noch einen Tipp zum Besten, denn am Weinberg (402 m ü.NN.) - Luftlinie etwa 1 km nordöstlich des Auxiliarkastells Abusina entfernt - wurden 1916-18 Steinfundamente dreier Gebäude ausgegraben dessen sanfte Erhebungen im Gelände heute noch gut erkennbar sind. Es sich handelt sich dabei um einen Tempel, einen Wachtturm und ein rechteckiges Gebäude. Als gesichert gilt, dass in dem Tempel, mit einer Umfassungsmauer um einen Vorhof und das eigentliche Heiligtum, Mars und Victoria verehrt wurden.

Da es von Eining - respektive vom Kastell Abusina - keine direkte Sichtverbindung mit dem Limesende jenseits der Donau gab, behalf man sich über einen Wachtposten auf dem 2 km nordöstlich gelegenen Weinberg, wo auch heute Reste von Mannschaftsbaracken und Überbleibsel eines kleinen Tempels als Schuttwälle am Waldrand immer noch vage erkennbar sind.
Die Höhenlage des Weinbergs gewährte vom Wachturm aus eine direkte Sichtverbindung sowohl zum Wachturm WP bei Hienheim als auch zum Auxiliarkastell Abusina. Das "Heiligtum auf dem Weinberg" ist Bestandteil der Donaulimes, weshalb er zum UNESCO-Welterbe "Grenzen des Römischen Reiches" gehört.

Foto: im oberen Bildrand in der rechten Bildmitte befindet sich 2 km nördlich von Hienheim der Limesturm. Auf der 2 km langen Zufahrt über einen gut zu fahrenden Feldweg sind rund 60 Höhenmeter zu überwinden. Dafür genießt man auf der Anhöhe eine schöne Aussicht.

Radweg-Gabelung: während der Deutsche Limes-Radweg auf der Abusinastraße geradeaus verläuft und nach 400 m das Kastell-Abusina erreicht, zweigen Donau-Radweg und Fernradweg München-Regensburg-Prag links auf die Pfarrer-Krottenthaler-Straße ab.
Alternativstrecke flussaufwärts der Abens
Wenngleich die Abusinastraße Richtung Sittling direkt am Römerkastell vorbei führt, weisen wir aufgrund der Naturidylle sowie Verkehrsfreiheit dennoch auf eine alternative Streckenführung hin.

Foto: nur wenige hundert Meter von Eining entfernt erspäht man einen tollen Blick auf den Mündungsbereich der Abens in die Donau, wo sich am gegenüberliegenden Flussufer der Hienheimer Kirchturm empor reckt. Beide Pfarrdörfer (Gemeindeteil von Neustadt a.d. Donau) liegen von Angesicht zu Angesicht am rechten und linken Donauufer. Für Wanderer und Radfahrer besteht eine Direktverbindung durch eine Gierseilfähre. Autofahrer hingegen müssen den Umweg über eine 6 km entfernte Straßenbrücke (B299) nahe Neustadt a.d. Donau in Kauf nehmen. Zugleich befindet man sich an der Schnittstelle der römischen Grenzbefestigung, wo einst der Obergermanisch-Raetische Limes endete. Der nahtlose Übergang zum Donaulimes war in der Römischen Kaiserzeit von einer taktischen Einheit der römischen Armee bestehend aus ca. 500 Fußsoldaten im Kohortenkastell Abusina strategisch abgesichert.

Neben Straßenvariante von Eining nach Sittling gibt es auch eine "Geländevariante". Ein erhöhter Dammweg verläuft flussaufwärts entlang der Abens, dessen naturbelassene Auenlandschaft Radlerherzen höher schlagen lässt. Ein wahrer Schmaus für die Sinne, die der Fahrfreude in die Hände spielt. Auf dem unasphaltierten Dammweg erreicht man nach 3 km Sittling, wo die Römerstraße geradeaus überquert wird (Zusammenschluß mit der Originalroute).

Foto: rechts oben im Bild mündet die Abens in die Donau, dahinter ist der Kirchturm von Hienheim zu erkennen (gegenüberliegendes Donauufer). Entlang der Abens genießt man die Ruhe und Abgeschiedenheit in der unberührten, saftigen Ufer- und Wiesenlandschaft. Fernab von Hektik oder störenden Verkehrsgeräuschen macht Radwandern hier noch so richtig Spaß.
Wer von Sittling den Minischlenker nach Bad Gögging (sehr empfehleswert) machen möchte zweigt an der Hauptstraße rechts ab, und radelt auf dem straßenbegleitenden Radweg neben der Römerstraße 1.4 km bis zum Kurort.
In Sittling trifft der Deutsche Limes Radweg auf den Donau-Radweg die gemeinsam - mit Ausnahme einer 8 km Schleife zwischen Weltenburg und Kelheim - auf identischer Wegstrecke Richtung Regensburg verlaufen.
Die Abusinastraße wird in Sittling (3 km) links abbiegend verlassen. Nach weiteren 2.6 km biegt man beim Radwegeknotenpunkt (Ziegelei) rechts ab (Zusammenschluss der oben genannten Fernradwege).
Später wird eine unasphaltierte Waldpassage durchfahren, bevor eine Nebenstraße nach Staubing führt und kurz vor Weltenburg die Donau wieder ins Blickfeld rückt.
Römische Badekultur in Bad Gögging
Eine Stipvisite von Bad Gögging sollte man sich nicht entgehen lassen, zumal der kurze Abstecher zum Kurort nicht nur ein Katzensprung ist sondern allerhand historische Attraktionen zu bieten hat. Wer Bad Gögging als Etappenort wählt und dort länger verweilt, kann seiner malträtierten Muskulatur sowie angestrenger Psyche in der Limes-Therme in Schwefel- und Thermalwasserbecken Gutes tun, im SPA-Bereich TerraVitalis Wellness-Behandlungen genießen bzw. sich in der Römer-Sauna in antikem Ambiente gründlich entspannen und erholen.

Im Kur- und Urlaubsort Bad Gögging befindet sich an der Krezung der Heiligenstädter Straße und Neustädter Straße der Schnittpunkt des Abens-Radweg und des Donau-Radweg.

Der "G'sundheitsort" Bad Gögging steht ganz im Zeichen des körperlichen Wohlbefindens, ist aber auch nicht weniger bekannt für die Epoche der Römer, die überall hier und in der Umgebung ihre Spuren hinterlassen haben. Allen voran das Kastell Abusina, Teil des UNESCO-Welterbe Limes, sowie Überreste einer der größten römischen Badeanlagen nördlich der Alpen, seit Juli 2021 Teil des UNESCO-Welterbe Donaulimes, wirken bis in die Gegenwart hinein inspirierend für das Kur- und Badewesen. Die neuzeitliche Bädergeschichte von Bad Gögging begann unter den bayerischen Königen mit den Kurhäusern "Römerbad" und "Trajansbad", die dem Kurort bereits im Jahre 1919 das Prädikat als offizieller Badeort sicherte.

Überall wo man in Bad Gögging hinblickt erinnern Straßennamen, Hinweisschilder, Limestherme, Kaiser Trajan Hotel oder das Römische Museum ans Römische Reich.
Tatsächlich wussten die Soldaten - genannt Legionäre - Kaiser Trajans schon damals um die heilende Wirkung von Schwefelwasser und Co. Im Römischen Museum für Kur- und Badewesen, in der Römer-Sauna der Limes-Therme und besonders zum Römerfest im Kastell Abusina lebt die Geschichte der Römer vor 2.000 Jahre wieder auf. Grund genug seine "Zelte" - wie seinerzeits die Römer - hier aufzuschlagen, um am nächsten Etappentag frisch erholt und körperlich gestärkt seine Tour fortzusetzen.
Bereits unter Kaiser Trajan (*53 †117 n. Chr.) wurden 80 n. Chr. Badeanlagen bei den Schwefelquellen erbaut, wodurch die Örtlichkeit damals zur Zeit der Antike eines der größten Staatsbäder nördlich der Alpen verfügte. Relikte können heute im Römischen Museum bestaunt werden. Die neuzeitliche Bädergeschichte von Bad Gögging begann unter den bayerischen Königen mit den Kurhäusern "Römerbad" und "Trajansbad", die dem Kurort bereits im Jahre 1919 das Prädikat als offizieller Badeort sicherte.

Vor knapp 2000 Jahren entspannten Legionäre, die im Kastell Abusina stationiert waren, im heutigen Bad Gögging bei Schwitz- und Thermalbädern und genossen die wohltuende gesundheitsfördernde Wirkung des Schwefelwassers. Vorbild war die traditionsreiche Badekultur des antiken Roms, bei der Bäder und Entspannungsräume mit aufwendiger Heiztechnik, Massagen sowie Unterhaltungsangebote Standard waren. Die lateinische Redewendung "Mens sana in corpore sano" besagt, dass „ein gesunder Geist in einem gesunden Körper“ wohnt.

Foto: Römisches Museum für Kur- und Badewesen in Bad Gögging
Das Heilbad von Bad Gögging, welches ab dem späten 2. Jahrhundert n. Chr. von der Legio III. Italica genutzt wurde, als auch das Heiligtum auf dem Weinberg bei Eining sind Teil der Welterbe-Nominierung. Ebenso das Kleinkastell "Weltenburg-Am Galget" - datiert im mittleren 1. Jh. n. Chr. - das Teil der ersten linearen Grenzsicherung Roms in der Frühzeit des Donaulimes war, deren historische Stätten vom Deutsche-Limes-Radweg passiert werden.

