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»Ratisbona-Panoramatour« - City-Flair & Naturerlebnis im Doppelpack
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| ©Der Filmograph |
Ratisbona-Panoramatour
Streckendaten
Rundkurs
Ausgangspunkt: Regensburg (Stadtamhof) (Meereshöhe: 335 m)
Endpunkt: Regensburg (Stadtamhof)
Streckenlänge: 30 km
Höhenmeter: 376 hm (empfohlene Fahrtrichtung)
Eckdaten
- Start- Ziel: Stadtamhof
- Streckenlänge: 30 km
- Höhenmeter: 376
- Höchster Streckenpunkt: 456 m.ü.N. (Tremmelhauserhöhe)
- Niedrigster Streckenpunkt: 333 m.ü.N. (Stadtamhof)
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Start Stadtamhof → Pylonentor → Am Protzenweiher → Wehrbrücke → Schelmengraben → Dreifaltigkeitsberg → Winzerer Höhen → Tremmelhausen → Schwetzendorf → Reifenthal → Adlersberg → Hummelberg → Mariaort → Radbrücke (Naab) → Wallfahrtskirche → Radbrücke Sinzing (Donau) → Donau-Radweg → Schillerwiese → Pfaffensteiner Wehr → Holzländestraße → Am Weinmarkt → Keplerstraße → Fischmarkt → Goldene-Bären-Straße → Brückturm (Besucherzentrum Welterbe Regensburg → Steinerne Brücke → Ziel Stadtamhof
- Streckencharakteristik: Radwege, Feld- und Schotterwege, rund 85% verkehrsfrei
- Unasphaltiert Streckenabschnitte (41 %): Winzerer Höhe - Tremmelhauserhöhe (KM 4.0 - KM 9.0); nahe Hummelberg (KM 17.3 - KM 18.9); Donau-Radweg (KM 23.0 - KM 26.0)
- Lage: Regensburg und Landkreis (Gemeinden Lappersorf, Pettendorf, Sinzing)
- Radgattungsempfehlung: Touren- Trekkingbike, Mountainbike, E-Bike, Gravelbike
- Fahrzeit Genussradlertempo: rund 3 Std. (zzgl. Pausen/Einkehr); Sportliches Tempo rund 1½ Std. (nonstopp)
Wer Regensburgs Peripherie vom Sattel-Logenplatz aus erkunden möchte, trifft mit der »Ratisbona-Panoramatour« sprichwörtlich ins Schwarze. Die Rundtour umkreist die Stadt - teils auf gut 100 Meter höher gelegenen Panoramawegen - in einer 180° Grad gekrümmten Bogenform. Bayerns viergrößte Stadt aus verschiedenen Blickwinkeln in Vogelperspektive zu betrachten und dabei einzigartige Natur- und Kulturjuwelen zu entdecken machen den Reiz dieser Genussroute aus. Da sich die körperliche Anstrengung im sanfthügeligen Gelände in Grenzen hält und die Strecke mit gängigen Tourenrädern bzw. Gravelbikes befahrbar ist, kann man das Naturerlebnis in vollen Zügen auskosten. Die Rundtour ist zu 41% unasphaltiert und rund 85% autofrei weswegen sie sich für Genussradler, E-Biker aber auch sportlich orientierten Gravelbiker sehr gut eignet.
Streckengrafik
Bewegen sie ihren Cursor auf dem Höhenprofil, wird interaktiv oben auf der Streckengraphik die geographische Position eingeblendet.
Regensburg ist zweifaches UNESCO-Welterbe, Regensburg ist lebendige Geschichte, Regensburg ist Lifestyle und Regensburg ist Hotspot für Radtouristen aus Nah und Fern. Eine Vielzahl historischer Bauwerke zeugen von einer ereignisreichen Geschichte. 565 Jahre lang war Regensburg Freie Reichsstadt, blühende Handelsmetropole und bis zur Abtretung an das Königreich Bayern im Jahr 1810 politisches Zentrum des Heiligen Römischen Reiches. Dass Ratisbona (entlehnt aus der ursprünglich römischen Bezeichnung Castra Regina) 1050 n.Chr. mit ca. 40.000 Einwohnern die größte Stadt im Heiligen Römischen Reich - sogar größer als die Hauptstadt Rom (ca. 35.000), Mainz (ca. 30.000) oder Köln (ca. 21.000) - war, ist eine von vielen Überraschungen, mit der die altehrwürdige Stadt aufwartet. 2000 Jahre Geschichte, die Wahrzeichen des gotischen Doms St. Peter und Steinerne Brücke, mehr als 1.000 historische Denkmäler und zweifaches UNESCO Weltkulturerbe - die Donaumetropole mit ihrem faszinierenden Altstadt-Ensemble kommt buchstäblich einem "aufgeschlagenen Geschichtsbuch" gleich. Einheimische wie Touristen schwärmen unisono von Regensburg als einer der bewundernswertesten Städte dieser Welt. Und wenn wir schon beim Thema Überraschungen sind: wer hätte gedacht, dass das Regensburger Umland ein bezauberndes Naturidyill ausbreitet, das Radfahrer magisch anzieht und sie zu begeistern vermag? Doch eins nach dem anderen. Lenken wir zunächst den Blick auf die geschichtsträchtigen Ereignisse, bevor die spannende Erkundung per Velo beginnt.
Statt am Hoff - Das bairische Tor zu Regensburg

Hinweis: Veröffentlichung fotografierter Exponate mit freundlicher Genehmigung vom 'Haus der Bayerischen Geschichte' (Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst)
Die älteste Urkunde nennt 981 ein Landgut Scierstadt „im Nordgau im Bereich der Vorstadt Regensburg“. Ein ursprünglicher Siedlungskern für die heute Stadtamhof genannte Ortschaft wird erstmals 1050 urkundlich erwähnt.
Nachdem Regensburg 1245 zur Freien Reichsstadt erklärt wurde, befand sich am nördlichen Brückenkopf beim Spital-Gelände die Staatsgrenze zwischen der Stadt und dem Herzogtum Bayern (später Kurfürstentum). Die erlangte Reichsfreiheit beschwor gegenüber dem bayerischen Stadtamhof eine jahrhundertelange politische und wirtschaftliche Fede herauf, die sich teilweise in kriegerischen Auseinandersetzungen entlud. Zwei Konfessionen, verschiedene Kalender, Streit ums Salz und andere Handelsgüter barg Konfliktstoff, der für Spannung und Zwietracht sorgte.
1322 erließ Kaiser Ludwig der Bayer den Bewohnern von Stadtamhof für ein Jahr alle Steuern, damit der Ort erstmals mit einer Stadtmauer befestigt werden konnte. Die Maßnahme richtete sich auch gegen die Freie Reichsstadt Regensburg, weil der Ort am strategisch wichtigen nördlichen Ende der Steinernen Brücke lag und seitens der Freien Reichsstadt seit jeher Versuche gab, den kleinen Vorort einzuverleiben. 50 Jahre später ließ Regensburg im Städtekrieg 1387–1389 Stadtamhof völlig zerstören, um die Festsetzung potentieller Feinden zu unterbinden.
Während Regensburg 565 Jahre lang Freie Reichsstadt war, blieb 'Stat am Hoff' - bis auf die Zeit der Verpfändung an die Stadt (1409-1486) -ununterbrochen im Herzogtum bzw. Kurfürstentum Bayern eingegliedert.
Als Stadtamhof 1496 von Herzog Albrecht IV. von Bayern Stadtrechte zugesprochen bekam, blieb das Spitalgelände wie eine Enklave gleichwohl weiterhin Teil der Freien Reichsstadt Regensburg. Das konkurierende Verhältnis der Nachbarstädte trieb mitunter sonderbare Auswüchse. So stand Regensburger Bürgern von der Steinernen Brücke aus ein eigenständiger Zugang auf's Spitalgelände zur Verfügung, um unter keinen Umständen Bayerischen Boden betreten zu müssen. Andererseits war es den Bürgern von Stadtamhof nicht gestattet, das im Spital gebraute Bier zu kaufen.
1640 wurde der Andreasstadel in Stadtamhof im Auftrag des Bayerischen Herzogs Maximilian I. als Kurbairisches Salzlagerhaus und Umschlagplatz in Konkurrenz zum Reichsstädtischen Salzstadel (1616 - 1620) erbaut, was exemplarisch die Rivalität beider Städte unterstrich. Gegenüber der Reichsstadt Regensburg, die die Erlaubnis des Salzhandels 1614 wieder zurück erworben hatte, war es eine wirtschaftspolitische Machtdemonstration.
23. April 1809: Schlacht bei Regensburg - Beschuss und nahezu vollständige Zerstörung der bayerischen Kleinstadt Stadtamhof (Österreichisch-Französischer Krieg). Österreichische Artillerie – stationiert auf dem Dreifaltigkeitsberg – beschoss die französischen Verfolger und zerstörte nahezu den gesamten Baubestand von Stadtamhof. Auch der Schwarze Turm am nördlichen Brückenkopf (heutige Basargebäude) wurde so stark beschädigt, dass er samt allen zugehörigen Wehranlagen 1810 abgerissen wurde. Als das Heilige Römische Reich aufgelöst und Regensburg am 23. Mai 1810 offiziell Teil des Königreichs Bayern wurde, war gleichzeitig die Jahrhunderte andauernde Rivalität beider Städte besiegelt.
Ab dem frühen 19. Jahrhundert setzte sich die heutige Schreibweise 'Stadtamhof' durch
1. April 1924: Eingemeindung der ehemals selbständigen, herzoglich- bzw. kurfürstlich-bayerischen Stadt zu Regensburg
Anfang 20. Jahrhundert: Stadtamhof war Umsteigepunkt zwischen der Regensburger Straßenbahn - die einst über die Steinerne Brücke fuhr - und dem Walhalla-Bockerl, das von Stadtamhof nach Wörth a.d.Donau verkehrte
Seit Fertigstellung des Europakanals (Stromkilometer 2.379) im Jahr 1978 ist Stadtamhof vom nördlich angrenzenden Bezirk Steinweg durch die Schifffahrtsstraße abgetrennt, weswegen der kleinste Regensburger Stadtbezirk zwischen den Donauarmen eine markante Insellage aufweist
Am 13. Juli 2006 nahm die UNESCO das Ensemble „Altstadt Regensburg mit Stadtamhof“ als Welterbestätte in die Welterbeliste auf
Am 30. Juli 2021 nahm das Welterbekomitee der UNESCO den westlichen Teil des Donaulimes (Bayern, Österreich und Slowakei) als "Grenzen des Römischen Reiches - Donaulimes in die Welterbeliste auf
Mit 2.424 Einwohnern ist Stadtamhof flächen- und einwohnermäßig Regensburgs kleinster Stadtbezirk. Nichtsdestotrotz sind die Bewohner mächtig stolz auf ihren Heimatort, der am Brückenkopf der Steinernen Brücke einst das Königreich Bayern von der "steinreichen" Freien Reichsstadt Regensburg abgrenzte. Das Wort „steinreich“ stammt vermutlich aus dem Mittelalter das sich darauf bezieht, dass sich nur sehr wohlhabende Menschen Häuser aus Stein leisten konnten. Stadtamhof genoss eine ungewöhnliche Sonderstellung, da der heutige Stadtbezirk über Jahrhunderte hinweg eine herzoglich- bzw. kurfürstlich- bayerische Stadt war die über ein Bezirksamt, Amtsgericht und ein eigenständiges Wappen verfügte. Ein Sonderstatus, der sich damals wie heute im Selbstverständnis seiner Einwohner widerspiegelt und sich unverhohlen im stolzen Lokalpatriotismus äußert. Allein der Spruch mit erhobenem Zeigefinger „Über d'Bruck (Steinerne Brücke) drüber, heirat man ned" zeugt von vorherrschendem tief verwurzelten Rivalitätsdenken. Dazu Stadtheimatpfleger Prof. Dr. Gerhard Waldherr: „Bayern hatte Stadtamhof stets als Gegenpol zur Freien Reichsstadt Regensburg aufgebaut. Mit der Eingemeindung verloren die Stadtamhofer eine Eigenständigkeit, die über Jahrhunderte gepflegt worden war.“

Das alte Rathaus von Stadtamhof beherbergt heute die Raiffeisenbank. Das Gebäude wurde 1812 nach Zerstörung des alten Rathauses als Königliches Hallamt (Salzamt) errichtet und von 1827/1828 bis 1924 als Rathaus genutzt. Aus dieser Zeit stammt auch die Uhr (unterhalb des Dachgiebels) sowie das Stadtamhofer Wappen über dem Eingang. Das Wappen von 'Stadtamhofe' mit drei gekreuzten Schlüsseln auf blauweißem Rautenmuster war augescheinlich in Anlehnung an das Regensburger Stadtwappen entworfen worden, dessen dritter Schlüssel die Zugehörigkeit zum Herzogtum bzw. Königreich Bayern betonte.
Das Wappen der Freien Reichsstadt Regensburg mit zwei schräg gekreuzten silbernen Schlüsseln auf rotem Grund steht für den Heiligen Petrus, den Schutzpatron des Regensburger Doms und der Stadt.

Am alten Rathaus in Stadtamhof, Hausnummer 7 wurde eine Gedenktafel angebracht, die auf das ehemalige Salzamt sowie die Regensburger Eingemeindung vor gut einhundert Jahren hinweist.
Stadtamhof - Heute
Seit dem 13. Juli 2006 gehört Stadtamhof gemeinsam mit der Regensburger Altstadt zum UNESCO-Welterbe. Trotz verheerender Brandschatzung im Österreichisch-Französischen Krieg, als Österreich gegen das mit Napoleon verbündete Bayern kämpfte, blieben vereinzelt historische Gebäude und Kirchen von Kriegsschäden verschont: Rokokokirche und ehemalige Stiftskirche St. Mang, die Spitalkirche sowie der Andreasstadel, der nach einer Generalsanierung (2004) Förder- und Langzeitateliers, diverse Kulturinitiativen, ein Restaurant, Programmkino und ein Theater im Akademiesalon beherbergt.

Foto südliche Blickrichtung: Galasicht auf den majestätisch emporragenden Dom St. Peter. Feste soll man feiern wie sie fallen sagt der Volksmund. Genau dafür bietet die Stadt Regensburg Gelegenheiten zur Genüge. Das Foto wurde beim populäre Bürgerfest aufgenommen, bei dem über aller Generationen hinweg ordentlich gefeiert wird. Mit mehr als 450 kostenlosen Veranstaltungen und Angeboten an insgesamt 22 Spielorten, und rund 470 Ständen für Kulinarisches und vieles mehr präsentiert sich das Fest an drei gut besuchten Bürgerfest-Tagen ausgesprochen vielfältig und bunt.

Foto nördliche Blickrichtung: Weinfest Stadtamhof. Nach sechsjähriger Auszeit fand im September 2025 wieder das traditionsreiche Weinfest statt. Drei Tage lang wurde unter dem Motto 'Vino e Cultara' mit fetziger Live-Musik, edlen Tropfen regionaler Winzer und italienischen Spezialitäten in ausgelassener Stimmung ordentlich gefeiert. Am Ende der buntgetünchten Häuserzeile ist die Dreifaltigkeitskirche auf dem gleichnamigen Dreifaltigkeitsberg zu sehen (Anlaufpunkt der »Ratisbona-Panoramatour«).
Schierstadt 3: Gedenktafel mit Maria Immaculata zum Andenken an die im Spanischen Erbfolgekrieg von Stadtamhof gefallenen Bürger. Eine weitere Gedenktafel befindet sich an der Hauswand des Gasthauses "Colosseum", die an das Schicksal von KZ-Häftlingen des Außenlagers Regensburg erinnert.
»Ratisbona-Panoramatour«
Möchte man seiner Regensburger Stadtvisite ein außergewöhnliches Sahnehäupchen aufsetzen, mag guter Rat teuer erscheinen. Oder auch nicht, denn das UNESCO Welterbe prunkt nicht nur mit mitteralterlicher Bausubstanz, sondern vor den Toren der Stadt schlummert ein verlockendes Naherholungsgebiet, das zu reizvollen Radtripps einlädt. Die Donaumetropole liegt umgeben von der inspirierenden Naturlandschaft des Bayerischen Juras, deren Rückzugsrefugium einen beruhigenden Kontrast zum lebhaft pulsierenden Stadtleben bietet. Kommt Zeit kommt Ra(d), d.h. wer pulsierendes City-Flair mit idyllisch ruhiger Beschaulichkeit kombiniert, verbindet Großstadttrubel und sinnstiftende Naturidylle verschiedene Welten miteinander. Binnen weniger Minuten taucht man an der urbanen Grenze in eine traumhafte Naturkulisse ein, und cruist mit dem Zweirad entschleunigt durch eine verträumte Landschaft.
Wer Regensburgs Peripherie vom Sattel-Logenplatz aus erkunden möchte, trifft mit der »Ratisbona-Panoramatour« sprichwörtlich ins Schwarze. Die Rundtour umkreist die Stadt - teils auf gut 100 Meter höher gelegenen Panoramawegen - in einer 180° Grad gekrümmten Bogenform. Bayerns viergrößte Stadt aus verschiedenen Blickwinkeln in Vogelperspektive zu betrachten und dabei einzigartige Natur- und Kulturjuwelen zu entdecken machen den Reiz dieser Genussroute aus. Da sich die körperliche Anstrengung im sanfthügeligen Gelände in Grenzen hält und die Strecke mit gängigen Tourenrädern befahrbar ist, kann man das Naturerlebnis in vollen Zügen auskosten. Die Rundtour ist rund 85% autofrei, also perfekt für Einsteiger, Freizeit- und Familienradler als auch für E-Biker. Raus aus der Großstadthektik und rein ins Tourvergnügen. Allein der wechselnde Untergrund bestehend aus Flur- und Schotterwegen, verkehrsarmen Nebenstraßen, fluss- bzw. straßenbegleitenden Radwegen und städtischen Fahrradstraßen verheißt am laufenden Band ständige Abwechslung. Dazu verspricht "City-Flair & Naturerlebnis im Doppelpack" ein reizvolles Programm, zumal der sogenannte "Regensburger Balkon" sagenhafte Perspektiven bietet und traditionsbehaftete Biergärten für's leibliche Wohl sorgen.

In der Kürze liegt die Würze sagt der Volksmund. Gemessen an der Streckenlänge birgt die Tour erstaunlich viel Erlebnispotential. Ob Tourist, Tagesausflügler oder Einheimischer, diesen kurzweiligen Natur-Trip sollte sich keiner entgehen lassen. Die "Schnuppertour" bietet faszinierende Ein- und Ausblicke ohne dabei die Welterbestadt groß aus den Augen zu verlieren. Besonders auf den aussichtsreichen Höhenwegen wird man das Gefühl nicht los, quasi wie ein König auf Wolke sieben über der Stadt durch den Garten Eden zu schweben. Entlang der steil abfallenden Bergflanke oberhalb von Ober- und Niederwinzer entlang zu radeln ist und beim Streckenzenit den Ausblick auf die Stadt, die Donau und die Naabmündung zu genießen birgt unvergessliche Genussmomente.
Die Mittelbayerische Zeitung stellte im Rahmen regionaler Radtouren rund um Regensburg u.a. die »Ratisbona-Panoramatour« vor. Selbst Googles KI erwähnt die Ratisbona-Panoramatour namentlich: "Regensburg ist ein wahres Radeldorado mit einer gut ausgebauten Infrastruktur, die durch Fahrradstraßen und Radwege entlang der Donau (Donauradweg) und durch das Umland (Regental-Radweg, Ratisbona-Panoramatour) geprägt ist." Die attraktive Rundstrecke wird gerne als geführte Radtour gebucht. So reisen z.B. am 7. Mai 2026 über 30 Radtouristen aus Berchtesgaden eigens dazu an, um die »Ratisbona-Panoramatour« mit ebikes abzuradeln und nach einer Hotelübernachtung frühmorgens wieder abzureisen.
Einheimische wie Touristen schwärmen unisono von Regensburg als einer der bewundernswertesten Städte, woraus Stararchitekt Sir Norman Foster keinen Hehl machte als er bemerkte: "Regensburg ist eine der schönsten Städte der Welt“. Nicht minder entzückt war Dichter und Denker Johann Wolfgang von Goethe. Zitat (Tagebuchauszug aus dem Werk "Italienische Reise"): "Regensburg liegt gar schön. Die Gegend musste eine Stadt herlocken"..... Bei Frankfurt haben Fluß und Brücke ein besseres Ansehn, hier aber nimmt sich das gegenüberliegende Stadt am Hof recht artig aus." Ein durchaus bekannter Spruch aus seinem Gedicht „Willst du immer weiter schweifen? Sieh, das Gute liegt so nah. Lerne nur das Glück ergreifen, Denn das Glück ist immer da“.

Foto: Schwetzendorfer Weiher
Sesam öffne dich, lüften wir den Vorhang und nennen das "Kind" beim Namen, der zugleich Programm ist und hält was sie verspricht. Die Bezeichnung »Ratisbona-Panoramatour« basiert darauf, da die Strecke neben beeindruckenden Panoramen auch historische Schauplätze passiert. Klein aber fein könnte man sagen, weil das Rondell auf der relativ kurzen Strecke sagenhafte Aussichtspunkte liefert. Sich an überwältigenden Panoramen und romantischen Platzerl erfreuen, regionale Spezialitäten in zünftiger „Wirtshaus- und Biergartenatmosphäre genießen, gemütlich über aussichtsreiche Hochebenen gondeln und sich vielleicht noch eine erfrischende Badepause gönnen klingt nicht nur verheißungsvoll, sondern ist es auch. Die Rundtour macht ihrem Namen aller Ehre, was positive Rückmeldungen geguideter Radtouristikgruppen belegen. Da die unbeschilderte »Ratisbona-Panoramatour« anderswo kaum beworben wird, verleiht es dem Tourjuwel einen spannungsgeladenen Geheimstatus. Dazu gibt es eine ganze Reihe an Verlängerungsoptionen (bis 67 km), die der »Ratisbona-Panoramatour« die Krone aufsetzen. Wie sagte einst der deutsche Dichter Matthias Claudius: „Wenn jemand eine Reise tut, so kann er was erzählen…“. Die kurzweilige Rundtour macht schnell klar, warum es nicht zwingend einer spektakulären bzw. umweltbelastenden Fernreise bedarf, um seinem Glück auf der Spur zu bleiben.
Legen wir los. Wurde der Ausgangsort der »Ratisbona-Panoramatour« (Pylonentor, Walhalla-Bockerl, Kirchen, Kapellen, Denkmäler) besichtigt kann aufgesattelt werden. Eine Badehose einzupacken ist übrigens nicht abwegig, denn sowohl am Schwetzendorfer Weiher, umrahmt von schattigen Bäumen, wie auch das Naherholungsgebiet der Schillerwiese an der Donau bieten sich besonders an heißeren Sommertagen für eine wohltuende Badepause an.