Auf den Spuren der Römer - Themenverwandte Radwege
Sowohl die »VIA DANUBIA« als auch die »Via Raetica« (Donauwörth-Regensburg) widmen sich der römischen Geschichte entlang des Donaulimes.
Die Via Danubia startet in Bad Gögging unter dem Leitmotiv "Auf den Spuren der Römer" und führt mit reichlich Infotafeln am Wegesrand bestückt über Kelheim → Regensburg → Straubing → Deggendorf → Vilshofen nach Passau. Länge der Tour: 235 km

Schautafeln informieren u.a. über das Römerkastell Abusina, das um 80 n. Chr. zunächst als Holzkonstruktion errichtet und später um 150 n. Chr. in Steinbauweise erneuert wurde. Zwar wurde das Kastell 180 n. Chr. erstmals von den Markomanen überrant, erlebte aber in der ersten Hälfte des 3. Jahrhunderts seine Glanzzeit.
Ausgangspunkt der Via Raetica ist die historische Altstadt Donauwörth. Nach Überquerung des Lechs auf Höhe von Rain am Lech gabelt sich die Via Raetica in eine Nord- und Südroute. Entlang der Donau führt der südliche Weg über Städte wie Neuburg a. d. Donau mit seinem kleinen Holz-Erde Kastell, Ingolstadt als bedeutungsvolle Region der ehemaligen Provinz Raetien und Bad Gögging mit ihrer mittelkaiserlichen Therme. Über Egweil kann die Via Raetica auch über die Nordroute befahren werden. Weiter geht's über den Knotenpunkt Pfünz (Kastell Vetoniana). Am Ufer der Altmühl führt der Weg in nordöstliche Richtung nach Kipfenberg (Zusammenschluss mit dem Limes-Radweg) und weiter über Markt Altmannstein nach Bad Gögging, wo die Nord- und Südroute wieder aufeinander treffen. Über Kelheim gelangt man schließlich über die Spuren mehrerer Römerstraßen entlang der Donau zum Zielort Regensburg.

Vor der römisch-katholischen Filialkirche St. Johannes zweigt die Route an der Kreuzung zur Fähranlegestelle bzw. zum Weltenburger Kloster links ab. Bereits 45 n. Chr. befand sich nahe Weltenburg am Südufer der Donau der Ausgangspunkt einer römischen Grenz- und Militärstraße, die stromaufwärts der Donau bis zum Kastell Hüfingen bei Donaueschingen führte.

In Weltenburg bietet sich ein kurzer Abstecher zum Kleinkastell "Weltenburg-Am Galget" an, datiert im mittleren 1. Jh. n. Chr. - das Teil der ersten linearen Grenzsicherung Roms in der Frühzeit des Donaulimes war. Lohnenswert schon deshalb, weil man von der Anhöhe eine schöne Aussicht auf Weltenburg bzw. den Anfang des Donaudurchbruchs hat. Das Kleinkastell "Weltenburg-Am Galget" gehört ebenfalls zum UNESCO-Welterbe "Grenzen des Römischen Reiches".
Zufahrt zur Fähre / Kloster Weltenburg
Schlagartig verengt sich das bislang breitere Donautal bis auf ihre Flußbreite, wo sich die Donau ihr Flussbett über Jahrtausende tief ins Juragestein gefräst hat. Sichtbares Zeichen, dass hier die "Weltenburger Enge" - wohlgemerkt der letzte verbliebene Wildflußabschnitt der Donau in Bayern - ihren Ausgang nimmt. Da beiderseits der Ufer schroffe Felsensteilhänge emporragen, gibt es selbst zu Fuß am Donauufer entlang keine durchgängige Verbindung zwischen Weltenburg und Kelheim. Einzig Wanderwege wie z.B. die „Donauroute“ oder der „Weltenburger Höhenweg“ erschließen das Gelände, allerdings verlaufen diese oberhalb der Felshänge, wobei die Höhenlage eine traumhafte Aussicht auf dieses schützenswerte Kleinod bietet.
Drum unser Tipp: Entdecken Sie das Naturschauspiel auf die schönste Art & Weise – mit dem Schiff (inkl. Radtransport)!

Foto: gemütliche Einkehr neben der Asamstraße
Die Zufahrt zum Kloster Weltenburg (Asamstraße) führt direkt an der Gierseilfähre vorbei, die normalerweise der "Limes-Radler" zur Überfahrt nach Stausacker nutzt (sofern kein kurzer Schlenker zum Kloster Weltenburg geplant ist). Nach der Donauüberquerung verläuft dieser via Klostertalstraße und Klostertal-Weg Richtung Keltenwall durch den Kelheimer Forst zur Befreiungshalle und dann über die Hinheimer Straße hinab zur Kreisstadt Kelheim (7 km / 170 hm). Am Ludwigsplatz vereinigt sich der Deutsche Limes-Radweg wieder mit dem »Fernradweg München-Regensburg-Prag« und dem Donau-Radweg, bzw. nach der Altmühlüberquerung über die geschwungene Fußgänger- Radbrücke zs. mit dem Fünf-Flüsse-Radweg. Alle vier Fernradwege verlaufen dann nach Regensburg (38 km) auf gemeinsamer Wegetrasse, bevor der »Fernradweg München-Regensburg-Prag« auf den Regental-Radweg abzweigt. Demnach bieten sich für den Streckenabschnitt zwischen Weltenburg und Kelheim drei Routenalternativen:
1. Originalstrecke via Pater-Josef-Straße, Arzbergstraße und Waldpassage nach Kelheim
2. Schiffspassage Weltenburg-Kelheim
3. Limes-Radweg via Keltenwall nach Kelheim
Das Kloster Weltenburg – eine Benediktinerabtei mit wunderschöner barocker Klosterkirche, die von den Künstlerbrüdern Asam gestaltet wurde – liegt am Beginn des Donaudurchbruchs, der von steilen Jura-Felswänden umsäumt ist. Das Naturschauspiel wurde sogar vom Ministerkomitee des Europarates mit dem Europa-Diplom ausgezeichnet.

Der beliebte Biergarten, wo leckere Schmankerl kredenzt werden, ist für ausgemergelte Radler bekanntermaßen das höchste der Gefühle. Im Innenhof der barocken Klosteranlage befindet sich einer der meistbesuchtesten Biergärten Bayerns, jene Örtlichkeit wo sich sich die heitere und gesellige Bayerische Lebensart am besten widerspiegelt. Immerhin ist die Klosterbrauerei Weltenburg die älteste Klosterbrauerei der Welt, wo seit anno 1050 edler Gerstensaft nach uraltem Braurezept aus benediktinischer Tradition von den Mönchen mit mineralhaltigem Juraquellwasser gebraut wird. Doch Obacht, der Promilllegehalt ist beim preisgekrönten Dunklen bzw. obergärigen Weizen nicht zu unterschätzen. So weist der Weltenburger Asam Bock, benannt nach dem barocken Maler und Baumeister Cosmas Damian Asam, deftige 6.9 % Alkoholgehalt auf. Für Radfahrer dürfte das Dunkle Radler (2.3%) - ein Biermischgetränk aus Bier und Zitronenlimonade - oder das aromatische Hefe-Weißbier Alkoholfrei (0.5%) wohl die vernünftigere Wahl darstellen. Wie gut die Mönche ihr Bierbrauer-Handwerk beherrschen belegen zahlreiche Prämierungen. So wurde das „Weltenburger Kloster Barock Dunkel“ mehrmals mit dem „World Beer Cup“ als bestes Dunkelbier der Welt ausgezeichnet.

Panoramablick auf das Kloster Weltenburg und die Donauschlinge.
Eine erholsame Einkehr nach strapaziöser Kurbelleistung ist das i- Tüpfelchen einer jeden Radtour. Erst recht, wenn die Bedienung in stilvoller Tracht prämiertes Klosterbier und heimische Spezialitäten in einem der schönsten Biergärten Bayerns serviert. Der Klosterbesuch - vielleicht verbunden mit einer Brauereibesichtigung und schmackhaften Bierprobe im schattigen Biergarten des Innenhofs der ältesten Klosterbrauerei der Welt - ist definitiv ein unvergesslicher Höhepunkt auf dieser Strecke.
Die von den Gebrüdern Asam in den Jahren 1716–1739 unter dem damaligen Abt Maurus Bächl (1713–1743) erbaute und überschwänglich ausgestaltete Abteikirche zählt zu den bedeutendsten des europäischen Barocks. Zugleich war es die erste Kirche, die die berühmten Asambrüder Cosmas Damian und Egid Quirian erbaut und ausgestaltet hatten. Noch heute sind die Besucher über die Architektur und den beeindruckenden Fresken überwältigt.

Im Jahre 1803 fiel Weltenburg der Säkularisation zum Opfer. Nach der Aufösung wurde es 1842 durch König Ludwig I. von Bayern wiedererrichtet und von Mönchen aus Metten besiedelt. Seit 1913 ist Weltenburg wieder Abtei.