Foto: Incentive-Reisegruppe aus unterschiedlichen bayerischen Regierungsbezirken (7. Mai 2026). Die geführte Tour mit anschließendem Altstadt-Sightseeing wurde als perfekte Kombination von Freizeitaktivität, Naturgenuss und geschichtlichem Mehrwert gelobt. Equiped mit fabrikneuen 20-Zoll-Leih-e-Bikes hatten die Teilnehmer ihren Heidenspaß. Trotz Kälte & Regenschauer war die Gruppe von der abwechslungsreichen Tour durch goldgelbe Rapsfelder rundum begeistert.
(Rad-) Touristen, die mehr über Land & Leute erfahren möchten, legen wir eine geführte Radtour durch ortskundige Guides ans Herz, die Gpannendes zu berichten wissen. Klar ist aber auch, dass die Zeit für detaillierte Erläuterungen On Tour beschränkt ist. Ein Dilemma, das die umfassende Online-Dokumentation zu lösen hilft. Vor Antritt der Reise quasi als "Appetizer" oder im Nachgang die Tour vor dem geistigen Auge Revue passieren lassen und sich darüber schlau zu machen.

Foto: Reiseveranstaltungschef (war über begeisterte Rückmeldungen amused) mit Tourguides (Locals)
Für Radfahrer genießt der Energienaschub nach kräftezehrender Leistung bekanntermaßen hohe Priorität. Diesbezüglich braucht man sich auf der Wegstrecke nicht im Geringsten Sorgen machen. Ganz im Gegenteil, wer kein Kostverächter ist und bayerische Biergartenatmosphäre liebt kommt auf der »Ratisbona-Panoramatour« im wahrsten Sinne des Wortes auf den Geschmack.

Raus aus der City, rein ins Naturvergnügen, nur um danach im lebhaften UNESCO Weltkulturerbe Stadtamhof die Beine hängen zu lassen und sich des Lebens zu erfreuen. Es ist unübersehbar, dass sich Stadtamhof seit einigen Jahren zu einem beliebten Radler-Hotspot entwickelt hat. Die Gründe liegen auf der Hand: zum einen weil man ohne viel Gedöns auf kürzestem Weg schnell aus der Stadt raus kommt, zum anderen weil nach der Tour das redlich verdiente Belohnungsgetränk im südländisch anmutenden Ambiente in lässig entspannter Atmosphäre bestens mundet.
Die »Ratisbona-Panoramatour« ist nicht beschildert, weswegen sie nur mit GPS-Track befahrbar ist. Lose Schotterabschnitte beim Schlussanstieg der Winzerer Höhe zum Grillplatz (KM 6.3) sowie die Abfahrt ab dem Hummelberger Hochplateau nach Mariaort (KM 18) ist erhöhte Aufmerksamkeit (feindosiertes Bremsen) geboten.
Streckenvarianten
Die »Ratisbona-Panoramatour« lässt sich beliebig verkürzen oder verlängern indem die Tour mit dem Naabtal-Radweg kombiniert wird:
- Originaltour: 30 km / 330 hm
- Kurzstrecke: 21 km / 225 hm; Abzweig KM 13.7 → Einmündung Mariaort KM 16.4
- Pettendorfschleife: 34 km / 370 hm; Abzweig KM 12.2 (R 5) → Einmündung Adlersberg KM 16.3
- Naabtal-Variante 1 : 32 km / 235 hm; Abzweig KM 16.3 → 1.5 km Naabtal-Radweg (Goldtal ) → Etterzhausen → Einmündung Originalroute in Mariaort KM 22.4
- Naabtal-Variante 2 : 67 km / 315 hm; Abzweig KM 16.3 → 1.5 km Naabtal-Radweg (Goldtal) → Pielenhofen → Kallmünz (18 km) und zurück → Einmündung in Mariaort KM 57
Wenn's a bisserl mehr sein darf... bitte schön. So führt z.B. eine Wegverbindung nahe Hummelberg auf einer feingeschotterten und verdichteten Fahrbahnoberläche 1.5 km hinab nach Goldtal ins Untere Naabtal wo Anschluß an den flachen Naabtal-Radweg besteht. Der Abstecher via Distelhausen (Campingplatz/Biergarten), Pielenhofen (Klostergaststätte/Biergarten), Heitzenhofen (Gaststätte/Biergarten) und dem bekannten Künstlerort Kallmünz - die "Perle des Naabtals" - ist allemal eine verlockende Option.
Der Weg ist das Ziel

Foto: geführte Radgruppe aus dem Allgäu
In eigener Sache: Die Tourkonzeption beruht auf Anfragen von Reiseveranstaltern, die für ihr Kundenklientel im Regensburger Raum Radtouren wünschen (Sternradeln), welche die städtische Aura mit eindrucksvollen Naturerlebnissen im Regensburger Umland miteinander verbinden.
"Pack mers"
Den lässigen Spruch "Pack mers" hat der Oberpfälzer gern auf den Lippen, wenn er seiner ungezähmten Aufbruchstimmung Ausdruck verleiht. In diesem Sinne: Vorhang auf, rein ins Naturvergnügen und rauf auf's "Sonnendeck" um sich gedankenversunken auf der Winzerer Höhe treiben zu lassen. Die Natur hat's angerichtet und serviert den Streckenverlauf der »Ratisbona-Panoramatour« quasi auf dem Silbertablett.
Pylonentor

Am denkmalgeschützten Pylonentor ließ der frühere Kulturreferent Klemens Unger 2009 eine Inschrift ins Gestein meißeln: "1809 Schreckenstage durch Napoleon im Gedenken an die Opfer" (Inschrift wurde 2021 entfernt).
Es war der 23. April 1809, als Napoleons Truppen Regensburg erstürmten und das österreichische Heer vertrieben, das auf den Dreifaltigkeitsberg flüchtete um von dort aus einen Gegenangriff zu starten. Dabei wurde Stadtamhof mit Granaten und Pechkränzen systematisch in Brand schossen und nahezu vollständig zerstört. Somit ist die Vernichtung Stadtamhofs nicht französischen Truppen sondern dem österreichischen Heer anzulasten, bei der mehr als zwei Drittel der Stadtamhofer Häuser ein Raub der Flammen wurden und ca. 95 Bewohner ihr Leben verloren. Bei den schweren Gefechten wurde der 'Schwarze Turm' und die nördliche Befestigungsanlage der Steinernen Brücke so stark beschädigt, dass ein Jahr später alles abgerissen und vollständig abgetragen wurde.
Anlässlich des Wiederaufbaus wurde das ehemalige nördliche Stadttor - das Pylonentor - am nördlichen Ende der zentralen Markt- und Hauptstraße im klassizistischen Stil neu errichtet, dessen Name an einen ägyptischen Torbau erinnert. Im Zuge dessen wurden am Brückenkopf (heutiger Brückenbasar) niedrigere Häuser gebaut.

Zum Auftakt der Tour lädt gegenüber vom Pylonentor das »Walhalla-Bockerl« zur Besichtigung ein.
Neben dem Busterminal am Protzenweiher erfährt man Näheres über die nostalgische Eisenbahn-Epoche - genauer gesagt über eine Lokalbahn, die in Stadtamhof ihren Start- bzw. Endhaltepunkt hatte. Früher tuckerte hier die Walhallabahn, im Volksmund auch »Walhalla-Bockerl« genannt. Die 1960 ausgemusterte Dampflokomotive wurde an ihrem ehemaligen Wirkungsort als Technologie-Denkmal platziert. Die lokale Bahnlinie war eine meterspurige Schmalspurbahn, die Stadtamhof mit Wörth an der Donau verband. Ihren Namen verdankt sie der Walhalla bei Donaustauf, erbaut vom bayerischen König Ludwig I. als Ruhmestempel der deutschen Kultur.

Die Mittelbayerische Zeitung stellte im Rahmen regionaler Radtouren rund um Regensburg u.a. die »Ratisbona-Panoramatour« vor. Selbst Googles KI erwähnt die Ratisbona-Panoramatour namentlich. Des Weiteren wird die attraktive Rundstrecke als geführte Radtour (Bayernbike) permanent gebucht.
Entlang des Europakanals (Am Protzenweiher) radelt man zur Wehrbrücke "Donaukanal", an deren Einmündung rechts abgezweigt wird und danach der Schleusenkanal überquert wird.

Die Wehrbrücke "Donaukanal" stellt Radfahrern sowohl innerstädtisch als auch überregional ein wichtiges Verbindungselement in sämtliche Himmelsrichtungen dar. Insgesamt werden auf der Route neben der Wehrbrücke über den Europakanal noch die Naabbrücke bei Mariaort und die neu gebaute Sinzinger Rad- und Fußgängerbrücke (Donau) drei (Fließ-) Gewässer überquert.
Nach Abfahrt von der Wehrbrücke wird geradeaus zum Schelmengraben geradelt, wo am Dreifaltigkeitsberg sozusagen der erste sprichwörtliche Aussichtsbalkon wartet.

Die Auffahrt des Schelmengrabens verfügt auf der linken Straßenseite einen getrennten Radwegstreifen. Auf halber Höhe wird rechts in den Österreicher Weg abgezweigt. Schon erstaunlich, dass trotz Donauebene Stadtteile wie der Ziegetsberg (100 Meter), Brandlberg (70 Meter), Keilberg (150 Meter) und Winzerer Höhen (120 Meter) nicht unerheblich die Innenstadt von Regensburg überragen. Der Anstieg zur Winzerer Höhe verteilt sich auf drei Steigungsblöcke: Schelmengraben-Dreifaltigkeitsberg 42 hm (700 m Länge), dann 50 hm bis zum Beginn des Schotterwegs 'Auf der Winzerer Höhe' (1.5 km Länge) und schließlich ab KM 6 von der 'Grünen Bank' 1 km hinauf zum Grillplatz (40 hm).

Der Schelmengraben war ursprünglich ein als Hohlweg schluchtartig ausgeprägter uralter Verkehrsweg, der die Donauniederung mit Amberg verband (Bayerische Eisenstraße). Auf halber Höhe zweigt der Österreicher Weg vom Schelmengraben ab, dessen Straßenname in Bezug zur Schlacht von Regensburg im Jahr 1809 steht.

Das Denkmal am Österreicher Weg erinnert an die Schlacht von Regensburg. Inschrift: "Von diesem Platze aus wurde Stadtamhof am 23. April 1809 in Brand geschossen". Blickt man auf die farbige Häuserzeile von Stadtamhof hinab wird die strategische Position deutlich, die es den Angreifern ermöglchte, Stadtamhof in Schutt und Asche zu legen.
Kurz darauf setzt sich einen unasphaltierter Schotterweg fort, der zur Dreifaltigkeitskirche und zugleich zum einer der beliebtesten Aussichtstellen auf Regensburg führt. Der Dreifaltigkeitsberg bietet eine beeindruckende Vogelperspektive auf Regensburg bietet f

Foto: View-Point über den Dächern von Regensburg
Nach 3.3 km ist die erste Anhöhe überwunden. Der Name des geschichtsträchtigen Dreifaltigkeitsbergs (Stadtteil Steinweg) geht auf die Dreifaltigkeitskiche zurück. Die Erhebung bietet einer der schönsten Ausblicke auf das Stadtgebiet. Während in Regensburg um 1713 die Beulenpest wütete, errichteten Bewohner aus Stadtamhof und Steinweg die Dreifaltigkeitskirche, verbunden mit einem Kreuzweg, um von der Epidemie verschont zu bleiben. Romantische Sonnenuntergänge, die eine stimmungsvolle Atmosphäre in dieser herrlichen Lage hervorzaubern finden abends unter der einheimischen Bevölkerung großen Anklang. Touristen sind man hier oben seltener, eher tummeln sich hiesige Spaziergänger, Radfahrer und Mountainbiker.
Winzerer Höhe
Seidenplantage

König Ludwig I versuchte 1833, die Zucht der Seidenraupe, und damit die Erzeugung von Rohseide in Regensburg zu beheimaten, indem er an den Hängen der Winzerer Höhe ca. 6 Hektar Maulbeerbäume angepflanzen ließ. Dessen Blätter diente den Seidenraupen als Nahrung. Dasselbe wurde im übrigen bereitsl im 14. Jahrhundert schon einmal versucht. Diese Tradition lebte ab 1820 wieder auf, als König Ludwig I. Schirmherr und Direktor einer eigens gegründeten Aktiengesellschaft zur Förderung der Seidenzucht wurde. 1833 war die Geburtsstunde der „Seidenplantage“. Heute hingegen sprudelt in dem restaurierten Gebäude der denkmalgeschützten Seidenplantage das Wasser des „Vital Spa“. Der glamoröse Wellness-Tempel zieht Gäste aus ganz Bayern an.
Nach Querung des Schelmengraben beim Friedhof Dreifaltigkeitsberg biegt man auf die Straße "Auf der Winzerer Höhe" ein (KM 3.9), die bis zur Bergkuppe asphaltiert ist. Nach dem Dreifaltigkeitsberg folgt nun der zweite Höhenabsatz. Vorbei an der Seidenplantage zieht sich die Bergkuppe 45 Höhenmeter auf's Plateau (KM 4.5) hinauf. Vom dort setzt sich der breite, unasphaltierte Höhenweg fort, der mitunter die Landkreisgrenze bildet.
Da mehrere Waldpfade das Gelände durchziehen, ist wahlweise die Befahrung auf schattigen Forstwegen "Auf der Winzerer Höhe" möglich. An einer unscheinbaren Waldlichtung (KM 5.4) wo sich sinnigerweise mehrere Sitzbänke befinden, genießt man einen schönen Blick auf die Stadt mit ihren markanten Domtürmen. Nach weiteren 600 Metern weitet sich am Waldende das Blickfeld und gibt ein großartiges Panorama frei (mehrere Aussichtsbänke). Trotz liebenswerter provinzieller Anmutung in freier Natur steht kaum zu vermuten, dass dieser Landstrich immer noch zum Stadtgebiet Regensburg gehört, das sich im übrigen bis wenige Hundert Meter vor dem Weiler Tremmelhauserhöhe (Markt Lappersdorf) erstreckt.
Unterhalb der Winzerer Höhe liegen die Regensburger Stadtteile Steinweg-Pfaffenstein - der seinerseits an den Stadtteil Stadtamhof grenzt - Ober-Winzer, Nieder-Winzer und Kager. Im Osten erstreckt sich der Höhenzug beim Dreifaltigkeitsberg bis fast zum Fluss Regen (Stadtteil Reinhausen).
Kleinstes Weinanbaugebiet Bayerns
Die sonnenzugewandte Südhanglage der Winzerer Höhen lässt im Bereich des Regensburger Ortsteils Winzer vorzüglich Rebstöcke gedeihen. Als echte Rarität werden die handverlesen Trauben zum Regensburger Landwein verarbeitet. Im goldenen Herbst sind die reifen Trauben an den Weinstöcken Sinnbild für diese Jahreszeit.
Die Tradition des Weinbaus an den Winzerer Höhen geht vermutlich bis in die Römerzeit zurück, worauf der Ortsname „Winzer " - welcher römischen Ursprungs ist („ad vinitores") - und übersetzt „bei den Winzern" bedeutet. Im Mittelalter wurde der sogenannte Baierwein auch an den königlichen Hof nach München geliefert.
»Ad vinitores«
Was kaum bekannt ist: an den Steilhängen des Regensburger Vorwalds erstreckt sich von Kager bis Wörth a.d.Donau das kleinste Weinanbaugebiet Bayerns. Unvorstellbar, dass hier eine 1 500 jährige Weinbautradition schlummert. Rund 20 Winzer haben sich neben Regensburg-Winzer mit den Landkreisorten Pentling, Tegernheim, Donaustauf, Bach a.d.Donau, Kruckenberg, Wiesent und Wörth a.d.Donau in den 70 er Jahren zusammengeschlossen und bewirtschaften seitdem eine Rebfläche von ca. 4 ha. Wie klein das Gebiet im Verhältnis zur Rebfläche Frankens macht der Vergleich deutlich, in dessen Bezirk 6 000 Hektar kultiviert werden. Eine über 50 % steile Hangneigung bedingt eine intensive Sonneneinstrahlung, die einen qualitativ gehobenen, meist trockenen Tafelwein mit gebietstypischem Charakter hervorbringt. "Staubtrocken" aber mit unvergleichlichem Armona - oft in Kabinettqualität - entdecken zunehmend Weinliebhaber den Regensburger Landwein als kraftvollen Weißwein. Der geringe Produktionsausstoß macht den edlen Tropfen aus der Oberpfalz zur begehrten Rarität.
Die Stadt Regensburg kultiviert einen rund 1.000 Quadratmeter großen Weinberg im Ortsteil Winzer. Der Rotwein "Salutaris" ist streng rationiert und unverkäuflich – nur Regensburger Bürger, die ihren 90. Geburtstag feiern oder Persönlichkeiten die sich in besonderer Weise verdient gemacht haben, bekommen vom amtierenden Oberbürgermeister eine Flasche gratis überreicht. Jeder Jahrgang der „Salutaris“-Flaschen wird eigens von einem Künstler entworfenen Flaschenetiketten-Motiv geziert.

Wenngleich archäologische Zeugnisse fehlen ist davon auszugehen, dass der Weinbau an den Südlagen der Donau bis in die Römerzeit zurückreicht. Die latenische Bezeichnung »Ad vinitores« des Regensburger Stadtteils Winzer ist als Indiz zu werten, dass Legionäre des früheren Castra Regina den Weinbau bis am nördlichsten Punkt der Donau einführten.
Erste urkundliche Erwähnungen des Weinbaus in Altbayern stammen aus dem 6./7. Jhrd. Der Bischof Aribo von Freising erwähnte 649 in der Vita des Heiligen Emmeram von Regensburg "regio Baiovariorum viniferax" - was übersetzt "das weintragende Land der Bajuwaren" bedeutet.
Im Früh- und Hochmittelalter war der Weinbau an den Hängen der Donau in fester Hand der Klöster, Herzöge und Herrensitze. Schon im 8. Jhrd. werden u.a. Winzer, Kager und Kruckenberg als Weinanbaustätten schriftlich erwähnt. Im Jahr 1271 taucht erstmalig der Name »Baierwein« auf.
Als Bier den Wein als Volksgetränk gegen Ende des Mittelalters ablöste, geriet der Weinbau in Vergessenheit. Auch der Dreißigjährige Krieg trug zum Einbruch der altbayerischen Tradition entscheidend bei. So verringerte sich die Anbaufläche des »Baierweins« von geschätzten 2.000 Hektar in der Blütezeit bis 1968 auf den Tiefstand von 1 Hektar.
Vom »Baierwein« zum »Regensburger Landwein«: aufkommender Tourismus, bessere Rebsorten und optimierte Anbaumethoden ließen die Anbaufläche anwachsen und die Nachfrage des Baierweins steigen. 1983 wurde die Bezeichnung "Regensburger Landwein" eingeführt. Mehr zur Geschichte des Baierweins im Baierweinmuseum in Bach a.d.Donau.
Heute reifen in sonnenbefluteter Südhanglage der Winzerer Höhen bei Kager bis nach Wörth a.d.Donau Rebsorten, die einen naturreinen Müller-Thurgau trocken bzw. Bacchus in guter Qualität hervorbringen. Der »Regensburger Landwein« - eine rare Spezialität unter den Weißweinen - findet mit seinem fruchtig leichten Bukett und säurearmen Aroma zunehmend bekennende Weinliebhaber.

Hinauf zum Grillplatz sind 40 Höhenmeter zu überwinden. Der schöne Aussichtspunkt markiert die höchste Stelle der Winzerer Höhe (450 m.ü.N.).
Wer die Winzerer Höhen befährt weiß allzu gut, warum die Naherholungsregion unter Spaziergängern, Radfahrern und Mountainbikern so beliebt ist. Auch wenn die Anhöhe aus der Donauniederung ein wenig Kraftanstrengung kostet, so machen die sagenhaften Panoramablicke die körperliche Anstrengung mehr als wett.

Auf dem Hochplateau der Winzerer Höhe ist die starke Donaukrümmung gut erkennbar. Am rechten oberen Bildrand wo die Donau am Horizont verschwindet, befindet sich die Naabmündung bei Mariaort - ein weiteres Highlight der »Ratisbona-Panoramatour«. Während man auf der einen Seite die Stadteile Sallern und Keilberg (Fersehturm) bzw. Kareth sowie die emporragende Hügelkette des Vorderen Bayerischen Walds erblickt, sieht man auf der anderen Seite die Naabmündung (Naabspitz), die Wallfahrtskirche sowie den Donau-Radweg, der anschließend auf dem Rückweg zur Innenstadt befahren wird.
Ob mit dem Trekkingrad- e- oder Mountainbike: es macht einfach tierisch Spaß auf der Anhöhe entspannt entlang zu gondeln und die freien Rundumblicke auszukosten. Irgendwo im Nirgendwo wird beim Grillplatz die Grenze zwischen dem nördlichen Stadtgebiet und den Landkreis Regensburg überschritten. Radler haben gut zu Lachen, weil die Winzerer Höhe einen atemberaubenden 360 Grad-Rundumblick bis weit ins Hinterland bietet.