Beim Donaukiesstrand vor dem Kloster Weltenburg besteht eine weitere Bootsverbindung (hölzerne Zillen) zum Klostertal-Weg (Anbindung Keltenwall / Stausackerer Berg / Deutscher Limes-Radweg)
Wer an der Schiffsanlegestelle in Kelheim ankommt überquert anschließend die Alleestraße und radelt geradeaus durch's Donautor auf der Donaustraße mitten ins Herz der Kreisstadt Kelheim hinein zum Ludwigsplatz.
Kelheim ist ein bedeutsamer Radwegeknotenpunkt, weswegen Radtouristen zum alltäglichen Erscheinungsbild der Stadt gehören. Bereits seit der Altsteinzeit lebten in der Region um Kelheim Kelten und Germanen, Römer und Bajuwaren, die hier ihre Spuren hinterlassen haben.
Herrlicher Panoramablick über die Stadt Kelheim - Kreisstadt des gleichnamigen Landkreises im Regierungsbezirk Niederbayern - die mit rund 17.000 Einwohnern zugleich dessen bevölkerungsreichste Stadt ist. Überragt wird Kelheim von der Befreiungshalle, die auf einem Bergsporn zwischen der Donau und dem Altmühltal liegt.
Wem der bergige Limes-Radweg-Abschnitt nach Kelheim zu mühsam ist, kann seiner strapazierten Beinmuskulatur während einer Schiffspassage durch das Naturschauspiel der Weltenburger Enge (inkl. Radtransport) eine erholsame Auszeit gönnen (Fahrzeit flussabwärts 20 min.).
Der Klostertal-Weg führt Richtung Stausackerer Berg hinauf und mündet nach 2 km in die Hienheimer Straße. Es folgt noch eine kurzere sanfte Steigung bevor das Höhenniveau abfällt und die Straße in eine Gefällstrecke übergeht. Auf halber Höhe bietet sich ein Abstecher zur Befreiungshalle an (rechts der Beschilderung folgen).

Etwa 400 Meter unterhalb des Klosters befindet sich die Schiffsanlegestelle (Personen/Radtransport). Mit der Schiffspassage werden mehrere Fliegen mit einer Klappe geschlagen: einerseits schippert man komfortabel durch die Weltenburger Enge und kann das Naturschauspiel des imposanten Donaudurchbruchs nach Kelheim aus nächster Nähe erleben, zumal es nicht mal zu Fuß möglich ist die unzugängliche Uferpassage zu erkunden. Das Kloster Weltenburg und die Asamkirche, gepaart mit einer geselligen Biergarteneinkehr und anschließenden Schiffspassage durch die Weltenburger Enge ist zweifelsohne ein echtes Highlight. Mehr Infos zum Nationalen Naturmonument „Weltenburger Enge“ bzw. zur Schiffspassage gibt es hier

Wer sich nach der geselligen Biergarteneinkehr im Weltenburg eine komfortable Schiffspassage durch das Nationale Naturmonument „Weltenburger Enge“ vergönnt schlägt mehrere Fliegen mit einer Klappe. Erstens bleibt einem der beschwerliche 180 Höhenmeteranstieg samt 14 % Rampe erspart, zweitens erlebt man das Naturschauspiel an der tiefsten und engste Stelle der bayerischen Donau zwischen schroffen Jurafelsklippen aus nächster Nähe währenddessen über die Lautsprecher-Ansage die Namen der Felsen preisgegeben werden, und drittens bekommen die Beine ihre wohlverdiente Auszeit. Ach ja, und eine Zeitersparnis gibt's oben auf, denn per Schifff dauert es donauabwärts 20 min. während die Radfahrt - je nach Tempo - samt vergossener Schweißperlen etwa 50 min. beansprucht (wobei die Fährüberfahrt nach Stausacker auch entfällt).

Die "Weltenburger Enge" zählt zu den „100 schönsten Geotopen Bayerns", ermittelt vom Bayerischen Landesamt für Umwelt.
Zurück zur Originalroute
Ob man mit der Gierseilfähre nach Stausacker oder einer hölzernen Zille vor dem Kloster übersetzt bleibt letztendlich belanglos, da beide Fährverbindungen (ca. 500 m voneinander entfernt) den direkten Anschluss zur Weiterfahrt auf dem Limes-Radweg bieten.
Gierseilfähre Weltenburg - Stausacker

Bereits im Jahr 1442 führte zwischen Weltenburg und Stausacker eine Seilfähre über die Donau. Damals vergab der Weltenburger Abt Konrad die Überfahrtsrechte - allerdings nur für Fest- und Feiertage, für Wallfahrer und Besucher des Klosters Weltenburg und der Frauenbergkapelle. 1684 wurde die Überfuhr von Abt Johannes erstmals als Erbrecht verliehen. 1956 gründeten die Anliegergemeinden einen Fährverband, um den Fährbetrieb für alle Menschen aufrecht zu erhalten. Heute hingegen gehört die Fähre der Stadt Kelheim weswegen sie demzufolge durch einen Bediensteten der Stadt betrieben wird.

Die Fährverbindung ist bei Radfahrern sehr beliebt, da sich dadurch vielseitge Touroptionen eröffnen.
Die Strecke führt nun linksseitig der Donau auf der flachen Klosterthalstraße zum Fuß des Stausacker Berges.
Die Klosterthalstraße an der Nordseite entlang der Donauschlinge ist nahezu verkehrsfrei. In der näheren Kloster-Umgebung stieß man bei früheren Grabungen auf vielfältige römische Zeugnisse. So belegen z.B. Kleinfunde eine spätrömische Höhensiedlung auf dem Weltenburger Frauenberg sowie ein frühkaiserzeitliches Kleinkastell auf der südlichen Höhe über dem Ost-West-verlaufenden Taleinschnitt, der den Frauenberg vom Juramassiv trennt und zur Kontrolle der Donautalstraße diente.

Bevor das Streckenprofil die Daumenschrauben anzieht, genießt man einen traumhaft schönen Blick auf die Klosteranlage. Der atemberaubende Blick zum Tor der Weltenburger Enge zieht den Betrachter in den Bann. Nun heißt es tief durchatmen, denn bis zum Hochplateau (3.5 km) sind 120 hm zu bewältigen.
Der Waldweg kommt direkt bei der Befreiungshalle raus, die auf einem Bergsporn des Michelbergs 126 Meter hoch über der Donau aufragt.
Befreiungshalle
Von der Befreiungshalle genießt man eine herrliche Aussicht über die Stadt Kelheim, das Umland sowie auf den Donaudurchbruch. Allerdings ist die 2.7 km lange Anfahrt von Kelheim über die Hienheimer Straße (zweigt nach 2 km links auf die Befreiungshallestraße ab) mit einem 120 Höhenmeter-Anstieg verbunden. Ab dem Parkplatz auf dem Michelsberg führt ein breiter Gehweg zu dem Baudenkmal.

Die Befreiungshalle wurde im Andenken an die Schlachten gegen Napoleon während der Befreiungskriege in den Jahren von 1813 bis 1815 errichtet. Auftraggeber war König Ludwig I. von Bayern. Zwischen dem dritten und ersten vorchristlichen Jahrhundert befand sich auf dem Michelsberg das spätkeltische Oppidum (befestigte, stadtartig angelegte Siedlung) Alkimoennis (vermutlich eines der größten seiner Art in Europa). Funde aus der Römerzeit und Ausgrabungen einer bajuwarischen Siedlung (etwa 600 n. Chr.) zeugen von einer lang zurück reichenden Geschichte.

Gleich beim Beginn der Zufahrt zur Befreiungshalle auf dem Michelsberg - der die Donau um 126 Meter überragt - befindet sich nach einer Wirtschaft rechtsseitig eine unscheinbare Waldlichtung, von der man eine grandiose Aussicht auf die Donau hat.
Von der Befreiungshalle aus genießt man einen herrlicher Panoramablick über die Kreisstadt Kelheim im Regierungsbezirk Niederbayern, die mit rund 17.000 Einwohnern die bevölkerungsreichste Stadt im Landkreis ist.
Wittelsbacher Stadt Kelheim

Herrlicher Panoramablick über die Stadt Kelheim - Kreisstadt des gleichnamigen Landkreises im Regierungsbezirk Niederbayern - die mit rund 17.000 Einwohnern zugleich dessen bevölkerungsreichste Stadt ist. Überragt wird Kelheim von der Befreiungshalle, die auf einem Bergsporn zwischen der Donau und dem Altmühltal liegt.
Nachdem das Mittertor durchquert ist führt die Ludwigstraße mitten ins Herz der Kreisstadt Kelheim hinein.
Da Kelheim ein bedeutsamer Radwegeknotenpunkt ist, gehören Radtouristen zum alltäglichen Erscheinungsbild der Stadt. Bereits seit der Altsteinzeit lebten in der Region um Kelheim Kelten und Germanen, Römer und Bajuwaren, die hier ihre Spuren hinterlassen haben.

Kelheim liegt am Ausgang des Donaudurchbruchs unterhalb des Michelsberges an der Mündung der Altmühl in die Donau. Zahlreiche Cafes und Freisitze auf dem Ludwigsplatz zu einer regenerativen Pause.