KM 7.6 Abzweig zur Watzlik-Kapelle (gehört zur Gemeinde Pettendorf). Wenn die Sonne scheint, bekommt nur selten einen Sitzplatz. Die Kapelle wurde nach dem böhmisch-deutschen Schriftsteller Hans Watzlik benannt, der seine letzten Lebensjahre in Tremmelhausen verbrachte. Der Mini-Abstecher beträgt nur dreihundert Meter. Danach rechts halten und von dort aus zur Tremmelhauser Höhe weiter radeln. Die Quertraverse führt wieder auf den Hauptweg zur Tremmelhauser Höhe.
Tremmelhauserhöhe (456 m.ü.M.)
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| © Filmograph |
Tremmelhauser Höhe aus der Vogelperpektive. Im Hintergrund ist die Stadt Regensburg und Keilberg sichtbar.
Nach 9 Kilometer erreicht man den beschaulichen Weiler Tremmelhauserhöhe (106 Einwohner), Ortsteil des Marktes Lappersdorf, der an das Gemeindegebiet von Pettendorf sowie dem Regensburger Stadtbezirk Ober-/Niederwinzer-Kager angrenzt. Der Schotterweg mündet hier in den asphaltierten Karether Weg und markiert zugleich mit 456 Metern Höhe den Streckenzenit der »Ratisbona-Panoramatour«.
Traditionsbiergarten Nr. 1
Dominiert wird der beschauliche Ort vom Gasthaus Huf (Zum Höhwirt). Ob mit dem Rad, zu Fuß oder mit dem Auto, bei Ausflüglern ist die Gaststätte mit seinem urigen Biergarten - beschattet von Obst- und Kastanienbäumen - vor allem seiner bayerischen Hausmannskost wegen sehr beliebt. Im Winter wird bei entsprechender Schneelage sogar ein Loipennetz auf dem Höhenzug gespurt.
Bayerische Ess- und Trinkkultur
Dort wo deftige Hausmannskost auf der Speisekarte steht, ist "Schmalhans" jedenfalls nicht Küchenmeister. Bier ist Nationalgetränk und Inbegriff bayerischer Trinkkultur, und nirgendsonst kehrt sich Lebensfreude und Geselligkeit so nach außen wie in Biergärten. Dass Bayern und Bier unzertrennlich miteinander verknüpft sind ist weit mehr als ein Klischee, schließlich stammt das Reinheitsgebot aus dem Jahre 1516 vom Bayerischen Herzog Wilhelm VI. Doch schon vor dem ältesten Lebensmittelgesetz der Welt gab es Anfang des 15. Jahrhundert in der Oberpfalz eine Verordnung. Regensburger Stadträte tranken damals "böses und arges Bier" und erstellten einen strengen Ehrenkodex, der es Brauern unter Androhung hoher Geldstrafen verbot, andere Zutaten als Wasser, Hopfen und Malz zu verwenden. Die Regensburger Bierordnung war also der Vorläufer des späteren amtlichen Reinheitsgebots. Prost, wohl bekomms!

Foto: Biergarten auf der Tremmelhauserhöhe
Bier gehört nicht nur zur bayerischen Trinkkultur, sondern verfügt als isotonisches "Sportlergetränk" (alkoholfrei) erstaunliche Qualitäten. Askese schön und gut, doch wer kräftig in die Pedale tritt und ordentlich Fett und Kohlenhydrate verbrennt, darf sich ruhigen Gewissens auch kulinarischen Genüssen hingeben. Ein altbekanntes bayerisches Sprichwort besagt: "Speis & Trank hält Leib und Seele zamm". In dieser Beziehung pflegt die Oberpfalz eine gediegene Esskultur. Über das leibliche Wohl braucht man sich am allerwenigsten einen Kopf zu machen, denn die »Ratisbona-Panoramatour« geizt ganz und gar nicht mit urigen Ausflugsgaststätten und lauschigen Biergärten.

Den Bekanntheitsgrad verdankt die Gaststätte in erster Linie seinem urigen Biergarten in idyllischer Lage, gleichwohl aber auch der bürgerlichen Küche mit hauseigenen Rezepten. Dass deftige Hausmannskost inmitten der Natur hervorragend munden und das frisch gezapfte Bier für ausgetrocknete (Radler-) Kehlen der Himmel auf Erden ist versteht sich von selbst. Absoluter Renner sind der klassische (Schweizer-) Wurstsalat oder Schlachtplatte mit selbstgebackenem Brot - die sprichwörtlich weggehen wie die warmen Semmeln.

Sind wir doch mal ehrlich: nach einer schweißtreibenden Fahrt und ausgetrockneter Kehle geht doch nicht's über ein gekühltes bernsteinfarbenes und regional gebrautes Bier. Das goldgelbe Gebräu ist Dank des Bayerischen Reinheitsgebots ein gesundes Lebensmittel, da die Zutatenliste im Wesentlichen aus Wasser, Hopfen, Gerste und Gewürze besteht. In diesem Sinne: „Hopfen und Malz, Gott erhalt's“.

Foto: legendäres "Ganserlessen" (im Herbst auf Vorbestellung)
Für viele Menschen aus der näheren Umgebung genießt das seit Jahrzehnten famiilär geführte Traditionslokal absoluten Kultstatus. Im lauschigen Biergarten zwischen schattenspendenen Apfel- und Kastanienbäumen - gepaart mit inspirativer Aussicht - mundet die bayerische Brotzeit und frisch gezapftes Prösslbier unter freiem Himmel vorzüglich - Mensch was willst du mehr? Kein Wunder, hier die Zeit aus den Augen zu verlieren und länger als gedacht sitzen zu bleiben. Sich mit Freunden in freier Natur zu treffen, geselliges Zusammensein genießen Alltagssorgen hinter sich zu lassen ist das höchste der Gefühle.

Foto: währenddessen am Adlersberg der alljährliche Palmator stattfindet, hat sich der Hufwirt in Tremmelhausen zum Alternativ-Geheimtipp gemausert, der genaugenommen gar kein Geheimtipp mehr ist.
Nach dem Biergarten auf der Tremmelhauser Höhe setzt sich eine wenig befahrene Straße fort (Karether Weg), auf der nach 600 Meter an einer T-Kreuzung links nach Altenried abgebogen wird. Auf der folgenden Gefällstrecke fällt das Höhenlevel bis kurz vor Schwetzendorf um 70 Tiefenmeter.

Gefahrenstelle: kurz nach einer 14%- Gefällrampe folgt auf dem schmalen Sträßchen eine unübersichtliche Rechtskurve.
In Schwetzendorf biegt man an der T-Kreuzung links in die Dorfstraße ein (KM 11.3). Am Ortsende kann man auf den linksseitigen Radweg wechseln der parallel zur Kreisstraße R 39 verläuft und schnurstraks zum Schwetzendorfer Weiher am Rande des Schwetztales führt.
Eingebettet von altem Baumbestand und idyllischen Liegewiesen lockt der Badesee mit Strandkiosk an warmen Sonnentafen zu einem Sprung ins kühle Wasser.

Pettendorf - Schleife
Mit der abschnittsweisen Einbeziehung der Rundtour R 5 ab dem Schwetzendorfer Weiher (KM 12.2 rechts abbiegen) gelangt man nach Pettendorf. Da der Gemeindeort auf einer Anhöhe liegt sind 90 Höhenmeter zu bewältigen, erspart sich dafür aber im Gegenzug den Adlersberger Anstieg (50 hm). Unterm Strich bleiben also 40 Höhenmeter, die dieser Weg quasi mehr "am Buckel" hat. Die Scheife trifft nach 4.1 km (kurzes Gefälle) in Adlersberg wieder auf die Originalroute, wo sich der Weg rechts (Hummelbergstraße) fortsetzt.

Foto: wer die Badehose eingepackt hat kann sich im Schwetzendorfer Weiher ein erfrischendes Bad gönnen.
Vom Schwetzendorfer Weiher verläuft der Radweg nach Reifenthal KM 13.2). Am Ortsbeginn ist die Straßenseite zu wechseln, um rechtsseitig der Straße den weiterführenden Radweg zu nutzen.
Kurzvariante

Abkürzungsvariante (KM 14): unterhalb von Adlersberg dem Radweg geradeaus entlang der Pettendorfer Straße folgen. Bei Kneiting (2 km) rechts, nach 200 m links, nach weiteren 500 m Anschluss zum Radweg Regensburg-Mariaort (KM 16.4)

Rechts: entlang der Donau → Mariaort 1.5 km
Links: → R-Pfaffenstein entlang der Donau → nach A 93-Unterquerung scharf rechts über die Kanalbrücke (von hier ab identischer Streckenverlauf wie beim Hinweg) zum Ausgangspunkt Stadtamhof/Pylonentor (4.8 km). Gesamtstrecke 21.2 km / 225 hm.
Von Reifenthal führt rechtsseitig ein straßenbegleitender Radweg zum Rechtsabweig in die Dominikanerinnenstraße (KM 13.7). Von der Senke aus verläuft die Straße nach Adlersberg hinauf (50 hm).
Vor den Toren Regensburg befindet sich die Anhöhe Adlersberg, auf der die ehemalige Klosterkirche Mariä Himmelfahrt trohnt. Mitte des 13. Jahrhunderts erbaute der Wittelsbacher Herzog Ludwig der Strenge ein Dominikanerinnenkloster, in dem drei Jahrhunderte Nonnen lebten bevor die Wirren der Reformation zur Klosterauflösung 1542 führte. Später waren Dominikanerinnen ansässig, wonach mit der Säkularisation 1803 das Kloster endgültig unter ging. 1803 kaufte der Braumeister Prößl 1838 das Gut.
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| © Filmograph |
Foto: die Luftaufnahme zeigt die herrliche Naturlandschaft aus der Vogelperspektive

Traditionsbiergarten Nr. 2
Schon Generationen von Regensburgern und Gästen aus Nah und Fern pilgern zum Adlersberg hinauf, um hier eine entspannte Zeit zu genießen. Dank des legendären Palmator-Anstichs, dem weltweit größten Starkbierfest, das je nach Wetterlage rund 10.000 Besucher auf die Anhöhe lockt, genießt der Brauereigasthof überregionalen Bekanntheitsgrad. Jeden Palmsonntag wird der Palmator beim Prössl-Bräu am Adlersberg angestochen. wobei es sich im engeren Sinn eigentlich dabei um keinen klassischen Anstich handelt. Wird die erste Maß ausgeschenkt, gilt der Bock als angestochen.

Die hohe Süße der Stammwürze wird beim Palmator durch einen sehr hohen Hopfenanteil kompensiert. Eine einzigartige Kombination, die dem Palmator sein unverwechselbares Geschmacksaroma verleihen. Die milde, ausgewogene Würze erhält der Palmator durch ein spezielles Verfahren, dessen äußerst aufwändiger Produktionsprozess eigentlich nur noch in kleinen Brauereien angewandt wird.
Adlersberg
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| © Filmograph |
Das Dominikanerinnenkloster Adlersberg wurde um 1232 bis 1250 von Herzog Ludwig dem Strengen gegründet und erbaut, worauf Nonnen hier fast 300 Jahre lang ihr Kosterleben entfalteten.
Seit 1838 ist das Gut und die "Breystadt" in Besitz der Familie Prößl, die das seit nunmehr fünf Generationen an dieser historischen Stätte lebt und wirkt und mit selbstgebrautem Bier und solider Hausmannskost gepflegte Gastlichkeit bietet.
Den besonderen Flair der bayerischen Gastlichkeit macht natürlich in erster Linie das selbstgebraute Bier, dazu eine typisch bayerische Kost in den gediegenen Gaststuben oder dem urigen Biergarten.
Eine Äbtissin des ehemaligen Dominikanerinnen Kloster auf dem Adlersberg verfügte, dass am Palmsonntag jeder Gast seinen Palmator und jedes Kind eine Breze erhalten sollte. Das war der Ursprung des "Bockanstichs" jeweils am Palmsonntag auf dem Adlersberg.

Adlersberg bietet abermals einen schönen Ausblick auf Regensburg. Nach 15 km biegt man links in die Hummelbergstraße ab, welche nach gut 1 km (geradeaus, Feldweg führt auf eine kleine Anhöhe hinauf). Es ist der letzte kleinere Anstieg bevor die Strecke hinab ins Naabtal führt.

Ein Teil der Strecke verläuft ab Adlersberg auf einem 5.5. km langen Bienenlehrpfad, der an sechs Stationen mit interessanten Informationen rund um die Honig- und Wildbienen entlang führt. Neben Infotafeln, Insektenhotels, Wildbienenhügeln und Blühflächen, die eigens für den Lehrpfad angelegt wurden, durchfährt man eine kleinteilige Landschaft mit Hecken, Obstbäumen, Äckern, Wiesen und herrlichen Aussichten.
Naabtalvarianten
Abzweig Hummelstraße rechts (KM 16.3) → Alte Kneitinger Straße (unasphaltiert) → Goldtal (1.5 km / 90 Tiefenmeter) Straßenunterführung; Einmündung (KM 17.8) links, 400 m entlang der Regensburger Straße dann rechts (Etterzhausen) 400 m entlang Nürnberger Straße (B 8) dann links → Mariaorter Straße (KM 18.6) - Waltenhofen (KM 20.9) - Mariaort (KM 22.4) → Einmündung in »Ratisbona-Panoramatour« (Originalroute)
Kallmünz (∑ 64 km): Abzweig / Einstieg Naabtal-Radweg wie oben. Goldtal rechts → Distelhausen (5.3 km, Campingplatz/Biergarten) → Pielenhofen (1.5 km, Gaststätte/Biergarten) → Kallmünz (11 km, Gaststätte/Biergarten)
Nach einer kleinen Bergkuppe geht es hinab in eine kleine Senke, wo sich ein schöner Rastplatz befindet.

Nach dem kurzen Gegengefälle folgt nach dem Rastplatz eine sanfte Steigung (30 hm), bevor es ins Naabtal hinab geht.

Nach kurzem Small Talk wird der letzte Hügel in Angriff genommen. Vom Scheitelpunkt der letzten Anhöhe (453 m.ü.M.) aus fällt das Höhenniveau um 110 Meter ab.
Die Route läuft abschüssig direkt auf Regensburg zu. Linkerhand das Donautal, rechterhand das Naabtal. Auf der Anhöhe von Hummelberg radelt man schnurstraks auf den Stadtwesten zu und genießt nochmals ein herrliches Panorama bevor es nach Mariort hinab geht.

Nach der Gefällstrecke trifft man im Kreuzungsbereich direkt vor der B 8-Unterführung (KM 19) auf einen kreuzenden Radweg.
Abzweig rechts: Radweg entlang der Bundesstraße 8 nach Etterzhausen/Goldtal
Abzweig links: regionale Rundtour R 5 verläuft auf dem Sträßchen "Zur Alten Mühle" nach Kneiting
Die »Ratisbona-Panoramatour« kreuzt den Radweg und unterquert die B 8 durch die Unterführung hindurch in die Greifenbergstraße (Mariaort). Nach einem Linksabzweig weiter in die Naabstraße (200 Meter geradeaus Gaststätte/Biergarten), rechts → Fischerweg → Wallfahrerweg zur Naabbrücke.
Traditionsbiergarten Nr. 3
Mariaort hat rund 120 Einwohner. Der Dorfname leitet sich von der Ufernase (‚Ort‘) an der Mündung der Naab in die Donau sowie der Wallfahrtskirche am gegenüberliegenden Naabufer ab. Während Mariaort ein Ortsteil der Gemeinde Pettendorf im Landkreis Regensburg ist, ist die Wallfahrtskirche der Gemeinde Sinzing zugehörig.
Der Hotel- und Gastrobetrieb Krieger bietet eine weitere Gelegenheit zur genussvollen Einkehr.

Für Radfahrer stellt das idyllische Kleinod an der Naab einen bedeutsamen Routen-Schnittpunkt dar, da sich vier Fluss-Radwege (Naab, Donau, Schwarze Laber sowie 5-Flüsse-RW) verzweigen bzw. Anbindungen zu diesen bestehen. Dies erklärt - abgesehen von "Biergarten-Ausflüglern" warum Radfahrer zum allgemeinen Erscheinungsbild des Ortes gehören.
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| © Filmograph |
Bild: Naab-Panorama zwischen Etterzhausen-Penk. Die Naabtal-Variante 2 (65.0 km / 315 hm; Abzweig zwischen Adlersberg/Hummelberg) passiert auf dem Naabtal-Radweg nach Kallmünz diesen Streckenabschnitt.
Mariaort ist ein beliebter Naherholungsort, der im Schnittpunkt mehrerer (Fern-) Radwege eine Vielzahl von Tourenoptionen bietet. Überdies bestehen beiderseits des Donauufers verkehrsfreie Anbindungen nach/von Regensburg. Neben dem hochfreqentierten Radwegeknotenpunkt fungiert der Ort für Kanu- Kajak- Schlauchbootfahrer und "Standup-Paddler" - kommend von Kallmünz oder Etterzhausen - als Zielanlegestelle. Mariaort ist ein beliebter Naherholungsort im Raum Regensburg, sowie Ziel- und Ausgangspunkt vieler Radtouren).
Wer eine bayerische Brotzeit oder warme Speisen bevorzugt, steuert am Wegesrand den Gasthof Krieger (mit Biergarten) an.

Foto die Naab-Überquerung bietet in allen Richtungen einen wahrlich malerischen Ausblick
Die geschwungene Holzkonstruktion der Naab-Brücke fügt sich harmonisch ins Landschaftsbild ein. Sie verbindet Mariaort mit der Wallfahrtskirche und stellt insbesondere für Radfahrer eine Verbindung zum Donauufer (flussaufwärts) nach Kleinprüfening / Sinzing bzw. in entgegengesetzter Richtung entlang des Naabufers (flussaufwärts) Richtung Etterzhausen her.
Die Naabbrücke (KM 20) lädt zum Innehalten ein, weil sie eine schöne Aussicht auf die Naab, die Donau und auf die emporragende Marienhöhe bietet. Die vormalige alte Holzbrücke wich 2008 einem kompletten Neubau. Man mag es nicht glauben, aber der erste Brückenschlag über die Naab liegt schon Jahrhunderte zurück. Demnach ließ Maximilian I., Kurfürst von Bayern bereits 1641 von Pionieren die erste Holzbrücke an dieser Stelle errichten.
Flusskunde
Die Naab entsteht aus dem Zusammenfluss von Haidenaab (entspringt im Fichtelgebirge) und Waldnaab ca. neun Kilometer Luftlinie südlich von Weiden bei Unterwildenau gelegen. Rechnet man den wasserreicheren Quellfluss der Waldnaab (99 km) hinzu, weist die Naab eine Gesamtlänge von etwa 197 km auf. Die Waldnaab wird ihrerseits durch die Vereinigung zweier Quellflüsse (Tirschenreuther Waldnaab aus dem Oberpfälzer Wald und der wasserreicheren Fichtelnaab aus dem Fichtelgebirge) gebildet.

Die Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt befindet sich an der Mündung der Naab in die Donau, vis a vis der Naab-Brücke. Das Generalkonservatorium München bezeichnete die Wallfahrtskirche sogar als eine der schönsten Kirchen des 18. Jahrhunderts in der Umgebung Regensburgs.

Unmittelbar am Steilhang von Mariaort mündet die Naab in die Donau und formt dabei den sogenannten „Naabspitz“, eine schmale Landzunge, von der aus sich ein beeindruckender Ausblick auf beide Flüsse bietet. Den Naabspitz erreicht man im Angesicht der Wallfahrtskirche nach Überquerung der Mariaorter Holzbrücke (links halten) auf einem schmalen Pfad in herrlicher Auenlandschaft. Vis a vis der erstmals 1352 erwähnten Marienkirche führt ein Wiesenweg neben dem Fußgänger- Radlsteg entlang am Naabufer direkt zum Gedenkstein der Rhein-Main-Donau AG am „Spitz“, der an den Ausbau der Donau erinnert. Bis zur Donaumündung am Schwarzen Meer sind es 2.385 km.
Idyllisches Rastplätzchen am Naabufer mit Nepomuk-Stele. St. Nepomuk war ein böhmischer Priester und gilt als Brückenheiliger und Patron des Beichtgeheimnisses. Als einziger Heiliger wird er neben Maria mit einem Sternenkranz dargestellt.
Rechts abbiegen: flussaufwärts (linkes Naabufer): Naabtal-Radweg und Fünf-Flüsse-Radweg verlaufen auf der verkehrsberuhigten Mariaorter Straße via Waltenhofen nach Etterzhausen. Beide Flussrouten folgen der mäandernden Naab via Pielenhofen nach Kallmünz, wo sich die Fernradwege verzweigen.
Naabtal-Radweg: Etterzhausen → Kallmünz → Burglengenfeld → Schwandorf → Schwarzenfeld → Nabburg → Luhe-Wildenau
Fünf-Flüsse-Radweg (entgegengesetzt dem Uhrzeigersinn): Kallmünz → Schmidmühlen (Vilstal) → Amberg → Nürnberg....
Radtour Bayerische Eisenstraße (durchquert ab Regensburg eines der bedeutendsten ehemaligen Montanreviere Europas, 139 km): Kallmünz → Schmidmühlen (Vilstal) → Amberg → Sulzbach-Rosenberg (bis hier identisch mit Fünf-Flüsse-Radweg) → Auerbach → Pegnitz
Seit dem Neubau der neuen Geh- und Radwegbrücke Sinzing empfiehlt es sich, die für den Radverkehr ungeeignete Mariaorter Eisenbahnbrücke zu meiden. Sowohl deren schmalen Fahrbahnbreite als auch ihrer steilen Abfahrts- bzw. Auffahrtsrampe bei der Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt ist für Radfahrer - für Kinderanhänger/Lastenräder/Liegeräder sowieso - nicht zweckmäßig! Außerdem ist die 700 Meter lange Passage offiziell als Fußgängerweg ausgewiesen, d.h. Radfahren auf dem Gehweg ist verboten (Schiebegebot). Von der Auffahrtsrampe bis zur Einmündung in den Donau-Radweg sind es 1.3 km.

Nach der Naabbrücke wird neben der Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt links in die Mariaorter Straße abgebogen. Kurz nach einer scharfen Rechtskurve wird vor Kleinprüfening die Mariaorter Eisenbahnbrücke (KM 20) und nach 1.3 km die Sinzinger-Eisenbahnbrücke unterquert. Von dort führt ein Radweg entlang der Bahnhofstraße zur Sinzinger- Rad- und Gehwegbrücke (im spitzen Winkel rechts). Nach der Donauüberquerung wird in die Mattinger Straße (rechts) eingebogen und gelangt hinter der Rechtskurve (Brückenunterquerung) linkerhand zum Donau-Radweg (Fähranlegestelle Prüfening).