Bild oben: Schleiferturm (1474–1486) in Kelheim nahe des Hafengeländes. Fälschlicherweise wird er auch als Römerturm bezeichnet da beim Bau Quader verwendet wurden die antiken Steinen ähneln, welche aus dem Bergfried des im Übrigen geschleiften Schlosses der Wittelsbacher stammen. Von der Bahnhofstraße wird links in die Donaustraße eingebogen und das Donautor (13. Jhrd.) durchquert auf dessen Nordseite sich das Kelheimer Stadtwappen befindet.
In unmittelbarer Nähe zur Schiffsanlegestelle befindet sich das Donautor aus dem 13. Jahrhundert, das auf seiner Nordseite das erste Stadtwappen mit dem Stadttor und den bayerischen Wecken trägt und die Einfahrt in die Altstadt ermöglicht. Ab dem 15. Jahrhundert war das Donautor Sitz der Pflasterzolleinnahme, wo jedes Fuhrwerk für den Zutritt in die Stadt seinen Zoll hier bezahlen hatte. Die zwei steinernden Löwen wurden 1913 angebracht, welche aus dem ehemaligen Wittelsbacher Schloss stammen.

Bild oben: der Ludwigsplatz ist häufig Schauplatz von Festivitäten und Sportveranstaltungen wie beispielsweise das populäre Race24. Selbst die Deutschland-Tour gastierte bereits in Kelheim.
Die Donaustraße geht ab dem Ludwigplatz ansatzlos in die Altmühlstraße über. Kurz darauf wird das Altmühltor (13. Jhrd.) durchquert, auf dessen Südseite sich das Kelheimer Stadtwappen befindet.

Am Ende der Altmühlstraße befindet sich das Altmühltor, welches wie das Donautor Mitte des 13. Jh. errichtet wurde. Auf dessen Südseite ist das Kelheimer Stadtwappen abgebildet, wie es im Zeitraum von 1410 bis 1809 verwendet wurde. In seiner unteren Hälfte trägt das Wappen Rebenzweige mit blauen Weintrauben, da Kelheim im Spätmittelalter als eines der wichtigsten Anbaugebiete des Baierweins galt, bevor der Anbau aufgrund des Dreißigjährigen Krieges zum Erliegen kam.

Direkt vor der Auffahrt zur Rad- und Fußgängerbrücke zeigt ein Wegweisungsschild zahlreiche Radwegeverbindungen an. Deutscher Limes-Radweg, Donau-Radweg, Fünf-Flüsse-Radweg und der Fernradweg München-Regensburg-Prag teilen sich zwischen Kelheim und Regensburg dieselbe Wegstrecke (38 km).

Von der Fußgänger- und Radlerbrücke ist die Befreiungshalle auf dem Michelsberg sowie die Altmühl gut zu sehen. Anfangs radelt man auf einem Flussdamm entlang des Altmühlkanals.
Der Main-Donau-Kanal bildet seit 1992 eine durchgehende Wasserstraße von der Nordsee über den Rhein und Main ins Schwarze Meer.
Kelheim, ist nicht nur für Radfahrer eine wichtige Radweg-Drehscheibe, sondern die Stadt im Fluss ist auch Dreh- und Angelpunkt für Schiffsfahrten im Altmühltal und Donautal. Auf dem Main–Donau–Kanal verkehren Passagierschiffe zur Drei-Burgen Stadt Riedenburg.
Nach der Kanalüberquerung wird für kurze Zeit entlang der Altmühl geradelt und Kurs auf das Etappen-Endziel Regensburg genommen.

Man muss wirklich hoch konzentriert sein und schon sehr genau hinsehen, um kurz vor Kelheimwinzer den Mündungspunkt der Altmühl in die Donau nicht zu übersehen. Dem Zufall sei Dank: obiger Schnappschuß konnte just jenen Augenblick einfangen, als zufällig ein Passagierschiff auf der Donau ins Bild fuhr. Zur Erläuterung: die Donau ist erst ab dem Kelheimer Hafen Richtung Regensburg schiffbar - flussaufwärts nach Weltenburg bedarf es hingegen eine Sondergenehmigung. Bis zur nächsten Donauüberquerung in Poikam wird linksseitig der Donau geradelt.

Besonders an Schönwetter-Wochenenden bzw. in den Sommerschulferien herrscht auf dem Donau-Radweg - respektive Deutscher Limes Radweg - reger Radausflugsverkehr.

Entlang der Donau-Auen sind am gegenüberliegenden Ufer wuchtige Felsformationen zu sehen.Die Donau - umsäumt von mondänen Jurafelsen - bietet eine herrliche Landschaftskulisse. Rückblick: Die Donau zählt zu den ältesten und bedeutendsten europäischen Handelsrouten. Bereits in frühgeschichtlicher Zeit diente sie als Transportweg für Handelswaren aller Art die meist noch mit Flößen auf dem Fluss transportiert wurden. Die Schifffahrt reicht sogar bis in die Römerzeit zurück.

Vom fein geschotterten Kiesweg mündet man in die Straße nach Kapflberg ein. Der Ortsname Kapfelberg leitet sich von "herausragender Berg" ab, da die pittoreske Lage - auf einer Anhöhe über der Donau im Mittelalter ideale Voraussetzungen zur Anlage einer Befestigung bot.
Die Geschichte des Ortes Kapfelberg ist untrennbar mit dem Abbau von Steinen, der bis zur Römerzeit zurück reicht verbunden. Aus dem sogeanannten „Römerbruch“ wurden seit dem 1. / 2. Jahrhundert n. Chr. bis 1831 sowohl Kalk- als auch Grünsandstein-Hausteine aus dem Boden gefördert. Der „Kapfelberger Stein“ wurde auf dem Wasserweg nach Regensburg zum Bau des Römerlagers Castra Regina, sowie zum Bau der Steinernen Brücke in der Zeit von 1135 bis 1146 und des Doms zu Regensburg sowie weiter nach Passau bzw. Wien zum Bau des Stephansdoms verwendet.

Der Deutsche-Limes-Radweg zweigt in Poikam gemeinsam mit dem Donau-Radweg und Fernradweg München-Regensburg-Prag rechts ab und führt danach über das Donauwehr weiter nach Bad Abbach.
Bad Abbach
Die Marktgemeinde und Kurort Bad Abbach im Landkreis Kelhheim hat 12.545 Einwohner (31. Dez. 2024). Im Flurstück Ziegelfeld befand sich in der Römerzeit von ca. 180 n. Chr. bis zur Spätantike die Legio III Italica (Militärziegelei).
In unmittelbarer Nähe befindet sich das Ausgrabungsareal eines römischen Gutshofes (Villa Rustica) mit Herrenhaus, Nebengebäuden und Badeanlage die wohl aus der mittleren römischen Kaiserzeit stammen. Die Grundmauern wurden bei Ausgrabungen in den Achziger Jahren entdeckt.

Am Ortsausgang von Bad Abbach wird die Charbonnières-les-Bains-Brücke passiert, die für Radfahrer eine wichtige Achsenverbindung herstellt. Auf der Charbonnières-les-Bains-Brücke, die seit ihrer Erbauung 1988 den Namen der französischen Partnergemeinde von Bad Abbach trägt, genießt man eine schöne Aussicht. So stechen die Wahrzeichen des Kurortes Bad Abbach, die auf dem Schlossberg im neugotischen Stil des 19. Jahrhunderts erbaute Pfarrkirche St. Nikolaus sowie der aus dem frühen 13. Jahrhundert stammenden Heinrichsturm ins Auge.
Die Römer lassen grüßen, denn die Kaiser-Therme - ein Schwefel-Moorbad samt großzügiger Saunalandschaft - lockt zu einer Entspannungs-Auszeit. Belegt ist die Nutzung der Schwefelquellen aus der Zeit der Römer, die den hiesigen Donauraum um 15 v. Chr. besiedelten.
Möchte man Oberndorf verkehrsfrei umfahren, kann am Ortsbeginn links auf den geschotterten Donaudamm abzweigen. Am Ortsende von Oberndorf setzt sich der Radweg nach Matting fort.

Foto: Kurz hinter Oberndorf setzt sich linksseitig der Straße ein verkehrsfreier Radweg nach Matting fort. Am oberen rechten Bildrand ist das Landkreisschild Regensburg zu sehen. Die Stelle markiert den geographischen Schnittpunkt der Landkreisgrenze Kelheim / Regensburg als auch die Bezirksgrenze von Niederbayern und der Oberpfalz.

In Matting gibt es einen feinsandigen Donaustrand.
Matting steht bei Genuss- und Familienradler aus der Peripherie von Regensburg ganz hoch im Kurs. Zum einen weil die Strecke entlang der Donau flach ist, zum anderen säumen Traditionsbiergärten den Wegesrand. Dazu ermöglicht die Gierseilfähre einen Uferwechsel, wo ein Schotterweg nach Sinzing bzw. via Sinzinger Eisenbahnbrücke wieder auf den Donau-Radweg führt.

Ab der Donaufähre-Anlegestelle radelt man einige hundert Meter auf der Dorftraße "An der Donau". Auch wenn so gut wie kein Autoverkehr herrscht ist dennoch Vorsicht geboten.
Im Regensburger Ortsteil Prüfening wird die Sinzinger Eisenbahnbrücke unterquert. Die vorstädtische Bebauung zeigt die Stadtgrenze von Regensburg an.
Abzweigepunkt nach Sinzing zum Startpunkt des Schwarze Laber Radweg (95 km nach Neumarkt i.d.Opf.).
Vorbei an der Fähre Prüfening dass wobei der Radweg großflächige Parkanlagen quert und den Westbadweiher passiert.