Kommend von Mariaort - zugehörig zur Gemeinde Pettendorf - zweigt man nach der Naabbrücke links auf die Mariaorter Straße ab.

Nach einer scharfen Rechtskurve sind es von der Unterquerung der Mariaorter Eisenbahnbrücke durch Kleinprüfening - Gemeindeteil von Sinzing im Landkreis Regensburg - bis zur Unterquerung der Sinzinger Eisenbahnbrücke 1.2 Kilometer. Entlang der Donau (flussaufwärts rechte Uferseite) führt die verkehrsschwache Mariaorter Straße direkt zur zur Sinzinger- Rad- und Gehwegbrücke.

Sicherheit geht vor: getrennte Brücken-Auffahrswege für Fußgänger und Radfahrer. Links Bahnhofstraße nach Sinzing, mittig Radweganbindung zur Sinzinger- Rad- und Gehwegbrücke, rechts steilere Fußgängerverbindung.
Der großzügig gebaute Zubringerweg weist auf der nördlichen Regensburger Seite (14 Höhenmeter) nur ein geringes Gefälle/Steigung von 2.5% auf, während die südliche Brückenzufahrt (siehe Foto oben) - welche von der Bahnhofstraße am Sinzinger Ortsrand abzweigt - aufgrund des höheren Höhenlevels nahezu flach zu befahren ist (2 Höhenmeter). Im Gegensatz zu früher sind die sanft an- und absteigenden Zufahrtswege zu den Brückenköpfen selbst für gehandicapte bzw. bewegungseingeschränkte Menschen risikolos befahrbar/begehbar. Überdies sorgt eine moderne LED-Beleuchtung bei Dunkelheit für eine sichere Passage der Brücke. Sowohl die Brücke, als auch die Zufahrtswege haben eine Fahrbahnbreite von vier Meter. Zudem ist die Statik der Brücke so ausgelegt, damit sie in Notfällen sogar von Rettungsfahrzeuge passiert werden kann.
Geradeaus (Mariaorter Straße) besteht in Sinzing Anbindung zum Schwarze Laber Radweg (Neumarkt i.d.OPf., 85 km)

Vier Meter Fahrbahnbreite reichen aus das Rad ans Geländer zu lehnen, um die schöne Aussicht auf die Donau zu genießen.

Foto: Aussichtsplattform auf der Sinzinger Geh- und Radwegbrücke. Im Hintergrund ist die Autobahnbrücke (A3) zu sehen. Die Aussichtsplattform ist eine touristische Attraktion, auf der man einen schönen Blick auf die Donau, die Mattinger Hänge und den Donau-Radweg genießt.

Foto: Donau-Radweg an der Prüfeninger Fähranlegestelle (Großprüfening) mit Blick auf die Sinzinger Eisenbahnbrücke
Westliche Fahrtrichtung
Donau-Radweg: Sinzinger Eisenbahnbrücke → Bad Abbach → Kelheim → Ingolstadt → Ulm → Donaueschingen
Limes-Radweg: → Kelheim (identisch Donau-Radweg) → Gunzenhausen → Aalen → Aschaffenburg....
Fünf-Flüsse-Radweg (im Uhrzeigersinn): Bad Abbach → Kelheim → Beilngries → Neumarkt i.d.OPf. → Nürnberg → Amberg
Fernradweg München-Regensburg-Prag: Kelheim → Bad-Gögging (identisch Donau-Radweg) → Abensberg → Mainburg → Freising → München
Niederbayerntour: Kelheim → Landshut → Passau
Östliche Fahrtrichtung
Fernradweg München-Regensburg-Prag: Regensburg → Nittenau → Roding → Cham → Furth im Wald → Prag
Donau-Radweg: Regensburg → Deggendorf → Passau → Linz → Wien

Trifft man auf den internationalen Donau-Radweg, verläuft unsere Tour stadteinwärts (KM 23.3). Die Vielzahl der Radweg-Hinweiser deutet unverkennbar darauf hin, welch bedeutsame Radwege-Drehscheibe dieser Streckenpunkt unweit der Eisenbahnbrücke Großprüfening wiederspiegelt.
Donauradweg
In Deutschland ist der Donauradweg durchgängig mit dem einheitlichen "Deutsche Donau"-Signet gekennzeichnet, das sich eingehängt in den Ziel- und Pfeilwegweisern befindet. Der Startpunkt des Donau-Radwegs liegt bei der vom römischen Kaiser Tiberius als "Ursprung der Donau" bezeichnete Quelle im Fürstenbergischen Park der Stadt Donaueschingen in Baden-Württemberg (Schwarzwald). Die Streckendistanz beträgt bis Passau (Rathausplatz) 589 Kilometer, wobei ein Gutteil auf den bayerischen Streckenabschnitt (Schwaben, Oberbayern, Oberpfalz, Niederbayern) entfällt.
Der populäre Donauradweg ist laut ADFC-Klassifizierung mit 4-Sternen prämiert. Die Flussroute quer durch Süddeutschland genießt anhaltend hohe Beliebtheitswerte, was regelmäßige Spitzenränge in der ADFC-Radreiseanalyse belegen. Seit Jahren landet der Donauradweg in der TOP-TEN-Liste der beliebtesten Radrouten in Deutschland.
Mit jeder Kurbelumdrehung kommt man der Stadt näher. In dem naturnahen Grüngürtel befindet sich der weitläufige Donau-Park.

Der Donaupark - mitunter auch Westpark genannt - befindet sich im Westenviertel von Regensburg und ist mit 65 Hektar die größte Parkanlage der Stadt. In Folge reihen sich zahlreiche Spielplätze, Skateanlagen, Sportanlagen (zwei Ruder-Clubs, Tennisplätze) und sandige Badebuchten entlang der Donau auf. Überdies säumen mehrere Kunstobjekte diesen Streckenabschnitt. Die Grünanlage ist das größte innerstädtische Naherholungsgebiet Regensburgs.
Im Folgeverlauf wird der Baggersee sowie »das Stadtwerk.Westbad« passiert. Der Regensburger Baggersee nahe der Westheimsiedlung im Westenviertel - mitunter auch Baggerweiher oder Westbadweiher genannt - ist der größte See (Grundwassersee) innerhalb des Stadtgebiets.

Die Schillerwiese ist eine Parkanlage entlang der Donau im Westenviertel innerhalb des Stadtgebiets von Regensburg. Sie liegt im Donaubogen am nördlichsten Punkt der Donau auf einer Höhe von ca. 335 m ü. NN. und zieht sich über mehre Kilometer hin. Der langgezogene Naherholungsbereich ist bei der Stadtbevölkerung sehr beliebt. Entsprechend hoch ist die Radfahrerdichte in diesem Abschnitt. Einerseits tummeln sich Naherholungssuchende, Freizeitsportler und Ausflügler hier, andererseits dient der Donau-Radweg Fern- Transit- und Tourenradlern sowohl vom Stadtosten als auch von Westen her als ausgeschilderte Hauptachse durch das pulsierende Altstadtherz.
Im Rahmen der Umgestaltung der Schillerwiese am nördlichsten Punkt der Donau gewann Ludwig „Wigg“ Bäuml 2015 einen Kunstwettbewerb. Dessen symbolisch angedeutete Schiff samt angrenzender Weinlaube befindet sich kurz vor dem Pfaffensteiner Wehr. Beide Objekte stehen in engem Bezug zum Schifffahrtsweg der Donau und dem gegenüberliegenden Weinanbaugebiet am südlichen Hang der Winzerer Höhen, auf dessen Höhenkante die »Ratisbona-Panoramatour« verläuft.
Die tragende Stahlkonstruktion des „Schiffs“ und des stählernen Bugs sowie die mit stilisierten Weinblättern aus Aluminium gedeckte Pergola wurden in einem aufwendigen Produktionsverfahren von ortsansässigen Handwerksbetrieben fachmännisch angefertigt.
Im Rahmen der Umgestaltung der Schillerwiese am nördlichsten Punkt der Donau gewann Ludwig „Wigg“ Bäuml einen Kunstwettbewerb. Dessen symbolisch angedeutete Schiff samt angrenzender Weinlaube befindet sich kurz vor dem Pfaffensteiner Wehr. Das Objekt steht in engem Bezug zum Schifffahrtsweg der Donau und dem gegenüberliegenden Weinanbaugebiet am südlichen Hang der Winzerer Höhen, auf dessen Höhenkante man übrigens vorher entlang radelte.
Das Kunstdenkmal markiert den nördlichsten Punkt der Donau. Blickt man ans gegenübliegende Ufer ist die Statue des Heiligen St. Nikolaus - Schutzpatron der Seefahrer und Kaufleute, Schiffer und Fischer - zu erkennen, die ebenfalls die nördlichste Flussposition mariert.
Am gegenüberliegenden Donauufer erblickt man den Ort Winzer. Obwohl der Ort als Stadtteil zu Regensburg gehört ist er dennoch durch und durch ländlich geprägt.
Am Pfaffensteiner Wehr - unmittelbar nach Unterquerung der Autobahnbrücke - steht bei KM 25.3 eine alternative Richtungsentscheidung an. Wer den Verkehr im Altstadtbereich bzw. die zumeist dicht bevölkerte Steinerne Brücke meiden möchte, schlägt den Weg links über die Wehrbrücke ein und radelt auf der Staustufe nach dem Generatorenhaus (zweite rechts) - vor der Kanalbrücke - jene Brückenabfahrt Richtung Dultplatz hinab, die zu Beginn der Tour bereits befahren wurde. Dieser Weg ist 1 km kürzer als die Originalstrecke.
Die Originalroute folgt geradeaus dem Flussverlauf der Donau.

An der Einmündung in die Holzländestraße (Fahrradstraße) endet die verkehrsfreie Passage bis der Abzweig auf die Steinerne Brücke erfolgt.
Sämtliche (Fern-) Radwege verlaufen ab der Holzländestraße kurzzeitig auf Verkehrsstraßen (erhöhte Vorsicht): → Keplerstraße (ab hier keine Fahrradstraße mehr) → Fischmarkt → Goldene-Bären-Straße → Linksabzweig zur Steinernen Brücke → Stadtamhof
Am Ende der Holzländestraße endet zugleich die erkehr vom Weißgerbergraben (rechts) bzw. entgegen kommender Abbiegeverkehr" sind vorfahrtsberechtigt.
Die Steinerne Brücke
Die Steinerne Brücke zählt zum herausragendsten Meisterwerk mittelalterlicher Baukunst, die zur Entstehungszeit die einzige Donaubrücke zwischen Ulm und Wien war und gemeinhin als „Weltwunder“ galt. Neben dem Regensburger Dom ist die fast 900- jährige Steinerne Brücke das bedeutendste Bauwerk von Regensburg, weswegen die Wahrzeichen Regensburgs beim Stadtrundgang keinesfalls fehlen dürfen.