Die Vielzahl der Radweg-Hinweiser deutet unverkennbar darauf hin, welch bedeutsame Radwege-Drehscheibe dieser Streckenpunkt unweit der Eisenbahnbrücke Großprüfening vor den Toren Regensburgs wiederspiegelt.
Donauradweg
In Deutschland ist der Donauradweg durchgängig mit dem einheitlichen "Deutsche Donau"-Signet gekennzeichnet, das sich eingehängt in den Ziel- und Pfeilwegweisern befindet. Der Startpunkt des Donau-Radwegs liegt bei der vom römischen Kaiser Tiberius als "Ursprung der Donau" bezeichnete Quelle im Fürstenbergischen Park der Stadt Donaueschingen in Baden-Württemberg (Schwarzwald). Die Streckendistanz beträgt bis Passau (Rathausplatz) 589 Kilometer, wobei ein Gutteil auf den bayerischen Streckenabschnitt (Schwaben, Oberbayern, Oberpfalz, Niederbayern) entfällt.
Der populäre Donauradweg ist seit 2017 laut ADFC-Klassifizierung mit 4-Sternen prämiert. Die Flussroute quer durch Süddeutschland genießt anhaltend hohe Beliebtheitswerte, was regelmäßige Spitzenränge in der ADFC-Radreiseanalyse belegen. Seit Jahren landet der Donauradweg dort in der TOP-TEN-Liste der beliebtesten Radrouten in Deutschland.
Flussaufwärts: Regensburg → Donaueschingen 438 km (die nördlichste Flussposition befindet sich im OT Winzer kurz vor Regensburg gegenüber der Nikolausstatue
Flüssabwärts: Regensburg → Passau 153 km. Die Verlängerung bis zur → Landesgrenze nahe des Kraftwerks Jochenstein beträgt 24 km.
Informationsschautafeln des Radfernweges Via Danubia erinnern an die römische Geschichte und Kultur, deren Zeugnisse unterwegs auf dem Donau-Radweg auftauchen (von lat. via – „Weg“; Danubius – „Donau“, nach der männlichen Flussgottheit Danuvius). Der "Via Danubia-Radweg" (Römerschätze, historische Denkmäler, archäologische Zeugnisse) beginnt im Kurort Bad Gögging und führt über Regensburg (52 km) nach Passau (164 km).

Der Donaupark - mitunter auch Westpark genannt - befindet sich im Westenviertel von Regensburg und ist mit 65 Hektar die größte Parkanlage der Stadt. In Folge reihen sich zahlreiche Spielplätze, Skateanlagen, Sportanlagen (zwei Ruder-Clubs, Tennisplätze) und sandige Badebuchten entlang der Donau auf. Überdies säumen mehrere Kunstobjekte diesen Streckenabschnitt. Die Grünanlage ist das größte innerstädtische Naherholungsgebiet Regensburgs.

Der Donau-Radweg fungiert für Ausflügler wie für Fernradler als Ein- oder Ausfallstor zur/von der Domstadt. Ab der Schillerwiese steht eine stark verbreiterte Fahrbahn zur Verfügung was jedoch angesichts der hohen Dichte an dem "Freizeitverkehr" auch nötig ist.
Im Folgeverlauf wird der Baggersee sowie »das Stadtwerk.Westbad« passiert. Der Regensburger Baggersee nahe der Westheimsiedlung im Westenviertel - mitunter auch Baggerweiher oder Westbadweiher genannt - ist der größte See (Grundwassersee) innerhalb des Stadtgebiets.

Die Schillerwiese ist eine Parkanlage entlang der Donau im Westenviertel innerhalb des Stadtgebiets von Regensburg. Sie liegt im Donaubogen am nördlichsten Punkt der Donau auf einer Höhe von ca. 335 m ü. NN. und zieht sich über mehre Kilometer hin. Der langgezogene Naherholungsbereich ist bei der Stadtbevölkerung sehr beliebt. Entsprechend hoch ist die Radfahrerdichte in diesem Abschnitt. Einerseits tummeln sich Naherholungssuchende, Freizeitsportler und Ausflügler hier, andererseits dient der Donau-Radweg Fern- Transit- und Tourenradlern sowohl vom Stadtosten als auch von Westen her als ausgeschilderte Hauptachse durch das pulsierende Altstadtherz.

Im Rahmen der Umgestaltung der Schillerwiese am nördlichsten Punkt der Donau gewann Ludwig „Wigg“ Bäuml einen Kunstwettbewerb. Dessen symbolisch angedeutete Schiff samt angrenzender Weinlaube befindet sich kurz vor dem Pfaffensteiner Wehr. Das Objekt steht in engem Bezug zum Schifffahrtsweg der Donau und dem gegenüberliegenden Weinanbaugebiet am südlichen Hang der Winzerer Höhen, auf dessen Höhenkante die »Ratisbona-Panoramatour« verläuft.
Das Kunstdenkmal markiert den nördlichsten Punkt der Donau. Blickt man ans gegenübliegende Ufer ist die Statue des Heiligen St. Nikolaus - Schutzpatron der Seefahrer und Kaufleute, Schiffer und Fischer - zu erkennen, die ebenfalls die nördlichste Flussposition mariert.
Regensburg - Zweifache UNESCO Welterbestadt
Einst blühende Handelsmetropole und politisches Zentrum des Heiligen Römischen Reiches, gilt Regensburg heute deutschlandweit als am besten erhaltene mittelalterliche Großstadt. Seit 2006 ist Regensburg mit 'Altstadt und Stadtamhof' UNESCO-Welterbe. Im Jahr 2021 kam mit dem Donaulimes - UNESCO-Welterbestätte "Grenzen des römischen Reichs" - ein zweiter renommierter Titel hinzu, was die außergewöhnliche kulturhistorische Bedeutung der Stadt belegt. Tatsächlich können sich nur wenige Städte weltweit gleich mit zwei UNESCO-Welterbetiteln schmücken.
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| © Filmograph |
Der römische Kaiser Mark Aurel gründet im Jahr 179 n. Chr. einen befestigten Truppenstützpunkt am Mündungspunkt des Seitenflusses Regen in die Donau - Castra Regina, die „Festung am Regen“ oder eben Regensburg. Genaugenommen waren die Römer schon hundert Jahre vorher im Vorort Kumpfmühl da, das jedoch erst später Teil der Stadt wurde. Als der kleine Militärstützpunkt von feindlichen Germanen zerstört wurde, stockten die Römer massiv ihre Truppen mit einem grösseren Stützpunkt auf: „Castra Regina“. Seit 2021 ist das Kumpfmühler Kastell und Vicus (heute nicht mehr sichtbar) als Teil des Donaulimes UNESCO-Welterbe.
In Regensburg befand sich das einzige Legionslager der Provinz Raetien (2. - 5. Jh. n. Chr.). Von den gewaltigen Toren blieben Teile des Nordtores zur Donau, der Porta Praetoria (Haupttor) - eingebunden in die Nordfassade des Bischofshofs - bis heute erhalten. Von dem 24,5 ha großen Lager gehören die Porta Praetoria, Teilstücke der ehemals rund 6 m hohen Lagermauer sowie Reste von Mannschaftsbaracken unter dem Niedermünster zum Teil des Welterbes. Flächen im Westen beim Velodrom und im Osten um die Königliche Villa repräsentieren zudem die Zivilsiedlung (canabae legionis) des Lagers. Manche Denkmäler befinden sich teilweise unter der Erde, wie beispielsweise das sog. Große Gräberfeld, auf dem ab dem späten 2. Jh. n. Chr. bis ins frühe Mittelalter hinein bestattet wurde und mehr als 7000 Gräber geborgen wurden (Weltkulturerbe). Des Weiteren sehenswert ist die römische Abteilung des Historischen Museums im ehemaligen Minoritenkloster, die Nordost- und Südostecke von Castra Regina sowie das document Legionslagermauer im Untergeschoß des Parkhauses am Dachauplatz (dort befindet sich auch das Historische Museum mit einer sehenswerten Römerabteilung) sowie die Ruine der vermutlich ältesten römischen Brauerei nördlich der Alpen (Schutzhaus am Kornweg), die zur Zivilsiedlung des Kleinkastells von Großprüfening gehörte.
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| © Der Filmograph |
Regensburg, einziger Legionsstandort der römischen Provinz Raetien mit dem Namen Castra Regina („Lager am Regen“) war einst das Hauptquartier der Legio III Italica. Das Legionslager des größten Garnisonsstandorts in Raetien wurde 179 n. Chr. im Auftrag von Kaiser Marc Aurel errichtet, worauf die Gründung der Stadt basiert.

Vom römischen Legionslager finden sich heute noch die Überreste der Schutzmauer des Lagers sowie der Porta Praetoria zur Donau hin. Von der Römermauer blieben in der Regensburger Altstadt größere Relikte an drei unterschiedlichen Standorten erhalten: Südost-Ecke am Ernst-Reuter-Platz, Nordost-Ecke am Hunnenplatz (gegenüber dem Museum "Haus der Bayerischen Geschichte" sowie das größte Mauerwerk auf der Ostseite im Parkhaus am Dachauplatz, wo sich die Informationszentrale für das aus den drei Teilbereichen bestehende „document Legionslagermauer“ befindet.