Wie kein anderes profanes Bauwerk symbolisiert die Brücke die Blüte der ehemaligen Reichsstadt. Sie überspannt den zweitlängsten Fluß Europas und damit gleichsam den Donaulimes, der vor 2.000 Jahren den Grenzverlauf des Römischen Reiches bestimmte und Regensburg 2021 den zweiten Welterbetitel 'Grenzen des Römischen Reiches' bescherte. Die Donau bildete bis ins 5. Jhrd. („Nasser Limes") für ein halbes Jahrtausend den natürlichen Grenzverlauf (Castra Regina lag in der Provinz Raetien) zwischen dem einstigen Imperium Romanum und dem Barbaricum, wie einst die Römer unsere Vorfahren nannten.
Die Bauzeit der Steinernen Brücke (1135 bis 1146) betrug gerade mal 11 Jahre, was in Anbetracht der damaligen Zeit die meisterhafte Ingenieurstleistung betont. Nachdem das Brückenmonument fertigerstellt war brach unter Führung von Friedrich I., genannt Barbarossa („Rotbart“) in Regensburg der 2. Kreuzzug ins Heilige Land auf. Die Steinerne Brücke galt über lange Zeit hinweg als wegweisendes Vorzeigeobjekt für weitere Brückenbauten wie zum Beispiel die Karlsbrücke in Prag.
Von ehemals drei Türmen der Brücke ist nur der am Ende des 13. Jahrhunderts entstandene südliche Brückturm erhalten geblieben. Der Mittelturm mit einem brückenartigen Zugang zur Donauinsel Oberer Wöhrd fiel den Eisstößen im Winter 1783/84 1789 zum Opfer. Der nördliche Turm - vormals Schwarzer Turm genannt - war bereits im Dreißigjährigen Krieg in den Jahren 1632–1634 heftig umkämpft. 1809 wurde er im Laufe der Schlacht bei Regensburg derart stark beschädigt, dass der Abriss unausweichlich war. An Stelle des befindet sich am Eingang zum Stadtteil Stadtamhof heute sogenannte Basarbauten dessen italienischer Flair Einheimische wie Touristen anzieht.
Der Brückturm neben dem Salzstadel - der u.a. das Welterbe-Besucherzentrum beherbergt ist, ist heute ein beliebter touristischer Anlaufpunkt.
Der Brückturm sowie das dortige Museum ist von April-Oktober begehbar. Die Aussicht vom letzten Turm dieses Bauwunders bietet einen überwältigenden Blick über die Dächer der Altstadt, die Donau und die Steinerne Brücke in Vogelperspektive. Dazu werden auf mehreren Stockwerken durch Modelle, Schautafeln und Illustrationen verschiedene Aspekte der fast 900 jährigen Brückengeschichte erklärt.

Foto: 2013 versperrte beim Brückenbasar in Stadtamhof ein eindrucksvolles Schwarz-Weiß-Banner in formatfüllender Brückenbreite den Zugang zur Steinernen Brücke (Generalsanierung), das erstaunlich echt wirkend die Straßenbahn (1903 - 1964) und Menschen gekleidet im Stil des frühen 19. Jhrd. abbildete.
Die Steinerne Brücke war Zeit ihres Bestehens großen Belastungen und Gefahren wie verheerende Hochwasser, Eisstöße und kriegerischen Auseinandersetzungen ausgesetzt. So blieb von ehemals drei Brückentürmen heute nur noch der Turm des Brückentors auf der Altstadtseite erhalten. 1633 wurde das dritte Brückenjoch von bayerischen Truppen gesprengt, um dem anrückenden schwedischen Heer die Eroberung der Stadt zu vereiteln. Um den Vormarsch amerikanischer Soldaten aufzuhalten wurden in den letzten Kriegstagen des Zweiten Weltkriegs 1945 von deutschen Soldaten vier Rundbögen gesprengt. Die Wiederinstandsetzung zog sich ab 1951 über 16 Jahre hin.
Auf der Steinernen Brücke herrschte schon immer reger Betrieb. So ergab eine Verkehrszählung im Jahre 1876, dass die Brücke täglich von durchschnittlich 22.138 Personen und 664 Fuhrwerken überquert wurde. Um der steigenden Belastung standzuhalten wurden 1877 die Sandstein-Brüstungsplatten durch Granitplatten aus Flossenbürg ersetzt, währenddessen gleichzeitig die aus dem Jahr 1502 stammende hölzerne Verbindungsrampe zum Oberen Wöhrd durch eine Eisenkonstruktion ebenfalls ersetzt wurde.
Im 20. Jahrhundert stieg die Verkehrbelastung rapide an. Besonders Streusalz und der wachsende Schwerverkehr (Straßenbahn, Gelenkbusse) setzten der Bausubstanz der Brücke dermaßen zu, so dass eine Generalsanierung und Erneuerung der Brückenpfeiler, Beschlächte und Brüstungen unumgänglich war (2010 bis 2018). Zuvor erfolgte 1997 die Verkehrsperrung für KFZ, 2008 wurde auch der Busverkehr eingestellt. Seitdem ist die Brückenpassage nur noch für Radfahrer und Fußgänger freigegeben.

Heute fungiert die Steinerne Brücke als begehbares Bindeglied zwischen dem UNESCO-Welterbe 'Altstadt Regensburg' und 'Stadtamhof', das den "Brückenschlag" zwischen Vergangenheit und Gegenwart symbolisiert, an deren Stelle sich zwei UNESCO-Welterbestätten kreuzen. An der Brüstungsmauer des mittelalterlichen Bauwerks, das seit 1997 für den motorisierten Individualverkehr gesperrt und nur für Fußgänger und Radfahrer freigegeben ist, innezuhalten und gedankenversunken die Blicke über die Donaustrudel, das Altstadt-Ensamble, das Bruckmandl, Stadtamhof bis zur Dreifaltigkeitskirche mit Muße schweifen zu lassen ist ein häufig zu beobachtendes Ritual, dem selbst einheimische Regensburger - egal wie oft sie die Brücke queren - suchtreflexartig verfallen.
Man mag sich gar nicht vorzustellen, dass es im Jahr 1900 zur Erleichterung der Schifffahrt, aber auch um Platz für die Straßenbahn zu schaffen, Überlegungen gab, die historische Brückenbauwerk vollständig abzureißen und durch einen Neubau zu ersetzen. Regensburg ohne Steinerne Brücke? Schlicht und ergreifend undenkbar, steht sie doch als älteste erhaltene Steinbrücke Deutschlands - zusammen mit dem Dom - sinnbildlich für die geschichtsträchtige Stadt.

Nähere Infos zum denkmalgeschützten Bruckmandl - das sich am Brückenscheitel befindet - gibt es unter der Rubrik Sehenswürdigkeiten

Die ehemals 336 Meter und heute 309 Meter lange Brücke verfügt seit der Sanierung keine ausgewiesene Gehwegstreifen mehr, d.h. sie ist in voller Breite von rund 7,50 Meter - abzüglich der jeweils 18 cm dicken Brüstungsmauern - für Fußgänger und Radfahrer nutzbar. Radfahren auf der Steinernen Brücke ist per se zwar nicht verboten, gleichwohl macht es bei hohem Fußgängeraufkommen trotz geräumiger Fahrbahnbreite Sinn, sein Vehicle sicherheitshalber zu schieben. Der Gang über die Brücke hat außerdem den Vorteil, die Aussicht entspannter genießen zu können, anstatt hochkonzentriert andauernd Fußgänger umzirkeln zu müssen die zudem Vorrang haben.

Unter den 14 noch sichtbaren Rundbögen der 335 Meter langen Steinerne Brücke strömt die Donau mit so hoher Fließgeschwindigkeit hindurch, dass sich etwa 30 m unterhalb der Pfeiler Stromschnellen - die bekannten Donaustrudel - bilden.
Die quirligen Strudel brachte findige Unternehmer auf die einfallsreiche Idee, z.B. selbstgemachte Pizzen, Pasta, gefüllte Teigtaschen, herzhafte Flammkuchen oder süße Strudel, Quiche & Co den Namen 'Donaustrudel' zu geben. Außerdem gibt es ein Sozialmagazin namens DONAUSTRUDL, das von bedürftigen Zeitungsverkäufern (gegen geringe Provision) feil geboten wird. Selbst ein Strudelrennen gab's bereits, das zum Fest der Bayern im Milleniumjahr 2000 veranstaltet wurde.
Nachdem die Steinerne Brücke überquert ist hat man sein Ziel in Stadtamhof erreicht. Nun heißt es wehmütig von der »Ratisbona-Panoramatour« Abschied nehmen. Oder auch nicht, denn die Tour bietet ja jede Menge Variationspotential.
Bella Ratisbona
Nach dem Naturvergnügen und der körperlichen Verausgabung bietet das lebhafte UNESCO Weltkulturerbe Stadtamhof einen mehr als würdigen Abschluss. Nirgendsonst kommt zwischen der Klosteranlage St. Mang, Spitalkirche St. Katharina und dem einstigen Salzlager Andreasstadel - wo Künstlerateliers, Galerien, ein Café untergebracht sind - das italienische Flair so intensiv zu Geltung wie in diesem Stadtbezirk. Da schmecken Cappuccino, Latte Macchiato, Aperol Spritz, Pizza, Pasta & Co im Straßencafé oder Restaurant bzw. leckeres Eis aus der Gelateria gleich dopppelt so gut. Nicht ohne Grund wird Regensburg gern als nördlichste Stadt Italiens "Bella Ratisbona" genannt. Es gibt es wohl kaum eine Stadt im Freistaat, wo bayerische Gemütlichkeit und südländisches Lebensgefühl derart aufeinanderprallen.

Foto: Stadtamhof - Weltkulturerbe und Stadtjuwel - versprüht ein ganz besonderes südländisches Flair. Nicht umsonst wird Regensburg auch die nördlichste Stadt Italiens genannt.
Wer sich hier in einen Stuhl setzt und gemütlich seinen Latte Macchiato oder ein Bierchen genießt bekommt das umwerfende Postkartenpanorama der mittelalterlichen Altstadt, der Steinernen Brücke, Brückturm, Salzstadel und Dom sowie einen Blick auf die Dreifaltigkeitskirche auf dem Dreifaltigkeitsberg auf der anderen Seite gratis dazu.

Voi la! Nachdem die »Ratisbona-Panoramatour« im Februar 2021 aus der Taufe gehoben war, wurde sie nach bayerischer Sitte mit goldgelben mineralhaltigen Gerstensaft standesgemäß eingeweiht. Seitdem erhielt die aussichtsreiche Rundtour viel Zuspruch. Positive Rückmeldungen geführter Radtouristikgruppen stellten der Tour ein gutes Zeugnis aus. Mittels Track-Download kann jeder die Strecke nachfahren, und sich selbst ein Bild von dieser abwechslungsreichen Strecke machen.

Sunset-Stimmung zum Tagesausklang. Wer zwischen der farbenprächtigen Häuserzeile in einer der Lokalitäten das Momentum genießt, der möchte am liebsten gar nicht mehr seinen Sitzplatz verlassen. Wenn abends in der Domstadt der Bär steppt und man sich einen Aperol Spritz, Hugo, Bier oder ein Gläschen Wein gönnt, dann kann ein lässiger Tag nicht wirklich chilliger ausklingen.