Für geschichtsinterssierte Menschen ist Regensburg eine wahre Fundgrube, eine Stadt voller Geschichte, lebendiger Traditionen und pulsierendem Leben. Es verbindet die Schönheit einer fast 2.000 jährigen Vergangenheit, die in verwinkelten Gassen, mittelalterichen Plätzen und Baudenkmälern in der Altstadt auf Schritt und Tritt spürbar ist. Einst einer der bedeutendsten Orte Europas - heute zweifaches UNESCO-Welterbe - zieht die Domstadt zahllose Besucher und Touristen aus aller Welt an.

Das älteste noch erhalten gebliebene römische Bauwerk Regensburgs ist die Porta Praetoria. Im Bild ist eine nachgebildete Inschrift zu sehen, die sich an der Außenmauer des ehemaligen Nordtors (Unter den Schwibbögen) befindet und auf das Gründungsdatum von Regensburg hinweist. Eine originale Inschrift aus der römischen Zeit, die das Kastell Castra Regina nachweislich bezeugt, stammt indes vom Osttor (Porta principalis dextra) die heute im Historischen Museum ausgestellt ist. Interessante Erkenntnis: die Donaustadt war in antiker Zeit ein Legionslager mit einer angrenzenden Zivilsiedlung. In der Spätantike schrumpfte die Lagerbesatzung, sodass die Zivilbevölkerung hinter schützenden Mauern genügend Platz fand. Es entstand eine befestigte Siedlung, währenddessen die ungeschützte Zivilsiedlung außerhalb den Toren der Stadt unterging. Somit ist das mittelalterliche Regensburg nicht aus der Zivilsiedlung sondern vielmehr aus dem Legionslager hervorgegangen.
Interview von Dr. Silvia Codreanu-Windauer, Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege (Externlink)
Heute zieht die sehenswerte Stadt scharenweise Touristen aus aller Welt an. Demnach verzeichnete Regensburg 2024 mit 1,365 Millionen Übernachtungen einen neuen Rekord. Die Altstadt - deren Fußgängerzonen für den Radverkehr weitestgehend geöffnet sind - spiegelt eine ereignisreiche Geschichte wider. Sie strotzt nur so von prachtvollen Sakralbauten, herrschaftlichen Patrizierhäusern und wuchtigen Geschlechtertürmen. Dazu die Wahrzeichen der Stadt: der gotische Dom St. Peter und die Steinerne Brücke, die jeden Betrachter ins Staunen versetzen. Dank der Monumentalbauten sowie ca. 1.000 denkmalgeschützten Gebäuden wurde das Ensemble 'Altstadt Regensburg mit Stadtamhof' am 13. Juli 2006 als Welterbestätte aufgenommen. Auch wenn die Spuren der römerzeitlichen Bebauung zumeist unter der Erde liegen, blieben teils restaurierte Relikte wie die Umwehrung des Legionslagers sowie das größte erhaltene Bauwerk der Römerzeit in Bayern - die Porta Praetoria - der Nachwelt im guten Zustand erhalten. Ein Streifzug durch die 2.000- jährige Geschichte Regensburgs durch verwinkelte und geheimnisvolle Gassen versprüht eine Aura, deren einzigartiger Charme zu begeistern vermag.

Der verkehrsfreie Radweg endet an der Einmündung in die Holzländestraße, die zwischenzeitlich zur Fahrradstraße umgewidmet wurde.
Der Donau-Radweg ist im Stadtbereich keine durchgängig verkehrsbefreite Radroute. Ab der Holzländestraße (hier endet die verkehrsfreie Trassenführung des Donau-Radwegs) → Am Weinmarkt → Keplerstraße → Fischmarkt → Goldene-Bären-Straße → zur Steinernen Brücke ist wegen des Straßenverkehrs erhöhte Vorsicht geboten.
Am Ende der Holzländestraße endet zugleich die Fahrradstraße. Verkehr vom Weißgerbergraben (rechts) bzw. entgegen kommender Abbiegeverkehr" sind vorfahrtsberechtigt. Nachdem die Altstadt an der Steinernen Brücke erreicht ist, heißt es wehmütig vom »Limes-Radweg« Abschied nehmen.

Foto: einzigartig das Relikt einer gut erhaltenen Römermauer, die sich längs durch ein Parkhauses zieht
Von der Mauer des römischen Legionslagers in der Regensburger Altstadt blieben drei Stellen erhalten: Südost-Ecke am Ernst-Reuter-Platz, Nordost-Ecke am Hunnenplatz sowie ein langgezogenes Teilstück im Parkhaus am Dachauplatz, wo sich zugleich auch die Informationszentrale für die für alle drei Teilbereiche bestehende „document Legionslagermauer“ befindet (Videobeitrag). Bei Bauarbeiten des Parkhauses stieß man glücklicherweise auf die Legionslagermauer - die sich prakischerweise gegenüber des Stadtmuseums befindet. Das Document ist frei zugänglich und kostet keinen Eintritt.
Streckenabschnitt Regensburg - Passau (152 km)
Ab Regensburg verläuft die Strecke durch die flache Gäubodenebene nach Straubing, bevor die Städte Deggendorf und Vilshofen bis zur Dreiflüssestadt Passau passiert werden.
Der Deutsche Limes- Radweg verläuft bis auf eine einzige Ausnahme von Regensburg nach Passau auf dem Donau-Radweg. Die Limesroute zweigt zwischen der Gemeinde Niederalteich und Winzer im Landkreis Deggendorf (Donauquerung über eine Straßenbrücke) von dem Flussradweg rechts ab. Die Strecke verläuft über Künzing (Museum Quintana) und vereinigt sich nach 18 km am gegenüberliegenden Donauufer in Vilshofen im Landkreis Passau wieder mit dem Donau-Radweg.
Gäubodenstadt Straubing
Auch die niederbayerische Stadt Straubing blickt auf eine ereignisreiche Vergangenheit zurück, deren Historie über 7.000 Jahre zurückreicht. Zuerst ließen sich die Kelten nieder, später waren es die Römer, die wegen der strategischen Lage von dort ihr Reich gegen die Germanen beschützten. Bekennende Römerfans kommen am Besuch des Gäubodenmuseum im Stadtzentrum von Straubing nicht vorbei, zumal in lichtgeschützten Räumen ein Sensationsfund - der weltbekannte Römerschatz - schlummert. Die Gäuboden-Metropole, ein fruchtbarer Landstrich entlang der Donau ist auch eine Wiege der Bajuwaren, dazu war Straubing Herzogstadt und kurfürstliche Stadt.

Bild: Gäubodenmuseum Straubing (Niederbayern). Weltbekannt ist der ausgestellte Römerschatz, der 1950 in Straubing-Alburg ausgegraben wurde. Er stellt einen der bedeutendsten römischen Funde Deutschlands dar und beinhaltet Helme, Roßstirnen, Statuetten, Werkzeuge, Waffen sowie prunkvolle Paraderüstungen aus der Zeit der Alemanneneinfälle.
Sorviodurum
Die Kastelle von Straubing, dem antiken Sorviodurum, bezeichnet den römischen Garnisonsort der niederbayerischen Stadt Straubing. Funde lassen erahnen, dass im 1. Jahrhundert n. Chr. auf dem Kirchhügel von St. Peter ein kleines Truppenlager zur Verkehrsüberwachung lag. Um die Mitte des 2. Jahrhunderts n. Chr. war Straubing mit 1.500 Soldaten mit der stärkste Garnisonsort in Raetien. Als in den Markomannenkriegen (167-180 n. Chr.) das Westkastell zerstört wurde, ließen sich die Soldaten in Regensburg nieder (legio III Italica).
Eine spektakuläre Hauptattraktion am Donaulimes ist der 1950 entdeckte Römerschatz, der Besucher des Gäubodenmuseums in Straubing in den Bann zieht. Die Sammlung besteht aus antiken, aufwendig verzierten Masken, Schmuckstücken, Statuetten, Werkzeuge und Waffen, aber auch Gebrauchsgegenständen die als einer der bedeutendsten römischen Funde in Deutschland gelten.

Besonders eindrucksvoll sind prachtvolle Paraderüstungen, die vermutlich im dritten Jahrhundert nach Christus vergraben wurden. Das Gäubodenmuseum liegt nur 100 Meter vom Stadtplatz Straubing entfernt, währenddesen sich der Kastellort »Sorviodurum« - so der römische Name von Straubing - etwa 3 km außerhalb des Stadtzentrum befindet (über Radweg erreichbar).
Römerpark
Der neu gestaltete Römerpark informiert über die römische Vergangenheit. Seine Fläche einschließlich dem spätrömischen Kastell unter St. Peter sind als UNESCO-Welterbe „Donaulimes“ vorgeschlagen.

Die Stadt Straubing hatte das unsägliche Glück, daß das Zentrum ihrer römischen Besiedlung nicht überbaut wurde. Das rund 3,5 ha große Areal des Kastells der 1. Canathenerkohorte sowie Teile des südlich anschließenden Lagerdorfs wurden im Römerpark »Sorviodurum« - so der römische Name von Straubing - eingerichtet und sind der breiten Öffentlichkeit jederzeit zugänglich.
Deggendorf

Die Kreis- und Hochschulstadt Deggendorf mit 35.044 Einwohnern (31. Dez. 2024) wird aufgrund ihrer besonderen Lage im Donautal, gegenüber der Mündung der Isar in die Donau sowie am Fuße des Bayerischen Waldes gelegen gern auch als Donaustadt und „Tor zum Bayerischen Wald“ bezeichnet. Eine Stippvisite auf dem Stadtplatz mit zahlreichen Lokalen, Eisdielen und Gastro-Sitzplätze unter freiem Himmel ladet geradewegs zu einem Päuschen ein.

Das Alte Rathaus mit dem gotischen Turm wurde 1535 erbaut und ist eines der Wahrzeichen Deggendorfs. Beachtenswert sind die am Treppengiebel angebrachten Steinplatten mit bayerischen Wappen und dem Stadtwappen aus der Erbauungszeit, sowie die Sohlbänke der Fenster mit verzierten Fabeltieren und Fratzenköpfen. Geschichtsträchtig sind auch die beiden, durch Ketten verbundenen Steinkugeln, die an der Südfassade hängen und entweder ein spätmittelalterliches Strafinstrument – die sog. Schandkugeln – oder als verbundene Kanonenkugeln ein Kriegsgerät darstellen. Die historische Türmerwohnung ist nicht frei zugänglich, aber – geschützt durch eine Sicherheitsglasscheibe – im Rahmen einer Stadtführung zu besichtigen.

Die Tourist Information befindet sich am Oberen Stadtplatz 1
Sehenswürdigkeiten: Trotz aller städtebaulichen Maßnahmen und ständiger Sanierungen ist der historische „birnenförmige“ Stadtgrundriss auch heute noch gut nachvollziehbar. Durchzogen von einem breiten Straßenmarkt erhebt sich in dessen Mitte das historische Alte Rathaus.

Die gotische Grabkirche „St. Peter und Paul“ stammt aus der Zeit zwischen 1338 und 1360. Der wuchtige Barockturm prägt das Stadtbild von Deggendorf.
Von Deggendorf bis zur Streckengabelung zwischen DLR und Donau-Radweg sind es 16 km bzw. nach Künzing weitere 8 km.
6 km nach Deggendorf radelt man in einer idyllischen Landschaft, linksseitig befindet sich ein etwa 600 m langer Badesee, rechtsseitig die Donau. Weitere Seen folgen.
In Niederalteich (Benediktinerabtei) kann man mit der Radlerfähre übersetzen und alternativ am gegenüberliegenden Donauufer Richtung Vilshofen (auch über Straßenbrücke vor der Ortschaft Winzer möglich) bzw. bis Sandbach radeln, oder auf den Isar – Radweg Richtung München wechseln. In Sandbach gibt es wiederum eine Fährverbindung auf die andere Flussseite, von wo der Donauradweg seine Fortsetzung findet. Urlaubsgäste die eine längere Zeit in dieser Ferienregion verweilen, können durch die angebotenen Fährverbindungen sowie Donaubrücken individuell unterschiedliche Routenalternativen planen.
Donaufähre »Altaha« Niederalteich

Montag, Dienstag, Mittwoch Kein Betrieb! Donnerstag, Freitag 10:00 - 18:00 Uhr, Samstag, Sonntag & Feiertage 09:00 - 18:00 Uhr

Die Fähre verkehrt generell nicht bei Hochwasser (aktueller Donaupegel) bei Niedrigwasser Störungsmeldungen und Einschränkungen finden Sie "hier"!

Radweg-Verzweigung: 6.2 km hinter Niederalteich - kurz vor der Gemeinde Winzer - zweigt der Deutsche Limes Radweg vom Donau-Radweg rechts ab. Nach Überquerung der Donau verläuft die Strecke via Künzing (rechtes Donauufer) nach Vilshofen. Dort erfolgt nach der Donauüberquerung auf der Marienbrücke der Lückenschluss nach 18 km mit dem Donau-Radweg.
Von Winzer aus kommend (LK DEG) wird bei Hofkirchen die Landkreisgrenze ins Passauer Land überquert. Durch Flintsbach hindurch folgt der Weg dem linken Donauufer nach Hofkirchen.
Künzing
Das Hilfstruppenkastell von Quintanis wurde um 90 n. Chr. errichtet und bot auf ca. 2 ha Grundfläche einer berittenen Kohorte mit etwa 500 Soldaten Platz. Zerstört wurde das Kastell um die Mitte des 3. Jahrhunderts durch über die Grenze einfallende Germanen. Hiervon zeugt eine Anzahl von Hortfunden, darunter ein mehr als 80 kg Waffenmaterial enthaltender Eisenhort, der im Museum Quintana ausgestellt ist. Ein spätantikes Kastell ist schriftlich überliefert und durch Funde belegt, aber seine baulichen Überreste bis heute nicht sicher lokalisiert. 1998 gelang in Künzing eine in Raetien bisher seltene Entdeckung. Am östlichen Rand des Lagerdorfes (vicus) kamen die Reste eines Mithrastempels zu Tage.
2003 konnte die Kreisarchäologie in der östlichen Zivilsiedlung ein ehemals in Holz errichtetes Amphitheater für etwa 600 Personen aufdecken. Der Bau wurde vielleicht im Zuge des Besuchs eines hohen Würdenträgers errichtet. Da es sich bei dem Amphitheater um eine reine Holzkonstruktion handelte, haben sich keinerlei oberirdisch sichtbaren Reste erhalten. Eine vereinfachte Holzkonstruktion zeigt dem Be- sucher die Dimensionen des einstigen Bauwerkes an. Mehr über das römische Künzing ist auf dem ausgeschilderten, ca. 1 km langen Themenweg „Römer” zu erfahren, der nahe des Museums beginnt.
Museum Quintana
Das Römermuseum Quintana (absolut sehenswert!) ist für zumindest für Geschichtsinteressierte ein wirkliches "Muss". Das Hilfstruppenkastell von Quintanis wurde um 90 n. Chr. errichtet und bot auf ca. 2 ha Grundfläche einer berittenen Kohorte mit etwa 500 Soldaten Platz. Zerstört wurde das Kastell um die Mitte des 3. Jahrhunderts durch über die Grenze einfallende Germanen. Hiervon zeugt eine Anzahl von Hortfunden, darunter ein mehr als 80 kg Waffenmaterial enthaltender Eisenhort, der im Museum Quintana ausgestellt ist. Ein spätantikes Kastell ist schriftlich überliefert und durch Funde belegt, aber seine baulichen Überreste bis heute nicht sicher lokalisiert. 1998 gelang in Künzing eine in Raetien bisher seltene Entdeckung. Am östlichen Rand des Lagerdorfes (vicus) kamen die Reste eines Mithrastempels zu Tage.
Wenngleich Limes-Rekonstruktionen aufgrund vager Forschungskenntnisse nicht zwangsläufig realitätsgetreu sein müssen, und mehr idealtypischen Vorstellungen denn hundertprozentiger Originalität entsprechen, so regen „künstlich“ geschaffene Nachbauten (z.B. Palisaden, Kastelltore, Limes-Wachtürme) dennoch ganz erheblich die Phantasie und das Vorstellungsvermögen über das 2.000 Jahre zurückliegende Vermächtnis des Römischen Reiches an. Solche Nachbauten sind jedenfalls immer ein willkommener Anlass vom Rad zu steigen und sich anhand aufgestgellter Schautafeln sich mit der Geschichte der Römer zu befassen. Um sein (Römer-) Wissen zu vertiefen, kommt an einem Besuch im Museum Quintana nicht vorbei.

So lohnt sich beispielsweise ein Besuch der ständig wechselnden Sonderausstellungen (Bild: »Gladiatoren - Superstars der Antike«, Deutschlands größte PLAYMOBIL-Sammlung, die sogar im Louvre in Paris ausgestellt war). Das Museum Quintana ist ein archäologisches und kunsthistorisches Museum in der niederbayerischen Gemeinde Künzing im Landkreis Deggendorf. Mit einem Rundgang begibt sich der Museumsbesucher von der Steinzeit, über die Römer- und Bajuwaren- Epoche auf eine 7.000 jährige Zeitreise, die detailreiche Blicke in die Vergangenheit erlaubt.
2003 konnte die Kreisarchäologie in der östlichen Zivilsiedlung ein ehemals in Holz errichtetes Amphitheater für etwa 600 Personen aufdecken. Der Bau wurde vielleicht im Zuge des Besuchs eines hohen Würdenträgers errichtet. Da es sich bei dem Amphitheater um eine reine Holzkonstruktion handelte, haben sich keinerlei oberirdisch sichtbaren Reste erhalten. Eine vereinfachte Holzkonstruktion zeigt dem Besucher die Dimensionen des einstigen Bauwerkes an. Mehr über das römische Künzing ist auf dem ausgeschilderten, ca. 1 km langen Themenweg „Römer” zu erfahren, der nahe des Museums beginnt.
Vilshofen

Vilshofen an der Donau ist mit 18.084 Einwohnern (31. Dez. 2024) die größte Stadt im Landkreis Passau. Zunächst wird die Marienbrücke überquert (außer man möchte ins Stadtzentrum) und am Ende des Brückenkopfs verläuft die Route rechts (Zusammenschluss mit dem Donau-Radweg) weiter Richtung Passau.

Vorbei am Flugplatzgelände nähert man sich 3 km später dem Markt Windorf, ein staatlich anerkannter Erholungsort, wo lauschige Biergärten zu einer gemütlichen Erfrischung einladen. Der Streckenabschnitt im Angesicht der südlichen Ausläufer des Bayerischen Waldes weist in der Gegend leichtere wellige Hügelpassagen auf.
Vilshofen an der Donau - Radwegeknotenpunkt von Fluss- Themen- und regionalen Radwegen

Am Schnittpunkt mit dem Donauradweg vis a vis der Marienbrücke (KM 161) - einzige Donaubrücke in Vilshofen - befindet sich bei Flusskilometer 2249,16 das Wahrzeichen des BierRadlWeges, das Biertor.

Wer sich für die geschichtsträchtigen Stätten rund ums Bierbrauen im Passauer Land interessiert, radelt 13 km zur Klosterbrauerei Aldersbach mit Schaubrauerei und legendärem Bräustüberl. In Aldersbach wird man nach der Durchfahrt eines weiteren Biertores (Bild) am Aretinplatz mit dem eindrucksvollen Ambiente des ehemaligen Zisterzienserklosters mit Brauerei und Marienkirche begrüßt. Die Einkehr im Bräustüberl mit Radlermaß und Brotzeit gehört zum standesgemäßen "Pflichtprogramm". Frisch gestärkt steht der Rückfahrt nach Vilshofen oder Weiterfahrt am Vilstalradweg bzw. Apfel-Radweg nichts im Wege. Bild: Radreisejournalist Uwe & Curd auf Recherche-Fahrt (Apfel-Radl-Weg), der fast einhundert Kilometer durch die malerische Natur des Donautals und Klosterwinkels durchs Passauer Land führt und zwischen Passau - Vilshofen (ebenso mit der 243 km langen Niederbayerntour) mit der hier beschriebenen »Radrundtour von der Donau zur Donau« einen identischen Streckenverlauf aufweist.
Zahlreiche Sehenswürdigkeiten der schönen Donaustadt (links über die Marienbrücke) mit ihrer 1200-jährigen Geschichte lohnen allemal eine Stippvisite. Dazu laden Cafes, Restaurants und Eisdielen zur Einkehr ein. Vilshofen lockt übrigens als zentraler Radwege-Knotenpunkt (Apfel-Radl-Weg, Wolfach-Radweg, Vilstal-Radweg, Deutscher Limes Radweg, Niederbayerntour) zahlreiche Genuss- und Tourenradler aus nah und fern an.

Bild: Abendstimmung auf dem Donau-Radweg

Bild: kurz nach Schalding l.d.Donau (KM 149) laden zwei lauschige Biergärten am Donauufer zu einer gemütlichen Erfrischung ein.
Nahe Besensandbach wird die Fährverbindung nach Sandbach passiert, worauf man nach 2 km den Markt Windorf (rund 4.800 Einwohner) im »Bayerischen Donautal & Klosterwinkel« erreicht.

Betriebszeiten der Donaufähre Sandbach

01. - 30. April 07:00 Uhr - 18:00 Uhr; 1. Mai - 30. September 07:00 Uhr - 19:00 Uhr; 1. - 30. Oktober 07:00 Uhr - 18:00 Uhr
Eingeschränkter Fährbetrieb bei Sturm, Hochwasser und starkem Nebel. Winterpause vom 01. November bis einschließlich 31. März
Dreiflüssestadt Passau

Die Dreiflüssestadt bietet drei Stätten fürs Welterbe auf (bereits ausgewiesene Bodendenkmäler): Altstadt – Kastell und Vicus der mittleren römischen Kaiserzeit sowie spätrömisches Kastell Batavis (heute rund um Kloster Niedernburg), Boiotro, ein spätrömisches Kastell, Siedlung des Spätneolithikums (Chamer Gruppe) und der späten Latènezeit sowie Buntmetallwerkstatt des hohen und späten Mittelalters und Haibach – Burgus (Wachturm) der späten römischen Kaiserzeit, Ziegelei des hohen Mittelalters sowie Siedlung der späten Latenezeit und der mittleren römischen Kaiserzeit.
Nachdem der Ortsteil Maierhof erreicht ist, steht wieder ein "Seitenwechsel" der Donauseite an.

Beim Flusskraftwerk Kachlet wird auf die rechte Donauseite gewechselt und radelt danach entlang des Donaukais stadteinwärts.
In der barocken Altstadt, welche von italienischen Meistern im 17. Jahrhundert geschaffen wurde und in deren Zentrum sich majestätisch der Dom St. Stephan mit der größten Domorgel der Welt erhebt paaren sich Charme, Schönheit, Geschichte und Kultur, Kunst und Erlebnis auf engstem Raum.
Das Römermuseum Kastell Boiotro befindet sich in einem spätmittelalterlichen Handwerkerhaus im Passauer Stadtteil Innstadt. Es ruht auf den Fundamenten des spätrömischen Kastells Boiotro, das die Römer um 280 n. Chr. erbauten. 375 n. Chr. wurde das Kastell vom Militär geräumt und verfiel.
Die Dreiflüssestadt Passau ist eine kreisfreie Universitätsstadt und liegt am Zusammenfluss der Donau, Inn und Ilz. Mit 53.039 Einwohnern (31. Dez. 2024) ist Passau - nach Landshut - die zweitgrößte Stadt des Regierungsbezirks Niederbayern. In Passau angekommen laden in der Altstadt viele Sehenswürdigkeiten und Restaurants zum Verweilen ein. Die Dreiflüssestadt Passau wartet mit etlichen kulturhistorischen Bauwerken wie z.B. Dom St. Stephan (weltgrößte Domorgel), Veste Oberhaus, Rathaus, viele Museen, Wallfahrtskirche Mariahilf und vieles mehr auf.

Das Stadtbild strahlt dank etlicher italienischer Baumeister ein südländisch anmutendes Flair aus. Die Stadt ist durch historische Bauten im Stil der Inn- und Salzachbauweise geprägt, weshalb sie häufig auch als das „Venedig Bayerns“ bezeichnet wird. Beiderseits der Flussufer erhebt sich eine bewaldete Naturlandschaft. Trohnend überragt wird die Stadt durch die Veste Oberhaus, deren erste nachweisbare Funde sich auf die Römerzeit um 80 n. Chr. zurück datieren lassen, als die Römer damals die Kelten ablösten. Bedeutend für Passau war das Jahr 739, als Bonifatius die Stadt zum ständigen Bischofssitz erklärte und die Bischöfe später die Regierungsgewalt übernahmen. Im Jahre 1217 wurde Passau Fürstbistum. Handel und Gewerbe blühten auf, und Dank der Schifffahrt erlangte die Stadt großen Reichtum. Kunst und Literatur waren in der Stadt immer zugegen. So entstand beispielsweise um 1203 die Fassung vom Nibelungenlied.

Drei Flüsse - Donau, Inn und Ilz - treffen aus drei Himmelsrichtungen am Dreiflüsseeck aufeinander und bieten ein faszinierendes Naturschauspiel. Am Fuß der Burganlage Niederhaus fließt zunächst, flussabwärts betrachtet, die Ilz von links in die Donau und kurz danach von rechts der Inn der Donau zu. Interessant ist das Farbenspiel, da jeder Fluß seine eigene charakterische Farbe (Grün, Blau und Schwarz) aufweist.
Das Römermuseum Kastell Boiotro befindet sich in einem spätmittelalterlichen Handwerkerhaus im Passauer Stadtteil Innstadt. Es ruht auf den Fundamenten des spätrömischen Kastells Boiotro, das die Römer um 280 n. Chr. erbauten. 375 n. Chr. wurde das Kastell vom Militär geräumt und verfiel.
Ab Passau: themenverwandter Römerradweg ins oberösterreichische Enns (242 km)
Kontaktdaten
Bayerisches Limes-Informationszentrum
Martin-Luther-Platz 3
91781 Weißenburg
Tel. 09141 - 907 - 189
Mail: museum@weissenburg.de
(Römer-) Museen
Römisches Museum für Kur- und Badewesen
Trajansstraße 8
93333 Bad Gögging
Telefon 09445 - 95750
E-Mail: tourismus@bad-goegging.de
Web: Römermuseum
Archäologisches Museum Kelheim
Ludwigsplatz 16
93309 Kelheim
Tel.: 09441 - 701-0
E-Mail: info@kelheim.de
Historisches Museum
Dachauplatz 2 - 4
93047 Regensburg
Tel.: 0941 - 507 24 48
Mail: museen_der_stadt@regensburg.de
Web: Historisches Museum
Gäubodenmuseum Straubing
Fraunhoferstraße 23
94315 Straubing
Tel.: 09421/94463222
Museum Quintana
Osterhofener Straße 2
94550 Künzing
Tel.: 08549/973112
RömerMuseum Kastell Boiotro
Lederergasse 43 — 45
94032 Passau
Tel.: 0851/34769



